Humba, Humba, Humba, Tätäräääh… – Bäcker Süpkes Berliner Ballen


…Tätäräääääääh, Tätäräääähhhhhhh!!!

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Aaaalso, zunächst mal Fußball:

  1. Frankfurt hat heute gewonnen.

  2. Gladbach hat heute auch gewonnen.

  3. Bayern hat heute verlorenDanke, ihr herrlischen Kölsche Fußballjecken!

Die Reihenfolge stellt übrigens eine Steigerung dar. Und da heute ein absoluter Glückstag zu sein scheint, habe ich Berliner, Krapfen, Pfannkuchen oder Kreppel gebacken. Die von Bäcker Süpke.

Und ich bin da nicht allein. Petra tat es, Sus tat es, Zorra auch, ach nee, watt schön!

Kinners, was soll ich euch sagen, die Glücksgefühle, ohnehin schon auf dem Siedepunkt, schwappten über und über und

NARHALLA-MARSCH!

WOLLE MER SE REILASSE???

ABBÄ SISCHÄÄÄH!

Bäcker Süpkes Berliner, fertig1

Entzücken und Verzückung gaben sich ein Stelldichein. Nach Verzehr von zwei der mit sensationeller Eierlikörfüllung bestückten Leckerchen

Bäcker Süpkes Berliner, aufgeschnitten

und gefühlte Millionen Kalorien später war mir zwar ein bissi schlecht, aber watt soll ett?

Mit einem dreifach donnernden "Alaaf!"(Köln), "Helau!" (Düsseldorf), "Halt Pohl!"(Mönchengladbach) und es tut mir auch sehr leid, es hier schreiben zu müssen "Narri-Narra!" (Frankfurt) oder "Wöllau!" (Wöllstadt) verabschiede ich mich für heute. Nicht ohne das modifizierte, auf 12 kleine, nette Bällchen reduzierte Rezept zu hinterlassen.

Lieber Bäcker Süpke, ich werde meinen nächsten Sohn Wolfgang nennen. Versprochen!


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäcker Süpkes Berliner Ballen
Kategorien: Backen, Fritieren, Traditionelles
Menge: 12 Stück

Zutaten

H FÜR DAS HEFESTÜCK
250 Gramm   Weizenmehl 405
175 ml   Milch
40 Gramm   Hefe
H FÜR DEN TEIG
      Hefestück (nach 45 Minuten Gehzeit)
250 Gramm   Weizenmehl 405
75 Gramm   Butter
50 Gramm   Zucker
5 Gramm   Salz
50 Gramm   Ei
50 Gramm   Eigelb
H FÜR DIE EIERLIKÖR-FÜLLUNG
250 Gramm   Milch
50 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
37 Gramm   Puddingpulver
3 Gramm   Speisestärke
150 Gramm   Eierlikör

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/02/04/
  es-wird-zeit-zu-uben/
  Erfasst *RK* 10.02.2009 von
  Petra Kleineisel

Zubereitung

Alle Zutaten für das Hefestück schön verkneten und 45 min abgedeckt stehen lassen. Teigtemperatur: 26-28°C.

Hefestück nach der Gehzeit und übrige Zutaten zum Teig mischen. Teig intensiv kneten. (10 min) Dabei darauf achten dass er nicht zu warm wird! (eventuell das Mehl für den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen) Teigtemperatur: 24°C!

Den Teig in eine Schüssel geben und zu decken. Nach 15min das erste mal aufziehen. Das heißt: Den Teig von außen in die Mitte falten. So das er wieder zu einer straffen Kugel wird. Nach 15 min wieder aufziehen. Nochmal 10min stehen lassen und dann runde Teiglinge abwiegen (80g). Die Teiglinge schön rund schleifen.

Auf ein leicht bemehltes Tuch legen und schön zu decken.

Einen kleinen Topf mit Pflanzenfett (Biskin) oder Speiseöl auf das Feuer. Das Fett nicht zu heiß machen, max 160°C. Nach 45 min müssten die ersten so weit gegangen sein dass sie in das Fett können. Schön vorsichtig in den Topf! Auf gar keinen Fall Wasser in das heiße Fett bringen, dann gibt es ein Unglück!

Von beiden Seiten ca 2-3 min backen. Jede Seite 2x backen. Wenn sie einen weißen Ring bzw Kragen bilden, dann erstens sehr stolz sein und zweitens nach dem letzten Wenden die Pfannkuchen runter drücken, damit der Kragen mit bäckt, sonst fällt er zusammen.

Sofort nach dem Backen in Zucker wälzen. Wer Puderzucker mag kann sie erst kalt werden lassen.

Füllen: Man nehme einen Spritzbeutel und eine Spitze Tülle. Es gibt extra Tüllen zum Berliner füllen. Wer keine hat muss eine ganz kleine Lochtülle nehmen.

Man kann sie füllen mit Marmelade, Mus, Senf…

Für die Füllung Eierlikör/Baileys einen straffen Pudding kochen und in den heißen Pudding den Eierlikör/Baileys einrühren. Oder Nutella, oder…

Tipps von Bäcker Süpke:

1. Wenn man 405er Mehl nimmt, unbedingt lesen was auf der Tüte steht. Es gibt Mehl da steht drauf: Für Kekse und Plätzchen. Diesem Mehl wurde das Gluten entzogen damit die Kekse schön knusprig werden. Macht man damit Hefegebäck erlebt man eine Katastrophe.

2. Wenn die Berliner nicht gleich werden und nicht so aussehen wie beim Bäcker, dann nicht verzweifeln. Es ist gar nicht so einfach. Der Bäcker nimmt noch \u201cHelferchen\u201d. Wenn er nicht sogar ein Fertigmehl nimmt. (Bäcker Süpke nimmt Süßlupinenmehl und ein anderes Rezept) Deshalb: probieren, probieren\u2026

3. Man kann die Berliner mit viel Phantasie garnieren. Mit Schokolade, bunten Streuseln, Smarties usw.

4. Meine Muddieh hat immer Fettkräppel gebacken. Sie hat den Teig dick ausgerollt und dann die Kräppel mit einem Bierglas ausgestochen. Den Restteig, also die Zwischenstückchen hat sie auch gebacken und am liebsten selbst gegessen. Sie waren schön knusprig.

Anmerkung pk: 550er Mehl verwendet, Rezept befolgt, Gehzeit länger, ergab 24 Stück mit 80 g, Ei waren 120 g, Füllung ca. 250 g Hiffenmark, Wälzen in Zucker war nicht so schön, Puderzucker war optisch schöner, auch am nächsten Tag noch gut essbar, sehr lecker!!!

Anmerkungen, Jutta: ein Muss! Ab sofort gibt es keine gekauften Berliner mehr.

Im Wok frittiert. Spart Fett und es passen sechs Berliner auf einmal rein.

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38 Antworten auf „Humba, Humba, Humba, Tätäräääh… – Bäcker Süpkes Berliner Ballen“

  1. Unglaublich lecker sehen die Köstlichkeiten aus. Da würd ich am liebsten jetzt so reinbeißen. Dafür werd ich mich, aber nun erstmal selber ans nachmachen begeben und in ein paar Stunden das Vergnügen haben reinbeißen zu können.

  2. mit fasching hab ich nicht viel am hut, aber bei den krapfen und dass die bayern verloren haben – da bin ich bei dir ;-))) deine krapfen hätt ich alle verspeist!!!

  3. Och, Daniela, Du darfst aber auch berichten, wenn es nicht klappt ;-)).
    Nee, im Ernst, Schleifen ist ganz einfach. Du legst die Hand flach auf den Teigling. Der Untergrund sollte nicht zu sehr bemehlt sein – der Teigling darf ruhig ein bissi auf dem Untergrund pappen. Dann anfangen mit kreisförmigen Bewegungen und dabei die Hand langsam zusammenkrallen. Die Unterseite des Teiglings muss nicht ordentlich aussehen, man darf ruhig einen „Wirbel“ sehen, der verschwindet beim Gehen und Backen.
    Nicht lange überlegen – unbedingt Kreppel backen!!! Und nur Übung macht den Meister. Also, nicht aufgeben!!

  4. Ich schleiche da ja jetzt schon die ganze Karnevalszeit drum herum … sollte ich wirklich mal selbst Berliner backen?! Hmmm. Vielleicht guck ich mir vorher noch mal schnell an, wie das mit dem „schleifen“ ging.
    Sollte es was werden, berichte ich! 🙂

  5. na ja, in Paris interessiert die Bundesliga nicht so direkt und da ich mich für Fussball gar nicht interessiere….
    Nun denn, dann wird Köln ja vielleicht sogar Meister, oder halt Gladbach und MÜnchen steigt ab…….

  6. Nee, pippinella, ich tu nur so – aber das mit dem Fußball, jepp, das war echt gut! So, so, Du weißt also, dass in MG der Veilchendienstagszug zieht – eine Eingeweihte! Oh nee, was hab ich früher dran gezogen, aber heute muss datt nich mehr sein.

  7. liest sich so, als wärest du heute viel lieber in kölle oder d#dorf…oder morgen in gladbach…-))…und jaaaaaaaaaaaaa köln gewinnt in münchen und jaaaaaaaaaa gladbsch gewinnt auch endlich mal wieder…….da ist die welt doch in ordnung, oder????

  8. Bolli, Bolli, mir graut vor Dir – Köln ist doch aufgestiegen in die 1. Liga. Echt wahr! Gladbach übrigens auch. Zum Tabellenplatz möchte ich mich hier allerdings nicht äußern. Und anderswo auch nicht.

  9. was lese ich da? Köln hat bayern geschlagen? Wie ist denn das möglich, spielen jetzt beide in der 2. Liga?
    Lecker, Berliner, obwohl ich Mutzemandeln ja noch lieber mag…..
    Also, dann ein KÖlle Alaaf ( ich hasse Karneval.)

  10. Jaaa, Mutzenmandeln kenne ich auch und genau das habe ich zu Norbert gesagt. Dass das ein optimaler Mutzenmandelteig ist. Ich kenne die Mutzenmändelchen aber nur ohne Mandeln. In Mönchengladbach sehen sie nur so aus wie Mandeln.
    Dass die Kölner das geschafft haben, das werde ich ihnen nie vergessen. Und dann auch noch in München. Übrigens sieht ein normaler Samstagnachmittag hier wie folgt aus: ich stehe ab 15.30 Uhr in der Waschküche am Bügelbrett, Radio läuft und ich höre die Bundesligakonferenz. Danach geht es an den Fernseher und ich schaue mir in der ARD dann noch mal alles an. Norbert flüchtet sich derweil in sein Arbeitszimmer und kommt erst gegen 20.00 Uhr wieder hervor. Gestern war es aber anders. Ich war nicht im Keller – ich habe in der Küche Fußball gehört ;-))) Olé, olé, olé, olé… Und Daum hat sogar geweint vor Glück…is ett nitt schön?
    Ich hab das dann mal geändert im Post 😉

  11. Die sehen köstlich aus und sind gut fotografiert. Hmmmm. Hier in Köln gibt es – nur zu Karneval – sog. Muutzemandeln, in Fett gebacken ;-( aus einem Teig mit viel Mandeln.
    Bei deinen Fußballnachrichten fehlt was 😉 Ich muss dazu sagen, dass mich das ‚eigentlich‘ nicht interessiert, aber – familiär bedingt – habe ich mitbekommen, dass der 1. FC Köln die Bayern gestern besiegt hat, in deren Zuhause. Yeahhhhhhhhh!!!

  12. Super! Und ein dreifach donnerndes Hellau!
    Ja, Hiffenmark ist Hagebuttenmarmelade und für Franken ein unbedingtes Muss im Krapfen!
    Viele Grüße und feuchtfröhliches Feiern!

  13. Wow, wow, wow! Und ich habe dieses Jahr noch nicht mal einen einzigen Krapfen gegessen. Aber ich fürchte, wenn ich nicht selbst Hand anlege, wird das auch nix mehr… Wirf doch mal einen rüber 🙂

  14. …. und ich habe noch gar keine gebacken!!!! Wir backen zur Zeit lecker Bienenstich und Quarktorte und Croissants. Aber morgen, da kommen die Berliner noch dran….

  15. Wie?? Du bist nicht nebenbei in der Küche?
    Ich hab schon Kuchen gebacken, halb gekocht und renne immer mal
    zwischendurch die Treppe hoch und guck in den Lapi…..das verbrennt super
    Kalorien!
    Ja, macht Spaß! :-)….aber jetzt ab in die Küche, damit wir tolle Rezepte
    von dir bekommen!

  16. Na, dann doch besser Wolfgang Nepomuk Karlheinz = 24 Berliner – kommt ganz genau aus, wenn ich das Originalrezept verwende.
    Hihihi – ich sollte jetzt mal langsam in die Küche verschwinden, anstatt hier Blödsinn zu machen. Macht aber Spaß ;-))

  17. Och, das ist aber wirklich nett – und auch ab und an nötig. Immer nur schuften ist ja auch nicht gesund. Übrigens finde ich die kleinen Umzüge meist viel schöner als die in den Großstädten.

  18. Wir haben aber noch seeheechs – die sind eingesperrt und werden kurzfristig zur Kaffeezeit ans Licht geholt, um sie dann ihrem Schicksal zuzuführen. Tut mir ja auch leid, aber watt mutt, datt mutt :-))

  19. Boah, sehen die gut aus! Also reinlassen auf jeden Fall, aber nicht wieder raus!
    Wir haben heute morgen welche gefühstückt: immer noch super! Manche gekauften sind am selben Tag schon Gummi.
    Liebe Grüße, Sus
    (Einen hab ich noch, einen hab ich noch …)

  20. Ich habe – rate mal- für die 3 Läden die Sonntags geöffnet haben Pfannkuchen gebacken! Mit mächtig Falten im Gesicht! Denn Heute ist in „Kuh-Kölln“ Großer Faschingsumzug! (Kuh-Kölln nennen die Kölledaer liebevoll Ihre Kleinstadt. Und die sinn och ganz Jeck!) Dafür haben meine Pfannkuchen Bäckerinnen für Heute Nachmittag freigegeben, sie schaffen das allein. Ist das nicht lieb?

  21. Hallo Ursula,
    meiner Nachbarin habe ich einen gebracht, der war ganz nackig. Keine Füllung, kein Belag.
    „Hiffenmark“ ist ein Ausdruck, den Petra von „Brot und Rosen“ verwendet hat. Sie hat das oben angeführte Rezept rezkonvtauglich aufbereitet und ich habe es, mit kleinen Abwandlungen, übernommen. Ich glaube, dass es sich dabei um Hagebuttenmark bzw. -konfitüre handelt. Sicher bin ich mir aber nicht.

  22. Robert, das Angebot nehme ich gerne an. Ich sehe Wolferl schon im rot-gelben Strampler, einen Berliner in jeder Hand, durch Deine Wohnung sausen. Erstes Wort statt Mama oder Papa: „DerBlogDerBlogDerBlog“.

  23. Wann es soweit ist? Tja, vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt, gell?
    Den Strampler bitte in rot-gelb, den Süpke-Farben. Am liebsten selbstgestrickt. Berliner gibt es natürlich en masse.

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