Nachgemacht: Bäcker Süpkes Joghurtbrot

Bäcker Süpkes Joghurtbrot

"I live with bread like you, feel want, taste grief, need friends…"

Immer, wenn ich auf "ye olde bread blogge" stoße, fällt mir als erstes diese Stelle aus Shakespeares "King Richard II" ein. Super! Abends nicht mehr wissen, was ich morgens gesagt habe, aber Sätze im Kopf spuken, mit denen ich mich vor mehr als 30 Jahren herumschlug.

Brot backen geht aber noch.

Bäcker Süpke hatte ein schönes Brot vorgestellt, das ich bei Nils von besagtem "ye olde bread blogge" zum ersten Mal als Rezept mit Zutaten in haushaltsüblichen Mengen vorfand.

Sivie und Ulrike  hatten ebenfalls Versuche gestartet, die äußerst nachbackenswert aussahen. Also legte ich los und kann bislang von zwei gelungenen Versuchen berichten.

Das erste Mal bereitete ich das Brot als frei geschobenen Laib zu. Der Geschmack war prima, die Form hat mir nicht so gut gefallen. Das Brot war zu flach, weil der Teig recht weich war.

Das zweite Brot wollte ich in einer Form backen. Das hat wunderbar hingehauen.

Bäcker Süpkes Joghurt-Brot, Anschnitt

Ich habe den Manzfred auf 230 °C vorgeheizt, nach dem Einschießen auf 250 °C hochgeschaltet und bei Erreichen der Temperatur auf 200 °C zurückgefahren. Nach 45 Minuten Gesamtbackzeit wurde das Brot aus der Form befreit und weitere 15 Minuten im abgeschalteten Ofen belassen.

Die Kruste war knusprig und dunkel, das Innenleben saftig und locker. Genau so lieben wir es. Danke, Stolli, für das schöne Rezept! Und Danke Nils, für die haushaltstaugliche Adaption.

 

 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäcker Süpkes Joghurt Brot
Kategorien: Sauerteig, Joghurt, Brot, Süpke
Menge: 1 Großes Brot; Kasteform 32 cm

Zutaten

H HEBEL
150 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
0,3 Gramm   Hefe
0,3 Gramm   Salz
150 Gramm   Wasser
H SAUERTEIG
280 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
230 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut
H TEIG
      Sauerteig
      Hebel
150 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
420 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
15 Gramm   Hefe
20 Gramm   Salz
240 Gramm   Wasser (eventuell etwas weniger)
150 Gramm   Joghurt

Quelle

  Original: Bäcker Süpke
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2008/09/04/joghurt-
  brot/
  Rezept modifiziert und nachgebacken: Nils von "ye olde
  bread blogge"
  http://theinversecook.wordpress.com/2008/09/06/backer-
  supkes-joghurtbrot/
  Erfasst *RK* 07.09.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

AM VORTAG:

18.00 Uhr – Hebel:

Teig 2 Stunden gehen lassen, dann in den Kühlschrank, 18 Stunden, wie den Sauerteig. Zur Abmessung der winzigen Hefe- und Salzmengen, 3g Hefe und 3g Salz in 200g Wasser auflösen, dann davon 10g in 65g Wasser geben und mit dem Mehl vermischen.

20.00 Uhr – Sauerteig:

Detmolder Einstufenführung; Stehzeit: 18 Stunden

AM BACKTAG:

12.00 Uhr – Teig:

Erwünschte Teigtemperatur: 25°C Stehzeit: 20 Minuten Stückgare: 45 Minuten

"Teig normal aus kneten (ist ein Roggenmisch 70/30, braucht also nicht übermäßig geknetet werden)

Teig 20 min abgedeckt ruhen lassen. Zu gewünschten Laiben aufarbeiten und ca 45 min garen lassen Schön heiß (mit Dampf) anbacken, mit fallender Hitze ausbacken,

Das ist erst mal die Pflicht, jetzt kommt die Kür:

Man kann in den Teig alles mögliche machen:

Haselnüsse Sonnenblumenkerne (geröstet) Kürbiskerne Kümmel Oliven Tomatenstückchen usw. usf Ich empfehle mal Haselnüsse und geröstete Sonnenblumenkerne

Und natürlich freue ich mich über Kommentare, Pings und Bilder!

Ihr könnt auf meinem Blog auch mit vollen Mund kommentieren!"

meint Bäcker Süpke.

Anmerkungen, Nils: Ich habe mit 250°C angefangen und bin dann innerhalb von 50 Minuten auf 200°C heruntergegangen. Zwischendurch habe ich den Laib mit etwas Stärkewasser eingepinselt für den Glanz.

Anmerkungen, Jutta: Manzfred auf 230 °C vorgeheizt. Nach dem Einschießen auf 250 °C hochgeschaltet. Bei Erreichen der Temperatur auf 200 °C geschaltet. Nach 45 Minuten Gesamtbackzeit Brot aus der Form geholt, Manzfred ausgeschaltet und Brot weitere 15 Minuten gebacken.

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9 Antworten auf „Nachgemacht: Bäcker Süpkes Joghurtbrot“

  1. @Nils:
    mein Mann nimmt jeden Tag Brote ins Büro mit. Er findet die Schnitten sowieso besser, wenn sie in der Form gebacken sind, weil sie halt gleichmäßig groß sind.
    Dass Shakespeare sogar Malz hortete, war mir neu.
    @Sivie:
    Bauernbrot habe ich mittlerweile auch in der Form gebacken. Hat ebenfalls gut geklappt. Aber ich weiß noch nicht, wie es schmeckt.
    @nysa:
    da muss ich bei Bäcker Süpke erst in die Lehre gehen, meinen Meister machen und dann kann die Produktion beginnen… na, dann doch lieber für den Hausgebrauch, oder? Liebe Grüße!

  2. Gute Idee mit der Form, die ich in Zukunft eigentlich auch beherzigen wollte, da kleine flache Roggenbrote einfach nicht so recht schmecken. Sehen aber beide toll aus bei Dir.
    Shakespeare wird ja sogar ein besonderes Verhältnis zu Getreide nachgesagt in der Geschichte, er soll Malz gehortet haben, das damals in Stratford rationiert wurde.

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