WBD: Yes we bake – Heiligkreuztaler Klosterbrot (M)

Heiligkreuztaler Klosterbrot, im Körbchen 

Schon wieder ist ein Jahr vorbei und der World Bread Day darf gefeiert werden.
 

world bread day 2009 - yes we bake.(last day of sumbission october 17)

Die unermüdliche zorra rief zum Event und gerne folge ich der Einladung, ein Brot an diesem Ehrentag vorzustellen.

Ich backe sehr gerne Roggenbrote mit Sauerteig. Aber manchmal vergesse ich, den Vorteig rechtzeitig herzustellen. Da mein Mann jeden Tag Brote schmiert, um sie auf der Arbeit zu essen, sollte allerdings immer ein Vorrat im Haus sein – fünf Schnitten Minimum. Nicht übel, wenn man ein schnelles Brotrezept zu Hand hat, um Engpässe zu umschiffen. Leider ist es oft so, dass die flotten Brote nicht an die Qualität eines langsam hergestellten und schön ausgereiften Backwerkes mit Vorteig heranreichen.

Heiligkreuztaler Klosterbrot, Anschnitt

Diesmal aber war ich angenehm überrascht von der Knusprigkeit und dem vollmundigen Geschmack des Heiligkreuztaler Klosterbrotes. Im Originalrezept, einem Heft mit Backrezepten des schwäbischen Unternehmens Häussler entnommen, wird der Teig in Stränge geteilt, jeweils zwei Stränge wickelt man umeinander und legt sie zu einem Kranz. Das habe ich nicht gemacht, sondern ganz normale Brote gebacken.

Schon bei der Herstellung wusste ich, dass das Brot gelingen würde. Die Konsistenz des Teiges war optimal, es machte Spaß, ihn anzfassen, zu kneten und zu formen. Auch die Beschaffenheit der Krume nach dem Backen war in Ordnung.

Heiligkreuztaler Klosterbrot, Detail

Uns schmeckt das Brot hervorragend und ist eine gute Alternative zum Roggenbrot, wenn der Vorrat schnell aufgestockt werden muss.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Heiligkreuztaler Klosterbrot (M)
Kategorien: Mischbrot, Knusprig, Körner, Häussler
Menge: 2 Brote à 750 g

Zutaten

700 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
150 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
150 Gramm   Dinkelmehl, Type 630
20 Gramm   Salz
500 Gramm   Wasser
250 Gramm   Buttermilch
20 Gramm   Sonnenblumenöl
20 Gramm   Hefe, frisch
150 Gramm   Saatenmischung

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Häussler "Unser täglich Brot – Band 2"
  Erfasst *RK* 13.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in der Kenwood 10 Minuten kneten. Eine Stunde gehen lassen.

Einmal stretch & fold, nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Manzfred auf 270° C vorheizen. 2 kleine Gärkörbchen gut bemehlen.

Teig teilen, zu 2 Laiben formen und mit dem Schluss nach oben in die Körbchen plazieren. Nicht zu lange gehen lassen, circa 10 Minuten.

Vor dem Einschiessen Teiglinge mehrfach einschneiden. Temperatur auf 190° C reduzieren und Brote ca. 50 Minuten backen. Zwischendurch Tür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen.

Anmerkungen, Jutta: Brot erstaunlich schmackhaft. Kruste knusprig, Krume genau richtig, schönes Brot, das nicht dominant vorschmeckt und zu allem passt. Prima!

Im Original werden pro Brot zwei Brotstränge umeinander gedreht und dann in eine Ringform gelegt zum Gehen.

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Im übrigen verleihe ich hiermit zorra für unermüdlichen Einsatz, nicht nur in Sachen "Blogevents", den alternativen Nobelpreis der Wöllstädter Back- und Kochakademie. Ganz herzlichen Dank für dein Engagement.

41 Antworten auf „WBD: Yes we bake – Heiligkreuztaler Klosterbrot (M)“

  1. Hallo,
    vielen Dank für dieses schnelle Rezept. Hatte auch mal wieder vergessen den ST backfertig zu machen. Als ich beim 2. Anlauf dann auch Salz mit in den Teig gegeben habe war es sehr lecker.
    LG Tanja

  2. Im Prinzip ist beim Hefeteig das Wichtigste, dass man auf den Teig hört und nicht auf die Angaben zu Gehzeiten, die im Rezept stehen. Man muss einfach sehen, wann der Teig genug gegangen ist. Manchmal ist das nach 30 Minuten der Fall und manchmal nach drei Stunden. Nach meiner Erfahrung ist es egal, ob man frische Hefe nimmt oder Trockenbackhefe. Vielleicht temperierst du mal die Flüssigkeit, die zugefügt wird. Aber keinesfalls zu warm, sonst geht die Hefe kaputt.
    Sonnenblumenkerne sind eine gute Idee!

  3. Also ich finde das Rezept einfach fantastisch auch wenn ich zugeben muss das ich mit Hefeteig schon immer meine Probleme hatte… Habt ihr vielleicht ein paar Ratschläge im Umgang mit Hefeteig? Er geht bei mir nicht so auf wie ich es mir wünschen würde und schmeckt dann auch nicht so locker! Ich halte ihn warm und feucht und trotzdem geht er immer nur ein bisschen auf!
    Noch mal zum Rezept. Ich mache immer ein paar Sonnenblumekörner in den Teich 🙂 Ist zwar dann etwas abgeändert, aber ich mag das Brot so noch lieber!

  4. Ah, die Brötchenvariante ist eine prima Idee. Wieso hast du eigentlich noch kein Blog? Du backst doch soviel und probierst viel aus. Ich würde bei dir gaaaanz bestimmt sehr interessiert lesen 🙂

  5. So – auch ich habe nachgebacken! Aber statt Buttermilch (Einkauf vergessen) mit Joghurt und vom Roggenmehl 60 g mit 60 g flüssigen ST von der Gesamtmenge abgerechnet und versäuert. Herausgekommen ist ein suuuuuper fluffig-leckeres Brot, von dem ich jetzt schon weiß, dass es das beim nächsten Mal mit Backmalz als Brötchen gibt.
    Nüsse drin ist auch nicht schlecht. 😉
    Vielen lieben Dank für das Rezept.
    Heidi

  6. Schöne Brote!
    Ich bin ja auch ein Fan von Sauerteigbroten und muss mich immer ‚überwinden‘ ein Nur-Hefebrot zu backen. Aber manchmal muss es auch schneller gehen, da werde ich gerne das von Dir erprobte zu Rate ziehen.

  7. Ach weißte, wichtig ist, dass man nicht aufgibt. Was habe ich an miesen Broten rausgehauen in der Anfangszeit. Und ehrlich gesagt, auch heute ist immer noch mehr Schatten als Licht beim Backen angesagt. Irgendwas zu mosern habe ich fast immer. Auch hier hätte für meinen Geschmack die Krume weniger löchrig sein können. Aber da bin ich sowieso sehr speziell. Üben, üben, üben….

  8. Das sieht ja wieder toll aus. Und die Körndln da drin, lassen es wie ein „Profibrot“ lassen es besonders lecker aussehen. Mach ich auch mal. Brot funktioniert bei mir normalerweise nicht, aber irgendwann muss ja auch mir eins gelingen.

  9. Ferrari ist gut! „grinsegrüße“
    Ich werde bei mir noch nachtragen, wie ich es genau gemacht habe!
    Mit dem Backen hab ich ja auch keine Probleme, es scheitert am Verzieren 🙁

  10. Christel, du bist der Ferrari unter den Nachbäckern – sooo schnell! Freut mich sehr, dass dir das Brot geschmeckt hat. Die Saaten schreien anscheinend danach, variiert zu werden. Im Original ist nur zwei Sorten Saaten die Rede, wenn ich mich recht erinnere Sesam und Sonnenblumen.

  11. Es geht auch ohne den sauren Teig!
    Werde ich auch mal im Kopf behalten, da es bei uns vorkommt, dass Mittwochs schon das Brot für die ganze Woche verbraucht ist und dann stehe ich da!
    Da bietet sich so ein Brot herborragend an.

  12. Hm, das könnte vielleicht mein Einstiegsbrot in die Welt der Sauerteige werden…
    Klingt gut und sieht SEHR lecker aus.
    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  13. Na ja, so richtig viel Zeit nimmt das Bereiten von Sauerteig nicht in Anspruch. Man muss nur ein paar Tage lang Mehl und Wasser verrühren und das war’s. Bei mir ist es Schusseligkeit, wenn ich nicht zum Roggenbrotbacken komme. Aber manchmal hat das ja auch was Gutes, gell? Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren.

  14. Das schaut hervorragend aus und ist für mich auch umsetzbar, da ich mit Sauerteig fast keine Erfahrungen habe. Ich nehme mir das schon immer vor, aber irgendwie war halt noch nie Zeit.

  15. Sieht optimal aus – kommt ganz oben auf die Nachbackliste! Das Brot hat sicher nix dagegen, wenn man etwas alten Sauerteig vom Füttern untermogelt, das mache ich gerne bei meinen schnellen Broten.
    Das Häussler-Heft habe ich auch, allerdings noch nichts daraus gemacht. Ich nehm’s mal wieder in die Hand 🙂

  16. Sieht wiedermal suuuuuper aus, Jutta. Das Backheft von Häussler habe ich auch, aber mir ist dieses Brot noch nie aufgefallen. Werd`gleich mal stöbern.

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