Fremdkochen: Slowcooking im Winter – Grünkohl schleswig-holsteinische Art

Fremdkochen im Winter

Wie meist auf den letzten Drücker, habe ich es doch geschafft, am schönen Event der rührigen Hüttenhilfe teilzunehmen. Fremdkochen war angesagt. Am kältesten Tag dieses Winters legte ich los und das ging so:

Also, ich bin ja gebürtig aus Nordrhein-Westfalen. Und da kocht man Grünkohl "untereinander" – nämlich mit Kartoffeln zusammen. Immer!

Deshalb war ich einerseits skeptisch, andererseits auch neugierig, als ich Ulrikes Rezept vom Greunen Kohl las.

Gestern wurde nachgekocht. Grünkohl war da, Kartoffeln waren da, Würstchen waren da

Grünkohl s-h, Mettwurst

und draußen
war es zu kalt, um wegen eines geräucherten Schweinebauchs das Häuschen
zu verlassen. Also haben wir das Fleisch einfach weggelassen.

Fazit:

Grünkohl s-w - skandalös

Keine Ahnung, wie das
Gericht schmeckt, wenn man es genau nach Anleitung kocht. Uns hat es
jetzt schon so gut gefallen, dass es unsere Vorstellungskraft
übersteigt, es sich noch besser auszumalen.

Grünkohl s-h, komplett

Der Grünkohl mit den geräucherten Würsten und den karamellisierten Kartoffeln waren ein Gedicht. Übrigens habe ich zum ersten Mal Kartoffeln gegessen, die auf diese Art und Weise zubereitet waren (Linda! Und dann auch noch aus der Lüneburger Heide, man kommt auf dem Weg nach Norden quasi am Acker vorbei)

Grünkohl s-h, Linda

 - ich hoffe, ich habe es richtig gemacht. Glücklicherweise habe ich gleich die doppelte Menge geschält und gekocht, so können wir heute noch einmal diese Köstlichkeiten genießen. Mit Grünkohl, versteht sich.

Ja, ja, die Nordlichter. Die wissen, was gut ist, wenn's draußen eisig wird und man das ein oder andere Gramm Fett auf den Rippen gebrauchen kann. Danke für das schöne Rezept!

Übrigens, Grünkohl gab es auch hier:

Geschmorter Grünkohl mit karamellisierten Kartoffeln
Grünkohl westfälische Art
Pasta mit Grünkohl und Rosinen
Grünkohl-Kürbis-Pastete
Grünkohl mit "Wammal"

und so weiter und so weiter und so weiter und so weiter und … so…

Hier das modifizierte Rezept: 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grünkohl schleswig-holsteinische Art (CP)
Kategorien: Slow Cooker, Crockpot
Menge: 6 Portionen

Zutaten

1,2 kg   TK-Grünkohl, gefroren
150 Gramm   Speck, durchwachsen
1 Essl.   Senf, scharf
      Salz, Pfeffer
4     Wacholderbeeren
      Muskat
250 ml   Hühnerfond
2     Zwiebeln, fein gehackt
50 Gramm   Schmalz, Apfel-Zwiebel, vegetarisch
2     Mettwürstchen
150 Gramm   Debrecziner

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Ulrike Westphal
  http://ostwestwind.twoday.net/stories/5340205/
  Erfasst *RK* 30.12.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Speck und Zwiebeln würfeln und im Schmalz anbraten. Alles in den Crockpot geben, mit der Brühe und dem Grünkohl mischen. Mit Senf, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Wacholderbeeren in einen Teebeutel geben, grob zerstoßen und zum Grünkohl geben. Eine Stunde HIGH, vier Stunden LOW garen. Die Mettwürste erst die letzten 1,5 Stunden mitgaren. Ab und zu umrühren. Am Schluss mit Salz und Pfeffer (eventuell noch Senf) abschmecken.

:Vorbereitungszeit: 35 Minuten
:Garzeit: 5:17 Std. / 1 Stunde HIGH, 5 Stunden LOW
:Slow Cooker Größe: 6,5 l
:Stromverbrauch: 1,3 KWh
:Kosten: 0,26 Euro

Dazu serviert mal karamellisierte Kartoffeln: Kartoffeln garen, in Butterschmalz braun braten, mit braunem Zucker überstreuen (falls es Pellkartoffeln sind, auch mit Salz) und karamellisieren lassen.

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25 Antworten auf „Fremdkochen: Slowcooking im Winter – Grünkohl schleswig-holsteinische Art“

  1. Gerade in schwierigen Zeiten – ich sag‘ nur: Flüge USA – tut so ein deftiges Gericht bestimmt ganz gut. Gerade gestern hat sich mein Mann Grünkohl gewünscht – Danke für die Erinnerung und für das Lob 🙂

  2. Also ich muss eines sagen. Nicht nru das du wahrscheinlich eine sehr gute Köchin bist, sondern weitergehend bist du auch noch in der Lage die Gerichte grandios zu fotografieren.
    Hut ab.
    Umso länger ich hier rumschnüffle, umso mehr Hunger bekomme ich.

  3. Ja, den gibt es nicht nur im Norden, sondern auch im Rheinischen als Leibspeise, nicht wahr? Liebe Grüße ins hoffentlich nicht ganz so kalte Paris – hier hat es mächtig gefroren nach viel Schnee gestern.

  4. Alles andere fiele mir viel zu schwer! Liebe Grüße und Danke – ich weiß, eine Mail steht noch aus, die kommt aber… bald… heute wird meine Mutter operiert und ich bin ein wenig derangiert. Ich kommentiere und lese, um mich abzulenken, aber so richtig habe ich keinen Plan.

  5. So erging es mir heute bei Matjessalat in der koch-und-back-oase. Noch nicht gefrühstückt und schon Lust auf Fisch – abartig! Wenn ich Kassler gehabt hätte, dann wäre das auch noch drin gelandet. War aber so auch in Ordnung. Alles Liebe für euch.

  6. Liebe Heidi, die male ich jede Nacht auf Vorrat, damit eure Kommentare mit Bildchen geschmückt werden, hihihi. Nee, Typepad hat ja viele neue Funktionen und wenn man sich für Typepad Connect anmeldet, dann erscheinen die Dinger plötzlich (ich glaube zumindest, dass das damit zutun hat…). Super ist die Funktion, gleich aus dem Mailprogramm auf Kommentare antworten zu können. Hach ja, ich durchblicke noch nicht alles, aber ich arbeite dran.

  7. @Sabine: Die Holsteinerin an sich karamellisiert den Zucker mit Fett und schwenkt darin die Kartoffeln, so dass diese komplett mit einer schönen Karamellschicht überzogen sind.

  8. Das klingt sehr lecker, wird diese Woche nachgekocht, es hat nämlich geschneit.
    Noch eine dumme Frage: wie genau geht karamellisieren (nachdem der Zucker drübergestreut ist)? Mit Deckel in der Pfanne? Im Ofen? Wie lange dauert das? Hat bei mir leider noch nie geklappt. Meine Mutter hat immer so leckere gedünstete karamelisierte Birnen gemacht, aber wenn ich zu Birnen und Butter den Zucker gebe habe ich nachher bloß eine süße Soße…

  9. Unfassbar: Ich sitze vorm Monitor und mir läuft das Wasser im Munde zusammen. GRÜNKOHL ist mein absolutes Lieblingsessen. Bei uns kommt häufig noch etwas Kassler mit rein.
    Vielen Dank fürs Mitmachen und auch von mir die besten Wünsche für ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2009.

  10. Grünkohl!
    Da habe ich mich ja noch nie rangewagt, auch noch nie gegessen, glaube ich. Hm… Im Januar komme ich mal nach Norddeutschland, vielleicht werde ich das da nachholen, nicht so gut wie Dir oder Ulrike, aber immerhin…
    Euch beiden ganz liebe Grüße, einen guten Rutsch und ein super 2009!!! 🙂

  11. Super, leider in Ö. nicht erhältlich. Rutscht gut rüber und alles, alles Liebe und Gute fürs Neue Jahr. Bleib gesund und so wie Eva sagt, wie du bist. Wegen Bloggern wie dir, ist bloggen, bloggenswert lol…

  12. Lecker sieht er aus – dein Grühnkohl! Herzlich willkommen im Norden! 🙂 – Für heute aber erst mal alles erdenklich Liebe und Gute für euch für 2009 und vor allem: bleib bitte wie du bist!

  13. heimatliche Kost, was kann es zu Silvester besseres geben ? Leider werde ich das nicht nachkochen können, Federkohl ist hier kaum erhältlich, und „skandalös leckere“ Kartoffeln auch nicht 🙂 Liebe Familie S.: alles erdenklich Gute für Euch im 09. Dein treuer Leser Robert.

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