**********Hefte raus! Test!!********** Apfel-Rotkohl-Kranz mit Walnüssen (M)

Rotkohl-Walnusskuchen (M), vorher1

Sooo, nun habt ihr lange genug Zeit gehabt, euch mit dem kleinen Video der Familie Becker zu beschäftigen. Deshalb schreiben wir heute einen unangemeldeten Test. Er besteht aus einer Frage:

Nach der Definition welcher Charaktereigenschaft sucht Stefan?

Wer die Frage beantworten kann, darf in die Küche gehen und kochen, was er möchte.

Die Anderen lauschen jetzt  MUCKSMÄUSCHENSTLL  meinen Ausführungen und essen danach Kuchen. Rotkohlkuchen, jaaa, Strafe muss sein.

 

Rotkohl-Walnusskuchen (M), fertig

Kon-se-quenz

Eine Definition dieser Eigenschaft benötigt nicht, wer mich kennt. Ich bin ein Ausbund an Konsequenz, Konsequenz ist mein zweiter Vorname, gäbe es kein Wort für diese Eigenschaft, sie würde "Schnuppschnüss" heißen. Zur Untermauerung steuere ich eine kurze Sequenz bei,  wie ich in Herrn Paulsens Blog über den Unsinn der neumodischen Schokoladen schwadroniere:

So eine schöne Vollmilch-Krokant oder Nougat findet sich bei mir an der Spitze der Schokoladen-Pyramide, weiter unten suhlen sich Vollmilch, Mokka, weiße Schokolade und das war’s dann auch schon mit der Experimentierfreudigkeit.

Genau! Geht fott mit dem neumodischen Kram. Weiche von mir, Innovation. Bleibe beim mir, Alltagstrott. Grünkohlbrot? Schoko-Linsen-Streusel? Grünkohlbrot? Pah!

Konsequenz ist mein Motto. Immer bin ich die Erste, wenn es um die Teilnahme an Blogevents geht. Konsequent in der Veröffentlichung von Blogeinträgen, denn Tag für Tag werden die lieben Leser mit leckeren Häppchen gefüttert. Mein Haushalt glänzt und blitzt, da kenne ich nichts. Grundsätzlich steht erst die Arbeit an und dann das Vergnügen. Treu und brav koche und backe ich Altbewährtes, Neuerungen sind mir suspekt.

Und konsequent wie ich bin, kaufe ich natürlich auch kein Buch von Annik Wecker. Irgendwann habe ich mich mal darüber ausgelassen, dass ich aus einem bestimmten Grund, der nichts mit Frau Wecker selbst zu tun hat, das Buch nicht kaufen kann.

Andererseits war der Einband so schön. Rosa Buchrücken! Unpraktisch für den Gebrauch in der Küche, aber meine Farbberaterin rät mir zu dieser Farbe und wenn die Beraterin das sagt… Das Buch gelangte also wie von Zauberhand in meinen Haushalt.

JEDES Kochbuch wird sofort ausprobiert – grundsätzlich. So auch eben dieses. Und ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hat. Es gibt doch so schöne Rezepte in dem Buch. Und was suche ich mir aus, entgegen jeder Konsequenz, die mich ansonsten prägt? Apfel- Rotkohl-Walnuss-Kuchen. Und das mir.

Nun ist es ja so, dass ich gerne Walnüsse esse. Ebenso Kuchen. Und auch Rotkohl. Mit Sauerbraten und Spätzle oder Klößen. Als Zutat im Kuchen? Tja, da war ich doch neugierig.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Rotkohl-Kranz mit Walnüssen (M)
Kategorien: Rührkuchen, Rotkohl, Annik Wecker
Menge: 1 Kranzform mit 26cm Durchmesser

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
1 Glas   Apfelrotkohl (Abtropfgewicht 335 g)
350 Gramm   Äpfel, säuerlich
1 Essl.   Zitronensaft
150 Gramm   Walnusskerne
200 Gramm   Mehl
2 Teel.   Natron
1 Prise   Salz
2 Teel.   Zimt, gemahlen
1 Messersp.   Muskatnuss, gerieben
1/2 Teel.   Vanille, gemahlen
240 Gramm   Zucker
3     Eier
200 ml   Walnussöl
H FÜR DIE CREME
400 Gramm   Doppelrahmfrischkäse
150 Gramm   Puderzucker
100 Gramm   Butter, sehr weich
1 Essl.   Zitronensaft
      Butter und Mehl für die Form

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Annik Wecker, "Anniks göttliche Kuchen"
  ISBN 978-3-8310-1278-7
  Erfasst *RK* 01.03.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Den Rotkohl auf einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Äpfel schälen, würfeln und mit Zitronensaft beträufeln. Die Walnusskerne grob hacken. Manzfred auf 160° C vorheizen.

Mehl, Natron, Salz, Zimt, Muskat und Vanille mischen und in eine Schüssel sieben. In einer anderen Schüssel Zucker, Eier und Öl mit dem Schneebesen verrühren. Die Mehlmischung vorsichtig einarbeiten. Apfelwürfel, Nüsse und Rotkohl unterheben.

Den recht flüssigen Teig in eine gut schließende, gefettete und bemehlte Form geben und 60 Minuten backen. Backen herkömmlich: 150° C HL, mittlere Schiene, 60 Minuten. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Den Kranz eine halbe Stunde in der Form abkühlen lassen und auf eine Kuchenplatte stürzen. Vollständig auskühlen lassen.

Für die Creme alle Zutaten mit dem Handmixer verrühren. Dabei ist es wichtig, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur haben und die Butter weich ist. Creme auf dem Kranz verteilen.

Anmerkungen, Jutta: Creme weggelassen. Kuchen ist interessant, essbar und sehr saftig. Hält sich sehr lange. Er wird aber kein Lieblingskuchen werden. Den Rotkohl schmeckt man nur heraus, wenn man es weiß. Aber beim Öffnen des Kuchencontainers riecht es schon ziemlich deutlich und muffig nach Kohl. Das gefällt mir nicht. Als Gag für eine Feier würde ich ihn jedoch nochmals zubereiten.

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Ich mache es kurz, damit die weniger pfiffigen Schüler schnell an ihr versprochenes Stück kommen: Kann man essen, muss man aber nicht.

Frau Wecker hat recht. Wenn man es nicht weiß, dann kommt man nicht drauf, was in dem Kuchen steckt. Der Kuchen ist saftig, er schmeckt nicht schlecht, er ist gut aufzubewahren und nach Tagen noch frisch. Störend ist der muffige Kohlgeruch, der dem Tortencontainer entströmt, sobald man den Deckel öffnet.

Schülern und Partygästen kann er aber getrost vorgesetzt werden und ist für einen Gag unbedingt geeignet. Für den Hausgebrauch würde ich von einer neuerlichen Zubereitung jedoch absehen. Grundsätzlich. Da bin ich konsequent.

 

Rotkohl-Walnuss-Kuchen (M), Detail

Ach so, um es nicht zu übertreiben, habe ich das Topping (schon wieder sowas Neumodisches) – ich habe also die Auflage, den Guss, den Frischkäse-Aufstrich weggelassen.

 

21 Antworten auf „**********Hefte raus! Test!!********** Apfel-Rotkohl-Kranz mit Walnüssen (M)“

  1. Jutttttaaaaa,
    jetzt hast Du mir meine – nur für mich ausgedachte, wunderschöne „dieses Kochbuch nicht!!!“-Liste wieder um ein Buch gekürzt!
    Also wirklich, und die „nur noch diese wenigen Kochbücher!!!“-Liste um eines ergänzt. Wie bring ich das meinem Göttergatten bei?
    Soll ich einfach konsequent nichts sagen und das Buch anschliessend ins Gestell stellen?
    „Was, dieses Buch? – Öhhm, wart mal, nöööö, das ist nicht soooo neu. Schau, sogar die Jutta und Petra hab da schon lange was daraus gebacken….“
    Vielleicht merkt er’s ja nicht und dann frägt er auch nicht…. 😉

  2. Ja, den Streuselkuchen habe ich bei dir schon gesehen und fand ihn prima. Zucchini verbacke ich oft. Ich habe auch schon mal ein Brot mit Zucchini gebacken, wenn ich mich recht erinnere. Übrigens auch Martins Prototyp, was mir sehr entzückt hat. Wird irgendwann mal den Weg ins Blog finden.

  3. Nee, nee, so war das nicht gemeint. Das Buch gefällt mir schon. Nur eben dieses eine Rezept nicht. Ich habe es nicht so mit Doppelrahmfrischkäse im oder auf Kuchen, wie es Amerikaner mögen (und Annik Wecker). Davon sind reichlich Rezepte im Buch. Aber die Autorin rät zum Tausch von Zutaten, die einem nicht gefallen und gibt Alternativen vor. Das wiederum finde ich super. Petra hat schon schöne Kuchen aus dem Buch gebacken. Schaue es dir mal in einem Laden an, es ist wirklich nett gemacht.

  4. Ach Jutta,
    würdest Du mir bitte mal ein Stück einpacken und zuschicken?
    NEEEEIN, nicht von diesem Kuchen, von Deiner Konsequenz!
    Und danke, dann kann ich das Buch von meiner Liste streichen – ich habe eh‘ zwei, drei Backbücher…

  5. Ahja 😉 Ich habe ja schon länger einen Rote-Bete-Schokoladenkuchen auf der Backliste, ihn aber immer wieder nach hinten geschoben. Vielleicht sollte ich ihn konsequenterweise gleich ganz von der Liste kicken (obwohl Zucchini ja wirklich gut geht).
    Dennoch danke ich für deine Aufopferung! Den Test aus dem Buch bestanden hat übrigens der Apfelkuchen mit Streuseln
    http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2009/09/anniks-apfelkuchen-mit-streuseln.html

  6. Der „Lebemann“ ist auch im wirklichen Leben recht sympathisch, auch wenn unsere Meinungen über Musik ein wenig auseinandergehen. 😉 Ich kenn ihn von ein paar Uni-Seminaren, vor allem an den Abenden danach wurde er seinem Image gerecht. 😉 Ansonsten.. Blonde Frauen, wa. 😉

  7. Der Kuchen hat beim Rotkohl-Event kürzlich echt noch gefehlt. Ich glaube, den muss ich nicht nachbacken, bei meiner Pasta mit Rotkohl wurde auch schon gefragt, wo Braten und Klöße sind… Manchmal muss man eben konsequent bleiben!!! 😉

  8. Hm, schade eigentlich, ich hab auch schon öfter beim Durchblättern des Buches überlegt, ob der Apfel-Rotkohl-Kranz eine Chance verdient hat, habe mich bisher aber immer dagegen entschieden und nach Deinem aufopferungsvollen Selbstversuch 😉 lasse ich es dann wohl lieber!
    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  9. Tut mir sehr leid, aber die Biene-Maja-Punschtorte sieht irgendwie leckerer aus. Ich bin relativ sicher, dass ich den Rotkohlkuchen nicht nachbacken werde :o/

  10. Gratulation zu deiner konsequenten Experimentierfreudigkeit :-)))) ganz ehrlich, muss ich nicht haben das Ding! mach dir einen schönen Schokoladenkuchen und geniess das Wochenende! Liebe Grüsse

  11. Ge-nau! Das habe ich mich auch schon gefragt, wieso die Frau W. eigentlich so dünn ist. Der „Lebemann“ :-)ist übrigens in seinem Vorwort recht sympathisch rübergekommen, da hatte ich Schlimmeres befürchtet.

  12. Liebe Jutta, ich hab dieses Rezept auch schon gesehen und konsequent weggeschaut. Hat ja irgendwie schon eine komisch grünliche Farbe – wäre vielleicht was für Halloween!!! Gratulation zu Deinem Mut und zu Deinem Durchhaltevermögen, das Ding auch aufzuessen 😉

  13. Bei Frauen, die Koch- / Backbücher schreiben und dabei so spindeldürr bleiben, gerade wenn die Männer dazu Lebemänner sind, muss man skeptisch bleiben! 😉
    Kohl(suppen)diät gone wrong? 😉

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