Gillas Mattekreppel

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Nachdem in beinahe jedem mir bekannten Blog zur Zeit das Krapfen-, Kreppel-, Fettgebackenes-Fieber ausgebrochen ist, gab es heute Morgen kein Halten mehr. Trotz einsetzenden Regens schmiss ich mich ins Auto und raste unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln zum nächstgelegenen Elektrohändler – ob ich vorher geduscht habe, kann ich nicht mehr sagen.

Ergebins: Beratung mies, Friteusen teuer, ich sauer. Also kam ich runter von meinem Trip, kaufte trotzdem bei Lidl vier Liter Fritieröl und fuhr, diesmal langsamer, wieder nach Hause.

Am Telefon meine Schwägerin: ein Rezept aus Gillas (meine Schwiegermutter, ihre Mutter) Kochbuch wurde dringendst benötigt, schließlich sei Karneval und da müsse, wegen der Erinnerung an alte Zeiten, FETTGEBACKENES kreiert werden.

Mein Hinweis auf eine Friteuse wurde weggewischt: weder sie noch meine Schwiegermutter haben jemals  eine Friteuse besessen  und Backen in Fett fand immer nur im normalen Kochtopf statt.

Da kam mir, ganz spontan, quasi als närrische Eingebung die Idee, es auch einmal mit einem ganz normalen Kochtopf zu versuchen – den hatte ich nämlich parat.

Gillas_mattekreppel 

Pah, wenn ich gewußt hätte, wie einfach das ist. Wieso telefoniere ich eigentlich so selten mit der Schwester meines Mannes? Sie inspiriert mich so…

Ach so, Matte ist Quark und Kreppel sind Krapfen und schmecken tun die Dinger wie eine Mischung aus Ver- und Heimsuchung. Wenn ihr meinen Herd auf 10 von 12 stellt, ist die Temperatur genau richtig – 180° C.

Rezept? Hier:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gillas Mattekreppel
Kategorien: Fettgebackenes, Quark, Gillas Rezept
Menge: 1 Rezept

Zutaten

250 Gramm Quark (Matte)
150 Gramm Zucker
125 Gramm Milch
4 Eier, Größe M
1 Pack. Bourbon-Vanille-Zucker
480 Gramm Mehl
1 Pack. Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz

Quelle

Angaben leicht modifiziert.
Rezept meiner Schwiegermutter
Erfasst *RK* 04.02.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Aus den Zutaten einen Teig bereiten. Mit einem Esslöffel kleine Teigportionen abstechen und mit Hilfe eines zweiten Löffels in das heiße Fett gleiten lassen. Bei ca. 180° C schwimmend ausbacken.

Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen: Geht flott von der Hand und die Kreppel sind sehr lecker.

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12 Antworten auf „Gillas Mattekreppel“

  1. @Sivie:
    Bewunderung! Du bist aber eisern!!
    @Lizet:
    Ja, olie war wirklich im Spiel und bollen sind es auch. Als ich die Dinger produziert habe, hatte ich den gleichen Gedanken – ein paar Rosinen oder Korinthen wären nicht schlecht. Das probiere ich demnächst mal aus.

  2. Und da wo ich herkomme, heißen die eigentlich Berliner. Zu Beginn meiner Zeit in Hessen konnte ich „Kreppel“ kaum aussprechen, ich fand den Ausdruck abartig. Aber nu hab ich mich dran gewöhnt. Matte-Blotz, ist das Quark-Stuten? Hört sich an wie Platz und Platz ist Stuten, was „Süßes Weißbrot“ heißt, da wo ich herkomme.

  3. Ich fritiere mal in der Friteuse und mal im Topf, je nachdem.
    Herrlich, dass du Matte-Kreppel sagst! Kennst du auch Matte-Blotz? Kreppel klingt nach Heimat! Hier heißen sie Krapfen.
    Viele Grüße

  4. @nysa:
    sach mal, gibt es bei Dir in der Gegend nix zu Essen? Du hast ja viel vor 😉
    @Petra:
    obwohl ich hier sitze und einen Kreppel verputze, könnte ich Dir tatsächlich noch ein oder zwei abgeben, es sind noch welche da.
    @Ulli:
    ja, der Wok, das ist eine gute Idee – in der Suite sind die Meuth-Neuner-Rezepte veröffentlicht worden, da war ja ebenfalls vom Wok zum Fritieren die Rede, das habe ich mir sofort hinter die Ohren geschrieben.
    @Ulrike:
    das habe ich ausprobiert, hat mir aber nicht gefallen, weil die Kreppel so ordentlich wurden. Sie sollen eigentlich nicht schön rund sein, sondern Ecken und „Ärmchen“ haben. Gehe gleich mal gucken, was Deine Mutzenmandeln so machen…
    @Bolli:
    nee, das sind keine Mutzenmandeln. Guck mal bei Petra aka Cascabel, da siehst Du original-richtig-gute Mutzenmandeln. Ach ja, der dauerhafte Aufenthalt im Ausland lässt die Erinnerungen an schöne Zeiten ab und an ein wenig verschwimmen….Auch von dieser Stelle ein dreifach-kräftiges „Kölle Alaaf“!!!

  5. Das sind doch Mutzemandeln!!!!!!!
    Lecker!
    Bei mir gibt’s weder Krapfen, noch Mutzen sonst nochwas….nur so nebenbei!
    Und ein letztes Mal ein dreimal Kölle Alaaf!

  6. Lecker 🙂
    Wir haben unsere Berliner auch nicht in der Friteuse, sondern im Gusswok (mit Deckel) gebacken. Das Teil ist wegen der langen Anheizzeit zum Wokken nicht so optimal geeignet, aber für diesen Zweck sehr gut, schon weil man nicht so viel Fett/Öl braucht.
    LG

  7. super… ich hätte gern ein päckchen mit den krapfen von crockpot, brot und rosen, dann die mandelbutzen von chili & ciabatta und deine süßen mattekrepel :-)ich würde dann glatt zum faschingsliebhaber werden!!!

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