Nachgemacht: Flämisches Biergulasch – Carbonade Flamande (M)

Flämisches Biergulasch, fertig

Ich mag die Belgier. Neben der Tatsache, dass Jacques Brel Belgier war, finde ich es reizend, dass die Belgier dafür bekannt sind, Dinge offen beim Namen zu nennen. Falls es irgendjemand der hier Lesenden immer noch nicht geschnallt haben sollte: ich bin eine ganz Süße!

Kuchen, Torten, Desserts, Schokolade, Plätzchen, alles meins – Schnuppschnüss halt. Nun trug es sich zu, dass Steph im Kuriositätenladen den Kochlöffel schwang und ein köstlich anzusehendes Biergulasch zauberte, das zu allem Überfluss auch noch mit süßem Gebäck gebunden wurde. Also mein Rezept. Dass ich den Kuchen zuerst backen musste, ist hinlänglich bekannt und nach Abschluss der Vorarbeiten wurde das Gulasch nun nachgekocht. Vorher sah das so aus:

Flämisches Biergulasch, vorher

Um dem Ganzen noch mehr Süße zu verleihen, wurde das belgischen Bier des Originals  durch leckeres Malzbier ersetzt. Das Fleisch habe ich entgegen erster Äußerungen nicht im Crockpot gegart – da war das Kartoffelgratin drin (neugierig?) – sondern nach dem Anbraten bei 100° C im Manzfred für fünf Stunden deponiert. Das Ergebnis war ein würzig-süßlich-deftiges Gulasch, das wir wie die Geisteskranken der Vernichtung zuführten. Mit Kartoffelgratin.

Flämisches Biergulasch und Kartoffelgratin_bearbeitet-1

Ein Rezept gibt es natürlich auch:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Flämisches Biergulasch – Carbonade Flamande (M)
Kategorien: Schmorgericht, Rind, Niedrigtemperatur
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Rindergulasch
      Mehl zum Bestäuben
2     Zwiebeln, grob gehackt
1     Knoblauchzehe
120 Gramm   Holländischer Frühstückskuchen*
660 ml   Malzbier
      Bouillongemüse
1     Lorbeerblatt
      Senf
      Salz und Pfeffer
      Butterschmalz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Steph – Der kleine Kuriositätenladen
  http://kuriositaetenladen.blogspot.com/2009/12/carbonade-
  flamande-flamisches.html
  Erfasst *RK* 13.12.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Das Fleisch portionsweise im gusseisernen Bräter in Butterschmalz anbraten. Wenn das ganze Fleisch angebraten ist, alles zurück in den Topf geben und etwas mehlieren. Nochmals einige Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Jetzt die Zwiebeln im Bräter bei mittlerer Hitze andünsten. Mit Bier ablöschen und das Fleisch, das Lorbeerblatt, den Knoblauch sowie das Bouillongemüse dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Senf nach Geschmack würzen und den Frühstückskuchen ebenfalls dazugeben. Ca. 5 Stunden bei 100° C im Manzfred garen.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt sehr gut.

* Frühstückskuchen selbst hergestellt = Ontbijtkoek http:// schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2009/12/ ontbijtkoekholl%C3%A4ndischer-fr%C3%BChst%C3%BCckskuchen.html

Dazu Kartoffelgratin aus dem Crockpot und Salat.

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26 Antworten auf „Nachgemacht: Flämisches Biergulasch – Carbonade Flamande (M)“

  1. ich habe das Biergulasch schon bei Steph bewundert und nun auch noch bei Dir! Bewunder, bewunder. Das mit dem nachkochen muss noch etwas warten, denn wo bekomme ich das belgische Bier her und das Brot? Backen mag ich nicht.

  2. Ich mische mich hier mal ein 🙂
    Jutta, trockne den Kuchen und pulverisiere ihn im TM. Das mache ich mit meinem selbstgebackenen Schwarzbrot und habe so einen tollen dunklen Soßenbinder und auch Geschmacksgeber

  3. Für mich käme er nur angefeuchtet im Gulasch in Frage; so war die Feuchte auch gemeint 🙂
    Und von wegen süss, die Thais geben meist etwas Zucker ins Essen, Nudelsuppe oder Curry, und ich mag es, also ässe ich sicher auch Dein Kuchen-Gulasch, v.a. auch wegen des Bieres.

  4. Mittlerweile eher im Gegenteil. Er hat in Alufolie eingepackt auf dem Küchenschrank gelegen. Dabei ist er doch recht trocken geworden. Vielleicht sollte man die Backpulver-Menge erhöhen, damit der Kuchen lockerer wird. Und in Plastik aufbewahren. Als Saucenkuchen ist er aber perfekt, da kann er schön die Sauce sämig machen.

  5. Ja, aber es ist nachgemacht… ich glaub, datt gildet nisch.
    Wundere dich nicht, dass ich keine Banner mehr habe. Ich zerschiesse mir andauernd die Seite, wenn ich mir Banner installiere. Deshalb habe ich alle gelöscht. Muss mal ergründen, woran es liegt.

  6. Ja, ich glaube, das ist wirklich recht speziell. Im Rheinland isst man sehr gerne süß-herzhafte Speisen und so ein Essen erinnert mich immer an die Heimat. Auch in den Sauerbraten kommen Rübenkraut, Mandelstifte, Vollkornbrot und sogar Printen. Jemand, der nicht gerne Kuchen mag, wird das Fleisch bestimmt sehr ungewöhnlich finden.

  7. hmmm… komm gerade von der Arbeit. Bin wieder nicht zum Essen gekommen. ( …ist 19:00 durch 😉 ) und seh jetzt auch noch dieses leckere Biergulasch. Könnte das Brot auch gut zu passen!
    Leckere Grüße Chefkoch Andy & die Fast Food Kids

  8. Das Rezept, ja vor allem die Schilderung, kommt mir so süss vor, dass ich nur versuchen würde, könnte ich einen Löffel voll kriegen, nachmachen aber nicht vor dem Kosten oder für den Zweck des Kostens. Musik liegt in der Luft, schön.

  9. Hallo Brigitte,
    das Gratin ist im Laufe des morgigen Tages online. Bis dahin die Info, dass es prima funktioniert hat – hätte ich nie gedacht. Ich habe es getestet, weil wir am 1. Weihnachtstag 10 Gäste haben. Das wird auf jeden Fall angeboten, war total lecker. Allerdings nicht so knusprig oben drauf, wie man Gratin gemeinhin kennt. Wir fanden es klasse!
    Liebe Grüße

  10. Wieder ein tolles Rezept. Zur Zeit ist der kleine von Morphy Richards bei TEGUT im Angebot. Ich bin schwer am überlegen. Kartoffelgratin??? Geht das gut im Crocky? Wäre doch etwas für Heiligabend.

  11. Hi Schnuppschnuess
    das sieht aber Leckerchen aus. Bei meiner Rezeptschnipselei habe ich auch ein Rezept für belgische carbonade gefunden, das wollte ich bald mal ausprobieren and as for Jaques Brel, da muss ich wohl mal bei Amazon vorbeischauen, denn französisches Gesinge finde ich einfach tres chic – ein anderer Belgier (den meisten wohl eher als Franzose bekannt), der es mir angetan hat, ist Johnny Hallyday.

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