Hochzeitstorte (6/5) – Die Rezepte: Punschtorte

 

HZT - Punsch ready to freeze

Stellt euch vor, es ist Donnerstag, der 26.08.2010 und in zwei Tagen müsst ihr eine Hochzeitstorte abliefern. Und eigentlich ist noch nicht wirklich viel vorbereitet. Egal, ich jedenfalls habe einen genialen Plan.

Tage zuvor plagten mich Horrorvisionen aufgrund der Tatsache, dass ich die fertigen, mit Fondant bezogenen Torten nicht in den Kühlschrank stellen wollte und sie deshalb bis zur Präsentation, die Samstagnacht stattfinden sollte, im Keller parken mussten. Es war August. Ich hatte Angst, dass die Torte auseinanderfließen könnte, dass die Ganache umkippt und schlecht wird, dass sich Schimmel entwickeln könnte und beim Anschnitt…. die Aufzählung lässt sich bis ins Unendliche fortsetzen, am Ende materialisierten sich Krankenwagen mit Blaulicht in rasender Fahrt Richtung Krankenhaus wegen Vergiftungserscheinungen von 70 Gästen. Also hatte ich beschlossen, die Torten so spät wie möglich zu backen, zu füllen, zu bestreichen, zu dekorieren. Eine Frau, ein Wort!

An besagtem Donnerstag stand ich am Vormittag in der Küche, ein munteres Liedchen auf den Lippen, ein blutrünstiges Hörbuch im Player mit einer Laune, die nicht besser hätte sein können. Die Oma Buchholtz Torte war fertig gebacken und gefüllt. Die Böden für die Schicht- und die Punschtorte waren gebacken. Die Tortenplatten waren mit Fondant bezogen und mit einem Bändchen versehen. Das Leben war schön. Mein Plan für den Tag sah so aus:

Füllungen für die Schichttorte herstellen. Füllungen für die Punschtorte herstellen. Punschtorte füllen. Schichttorte füllen. Ganache herstellen. Alle Torten mit Ganache bestreichen. Bis zum nächsten Tag im Kühlschrank lagern (hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass wir uns noch einen Kühlschrank zugelegt hatten, der nur für die Torten reserviert war?).  Fondant färben. Den Rest des Tages damit verbringen, Blümchen aus Blütenpaste herzustellen.

HZT - Ich werde eine Blüte  HZT - Ich werde eine Blüte 

 Und Rosen.

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Soweit die Theorie.

Bis mittags ging alles glatt. Die Füllungen waren hergestellt und ich hatte mich bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehrfach beglückwünscht, weil die böse, böse Punschtorte tatsächlich keine Probleme machte, was an ein Wunder grenzte. Die Punschtorte und ich, wir werden niemals Freundinnen werden. Von Anfang an stand ich mit ihr auf Kriegsfuß und auch diesmal fiel mir beim Backen am Vortag wieder die erste Teigportion zusammen, als ich das flüssige Fett unter die wunderbar schaumige Eimasse zog. Ich werde das nie begreifen, nie können und nie mehr machen. Ich habe dann einfach meinen gewohnten Biskuit zweimal gebacken, was bedeutet, dass die fertigen Böden aus 16 Eiern bestanden.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Punschtorte (M-TM)
Kategorien: Torte, Marzipan, Fondant, Aufwändig
Menge: 1 Mehrlagige Torte, Durchmesser 30 cm, Biskuit 2 x backen

Zutaten

H MÜRBEBODEN
144 Gramm   Mehl
50 Gramm   Zucker
100 Gramm   Butter
1 Prise   Salz
      Zitrone, der Abrieb
1 1/2     Eigelb
H BISKUITBODEN
8     Eier
260 Gramm   Zucker
3 Pack.   Vanillinzucker
1 Prise   Salz
115 Gramm   Speisestärke
170 Gramm   Mehl, Type 405 oder 550
3,3 Gramm   Backpulver
H MARZIPANFÜLLUNG
360 Gramm   Marzipanrohmasse
216 Gramm   Butter
115 ml   Rum
70 Gramm   Aprikosenkonfitüre
1 Prise   Salz
H ZUM TRÄNKEN (NUR EINEN TEIL VERWENDEN)
175 ml   Wasser
100 ml   Rum
15 Gramm   Zucker
H FÜLLUNG
936 Gramm   Aprikosenkonfitüre (keine 5, keine 7, bitte
      — genau! 936 Gramm)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Karl Neef "Sonntagskuchen & Festtagstorten"
  ISBN:978-3-7750-0482-4
  Erfasst *RK* 04.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Für den Mürbeteig aus allen Zutaten im TM eine sandige Masse herstellen. Den Boden einer Springform von 30 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, Krümel darauf verteilen und festdrücken. 20 -25 Minuten backen.

Für den Biskuit Eier mit Schale in heißes Wasser legen. Rührschüssel mit heißem Wasser füllen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Nach 10 Minuten Wasser aus der Schüssel entfernen, Eier in die Schüssel schlagen (diesmal ohne Schale) und zusammen mit Zucker, Vanillin-Zucker und Salz dickschaumig aufschlagen. Das dauert eine Weile.

In der Zwischenzeit Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen und sieben. Eine Backform mit Backpapier auslegen und Manschette umlegen.

Mehlmischung vorsichtig, aber gründlich unter die Eischaummasse heben, in die Form geben und 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, gerade auf Formhöhe abschneiden und aus der Form entfernen. Dieser Boden muss nach dem Backen sofort gestürzt werden, damit er völlig eben wird. Gebäck komplett auskühlen lassen, am besten über Nacht. (Anmerkung, Jutta: habe Monikas Biskuittrick angewandt, das Ergebnis ist überzeugend. Mache ich jetzt immer so: http://tortentante. blogspot.com/2009/04/ kuchen-gleichmaig-backen.html)

Für die Marzipan-Zwischenfüllung im TM alle Zutaten glattarbeiten.

Für die Tränke Wasser, Rum und Zucker anrühren.***Das ist viel zu viel Tränke.***

Den Mürbeteigboden gaaaanz vorsichtig auf eine Platte legen und mit Aprikosenkonfitüre bestreichen. Den Biskuit-Tortenboden dreimal waagerecht durchschneiden und das Unterteil auf den Mürbeteigboden legen. Blumensprühflasche mit Tränke füllen. Jede Lage des Biskuitbodens nach dem Auflegen mit der Tränke besprühen. Die unterste und oberste Füllung besteht aus Aprikosenkonfitüre. Die Marzipanfüllung in die Mitte streichen. Backtrennpapier auf die fertig zusammengesetzte Torte legen, diese auf eine Platte stürzen, beschweren und über Nacht ruhen lassen.

Die zurückgedrehte Torte mit Aprikosenkonfitüre bestreichen. Marzipan mit dem Puderzucker glattarbeiten und mit etwas Puderzucker ausrollen, auf Tortengröße zuschneiden und auflegen. Dünn mit Aprikosenkonfitüre (eventuell durch ein feines Sieb streichen, um Klümpchen zu vermeiden) bestreichen.

Als Hochzeitstorte mit heller Ganache beziehen (1 x ganz dünn, um Krümel zu binden, dann nochmals, um Unebenheiten auszugleichen). Mit Rollfondant beziehen.

Nach Belieben dekorieren.

=====

Nachdem die Klippe des Bodenbackens umschifft war, konnte ich also frohgemut mein Werk betrachten. Die Torte. Sie war gefüllt, sie sah edel aus und sie musste nur noch gerade geschnitten werden. Dazu bediene ich mich eines von mir selbst während jahrelanger Studien entwickelten Tricks: ich setze einfach einen Tortenring im benötigten Durchmesser oben auf die Torte, drücke diesen Ring kraftvoll nach unten und schwupps – hat man einen geraden Rand, eine akkurate Torte, ein Meisterstück. Nun ja… sagen wir mal so… wenn die Torte normal hoch ist und nicht so fluffig wie ein Biskuit, dann geht das wohl. Wenn es sich aber um eine 8 cm hohe Punschtorte handelt, dann geht das nicht.

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Was soll ich sagen, die Torte brach mir an den Rändern komplett auseinander und sah einfach nur schrecklich aus. 

30 cm Durchmesser sollte sie haben – das war jetzt nicht mehr möglich. Irgendwie wollte ich den Kuchen aber retten, auch wenn der Durchmesser nicht ganz 30 cm wäre. Aber wie um himmelswillenherrgottsakrakruzifünferl sollte ich die Ränder gerade bekommen bzw. so rund, dass das Ding da auf meiner Arbeitsfläche entfernte Ähnlichkeint mir einer Torte hatte? Glücklicherweise fiel mir trotz beginnender Nervenkrise ein, dass ich noch Tortenplatten mit einem Durchmesser von 28 cm besaß. Nun die Idee: Ich setze die Torte auf eine dieser Platten und lege eine andere Platte obendrauf. Dann schneide ich einfach von oben nach unten die überstehenden Ränder der Torte ab. Oben ansetzen, den Boden unten anpeilen, säbeln. Voilà! Kinners, ich sage euch, das klappte wunderbar. Ich war total begeistert und sah wieder Land. Die kleinen Unebenheiten konnte man mit dick Ganache überspielen und so beim Umfang auch ein wenig mogeln. Dann den Fondant ein bissi dicker ausrollen und die Täuschung wäre perfekt.

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Meine Begeisterung legte sich schnell, als ich mir die Torte nochmal richtig anschaute. Irgendwie kam sie mir ziemlich klein vor. Also, irgendwie so groß, wie die Oma Buchholtz Torte, die als mittlere Etage dienen sollte und 25 cm maß. Aber das konnte ja eigentlich nicht sein, denn die Tortenplatten hatten doch einen Durchmesser von 28 cm. Dachte ich. Ich hatte die falschen gegriffen in meiner Verzweiflung, die 26er, und nun war die Torte total perdu.

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Ob ihr es glaubt oder nicht, ich musste die kompletten Böden neu machen. 16 Eier hatte ich nicht mehr im Vorrat. Also Norbert angerufen, der nach der Arbeit noch einkaufen musste, 30 Eier, man weiß ja nie – ich konnte auf keinen Fall aus dem Haus, dafür reichte die Zeit einfach nicht. Ich war den Tränen nahe, habe mich erst mal gesammelt und dann stoisch damit begonnen, die Schichttorte zu füllen. Und ich setzte mir einen Hut auf – ein Ende des Grauens war nicht in Sicht.

Frau Hummerisch hat einen lichten Moment_bearbeitet-1 
 
Danach wurde der Mürbeboden für die Punschtorte gebacken. Der ist mir beim Lösen vom Blech total auseinander gekrümelt. Dann habe ich den Boden nochmal gebacken. Ich bin gaaaanz ruhig. Der ist mir verbrannt, weil ich vergessen hatte, den Timer zu stellen. Ich atme regelmäßig und bin gaaaanz ruhig. Nichts ficht mich an. Backen ist schön. Dann habe ich den Mürbeboden zum dritten Mal gebacken. Das hat dann geklappt.

HZT - Punsch - Boden 
Natürlich musste ich auch die Füllungen nochmal machen. Hab ich auch gemacht. Als Norbert abends kam, wurden die Biskuitböden gebacken, die natürlich nicht sofort gefüllt werden konnten. Ach so, ich habe die Böden wie immer nach der even-baking-Methode von Monika hergestellt. Beim zweiten Biskuit habe ich vergessen, die Manschette umzulegen. Den Boden konnte ich dann auch nochmal backen. Die Eier reichten zum Glück. Knapp.

Um 0.30 Uhr habe ich alles stehen und liegen lassen und bin ins Bett gefallen. Ich glaube, ich habe sogar von der Punschtorte geträumt. Und von Elektroschocks.

Wenn das Biest nicht so gut schmecken würde….

Punschtorte

 

die story amfürsisch:

Hochzeitstorte (1): Da ist datt Ding

Hochzeitstorte (2): Wieso macht Schnuppschnüss sowas?

Hochzeitstorte (3): Backwahn im Anmarsch

Hochzeitstorte (4): Herzhaftes am Polterabend

Hochzeitstorte (5): Cake Test Dummies

Hochzeitstorte (6/1): Schichtkuchen

Hochzeitstorte (6/2): Ganache, hell

Hochzeitstorte (6/3): Ganache, dunkel

Hochzeitstorte (6/4): Oma-Buchholtz-Torte

33 Antworten auf „Hochzeitstorte (6/5) – Die Rezepte: Punschtorte“

  1. Hi Su,
    ja, das Wort gibt es und besessen = obsessed trifft meinen Geisteszustand bei diesen Backaktionen ziemlich genau.
    Und soll ich dir etwas verraten? Die Schwester der Braut heiratet im nächsten Jahr. OMG, das wird wieder ein Chaos! Dann machen wir wohl im nächsten Sommer beide eine Torte – ich wünsche dir gutes Gelingen und starke Nerven (ich mir auch)*ggg*
    Liebe Grüße
    Jutta

  2. Oh wow, das ist mitunter die besensenste Geschichte, die ich in Foodblogosphäre gelesen habe 😉 Grandioser Einsatz! Nächsten Sommer möchte ich auch eine Hochzeitstorte machen. Die Krönung des Hobbybäckertums, nech. LG Su

  3. Jutta, Jutta…. – so eine Ausdauer wie Du hab‘ nicht!
    Du hast wie oben auch schon öfter geschrieben meine volle Bewunderung!!!
    Genau, die Anspannung beim Machen einer Hochzeitstorte ist wie deswegen so hoch, weil man das Brautpaar und die anwesenden Hochzeitsgäste vor Augen hat und die einfach nicht enttäuschen möchte. Einen Pullover oder ein lackiertes Autor kann man zur Not auch noch einige Tage später abliefern 😉
    Die böse, böse Punschtorte habe ich mir jetzt mal ausgedruckt, demnächst geht’s ihr an den Kragen: ratzeputz wird die dann zur Strafe aufgegessen!

  4. Ach du Schreck! Wie kann denn eine leckere Torte soooooo böse sein???? Ich werde schon beim Lesen deiner Story richtig wuschig. Klasse, dass du dich so prima durchgebissen hast!!!!!
    Ich habe übrigens bei Fett im Bisquit auch meine Probleme und mache deshalb meist von Anfang an mein Standartbisquitrezept.
    ….. und diese widerspenstige Punschtorte werde ich mir demnächst auch mal zur Brust nehmen!!!!

  5. Hm, wenn ich den Alk weglasse, ist das wohl keine Punschtorte mehr, wa? (Wuäääh, Alk im Kuchen…) Ansonsten: Wie immer bestaune ich deinen Irrsinn. 😀

  6. Letztes Weihnachten hatte ich auch soviel vorbereitet, dass es mir komplett über den Kopf gewachsen ist. Alles hat gut geschmeckt, aber leider war ein Teil der Gerichte nicht mehr warm genug. Das war sehr traurig, weil soviel Arbeit dahinter steckt. Weniger ist halt manchmal mehr. Ich hoffe, ich merke mir das beim nächsten Mal…

  7. Petras Sicht der Dinge war mir näher als alles andere, aber ich hatte doch einen Auftrag… Ob es anderen Tortenbäckerinnen auch so ergeht, die zum Termin etwas abliefern müssen? Bei den meisten Künstlerinnen auf dem Gebiet liest sich das alles so entspannt. Aber ich glaube, mit solchen Erlebnissen kann jeder aufwarten, der etwas mehr Aufwand betreibt, egal, aus welcher Sparte er kommt. Ob das jetzt ein tolles Kleid ist, das man näht, einen Pullover, den man strickt, einen Kuchen backt oder ein Auto lackiert.
    Schön ist, dass man (hoffentlich) aus diesem Stress lernt und viele Fehler nicht mehr macht, Abläufe anders organisiert und mit jedem neuen Kuchen mehr Erfahrung sammelt (nochmal hoffentlich).

  8. Ulrike Küchenlatein meint ja, ihr Mann wäre der beste Ehemann von allen – aber ich fürchte, ich habe da einen noch besseren Schnapp gemacht. Nix gegen den Herrn Küchenlatein, aber mein Norbert ist einfach unbezahlbar, den würde ich nie freiwillig hergeben.
    Was das Tortenkosten angeht, da weißt du doch jetzt, wie es geht. Also los, die nächste Party kommt bestimmt.

  9. Mensch Jutta! Pleiten, Pech und Pannen was?! Ich glaub sowas würd ich mir nie antun. Mir langts, wenn regelmässig wenn ich die Gastrogrillplatte, die Friteuse und das Backrohr zugleich anhab weil Heiligabend ist und 12 Leute erwartungsvoll am Tisch sitzen und Festtagsessen erwarte, der Schutzschalter vom Strom fällt…. die Hitze von Grillplatte und Friteuse zusammenfällt und alles anfängt zu schmurgeln. Das sind MEINE Horrorvisionen…. bin gespannt ob ichs heuer schaff was ohne dass ich alle Geräte zugleich brauch zu zaubern.
    Meine absolute Hochachtung für die tolle, nervliche und backtechnische Leistung !!!

  10. Aber echt: Nerven wie Drahtseile! Da gabs doch diesen Film *Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs*… Also die hatten es meiner (schwachen) Erinnerung besser als Du! Ich glaub, ich wär auch zu Ghandi geworden und hätte erstmal ne Runde Sitzstreik eingelegt! Noch wahrscheinlicher wäre allerdings die gleiche Verhaltensweise wie Petras gewesen ;)!
    Ehrfürchtiges Kompliment für Dein Durchhalten!

  11. Oh Jutta, ich bewundere dich und auch wenn es sich wiederholt, du hast so viel Lob und Sonnenschein verdient!!!!! Wie gut kenne ich das, man hat liebe Gäste eingeladen und kocht und backt und ganz genau dann klappt alles nicht wie es soll. Was habe ich schon geflucht und geschimpft bei geringeren Anlässen. Aber diese Zeiten sind vorbei: ich werde dein Posting speichern und dann durchlesen, und ich weiß genau, danach habe ich wieder neuen Mut und werde gaaaanz ruhig. Vielen Dank dass du neben den tollen Rezepten und Tipps auch von den Pannen berichtet hast.
    Und wie gern würde ich die köstlichen Torten mal kosten!
    An deinen Mann habe ich auch sofort gedacht, das muss ja ein ganz Netter sein!

  12. *ggg* Die hänge ich mir dann um, wenn ich nochmal auf die Idee kommen sollte, sowas anzuleiern. In zwei Jahren heiratet übrigens die Schwester der Braut…..
    Ich habe wirklich so eine Art Meditation betrieben, immer die 70 Gäste vor mir gesehen, die keine Hochzeitstorte essen können, das enttäuschte Brautpaar, das Gerede im Dorf… ich musste mich einfach zusammenreissen, es ging nicht anders. Irgendwann habe ich mir gesagt: Mach weiter, tu dein Bestes, wenn es nicht hinhaut, dann kannst du wenigstens noch in den Spiegel schauen. Und ich habe mir gesagt, dass hier nicht der Weltfrieden in Gefahr ist, wenn ich das Teil versemmele – es ging schließlich nur um ein Backwerk. Das habe ich dann aber leider wieder ganz schnell verdrängt. Paaaannnniiiiikkkkkkk!!!!!

  13. Danke Juliane, jetzt habe ich aber ein schöner Tag bei soviel Lob 🙂
    Zwischendurch habe ich tatsächlich überlegt, ob es wohl Bäcker gibt, die einen Tag vor einer Hochzeit noch eine Torte backen. Ich habe irgendwann einfach abgeschaltet und mir gesagt, wenn ich jetzt ausraste, dann hilft mir das nicht weiter, Augen zu (na ja, lieber nicht das auch noch) und durch… Ich muss auch meinen Mann bewundern, der das alles mitgemacht hat. Hier ist ja tagelang nicht gekocht worden und außer Torte, Torte, Torte gab es kein anderes Thema.
    Gebührend gewürdigt wurden Torte und Bäckerin – alle Beteiligten haben mich sehr entschädigt für den Stress und sind immer noch ganz lieb und dankbar. Schön, gell?

  14. Danke dir, nata. Und dabei haben die lieben Nachbarn noch nicht mal gefragt, ich habe mich ja angeboten, weil sie in Not waren. Nee, das stehe ich, glaube ich, nicht nochmal durch. Obwohl, wenn’s fertig is, is doch schön… 🙂

  15. Oh – mein – Gott! Meine Nerven! Ich wäre in hysterische Weinkrämpfe verfallen, hätte mich schreiend unter’s Bett verkrochen und wäre nie mehr hervorgekommen.
    Ich verleihe dir die „Nerven wie Drahtseile“-Medaille!

  16. Unglaublich. Meine grenzenlose Bewunderung ist Dir sicher! Zum einen dafür, dass Du so wunderbare Hochzeitstorten gebacken hast, zum anderen für Dein Durchhaltevermögen. Ich hätte wohl spätestens beim 2. Mal Boden backen aufgegeben und eine Torte beim Konditor bestellt 😉
    Eine Heidenarbeit, die Du da geleistet hast, und die hoffentlich von allen Gästen gebührend gewürdigt wurde!
    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  17. Zum Glück können sich Brautleute und Hochzeitsgesellschaft durch diese Tortenreportage arbeiten. Denn nur so können sie sehen, was die einfache Frage nach einer Torte auslösen kann… Richtige Torten machen eben auch richtig Arbeit. Ich habe für weniger ehrgeizige Projekte schon ganze Tage in der Küche verbracht. – Respekt, Jutta!

  18. o schreck, bei mir wäre da garantiert auch etwas geflogen. die torte sieht ja hübsch aus, aber ist wohl eine richtige zicke 🙂 toll geschrieben und zum glück weiss frau ja das es geklappt hat bis zum schluss!
    grüssli
    irene

  19. Boar… Jutta, das entwickelt sich zu einem regelrechten Kuchen-Krimi! Habe eben atemlos mitgelesen (und mitgelitten, ich glaube ich hätte zwischendrin irgendwann einen hysterischen Anfall in der Küche erlitten …). Wow. Absolute Bewunderung für deine Ausdauer & Backkunst. 🙂

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