Buttermilch-Quark-Brot (M)

Gestern packte mich wieder die Lust auf Brotbacken.

Spontanes Backen mit Sauerteig sollte man vermeiden, deshalb habe ich mich für ein Hefebrot entschieden, das mich in Cilli Reisingers Backbuch anlachte. Eine Buttermilch, die nahe am Verfallsdatum im Kellerkühlschrank vor sich hindümpelte, konnte hier verwendet werden, was der sparsamen Hausfrau besondere Freude bereitete. Quaaak war auch noch im Hause und Hefe kaufe ich immer im Riesenpaket und friere es ein – also, frisch ans Werk.

Buttermilchquarkbrot_m_vo

Wie beinahe immer habe ich das Rezept ein wenig verändert. Ich glaube, Hedonistin (oder doch ein anderer Blogger?) schrieb kürzlich von dem rätselhaften Zwang, Rezepte immer verändern zu müssen. Ich bin auch davon befallen und es gibt so gut wie kein Rezept, das ich nicht ummodele… seltsam. Heraus kam dabei das:

Buttermilchquarkbrot_m1

Das Ergebnis hat mich entzückt – das Brot ist NICHT zu dunkel geworden, weder auf der Oberseite noch am Boden,

Buttermilchquarkbrot_m_un

die Kruste ist krachig, die Krume genau richtig – hach, ich bin begeistert! Und zwei dicke, fette Schnitten verputzt habe ich auch schon…

Buttermilchquarkbrot_m_an

Übrigens passten die drei Brote auf eine Etage des Manzfreds – wer einen Ofen mit einer Etage hat, kann dieses Rezept getrost ausprobieren und nutzt dabei den Backraum komplett aus. Hier findet ihr das Rezept:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buttermilch-Quark-Brot (M)
Kategorien: Hefe, Roggen, Dinkel, Weizen, Buttermilch
Menge: 3 Brote à 850 g

Zutaten

H FÜR DAS HEFE-SALZ-VERFAHREN
150 Gramm Wasser
60 Gramm Hefe
30 Gramm Salz
H ENDGÜLTIGER TEIG
250 Gramm Dinkelvollkornmehl
250 Gramm Dinkelmehl, Type 630
500 Gramm Roggenmehl, Type 1370
60 Gramm Weizenmehl, Type 1050
440 Gramm Weizenmehl, Type 550
300 Gramm Wasser
50 Gramm Butter oder Öl
500 Gramm Buttermilch
125 Gramm Quark, mager

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: "Buttermilchbrot mit Topfen"
Cilli Reisingers Brotbackbuch
ISBN 978-3-7066-2396-4
Erfasst *RK* 29.10.2007 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten für das Hefe-Salz-Verfahren miteinander vermischen und eine Stunde stehen lassen. Danach alle Zutaten in die Küchenmaschine geben und 10 Minuten zu einem schönen, leicht klebrigen Teig verkneten.

Den Teigkloß in eine geölte Schüssel geben und eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen. Einmal stretch & fold, nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig in drei Stücke teilen, formen und mit dem Schluss nach oben in gut bemehlte Gärkörbchen legen. Eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert hat.

Zwischendurch Manzfred auf 210 ° C vorheizen.

Brote auf einen Schieber stürzen, einschneiden und in den Ofen, direkt auf die Backplatte, einschießen. Temperatur auf 180° C herunterschalten.

Nach 45 Minuten Tür kurz öffnen, um Dampf abzulassen. Weitere 15 Minuten backen.

Brote aus dem Ofen nehmen und mindestens eine Stunde auskühlen lassen.

BACKEN, KONVENTIONELL: Ofen auf 210° C vorheizen, ca. 20 Minuten backen, dann auf 180° C zurückschalten und ca. 50 Minuten fertig backen.

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13 Antworten auf „Buttermilch-Quark-Brot (M)“

  1. @Zorra: Danke! Und Deine Küche… ein Traum!
    @Gabi: ich mag auch lieber Vollkornbrot – aber mit diesem hier bin ich ganz zufrieden. Wie Du schon richtig schreibst, ein bissi Gesundes ist ja auch drin.

  2. Das sind die Brote, die meine Familie mag – hell und ohne grobe Körner 😉 Und ich mag, dass was gesundes drin versteckt ist – wird bestimmt nachgebacken!

  3. Wow, die sehen zum Reinbeissen aus!
    Danke, dass du auch die Angaben für konventionelle Oefen angegeben hast, so steht dem Nachbacken für mich nichts im Wege. 😉

  4. @Petra: auch im normalen Ofen bekommt man ja schöne Brote hin – ist nur ein wenig mühsamer, mit Schwaden und vorheizen und Stein rein usw.. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg (ach, was schreibe ich da, Du machst das sowieso prima!)
    @Chaosqueen: das wäre dann ja was für DKduW…

  5. Die Brote sehen klasse aus! Das Buch von Cilli Reisinger steht zwar ausgiebig gelesen aber ohne Nachbackaktivität in meinem Brotbackbuchregal. Ich glaube, dass sollte ich schnellstens ändern.
    Übrigens vielen lieben Dank für den Hinweis auf die „eine Etage“. 🙂

  6. @Petra: ich gehe bei den Daten auf den Verpackungen auch eher der Nase nach und betrachte sie als groben Anhaltspunkt. Viel Spaß beim Nachbacken.
    @Sivie: ;-))

  7. Deine Brote sehen wirklich toll aus. Und auch kein bisschen zu dunkel. Und es wäre ja schade, wenn Du nichts mehr zu verbessern findest. (Duckundwech)
    LG Sivie

  8. Sieht super aus! Ich mag Brote mit Buttermilch gernell sehr gerne. Die hält sich locker längere Zeit über das Mindest-Haltbarkeitsdatum (ist ja eigentlich kein Verfallsdatum). Wird nachgebacken!

  9. @lavaterra: übermorgen sind es drei Monate, seit Manzfred bei uns einzog. Bisher war Brot backen toll, aber ein bissi was zu mäkeln hatte ich immer – und manchmal auch ganz viel! Aber diesmal bin ich wirklich und wahrhaftig zum ersten Mal einfach hochzufrieden mit dem Ergebnis. Obwohl, wenn ich so überlege….ist ja schon viel Hefe im Rezept, die werde ich beim nächsten Backen mal reduzieren und dafür die Gehzeit verlängern – soviel zum Theman „hochzufrieden“ ;-))

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