Nachgemacht: Sie kamen, ich sah, sie siegten – Digestive Biscuits

Kennt ihr die McVitie’s Digestive Biscuits? Oder die Hobnots? Vor allem letztere „Verdauungskekse“ liebe ich und der Genuss dieser Dinger erinnert mich jedes Mal an alte Zeiten. Und ich will die immer essen. Deshalb kam ich mir vor wie der Pawlow’sche Hund, als ich die Kekse sah und fing beinahe an zu sabbern.

Auch ich habe mal eine Weile im Vereinigten Königreich, in Schottland, zugebracht und die Haferkekse dort kennen und lieben gelernt. Wie Nata, auf deren Blog „Pastasciutta“ ich diese herrlichen Verführer fand, sofort die Butter rauslegte und die Biester am nächsten Tag buk. Am Butterrauslegetag kamen mir 27 Gläser Quittengelee dazwischen, da musste ich schieben.

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und das Warten hat sich aber so was von gelohnt.

Und wenn man es schafft, nach dem Backen und Verzieren noch eine Nacht drüber zu schlafen, dann haben die Kekse ihre Hochform erreicht und sie schmecken wirklich fast genau so wie das Original. Also besser. Versteht sich, gell? 

Wie datt Kölsche Mädschen hatte auch ich das Gefühl, dass die Kekse aus dem Laden nicht mehr so schmecken wie früher. Ich hatte den Eindruck, dass sie  immer süßer wurden, was mir gar nicht gefiel. Deshalb bin ich umso glücklicher,  jetzt dieses Rezept in Händen zu halten.

Wie was wo und warum? Lest alles über die Krümelmonster im Natablog nach, dort steht auch der Link zum Original von Missboulette.

Norbert und ich träumen schon von unseren zukünftigen Wanderungen, mit diesen Plätzchen im Gepäck, dann aber ohne Schokoladenverzierung und voller Hoffnung, dass die Plätzchen nur das Durchhaltevermögen fördern mögen und nicht den ihnen vormals zugeschriebenen Zweck erfüllen. Wär schon blöd, so in der Pampa.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Digestive Biscuits
Kategorien: Knaller, Sünde, Plätzchen
Menge: 45 Stück


Zutaten

200 Gramm Haferflocken, fein
200 Gramm Weizenvollkornmehl
100 Gramm Vollrohrzucker (J: Demerara)
4 Gramm Natron
2 Gramm Salz
200 Gramm Butter, weich, in Stücken
30 Gramm Milch
H DEKO
150 Gramm Vollmilchkuvertüre

Quelle

Rezept modifiziert.
Original:
https://pastasciuttablog.blogspot.com/2018/11/keks-
therapie-zum-nachmittagstee.html
Original des Originals:
https://missboulette.wordpress.
com/2016/09/02/digestive-biscuits-nach-gary-
rhodes/
Erfasst *RK* 09.11.2018 von

Zubereitung

Manzfred auf 170 °C vorheizen.

Die Hälfte der Haferflocken im Thermomix 10 sec/ Stufe 8 zu Mehl verarbeiten. Alle weiteren Teigzutaten zufügen und auf Teigstufe 2 Minuten verkneten.

Zwischen Folie 5 mm dick ausrollen und mit einem Durchmesser von 5,5 cm runde Plätzchen ausstechen. Mit wenig Abstand auf Backfolie platzieren, 15 Minuten backen.

Die Vollmilchkuvertüre bei 35-40° C im Dampfgarer, Heißluft, langsam schmelzen. Auf 26° C abkühlen lassen, dann wieder auf 30° C erhitzen. Die abgekühlten Kekse auf einer Seite per Löffelchen mit der Schokolade bestücken. Sobald die Kuvertüre fest geworden ist, die Digestives in luftdichte Behälter packen.

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2 Antworten auf „Nachgemacht: Sie kamen, ich sah, sie siegten – Digestive Biscuits“

  1. Echt? Du hast sie mit so wenig Salz gebacken? Für mich mcht eine kräftige Prise Salz gerade bei diesem Rezept einen großen Teil des Geschmacks aus. Das ist echt erstaunlich, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. – Aber ich muss noch was richtigstellen: Man kann nicht sagen, dass ich in England gelebt hätte. Die Kekse lernte ich bei einem Sprachaufenthalt in den Ferien kennen. Ich war erst zwölf und war froh, dass ich überhaupt alleine weg durfte.

  2. Ich liebe Digestives! Hatte mal probiert, die nachzubacken, aber dabei wurde Dinkelmehl genommen und Deins nun mit den Haferflocken hört sich mehr nach dem Original an. Da muss ich mich baldigst ranmachen. Dankeschön für das Rezept! Freu mich schon sehr drauf, die mit einer „proper cup of tea“ zu geniessen!

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