Schöne Rhön: Extratour „Der Hilderser“

In der Vorderrhön beheimatet, nutze ich die Möglichkeiten, die sich hier in nächster Nähe bieten, viel zu selten. So habe ich mich also aufgemacht, das kolossal herrliche Herbstwetter endlich einmal ausgiebig für eine Wanderung zu nutzen.

Bevor der Schnee kommt.

Morgens kurz nach 8 ging es mit dem Bus bis Hilders, einer beschaulichen Gemeinde im Naturpark Hessische Rhön, ungefähr 30 km von Fulda entfernt.

Hier startet ein narrensicher beschilderter Rundwanderweg,

was mich aber nicht davon abhielt, mich trotzdem kurz zu verfransen. War aber egal, ich hatte mein GPS-Gerät dabei.

Der Weg heißt „Der Hilderser“, ist 11,3 km lang und gehört zu den Extratouren, die in der Rhön an ausgesuchten Stellen zu finden sind. Es handelt sich um besonders schöne Premiumwanderwege, die bislang noch nie enttäuscht haben.

Gegen 9.00 Uhr war ich vor Ort, allein, denn Norbert muss die Brötchen verdienen, während die Frau wandern geht und eben solche unterwegs verzehrt . Also, auf ging es zu einem Spaziergang mit nur einer etwas anstrengenderen Passage.

Im mittleren Ulstertal gelegen, verbindet die sehr abwechslungsreiche Tour den Battenstein mit Kreuzweg und Kapelle

 

 

 

 

 

 

 

mit dem  unbewaldeten Gipfel des Buchschirmberges, wo ein sehr schöner Rast- und Aussichtspunkt zum Verweilen einlud 

und ein ordentlicher Wind wehte. Hey, das ist meine Jacke!!!!

Hier wurde Rast gemacht und die Einsamkeit genossen.

Die nächste Pause war in der Ruine Auersburg fällig,

wo man nicht nur nett gegrüßt wird,

sondern auch von einem Aussichtsturm die herrliche Umgebung genießen kann.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie bereichernd diese Stunden waren. Die Sonne schien, naturbelassene Pfade wurden erobert

der Himmel war blau, das Laub zum Teil schon gefärbt und es wehte auch hier ein Wind, der nicht nur als laues Lüftchen durchging.

Ab und an kamen mir mal Wanderer entgegen, aber wenn es hoch kommt, habe ich 10 Menschen gesehen. Die Ziegen und Kühe waren definitiv in der Überzahl.

Mit zwei Pausen, 108 geknipsten Fotos, einem Schwatz mit Wandersleuten, einem gefundenen Geocache sowie der Bearbeitung eines Multis habe ich vier Stunden benötigt, also auch vom Zeitbedarf her handelt es sich um eine Tour, die von vorne bis hinten geschmeidig in die Vorstellung von Ausflügen passt, die mir behagt.

Um 13.30 Uhr war ich schon wieder am Bus und konnte beseelt nach Hause fahren. Die Tour ist mir gar nicht schwer gefallen, ganz im Gegenteil, ich hätte auch noch ein paar Kilometer dranhängen können. Mit Fußweg von daheim zum Busbahnhof und zurück, etwas Sightseeing im Dorf und der Verlauferei waren es am Ende um die 18 km, die ich absolviert habe, das war absolut in Ordnung.

Soll ich euch mal was sagen? Ich könnte schon wieder losdüsen. Aber dann bitte ohne Zecke. Mistviecher.

Ich habe fertig! 5 Monate, 10 Kilo und WW-Wowowowowowowowwwwwwwwwww!!!!!

Ja hallo zusammen!

Mein Name ist Jutta, ich bin 58 Jahre alt und nicht mehr übergewichtig.

Wie es dazu kam – also zum Übergewicht und zum Verlust desselben, könnt ihr hier lesen. Es wird unfassbar grauenhafte Fotos geben, zerrüttende Bekenntnisse und ich warne ausdrücklich vor Nervenkrisen und Abscheu. Wem Abnehmvereine wie Weight Watchers oder Gequatsche über Diäten auf den Geist gehen, der klappe jetzt bitte den Laptop zu. Oder gehe backen. Oder shoppen. Die anderen kochen bitte Kaffee/Tee, lehnen sich bequem zurück und ergeben sich dem Elend meines Lebens.

Vorhang auf!

Wonneproppen.

Es geht die Kunde, dass Wonneproppen bereits mit drei Monaten Frikadellen aß. Jetzt mal ehrlich, Leute, was sollte aus mir schon werden?

Eine Feier in unserer Familie – Codename „Familie Fress“ – ist keine Feier, wenn sich die Tische nicht unter der Last des Essens biegen. War datt Essen nix, war datt Fest nix. Oder der Urlaub. Oder die Einladung. Bevor erörtert wird, wer eingeladen wird, wird erst mal besprochen, was gekocht wird. So simmer nun mal.

Als ich endlich laufen konnte,  war ich immer bestrebt, das Haus der Eltern und meiner drei nervigen Schwestern (die heute die allerbesten sind!!!) zu verlassen, um bei Oma zu wohnen. Die war fußläufig 10 Minuten entfernt und dort hatte ich das Paradies auf Erden. Ich war allein (Oma und Opa hatten im Erdgeschoss ein Bekleidungsgeschäft, in dem sie von morgens bis abends arbeiteten). Ich musste mich nicht bewegen und konnte lesen, lesen, lesen. Ich hatte einen Schrank voller Knabberzeug in Reichweite und am Sonntag wurden Ausflüge gemacht.

Freitags begann ich schon, mich auf das Wochenende vorzubereiten: Weißbrot (= süßer Stuten) bei Bäcker Helpenstein kaufen. Oma vorheulen, dass ich samstags Daktari gucken will und Opa deshalb nicht die Sportschau gucken darf. Oma vorheulen, dass mir von Bockwurst schlecht wird, wenn es Sonntag zum Ausflug mit „Einkehren“ geht. Vom Weißbrot eine dicke Scheibe abschneiden und fett mit Butter und Marmelade bestreichen. Und noch eine. Huch, das halbe Brot ist ja schon weg. Das war ich nicht. Das war Opa.

Das Wochenende: neues Weißbrot kaufen, reicht nicht mehr bis Sonntag. Daktari gucken. Sonntag eine Runde um den Weiher von Schloss Rheydt drehen. Ab zum Hardter Wald, ins HQ, in die „Oase“, einkehren. Oma isst Bockwurst, ich esse Zigeunerschnitzel. Opa ist sauer. Verstehe ich nicht.

Bei Onki und Kiki trinke ich Underberg aus den kleinen roten Deckelchen. Samstags frühstücken wir dort Brötchen mit Butter und gekochtem Schinken, von meiner Schwester Ina eingekauft. Kiki backt „Pottweck“, Stuten aus dem Topf und mit Butter bestrichen, die schmilzt, weil der Weck noch warm ist. Das sind Feiertage, wenn Kiki Pottweck kredenzt. Heute muss ich sagen, dass er eigentlich total misslungen war, ganz großporig und viel zu wenig aufgegangen. Aber damals… Himmel!!!

Bei Oma klaue ich Sherry oder Eierlikör aus der Schrankbar.

Das dicke Kind hat in der Grundschule eine einzige Freundin, Karin, die Metzgerstochter. Wir kaufen von unserem Taschengeld eine Tüte mit 10 Teilchen bei Bäcker Hering, das Stück für 60 Pfennige und essen alle auf. Das machen wir oft. Mittags gibt es dort schon mal „Filetköpfe“ – so was hat die Welt noch nicht gesehen, das schmeckt! Ich bin gerne bei Karin, obwohl sie immer ein wenig nach Geräuchertem riecht. Manchmal darf ich die Därme für die Bratwürste auf die Fülltülle ziehen, das macht Spaß.

Das fette Kind kommt in die Realschule und wird gehänselt. Bei C&A kauft die Mutter Kleidung in „extraweit“. Es kann nicht schnell laufen und springen, die Sportstunden sind eine Tortur. Kasten und Bock – die Wörter des Grauens. Es hat nur Freunde, die auch gehänselt werden. Zum Beispiel Monika, des Schaustellers Töchterlein. Immerhin mit Softeiswagen. Sie bleibt nicht lange in der Schule und mit ihr entschwinden meine Räuber Hotzenplotz Bücher. Ich bin Stier, ich behalte so was.

Die Pausenbrote bestehen aus Oberländer Brot von Aldi und gekochter Mettwurst aus dem Glas. Die schmiere ich mir selber, also fingerdick drauf mit dem Belag. Mindestens. Nach der Schule setze ich mein Taschengeld in „Drei Berliner für eine Mark fuffzich“ oder „Die weiße Crunch“-Schokolade um. Luftschokolade finde ich auch super. Die Berliner esse ich gleich an der Bushaltestelle. Drei. Hintereinander. Danach gibt es Mittagessen.

Irgendwann fangen die „Diäten“ an. Ich will doch so gerne nicht mehr dick sein.

„10 Tage – 10 Pfund“, „Eierdiät“, „Ananasdiät“, „Mayodiät“, „Brigittediät“, „1000 Kalorien-Diät“, „800 Kalorien-Diät“, „Kohlsuppendiät“… es gibt keine Diät, die ich nicht ausprobiere. Ich nehme ab, ich nehme zu, ich nehme ab, ich nehme zu. Ich bin noch ein Kind. Eigentlich.

21. Februar 1976 – ich bin 15 Jahre alt  und werde von einem Auto angefahren. Ein älterer Herr dachte, ich wäre ein „Ast“. Ungefähr so weit fliege ich auch.  Ich sehe mich noch auf dem Weg, kurz vor der Ampel. Stiefel, graues Wollkleid ohne Ärmel, rotes Shirt mit langen Ärmeln. Sehr schick. Die Sachen hat Oma gekauft, durfte ich mir im Geschäft aussuchen. Im Krankenhaus schneiden sie mir die Klamotten vom Leib. Zu dem Zeitpunkt bin ich nicht übergewichtig, kann mich aber nicht erinnern, welche Diät dafür verantwortlich war. Nach sechs Wochen Krankenhaus werde ich gertenschlank entlassen, muss noch lange an Krücken gehen, mein Knie ist steif, irgendwann kann ich wieder laufen, werde noch mal operiert, ich bin dünn und ich bleibe es tatsächlich eine Weile. Vom Schmerzensgeld kaufe ich mir einen Plattenspieler.

Ich gehe aufs Gymnasium. Wilde Zeiten. Kein Abschluss.

Danach eine Weile Schottland.

Ich mache eine Ausbildung, werde Altenpflegerin. Oma bezahlt die Schulgebühren. 150 Mark im Monat.  Es ist anstrengend. Morgens und jedes zweite Wochenende in der Pflege arbeiten, nachmittags Schule. 15 Stunden aus dem Haus von montags bis freitags. Ich bin immer noch schlank.

Ich heirate.

1985 werde ich schwanger. Mein Gewicht im Mutterpass: 60,0 Kilo. Diese Zahl werde ich für die nächsten 33 Jahre nicht mehr auf der Waage sehen. Von nun an geht’s bergauf. Mit dem Gewicht.

Irgendwann geht meine Ehe den Bach runter, ich nehme wieder ab. Ich lerne Norbert kennen – bei uns geht die Liebe durch den Magen. Ich nehme zu. Ich höre auf zu rauchen. Ich bin so fett wie nie.

Ich sehe Fotos aus dem Urlaub

und Fotos von der Couch

und ich weiß, dass es so nicht weiter geht. Ich bin 1,60 m groß und ich wiege mehr als 80 Kilo. Meine Gelenke machen Probleme. Alles macht Probleme. Ich mache eine Umschulung zur Industriekauffrau. Und einen erfolglosen Abnehmkurs bei der AOK.

Ich gehe zu Weight Watchers und nehme 18 Kilo ab – mein Gott, bin ich glücklich. Ich fühle mich wie neu geboren und kann es nicht fassen, dass ich es geschafft habe, sogar Dauermitglied zu werden. 64 Kilo. Ein Traum!

2004 erfülle ich mir einen anderen großen Traum und lege meine Abiturprüfung ab. Mit knapp 44 Jahren, am Abendgymnasium in Bonn. Ach, was für ein erhebendes Gefühl!

So fett wie damals werde ich nie mehr, aber bis an die 75 Kilo werden es dann doch wieder und ich frage mich, warum??? Warum habe ich es wieder so weit kommen lassen? Es geht wieder los mit den Diäten. Mit intermittierendem Fasten nehme ich 2015 toll ab, aber an fünf Tagen in der Woche belohne ich mich für zwei Tage in der Woche, an denen ich „durchgehalten“ habe. Das kann es doch nicht sein.

Das Gewicht steigt wieder, das Rad dreht sich weiter. Ich melde mich wieder bei Weight Watchers an. Online. Ins Treffen gehe ich nicht, brauche ich nicht, kann ich allein. Nicht!

Ich schaffe es einfach nicht, dauerhaft auf ein Gewicht zu kommen, das mir gut tut. Meine Kniegelenke krachen, ich komme kaum die Treppen rauf und runter. Mein Blutdruck ist zu hoch. Mein Cholesterin im Blut ist viel zu hoch. Ich mag mich nicht im Spiegel anschauen. Ich will auch mal schöne Klamotten tragen, ohne den Bauch einzuziehen. Ich will wieder 60 Kilo wiegen. Wie damals, vor 33 Jahren.

Ich will mir ein Sommerkleidchen nähen und das Burda-Schnittmuster sagt: Größe 48. Ich will eine Schneiderpuppe kaufen und ich brauche eine in Größe M – die fängt bei 42 an. Wir buchen einen Urlaub. Wandern auf Mallorca mit einer Gruppe und Führer. Alpinschule Innsbruck. Mallorca. Ich. Mit meinen Knien.

Ich muss was tun und es macht

KLICK!!!

Mittwoch, 16.05.2018: Ich melde mich im Weight Watchers Treffen in Fulda an. Ich habe ein Ziel:

Bis zum Urlaub will ich auf der Weight Watchers Waage 60,0 Kilo wiegen. Und ich will eine Schneiderpuppe in Größe S. Die geht nur BIS 42. Basta!

Die wunderbare Fuldaer Gruppenleiterin Petra Baier motiviert mich von Woche zu Woche. Ich esse gesund, ich esse viel, ich esse abwechslungsreich und mit Genuss. Ich nehme ab. Trotz der Feierei zur Diamantenen Hochzeit meiner Eltern, diverser Einladungen und der ein oder anderen Kuchenschlacht verliere ich im Schnitt 500 Gramm an Gewicht pro Woche.

Am 8.8.2018, mit 64 Kilo, werde ich Goldmitglied, ohne Erhaltungsphase, weil ich schon Dauermitglied bin. Ich bin so überrascht und überwältigt in dem Moment, schöner als Weihnachten und Ostern zusammen ist das.

Damit habe ich nicht gerechnet, ich hatte keine Ahnung. Und ich muss nicht mehr bezahlen.

Heute, Mittwoch, 10.10.2018 habe ich mein persönliches Ziel erreicht, obwohl der Urlaub noch gar nicht ansteht. Ich habe 10,3 Kilo abgenommen, wiege 59,4 Kilo auf der Weight Watchers Waage, habe insgesamt 40 cm Umfang an diversen Stellen verloren, dafür ziemlich viele Falten bekommen und bin unfassbar glücklich. Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann.

Glücklich nicht nur wegen all der Mörder-Klamotten, die ich jetzt tragen kann (s.u.),

sondern vor allem wegen des körperlichen Wohlbefindens, das sich einstellte. Ich bin sehr viel zu Fuß unterwegs und es ist halt ein riesiger Unterschied, ob man 60 oder 70 Kilo rumträgt. Die Knie spüre ich gar nicht mehr und ich muss mich manchmal kneifen, weil ich es nicht glauben kann.

Die Wanderung eben (jetzt ist schon Donnerstag) über 17 km in der Rhön hat jedenfalls hervorragend funktioniert.

Offenbar zeigt sich auch beim Abnehmen der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Ohne Druck geht gar nix. Und brav sein will ich auch. Abliefern. Jeden Mittwoch auf der Waage. Als wäre ich acht Jahre alt und nicht 58.

Nun ja, hier jedenfalls war es nur zu meinem Besten. Und weil mein Coach Petra so total kompetent und nett und motivierend und mitreißend und verständnisvoll ist, wollte ich auch immer so ein bissi zurück geben. Um gleichzeitig wieder etwas für mich zu tun. Irgendwie gut, oder? WinWin!

Nun hoffe ich, dass ich am Ball bleibe, mich vernünftig ernähre, mir auch schon mal erlaube, über die Stränge zu schlagen, trotzdem aber wieder zurück zu rudern, wenn der Schweinehund die Macht übernehmen will. Und ich werde weiter in die Treffen gehen. Vielleicht nicht mehr jede Woche, aber regelmäßig.

Essen und Trinken sind meine Seelentröster und gleichzeitig mein größter Fluch. Nichts wandert unbeschwert in meinen Mund, alles wird gescannt, bewertet, eingeteilt. Gut, böse, fett, gesund, brauche ich, brauche ich nicht, esse ich trotzdem. Mir etwas „gönnen“ – das geht am besten mit Essen. Kuchen. Brot. Kohlenhydrate. Fett. Und Alkohol. Nicht viel, aber doch schon mal. Ein schöner Wein macht kurzfristig froh – bis das Hirn anfängt zu rattern. Ich kenne Menschen, die behaupten, nicht darüber nachzudenken, was sie sich in den Mund stopfen. Gibt es das?

Die Balance zu finden, ist schwer. Ich schaffe das oft nicht. Muss mich immer disziplinieren. Habe keine Lust dazu. Jetzt gibt es Alternativen. Die WW-Rezepte aus dem Internet sind meine Rettung. Norbert und ich probieren viel aus und sind immer wieder überrascht. Diese kleinen Twists, die das Tüpfelchen auf dem I sind, gefallen uns.

Viele Wege führen nach Rom, WW ist für mich die einzige Ernährungsumstellung, die bislang immer funktioniert hat. Solange ich die Treffen besuche. Es wird viele Menschen geben, die diese Form des leicht sektenhaften Gemeinschaftserlebnisses ablehnen. Das ist so ein bisschen wie Thermomix für Dicke. Entweder man schwört drauf oder man hasst es. Jeder muss seinen Weg selber finden, jeder setzt seine Messlatte der Zufriedenheit mit sich selbst anders. Ich bin im Moment euphorisch und hoffe, das noch eine Weile zu bleiben.

Mein Gott, gut,  dass ich keine anderen Probleme habe, was für ein Luxus. Ich bin aber trotzdem „over the moon“ und überglücklich, dass ich heute so wenig wiege wie irgendwann vor 1985. Hammer, oder? Her mit der Schokolade! Quiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeetsch!!!!

 

 

 

Gelleroumkoung

Ja, das verstehen nur die Eingeweihten, die aus Nünnberch und drumherum, Frrrrrangen halt. Ich finde diesen Dialekt so putzig und stelle mir immer Herrn Marquard vor, wie er so vor sich hin schwadroniert. Oder den Alexander  Herrmann  oder Karin (huhu Karrrrrin!).

Deshalb musste ich auch beim Lesen des Kochbuches sooo lachen, es war unwahrscheinlich. Ausdrücke wie „Budderzeich“, „Budding“, „Zibberlassooß“ oder „Schellee“ riefen bei mir Lachsalven hervor, vielleicht hat es deshalb so lange gedauert, bis ich endlich mal was ausprobiert habe aus dem Buch.

Das bekam ich von meinem Mann Anno Domini 2007 als Mitbringsel von einem Aufenthalt in Nürnberg überreicht und es trägt den Titel

Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch

Als Autoren werden M. Allmächd & A. Brenzlich angeführt. Spätestens nach dem Lesen dieser Namen kann man erahnen, was einen auf den nächsten 171 Seiten erwartet.

Es wird nicht nur gebacken, auch süße Speisen wie „Budding“ sind im Angebot. Insgesamt sind 160 Rezepte enthalten, von Aufläufen über Marmeladen, Breien, Gebackenem und Trinkbarem. Wie ich finde, eine gelungene Mischung.

Auch die Geschichte der Nürnberger Zuckerbäckerzunft wird zum besten gegeben, das Buch enthält neben den Rezepten viele Fotos und ist gespickt mit Anekdoten voller Lokalkolorit. Ein liebevoll gemachtes Buch, das mir erst beim neuerlichen Lesen so richtig ans Herz gewachsen ist.

Ich musste dann auch gleich mal ein Rezept ausprobieren, was mit Gelleroum – die habe ich derzeit im Überfluss zur Verfügung. Bei diesem mysteriösen Zeug handelt es sich um Möhren – Gelbe Rüben, die mit Nüssen und Ei zu einem wunderbar flaumigen, saftigen Kuchen vermählt werden. Der ist bei mir allerdings sehr stark in der Mitte eingesunken.

Tat dem Geschmack aber keinen Abbruch, sah nur doof aus. Beim nächsten Mal werde ich den Kuchenteig zu einer Kuppel formen und hoffen, dass er nicht so absinkt. Kann auch daran liegen, dass ich sieben statt fünf Eiweiß verwendet habe. Bei sieben Eiern erschien mir das irgendwie vernünftig.

Das Schlimmste, ja, die reinste Tortur, ist… Man muss den Kuchen zwei bis drei Tage undekoriert durchziehen lassen. Das ist toll, wenn man wenig Zeit hat und ein Fest ansteht. Mittwochs backen, samstags essen. Spitze!

Und blöd, wenn man Lust auf Kuchen hat, die Eigelbe schon in der Rührschüssel tanzen und man dann das Rezept bis zum Ende liest. Ok, wir waren mutig und haben den Kuchen einfach schon mal angeschnitten, überlebten diesen Frevel und fanden das Gebäck gut.

Eben, nach zwei Tagen, habe ich neuerlich ein wönzigös Stückchen probiert und ich sage euch – kein Vergleich. Der Koung hat wirklich durch das Ruhen sehr gewonnen, das sollte man also unbedingt einkalkulieren beim Planen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gelleroumkoung (Gelberübenkuchen)
Kategorien: Möhren, Kuchen, Backen, Nüsse
Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser


Zutaten

200 Gramm Möhren
7 Eier
200 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1/2 Teel. Zimt
1 Messersp. Nelken, gemahlen
2 Essl. Kirschwasser
100 Gramm Walnüsse (Mandeln waren aus)
200 Gramm Haselnüsse
50 Gramm Semmelbrösel
50 Gramm Mehl
5 Gramm Backpulver
100 Gramm Zucker
H DEKO
200 Gramm Puderzucker
4 Essl. Zitronensaft

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
„Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch“ von M.
Allmächd & A. Brenzlich 🙂
Erfasst *RK* 18.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

ACHTUNG! Kuchen muss 2-3 Tage durchziehen!

Nüsse in der Jupiter-Küchenmaschine „mahlen“, feine Trommelreibe. Möhren putzen und ebenfalls mit der feinen Trommelreibe zerkleinern.

Manzfred auf 170° C vorheizen. Backform fetten. Eier trennen.

Eigelb mit 200 g Zucker, Salz, Gewürzen und Kirschwasser ordentlich in der Küchenmaschine aufschlagen.

Möhren mit Semmelbröseln, den geriebenen Nüssen, Mehl und Backpulver mischen und unter die Eigelbmasse ziehen.

Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.

In die Springform füllen, in der Mitte eine Kuppel formen und 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und gut verpackt 2-3 Tage ruhen lassen (das ist der schwerste Teil der Übung!). Mit Glasur überziehen und dann einen herrlich saftigen Kuchen genießen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Kuchen ist stark in der Mitte eingesunken, deshalb habe ich im Rezept vorgeschlagen, eine Kuppel zu bilden. Vielleicht wird es dann nicht so schlimm. Kann auch daran liegen, dass ich das komplette Eiweiß zu Schnee geschlagen habe. Im Rezept werden nur 5 Eiweiß verwendet. Mache ich aber weiterhin so, das nicht optimale Aussehen des Kuchens tut dem Geschmack keinen Abbruch. Wunderbar saftig.

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Mein lieber Mann hat mir übrigens auch das Kochbuch gekauft. Werde ich demnächst mal aus der Versenkung holen und vielleicht sogar etwas daraus zubereiten. Das lasse ich euch dann wissen.

Vielleicht weiß ich bis dahin auch, wie man „Moongdredzerler“ ausspricht. Was ein „Magentratzerl“ ist, weiß ich ja 😉

 

 

Geflügelhack mit Zucchini, Pilzen und Nudeln (WW)

Die heutige Geschichte ist schnell erzählt.

Ich habe geputzt wie blöde (letzte Woche hatten wir den Maler im Haus, der die Fenster gestrichen hat), ich habe aus nicht mehr wirklich eingefrorenen Kirschen Konfitüre gekocht (TK-Tür war offen),  ich habe mit meiner Mutter telefoniert (über eine Stunde), ich habe Möbel gerückt, ich habe gewaschen, gebügelt, zwei unfassbar große Spinnen erledigt und dann hatte ich keinen Bock mehr. Aber ich hatte Hunger und den herrlichen Möhren-Nuss-Kuchen von gestern (jaaaahahaaa, das Rezept kommt noch) wollte ich nicht essen.

Also schnell im Internet nach einem Rezept beim Abnehmclub gesucht, gefunden und recht kräftig modifiziert nachgemacht.

Das Kochen ging schnell, das nicht mehr wirklich gefrorene Hühnchen konnte weg,  ein paar Zucchini mussten auch wieder dran glauben und das Essen war prima. Aber die Nudelmenge habe ich nach oben angepasst, das war mir zu wenig.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geflügelhack mit Zucchini, Pilzen und Nudeln
Kategorien: Geflügel, Gartengemüse, WW
Menge: 2 Portionen


Zutaten

80 Gramm Nudeln
1 Essl. Olivenöl
1 Zwiebel
280 Gramm Hähnchenbrust, gefroren oder Geflügelhackfleisch
1 Zucchino, grün, mittelgroß
1 Zucchino, gelb, mittelgroß
300 Gramm Champignons, frisch (oder eine kleine Dose)
2 Essl. Tomatenmark
Kräutersalz
Worcestersauce
Chiliflocken
6 Cashewkerne
4 Stiele Basilikum
Frischkäse mit Kräutern, fettreduziert

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
WW-Online, „Hack-Zucchini-Pfanne mit Nudeln“
Erfasst *RK* 17.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Nudeln in Salzwasser garen.

Geflügel in gefrorenem Zustand würfeln und im Thermomix auf Stufe 10 zu Gehacktem verarbeiten.

Zucchini waschen, halbieren, das wattige Innenleben heraus kratzen und in feine Streifen schneiden. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden. Cashewnüssen rösten und grob hacken. Basilikum waschen, Blättchen von den Stielen zupfen.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin langsam schmoren. Wenn sie leichte Bräune haben, Hackfleisch zufügen und ebenfalls anbraten. Mit Kräutersalz, Worcestersauce und Chiliflocken würzen. Tomatenmark zufügen und unter Rühren anschwitzen. Zucchini- und Champignonscheiben hinzugeben, mitbraten. Frischkäse unterrühren, eventuell etwas Nudelwasser zufügen, damit die Masse sämig wird.

Basilikum in Streifen schneiden und mit den Nudeln zur Hack-Gemüse- Masse geben. Nochmals abschmecken. Mit Cashewnüssen bestreut servieren.

Anmerkungen, Jutta: Schmeckte sehr gut!

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Rezepte von A – Z wieder im Angebot

Eieieieieieieiiiiiiiiiiiiiii.

Jedes einzelne Rezept, das aus dem alten Blog an diese Stelle transferiert wurde, habe ich mit einem neuen Link versehen, damit hier wieder auf die Rubrik

 „Rezepte von A – Z“

zugegriffen werden kann. Das ist eine Schweinearbeit.

Vor allem, wenn man beim Buchstaben „S“ entdeckt, dass man gar nicht die Rezeptlinks, sondern den Link der Suche eingegeben hat. Also alles noch mal von vorn. Ich bin aber auch wirklich saublöd.

Den Link findet ihr in der Kopfzeile der Startseite, damit ihr nicht so viel suchen müsst. Ich hoffe, ich habe jetzt alle Verbindungen ordentlich hergestellt, wenn nicht, sagt Bescheid, ich ändere das.

Jetzt brauche ich Kaffee und freie Sicht in den Himmel, damit ich meine eckigen Augen etwas entspannen kann.

Make it good, but not too often – it nervs namely 🙁

 

Körnerbrot (M)

Das Körnerbrot gibt es hier immer mal wieder. Am Vortag muss man zwei Arbeitschritte im Abstand von ein paar Stunden erledigen, dann wird der Teig gekühlt und am nächsten Tag ist die Verarbeitung ein Kinderspiel.

Diesmal habe ich den Teig gedrittelt, geknetet, in mit Weizenvollkornmehl bestäubte Gärkörbchen bugsiert und schön aufgehen lassen. Das mit dem Eindrücken habe ich mir gespart. Die Backzeit habe ich angepasst, weil die Brote ja kleiner waren als im Originalrezept, das aus Lutz Geisslers erstem Brotbackbuch stammt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Körnerbrot
Kategorien: Grieß, Weizen, Roggen, Vollkorn, Körner
Menge: 2 Brote


Zutaten

H QUELLSTÜCK (VORTAG, 14.00 UHR)
150 Gramm Fünf-Korn-Flocken (oder kernige Haferflocken)
140 Gramm Leinsamen
100 Gramm Sonnenblumenkerne
100 Gramm Kürbiskerne
90 Gramm Hartweizengrieß
20 Gramm Salz
620 Gramm Wasser
H HAUPTTEIG (VORTAG, 20.00 UHR)
Quellstück
320 Gramm Weizenmehl, Type 550
340 Gramm Weizenvollkornmehl
60 Gramm Roggenvollkornmehl
180 Gramm Wasser
5,4 Gramm Trockenbackhefe (oder 16 g Frischhefe)
2 Eier
40 Gramm Pflanzenöl

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Lutz Geissler „Brotbackbuch“
Erfasst *RK* 18.10.2013 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Alle trockenen Zutaten vermengen, mit Wasser verrühren und bei Zimmertemperatur abgedeckt 6 Stunden stehen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten in der Küchenmaschine 8 Minuten langsam auf niedrigster Stufe kneten. Danach 6 Minuten auf der nächsthöheren Stufe kneten, bis ein weicher, elastischer Teig entstanden ist. Teig abgedeckt 10-12 Stunden im Kühlschrank lagern.

Am Backtag Teig von Hand auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, halbieren, zu Kugeln formen und abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten gehen lassen.

Kugeln oval formen, mit dem Schluss nach unten auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche setzen, Längsachse bemehlen und mit einem Rollholz (oder Kochlöffelstiel)der Länge nach bis auf wenige Millimeter vor Erreichen der Arbeitsfläche eindrücken. Teiglinge mit der eingedrückten Seite nach unten in bemehlte Gärkörbchen legen. Abgedeckt 1,25 Stunden gehen lassen.

Ca. 30 Minuten vor Ende der Gehzeit Manzfred auf 250° C vorheizen. Brote mit Schluss nach unten in den Ofen schieben. Nach 10 Minuten Tür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Temperatur reduzieren auf 210° C. Weitere 30 Minuten backen, wieder Ofentür kurz öffnen und angelehnt lassen. Temperatur auf 250° C erhöhen, 10 Minuten zu Ende backen.

Anmerkungen, Jutta: im Original ist die Salzmenge doppelt so hoch, wie sie sein sollte. Das habe ich nicht bemerkt und das erste Brot total versalzen (und verschenkt – voll peinlich). Ärgerlich!

Ansonsten ein super tolles, sehr empfehlenswertes Brot; knusprig, nussig, kräftig, ein Knaller, den ich schon ganz oft gebacken und verschenkt habe.

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Nach dem Backen habe ich mit Schrecken festgestellt, dass sich ein einäugiger Kugelfisch in den Ofen eingeschlichen hatte. Ich prangere das an!

Der Verzehr eines Butterbrotes trug aber nachhaltig zur Verbesserung meines Zustandes bei.

 

 

Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)

Der Wahnsinnssommer lässt die Tomaten wachsen und gedeihen und jeder Gedanke an Braunfäule erübrigt sich in diesem Jahr. Mit Blütenendfäule hatten wir zu kämpfen, sonst wäre die Ernte noch bombastischer ausgefallen, als sie ohnehin schon ist.

Diverse Sorten wurden aus Samen gezogen, so eine wunderbare Mischung, die ich mir über den „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ bei einer sehr sympathischen Erhalterin bestellt hatte. Diese Dame, Frau Sahling,  lebt in Italien auf großer Höhe und hat dort einen sehr großen Garten, in dem sie Samen für die Nachwelt aus Unmengen von Pflanzen rettet. Neben liebevoll gebastelten Samentütchen

gab es noch ein liebes Briefchen mit guten Wünschen und Segen für eine erfolgreiche Ernte und ich muss sagen, es hat gewirkt. Braunfäulefreie Marzane, braunfäulefreie Faltentomate, 10-Kilo-Buschtomate, Taubenherz und zu guter Letzt die unfassbare Oma Antonia.

Auch wenn Omma Toni hier noch ein wenig schwächelt, im wilden Westerwald bei Familie Pagel läuft sie zu Hochform auf und bringt unglaubliche knapp 700 Gramm auf die Waage.  Eine einzige Tomate, versteht sich. Oma Antonia in Höchstform. Bei mir ist es halt „nur“ eine Handvoll.

Da wir keine rohen Tomaten essen, müssen sie irgendwie verarbeitet werden und so ein Sugo war da eine gute Idee.

Im Nachhinein war das Ergebnis so gut, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Von Frau Annette aus dem Westerwald habe ich auch die Lorbeerblätter geklaut, die in ihre Tomatensauce wandern. Also die Idee, nicht die Blätter in echt. Dankeeeee!!!!

Da wir im Moment den Maler vor Ort haben, wollte ich die Sauce möglichst ohne Aufwand herstellen und da bot sich an, den Slowcooker / Crockpot aus dem Keller zu holen, damit er ohne mein Zutun schöne Tomatenpampe bereitet. Und genau das tat er auch. Tomaten häuten, Zwiebeln braten, alles rein in den Pott, Tomaten, Kräuter, Gewürze – einmal umrühren, Deckel nicht fest drauf, damit Flüssigkeit verdampfen kann und los geht’s.

Neun Stunden lang brodelte er vor sich hin, ab und an habe ich mal gerührt, um die Konsistenz zu prüfen, aber sonst… nix zu tun. Herrlich! Und dieser Geruch!

Als ich die ganzen Tomaten zu Anfang der Aktion gehäutet hatte, fiel mir dann irgendwann auch noch ein, dass ich eine flotte Lotte habe. Super! Beim nächsten Mal also nicht mehr häuten, ist mit dem Lottchen ja nicht mehr nötig. Ich war auch erstaunt, wie wenig Rückstände bleiben, nachdem die Tomatenmasse durch die mittlere Scheibe des Geräts passiert wurde.

Am Ende und nachdem ich zwei Suppenkellen des herrlichen Gebräus

anderen Zwecken zugeführt hatte (Gartengemüse, Paprika, Tatar und Sugo – im Schnellkochtopf flott gegart, mit Kartoffeln – ein wunderbares Mahl)

und nach einer Nacht der Ruhe im Kühlschrank, wurden sieben Gläser Sommersonne im Glas eingeweckt. Zwei Gläser wurden gegen sechs Eier

von sehr glücklichen Hühnern des Malers getauscht (alle haben Namen), blieben noch fünf.

Aber da die Tomatenschwemme noch nicht vorbei ist, werden sie sicher nicht einsam im Keller ihr Dasein fristen müssen. Bis bald, ihr Süßen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)
Kategorien: Tomaten, Vorrat, Eichhörnchen, Slowcooker, Kräuter
Menge: 10 Gläschen à 200 ml


Zutaten

Olivenöl
2 Gemüsezwiebeln
Tomaten, alle möglichen Sorten aus dem Garten,
Viel
2 Monoknoblauchknollen
4 Zehen Knoblauch
2 Stängel Rosmarin
8 Stängel Basilikum, gemischt (je 2 grün, rot, Thai, Busch)
2 Chilischoten (die waren gar nicht scharf)
2 Blätter Lorbeer
Kräutersalz
Gemüsebrühe
Worcestersauce
Kräuter, mediterran, getrocknet oder frisch

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln würfeln, langsam in nicht zu viel Olivenöl anbraten.

In der Zwischenzeit Tomaten häuten und würfeln (als ich damit fertig war, fiel mir ein, dass ich eine flotte Lotte habe – beim nächsten Mal also nicht häuten). Monoknoblauch stifteln, Knoblauch in Scheibchen schneiden. Rosmarin und Basilikum ausschütteln oder kurz überbrausen. Mit Stiel verwenden. Chilischoten längs halbieren, Kerne und Häute entfernen, in Streifchen schneiden.

Tomaten in den großen Crockpot geben, alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen, auch die jetzt schön gebräunten Zwiebelwürfel. Umrühren, Crockpot ohne oder mit um 90° gedrehtem Deckel auf High anwerfen und vergessen. Nach 9 Stunden (oder mehr, oder weniger, je nach Flüssigkeitsgehalt des Masse) und ein paar Umrührungen ist das Sugo fast fertig. Die Masse wird noch durch die mittlere Scheibe der flotten Lotte passiert. Abschmecken und staunen. Das ist das Tomatenparadies. Versprochen.

Ich habe das Sugo (nachdem ich zwei Schöpfkellen für ein Abendessen mit Gemüse und Kartoffeln abgezweigt hatte) über Nacht im Kühlschrank geparkt und am nächsten Tag eingeweckt. Sommer im Glas für trübe Wintertage.

Punktejäger müssen nur das Öl berechnen. Gut, ne?

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Mie-Nudeln mit Lachs und Mangold (WW)

Wenn der Mangold mal wieder die Weltherrschaft übernehmen will, dann wird ihm durch Gerichte wie das folgende doch recht zügig der Garaus gemacht.

Erstens sind Blattmassen nach dem Aufenthalt im Dampfgarer nur noch ein Schatten ihrer selbst, zweitens wird im Rezept doch eine gute Menge verwendet und drittens hat man am nächsten Tag noch was davon und kann dann Mie-Nudeln mit Roastbeef und Mangold essen. Was auch nicht schlecht war.

Im Original gab es Tagliatelle und Spinat – hatte ich nicht, also mussten Alternativen her, die ich im Küchenschrank respektive Garten fand. So richtig schön sieht es ja nicht aus, aber denkt es euch einfach lecker.

Es hat wirklich sehr fein geschmeckt und ist wieder mal ein Rezept vom Abnehmclub, das uns so gut gefallen hat. Die haben’s wirklich druff, die Gewichtswächter. Besser die, als ich 😀

Bei den Portionen handelt es sich um Mengen für Menschen, die Gewicht verlieren müssen wollen. Bei gutem Hunger und Genuss ohne Reue Menge anpassen.

Leser, die zum Stamme der Adleraugen gehören, entdecken womöglich einen Hauch Zucchini – das ist richtig und ging in Ordnung. Watt fott mott, mott fott.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mie-Nudeln mit Lachs und Mangold
Kategorien: WW, Lachs, Nudeln, Mangold, Gartengemüse
Menge: 2 Portionen


Zutaten

Mangold – Menge nach Geschmack (oder 500 g
Blattspinat)
125 Gramm Mie-Nudeln
1 Teel. Olivenöl
250 Gramm Lachs
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
3 Essl. Schmand oder Crème Légère
Pfeffer, Salz, Muskat
1/2 Zitrone, den Saft

Quelle

Rezept modifiziert. Original: „Tagliatelle mit Lachs und
Spinat“, Weight Watchers Treffen,
Wochen-Broschüre Nr. 34
Erfasst *RK* 09.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Mangold waschen, Stiele entfernen und in Streifen schneiden. Im Dampfgarer „Automatikprogramm Mangold“ garen. Das sind 5 Minuten bei 90° C, wenn ich recht informiert bin.

Nudeln in Salzwasser kochen. Lachs in Öl anbraten, zur Seite stellen. Gewürfelte Zwiebeln und Knoblauch im Fett schmoren, Mangold zufügen und mitbraten. Fisch zerpflücken, unterziehen. Crème Légère oder Schmand unterziehen. Mit Zitrone und den anderen Gewürzen pikant abschmecken.

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Hausbrot

Es wurde mal wieder Zeit, ein oder zwei Brote mehr zu backen, damit die Kühltruhe nicht unter Luftlöchern leidet (hahahaha, der war gut).

Ich probiere dann gerne mal was aus, lasse Hefe weg, nehme anderes Mehl als im Original, erhöhe die Temperatur beim Backen und irgendwann ist vom ursprünglichen Rezept nicht mehr viel übrig.

Mal geht das schief, diesmal ging es gut. Und hier ist der Beweis:

Ein recht neutrales Brot für jeden Tag, das wegen des Vollkornmehls auf der Oberfläche aber rustikal schmeckt. Mir gefällt das. Sehr.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hausbrot
Kategorien: Roggen, Weizen, Sauerteig, 5-Korn-Mehl
Menge: 3 Brote à 1 kg Teig


Zutaten

H VORTEIG
150 Gramm Sauerteig
200 Gramm Roggenmehl, Type 1150
300 ml Wasser
H FÜR DEN BROTTEIG
1 kg 5-Korn-Mehl
500 Gramm Weizenvollkornmehl
35 Gramm Salz
800 Gramm Wasser, warm
15 Gramm Hefe

Quelle

eigenes Rezept

Zubereitung

Am Abend vor dem Backen Zutaten für den Vorteig verrühren und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Am nächsten Morgen die Zutaten für den Brotteig und den Vorteig 10 Minuten kneten. Gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Kneten, drei Brote formen, mit Weizenvollkornmehl bestäuben und in mit Weizenvollkornmehl bestäubte Gärkörbchen legen.

Zugedeckt nochmals gehen lassen, bis das Brot gut aufgegangen ist, aber noch nicht zu voluminös wurde.

In den auf 270° C vorgeheizten Backofen schieben, Temperartur auf 200° C reduzieren und 60 Minuten backen. Zwischendurch mal Tür öffnen, um Schwaden abzulassen.

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Nachgemacht: Eva und die Äpfel – Bienenstich-Apfelkuchen

Eva verführte Adam mit einem Apfel und was folgte, war die Vertreibung der Sünder aus dem Paradies. Das ist schon etwas länger her und Schnee von gestern.

Wenn Eva heute mit Äpfeln verführt, dann sieht man bei Deichrunners Küche einen Kuchen und bekommt ihn nicht mehr aus dem Kopf. Umgehend bewegt sich der Gläubige in die Küche, backt den Bienenstich-Apfelkuchen, probiert und wähnt sich gleich im Paradies auf Erden, ach was sage ich, im Himmelreich. Von Sünde keine Spur.

Backt diesen Kuchen! Er ist so gut! Hallelujah!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bienenstich-Apfelkuchen
Kategorien: Mürbeteig, Äpfel, Bienenstich, Backen, Knaller
Menge: 26 Cm Durchmesser


Zutaten

H MÜRBETEIG
250 Gramm Mehl
75 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
1 Essl. Wasser, kalt
125 Gramm Butter
H BIENENSTICHBELAG
75 Gramm Butter
75 Gramm Zucker
1 Prise Salz
30 Gramm Honig
150 Gramm Mandelblättchen
25 Gramm Milch
H FÜLLUNG
1 kg Äpfel (Rubinette, klein)
300 ml Apfelsaft
1 Pack. Puddingpulver ‚Vanille-Geschmack‘ (zum Kochen)
80 Gramm Zucker
1 Prise Salz
Zimt, gemahlen, nach Geschmack

Quelle

Rezept modifiziert. Original aus der Zeitschrift
‚Rezepte pur‘:
https://deichrunnerskueche.de/2018/08/bienenstich-
apfelkuchen.html
Erfasst *RK* 04.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Für den Teig aus den Zutaten im Thermomix, Teigstufe, eine dickkrümelige Masse herstellen. Auf das ungefettete Alublech schütten und mit den Händen festdrücken. Dabei einen Rand hochziehen. Teig 20 Minuten blind vorbacken.

Manzfred auf 150° C regulieren.

Für den Bienenstichbelag Zutaten außer Milch aufkochen und leicht bräunen. Vom Herd ziehen und Milch unterrühren. Abkühlen lassen.

Für die Füllung Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden (die Äpfel waren klein, da ging das sehr gut, wenn die Äpfel größer sind, Scheibchen herstellen). Aus den restlichen Zutaten einen Pudding kochen. Äpfel unterheben.

Masse in die Form füllen, 30 Minuten backen. Bienenstichmasse aufbringen (ich habe das mit den Händen gemacht, mit einem Löffel war mir das zu filigran) und weitere 30 Minuten backen. Je nachdem, wie saftig die Äpfel sind, Backofentür angelehnt lassen, damit Feuchtigkeit abziehen kann.

Anmerkung, Jutta: göttlich!

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Als Schmankerl noch ein paar Fotos vom „making of…“

Boden, blind vorgebacken

Apfelfüllung vorher

Mandelmasse

Apfelfüllung nachher

Mandeldecke vor dem Backen

Mandeldecke nach dem Backen

Wir haben heute, am Sonntag, das letzte Stück des Kuchens verzehrt, der am Donnerstag gebacken wurde. Er schmeckte immer noch hervorragend. Schön fett Sahne drauf muss aber sein. Auch schon donnerstags.