Gartenkochevent Juli 2010 – „Kirschen“: Kirschröster

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Als meine Nachbarin vor fast zwei Jahren ihren 70. Geburtstag feierte, besuchten mich vor dem Fest auf einen Sprung ihre Nichte Susanna Bingemer und ihr Neffe Hans Gerlach. Die Beiden haben diverse Kochbücher veröffentlicht und nachdem sie so sympathisch daher kamen, habe ich mir danach alle ihre Kochbücher gekauft. Eines davon war "Einmachen" von Hans Gerlach.

 

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

 

Jetzt, zum Gartenkochevent des Gärtnerblogs mit dem Thema "Kirschen" habe ich dieses sehr schöne Buch zum ersten Mal hervorgeholt (DKduW beim nächsten Mal), um daraus etwas herzustellen.

Ich sage es gleich: "Knaller!" Dieser Kirschröster ist so köstlich, dass ich im nächsten Jahr mindestens die dreifache Menge einmachen werde.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirschröster
Kategorien: Einmachen, Süßkirschen, Knaller
Menge: 3 Gläser à 250 ml

Zutaten

1 kg   Süßkirschen (Ockstädter Haumüller)
1     Orange, unbehandelt
1     Vanilleschote
125 ml   Portwein, rot
250 Gramm   Zucker, braun (beim nächsten Mal weniger
      — verwenden)
1     Zimtstange
60 ml   Kirschwasser
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Einmachen", Hans Gerlach
  Erfasst *RK* 21.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen entsteinen. Orangenschale abreiben, Saft auspressen. Vanilleschote halbieren, Mark auskratzen.

Portwein, Orangensaft und Zucker zum Kochen bringen.

Kirschen, Orangenschale, Salz, Vanillemark, Vanilleschote und Zimtstange zur Flüssigkeit geben, ca. 15 Minuten dünsten, bis die Kirschen allmählich zerfallen (meine behielten die Form).

Vanilleschote und Zimtstange entfernen, Kirschen auf ein Sieb schütten und abtropfen lassen. Den Saft auffangen und sirupartig einkochen – das dauert etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit 1/3 der Kirschen im Thermomix pürieren. Wenn die Flüssigkeit die gewünschte Konsistenz hat, Kirschen zufügen und nochmals kurz aufkochen. Kirschwasser unterziehen.

Sofort in sterilisierte Weckgläser füllen, sterilisierte Gummis und Deckel aufsetzen und 30 Minuten bei 90° C im Dampfgarer einkochen.

Anmerkungen, Jutta: ganz hervorragend. Unbedingt dreifache Menge machen. Mindestens.

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Bei der Zubereitung des Originals war mir die Konsistenz zu flüssig, deshalb habe ich den Sud einkochen lassen. Die Textur war danach genau wie sie sein sollte, aber der Geschmack doch recht süß. Beim nächsten Mal würde ich weniger Zucker verwenden, den Schritt mit dem Einkochen der Flüssigkeit aber auf jeden Fall wiederholen.

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Wir haben zum Kirschröster eine Variation der bereits bekannten Knusperwaffeln gebacken. Variation deshalb, weil das neue Waffeleisen (Danke, Steph, das Eisen ist optimal!) ausprobiert werden sollte und mir der Teig für dieses Gerät ein wenig zu kompakt in Erinnerung war. Hat hervorragend geklappt.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Variation von der Bergischen Knusperwaffel (TM)
Kategorien: Waffel, Belgisch
Menge: 8 Waffeln

Zutaten

160 Gramm   Margarine
50 Gramm   Zucker
50 Gramm   Vanillezucker
2     Eier
200 Gramm   Mehl
200 Gramm   Self-Raising Flour
250 ml   Milch
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Silke Weber/Mara Andersen
  Das Waffelparadies
  erfasst von Petra Holzapfel

  Erfasst *RK* 10.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in den Thermomix geben und 10 Sekunden / Stufe 6 verrühren.

Das Waffeleisen für belgische Waffeln auf Mittelhitze aufheizen, schwach einfetten. Auf jede Backfläche mit dem kleinen Eisportionierer drei Kugeln setzen und knusprige, goldbraune Waffeln backen.

Dazu Amarettosahne und den genialen Kirschröster von Hans Gerlach.

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Die Kombination Waffel, Kirsche, Sahne war so gut, dass wir sehr traurig dreinschauten, weil das Glas viel zu kleine Glas so schnell leer war.

Die Kirschen kann man in unendlich vielen Variationen genießen: mit Pfannkuchen, zu Eis, mit Hefeklößen, zu Grießbrei, Milchreis, Pudding. Der Autor empfiehlt Kaiser- oder Semmelschmarren, Topfenknödel, Salzburger Nockerln und Rahmdalken, für die im Buch auch gleich noch ein Rezept mitgeliefert wird –  ach, ihr solltet einfach selber ausprobieren, wozu euch der Kirschröster schmeckt.

Ganz herzlichen Dank an die fleißigen Bienen des Gärtnerblogs für die Ausrichtung des Events.

19 Antworten auf „Gartenkochevent Juli 2010 – „Kirschen“: Kirschröster“

  1. Hallo Jutta,
    du hast doch sicher das Rezept schon mit weniger Zucker wiederholt, hast du eine neue bessere Zuckermenge herausbekommen?

  2. Ich hänge immer mit den Beiträgen, dein Öl muss ich auch noch verbloggen, das sieht so schön aus… vielleicht schaffe ich es ja doch noch in diesem Jahr 🙂
    Das Waffeleisen ist super, ich bin richtig froh, dass ich es gekauft habe. Und zu dem Preis… da kann man nicht meckern. Demnächst werde ich mal die diversen herzhaften Varianten ausprobieren, die du vorgestellt hast. War ein prima Tipp!

  3. Puuuh, ich hab schon gefürchtet, Du findest das Eisen nicht so dolle – nu bin ich erleichtert ;o)
    Den Kirschröster werd ich am Wochenende gleich mal nachmachen (natürlich ohne Zimt ;o) ) und dazu gibt’s dann leckere Waffeln – das wird ein Fest!

  4. Im Buch steht, dass man ein Küchentuch in die Fettpfanne des Backofens oder in einen Bräter legen soll; darauf dann die Gläser setzen. Die Fettpfanne zur Hälfte mit Wasser füllen (kaltes Wasser – kalte Gläser // heißes Wasser – heiße Gläser) und eventuell mit feuchtem Zeitungspapier belegen, damit die Gummiringe nicht zu heiß werden.
    Backofen auf 160° stellen. Sobald die Flüssigkeit im Glas zu perlen beginnt, 20 Minuten lang einkochen.

  5. Ich war ja auch nicht doof und habe noch einen Teil der Kirschen eingefroren. Aber es gibt ja soviele tolle Rezepte mit den Kirschen. Ich überlege wirklich, noch eine TK-Truhe zu kaufen. Wir haben ja erst zwei….
    Wir haben übrigens noch Kirschröster, da habe ich mich weiter oben unverständlich ausgedrückt. Nur Waffeln, Sahne und Kirschröster sind alle und aus Zeitmangel kein Ersatz in Sicht. Aber ich habe zu wenig davon gemacht, zwei Gläschen sind nur noch da, viiiiieeeeel zu wenig.

  6. Ich habe für die frühen Kirschen 3,20 Euro das Kilo bezahlt und für die etwas späteren 2,80 Euro – wenn ich sehe, was 3 Kilometer weiter im Markt für die Kirschen verlangt wird, nämlich 5 Euro, dann ist das wohl ein traumhafter Preis.

  7. Das klingt ganz wunderbar. Wir mögen Waffeln mit Sahne und Kirschen vor allem im Winter, da lohnt sich doch das Einwecken. Wie macht man das denn im normalen Backofen oder im Manz? Gleiche Zeit und Temperatur?

  8. Wie? Schon aufgegessen? Da lohnt ja das Einwecken gar nicht?
    Kirschen pur friere ich lieber auf einem Blech ein und vakuumiere sie dann. Aber das Kirschenröster klingt toll, das könnte ich mal mit meienr TK-ware ausprobieren.

  9. Kirschen einwecken steht noch auf meinem Programm. Damit das noch was wird muss ich mich dieses Wochenende echt ranhalten. Die Waffeln mit Sahne dazu sind ein Traum.

  10. Ich habe im engen Kontakt mit der Kirschenbäuerin gestanden und quasi auf Zuruf die Früchte erstanden. In diesem Jahr war das Zeitfenster sehr eng, aber die Qualität wegen des Wetters ganz wunderbar.

  11. das musste ja gut werden, mit Portwein. Nun sind hier die Kirschen wegen der Hitze schwarz und überreif. Zu spät zum nachkochen. Nächstes Jahr gerne. Ich speichere mir das mal ab.

  12. Super. Jetzt sitze ich hier vollkommen ausgegungert und giere nach Kirschröster und Knusperwaffeln. 😉
    Das Rezept ließt sich wirklich zum reinbeißen lecker.
    Liebe Grüße

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