Lummerbraten mit Kartoffel-Möhren-Beilage (M)

Beim Wildern in der Tiefkühltruhe habe ich einen Spießbraten entdeckt, der sich nach dem Auftauen als magerer Schweinbraten, anscheinend ein Lummerbraten, entpuppte.

Angeregt durch Barbaras Streifzug durch die Speisekammer habe ich auch geschaut, was so da ist. Datteltomaten, Zwiebeln, Kapern und Knoblauch wurden zerkleinert, das Fleischstück mit Salz und Pfeffer eingerieben, angebraten und mit den anderen Zutaten bei 110° C in den Manzfred geschoben. Dort blieb der Topf zwei Stunden lang.

Möhren und Kartoffeln wurden geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten. 1/8 Liter Sahne und 1/8 Liter Milch, gewürzt mit ganz wenig Salz, etwas Pfeffer und einem Hauch gekörnter Brühe, mit Kartoffeln und Möhren vermengt, in die Jenaer Glasschüssel verfrachtet und ebenfalls in den Manzfred gestellt.

Nachdem das Fleisch gar war, war die Beilage leider noch nicht parat. Deshalb wurde der Fleischtopf zum Warmhalten eine Etage tiefer gestellt, die obere Etage auf 140° C hochgefahren und das Ganze noch 15 Minuten gegart. Danach hatten wir eine sehr schöne Beilage, die trotz der geringen Würzung keiner weiteren Würze mehr bedurfte. Das Fleisch war so zart, dass man das Messer nicht benötigte. Trotz der Magerkeit des Bratens war es nicht trocken, sondern sehr schön saftig. Die Schmorbeilagen wurden passiert und ergaben eine schmackhafte Sauce, die nicht mehr nachgewürzt werden musste. Sehr lecker!

Kartoffelnmhrenlummerbraten_m

5 Antworten auf „Lummerbraten mit Kartoffel-Möhren-Beilage (M)“

  1. Interessant, beim Wühlen in Wikipedia habe ich auch nichts Befriedigendes zu dem Thema „Lummer“ gefunden.
    Also, wir Rheinländer kennen Lummerbraten als mageres Stück vom Schwein. Ich glaube, es ist ein ausgelöstes Kotelettstück, also Lummerkotelett ohne Knochen. In der Schweiz heißt es wohl Nierenstück, denn
    Wikipedia schreibt:
    „Beim Schwein reicht der Kotelettstrang bis zur Hinterkeule. Die vorderen Koteletts werden wegen der anliegenden Rippenknochen Stiel- oder Rippenkotelett genannt, die hinteren, die auch Teile des Filets enthalten, Lummer- oder Lendenkotelett, schweizerisch Nierenstück. Dieses Teilstück ist besonders knochenarm und mager.“
    Heute gibt es den Rest und ich hab schon richtig Appetit darauf….

  2. Mmmhmm, das klingt lecker! Auch schon so richtig herbstlich, da mag man solche Schmorgerichte und Gemüse wie Möhren und Kartoffeln!
    Und schon wieder was gelernt: Das Wort Lummerbraten kannte ich noch nicht… 🙂

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