Sturmopfer zu beklagen – Trauer in der Wetterau

In den frühen Abendstunden des gestrigen Tages wurde von Herrn Norbert H. im Garten des von ihm und seiner Ehefrau bewohnten Einfamilienhauses ein frühherbstliches Sturmopfer gefunden. 

Tief betrübt barg der Hausherr unter Mobilisierung aller Kräfte das bedauernswerte Objekt, um es in die jammervoll ausgestreckten Arme seiner Angetrauten zu überführen. 

Tränenblind und mit zitternden Händen war sie nur noch in der Lage, ein einziges brauchbares Foto mit ihrer bescheidenen Kamera für die Ewigkeit festzuhalten. Danach zerriss sie sich ihre Kittelschürze und raufte sich das schüttere Haupthaar. 

Stunden später, nach großem Gejammer und Wehklagen, wurde dem bedauernswerten Subjekt ein Ehrenplatz in der heimischen Küche eingerichtet, wo es seitdem verharrt.  Grausame Welt, was haben jene Menschen nur getan, dass sie so gestraft werden? 

Wer in dieses Antlitz schaut, weiß, was sie verloren haben: 

Quitte - Sturmschaden

 

19 Antworten auf „Sturmopfer zu beklagen – Trauer in der Wetterau“

  1. Herzlichen Dank für die mitfühlenden Worte. Zumindest für die Quitte wird es wohl ein Ende mit Schrecken werden. Gut ist, dass sie das schlimme Schicksal nicht alleine durchleiden muss. Es ist noch eine kleinere Gefallene dazu gekommen, die sich ihrem Weg ins Geleenirwana (oder so) anschließen wird.

  2. Mein aufrichtiges Beileid …ich hoffe, dieses tragische Ereignis führt trotzdem zu einem guten Ende.
    Danke für das Lächeln, dass du so freizügig verschenktest.

  3. Liebe Petra, wo "Schnuppschnüss ihr Manzfred" doch nach deinen eigenen Angaben zu deinen liebsten Blogs gehört und du hier, wie du behauptest, fleissig liest, müsstest du eigentlich wissen, dass in diesem Blog nicht geworben wird. Auch nicht durch die Hintertür, wofür auch immer. Du hast bisher noch nie einen Kommentar in diesem Blog abgegeben und wenn deine erste Lebensäußerung an dieser Stelle darin besteht, für dich selber zu werben, ist das ziemlich schlechter Stil. Bitte verschone mich in Zukunft mit solchen Aktionen.

  4. Aber was für eine riesiges Teil. Wir machen immer Marmelade aus den Quitten, sammeln die aber immer bei uns am Feld, weil wir leider nur so einen winzigen Garten haben.

  5. Siehste, Klärchen, das liebe ich so an dir. Du leidest mit und stellst dir richtigen Fragen. Zurzeit darf das arme Ding noch die Küche beduften. Eigentlich das komplette Erdgeschoss. Ich hoffe, dass das Teil noch ein wenig nachreift. Wenn dessen Brüder und Schwestern soweit sind, wird es der Mischpoke untergeschoben. Hier kommt nix um 🙂 Anreise lohnt noch nicht, aber bald.

  6. Danke dir 🙂 Es gab nicht nur diese eine Quitte. Der Baum steht im dritten Jahr und trägt noch nicht so Unmengen. Im ersten Jahr sind alle Ansätze abgefallen. Im zweiten Jahr hatten wir nur zwei oder drei Quitten, genau kann ich es nicht mehr sagen . In diesem Jahr werden es wohl um die 10 werden.

  7. Mein tiefempfundenes Beileid sei Euch gewiss!
    Und ich hoffe doch, dass da harren einige Schriften in den Gemächern. Worin zu finden die köstlichen Zubereitungsarten um „Ehre zu bringen, wem Ehre gebühret“…

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