Ganz oft nachgemacht: Paderborner Dombrot (M)

Paderborner Dombrot (M), komplett

Bei ketex , dem fleißigen Hobbybrotbäcker, fand die nicht minder fleißige Petra von Chili und Ciabatta ein Rezept für ein Paderborner Dombrot, das wiederum ich bei ihr fand.

Seitdem habe ich das Brot andauernd gebacken. Aber ohne Stempel, ohne Hefe und überhaupt anders. Das Originalrezept, das Petra schon ein wenig ummodelte, habe ich ebenfalls modifiziert. Irgendwie kann ich nicht anders, das ist wie ein Zwang. Kennt ihr das auch?

Ein paar Fotos von diversen Backaktionen:

  P1210839 Paderborner Dombrot, Anschnitt1 Paderborner Dombrot2 

Einmal habe ich sogar einen Stuten mitgebacken, in der unteren Etage des Manzfreds. Der sah dann so aus:

Black is beautiful

Der war wirklich so schwarz, aber geschmeckt hat er trotzdem.

Ob das, was ich da backe (s.o.), immer noch ein Dombrot ist, kann ich nicht sagen. Ist mir aber auch herzlich egal. Das Brot schmeckt einfach toll, ist saftig, geht prima auf, der Teig ist einfach zu händeln, es ist schlicht und ergreifend perfekt.

Niederknien und anbeten ist absolut in Ordnung, so ein bissi Dom ist also auf jeden Fall drin. Halleluja!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Paderborner Dombrot (M)
Kategorien: Weizen, Roggen, Sauerteig
Menge: 2 Brote

Zutaten

H SAUERTEIG
100 Gramm   Anstellgut, Roggen
320 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
280 Gramm   Wasser
H BROTTEIG
700 Gramm   Sauerteig
340 Gramm   Roggenvollkornmehl
240 Gramm   Weizenmehl 1050
300 Gramm   Wasser
18 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: vorgestellt von
  Petra Holzapfel http://tinyurl.com/yz7m6an
  nach Ketex http://ketex.de/blog/?p=1485
  Erfasst *RK* 08.04.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag Sauerteig ansetzen.

Am Backtag alle Zutaten in der Kenwood 10 Minuten kneten, 60 Minuten ruhen lassen.

Teig teilen, rund wirken und mit dem Schluss nach unten in mit gut bemehlten Tüchern ausgelegte Gärkörbchen legen. 60 Minuten gehen lassen. Nach 30 Minuten Manzfred auf 240°C vorheizen.

Einschießen, nach 15 Minuten die Backofentür kurz öffnen, um Schwaden abziehen zu lassen. Bei 180°C noch weitere 30 Minuten backen.

Auf einem Rost auskühlen lassen und erst am nächsten Tag anschneiden.

Anmerkungen, Jutta: schönes, saftiges Brot. Wird häufig gebacken.

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21 Antworten auf „Ganz oft nachgemacht: Paderborner Dombrot (M)“

  1. Danke Jutta, das ist gaaaaanz lieb von dir. Werde ich sicher brauchen können ;-)))
    Vorerst habe ich mir deine MANZ-Rezepte fleißig ausgedruckt, die warten auf´s Nachbacken. DANKE – dein Blog ist wirklich genial!
    Liebe Grüße
    Gabi

  2. Aber gerne doch, lieber Jürgen!
    Anstellgut ist der Sauerteig, der bei mir immer als Vorrat im Kühlschrank steht. Wenn ich das Brot backe, dann geht das so:
    Vom Sauerteig aus dem Kühlschrank 100 Gramm abnehmen. Ca. 50 Gramm Roggenmehl und 50 Gramm Wasser (das mache ich aber so aus dem Handgelenk, ich wiege das nicht ab)zum Rest des Kühlschrank-Sauerteiges geben. Umrühren, abdecken, 1 Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Deckel fest draufdrehen, ab in den Kühlschrank und Tschüss bis zum nächsten Mal.
    Die entnommenen 100 Gramm sind dann mein Anstellgut, das wie im Rezept angegeben verarbeitet wird.
    Nun stellt sich mir natürlich die Frage, ob du Sauerteig im Vorrat hast? Wenn nicht, dann melde dich, ich schicke dir eine Anleitung zur Herstellung. Magdi hat damit erfolgreich Sauerteig hergestellt, es scheint also zu funktionieren 🙂

  3. Ich wiege mir manchmal schon nachmittags die Zutaten ab, stelle mir das Wasser daneben und rühre vor dem Schlafengehen schnell alles zusammen. Am nächsten Tag backe ich, wenn es sich gerade ergibt, da mache ich mich nicht zum Sklaven des Rezepts. Einen Kuchen zu backen finde ich aufwändiger.

  4. Ich verwende sehr dünne Leinentücher, die ich mal auf einem Flohmarkt erstanden habe, damit die Struktur des Körbchens erhalten bleibt. Die Peddigrohrkörbchen müsste ich ganz doll bemehlen, damit nichts hängen bleibt. Zudem finde ich das Säubern mit Bürste und Ausklopfen nervig.
    Kürzlich habe ich ein Plastikkörbchen gekauft, da klebte der Teig noch schlimmer und kam mir durch die Ritzen entgegen. Da geht überhaupt nix ohne Tuch.
    Viel Spaß beim Nachbacken 🙂

  5. Verwendest du bemehlte Tücher, weil man sonst keine Chance hätte, den Teig aus dem Gärkörbchen zu bekommen oder hat das andere Gründe?
    Ich glaub, das probier ich auch mal… Sieht zum Anbeißen aus!

  6. Das sieht aber toll aus, bald bin ich endlich mal wieder zuhause und hab meinen Ofen wieder *seufz* Ich wollte schon lange mal ein Brot mit Roggenvollkornmehl backen da wird deins auf jeden Fall ausprobiert freu mich schon :-))

  7. Ach ja, so ein bissi Frühjahrsblogmüdigkeit kenne ich auch. Aber ab und an mal ein netter Eintrag muss sein, gell? Vor allem nach dem Urlaub habe ich immer Probleme, wieder in den Trott zu kommen. Und real life is ja auch schön….

  8. Hallo Gabi,
    wenn’s ums Essen geht, bin ich polyglott :-))
    Ui, der Manzi kommt, das freut mich aber. Falls du Fragen hast, dann weißt du ja, an wen du dich wenden kannst. Melde dich bloß!
    Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

  9. Hallo Jutta,
    wieder so ein schönes, saftiges Brot! Einfach ein perfektes „Jausnbrot“. Du verstehst ja sicherlich ein bisserl tirolerisch ;-))
    Dein Stuten ist ja wirklich gut gebräunt hihi — so wird es bei mir jetzt auch bald sein, nächste Woche zieht nämlich der Manz ein!
    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Gabi

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