Gedeckter Apfelkuchen (M)

 Bosnien - Boot am See

Seit Samstag sind wir wieder im Lande. 14 Tage waren wir in sechs Ländern des Balkans unterwegs, besuchten mit einer Reisegruppe (Huhu Schulzis!) Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien, Albanien und Montenegro. Wir haben in 12 verschiedenen Hotels geschlafen, leider viel zu selten die einheimische Küche probieren können

P1140357

und die gesammelten Eindrücke müssen erst noch verarbeitet werden. Inklusive der 1507 Fotos, die ich geknipst habe und die nicht nur heile Welt vermitteln

Mostar - Granateinschläge

Wieder Daheim, musste es dann aber doch mal wieder das hier sein, obwohl es in der Fremde sehr feines Gebäck zu kosten gab:

Gedeckter Apfelkuchen (M), ungedeckt

Das Rezept stammt aus dem März-Sonderheft der Zeitschrift "kochen & genießen", das Original findet man auf der Rezepte-Seite des Mediums.

Ich habe, wie immer, ein wenig gebastelt. Den Teig habe ich wie gewohnt gedrittelt und nicht so ausgerollt, wie es im Rezept vorgeschlagen wurde. 1/3 Boden, 1/3 Rand, 1/3 Deckel – so klappt die Verteilung bei mir am besten.

Gedeckter Apfelkuchen (M), gedeckt

Der Kuchen macht ein wenig mehr Arbeit als ein Rührkuchen, aber es lohnt sich. Er schmeckt sehr saftig und ist auch einen Tag nach dem Backen noch präsentabel.

Gedeckter Apfelkuchen (M), Stück

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gedeckter Apfelkuchen (M)
Kategorien: Kuchen, Torte, Äpfel, Rosinen
Menge: 1 Torte mit 26 Zentimetern Durchmesser

Zutaten

H BELAG
50 Gramm   Rosinen
3 Essl.   Rum
1,2 kg   Äpfel (z. B. Elstar/Boskop)
4 Essl.   Zitronensaft
75 Gramm   Zucker
10 Gramm   Speisestärke
H TEIG
300 Gramm   Mehl
1 Teel.   Backpulver, gestrichen voll
      Salz
150 Gramm   Butter, kalt
100 Gramm   Zucker
2     Eier (Gr. M)
2 Essl.   Paniermehl
H DEKORATION
4 Essl.   Mandelblättchen
100 Gramm   Puderzucker
1-2 Essl.   Zitronensaft

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: kochen&genießen Spezial
  Torten-Hits No. 9
  März 2009
  Erfasst *RK* 11.05.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Rosinen waschen, abtropfen. In Rum zugedeckt ca. 1 Stunde einweichen. Äpfel schälen, vierteln, entkernen, klein schneiden. Mit 4 EL Zitronensaft und 75 g Zucker aufkochen. Zugedeckt ca. 3 Minuten dünsten, bis sie weich, aber noch bissfest sind, dabei öfter umrühren. Stärke und 2-3 TL Wasser verrühren, ins Kompott rühren, aufkochen. Abkühlen.

300 g Mehl, Backpulver, 1 Prise Salz, 100 g Zucker, 150 g Butter in Stückchen, 1 Ei und evtl. 1-2 EL kaltes Wasser erst mit dem Handrührgerät und dann kurz mit Händen glatt verkneten. Springform (26 cm Ø) fetten. 1/3 Teig auf dem Bodenblech ausrollen. 1/3 Teig ausrollen und in Streifen schneiden, die so hoch wie der Rand der Backform sind. Form damit auslegen, am Rand andrücken. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Form zugedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen.

Manzfred auf 175° C vorheizen.

Paniermehl auf den Teigboden streuen. Rosinen unter die Äpfel rühren, in der Form verteilen. Teigrand darüberschlagen. 1 Ei verquirlen, Teigrand bestreichen. Rest Teig auf etwas Mehl rund (26 cm Ø) ausrollen. Auf die Äpfel legen. Mit etwas verquirltem Ei bestreichen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Ca. 50 Minuten backen. In der Form auskühlen.

Mandeln ohne Fett rösten, auskühlen. Puderzucker, 1-2 EL Zitronensaft und 1 EL heißes Wasser zum dünnen Guss verrühren. Kuchen damit einstreichen. Mandeln daraufstreuen, an den Rand drücken. Trocknen.

Kcal 250 // Eiweiß 3 g // Fett 10 g // KH 34 g //

Anmerkungen, Jutta: ein sehr feiner Kuchen, der aber in der Realität niedriger ist, als im Heft abgebildet. Schadet nix!

=====

Übrigens, sie sind überall…

Gruselkoch1 Gruselkoch2 Gruselkoch3

 

23 Antworten auf „Gedeckter Apfelkuchen (M)“

  1. In der Nähe von Sarajevo haben wir einen Tunnel besichtigt, der an einem Wohnhaus außerhalb des Kessels begann bzw. endete und durch den die Einwohner der belagerten Stadt Waren und Waffen hin- und hertransportierten. Es gab einen Film, auch mit Sniperangriffen auf Zivilisten, der mich sehr betroffen gemacht hat. In Kroatien, Bosnien und Serbien waren die Zerstörungen des Krieges noch sehr präsent. Die Granateinschläge in den Fassaden, die demolierten Wohnungen, grauslich! Das dieses Desaster im Europa des späten 20. Jahrhunderts geschehen konnte, ist unglaublich.
    Bezüglich der Unterkunft hat Ulrike diese kleine Pension aufgetan. Vielleicht ist ja noch ein Zimmer frei? http://www.hotel-irmchen.de in Dörnigheim. 30 km von hier entfernt, also auch keine Weltreise, gell?

  2. Schön, dass Ihr wieder da seid und mit solch interessanten Eindrücken! Wir sind 1987 mal komplett durchgefahren, was ging, inkl. Ohrid-See bis knapp vor Albanien, das war ja damals zu. Beeindruckend. Geschockt hat mich in Kroatien vor einigen Jahren Bauten wie Deiner oben, so zerschossen…
    Maintal muss ich auch mal schauen, wir kommen. Mal überlegen, wo wir übernachten.
    Der Apfelkuchen ist jetzt fast untergegangen – gefällt mir natürlich auch gut! 🙂

  3. na ja, vor 50 Jahren war ich da nicht….in den 80igern, ja ja, an den neuen, roten Dächern sieht man es gut in Dubrovnik…
    Sarajewo muss schon bedrückend gewesen sein, ist ja gar nicht so lange her, mit den Snipern…..Ja, da sollte man wegen ein bischen Krise nicht gleich hier in D. und F so rumheulen!!

  4. Ich als Küken in der Gruppe konnte mich am reichhaltigen Schatz von Reiseerinnerungen der bis zu fast 80 Jahre alten Mitreisenden erquicken. Zum Teil hatten sie Jugoslawien vor 50 Jahren bereist und natürlich auch Dubrovnik besucht. Sie erkannten die Altstadt wieder, aber die Umgebung empfanden auch sie sehr zugebaut. Ich war noch nie dort, habe also keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Dächer, die man von der Stadtmauer sieht, sind fast alle neu und die Tafeln, die von den Granateinschlägen berichten, haben mich schon sehr betroffen gemacht. Aber wir waren ja auch in Mostar, in Belgrad, in Sarajevo… oh je, wie ist so etwas nur immer wieder möglich? Diese Zerstörung, aber noch viel schlimmer, das Leid der Menschen, die den Krieg aushalten mussten, diesen Schrecken habe ich erst jetzt so richtig realisiert. Haben wir ein Glück!

  5. Erich, ich sach nur: Mazedonien und Albanien. Ein absoluter Traum! Vor allem Albanien ist wunderschön, allerdings sind die Hodscha-Zeiten noch allzu deutlich zu spüren und zu sehen. 700.000 Bunker in einem Land, so groß wie Belgien… Die Bevölkerung ist trotz bitterer Armut sehr aufgeschlossen und freundlich. Im Gegensatz zu Serbien spricht man in den Städten sehr gutes Englisch, auch in Mazedonien übrigens. Den Ohrid-See in Mazedonien werden wir auf jeden Fall noch einmal besuchen, um in den Bergen zu wandern. Auch Montenegro kann ich nur empfehlen, aber die beiden erstgenannten Länder sind nicht zu toppen.

  6. In diese Gegend möchte ich auch mal reisen, schon lange gewünscht, aber meine Helen (das H bei Frau H kommt von daher, nicht von Houdini) will nicht, muss wohl wieder ein Motorrad kaufen und alleine hin. Dein Kuchen dagegen fand ihre volle Bewunderung, meine auch, als Begutachter, nicht als Esser.

  7. ich liebe Apfelkuchen!!!!!!!!
    Und, Kroatien….ich war da vor dem Krieg und nach dem Krieg Segeln, ich fand’s vorher, nicht wegen der Einschusslöcher ( Dubrovnik ist ja super restauriert…) aber besser, da gab’s noch nicht so viele Hotels.

  8. Hihi, ja, der Apfelkuchen… ich bin froh, wieder Daheim zu sein. Ausfliegen ist schön, aber nach 14 Tagen freue ich mich auf meine Familie und die Freunde, mein Bett, den Garten und die Küche. Hach…

  9. Hallo Jutta,
    schööön, dass du wieder da bist – du hast gefehlt (mir auf alle Fälle!)!
    Lass es langsam angehen, aber klar ist schon, dass wir auf jeden deiner Reiseberichte sehr gespannt sind!
    fress:publica09 = Thema für sich; keinerlei Infos, vor allem nicht für die ‚Neulinge’….
    Danke für das tolle Kuchenrezept, diese 1/3 Teilung gefällt mir auch – die wird ausprobiert!
    Liebe Grüße
    Eva

  10. Och, das ist aber süß! So eine liebevoll eingerichtete Pension! Wie hast Du das denn schon wieder rausgefunden? Und sie erinnert in der Farbgebung ein wenig an den Norden, gell? Da fühlst Du Dich gleich wie Zuhause. Zuschlagen!

  11. Ich habe auch schon schlimmste Befürchtungen, dass ich rumschludere. Aber ich habe zum Glück Notizen gemacht, die ich zur Gedankenstütze nutzen kann. Zum Teil kann ich mich kaum noch an die Hotels erinnern.

  12. Hallo Petra,
    ein Dankeschön für das Willkommen. Ich kümmere mich gleich mal um das Hotel zur fress:publica09. Weitere Berichte bezüglich des Urlaubs gibt es irgendwann auf der Geocaching-Seite, die ab sofort auch eine Reiseseite ist. Ich werde aber hier im Blog die Werbetrommel rühren, sobald eine Etappenbeschreibung fertig gestellt ist. Wow, Dein Aufruf zum 5. Geburtstag hat ja richtig interessante Kommentare heraufbeschworen. Toll, dass so viele stille Leser geschrieben haben, ich war ganz geplättet.

  13. Willkommen zu Hause! Und dann wird man bei dir auf dem Blog auch gleich noch mit einem Kuchen empfangen – die Boden-Rand-Deckel-Technik gefällt mir 🙂 Auf weitere Berichte bin ich sehr gespannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.