Aus dem Crockpot: Sächsisches Senffleisch (CP)

Bastei-Panorama

Die Sachsen sind bekannt für ihre schönen Landschaften, ihren Dialekt – ei verbibbsch – und auf kulinarischem Gebiet berühmt für ihre wunderbaren Backwaren und herzhaften Mahlzeiten. Dresdner Stollen und Eierschecke, Leipziger Lerchen und Allerlei, Zwickauer Zwiebelkuchen, Wickelklöße (die Arthurs Tochter extra am 27.04. aus der Vesenkung geholt und gebloggt hat – isses nich lieb?) und ungewöhnliche regionale Spezialitäten, von denen wir zuvor noch nie gehört oder gelesen hatten.

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Als wir im Herbst 2008 im Elbsandsteingebirge wanderten, kehrten wir nach langen Märschen irgendwo ein und ließen uns die deftigen Schmankerl schmecken. Nach einer Woche war ich dann aber doch froh, wieder mal etwas anderes essen zu können als Fleisch mit Sättigungsbeilage.

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Die neue Ausgabe der Zeitschrift "kochen & genießen" stellt im Mai einige Rezepte aus dem Landstrich in äußersten Osten Deutschlands vor. Das Sächsische Senffleisch hatte es mir so angetan, dass ich es gleich in veränderter Form ausprobieren musste. Statt des Gulaschs habe ich Schweinelachs verwendet und in mundgerechte Stücke geschnitten. Da ich nicht viel Zeit hatte, und den Kochvorgang nicht permanent im Auge halten konnte, habe ich mich für eine Zubereitung im Crockpot entschieden. Das war keine schlechte Idee, denn das Ergebnis war absolut zufriedenstellend.

Sächsisches Senffleisch (CP)

Das Fleisch zart, der Senfgeschmack nicht zu dominant und die leichte Kümmelnote konnte sogar den Kümmelverächter in der Familie nicht davon abhalten, kräftig zuzulangen. Das Zufügen des Vollkornbrotes fand ich zunächst seltsam, aber das Brot verhalf der Sauce zu einer Sämigkeit, die mir wunderbar gefiel.

Dazu gab's Klößchen halb und halb sowie Apfelkompott mit Ahornsirup und frischen, iranischen Datteln.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sächsisches Senffleisch (CP)
Kategorien: Crockpot, Schwein, Senf, Kümmel
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

900 Gramm   Schweinelachs
300 Gramm   Zwiebeln
      Fett zum Braten
500 ml   Gemüsefond
      Salz
      Pfeffer
1     Gewürznelke
1/2 Teel.   Kümmel
1     Salatgurke
2 Scheiben   Vollkornbrot
1 Essl.   Senf
      Petersilie

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "kochen & genießen"
  Ausgabe 5/2010
  Erfasst *RK* 20.04.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Fond in den 3,5 L Crockpot geben, HIGH einstellen.

Fleisch in Würfel schneiden. Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. In einem Extratopf das Fleisch in zwei Portionen im heißen Fett anbraten und in den Fond geben. Dieser sollte das Fleisch fast bedecken.

Zwiebeln im Brattopf anschwitzen, Bodensatz mit etwas Wasser lösen und alles in den Crockpot geben. Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und der Nelke würzen.

Drei Stunden auf HIGH garen. In der Zwischenzeit die Schwarzbrotscheiben im Thermomix schreddern. Das geht natürlich auch anders. Gurke schälen, Kerne entfernen und den Rest in Scheiben schneiden.

Schwarzbrot und Gurke zum Fleisch geben, weitere 30 Minuten garen. Am Ende mit Senf abschmecken und mit Petersilie bestreut servieren.

Dazu schmecken Klöße, Kartoffeln oder Nudeln.

Wir haben Klöße und Apfelkompott dazu verspeist.

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27 Antworten auf „Aus dem Crockpot: Sächsisches Senffleisch (CP)“

  1. Das Saucenbinden mit Brot ist ne tolle Anregung, hab ich noch nie probiert. So richtig fein pulverisiert kann ich mir das sehr gut für richtig herzhafte Saucen vorstellen.

  2. Das Gericht sieht für mich schon arg DDR-mässig aus, da ergötze ich mich lieber an den Sandsteinfelsen, von denen ich bereits als Jugendlicher hörte, mehr noch von den exzellenten Kletterern, die dort ihre Ausbildung genossen hatten.

  3. Bei uns wird selten Brot trocken und wenn, dann werfe ich es in den TM und mache Paniermehl daraus. Da ich aber kaum paniere, sammelt sich so einiges an Brotkrumen an. Die werfe ich ab sofort in die Sauce, ich war wirklich erstaunt, wie sämig das wird.
    Blogge mal die Wickelklöße, die interessieren mich und einen Link könnte ich dann auch setzen 🙂

  4. Ich mag diese brotgebundenen Saucen auch sehr gerne. Im Blog habe ich irisches Bierfleisch, da kommt ebenfalls Brot in die Sauce.
    Und ich habe doch tatsächlich schonmal Wickelklöße gemacht, könnte ich mal bloggen…

  5. Pilze sind alle – und das Senffleisch ist schon etwas länger Geschichte. Aber das ist wirklich schnell gemacht. Und danach einen schönen Löwenzahnlikör 🙂

  6. Mmmmmmmm, das kann ja nur gut schmecken. Schön, dass du wiedermal ein Crockpot-Rezept getestet hast.
    Kommt garantiert nächste Woche bei uns auf den Tisch.
    Ich hatte am Donnerstag Hähnchenschenkel auf Semmelknödel im Crockpot gemacht. Das war sowas von lecker.

  7. Fehlen in dem Rezept nicht die Pilze 🙂
    Ich dicke grundsätzlich dunkle Soßen mit meinen Schwarzbrotresten an, hab im Regal ein Glas mit pulverisiertem Brot stehen.
    Ist noch ein Teller daaahaa?

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