Crockpot-Kochbuch: „Die neue Art zu kochen“ – Gabi Frankemölle // Rezept: Zucchini-Bisque

  Wie war das eigentlich? Damals, als ich zum ersten Mal von einem Crockpot las? Ich glaube, dass ich zuerst bei Küchenlatein etwas in der Art gesehen habe. Ulrike hatte schon im Februar 2007 Crockpot-Rezepte veröffentlicht und sie war eine der ersten Bloggerinnen, bei denen ich gelesen habe. Interessiert für das Gerät habe ich mich nicht.

Crockpot? Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet (Kölsches Grundgesetz, Artikel 6). Und was ist eigentlich ein Slowcooker??

Nachdem ich mir einen Thermomix zugelegt hatte und im Wunderkesselforum ständig auf den Crockpot stieß (hat das jetzt Irgendwer verstanden?), wurde ich neugierig, las in Gabis Crockyblog, habe mich schlau gemacht, mich gewundert, wie günstig so ein Crockpot in der Anschaffung ist und im Oktober letzten Jahres hatte ich dann so ein Ding. Zunächst wurde der kleine angeschafft, kurze Zeit später trudelte das große Gerät hier ein.

Glücklicherweise bin ich des Englischen mächtig, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn Kochbücher auf Deutsch gab es nicht. In einschlägigen Foren waren zwar Rezepte und Tipps zu finden. Das Crockyblog war ebenfalls eine Fundgrube für Rezepte und eine Quelle für Antworten auf diverse Fragen. Aber das war's irgendwie nicht. Ich will Kochbücher!!!

Amerikanische und englische Bücher wurden bestellt, alle sehr schön. Aber eben nicht auf Deutsch. Warum eigentlich nicht?

Das wird sich Gabi Frankemölle auch gefragt haben. Nach dem Motto „Selbst ist die Frau“ hat sie einfach ein Buch geschrieben. Und es ist richtig toll geworden.

Crockpot-Buch

Lustig finde ich den Titel „Die neue Art zu kochen“, verbunden mit einem Retro-Design-Cover. Schwarz und bunt und trendy. Wenn ich mir dann noch überlege, dass es früher mal eine Kochkiste gab – so neu ist diese Art des Kochens dann doch nicht. Omma stellte früher ihre Pötte ins Bett und abends war das Essen fertig. Wir schonen die Laken und kaufen Crockpots.

Also wie jetzt? Ganz einfach:

So ein Ami-Kocher wird gefüllt mit Zutaten, angeschaltet und nach ein paar Stunden ist das Essen fertig. Für Minimalisten in Sachen Arbeitsaufwand der Himmel. Das Paradies für mich. Denn ich gehe ja noch auf Geocaching-Tour. Und wenn man nach getaner Tat nach Hause kommt und der ultimative Schatz hat einem ein schönes Essen gekocht, dann ist die Welt ja so was von in Ordnung. Zudem sind die Stromkosten äußerst gering, das freut die sparsame Hausfrau.

239 Seiten pralles Kochvergnügen sind zusammengekommen. Voller Tipps, Tricks, Wissenswertem und vor allem mit schönen Rezepten. Alles was man über einen Slowcooker wissen muss und möchte, steht in diesem Buch. Wer gerne Eintopf isst, zartes Fleisch liebt und Gerichte mag, die aus einem Topf kommen, der findet hier eine Bereicherung seines Speisezettels.

Tja, liebe Leserinnen und Leser, kommen wir noch einmal zum Anfang dieses Beitrages zurück. Was ein Crockpot oder Slowcooker ist, habe ich grob umrissen. Dumm sterben müsst ihr nicht mehr.

Wer es aber ganz genau wissen möchte, unbedingt ein wunderhübsches Buch braucht (das man auch sehr gut verschenken kann – dann aber bitte Hardcover) und auch noch tolle Rezepte ausprobieren will, dem sei Gabriele Frankemölles Buch wärmstens ans Herz gelegt.

Innerhalb einer Woche habe ich bereits zweimal die Zucchini-Bisque gekocht. Erstens herrscht Zuccinischwemme, zweitens ist diese sanfte Curryschärfe zu köstlich und drittens s. oben.

Zucchini-Bisque

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zucchini-Bisque (CP)
Kategorien: Gartenfrüchte, Eintopf, Crockpot
Menge: 6 Portionen / 3,5 Liter Crockpot

Zutaten

750 Gramm   Zucchini, gewürfelt
1     Zwiebel, gehackt
2 Essl.   Öl
1 Essl.   Curry
2 Essl.   Reis, gehäuft
650 ml   Gemüse- oder Hühnerbrühe
1 Essl.   Basilikum, gehackt
      Salz
      Pfeffer
      Instantbrühe
100 ml   Sahne

Quelle

  Gabriele Frankemölle, "Die neue Art zu kochen"
  ISBN 978-3-902326-47-8
  Erfasst *RK* 29.08.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zucchini, Zwiebel, Öl und Curry in den Crockpot geben und 30 Minuten auf HIGH anschwitzen lassen. Heiße Brühe, rohen Reis und Basilikum dazugeben, abschmecken und 3 Stunden auf HIGH oder 6 bis 7 Stunden auf LOW garen.

Suppe mit dem Stabmixer pürieren und die Sahne einrühren, nach Geschmack noch etwas Brühe zufügen, falls die Suppe zu dick ist. Etwa 20 Minuten auf LOW erhitzen, nicht mehr kochen lassen. Abschmecken und mit Croutons oder Ciabatta servieren.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Gleich doppelte Menge machen.

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Nach dieser todernsten Abhandlung noch eine kleine Anekdote: sehr gute Bekannte (na gut, Verwandte) wunderten sich, wieso man mit Krabbenbrot kochen kann. Und wieso ein ganzes Buch darüber geschrieben wurde. Die hatten Kroepok verstanden. Hmm, isch muss womöschlisch noch ein bissschen an meiner ackkkzenntuwierten Aussschprache feilen.

Womit wir wieder bei Horst Schlämmer wären. Yes, Weekend!

12 Antworten auf „Crockpot-Kochbuch: „Die neue Art zu kochen“ – Gabi Frankemölle // Rezept: Zucchini-Bisque“

  1. Ich finde es sehr traurig, dass Dialekte in manchen Gegenden immer mehr in Vergessenheit geraten. Meine Sprache ist regional gefärbt und ich freue mich immer, wenn ich Menschen höre und gleich weiß, wo sie herkommen. Und wenn die Leute aus dem Rheinland sind, spreche ich sie gleich an. Schweizer auch 🙂

  2. So, jetzt auch noch mit Föteli, hoffe ich, nach langer Blogabstinenz.
    Ja, und wieso habt Ihr denn Mühe mit den Schweizer Dialekten? Die sind ja so ähnlich: zB „fott demet“ der Appenzeller.

  3. Das Süppchen kommt ausser mit seiner Farbe daher wie eine Kürbissuppe, was ja kein Wunder ist bei der Verwandschaft.
    Ich amüsiere und freue mich an den Dialekteinschüben, macht Spass, zu sehen, dass nicht nur wir die Dialekte benützen, wir nota bene auch im Alltag.

  4. Ich bin bereit und lernfähig :-))!
    Gut, dass du beim Schreiben nicht so langsam bist wie ich, das Buch würde wahrscheinlich erst Weihnachten 2010 erscheinen. Oh nee, das hat ja gedauert mit dem Beitrag.
    Der Rheinländer an sich kennt den Spruch mit dem Bauern übrigens auch.

  5. Dszu nur die kurze Anmerkung, dass ich mit dem Gedanken schwanger gehe, mindestens einmal die Woche ein Crockpot-Rezept zu veröffentlichen. Immer samstags, hab ich mal so angedacht. Schaun’n mer mal – ich lege mich nicht gerne fest, fange einfach mal an und schaue, wie lange ich durchhalte.

  6. Wieso hab ich eigentlich das Kochbuch geschrieben, wenn du das viel amüsanter auf den Punkt bringen kannst, lach… Und das kölsche „Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet“ heisst hier in Westfalen „Watt de Buer net kennt, das frett he net“ – aber das werden wir alle zusammen schon irgendwie überwinden 🙂

  7. ….. eigentlich bin ich stolz auf mich, dass ich deinem Schwärmen vom dem Crockpot noch nicht erlegen bin. Aber ich sehe es schon kommen: Steter Tropfen höhlt den Stein!

  8. Vor allem jetzt, wo Herbst und Winter vor der Tür stehen und öfter mal ein deftiger Eintopf auf den Tisch kommt, kann ich den Crockpot nur empfehlen. Die kleine Ausgabe nimmt nicht soviel Platz weg, ist nicht teuer und kocht brav leckeres Essen.
    Aber Werbung wollte ich eigentlich für das Buch machen. Wenn man dann noch einen Topf dazu kauft, soll’s mir recht sein. Die Rezepte sind aber zum Teil so fein, dass sich die Anschaffung des Buches auch lohnt, wenn man keinen Crocky hat. Mit ein wenig Phantasie kann man die meisten Rezepte ummodeln.

  9. Ich habe gestern einen Zucchini-Reis-Gehacktes-Eintopf gekocht und mich kriminal geärgert, dass ich dafür nicht den Crocky verwendet habe. Da hätte ich ein wenig früher mit der Planung beginnen müssen 🙁
    Was das Brutzeln auf dem Feuer angeht, sind die Aufgaben heute meist anders verteilt. Frau geht auf die Jagd nach Fleisch, Mann grillt.

  10. Wenn ihr alle weiterhin so begeistet seid, brauch ich so langsam doch auch so einen Wundertopf! 🙂
    Dich sollte man in der Werbung für diese Wundertöpfe einstellen und zwar an vorderster Front! 🙂

  11. Tolle Zusammenfassung, ich möchte meine beiden (Krabben ;-)-Töpfe nicht mehr missen, und vor der Kochkiste gab es das Feuer: Da schmurgelte in einem Topf , der Henkel an einem „Zahn“ befestigt, den ganzen Tag ein Gericht. Und wenn der Bauer heimkam, legte die Frau noch einen Zahn zu, sprich, hängte den Topf näher ans Feuer 🙂

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