Stollenkonfekt (M-TM)

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In letzter Zeit macht mich die Zeitschrift "essen & trinken" sehr glücklich. Der Wechsel in der Chefredaktion hat das Blatt für mich wieder lesbar gemacht, ich habe sogar vor, wieder zur Abonnentin zu werden.

Unter Stephan Schäfer sind die Rezeptbilder wieder klar und nicht ach so cool-verschwommen wie vor drei Jahren (was hab ich mich darüber aufgeregt, dass man das Gekochte kaum erkennen konnte), die meisten Rezepte erwecken in mir den Wunsch, sie nachzukochen und was das Backen angeht, bin ich extrem glücklich, denn ich habe den Eindruck, dass mehr und bessere Rezepte veröffentlich werden. Das Überkandidelte ist verschwunden, ohne in Hausmannskost abzudriften. Fazit: Homogener, köstlicher, sympathischer! 

Neben dem Highlight aus dem Novemberheft, dem Bratapfelkuchen, habe ich noch ein Gebäck ausprobiert. Es stammt aus der Feder der einigen von euch sicher bekannten und von mir sehr bewunderten Tortenkünstlerin Christine Bergmayer, "Die Zuckerbäckerin", die hier 10 Plätzchenrezepte offeriert, eines schöner als das andere.

Als Pilotprojekt habe ich mich für das Stollenkonfekt entschieden, das gleich sehr gut gelungen ist und nicht nur unseren, sondern auch den Geschmack meiner Eltern getroffen hat.

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Toll finde ich, dass das Konfekt gar nicht süß ist, sondern den Süßschnabel-Kick erst durch den Puderzucker bekommt, der aufgestreut wird. Wer viel Zeit hat, sollte die gehackten Mandeln aus ganzen Mandeln herstellen und auch Orangeat und Zitronat am Stück kaufen. Ich verwende immer unzerkleinerte Zitrusschalen, die natürlicher schmecken als die in Plastikdöschen verpackte, bereits in Würfelchen geschnittene Ware.

Orangeat und Zitronat

Wenn ihr die Möglichkeit habt, diese Schalen zu kaufen, dann schlagt zu, es lohnt sich. In Frankfurt bekommt man sie in der Nähe der Konstablerwache, im Gewürz- und Teehaus Alsbach.

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Ich freue mich schon darauf, auch die anderen Rezepte auszuprobieren und lasse euch wissen, ob auch die Nachfolger würdig sind, auf dem weihnachtlichen Plätzchenteller zu landen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Stollenkonfekt (M-TM)
Kategorien: Hefe, Weihnachten, Plätzchen, Marzipan, Stollen
Menge: 55 Stück

Zutaten

H VORTEIG
150 Gramm   Mehl
20 Gramm   Hefe, frisch
100 ml   Milch
1 Essl.   Zucker
1     Eigelb (Gr. M)
1/2 Teel.   Salz
1 Teel.   Zimt, gemahlen, gestr. voll
H WEITERE ZUTATEN
200 Gramm   Sultaninen, in Rum eingelegt
50 Gramm   Orangeat
50 Gramm   Zitronat
50 Gramm   Mandeln, gehackt
100 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter (sehr weich)
100 Gramm   Marzipanrohmasse
H ZUM WÄLZEN
150 Gramm   Mandeln, gehackt
H ZUM TRÄNKEN
100 Gramm   Butter
H ZUM BESTREUEN
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: e&t, 11/2012
  Rezept von Christine Bergmayer, "Die Zuckerbäckerin",
  Hamburg
  Erfasst *RK* 27.10.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig in der Küchenmaschine gut verkneten und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Sultaninen auf ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Wer keine eingelegten Sultaninen im Vorrat hat, legt am Vorabend 120 g Sultaninen in 80 g Rum ein.

Orangeat und Zitronat im Thermomix oder in der Moulinette fein zerkleinern, mit 50 g gehackten Mandeln zu den Sultaninen geben.

100 g Butter und Marzipan im TM zu einer homogenen Masse verarbeiten, mit dem restlichen Mehl zum Vorteig geben und glatt kneten, zum Schluss die Sultaninenmischung unterkneten. Teig abgedeckt nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Manzfred oben auf 180° C vorheizen, unten auf 190° C.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Mit einem Teelöffel 20 g- Stücke vom Teig abstechen, in den restlichen gehackten Mandeln wälzen und mit etwas Abstand zueinander auf das Backblech setzen. Stollenkonfekt nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

20-25 Minuten backen (die im Rezept angegebene Backzeit war viel zu kurz), Konfekt sollte nicht zu hell sein, bitte beobachten.

Inzwischen die restliche Butter zerlassen und das noch heiße Gebäck damit bepinseln. Vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren dick mit Puderzucker bestäuben.

Ohne Puderzucker in einer luftdichten Dose lässt es sich ca. drei Wochen aufbewahren.

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11 Antworten auf „Stollenkonfekt (M-TM)“

  1. Danke für deinen Hinweis mit der Süße. Da ich süß auch nicht so mag (vielleicht sollte ich einfach nicht backen?), kommt mir das vermutlich entgegen. Vielleicht probiere ich es mit weniger Marzipan, oder mit Mandeln und wenig Zucker. Falls ich mich überhaupt zum Backen entschließe … Falls ja, werde ich berichten.
    LG Ulrike.

  2. Im Teig ist kaum Zucker enthalten, die leichte Süße des Gebäcks hängt auch mit der Verwendung des Marzipans zusammen. Wenn du ihn weglässt und/oder nur durch Mandeln ersetzt, wird der Teig m. E. nicht süß genug. Du müsstest also noch Zucker zufügen. Vielleicht geht auch Honig mit gemahlenen Mandeln, in einem Verhältnis gemischt, dass eine marzipanähnliche Konsistenz erreicht wird?
    So richtig dolle nach Marzipan schmeckt das Konfekt nicht, aber da ich Marzipan liebe, bin ich kein guter Ratgeber :-). Meiner Mutter ist gar nicht aufgefallen, dass Marzipan enthalten ist. Vielleicht versuchst du doch mal das Original?

  3. Kann man den Marzipan auch weglassen? Einfach so, oder dann etwas mehr Mandeln nehmen? Ich kann mich mit Marzipan einfach nicht anfreunden.
    Danke im Voraus für deinen Rat.
    LG, Ulrike.

  4. Das Geschäft liegt aber auch sehr versteckt in der Passage, von der Konstabler aus ist es nicht zu entdecken. Eigentlich fahre ich nicht hin, Sherpa Tensing Norbert schleppt mir das Zeug nach Hause:-) Brauchste watt? Soll er was mitbringen und ich schicke es dir dann?

  5. Jetzt weiß ich endlich, wie der Laden heißt! (Und Tante Goo auch.) Danke! Ich habe immer auf der Nordseite der Konstabler gesucht… Kommst Du da demnächst nochmal hin?
    Liebe Grüße, Sus

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