Nachgemacht: Schwarzbierroggenbrot (M-TM) – mit ohne Schwarzbier aber mit mit Malzbier

Gerd Ketex, der so toll Brot backen kann, dass er im Herbst sein eigenes Brotbackbuch veröffentlicht, hat mich schon oft glücklich gemacht. Sein an dieser Stelle unverbloggtes Spitz (warum habe ich das noch nicht rumposaunt, wie toll das ist?) hat uns schon manche schöne Stunde beschert und auch diesmal war das Nachbacken seines Schwarzbierroggenbrotes ein voller Erfolg. Wenn ich innerhalb von vier Tagen zweimal das gleiche Brot backe, dann muss was dran sein.

(edit 20.02., 11.00 Uhr: Ich möchte noch ergänzen, dass ketex das Rezept von seinem Backfreund eibauer bekam. Übrigens hat mir eibauer auch schon viele schöne Stunden beschert… )

Schwarzbierbrot_0002
Wir sind ja eher Freunde kompakter Krumen und herzhafter, kräftiger Backwerke – deshalb ist das Schwarzbierbrot ein Glücksfall. Ohne großes TamTam herzustellen, der Teig pflegeleicht und gut händelbar, geschmacklich nicht zu sauer, saftig, was soll ich sagen, einfach perfekt.

Schwarzbier hatten wir nicht Daheim, aber Malzbier von der letzten Party mit Kinderbelustigung, wie praktisch! Ich werde das Brot sicher noch einmal wie im Originalrezept angegeben backen, um herauzufinden, wo der Unterschied liegt. Aber geschmeckt hat es uns auch so hervorragend, auch wenn das Brot nicht so schön aufgegangen ist wie Gerds.

Schwarzbierbrot_0012
Beim zweiten Backen habe ich deshalb gleich die doppelte Menge an Teig zubereitet. Das war suboptimal, zumindest wenn man "nur" eine Kenwood hat, die bei dieser Menge an Zutaten an ihre Grenzen stieß. Ein Wechsel auf den K-Hook, um die Mehlnester zu eliminieren, die sich am Boden der Rührschüssel gebildet hatten,  erwies sich als vergebliche Liebesmüh. Der Teig war nach ein paar Umdrehungen so weit nach oben gekrochen, dass ich schon Angst hatte, die Maschine würde es nicht überleben. Beim Putzen danach kamen mir Zweifel, ob ich es überlebe. Meine Nerven!!! Ob ich mir doch eine große Teigknetmaschine zulegen soll? Mein Vollkornbrot ist so einsam 🙂

Ab sofort wird jedenfalls wieder die vom Chef vorgegebene Teigmenge hergestellt, dann klappt das auch ohne Nervenzusammenbruch.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schwarzbierroggenbrot (M-TM)
Kategorien: Roggen, Sauerteig, Malzbier
Menge: 2 Brote

Zutaten

H SAUERTEIG
700 Gramm   Roggenmehl 1370
700 Gramm   Wasser
70 Gramm   ASG
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
680 Gramm   Roggenvollkornmehl
680 Gramm   Roggenmehl 1370
30 Gramm   Salz
660 ml   Malzbier
50 Gramm   Wasser
6,6 Gramm   Trockenbackhefe

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Ketex – Der Hobbybrotbäcker
  http://ketex.de/blog/?p=506
  Erfasst *RK* 14.02.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig gut verrühren und über Nacht bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Am Backtag aus Roggenkörnern Roggenvollkornmehl im TM herstellen, 60 Sek / Stufe 10. Mit dem Malzbier und Wasser vermischen und 1-2 h quellen lassen.

Quellstück mit den übrigen Zutaten vermischen und in der Küchenmaschine 7 Min. kneten. Teig 30 Minuten ruhen lassen, dann halbieren.

Die Teiglinge rundwirken und mit dem Schluß nach oben in gut bemehlte Garkörbchen legen. 90 Minuten gehen lassen.

30 Minuten vor Backbeginn beide Etagen des Manzfreds auf 250° vorheizen.

Gegangene Teiglinge auf den Schiesser stürzen, einschießen, nach 15 Minuten den Dampf ablassen und fallend auf 180° C weitere 45 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: Teigmenge halbieren, die Kenwood ist überfordert. Also wieder so, wie ketex es beschreibt.

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11 Antworten auf „Nachgemacht: Schwarzbierroggenbrot (M-TM) – mit ohne Schwarzbier aber mit mit Malzbier“

  1. ..siehst Du,
    nicht nur mit Süßen
    „kann man schöne Stunden verbringen“..
    Muss ich aber jetzt auch mal wieder backen,
    den es ist noch leckerer Pflaumenmuss
    von der eibauerin im Haus
    und dann kann es schon etwas Süßer sein.. 🙂
    HBG
    eibauer

  2. Die Alpha ist doch groß im Vergleich zur Kenwood? Ich nehme die Alpha nämlich nur, wenn ich richtig viel Teig habe. Aber sie braucht auch ganz schön viel Platz (ist bei mir im Primus-Gestell untergebracht).

  3. Hallo Jutta – genau wie Du habe ich die Variante mit Malzbier gebacken – aber nachdem ich schon eines mit Bier hatte.
    Bei mir war es allerdings keine Absicht, sondern ursprünglich eine Notlösung – hatte einfach vergessen ein Bier zu kaufen – aber Malzbier war da und musste weg.
    Ich habe es nicht bereut – schmeckt einfach legga… – und zwar beide Varianten!
    Ja, da hat Eibauer sich was einfallen lassen und Gerd hat es weiter verbreitet.
    Ich bin Beiden dankbar!
    Siehst Du – jetzt weiß ich auch, was bei mir wieder mal fällig ist – diesmal steht ein ungenutztes Schwarzbier bei mir ‚rum…

  4. Oh, ich könnte jetzt glatt, obwohl noch nicht Mittag ist, ein Stängchen vertragen. Frühschoppen!! (Anm. der Redaktion: Frau S. trinkt jetzt natürlich kein Bier – ehrlich gesagt, ist so gut wie nie Bier im Haushalt Frau S. zu finden, obwohl es nicht so ist, dass Frau S. und ihr Gemahl kein Bier mögen.)

  5. Dein Brot ist auch so toll aufgegangen. Liegt vielleicht am Alkohol im Bier?
    Lustig sind ja die Kommentare. Ob das Malzbier, das ich verwendet habe, so alt war? Echt der Hammer, ich habe überhaupt nicht mehr gewußt, dass ich dazu schon mal was geschrieben hatte.
    Ob ich die kleine Kenwood habe? Ich habe eine Major Titanium, so richtig klein ist die nicht. Ich hätte ja schon gerne eine von meinem Lieblingsgerätehersteller. Habe vor einiger Zeit schon mal Informationen gesammelt. Die favorisierte Maschine ist so hoch, dass sie nicht unter den Tisch in der Küche geschoben werden könnte. Deshalb weiß ich nicht, wo ich mit dem Ding hin soll. Muss ich nochmal überlegen. Eine Alpha will ich nicht, weil sie nicht viel größer ist als die Kenwood.

  6. Oh, das ist ja auch ein tolles Brot – zu der Zeit habe ich noch nicht gebloggt, gut, dass du den Link nochmal hier eingestellt hast, das hätte ich nicht gefunden.
    Den „normalen“ Haken benutze ich immer, aber die Kenwood hat noch diesen K-Hook, der bei anderen Maschinen „Paddel-Attachment“ heißt, in Deutsch „Flachrührer“. Den habe ich dann aus Verzweiflung ausprobiert, weil ich das Mehl nicht vom Boden der Rührschüssel weg bekam.

  7. Hallo Jutta,
    vielen Dank für Dein Lob. Allerdings gebührt das Lob dem Urheber des Rezeptes und das ist mein Backfreund Eibauer.
    Es ist schön, dass Du mich wieder auf das Brot aufmerksam gemacht hast. Ich muss es auch wieder mal backen.

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