White Chocolate Chunk Almond Cookies (M-TM)

Maßeinheiten in der Küche

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich dieses Ami-Gedöns mit den Tassen hasse? Nein? Ich hasse dieses Ami-Gedöns mit den Tassen.

Natürlich besitze ich diese Tassendingsmetalldinger (und noch viele, viele Maßdinger mehr). 1 cup, 1/2 cup, 1/3 cup, 1/4 cup, teaspoon, tablespoon, smidgen, pinch…. aber dieses Gefummel. Nee. 

Maßeinheiten in der Küche
Ich will genaue Angaben. Ich will grammgenaue Angaben. Ich will hier ordentlich arbeiten können. Und das kann ich zum Beispiel mit dem Buch "great cookies" von Carol Walter nicht. "Lightly packed", "spooned in and leveled", "packed", "firmly packed" – oh nee.

Ich weiß ja, dass ich so ab"wiegen" muss, wenn ich amerikanische Bücher kaufe. Aber ich kann es nicht lassen und dann muss ich leiden. So schwer, so schrecklich leiden.

Und diese Schweinerei mit den Cupmaßen. Dann musste se zwischendurch spülen, dann fällt die Hälfte beim "leveln" daneben, dann ist es zuviel in der cup und irgendwie muss das Zeug dann wieder in die Packung zurück. Hach nee. Wie umständlich.

Haben die keine Waagen da unten in Obama Country? Und wenn doch, wieso benutzen sie die nicht? Die Pilgerväter sind doch längst gestorben, da muss man doch nicht in ewiger Erinnerung deren Methoden über die Jahrhunderte konservieren. Nee, nee, nee. Echt jetzt. Ich werd' noch jeck.

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Einziger Lichtblick: ich mache den Quark für jedes Rezept nur einmal. Dabei wiege ich die Zutaten halt ab, die per cup abgemessen wurden und übertrage die "richtigen" Werte in meine Rezeptverwaltung.

Am Ende kommen dann Cookies raus. Diese hier liefen auf dem Blech so sehr auseinander, dass man da die Zeitung durch lesen konnte. Das lag bestimmt an den cups. Ganz, ganz, ganz bestimmt. Also holte ich meine Silikon-Muffinformen aus dem Keller hoch und buk die Plätzkes einfach darin. Das klappte erstaunlich gut, werde ich jetzt öfter machen. So schön ordentlich! Und immer schön 15 g abwiegen. Exakt 15 g.

Leider habe ich nur ein Foto (das da oben) von den Cookies. Ich habe auch nur eins probiert, gleich nach dem Backen. Da waren sie noch nicht sooo toll.

Am nächsten Tag aber, gestern nämlich, da habe ich die Cookies mit nach Köln genommen und da haben wir, mein Cookiemonster und ich, die Plätzchen an die Familie verteilt (ich sollte öfter Mütze tragen)

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und da waren alle, besonders aber meine liebe Nichte Vanessa (auf dem Foto nicht vorhanden – shoppt gerade in der Innenstadt mit Nichte Nina und Großneffe Julian), so begeistert, dass ich gleich die ganze Kiste in ihre Hände gegeben habe. Und heute folgt das Rezept, damit sie nicht weinen muss, weil die Sucht sie heulen und mit den Zähnen klappern lässt. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: White Chocolate Chunk Almond Cookies
Kategorien: Cookies, Plätzchen, Mandeln, Kokos
Menge: 40 Stück

Zutaten

90 Gramm   Dark brown sugar
25 Gramm   Schmelzflocken
70 Gramm   Rohrzucker
210 Gramm   Mehl
1/2 Teel.   Baking soda
1/2 Teel.   Salz
250 Gramm   Butter
40 Gramm   Light corn syrup
1     Ei
2 Teel.   Vanilleextrakt, flüssig
200 Gramm   Kokosschokolade, Lindt
100 Gramm   Mandeln, gehackt

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  "White Chocolate Chunk Macadamia Cookies" aus dem Buch
  "great cookies", Carol Walter
  ISBN 9780609609696
  Erfasst *RK* 01.02.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Braunen Zucker, Schmelzflocken und Rohrzucker im TM 4 Sek / Stufe 6 schreddern.

Mehl, baking soda und Salz in einer Schüssel mischen.

Butter und corn syrup in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer ca. 1 Minute verrühren, bis die Masse weich und cremig ist. Die Schmelzflocken-Zucker-Mischung zufügen und weitere 2 Minuten vermischen. Ei und Vanille zufügen, nochmals 1 Minute rühren. Die trockenen Zutaten in zwei Portionen zufügen und so kurz wie möglich verkneten.

Die in Stückchen geschnittene Schokolade und die Mandeln zufügen, mit einem Spatel unterziehen.

Jeweils 15 Gramm Teig mit einem Teelöffel abstechen, in Silikon- Muffinformen geben und etwas flach drücken. Im Origina werden die Teighäufchen mit viel Abstand auf ein Backblech gesetzt. Dann zerlaufen die Cookies aber zu sehr dünnen Plätzchen, das hat mir nicht gefallen.

13 Minuten backen, 5 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann die Cookies entnehmen und auf einem Rost komplett auskühlen lassen.

Aufbewahrung: bis zu fünf Tagen in luftdichten Behältern, mit Lagen von Backpapier dazwischen. Die Cookies können auch eingefroren werden.

Anmerkungen, Jutta:

Mitgenommen zur Dombesteigung in Köln am 02.02.2013 mit der Familie.

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Gabi hat auf ihrer Seite Alternativen zu den US-Produkten aufgelistet:

US-Produkte ersetzen

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Und wenn am Ende des Gedönses so ein schöner Erfolg steht, dann nimmt man das doch gerne in Kauf. *fingerüberkreuz*

PS: Ich musste mir heute erst mal einen Marzipanhefekranz backen, damit ich, vor lauter Cupgedöns völlig ausgezehrt, wieder zu Kräften komme. Eine Tüte Mitleid bitte!

Originalrezept gibt es auch:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: White Chocolate Chunk Macadamia Cookies (O)
Kategorien: Cookies, Plätzchen, Macadamia
Menge: 40 Stück

Zutaten

3/4 Tasse   Lightly packed very fresh dark brown sugar
1/2 Tasse   Quick (1 minute) oatmeal
1/3 Tasse   Granulated sugar
1 3/4 Tassen   All-purpose flour, spooned in and leveled
1/2 Teel.   Baking soda
1/2 Teel.   Salt
1 Tasse   (2 sticks) unsalted butter, slightly firm
2 Essl.   Light corn syrup
1     Egg, large
2 Teel.   Pure vanilla extract
8 ounces   Fine-quality white chocolate, cut into 1/4 to
      — 1/2-inch pieces
1 1/2 Tassen   Coarsely chopped macadamia nuts

Quelle

  "great cookies", Carol Walter
  ISBN 9780609609696
  Erfasst *RK* 01.02.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Heat the oven to 375° F (190° C).

Place the brown sugar, oatmeal, and granulated sugar in the work bowl of a food processor fitted with the steel blade and process 2,5
– 3 minutes, stopping occasionally to pulse. The oatmeal must be very finely ground.

In a medium bowl, strain together the flour, baking soda, add salt. Set aside.

In the large bowl of an electric mixer fitted with a paddle attachment, mix the butter and corn syrup together on medium-low speed, mixing until smooth and creamy, about 1 minute. Add the oatmeal-sugar mixture in three additions and beat for 2 minutes. Add the egg and vanilla and beat for 1 minute longer. Scrape down the bowl as needed. Reduce the mixer speed to low, add the dry ingredients one-half at a time, and mix just until blended. Using a large rubber spatula, fold in the cocolate pieces and the macadamia nuts.

Drop 1,5-inch mounds of dough, about the size of a large walnut, from the tip of a tablespoon onto cookie sheets, abour 3 inches apart. Bake the cookies for 10 to 12 minutes, until the edges begin to turn a golden brown. Do not overbake.

Remove the cookies from the oven and let stand for 2 minutes. When firm enough to handle, transfer to a cooling rack.

STORAGE: Store in an airtight container, layered between strips of wax paper, for up to 5 days. These cookies may be frozen.

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19 Antworten auf „White Chocolate Chunk Almond Cookies (M-TM)“

  1. Ich sach dir Peggy, es ist nicht einfach – aber man muss sich den schröcklichen Herausforderungen stellen, ihnen mutig ins Auge sehen und manchmal, so wie bei deinem Gebäck, kommt dann nur Gutes zum Vorschein. Herrlich!

  2. Du Tapfere. Trotz Ermattung und Entnervung hast Du mal wieder alles zu einem Guten Ende gebracht. Ich mag Cup-Angaben auch nicht. ml-Angaben sind in Ordnung, sofern das meine Messbecher hergeben. Denen vertraue ich ehr als den Waagen. Die haben alle Aussetzer. Pfff.
    Meine Lieblingskekse mit Kardamom waren auch in Cup-Angaben. Damals noch nichts ahnend von der bösen bunten Welt der Küchen-Gadgets hatte ich in Tassen abgemessen und (für dieses Rezept) beibehalten. Köstlich!

  3. Cups sind das letzte. Schlimm sind aber auch die Engländer, die einem dann sagen, dass man 5ml Öl reinkippen soll: warum kann man das denn nicht in Löffeln angeben. Das ist was für Leute, die gerne spülen (=nicht mich). Das Rezept für den Marzipanhefekranz kommt aber hoffentlich bald, ja?

  4. Jetzt weiß ich wieder warum ich eigentlich lieber koche …. ein bisschen von hier, ein Schuss von da …. und letztendlich reicht mir da auch die TM-Waage. Genauer muss es beim Salbenrühren sein, ich fang auch immer mit der Löffelwaage an – dann werde ich immer großzügiger :-)Und jede Salbe ist dann zu Recht einzigartig *ggg*

  5. Ich habe mich anfangs auch von den Tassenmaßen abschrecken lassen. Durchs Brot backen und die vielen amerikanischen Rezepte komme ich jetzt aber ganz gut damit zurecht, wobei ich eigentlich nur Tee- und Esselöffel abmesse, Tassen rechne ich gleich um, da habe ich inzwischen die wichtigen Dinge wie Butter (1 c = 225 g), Mehl (1 c bei mir 135 g) und Zucker (1 c bei mir 200 g) parat. Für den Rest gucke ich schon mal in Umrechnungstabellen und schreibe dass wie du dann gleich zum Rezept. Ich schick dir mal die entsprechenden RK-Dokumente 🙂

  6. Für jemanden, der die Dinger nicht leiden kann besitzt du aber reichlich Cups ;-)). Immer die Hoffnung, beim nächsten Set wirds besser? Die grüne Ente ist ja allerliebst. Richtig aufgerüscht

  7. Die halten ganz arg fest an ihren Maßeinheiten! Selbst Mathematiker oder Chemiker, die es ja besser wissen müssten, weil sie es aus ihren Berufen kennen, dass man sich mit den internationalen Maßeinheiten leichter tut, würden die im Alltag nie haben wollen.
    Das hat wohl viel mit Nationalstolz zu tun. 😉

  8. Uns ist aufgefallen, dass Sie viele leckere Rezepte auf Ihrem Blog haben!
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  9. Ge-nau das habe ich meinem Mann gestern auch erklärt, das mit der Butter. Ein „stick“ ist ja noch ok = 120 g und 1 cup sind 2 sticks, also 240 g, aber wenn dann shortening im Rezept vorkommt, 1/3 cup oder so??!!?? Grässlich!
    Was ich auch gerne wüßte ist, ob Amerikaner, die mit den unsäglichen Cup-Dingern aufgewachsen sind, mit unserer Art des Wiegens ebenfalls Probleme haben. Bestimmt, wenn ich an dein Tankfüllungsbeispiel denke. Pi mal Daumen, gell? Ohne mich!

  10. Ja, in der Beziehung geht mir das laissez-faire doch sehr ab. Beim Kochen kann ich es so gerade noch akzeptieren und bin da sogar ab und an geradezu experimentell (wenn ich 5 Gramm Butter mehr nehme :-)), aber beim Backen bin ich eigen, das möschte isch nischt.

  11. Danke Jutta1 Das sind auch immer meine Flüche, wenn ich mit den die amerikanischen Maßeinheiten zusammenkrache. Am besten finde ich „1 cup butter“! Die wird aber nicht geschmolzen. Ja wie messt man das denn? Hineinquetschen? Und wie kommt die danach wieder raus aus dem Cup?
    Der Turbohausmann hat ja Familie in den USA. Sich mit denen zu unterhalten, ist nicht einfach. Die geben alles in total hirnrissigen Maßen an. Ein Auto braucht z. B. nicht so und so viele Liter Sprit pro km, sondern man kann mit einer Tankfüllung so und so weit fahren, wobei natürlich die Tankgrößen nicht genormt sind. Also die spinnen nicht nur bei den Backmaßen.

  12. Ich hasse diese Cup-Dingsbumse auch. Ich schreib mir auch immer auf, wieviel das in ordentlichen Maßeinheiten ist. Wobei…da hattest Du doch ein sehr genaues Buch…“packed“ oder „leveled“ steht da ja meist nicht. Das kann man sich dann denken.
    Immer dieser deutsche Gründlichkeitswahn… 🙂

  13. „maleinetütemitleidrübergeb“ und mich dann fürs ordentlichmachen des Rezeptes bedank ;-))) Barbara hat ja meine Frage nach den „Schmelzflocken“ vorweggenommen…. dein Beitrag hat mich dran erinnert wie ich mal Hefeteig mit Knoblauch-Kräuterbutter gefüllt hab, dann gerollt und Stücke runtergeschnitten die ich in Muffinformen gebacken hab. Konnten nicht auseinanderlaufen und sahen super aus beim Grillen;-)

  14. Jaaa, kalt war es – aber wir waren meist im Dominneren, da ging es mit der Kälte.
    Schmelzflocken sind Pappschachteln ;-), die sehr dünne Haferflocken enthalten. Sie werden vornehmlich als Babynahrung verwendet, weil sie sich in heißer Milch gut auflösen.
    Mit zarten Haferflocken machst du nichts falsch.

  15. Ich finde das ja auch gruselig, erst ‚was in einen Messbecher zu kippen, um den dann auszukratzen. Ich mach das genauso wie du, 250 ml Eierlikör sind übrigens 260 Gramm und 250 ml Öl so etwa 220 Gramm.

  16. Schönes Foto vom Dom – aber war kalt, oder? Da helfen Kekse! 🙂
    Was sind denn Schmelzflocken? – kurze Pause – aha, noch nie gehört, stattdessen könnte man bestimmt auch feine Haferflocken nehmen, oder? Hauptsache, die Cups und teaspoons usw. passen. 😉

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