Nachgemacht: Weinheimer Zwirbelbrot (M)

Zwirbelbrot2

Eva hat kürzlich in ihrer Deichrunner-Küche ein von Marla21 modifiziertes Rezept für Zwirbelbrot der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim vorgestellt, das mein Nachbackgen sofort zum Glühen brachte.

Der erste Backversuch war schon recht gelungen. Erstens ist es wirklich praktisch, den Teig abends in den Kühlschrank zu werfen, um ihn morgens zu backen. Zweitens schmeckte das Brot wunderbar. Drittens war es schön knusprig. Viertens sah es doof aus. Mein Brot, versteht sich.

Zwirbelbrot1

Der nächste Versuch wurde vorgestern gestartet. Freitag wurde der Teig bereitet und sollte Samstag gebacken werden. Das habe ich aber nicht geschafft, was sich als Glücksfall entpuppte. Denn Eva war zwischenzeitlich so freundlich, mir zu erklären, wie genau man das Brot zwirbelt. Ihren Rat habe ich befolgt und endlich, mit 24 Stunden Verspätung,  sieht mein Brot auch richtig gezwirbelt aus. Es schmeckt kräftiger als die erste Version, und hat eine feinere Krume, was uns besser gefällt. Die Kruste ist dick und krachig, ein wirklich schönes Brot, das wir bestimmt noch öfter essen werden.

Zwirbelbrot No. 2, Anschnitt

Damit der Teig gleich richtig liegt und möglichst wenig bewegt wird, entferne ich ihn wie folgt aus der Form:
– Teig kräftig mit Roggenmehl bestreuen
– Teig mit Spatel vom Rand lösen
– Dauerbackfolie auf die Form legen, in der sich der Teig befindet
– Brotschieber auflegen und alles um die eigene Achse um 180°drehen
– Teig eventuell mit dem Spatel lösen

Klappt prima und man kann die Brote nach dem Zwirbeln sofort in den Ofen schieben, ohne sie "umbetten" zu müssen.

23 Antworten auf „Nachgemacht: Weinheimer Zwirbelbrot (M)“

  1. Auch ich reihe mich zu derer, die das Brot vorerst optisch super lecker finden. Leider leider bin ich meist zu faul zum Backen. Ich schau mir einfach die Bilder nochmal an, vielleicht guckt dann der Knethacken doch mal aus dem Schrank 😉

  2. Ja, schon das Bestreuen mit Roggenmehl bringt hier einen tollen Geschmack, den ich ganz erstaunlich finde. Weniger Hefe wäre nicht schlecht gewesen, aber ich wußte freitags noch nicht, dass ich erst sonntags backe. Danke Dir fürs Tüfteln und Teilen und Deine wertvollen Tipps 🙂

  3. Schön gezwirbelt:) …längere Stehzeit bringt noch etwas mehr an Geschmack, die Porung ist dann etwas feiner, dann auch etwas weniger Hefe verwenden.
    Mit dem Mehl kann man auch noch „spielen“ einen Teil 812er od. auch 1050er ergibt einen rustikaleren Geschmack…

  4. Ha – wenn Du wüßtest… ich blogge ja nicht alles, was ich so verbreche beim Brotbacken. Da ist oft Flop angesagt, aber das bleibt unter uns, gell ;-)?
    Die Idee, den Teig als Focaccia zu backen, ist prima und sollte klappen. Und wenn nicht, ist auch nicht sooo tragisch. Die Zutaten kosten nicht die Welt und die Vorbereitung macht kaum Mühe – ich würde es auf jeden Fall einmal probieren.

  5. Aber klar doch… das Brot wird nicht in der Form gebacken, sondern sie dient nur als Behältnis für den rohen Teig. Er soll in einer flachen Form gehen(bei mir eine rechteckige Auflaufform mit Bodenmaß 25×19 cm / oben erweitert sie sich und ist dort 30x23x6 groß).
    Den gegangenen Teig beförderst Du wie beschrieben aus der Form (sie wird jetzt nicht mehr benötigt) und teilst ihn. Die beiden Teighälften werden dann gezwirbelt, also in die erwünschte Gestalt gebracht. Rechte Seite des einen Teiglings zweimal zwirbeln, linke Seite zweimal zwirbeln. Mit dem anderen Teigling ebenso verfahren. Bemehlen nicht vergessen.
    Gebacken werden die Brote dann auf dem Backpapier bzw. der Folie, die unter dem Machwerk liegt und sich auf dem Brotschieber befindet.
    Ich hoffe, der Vorgang ist jetzt klarer. Falls nicht, mache ich mal eine kleine Fotostrecke. Leider habe ich die Vorgehensweise nicht dokumentiert.

  6. Kannst Du mir Doofem nochmals ganz langsam und ausführlich erklären wie das mit dem Drehen vor sich geht ? Ich habe den festen Vorsatz, es nachzubacken. Nach dem Auflegen des Brotschiebers komm ich nicht mehr mit: wie soll sich das Brot drehen, festgenagelt zwischen Form und Abdeckfolie ?

  7. Es beruhigt mich, dass auch ein alter Hase wie Du was Brotbacken angeht beim ersten Versuch ein Brot rausbekam das doof aussah – genauso ging’s mir nämlich auch: schmeckte grossartig aber sah grausam aus. Dein zweiter Versuch ist bildhübsch 🙂
    Ich hab schon überlegt dass ich das Ding vielleicht auch einfach mal flach wie eine Focaccia backen könnte…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.