1 Hirn – 2 Augen – 10 Finger – 12 Stränge = Zopf

Ich hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass ich Zöpfen gegenüber äußerst positiv eingestellt bin.

Und wenn mich die Leidenschaft packt, dann bin ich nicht zu bremsen. Dann will ich ausprobieren, tüfteln, an die Grenzen gehen. Da reichen mir weder Drei noch Sechs. Da müssen es Zwölf sein.

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Diese Kandidaten

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habe ich mit meinen eigenen Händen und unter Zuhilfenahme eines youtube-Filmchens (super, dass es so tolle Anleitungen gibt – anhand dieses Einspielers schafft ihr das auch, versprochen)

 

sowie unter Aufbietung äußerster Konzentration zu einem Zopf geschlungen.

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Puh, ich kann nicht behaupten, dass es trotz der ausführlichen Anleitung ohne Panne abgegangen wäre und das Zurückschlingen ist kein Zuckerschlecken.

Aber am Ende ist der Zopf dann doch ganz gut gelungen. Was mache ich jetzt bloß als nächstes?

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Ach, das Rezept schreiben.. das ist einfach, das habe ich im Kopf und geht so:

500 g Mehl, 300 g Milch, 1 Trockenbackhefe, 1 gute Prise Salz, 80 g Zucker (oder weniger oder mehr – je nach Laune), 80 g Butter ordentlich verkneten, gehen lassen, nochmals kneten, 12 Portionen abteilen, schön langsam zu ca. 80 cm langen Strängen rollen. Dabei den Teig immer wieder entspannen lassen.

Und dann nach DIESEM youtube-Filmchen formen (stellt am besten die Lautsprecher ab – diese Musik… meine Ohren bluten…armer Mozart…). Der Filmtipp weiter oben war ein Scherz. Das hier ist das mit dem zweifelhaften Titel. Bei dem haben meine Augen geblutet.

Aufgehen lassen, mit Eiwasch bepinseln, im aufgeheizten Ofen bei 160° C backen. Ca. 40 Minuten.

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Nachtrag 03.04.2013: wer sehen möchte, wie der Zopf in phänomenal super toll aussieht, sollte sich mal bei der Sugarprincess umsehen. Ihr Zopf ist so ordentlich, so gleichmäßig, so gelungen – ich bin noch nicht am Ende des Zopfweges angekommen.

17 Antworten auf „1 Hirn – 2 Augen – 10 Finger – 12 Stränge = Zopf“

  1. Hallo Schnuppschnues,
    liebe Jutta,
    habe schon mal einen Kommentar am Ende von „Just married..“ hinterlassen, fürchte aber dort im Nirwana zu versinken…. 🙁
    Inzwischen gibt’s auch Neuigkeiten (Punschtorte):
    Biskuit am Karfreitag gebacken, gut in Folie verpackt und immer im Blick 8) gehalten. Eine Woche später geschnitten (*staun* – geht besser als frisch!). Letzten Freitag gefüllt (Achtung! Schnuppschnuess Tipps beachten!). Einen Tag ruhen. Samstag dekoriert. (Kann man hier n Foto hochladen?). Sonntag verputzt.
    Unser Fazit: Tausch von Aprikosenmarmelade gegen selbstgemachte Orangenmarmelade (nicht bitter!) war ein voller Erfolg!
    Tränke – hab nur so die Hälfte genommen – hätt gern mehr sein dürfen. War dann doch noch n bisken drüsch …
    Und dran denken: Ohne TM Marzipan zur Verarbeitung mit Butter raspeln, sons jibbet Klümpchen 🙂
    Der Tausch von weißer Ganache gegen amerikanische Buttercreme mit Orangenaroma ist übrigens auch gut angekommen.
    Und zum Schluß: Das alles ohne Katastrophe!
    Vielen Dank für all deine hilfreichen Tipps und Tricks, diese Torte wird die größte der drei im Oktober!
    Viele Grüße aus NE – Wildfang69

  2. Ach, Stefanie, wenn du es nicht schaffst, wer sonst? Da bin ich mir aber sehr sicher, dass du die in die Reihe der 12-Strang-Zopfflechterinnen nahtlos einreihst 🙂
    Ich versuche es am Wochenende auch nochmal in „ordentlich“.

  3. Morgen versuche ich, einen hinzukriegen, der so ordentlich ist wie deiner. Ich bin hin und weg von deiner Seite und dem, was du alles schaffst. Schön, dass ich dich durch deinen Kommentar bei mir kennenlernen darf.

  4. Wow! Wie toll! Das ist ja die reinste Herausfoderung, am Wochenende einen Zopf zu backen 🙂 Da ich Zöpfe liebe, ist es aber auch einfach, mich zum Zopf backen zu verführen. Bisher war mein Maximum 8-strängig, aber da ich inzwischen regelmässig mit 6 Strängen flechte, sollten 12 doch auch machbar sein. Das sind doch nur doppelt soviele 😉 Hach, ich liebe Herausfoderungen …

  5. Was für ein merkwürdiger Zufall… Genau diesen hab ich auch geflochten, allerdings nach dem zweiten Video, das im Netz kursiert. Das finde ich besser, weil die Flechterin recht langsam arbeitet… Ich finde, dass Zöpfe flechten voll Laune macht…

  6. Hihi, kiss 🙂
    Ja, man hat immer einen Strang in der Hand und arbeitet immer von außen zur Mitte, indem man den äußeren Strang um den schlingt, den man in der Hand hält. Ich müsste es jetzt wieder anschauen, am besten nachmachen, um es genau erklären zu können. Und wenn ich mit dem Erklären anfange, hab ich es wahrscheinlich wieder vergessen. Aber wenn man mal beim Zwirbeln ist, ist es eigentlich nicht so schwer.
    Egal, eins ist sicher: ich könnte das mit meinen Haaren nicht.

  7. Ich danke dir, liebe Magdi. Stimmt, man muss nicht alles können. Hab ich eigentlich auch gedacht. Aber irgendwie nagt es dann an mir und diese Stimme in meinem Hinterkopf… Du kennst das bestimmt 🙂

  8. Viel Erfolg, liebe Irene. Es ist wirklich keine Hexerei, wenn man einmal den Dreh raus hat, dann geht das eigentlich fix. Spätestens nächsten Mittwoch, nach deiner Aktion, wirst du perfekt sein.

  9. Ich kann dich nicht leiden …
    Nein, Blödsinn, natürlich kann ich dich leiden, mich frisst nur der blanke Neid!
    Seh ich das richtig, dass man immer den äußersten Strang nimmt und mit dem, den man in der Hand hat, verknotet? Also immer abwechselnd von links und rechts?
    Mit meinen Haaren könnte ich das wahrscheinlich. 😉

  10. Liebe Jutta! Vielen Dank, der Spässchenfilm ist schon sehr aufschlussreich. Ich habe mir das extrem kompliziert vorgestellt, ist aber wie beim dreier auch immer dasselbe. Ob ich grad absetzten soll…. Spätestens nächsten Montag und Dienstag Backe ich für je 20-30 Kinderchen Zopf. Die perfekte Übungsgelegenheit.
    Merci u Liebs grüessli
    Irene

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