Vincent Klink (b)rät: Schweinefleisch süß-sauer

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schweinefleisch süß-sauer
Kategorien: ARD-Büffet, Chinesisch, Geflügel, Süß-sauer
Menge: 2 Personen

Zutaten

400 Gramm Schweinefilet
2 Essl. Sojasauce
2 Teel. Speisestärke
1 Messersp. Safran
1 Gemüsezwiebel
2 Frühlingszwiebeln
1 Gelbe Paprika
1/2 Stange Lauch
2 Essl. Sonnenblumenöl
4 Essl. Essig
3 Essl. Zucker

Quelle

ARD-Büffet
Mittwoch, 06.08.2008
Erfasst *RK* 04.08.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Das Fleisch in Streifen schneiden. Sojasauce mit Speisestärke und Safran mischen. Die Marinade über die Fleischstreifen geben und zugedeckt im Kühlschrank ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Die Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Paprika halbieren, putzen und würfeln. Lauch putzen und in feine Ringe schneiden.

1 EL Öl in einem Wok erhitzen und das Fleisch darin ca. 3 Minuten braten, herausnehmen und warm stellen. Dann die Zwiebeln und das Gemüse mit 1 EL Öl im Wok braten. Essig, 3 EL Wasser, Zucker und etwas Sojasauce mischen und zu dem Gemüse geben. Alles gut vermengen, das Fleisch zugeben und einmal kräftig aufkochen lassen, bis die Sauce dickflüssig wird. Das Schweinefleisch mit dem Gemüse anrichten. Dazu passen gut Basmatireis oder chinesische Eiernudeln.

Pro Portion: 371 kcal / 1552 kJ 21 g Kohlenhydrate, 47 g Eiweiß, 11 g Fett

Wochenthema: Chinesische Küche – Vincent Klink

Anmerkungen, Jutta: sehr lecker! Ich würde noch Ananas und geröstete Cashew-Kerne hinzufügen. Eventuell anderen Essig – Balsamico bianco war einen Tick zu wenig sauer.

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Schuhbeck wäre mein deutscher Lieblingskoch, wenn es Vincent Klink nicht gäbe. Der Schuhbeck hat kochtechnisch wirklich was auf der Pfanne, teilweise ganz großes Kino. Die meisten Kochbücher habe ich von ihm im Regal stehen. Solange man die Rezepte liest, geht es ja. Wenn man den Alfons aber leibhaftig im TV oder bei Veranstaltungen wie "taste it!" sieht, dann wünscht sich der gemeine Kochenthusiast ab und an doch, dass der Spezi sich eher aufs Kochen als aufs Erzählen beschränkte. Puuh, anstrengend! Na ja, Schwamm drüber, seitdem Markus Lanz freitags die Köche tanzen lässt, schaue ich diese Sendung sowieso nicht mehr an und höre deshalb auch den guten Herrn Schuhbeck recht wenig (hätte nie gedacht, dass ich mich mal nach JBK sehnen könnte).

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Welch‘ Balsam für die Seele ist hingegen Vincent Klink (ein Klick lohnt sich wirklich), ein Tausendsassa der Kulinarik und Kultur. Der Mann kann kochen, der Mann ist authentisch, der Mann redet nur von Dingen, die er kennt (und ich sage euch, er kennt eine Menge Dinge) und er kann lesen. Bücher. Viele Bücher. Dicke Bücher. Nicht nur Kochbücher. Vincent Klink könnte mir alles andrehen, er hat so eine vertrauensvolle Art, ist so bodenständig und ehrlich, ach, ich finde ihn einfach….Überraschung!!!!…. knuffig allerliebst.

Zudem steckt hinter der gemütlichen Schale ein intellektuell-spitzbübisch-ironischer Kern, den ich auf den ersten Blick nicht so vermutet habe. Allein seine Zusammenarbeit mit Wiglaf Droste reichte schon, ihn mir auf ewig sympathisch zu machen.

Er spielt Querflöte, gibt eine satirische Zeitschrift heraus, betreibt ein Restaurant, bloggen tut er auch – bei ihm heißt das aber "Tagebuch schreiben", da muss er ja ein guter Mensch sein, gell? Und wer einmal über Papier gefühlt hat, das Franz Greno zu einem Buch band,

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der kann ermessen, was es mit dem Prachtband von Rimbaud auf sich hat. Büttenpapier….

…kommen wir nun zum Wesentlichen. Herrn Klinks Rezepte sind keine kapriziös-übersichtlichen Nichtigkeiten, hergestellt von uns zu Magerkeit verdammenden, überkandidelten Küchenchefs. Hier kommt noch richtig was auf den Teller. Ein Gericht für zwei Personen läuft mit 400 Gramm Schweinfilet auf – das ist mir fast schon ein bissi viel.

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What shalls – ich habe mich an Meister Klinks Anweisungen gehalten, der für das ARD-Büffet Schweinefleisch süß-sauer zubereitete, das so lecker war, dass ich es spätestens in der nächsten Woche noch einmal kochen werde. Dann werde ich noch geröstete Cashew-Kerne und Ananas zufügen und einen Essig verwenden, der mehr Säure hat als Balsamico bianco. Mit Thai-Jasmin-Reis war das ein Essen, ganz unglaublich gut. Ich liebe Gerichte, die ohne viel Schnickschnack wunderbare Ergebnisse erzielen. Vielleicht sollte ich mir noch ein Kochbuch vom Vincent Klink kaufen….

Schweinefleisch_ssauer 

12 Antworten auf „Vincent Klink (b)rät: Schweinefleisch süß-sauer“

  1. Den Vincent Klink mag ich auch recht gerne, gerade wegen seine bodenständigen und ruhigen Art -ich denke ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Wenn sich mir in der Mittagspause die Möglichkeit bietet, dann schau ich auch gerne beim ARD-Büffet mal rein. Dein süß-saures Schweinefleisch sieht lecker aus und mit einigen Ananastückchen und Nüssen könnt ich mir das auch sehr gut vorstellen…

  2. @Christel:
    echt? Ich dachte, den Klink kennt jeder?!?
    Erstaunlich, dass einige Leser mit ihm nicht viel anfangen können. Den Lafer mag ich auch, aber der ist so verbissen ehrgeizig. Der Klink sagt auch schon mal „Scheiss“ im TV, find ich gut.

  3. Schuhbeck kenne ich natürlich, Klink sagt mir da eher weniger! Ich bin Lafer-Fan 🙂
    Chinesisch süß-sauer mag ich auch, und mit „Vincent Klink“ werd ich mich mal beschäftigen!

  4. @Eva:
    bin gespannt, ob Du mit ihm was anfangen kannst 😉
    @Heidi:
    wäre ja auch langweilig, wenn wir alle das gleiche mögen würden, gell? Übrigens ist der Klink nicht zu übersehen, wenn der an Dir vorübergeht, den siehst Du, ganz bestimmt.

  5. Ich schliesse mich Eva an, Vincent Klink ist bisher an mir vorübergegangen. Und leider mag ich süssauer so gar nicht. Aber aussehen tuts wirklich ganz toll!

  6. Sieht äußerst nachkochenswert aus und ich oute mich mal dahingehend, dass ich mich bisher wenig mit V. Klink beschäftigt habe, aber du hast mich neugierig gemacht – von nun an werde ich mich mit ihm beschäftigen :-)!!

  7. @foodfreak:
    na, ist das ein Service?
    @Brigittet:
    und Du hast den ultimativen Tipp zum Brötchenbacken gegeben. Die DDR-Brötchen habe ich eben nach Deinen Hinweisen gebacken, diesmal noch 10 g Schweineschmalz zugefügt – ein absoluter Traum! Genau so, wie ich sie haben wollte, die Höhe optimal, die Breite ebenso und so splittrig-knusprig, leeeeeecker! Solltest Du unbedingt ausprobieren und vielen Dank für Deinen Rat!

  8. Das sieht sehr lecker aus und den Vincent liebe ich auch, und chinesisch sowieso…
    und ein Schweinefilet habe ich auch noch rumliegen. Also, was sagt uns das? Du hast unser Sonntagsessen testgekocht!!

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