Traumstücke, die zum Alptraum wurden

 

Seit geraumer Zeit geistern köstliche Bilder von puderzuckrigen kleinen Häppchen durch das Netz und ich, wie so viele Naschkatzen vor mir, konnte ebenfalls nicht widerstehen, sie nachzubasteln. 

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Auslöser waren unter anderem Irene mit ihrem Widmatt-Blog, Werner von cucina e piu und Meister Schönleben, die sich ebenfalls an den Wahnsinnswürfeln versuchten. Ursprünglich stammt das Rezept aber von Karen, die permanent dem Backwahn verfällt, was ich sehr gut verstehen kann, da auch ich an diesem turnusmäßig auftretenden Symptom leide. 

Ich buk sie, ich probierte sie und ich konnte nicht mehr aufhören, sie mir einzuverleiben und ihr seht, es sind MASSEN!!!

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 Also versteckte ich sie im Keller, in der Hoffnung, dass ich bis zum nächsten Tag vergessen hätte, wo sie sich befinden. Dem war leider nicht so – den Rest könnt ihr euch denken. Und jetzt wisst ihr auch, wieso diese Würfel zum Alptraum wurden. Biester! 

Ich gehe davon aus, dass ihr konsequenter seid, als ich es je sein werde. Ihr könnt sie also ruhig nachbacken. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Traumstücke (M)
Kategorien: Kleingebäck, Mürbeteig, Plätzchen
Menge: 2 Bleche

Zutaten

250 Gramm   Butter
45 Gramm   Vanillezucker
150 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
5     Eigelb
500 Gramm   Mehl
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://karensbackwahn.blogspot.ch/2013/08/
  traumstucke.html
  Erfasst *RK* 09.09.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Butter, Zucker und Salz ausgiebig aufschlagen. Eier nach und nach unterziehen. Mehl unterkneten. Teig teilen, zu Würsten formen, in Frischhaltefolie einschlagen und eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Nach 45 Minuten Manzfred auf 180° C vorheizen, zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Würste der Länge nach vierteln und in 1 cm breite Stücke schneiden. Die erste Fuhre auf ein Backblech legen und einfrieren. Zweites Blech vorbereiten. Sobald Manzfred die Backtemperatur erreicht hat, das Blech aus der Tiefkühltruhe in den Ofen schieben und das zweite Blech ebenfalls einfrieren. Ich mache das, um ein Breitlaufen des Teiges zu verhindern.

Traumstücke ungefähr 12-15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. In eine große Schüssel geben, dick mit Puderzucker bestäuben und vorsichtig umwälzen.

Probieren, genießen und dann sehr gut verstecken. Am besten verstecken lassen.

Anmerkungen, Jutta: Irene vom Widmatt-Blog hat eine Tonkabohne zum Parfümieren verwendet. Auch nicht schlecht.

=====

 

Nachtrag, 13.09.2013: Wie ich soeben aus gut unterrichteten Quellen in Erfahrung bringen konnte, stammt das von Karen in die Welt geworfene Rezept ursprünglich von samt&sahne, die es ihrerseits wiederum von… ach, ihr wisst schon, wie das so geht im www…

21 Antworten auf „Traumstücke, die zum Alptraum wurden“

  1. Kurz vor Weihnachten 2014 bekam ich Besuch von meinen Freundinnen aus Berlin und eine hatte das Traumstücke-Rezept dabei. Wir haben sie dann auch gebacken und fanden sie sehr trocken und staubig – hätte man nicht „Mops“ oder „Pusteblume“ beim Essen sagen können. Aber erstaunlicherweise wurden sie von Tag zu Tag besser. Länger als 14 Tage haben sie nicht überlebt, aber da waren sie schon ziemlich traumhaft. 🙂

  2. lach…
    WAHNSINN… die Traumstücke erobern noch ganz Deutschland!
    Ich fass es nicht!
    Wer wissen möchte, warum ich sie Traumstücke genannt habe, der darf mal hier klicken:
    http://samtundsahne.blogspot.de/2012/08/traumstucke.html
    Diese feinen Kekslein wurden nämlich jahrelang von der Inhaberin dieses süßen Lädchens gebacken… Ich durfte hin und wieder stets aus dem Glas welche „entwenden“… Und bin ihnen ab da erlegen… Ich habe bei meiner Freundin Martina so lange gebettelt, bis ich das Rezept von ihr bekommen habe… (Es stammt noch aus den alten Aufzeichnungen ihrer Mama…) Es handelt sich also um ein langzeit erprobtes Familienrezept… Und sind das dann nicht einfach die besten Rezepte?!
    Wer noch auch noch neugierig ist und den Urspungspost zu dieser faszinierenden Traumstücke-Post-Welle lesen möchte, der darf hier klicken:
    http://samtundsahne.blogspot.de/2013/07/sonntagssue-traumstucke-kekse.html
    Ich hoffe ich spame Euch nun nicht zu… Aber ich selber bin immer neugierig, welche Geschichte hinter bestimmten Dingen steckt… Vielleicht seid Ihr es ja auch! Ansonsten einfach nicht hinklicken… Da bin ich auch nicht böse… Lach…
    Vielen lieben Dank für Eurer Feedback… Freut mich, dass Ihr unsere Traumstücke auch so traumhaft findet!
    Liebste Grüße
    Nancy

  3. Magdi, es ist einen Versuch wert. Vielleicht kannst du sie auch auf dem Gipfel eines Berges verstecken. Bei mir ist es so, dass sich die Erinnerung an die Biester an meine Synapsen klammert und ich sie einfach nicht los werde. Grau-en-haft.

  4. Es wäre super, wenn das mit Würzburg klappt! Bei mir ist es ja noch nicht 100%ig, aber ich arbeite dran und freue mich riesig. Ob mit Traumstücken oder ohne. 🙂

  5. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, liebe Barbara. Vielleicht sollte ich einen Zentner mit nach Würzburg nehmen? Dann kannst du probieren, ob sich das Nachbacken lohnt. Aber bis dahin ist ja noch soooo lang…

  6. Nein, die probiere ich nicht. Nein.
    Das Fleisch ist schwach… sind eben in der Nachbackliste gelandet… Zum Glück habe ich gerade wenig Zeit und bin zu müde, gleich los zu legen… 😉

  7. Und schnell gemacht sind sie wirklich. Man könnte den Teig auch über Nacht, dünner gerollt, im Kühlschrank aufbewahren, am nächsten Tag in Scheiben schneiden und sofort backen. Werde ich mal ausprobieren.

  8. *lach* Diese Traumstücke machen echt süchtig. In den Keller schafften sie es nicht mehr. Mein Mann machte dem „Alptraum“ ein Ende und vernichtete die Süssigkeiten ratzfatz.
    Liebe Grüße und einen schönen Dienstag
    Renate

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