Nachgebacken: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)

 Mehrkornbrot, Detail1

Mannomann, das ist mal wieder ein Süpke-Brot. Wie toll es ist, haben Ulrike und Eva schon erfahren dürfen und ich reihe mich in die Reihe der Begeisterten ein. Nahtlos. 

Mehrkornbrot, Anschnitt  

Beim Bestücken des Teiges mit Körnern musste ich mir etwas einfallen lassen. Ulrike kann ebenfalls ein Liedchen von der Teigkonsistenz singen. Anstatt den weichen Teig zu einem Laib zu formen (das hätte ich nicht hinbekommen), diesen dann auf einem feuchten Tuch zu rollen (der Teig war unheimlich feucht und nicht formbar) und diesen Laib dann mit Körnern zu bestücken, habe ich es so gemacht:
Die Backform wurde tüchtig gefettet und diese dann mit einer Körnermischung ausgestreut. Nach dem Einfüllen des Teigs wurden noch Körner auf die Oberfläche gestreut und gut war.

Form, gekörnert1

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

  Mehrkornbrot, unten1

Das Rezept habe ich, wie üblich, ein wenig umgemodelt. Manche Zutaten hatte ich nicht im Haus und habe deshalb improvisieren müssen. Hat nicht geschadet, glaube ich.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)
Kategorien: Mischbrot, Saatenbrot, Süpke
Menge: 28 Cm Kastenform

Zutaten

H VORTEIG
80 Gramm   Weizenmehl 405
3 Gramm   Salz
0,7 Gramm   Trockenbackhefe
50 ml   Wasser
H SAUERTEIG
105 Gramm   Roggenmehl
80 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut
H QUELLSTÜCK
110 Gramm   5-Korn-Flocken
110 Gramm   Maisgrieß
60 Gramm   Sonnenblumenkerne
20 Gramm   Leinsaat
20 Gramm   Gerstenmalz, flüssig
10 Gramm   Salz
320 ml   Wasser
H BROTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
      Quellstück
135 Gramm   Weizenmehl 405
50 Gramm   Gekochte Kartoffeln
10 Gramm   Sonnenblumenöl
3,3 Gramm   Trockenbackhefe

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Bäcker Süpke
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/06/27/schlecht-
  gelauntes-mehrkorn-kastenbrot/
  Erfasst *RK* 23.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag um 15.00 Uhr:

Vorteig: 2 Stunden anspringen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Sauerteig: Stehzeit ca. 18 Stunden bei Raumtemperatur.

Quellstück: 3 Stunden anspringen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag ab 9.00 Uhr:

Brotteig: Den Teig in der Kenwood 10 Minuten, Stufe 1 und und 4 Minuten Stufe 3 kneten. 30 Minuten Teigruhe.

Teig in eine gefettete Kastenform (28 cm)setzen, die mit Saatenmischung (Sonnenblumen, Leinsamen, Sesam hell und dunkel)ausgestreut wurde.

Nach 30 Minuten Manzfred auf 230° C vorheizen.

Nach insgesamt 60 Minuten Form in den Ofen setzen und Temperatur auf 180° C reduzieren.

Ofentür nach 15 Minuten öffnen, um Dampf abzulassen. Brot nach 60 Minuten aus der Form holen und weitere 10 Minuten backen.

=====

Gleich nach dem Abkühlen ist das Brot richtig knusprig und die Körner knispern im Mund. Das ist unheimlich gut und schmeckt vorzüglich. Ich glaube, der Bernd ist mein neuer Hausfreund.

Wenn man Bernds Gemütszustand umgekehrt proportional zu meiner Laune nach dem Backen und Probieren betrachtet, dann muss Bernd total mies drauf sein. Vor dem Selbstmord werden wir ihn bewahren. Bevor es dazu kommen kann, essen wir ihn einfach auf. Gut, ne? 

Mehrkornbrot, Scheibe1

17 Antworten auf „Nachgebacken: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)“

  1. Bei dir sieht es schon mehr nach dem echten Bernd aus und nicht nach seinem Bruder 😉
    Dass sich der Maisgrieß so auf die Farbe auswirkt hätte ich nicht gedacht, wird aber sicher mal getestet werden.
    Viele Grüße

  2. Ich hätte auch gerne eine Großfamilie. Die dürfte zum Essen kommen, noch schnell alles wegspülen und dann wieder gehen. Von mir aus auch dreimal am Tag. Ach ja, ich habe auch vier Jahre lang eine Wochenendehe geführt. Das war doof 🙁 – aber damals habe ich auch noch nicht so gerne gekocht und gebacken wie heute. Kannst ja die Brote vacuumieren und in die neue Tiefkühltruhe legen.

  3. Erstaunlicherweise hält sich das „Entkörnern“ in Grenzen. Ich säbele auch mit der Maschine und ich kann nicht klagen.
    Ein Versuch mit dem neuen Hausgenossen lohnt, er ist ein knuspriges Kerlchen.

  4. Alles nur Fassade. Mehr Schein als Sein. Ich habe es beim Bäcker schon mal geschrieben: ich muss gestehen, ich habe Bernd noch nie gesehen. Ich weiß zwar, dass es ihn gibt (und dass er gut schmeckt), aber ansonsten kann ich nicht mitreden.

  5. Bernd hat bei uns noch nicht Einzug gehalten, sollte es aber offensichtlich noch unbedingt nachholen.
    Ich mag die Optik der Brote, die rundherum mit Saaten bedeckt sind sehr gerne, allerdings springen diese beim Schneiden mit der Maschine immer ab und verteilen sich über die gesamte Arbeitsfläche auf dem Brot sind dann nur noch wenige.

  6. Backpapier, ich nehme einfach Backpapier, wegen der nicht entfernten Körner von den Herren.
    Bernd ist einfach so, er will schlecht behandelt werden, vor allem wenn er Zähne in sich spürt

  7. Na, wenn dieses Brot nicht tolle Laune macht, dann weiß ich auch nicht! Sieht super lecker aus, dein Bernd!
    Die Idee mit der Körnermischung in der Form ist gut, denn ich hatte auch meine Problemchen…aber ich hätte gedacht, dass das dann alles nach unten wegrutscht, wenn du den Teigling in die Form legst?? Scheint aber nicht der Fall zu sein, also wieder was gelernt!
    Der Bernd wird auch in die Reihe meiner Hausfreunde eingereiht, so gut schmeckt der uns!

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