Bergische Knusperwaffeln

Sonntag. Nachmittag. Sonne. Cachetag. Dortelweil. Nidda. Jammer. Jammer. Jammer.

DSCF4387

Wir sind auf der Cachetour im nahen Dortelweil, der Liebste und ich. Und während wir so laufen, suchen, durch die Gegend streifen höre ich nur Jammer.

"Kein Kuchen da, wenn wir nach Hause kommen?" "Wir haben noch Plätzchen."

"Die sind aber fast aufgegessen." "Aber noch sind welche da."

"Ich möchte aber bitte gerne Kuchen haben." "Kuchen ist ungesund."

"Aber nicht der Kuchen, den du backst." "Kuchen macht dick."

"Das ist egal, ich mag dich trotzdem." "…"

"???" "…Waffeln?…"

" 🙂 🙂 :-)"

Bergische Knusperwaffeln, herzig 
  
Hier könnte diese kleine Geschichte zu Ende sein, aber irgendwie ist der Eintrag zu kurz:

Wir kommen also nach Hause und ich begebe mich, Jacke noch nicht ausgezogen, auf die Suche nach einem Waffelrezept, das SCHNELL geht, damit wir nicht schon wieder diskutieren müssen. Die RezKonv brachte wie so oft die Erlösung. Petra hatte neben einem ganz lieben Muttertageintrag zu Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, auch ein Rezept für knusprige Waffeln geliefert, die sogar aus dem bergischen Land stammen, wo wir mal eine Weile gewohnt haben.

Mit dem Thermomix ging das so:

Alle Zutaten in den Mixtopf geben, solange mit Schmackes rühren, bis ein beinahe homogener Teig entstanden ist (das geht schnell!). Den ziemlich festen Teig in eine Schüssel umfüllen und portionsweise ins heiße Waffeleisen plumpsen lassen. Das geht am besten mit einem Eisportionierer. Dazu Puderzucker, Sahne (weggelassen) und Eierlikör (auch weggelassen).

Fertig! Köstlich!!! Dankeeeee!!!!!!

Bergische Knusperwaffeln

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bergische Knusperwaffeln
Kategorien: Waffel
Menge: 6 Portionen

Zutaten

160 Gramm   Butter
50 Gramm   Zucker
50 Gramm   Vanillezucker
2     Eier
400 Gramm   Mehl
1/4 Teel.   Backpulver
200 ml   Milch
1 Prise   Salz

Quelle

  Silke Weber/Mara Andersen
  Das Waffelparadies
  erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter mit dem Zucker, Salz und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier hinzufügen und gut verschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und dazugeben. Die Milch hinzugiessen und alles zu einem zähen Teig verarbeiten.

Das Waffeleisen auf Stufe 3 aufheizen, schwach einfetten und knusprige, goldbraune Waffeln backen. Mit Zimt und Zucker bestreuen.

=====

PS: Dass man Kuchen durch diese schönen Waffeln ersetzen kann, hat Kathi Kochfrosch schon vor Jahren erkannt.

PPS: ich habe nach dem Lesen der Kommentare den Drang, mein Waffeleisen vorzuführen. Es ist beinahe schon antik, ich habe es 1992 mit in die Ehe gebracht oder wir haben es zur Hochzeit geschenkt bekommen. Ich glaube aber, ich hatte es schon bei meiner Einschulung… Kein Regler für die Temperatur, Stecker rein, aufklappen, Teig rein, zuklappen, warten, aufklappen, Waffel raus…….

Waffeleisen abc

33 Antworten auf „Bergische Knusperwaffeln“

  1. Meine Freundin hat da, wie alle Frauen, immer die Sorge: „dann werd ich nur fett“, „du willst mich mästen“ etc. Dabei ist sie bei 1,78m gerade einmal 54 kg schwer. Deshalb verstaubt unser Waffeleisen. Aber vielleicht springen ja meine Neffen darauf an. Ich werde es probieren. Danke für das Rezept.

  2. Nachdem ich meiner Mama von diesen Waffeln vorgeschwärmt hab, hat sie sich gestern endlich ans Werk gemacht und ist ganz begeistert von den Waffeln!
    Sie hat sogar eine herzhafte Variante aus diesem Rezept gebastelt, das befindet sich aber noch in der Experimentierphase ;o)

  3. Och, wie nett, so ein altes Waffeleisen hätte ich auch gerne. Ich erinnere mich an meine Oma, die in den Sommerferien immer für uns Waffeln backte. Dazu gab es ganz klassisch Sauerkirschkompott. Mensch wie komme ich nun hier an ein Waffeleisen????? Dein Beitrag hat mir richtig Lust darauf gemacht!!! Liebe Grüsse von der Insel

  4. Echt? Reiberdatschi (also, Rievkooche = Reibekuchen) kann man im Waffeleisen machen? Das war mir neu und ist sehr interessant, wegenz weil ich Fett sparen will um ein paar Pfündchen zu verlieren bis zum Urlaub und überhaupt.
    Ansonsten habe ich den Entscheidungsprozess hinter mir, ich kaufe mir jetzt doch noch ein Eisen für belgische Waffeln. Mal gucken, welches… ist schwierig, finde ich.

  5. Was für eine super Idee, die Waffeln einzufrieren und dann in den Toaster zu werfen! Das ist mal wieder typisch Steph. Butter habe ich schon aus dem Keller geholt, gleich backe ich doppelte Menge und friere alles ein, was übrig bleibt. Danke!!!
    Ein belgisches Waffeleisen will ich auch haben, ich habe seit deinem Eintrag und den Kommentaren der anderen Leser so sehr darüber nachgedacht, dass ich keine andere Möglichkeit mehr sehe, als es zu bestellen. Ganz schön teuer, die Dinger!

  6. Immer wieder bin ich hin- und hergerissen mir so ein Waffeleisen zu kaufen. Das ist mal wieder ein großes Pro. Reiberdatschi kann man ja auch toll drin machen. Und mit Sahne und Kirschen sind Waffeln ja so was von lecker… Grübelnde Grüße von Toni 🙂

  7. Über Umwege bin ich gerade zufällig bei dir gelandet.
    Neue Waffelrezepte sind fein – sind sie oft mein Retter für gelangweilte Kinder an Dauerregentagen.
    Als ich noch im Kindergarten kochen musste, hatten wir zwei Waffeleisen. Ein wirklich ganz altes, unbeschichtetes Monstrum und ein mäßig altes, beschichtete. Damit es schneller ging, nahm ich noch meines von zu Hause mit. Keine Waffeln wurden so gut, wie die aus dem „Monstrum“ 😉
    Liebe unbekannte Grüße, Juli

  8. Nicht wahr? Ich bin halt ein grundguter Mensch ;o)
    Die Waffeln sind übrigens wirklich sehr! lecker und sie haben meinen Härtetest bestanden:
    Waffeln backen, abkühlen lassen, einfrieren, auftauen und im Toaster nochmal knusprig toasten – klappt tadellos! Ich kann nu also auf Vorrat backen und hab immer eine „Notreserve“ in petto.
    Ich bin jetzt im Waffelfieber und hab mir noch ein Waffeleisen für Belgische Waffeln bestellt. Die nächsten Monate gibt’s Waffeln satt ;o)

  9. Ich bin auch wieder bei WW – aber Waffeln habe ich trotzdem gegessen. Wenn man schön spart, ist das ja drin. Bin gespannt, wie lange ich motiviert bleibe – wahrscheinlich geht das wieder ganz schnell den Bach runter mit den guten Vorsätzen. Mist!

  10. Die waren bestimmt lecker. Ich bin mit dem Belgischen Waffeleisen auch noch nicht weiter, weil eigentlich wollen wir ja abnehmen und dann könnte man das gar nicht ausprobieren.

  11. Ich hab ja fast die Vermutung, dass mein noch relativ neues Tchibo-Waffeleisen eine Mitschuld an meinen ständigen Waffel-Fehlschlägen trägt. Ich will auch so ein antikes Waffeleisen haben *wimmer …
    So, und jetzt werd ich eine klitzekleine Probeportion backen, schließlich kann ich meinem Mitesser am Wochenende kein unerprobtes Rezept vorsetzen ;o)

  12. Das geht mir auch oft so, dass ich ganz lange in Büchern blättere, um dann Altbewährtes zuzubereiten. Je länger ich suche, desto unentschlossener werde ich und am Ende gibt’s dann halt doch nix aus dem Buch oder der Zeitschrift. Da ich nur knapp 400 Kochbücher besitze (mittlerweiel habe ich alle, bis auf die WeightWatchers-Bücher, in librarything eingegeben), ist das Suchen und Blättern bei mir aber weniger anstrengend als bei dir 😉

  13. Vom Cachen nach Hause kommen und dann Waffeln futtern, das hat was!
    Ich habe hier zwei Bücher mit Waffelrezepten rum liegen. Bei der Überlegung, welches der vielen man ausprobieren könnte, komme ich dann ganz oft wieder auf dieses Rezept zurück – einfach, weil es so gut ankommt 🙂

  14. Ich habe wegen dieses Kommentares mal unten im Eintrag mein Waffeleisen eingestellt. Das ist ein ganz altes Hündchen. So ein belgisches Eisen hätte ich auch gerne. Aber so richtig konnte ich mich noch nicht dazu aufraffen, es mir zuzulegen. Wir essen selten Waffeln und das abc-Ding ist mir ans Herz gewachsen.
    Der Link ist ja grandios. Beim Backen der Waffeln habe ich mir schon Gedanken dazu gemacht, wie ich die Dinger fotografieren soll. Ich war auf dem Trip: „Einfach draufhalten, Waffeln sind Waffeln, wie soll man die schon fotografieren.“
    Nun gut, ich habe also soeben gelernt, dass es da doch gewisse Unterschiede gibt, die man fotografisch herausarbeiten kann, wenn man phantasiebegabt ist und sich mit dem Thema etwas eingehender beschäftigt, als ich es tat. Schluck! Das ist ja eine Wahnsinnsseite!!

  15. Das schöne an dem Rezept ist auch die überschaubare Menge. Wenn man wirklich dicke Waffeln herstellt, kommt das mit sechs Exemplaren hin. Wir hatten 10, weil ich die Waffeln ein wenig dünner und kleiner haben wollte.
    Komisch, dass manche Männer nicht auf Kuchen stehen. Das tut mir sehr leid, die Guten wissen ja nicht, was sie so alles verpassen.

  16. Im TM ist unten dieses Messer. Zudem ist der Teig recht zäh. Wenn ich dann mit dem Eisportionierer herumwerkel, tut das dem Topf bzw. dem Messer bestimmt nicht gut. Deshalb habe ich den Teig aus dem Mixtopf bugsiert, damit ich besser portionieren kann. Das Umfüllen hatte also nur praktische Aspekte.

  17. Wenn sie schmecken, dann darfst du mir huldigen. Falls nicht, beschwere dich bei Petra, Silke Weber und Mara Andersen (ich lach‘ mich gerade weg)
    Ach, Steph, das wird schon…

  18. Mir gefällt die überraschende Wende im Dialog: „Kuchen macht dick.“ – „Das ist egal, ich mag dich trotzdem.“
    Jetzt weiß ich auch, warum hier immer alle rumschreien, „Wir wollen keinen Kuchen!“ Die sorgen sich gar nicht um i h r e Figur, sondern um meine…

  19. Ich bin auch waffeleisenfrei. Was ich, denke ich an die vielen latschigen, zähen Waffeln meiner Kindheit, die ich in den Elternhäusern anderer Kinder vorgesetzt bekommen habe, nicht bereue. 😉
    Die hatten vermutlich aber auch einfach Petras Rezept nicht.
    Für Waffelfetischisten: http://www.waffleizer.com/
    Beschäftigt sich mit der philosophischen Grundfrage „Will it waffle?“
    Vielleicht kauf ich mir doch mal ein Eisen, so ein belgisches, mit tiefen Rillen…

  20. Mein Süßer jammert WENN ich Kuchen back „wir sind sowieso alle zu dick, wie sollen wir da abnehmen?“. Ist keiner da, sucht er in den Laden nach Keksen *augenverdreh. Und Waffeln, die mag er sowieso nicht, aber iiiich!!! Vielleicht mal eine ganze Fuhre für mich allen? ;-))

  21. Also, bei meinem Mann hoert sich das so an: Ich: Du, ich hab‘ einen Kuchen gebacken. Er: Ja. Ich: Moechtest Du ein Stueck? Er: Ach, nein, besser lieber nicht, hatte ja schon ein kleines Plaetzchen als Nachtisch beim Mittagessen. Was soll man da noch sagen??
    Richtige deutsche Waffeln habe ich schon ewig nicht mehr gegessen. Die backt mir immer meine Tante, wenn ich nach D zu Besuch komme.

  22. Mein Liebster meckert auch schon seit einiger Zeit an, daß man doch mal wieder Waffeln backen könnte… 🙂
    Aber wieso füllst Du den Teig in eine andere Schüssel?
    Liebe Grüße, Sus

  23. Bisher hatte ich nur Pech mit Herzchenwaffeln, entweder waren sie viel zu dünn, latschig oder haben schlichtweg nicht geschmeckt.
    Wenn Du aber sagst, dass die lecker (bzw. noch besser, köstlich!) waren, mach ich die natürlich nach – wehe das stimmt nicht ;o)
    Nu freu ich mich noch mehr aufs Wochenende!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.