Ottolenghis Weiße-Bohnen-Püree mit Muhammara

Da mir kürzlich der geröstete Blumenkohl so gut gefallen hatte, wollte ich ihn diesmal in der unverbrannten Version noch mal ausprobieren. Dazu fiel mir Ottolenghis Kochbuch „Simple“ ein Rezept mit Bohnenpüree und einer Paprikasauce ins Auge. Die Zusammenstellung fand ich nachmachenswert und es stellte sich heraus, dass ich damit nicht unrecht hatte.

Wie so oft bei Rezepten des Meisterkochs schmecken die einzelnen Komponenten meist schon sensationell. Im Miteinander ergänzen sich die Aromen jedoch so vortrefflich, dass es immer wieder mit Aaahs und Ooohs verbunden ist, die ersten Happen zu kosten. Diesmal kam auch noch der Crunch vom Blumenkohl hinzu, neben dem weichen Püree und der Paprikasauce mit den Walnüssen gab das noch mal einen schönen Kick.

Dazu hatten wir einen Weizentortilla, allerdings gekauft und der roch und schmeckte so chemisch, dass ich heute das Paket entsorgt habe. 10 verschiedene E-Nummern… ohne Worte! Heute habe ich die Reste mit selbstgebackenem Pfannenbrot kredenzt. Um Längen besser, aber mit Luft nach oben.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: WEISSE-BOHNEN-PÜREE MIT MUHAMMARA
Kategorien: Ottolenghi, Knaller, Vorspeise, Gästetauglich
Menge: 3 bis 4 Portionen

Zutaten

H MUHAMMARA
60Gramm Walnüsse
6  Paprikaschoten, rot
1Essl. Olivenöl
8  Knoblauchzehen
1Essl. Thymianblätter (1 TL getrocknet)
1/4Teel. Paprikapulver, geräuchert, mild
2Teel. Balsamicocreme
1/2Teel. Salz
H PÜREE
6Essl. Olivenöl
1  Knoblauchzehe
3Zweige Thymian
500Gramm Bohnen, weiß, getrocknet
1/2Teel. Salz
1Essl. Wasser

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, "Simple", S. 119
 Erfasst *RK* 21.03.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Bohnen mindestens 8 Stunden einweichen. Dann ungewürzt mit genügend Wasser im InstantPot, Bean/Grain, Pressure High, 40 Minuten garen. Von alleine abdampfen lassen. Walnüsse rösten.

Manzfred auf 220° C vorheizen. Paprikaschoten putzen, vierteln, mit Öl mischen und aufs Backblech legen. 15 Minuten backen. Geschälte Knoblauchzehen zufügen, weitere 15 Minuten rösten, bis die Haut beginnt, schwarz zu werden. Blech aus dem Ofen nehmen, Haut von den Paprikaschoten abziehen. Zusammen mit den anderen Zutaten im Thermomix grob pürieren.

Für das Bohnenpüree Öl mit Thymian und geschälten Knoblauchzehen erhitzen und so lange brutzeln, bis der Knoblauch zu karamellisieren beginnt. Knoblauch entsorgen, Thymian und zwei Teelöffel des Öls beiseite stellen. 470 g von den gegarten Bohnen mit dem restlichen Öl, Salz und Wasser pürieren.

Püree mit Muhammara, Öl, gehackten Walnüssen und Thymian garniert servieren. Fladenbrot dazu ist eine gute Idee.

Anmerkungen, Jutta: Mal wieder sensationell.

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Taler, Taler, du musst wandern…

Slavas Apfeltaler

Die liebe Slava ist eine tolle Köchin und Bäckerin, die alltagstaugliche Gerichte herstellt und sie in schöner Regelmäßigkeit auf ihrem Blog oder im Netz bei Facebook & Co. teilt. Diesmal hatten es mir ihre köstlichen Apfeltaler angetan. Als ich sie sah, waren sie im Prinzip schon nachgebacken und das ist kein Witz, denn das Rezept ist in Windeseile umgesetzt. Ich habe noch etwas Salz und Rosinen zugefügt.

Auf Facebook waren die Dinger der Renner, überall frohes Schmausen. Deshalb auch hier jetzt das Rezept – probiert es aus, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Slavas APFELTALER
Kategorien: Quark-Öl-Teig, Schnell, Knaller
Menge: 10 Stück

Zutaten

2  Äpfel
1Handvoll Sultaninen
200Gramm Quark
100ml Sonnenblumenöl
100Gramm Zucker
1Pack. Vanillezucker
300Gramm Mehl
1Pack. Backpulver
1Prise Salz
   Zucker, fein, zum Stippen

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Slava kocht und backt
 https://slava.com.de/?p=3059&fbclid=IwAR08WxS–
 mRBBmTFU_vaOEdPi_v4TrpeWmOSSqz6pD96Yqmh6PaqB5IdKhw
 Erfasst *RK* 22.02.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen. Äpfel schälen und mit dem Nicer Dicer in kleine Stückchen schneiden. Beiseite stellen.

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken des Handrührgeräts sehr schnell zu einem gerade bindenden Teig verarbeiten. Apfelstückchen zufügen, schnell per Hand unterkneten. 10 Teigkugeln von je ca. 100 g abwiegen, auf Backfolie legen, leicht flach drücken und ca. 20 Minuten schön braun backen.

Danach sofort mit der Oberseite in feinen Zucker stippen und auf einem Rost abkühlen lassen.

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Tarte mit karamellisiertem Knoblauch

Yotam Ottolenghi hat uns mal wieder zum Schwelgen gebracht.

Das Rezept aus dem Kochbuch „Genussvoll vegetarisch“ mit einem Hauch Knoblauch war mir gar nicht so richtig aufgefallen, allerdings hat man ja Facebook. Und genau da, in der Kochbuchgruppe, wurde das Rezept in Form eines herrlichen Fotos vorgestellt. Und bei mir stellte sich der Reflex vom ollen Pawlow ein.

NACHMACHEN! SOFORT!! NACHMACHEN!!!

Mittwoch beim Karo aufm Markt also drei putzige Knollen Knoblauch gekauft,

in Windeseile nackig gemacht (die Zehen!!!)

und ein paar Stunden später lag das goldischste Ding des Universums auf unserem Teller.

Im Rezept war von Ziegenkäse die Rede, darauf wollten wir gerne verzichten und nahmen Schaf anstatt. Herrlich! Dieser karamellisierte Knoblauch ist der Hit, den hätte ich fast solo aus dem Topf genascht. Sehr toll.

Am nächsten Tag schmeckte die Tarte aufgebacken immer noch sensationell. Als wir den letzten Bissen kauten, haben wir schon geplant, wann wir die Tarte wieder backen. Bald, denn morgen holen wir wieder Knoblauch.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tarte mit karamellisiertem Knoblauch
Kategorien: Ottolenghi, Tarte, Knoblauch, gegen Vampire, Knaller
Menge: 1 Tarte, 26er Form

Zutaten

270Gramm Blätterteig (hier: Dinkel von Tante Fanny)
3  Knoblauchknollen, frisch
1Essl. Olivenöl
1Essl. Balsamico-Essig, dunkel
3/4Essl. Zucker
1Teel. Rosmarin, frisch
1Teel. Thymian, getrocknet
   Salz
120Gramm Feta
120Gramm Pecorino
2  Eier
100Gramm Sahne
100Gramm Crème fraîche
   Pfeffer, schwarz

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, "Genussvoll vegetarisch"
 Erfasst *RK* 29.01.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Rosmarin hacken. Thymian im Mörser zerkleinern, grobe Teile aussieben. Knoblauch schälen. Pecorino grob reiben. Sahne, Crème fraîche, Eier, 1/2 TL Salz und Pfeffer verquirlen.

Manzfred auf 180° C vorheizen. Blätterteig in die Form geben, mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten füllen. Bis der Ofen vorgeheizt ist, im Kühlschrank kalt stellen. Dann 15 Minuten blindbacken, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen, weitere ca. 10 Minuten backen, bis der Teig goldgelb ist.

Während des Backens Knoblauchzehen mit Wasser bedecken, zum Köcheln bringen und 3 Minuten blanchieren. Gründlich abtropfen lassen. Topf trocknen, Knoblauch hinein geben, Olivenöl zufügen. 2 Minuten bei hoher Temperatur anbraten. Essig und 220 ml Wasser zufügen, 10 Minuten köcheln lassen. Zucker, Thymian, Rosmarin und 2 Prisen Salz zufügen, Temperatur auf Mittelhitze stellen, so lange köcheln, bis fast die gesamte Flüssigkeit verdampft ist und die Knoblauchzehen von dunklem Karamell überzogen sind.

Die vorgebackenen Tarte mit Pecorino bestreuen und den zerkrümelten Feta aufstreuen. Die Knoblauchzehen mit dem Sirup auf dem Käse verteilen. Den Guss so aufbringen, dass Knoblauch und Käse nicht komplett bedeckt werden.

40 Minuten bei 160° C backen.

Anmerkungen, Jutta: Ein absoluter Knaller. Mit Gurkensalat serviert. Sehr köstlich. Im Original wird 100 Gramm mehr Blätterteig verwendet und Ziegenkäse statt des Schafskäses. Aufbacken am nächsten Tag klappt prima.

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Wie ich mal nicht nach Namibia reiste, trotzdem Proviant benötigte und deshalb Müsliriegel buk

Große Reisen buchen wir immer recht frühzeitig. Die Vorfreude dauert lange, man hat Zeit, diverse Reiseführer zu lesen, sich anderweitig schlau zu machen, die Garderobe zu vervollständigen und Geocaches zu laden. Diesmal sollte es Namibia sein, 17 Tage Wanderstudienreise mit unserem Lieblingsanbieter Alpinschule Innsbruck.

Leider hatten wir die Pandemie unterschätzt und alles Hoffen und Bangen, ob man nicht vielleicht doch fahren könnte, wurde immer mehr zur Gewissheit, dass die Reise nicht stattfinden würde. Keine Wüste, keine wilden Tiere, keine Abenteuer. Am 26.10.2020 sollte es los gehen, Norbert hatte Urlaub eingetragen, also was tun?

Kurzentschlossen entschieden wir uns für eine Urlaubsvariante in Deutschland, ähnlich aufregend, fordernd, abenteuerlich wie die Begegnungen in Afrika. In eine Gegend, die uns körperlich und mental alles abverlangen würde.

Wir fuhren ins Sauerland.

Auch diese Reise eine Wanderreise, aber diesmal nicht mit einer Gruppe und Wanderführer, sondern zu zweit, mit Gepäcktransport und Tageswanderungen von Unterkunft zu Unterkunft. Ebenfalls gebucht über die Alpinschule Innsbruck, die uns auch diesmal nicht enttäuscht hat, denn alles war perfekt organisiert durch den Partner vor Ort, die reisewelt-sauerland.de und die einzelnen Gastgeber waren allesamt so goldig, wir waren begeistert.

Natürlich überlegten wir, was wir während der Tageswanderungen wohl essen würden – eigentlich überlegten wir nichts anderes. Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme waren auf dem beschwerlichen Weg über die Höhen des Sauerlandes – ähnlich wie in den Tiefen der namibischen Wüste – extrem begrenzt. Deshalb mussten Alternativen her. Ich dachte spontan an Müsliriegel, aber das, was ich so aus dem Supermarkt kannte, war abschreckend genug, diesen Gedanken schnell wieder zu verwerfen. Das Zeug kommt mir immer vor wie Jod-S11-Körnchen für Hansi, den Wellensittich. Aber selber machen… das wäre was. Ein Rezept hatte ich auch schnell auf der Thermomix-Rezeptplattform „cookidoo“ gefunden und skeptisch machte ich mich ans Werk. Das Ergebnis stellte uns so zufrieden, dass wir frohgemut unsere Reise ins Unbekannte antraten, was sollte uns schon noch passieren mit einem derart herrlichen Proviant?

Am 25.10.2020, einem Sonntag, reisten wir also mitten in der Pandemie mit dann doch eher gemischten Gefühlen, Rucksack und Koffer nach Brilon, um von dort auf dem Rothaarsteig 154 km bis Dillenburg zu wandern. Soviel sei gesagt: Wir kamen nie dort an.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Müsliriegel ultimativ
Kategorien: Knaller, Wanderproviant, Schnell
Menge: 1 Rechteckige Emailleform


Zutaten

120 Gramm   Haselnüsse
50 Gramm   Brauner Zucker
1/2     Vanilleschote (1 P. Vanillezucker)
40 Gramm   Honig
1 Dose   Gezuckerte Kondensmilch (400 g)
110 Gramm   Haferflocken, kernig
110 Gramm   Haferflocken, zart
80 Gramm   Kokosraspeln, ungesüßt
80 Gramm   Sonnenblumenkerne
50 Gramm   Sesam
90 Gramm   Kirschen, getrocknet (Cranberries, getr.)
1/4 Teel.   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  https://cookidoo.de/recipes/recipe/de-DE/r63048
  Erfasst *RK* 24.10.2020 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 110°C vorheizen. Backform (ca. 23 x 23 cm) mit Backpapier auslegen. Haselnüsse in den Mixtopf geben, 4 Sek./Stufe 7 hacken und umfüllen (die sind dann wie gemahlen – eventuell 1 sec kürzer). Zucker und Vanillezucker in den Mixtopf geben, 15 Sek./ Stufe 10 pulverisieren und mit dem Spatel nach unten schieben. Honig und Kondensmilch zugeben und 10 Sek./Stufe 3 verrühren.

Gehackte Haselnüsse und die restlichen trockenen Zutaten in einer großen Schüssel mischen, Honig-Milch-Mischnung zufügen und sorgfältig einarbeiten (im Original werden die trockenen Zutaten mithilfe des Spatels 20 Sek./Stufe 3 gemischt, das hat mich nicht überzeugt). Mischung in die vorbereitete Form geben, mit der Rückseite eines Esslöffels glattstreichen, Müsliriegel 35 Minuten backen, Temperatur auf 130°C erhöhen, weitere ca. 10 Minuten leicht bräunen, in der Form abkühlen lassen, in ca. 3 x 8 cm große Streifen schneiden und servieren oder in einer Keksdose aufbewahren.

Anmerkungen, Jutta: super! Eventuell etwas schmaler schneiden, die Streifen sind recht mächtig. Zum Test als Wanderproviant gebacken. Die wird es öfter geben.

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So sah der Plan aus – nach dem Cliffhanger geht es weiter:

2020 10 25: Fulda – Brilon

2020 10 26: Brilon – Willingen (25 km)

2020 10 27: Willingen – Winterberg (23 km)

2020 10 28: Winterberg – Latrop (26 km)

2020 10 29: Latrop – Oberhundem (18 km)

2020 10 30: Oberhundem – Lützel (24 km)

2020 10 31: Lützel – Lahnhof (14 km)

2020 11 01: Lahnhof – Wilgersdorf (22 km)

2020 11 02: Wilgersdorf – Dillenburg (21 km)

2020 11 03: Dillenburg – Fulda

Rothaarsteig Tag 1 – Anreise nach Brilon

Untertitel: Wie wir uns mal komplett zum Affen machten und das komplett meine Schuld war.

Beginn des Rothaarsteigs

Heute ist Sonntag, der 25. Oktober 2020. Es ist Pandemie, und wir fahren in Urlaub. Zum Wandern. Ins Sauerland. Rothaarsteig. Brilon.

Wir sitzen im Zug und uns ist mulmig. Wie wird das wohl werden in den Hotels, Restaurants, beim Wandern? Werden viele Menschen um uns sein? Werden die Vorschriften eingehalten? Hoffentlich stecken wir uns nirgends an. Wir waren seit März so vorsichtig, haben alle Regeln befolgt, alle Kontakte extremst eingeschränkt und jetzt gehen wir auf die Piste. Mein Gewissen ist nicht rein und alles was erlaubt ist, muss man nicht unbedingt machen. Zudem liegen an manchen Tagen Strecken vor uns, die uns schon ohne die angegebenen Höhenmeter Respekt abfordern. Jeden Tag zwischen 14 und 26 km zu laufen ist auch für uns Wandervögel eine ziemliche Herausforderung. Aber wir sind nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass wir einfach mal loslegen und wenn es uns zu kritisch wird, fahren wir wieder heim.

Gegen 16.00 Uhr erreichen wir das beschauliche Brilon im Hochsauerlandkreis, den Ort, wo unsere erste Etappe morgen beginnen wird. Normalerweise hätten wir ein Taxi genommen. Normalerweise!

Eben noch ein leichtes Tröpfeln, schifft es plötzlich wie aus Eimern, als wir den Bahnhof verlassen und wir haben natürlich nur das Notwendigste dabei. Zwei Trolleykoffer, zwei riesige Rucksäcke und das ganze Gesumms, das ich noch so am Körper trage, weil ich Geocachen will und unsere Touren aufzeichnen muss mittels GPS. Dann noch das Kartenmaterial für den Rothaarsteig-Multicache, der uns den ganzen Weg lang begleiten wird und dessen erste Station in Brilon am Markt liegt. Und genau da müssen wir jetzt hin. Mit dem ganzen Gedöns im Schlepptau. Und viel Wasser von oben. Diskussion ausgeschlossen, es geht ums Cachen, das weiß mein Mann und dementsprechend ist die Stimmung.

Wir also los Richtung Markt. Dort angekommen suche ich mir nen Wolf, werde nass wie eine Katze und mein lieber Mann hält mich für komplett durchgedreht. Mittlerweile dämmert es und bis zum Hotel ist es noch weit. Zu Fuß. Taxi hätte es am Bahnhof gegeben. Aber ihr wisst ja – der Cache.

Zunächst schleppen wir uns nach erfolgreicher Suche noch über gepflasterte und geteerte Straßen, dann wird es allmählich immer unwirtlicher. Falls ihr Phantasie habt, sollte sich jetzt vor eurem inneren Auge Cameron Diaz materialisieren. Kennt ihr? Nicht? Die kleine dünne Blonde, die immer kleine dünne Doofies spielt? Die sich mit ihren Freundinnen zu einer Treckingtour verabredet und dabei rosa Riesenkoffer mitschleppt und meint, mit Stöckelschuhen könne man die Sahara durchqueren? Die immer bemitleidenswert daneben liegt und immer die Arschkarte hat? Genau so sahen wir aus.

Rucksack, Rollkoffer, Regenschirm, ein Waldstück und ein Untergrund, der nicht nur steil aufwärts führt, sondern auch noch die Konsistenz einer schlammigen Steinwüste aufweist. Mit Steinen, die sich SOFORT! zwischen die Rollen setzen. Nach ein paar Metern, mittlerweile ist es dunkel, geben wir auf und laufen zurück, suchen uns einen Weg über die Straße, irgendwie schaffen wir es zum Hotel und sind sowas von froh. Das fängt ja schon gut an.

Im charmanten Hotel ‚Haus Hellhohl‘ werden wir sehr freundlich empfangen, haben ein richtig großes Zimmer, das auch dringend benötigt wird, weil wir unsere total durchweichten Koffer zum Zwecke der Trocknung des Inhaltes ausbreiten müssen. Merke: Unsere Trolleys sind nicht wasserdicht! Die Rucksäcke sind zwar auch nass, aber immerhin einigermaßen dicht. Ab morgen wird Regenschutz aufgezogen.

Die Handtücher im Badezimmer hat vermutlich der befreundete Heinrich Kaczmarek kurz vor Schließung der Kohlengrube aus der Kaue mitgehen lassen. Nach dem Grad der Ausgefranstheit zu urteilen muss das so in den 60er Jahren gewesen sein, aber das ist uns als Globetrotter, die schon in den abgehalftertsten Kaschemmen schliefen, sowas von schnuppe. Wir lachen herzlich und holen unsere Vorräte raus, denn das Restaurant hat geschlossen und wir haben Hunger. Und Durst.

Im Foyer neben der Anmeldung befindet sich eine Art Cafeteria ohne Personal und mit überschaubarem Angebot. Es gibt Getränke in einem Kühlschrank, Knabberzeug und eine Liste, in die man die konsumierten Waren einträgt. Daneben eine Keramikschale für das Geld. Wir staunen Bauklötze, im Sauerland scheinen die Gastgeber Vertrauen zu haben und die Gäste ehrlich zu sein. Erdnüsschen für 1 Euro und eine Flasche Bier für 2 Euro – da kann man nun wirklich nicht meckern. Statt dessen starteten wir durch zu einer feucht-fröhlichen Zimmerparty, um uns herum die herrlichste Ruhe. Ob wir die einzigen Gäste sind, erfahren wir am nächsten Tag.

Die Tour:

2020 10 25: Fulda – Brilon

2020 10 26: Brilon – Willingen (25 km)

2020 10 27: Willingen – Winterberg (23 km)

2020 10 28: Winterberg – Latrop (26 km)

2020 10 29: Latrop – Oberhundem (18 km)

2020 10 30: Oberhundem – Lützel (24 km)

2020 10 31: Lützel – Lahnhof (14 km)

2020 11 01: Lahnhof – Wilgersdorf (22 km)

2020 11 02: Wilgersdorf – Dillenburg (21 km)

2020 11 03: Dillenburg – Fulda

Süße Tahin-Schnecken – kubez el tahineh

Das nächste Rezept aus Sami Tamimis und Tara Wigleys Buch „Palästina“, das ein richtiger Klopper war.

Tahin ist eine unverzichtbare Zutat in der orientalischen Küche und ich mag den Geschmack sehr gern, er erinnert mich an die Urlaube, die wir in Ländern verbrachten, wo dieses Sesammus verwendet wird. Unter anderem waren wir auch in Palästina und dort haben wir richtig gut gegessen. Was lag also näher, die Hefeteigschnecken mit Tahin-Zucker-Zimt-Füllung auszuprobieren? Nix. Eben.

Der Teig ist flott gemacht, braucht aber eine Weile zum Gehen, denn er enthält eine ordentliche Portion Butter sowie ein Ei und ist deshalb schwerer, als der normale Hefeteig für Brötchen oder helles Brot, den ich ohne Fett und Ei herstelle.

Die Verarbeitung ist problemlos, nach 20 Minuten im Ofen sind die Schnecken verzehrbereit, nur noch etwas abkühlen lassen und dann ab in den siebten Schneckenhimmel. Die Röllchen sind der Hit, wir konnten uns kaum bremsen. Mit einer Mischung aus Dattelsirup oder Traubensirup und Tahin oder, wie hier zu sehen, mit Rübenkraut, schmecken die Leckerchen ebenfalls köstlich.

Am nächsten Tag muss man sie aufbacken, ansonsten schmecken sie fad. 10 Minuten im Kombi-Dampfgarer bei 160° C und 90% Feuchte verwandelten die trockenen Kringel in Gebäck, das dem vom Vortag doch sehr ähnelte. Ein Versuch auf dem Toaster brachte hingegen nur mäßigen Erfolg. Also gar keinen eigentlich. Kann man sich sparen.

Im Rezept habe ich einiges verändert, das Original findet sich unter anderem hier:

https://thehappyfoodie.co.uk/recipes/sweet-tahini-rolls-kubez-el-tahineh

Ich habe es so gemacht:

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süße Tahin-Schnecken (Tamimi)
Kategorien: Gebäck, Hefe, Knaller
Menge: 10 Portionen

Zutaten

H TEIG
6Gramm Hefe, frisch
1Teel. Zucker
110ml Milch
75Gramm Butter
1/2Teel. Salz
1  Ei
300Gramm Mehl
H FÜLLUNG
100Gramm Zucker
1Teel. Zimt
120Gramm Tahin
H TOPPING
1  Eigelb
1Teel. Zucker
1Prise Salz
1-2Essl. Milch
   Sesam, hell

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Sami Tamimi / Tara Wigley "Palästina"
 Erfasst *RK* 11.06.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten für den Teig außer Ei und Mehl in den Mixtopf des Thermomix geben. 3 Minuten / 37° / Stufe 1. Ei und Mehl zufügen. Fünf Minuten / Teigstufe. Umfüllen und Teig bis zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Zucker und Zimt sorgfältig mischen. Tahin umrühren, bis die Masse geschmeidig ist und das Öl untergezogen.

Aus Eigelb, Zucker, Salz und Milch eine nicht zu dickflüssige Streiche (Eiwasch) herstellen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck von 50×35 cm ausrollen. Tahin aufstreichen, an den kurzen Enden 1 cm frei lassen. Zimt-Zucker aufstreuen, etwas anziehen lassen und von der langen Seite her aufrollen. Die Enden ca. 2 cm abschneiden, restlichen Teig in 10 Teile schneiden. Auf eine Backmatte legen, vorsichtig platt drücken, bis ein Durchmesser von ungefär 8 cm erreicht ist. Mit einer zweiten Backmatte abdecken, beschweren (ich nehme einen Brotschieber) und ca. 30 Minuten gehen lassen. Schnecken mit Eiwasch bestreichen und mit Sesam bestreuen. Eventuell noch etwas gehen lassen.

20 Minuten backen. Mit einer Mischung aus Tahin und Dattelsirup oder Traubensirup bestrichen verzehren oder einfach so.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt genial! Einfach klasse, wir mussten uns zurück halten, dass wir nicht alle Schnecken auf einmal essen.

Aufbacken am nächsten Tag unbedingt notwendig. 10 Minuten im Kombi- Dampfgarer bei 160° C und 90% Feuchte.

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Quarkgugelhupf

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame namens Helga habe ich mich ins Zeug gelegt und blogge diesen Gugelhupf, der erst um 15.30 Uhr am heutigen Tage den Backofen verließ.

Beim Krosen fiel mir die Tage „Backen ganz einfach“ von Hedwig Maria Stuber in die Hände. Genau gesagt war es nachts gegen 2 Uhr, als ich noch eine kleine Bettlektüre genoss und währeddessen am liebsten wieder aufgesprungen wäre, um den ein oder anderen Kuchen aus diesem Buch zu backen. Schöne, bodenständige Kuchen, feine Torten und auch herzhaftes Gebäck findet man hier und der Nusskuchen, den ich buk, war ebenfalls ein Genuss. Rezept kommt bald.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkgugelhupf
Kategorien: Rodon, Gugel, Flott, Rosinen
Menge: 1 Rodonform

Zutaten

150Gramm Butter, weich (hier Margarine)
200Gramm Zucker
1Prise Salz
2Pack. Vanillezucker
2  Eier
   Zitronenabrieb (oder Orange)
250Gramm Magerquark (hier 20%)
40Gramm Haselnüsse, gemahlen
40Gramm Mandeln, gehackt
70Gramm Sultaninen
1-2Essl. Rum
300Gramm Mehl
1Pack. Backpulver

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Hedwig Maria Stuber, "Backen ganz einfach"
 ISBN978-3-8354-1245-3
 Erfasst *RK* 25.05.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Vorbereitungen:

Sultaninen in Rum einlegen. Ich habe immer ein Glas Rumrosinen im Vorrat, fiel also bei mir flach. Rodonform fetten. Manzfred auf 170° C vorheizen. O- und U-Hitze 190° C. Geröstete, gehackte Haselnüsse kaufe ich fertig und zerkleinere sie im Thermomix. Eier in heißes Wasser aus dem Hahn legen. Zitronenschale abreiben. Für Rührteige benutze ich immer Margarine statt Butter. Der Teig wird einfach fluffiger – finde ich. Ansonsten immer Butter. Los geht’s:

Margarine, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Eier nach und nach zufügen, sehr ordentlich unterziehen, bevor das zweite Ei zugefügt wird. Zitronenabrieb, Quark, Haselnüsse, Mandeln und Sultaninen unterziehen. Mehl mit Backpulver mischen, über die Masse sieben und mit einem Kochlöffel unterziehen. Ich habe dann noch zwei Esslöffel von dem Rum aus meinem Rumrosinenglas zugefügt.

In die Rodonform geben, 45 Minuten backen. Stäbchenprobe.

Kuchen schmeckt am nächsten Tag bestimmt noch besser, wenn er so richtig schön durchgezogen ist. Ruhig ordentlich Zitronenabrieb verwenden, sonst schmeckt der Kuchen zu flach.

Bissi Puderzucker als Topping schadet nicht.

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Crusty

Enthält unbezahlte Werbung

Meine dem Kochen und Backen nicht abgeneigte Nichte fragte meine ebenso interessierte Schwester nach einem schönen Brotrezept und da sperrte ich natürlich auch Augen und Ohren auf, um was Neues ausprobieren zu können.

„Crusty“ ist ein Weizenmischbrot, das 24 Stunden und ein paar Gequetschte auf seinen großen Auftritt warten muss. So richtig gut gefüttert wird es auch nicht, denn 1 g Hefe… da denkt man doch eigentlich, der arme Teig, datt gibt doch nix. Ha! Weit gefehlt! Im Laufe eines Tages entwickelt sich Crusty langsam aber sicher zu einem strammen Kerlchen und im Backofen dreht er komplett durch. In einer Jenaer Glasschüssel gefangen, bleibt ihm nur der Weg nach oben und genau den nimmt er, wird rund und dick und knusprig.

Nach einer Stunde Backzeit holt man ihn aus seinem gläsernen Sarg, lässt ihn noch ein paar Minuten Sonnenbankbräune annehmen und dann ist er verzehrfertig, sollte aber vorher abkühlen. Und das tut er mit einem wunderbaren Knister-Konzert.

Der Anschnitt offenbart eine großporige Krume, eine dünne Kruste und eine Konsistenz, die allen Menschen auf diesem Planeten gefällt, nur nicht meinem lieben Mann und mir. Wir mögen so gerne kompakte Brote ohne Löcher, wo die Butter und Marmelade durchsausen, deshalb würde ich beim nächsten Backen etwas weniger Wasser verwenden. Geschmacklich aber top.

Crusty, hiermit nehmen wir dich in den Kreis unserer Familie auf. Und deine Zwillingsbrüder in spe.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Crusty
Kategorien: Thermomix, Brot, Food with Love
Menge: 1 Brot

Zutaten

350Gramm Wasser
1Gramm Hefe
20Gramm Rübenkraut
300Gramm Weizenmehl 550
200Gramm Weizenmehl 1050
60Gramm Roggenmehl 1150
25Gramm Butter
11Gramm Salz
4Gramm Backmalz, Roggen

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 "Soulfood with Love" Joelle und Manuela Herzfeld;
 ISBN 978-3960582465
 Erfasst *RK* 21.03.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Wasser und Hefe in den Mixtopf geben, 2 Minuten / 37° C / Stufe 2.

Restliche Zutaten zufügen, 7 Minuten Teigstufe.

Teig in eine bemehlte Schüssel geben, abdecken und 24 Stunden an einem kühlen Ort (hier das Treppenhaus im März) stehen lassen.

Am nächsten Tag Teig einmal stretch & fold, nochmals etwas aufgehen lassen. Teig rund wirken, zu einem Brotlaib formen, bemehlen und in eine gefettete Jenaer Glasform geben. Nach Belieben einschneiden.

Form mit Deckel in den kalten Ofen setzen, 210° C einstellen und 60 Minuten backen. Nach dieser Zeit Brot aus der Form holen und weitere 10 Minuten backen, bis der Laib schön braun ist.

Anmerkungen, Jutta: Brot ist mir etwas zu luftig, beim nächsten Mal weniger Wasser verwenden.

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Und solltet ihr das Buch der Herzfeld-Girls bestellen wollen, dann bitte beim lokalen Dealer und am allerallerliebsten bei „haehnelbuch.de„. Die kleinen Geschäfte haben es so schwer wie selten zuvor derzeit, die müssen wir doch ein wenig unterstützen, oder?

Landbrot(e) aus dem Holzbackrahmen ohne Holzbackrahmen …

…aber aus Backformen und diese Brote wurden auch super.

Und das kam so:

Facebook, ketex‘ Brotbackforum, Foto von Brot, Klick auf Blog Cookie und Co von Bäckerin Sonja, verlieben, nachbacken. Himmel.

Danke, Sonja! ❤

Na gut, ich schreibe noch ein wenig mehr.

Das erste Brot habe ich zur Probe gebacken, in einer großen Eisenform, weil ich keinen Holzbackrahmen habe.

Im Anschluss, weil uns das Ergebnis so toll geschmeckt hat, dann gleich die doppelte Menge, die ein großes und zwei kleine Brote ergab. Beim zweiten Durchgang habe ich etwas weniger Salz verwendet und nun ist die Anleitung für uns perfekt.

Die Zubereitung dauert, das Landbrot ist nicht mal eben so gemacht, am Abend vor dem Backen sollte man schon anfangen. Auch am Backtag braucht man Zeit, damit der Teig gut aufgehen kann. Die reine Arbeitszeit ist minimal, die Gehzeit ist hier der entscheidende Faktor.

Wir haben uns sofort in das Brot verliebt, Norbert nimmt jeden Tag Brote mit auf die Arbeit und so ein paar saftige Schnitten eines Brotes, das lange frisch bleibt, sind auch nachmittags noch köstlich beim Verzehr.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Landbrot aus dem Holzbackrahmen ohne Holzbackrahmen
Kategorien: Landbrot, Sauerteig, Roggen, Weizen
Menge: 1 Großes und 2 kleine Brote

Zutaten

SAUTERTEIG, STUFE 1
100Gramm Roggenmehl, Type 1150
100Gramm Weizenmehl, Type 1050
200Gramm Wasser, handwarm
20Gramm Anstellgut
SAUERTEIG, STUFE 2
400Gramm Sauerteig (Stufe 1)
400Gramm Wasser, handwarm
200Gramm Roggenmehl, Type 1150
200Gramm Weizenmehl, Type 1050
FERMENTOLYSETEIG
1,2kg Sauerteig (Stufe 2)
420Gramm Weizenmehl, Type 1050
430Gramm Wasser, handwarm
HAUPTTEIG
2,05kg Fermentolyseteig
420Gramm Roggenmehl, Type 1150
40Gramm Zuckerrübensirup (optional)
30Gramm Salz

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Blog "Cookie und Co"
 https://cookieundco.de/landbrot-aus-dem-holzbackrahmen/
 Erfasst *RK* 27.02.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Achtung! Das Rezept oben ist die doppelte Menge des Originals = 2,5 Kilo Teig, den die Küchenmaschine verarbeiten muss.

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Am Vorabend – hier 21.00 Uhr – die Zutaten für den Sauerteig Stufe 1 in einer Schüssel vermengen. 8-12 Stunden reifen lassen.

Am Backtag – hier 7.45 Uhr – alle Zutaten für den Sauerteig Stufe 2 vermengen. 2-4 Stunden reifen lassen.

Danach – hier 12.45 Uhr – den Fermentolyseteig zubereiten. Dafür alle Zutaten in die Küchenmaschine geben, flott und gründlich verkneten. 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Die restlichen Zutaten für den Hauptteig zufügen und 4-5 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit mischen. 30 Minuten ruhen lassen.

Eine große und zwei kleinere Kastenformen fetten, Teig auf gut bemehlter Arbeitsfläche zu Laiben formen, in die Formen geben und mit Roggenmehl bestäuben. Je nach Zimmertemperatur 2,5 bis 5 Stunden zunächst abgedeckt gehen lassen. Nach ungefähr der Hälfte der Gehzeit die Formen unbedeckt lassen, damit die Oberfläche schön aufreisst.

Manzfred oder Backofen (Heißluft) auf 230° C vorheizen. Wenn die Brote gut aufgegangen sind, die Brote für fünf Minuten bei dieser Temperatur backen. Temperatur auf 190° C reduzieren, Tür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Nach 30 Minuten Backzeit nochmals kurz Schwaden abziehen lassen. Die kleinen Formen 45 Minuten backen, die große Form 55 Minuten. Wer möchte, kann die Brote im ausgeschalteten Ofen noch eine Weile ohne Form nachbacken.

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Ich freue mich immer, wenn mal wieder so ein Rezept in die Knallerrubrik Einzug hält, von dem man weiß, dass man in Zukunft immer wieder darauf zurück greifen wird. Nebenbei ist das Blog von ‚Cookie und Co‘ ohnehin ein Ort, an dem man auf der Suche nach schönen Rezepten mal stöbern sollte. Tolle Sachen gibt es da zu sehen.

Übrigens sieht so ein Rezept aus, wenn ich mit ihm fertig bin 🙂

Nudelgratin mit cremiger Kürbissauce (nach einer Idee von WW)

Tag sechs ohne Fleisch* und soll ich euch mal was sagen? Es ist mir egal. Auch deshalb, weil es so schöne Rezepte gibt wie das Nudelgratin von gestern, das wir heute wieder essen, weil es so viel war. Und so lecker.

Schön sämig (ok, den Frischkäse hatten die Abnehmgurus nicht erwähnt), knusprig wegen des erstaunlich schmackhaften Paniermehls ( auch Semmelbrösel genannt) und der Mandelblättchen, deren Röstaroma ein toller Kick sind und die ich mir in Kombination mit den Brotkrumen auf Nudelauflauf nicht wirklich hatte vorstellen können.

Der Parmesan zum Drüberstreuen, später, wenn die Chose auf dem Teller dampft, ist im Originalrezept ebenfalls nicht vorgesehen, passt aber natürlich bestens. Sehr schön auch, dass die eingefrorenen Mangoldpäckchen aus der Sommerernte verbraucht werden konnten und sogar den letzten Butternutkürbis haben wir mit diesem Gericht verzehrt.

Den Auflauf kann man schon tagsüber zubereiten und abends nur noch backen, was ich immer praktisch finde, weil dann die Küche schon blitzt, wenn man das Essen genießt.

*Hier wird es auch weiterhin Fleisch zu essen geben. Aber Norbert und ich wollen versuchen, den Konsum stark einzuschränken. Wir haben ohnehin immer weniger Tiere gegessen, aber völlig darauf verzichten werden wir nicht. Mehr als eine Fleischmahlzeit in der Woche möchten wir jedoch nicht verzehren, eher noch weniger. Mal sehen, wie das klappt mit den Vorsätzen. Wir machen keine Religion daraus, essen auch weiterhin alles, wenn wir eingeladen sind oder im Restaurant, auf Reisen oder an der Wurstbude. Die Tiefkühltruhe wird auch noch geleert und dann möchte ich nur noch kaufen, wenn wir es umgehen essen. Dörrfleisch und Leberwurst, lebt wohl!

Ach so, das Rezept, hätte ich fast vergessen.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nudelgratin mit cremiger Kürbissauce
Kategorien: WW, Garten, Kürbis, Auflauf, Backen
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1  Butternutkürbis, klein
   Chilischoten, geschreddert
3  Zwiebeln, mittelgroß
300Gramm Mangold, gegart, grob gehackt
500Gramm Vollkornnudeln, trocken
   Olivenöl
400ml Wasser, kochend
2Teel. Instantgemüsepulver
2Zehen Knoblauch
1Teel. Thymian, getrocknet, gestrichen voll
2Essl. Rosinen
2Essl. Kräuterfrischkäse
30Gramm Paniermehl
2Essl. Mandelblättchen
   Parmesan

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Weight Watchers Online
 Erfasst *RK* 10.01.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Tiefgekühlten Mangold auftauen. Frischen Mangold waschen, in Streifen schneiden und auf ein Dampfgarerlochblech geben. Kürbis schälen, Kerne entfernen, in nicht zu große Stücke schneiden und auf ein Dampfgarerlochblech legen. Im Dampfgarer, Automatikprogramm, garen. Falls Mangold gegart werden muss, ebenfalls in den Dampfgarer schieben (Schiene unter dem Kürbis).

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Nudeln in Salzwasser knapp gar kochen und abschütten. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln würfeln, in Öl bräunen, Mangold zufügen und eine Weile mitbraten, mit Salz und Chiliflocken würzen.

Aus Instantpulver und kochendem Wasser eine Brühe herstellen. Kürbiswürfel, Knoblauch, Chili, Frischkäse und Brühe im Thermomix pürieren. Abschmecken.

Nudeln mit Mangoldmischung, Rosinen, Thymian und Kürbissauce mischen, in eine Auflaufform füllen, mit Paniermehl und Mandelblättchen bestreuen. Ungefähr 25 Minuten backen, dabei darauf achten, dass die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Nach Geschmack mit Parmesan bestreut servieren.

Jutta: Schmeckt sehr gut, knusprig wegen des Paniermehls und der Mandelblättchen. Reicht für zwei Tage.

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