Hochzeitsorte (6/1) – Die Rezepte: Schichtkuchen (M-TM)

 

Schichttorte, knapp 8 cm

Es ist vorbei. Das Schweigen, das Lotterleben, die unendliche Einsamkeit, die euch umfangen hat, weil das Blog brach lag. Jauchzet, frohlocket: zur Tür raus, jeder nur ein Stück, linke Reihe anstellen

Nee, ihr müsst nicht zur Kreuzigung, ab sofort gibt es für euch die volle Dröhnung, weil ich euch so lange habe schmoren lassen, Torten- und Ganacherezepte sind auf dem Weg. Jedes für sich, damit ich schön darauf verlinken kann.

Schichtkuchen und Punschtorte habe ich schon mal gebloggt, aber aus Gründen der Übersichtlichkeit mache ich das einfach nochmal. Zudem habe ich bei der Punschtorte Änderungen vorgenommen, die zumindest für mein Seelenheil dringendst notwendig waren. Diese Punschtorte wird mich irgendwann nochmal ins Grab bringen.

Die Hochzeitstorte bestand – von oben nach unten –  aus einem Schichtkuchen von 20 cm Durchmesser, einer Sachertorte Oma Buchholtz von 25 cm Durchmesser und einer Punschtorte von 30 cm Durchmesser. Die ungefähre Chronologie der Ereignisse bis zur Präsentation folgt in einem gesonderten Beitrag, nach der Rezeptwelle. Hier also Teil 1 der Herstellanleitungen, damit ihr beim Finale so richtig mitfiebern könnt.  

SCHICHTKUCHEN

Schichttorte, knapp 8 cm 
 
 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schichtkuchen (M/ TM)
Kategorien: Torte, Motivtorte, Hochzeitstorte
Menge: 1 Backform von 20 cm Durchmesser

Zutaten

H BODEN
300 Gramm   Butter, weich
300 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
6     Eier
1 Prise   Salz
300 Gramm   Mehl
1 Teel.   Backpulver
H FÜLLUNG I
200 Gramm   Johannisbeerkonfitüre
H FÜLLUNG II
225 Gramm   Marzipanrohmasse
100 Gramm   Puderzucker
4 Essl.   Grand Marnier
H FÜLLUNG III
100 Gramm   Kuvertüre, halbbitter
1 Essl.   Zucker
1     Bröckchen Palmin
3 Essl.   Wasser
H ÜBERZUG
      Ganache, dunkel
600 Gramm   Fondant; ca.
      Farbe nach Belieben
      Bäckerstärke oder Puderzucker zum Ausrollen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  "GU – Lieblingskuchen"
  ISBN: 3-7742-6073-7
  Erfasst *RK* 16.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° vorheizen.

Eine Form mit einem Durchmesser von 20 cm fetten und mit Mehl bestäuben.

Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zu einer sämigen Masse verrühren.

Eier einzeln unterziehen. Mehl mit Backpulver mischen, sieben und mit dem Schneebesen per Hand in zwei Etappen unterziehen.

Teig in die Form geben und 50-60 Minuten backen. Eventuell nach der von Monika vorgestellten even-baking-Methode backen:

http://tortentante.blogspot.com/2009/04/kuchen-gleichmaig-backen.html

Am Ende der Backzeit eventuell mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen! Kuchen aus der Form nehmen und erkalten lassen. Oberseite gerade schneiden und fünfmal durchschneiden, so dass sechs dünne Teigplatten entstehen.

Für die Füllungen Johannisbeergelee erhitzen.

Marzipan, Puderzucker und Grand Marnier in den TM geben, 10 Sekunden auf Stufe 6, dann im Linkslauf so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Umfüllen.

Kuvertüre 5 Sekunden, Stufe 8, schreddern. Wasser, Palmin und Zucker zufügen und 2 Minuten, 37°, Stufe 2, zu einer pastösen Masse rühren. Falls die Masse zu flüssig wird, kurz in den Kühlschrank stellen und kräftig rühren, damit eine homogene Struktur entsteht.

Marzipan auf Kuchengröße ausrollen. Falls die Masse zu feucht ist, später einfach auf den Boden aufstreichen.

Unteren Boden mit der Hälfte des Gelees bestreichen. Zweiten Boden auflegen und mit der Hälfte der Schokoladenmasse bestreichen. Den dritten Boden auflegen und mit der Marzipandecke belegen. Vierten Boden auflegen und mit der restlichen Schokoladenmasse bestreichen. Fünften Boden auflegen und mit dem restlichen Gelee bestreichen. Sechsten Boden auflegen.

Den Kuchen in Klarsichtfolie einpacken. Mit einem Holzbrett und einem Topf beschweren und bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Kuchen 2x mit Ganache überziehen (1x dünn, um Krümel zu binden, einmal etwas dicker), mit Fondant eindecken und dekorieren.

=====

Eine meiner Lieblingstorten ist dieser Kuchen. Er ist einfach herzustellen, sieht gut aus, ist zwar schmackhaft, aber ziemlich süß, man kann ihn gut vorbereiten und er ist sehr stabil, also prädestiniert für einen Überzug aus Marzipan oder Fondant. Er bleibt tagelang frisch und man kann ihn auch ungekühlt ein Weile aufbewahren. Da wackelt nichts, da rutscht nichts, da kann man ordentlich was draufpacken. Wirklich zu empfehlen. Zumindest der Schichtkuchen hat mich noch nie enttäuscht. Blöde Punschtorte.

Ich hatte mir vorgenommen, alle Torten 8 cm hoch zu machen. Mit der Ganache drunter und dem Fondant drauf sollten  mindestens 9 cm Höhe erreicht werden, damit die Torten nicht so mickrig aussehen. Dann noch Deko und gut. Im Fall der Schichttorte ist mir dieses Vorhaben ganz gut geglückt. Allerdings habe ich soeben beim Betrachten des Fotos der fertigen Torte festgestellt, dass ich anscheinend den Kuchen nicht mit Ganache eingeschmiert habe. Sieht jedenfalls verdammt danach aus. Was es so alles gibt… schlicht und einfach vergessen. Was irgendwie nicht verwundert. Blöde Punschtorte.

Soweit die Pflicht, die Kür kommt später.

 

 

24 Antworten auf „Hochzeitsorte (6/1) – Die Rezepte: Schichtkuchen (M-TM)“

  1. toll da freu ich mich drauf, ist bei dieser Torte ja auch nicht weiter schlimm sie nicht einzustreichen, die hat ja keine Sahne als Füllung. Mein Zahnbeisser und Nervtorte ist gerade heute die feine Oma Buchholtz, aber da kann sie nichts dafür ich muss mich selber an der Nase nehmen 🙂
    Grüssli
    Irene

  2. Irgendwie hast Du mich (und meinen ersten Kommentar) mit den Schichttorten und verschiedenen Höhen und Ganachen abgehängt. Das macht aber absolut gar nichts, Es klingt einfach nur oberlecker! Weiter so!
    Liebe Grüße, Sus
    (Und? Brauchst Du noch Quitten? Ich habe gerade wieder einen wohlmeinenden Vorrat vor die Tür gestellt bekommen. Seufz!)

  3. Du bist jetzt schon die Dritte, die Probleme mit der guten alten Omma hat. Dabei finde ich die Zubereitung absolut unproblematisch. Liegt vielleicht daran, dass ich mal Altenpflegerin war, hihihi. Aber die Punschtorte… heul!!!

  4. Nee, oder? Ich lache mich hier gerade schief. Ist ja lieb gemeint mit den Quitten deiner Nachbarn, aber die haben anscheinend nicht wirklich mitbekommen, was du so verarbeiten musstest, oder?
    Nach 28 Kilo Kürbisernte möchte ich mich übrigens nicht mit Quitten beschäftigen, Danke für das liebe Angebot, aber wenn ich es richtig einschätze, dann ist es vielleicht ganz gut, dass unser Quittenbaum einen so, öhm, geringen Ertrag (nochmal öhm) hervorbrachte 😉

  5. bei der Zubereitung lag kein Problem, der ist gelungen 🙂 Jedoch hat Frau nicht genug studiert und einen Schokoguss drüber gemacht und so eingedeckt, das sieht einfach nicht schön aus. Der Kuchen anundfürsich verspricht gut zu sein 🙂 morgen wird er angeschnitten.
    Auf die Punschtorte bin ich mal gespannt 🙂

  6. Der Hammer, oder? Ich blicke selbst schon nicht mehr durch und mein Schweigen war zum Teil auch dadurch bedingt, dass ich keine Ahnung hatte, wie es weiter gehen soll. Ich mach jetzt einfach für den Rest des Jahres nichts anderes mehr als Hochzeitstorte.

  7. Die Oma Buchholtz wirst du auf jeden Fall testen können, sie kommt nämlich mit nach Hamburch. Die gute Alte soll sich ruhig mal ein bissi den Nordwind um die Nase wehen lassen.

  8. Herrlich Jutta, du und die Punschtorte – wenn das keine richtige Hassliebe ist. Ihr kommt einfach nicht voneinander los. Ich muss diese Punschtorte unbedingt auch mal versuchen zu backen. Dann kann ich evt. besser mitreden.

  9. Warte erst mal ab, bis du den Bericht gelesen hast. Obwohl, eigentlich konnte beim Supergau die Torte nix dafür. Aber allmählich glaube ich, dass sie meine Sinne verwirrt, damit ich Unsinn fabriziere.

  10. Jauchzet, frohlocket ist bei mir automatisch mit dem Weihnachtsoratorium verbunden.
    Schön, dass es hier weitergeht (auch wenn mir das Nachbasteln einer Schichttorte eher unwahrscheinlich ist).

  11. Seit wir mal in der Alten Oper in Frankfurt eine ganze Bach-Reihe gehört haben, unter anderem auch das Weihnachtsoratorium, geht es mir genauso 🙂 Ich bin schlags verrückt nach dem Mann. Die Torte würde ich auch niemals nur für Norbert und mich machen, dafür ist sie zu aufwändig und zu ungesund. Aber für Feiern ist das ja ok.

  12. Ob man so eine leckere Schichttorte auch ganz alleine essen kann? Ob ich das mal ausprobieren soll? Oder doch lieber bis zum Sanktnimmerleinstag aufschieben, wenn es mal wieder eine Tortenbackgelegenheit gibt? Foodie-Dilemmata…

  13. Ich sach dir Bescheid, wenn der Anfall vorüber ist. Aber das kann dauern. Ich darf aber vermelden, dass ich gestern Ochsenschwanz gekocht habe, nach Roberts Rezept Ochsenschwanzragout. Knaller! Sauce am Ende stark eingekocht, Pastinaken-Kartoffelpüree dazu und einen Salat. Ein Traum. Aber das wird erst gebloggt, wenn der Kuchen durch ist.

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