Möhren-Kreuzkümmel-Terrine (DGC)

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Puh, das war aber aufregend.

1. Noch nie eine Terrine hergestellt.

2. Noch nie die nagelneue, aber mittlerweile schon ziemlich alte Terrinenform ausprobiert.

3. Noch nichts aus dem unbenutzten, sehr schönen, aber mittlerweile ebenfalls ziemlich angestaubten Buch "Terrinen & Pasteten" des Christian Verlages zubereitet. Gesehen auf der Buchmesse, gekauft im folgenden Dezember…2009.

Was für ein Glück, dass ich mich bereit erklärte, für eine Feier eine Terrine herzustellen.  So konnte ich endlich mal das unbekannte Dreierlei abhaken. Die Testversion wurde heute hergestellt und zunächst sah es gar nicht gut aus – hatte ich schon befürchtet.

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Aber nach dem Abkühlen und Stürzen war die Terrine ganz nett anzusehen,

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mit einem Hauch Deko gefiel sie mir prima.

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Geschmeckt hat sie auch. Im Original habe ich 1 Teelöffel Salz und 1 Teelöffel Kräutersalz verwendet. Da hätte ich noch ein wenig  kräftiger zuschlagen können. Deshalb habe ich die Salzmenge im Rezept angepasst, bin mir aber nicht ganz sicher, ob es vielleicht doch ein wenig zu viel sein könnte. Vorsicht ist angebracht.

Zum Dazuessen wurden zwei Dipps auf Joghurtbasis hergestellt. Einer mit Knoblauch, Salz und Pfeffer, der andern mit Curry, Salz und Pfeffer. Curry hat gewonnen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Möhren-Kreuzkümmel-Terrine (DGC)
Kategorien: Vorspeise, Sahne, Eier, Möhren, DGC
Menge: 8 bis 12 Portionen

Zutaten

1 kg   Möhren
5     Eier
400 ml   Sahne
5     Fäden Safran
1/2 Teel.   Currypulver
1/2 Teel.   Kreuzkümmelsamen (Cumin)
1 1/2 Teel.   Salz (eventuell etwas weniger)
1 1/2 Teel.   Kräutersalz (eventuell etwas weniger)
      Pfeffer, weiß
      Schnittlauch

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Terrinen und Pasteten", Stéphane Reynaud /
  Charlotte Lascève
  Christian Verlag
  Erfasst *RK* 01.08.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine Terrinenform (1 Liter Volumen) fetten und mit einem Stück aufgeschnittenem Bratschlauch auslegen, dabei die Seiten überstehen lassen.

Safranfäden mit einem Schlückchen kochendem Wasser übergießen.

Die Möhren schälen und der Länge nach auf der Brotschneidemaschine in 3 mm dicke Streifen schneiden.

In einen gelochten Dampfgarereinsatz geben, im Automatikprogramm – Dampfgaren – Gemüse – Pariser Karotten – groß – bissfest garen.

Die Eier mit der Sahne, dem abgeseihten Safranwasser und dem Currypulver verquirlen, mit Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken.

Die Möhrenstreifen gleichmäßig in die Form schichten, dabei lagenweise sporadisch mit Kreuzkümmelsamen bestreuen. Mit der Sahne-Safran-Curry-Mischung übergießen. Mit der überstehenden Bratfolie verschließen, Deckel aufsetzen, dann 30 Minuten bei 180° C / 90% Feuchte und 10 Minuten 100° C / 100° Feuchte garen. Die Terrine abkühlen lassen, dann stürzen und mit sehr fein geschnittenen Schnittlauchröllchen bestreuen.

Dazu passt ein Dipp mit Curry.

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Gelernt habe ich mindestens zwei Dinge:

Erstens: eine Terrine herzustellen ist ganz einfach!

Zweitens: ein Kilo Möhren, zwei Becher Sahne und fünf Eier passen tatsächlich in eine Form mit 1 Liter Inhalt. Kann mir das mal Jemand erklären?

Wenn das kein Fall für DKduW ist, dann weiß ich es auch nicht.


PS: Wer das Rezept mit der Anleitung für konventionelle Herstellung haben möchte, darf sich gerne melden. Das gilt übrigens für alle Rezepte, die ich hier poste.

24 Antworten auf „Möhren-Kreuzkümmel-Terrine (DGC)“

  1. Du bist ja fleissig beim Kommentieren – wie schön! Die Terrine ist allseits gut angekommen, das Rezept habe ich auch schon weiter gegeben. Hoffentlich trifft sie auch deinen Geschmack und den der Familie, damit sich die Feriengäste nicht umsonst der Hitze und Feuchtigkeit aussetzen 🙂

  2. Herrlich sieht die aus. Dampfgarer hab ich und im Elektrolux Event auch schon mal eine Terrine zubereitet. Habe nun die Formen der Schwester zu mir in die Ferien gerufen, hoffentlich finden die den Weg schnell, das hört sich nämlich super an. Bis anhin war nachgekochtes resp gebackenes von dir immer super fein gewesen.
    Grüessli
    Irene

  3. Siehste, das kommt davon, wenn man Anleitungen scannt und dann nicht ordentlich umwandelt. Wieso ich „Wasserbad“ habe stehen lassen, ist mir unbegreiflich. Natürlich nicht im Wasserbad, dafür habe ich ja, wie du richtig schreibst, den Dampfgarer.
    Danke fürs Aufpassen und die Tipps 🙂

  4. Sieht sehr gut aus, aber eines verstehe ich nicht.
    Du hast doch einen DGC und brauchst kein Wasserbad.
    Ich mache solche Terrinen einfach mit 90° Dampf-ca.50 Min.Sie soll/muß nicht bräunen deshalb kann man sich den Combibetrieb sparen.Die zugefügte Feuchtigkeit kommt in dem geschlossenen Terrinenbehälter sowieso nicht an.
    Wenn man die Form vorher buttert kann man sich auch die Folie sparen.Der Deckel dieser Formen schließt doch dicht.
    Hat auch den Vorteil dass man den DGC danach nur trocknen muss…;-)
    Versuche es einfach mal.

  5. Ich habe das gleiche Buch im Schrank und auch noch nie daraus gekocht….weil mir die Terrinenform fehlt, und ich immer vergesse, mir eine zu kaufen oder zu wünschen. Jetzt aber, weil Deine Terrine sieht umwerfend aus.

  6. Ich habe den ganzen Nachmittag gegrinst wegen deines lustigen Kommentars.
    Die Feier ist hier im Dorf, kennste nicht. Aber die im Dorf werden dich kennen lernen. Zumindest deine karamellisierten Tomaten, die ich heute ausprobiert habe und die – ich muss nochmals erwähnen, dass ich keine rohen Tomaten mag – total super gelungen sind. Vielleicht lag es daran, dass ich mit dem „ArthursTochterkocht“-Löffel gerührt habe? Bestimmt!

  7. Kreuzkümmel und Safran werden von verschiedenen Leuten unterschiedlich wahrgenommen. Für mich schmeckt Safran unangenehm fischig, was viele Leute gar nicht nachvollziehen können. Von Kreuzkümmel habe ich schon Geschmacksbeschreibungen gehört, die ich hier nicht wiedergeben möchte. Für mich schmeckt das Zeug einfach nur super. Ich liebe schon den Geruch, wenn ich die Körnchen in den Mörser gebe :o)

  8. Die Frühlingsterrine auf Seite 24 hat mich auch noch gereizt, aber da ich Möhren im Haus hatte, ist es dann halt diese hier geworden.
    Die Form habe ich mir gekauft, weil Robert immer so schöne Dinge damit zaubert, aber bis gestern ist es dann bei dem Vorhaben, auch mal sowas zu machen, geblieben. Viel Spaß beim Terrinenkauf 🙂

  9. Bei solchen Gerichten denke ich immer gleich an dich, an deinen Liebsten und den schönen Urlaub. Sobald Terrine, Tarte, Pastete oder Lavendel irgendwo steht, habe ich gleich Gigors vor Augen. Wenn wir ein neues Auto gekauft haben (aber das kann dauern), dann kommen wir sofort wieder.

  10. Ich mag Kreuzkümmel auch sehr gern, aber ich glaube, dass eine Menge Leute den Geschmack nicht mögen. Den Safran hat man (zumindest ich) überhaupt nicht geschmeck, er hat wahrscheinlich nur ein wenig Farbe gegeben. Aber wenn du ihn nicht magst, schmeckst du ihn wahrscheinlich auch raus, wenn er nur in homöopathischen Dosen verwendet wurde.

  11. Na wenn das mal keine tolle Premiere ist, die ist aber hübsch geworden! Das Buch habe ich auch und finde es klasse, habe aber -wie du bis gerade jetzt- noch keine Terrine daraus nachgemacht. Überhaupt habe ich erst eine einzige Terrine zubereitet und das noch dazu in meiner Brotform, was einfach auch nicht so schön aussah. Ich glaube ich muss mir doch mal so eine Terrinenform zulegen und dann wird auch das Buch in Angriff genommen. 😉

  12. Ich dachte schon, wat ein Tiefstapler, die Jutta, macht Haute Cuisine und jammert ;O)!Wobei so eine Terrine zugegeben spannende Momente in der Zubereitung hat. Sieht toll aus und die Kombi Kreuzkümmel+Karotte finde ich unwidersehlich!

  13. Hmm, Kreuzkümmel ist mein Lieblingsgewürz. Die Terrine würde mir bestimmt gut schmecken. Allerdings würde ich den Safran weglassen, weil ich den gar nicht mag.

  14. Danke dir 🙂 Ich bin während des Garvorgangs aus dem Haus gegangen, um bei der Nachbarin zu quatschen und war schon ein wenig besorgt, als ich zurück kam und es so köstlich nach Röstaromen roch. Das Stürzen war dann sehr spannend.

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