Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)

Der Wahnsinnssommer lässt die Tomaten wachsen und gedeihen und jeder Gedanke an Braunfäule erübrigt sich in diesem Jahr. Mit Blütenendfäule hatten wir zu kämpfen, sonst wäre die Ernte noch bombastischer ausgefallen, als sie ohnehin schon ist.

Diverse Sorten wurden aus Samen gezogen, so eine wunderbare Mischung, die ich mir über den „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ bei einer sehr sympathischen Erhalterin bestellt hatte. Diese Dame, Frau Sahling,  lebt in Italien auf großer Höhe und hat dort einen sehr großen Garten, in dem sie Samen für die Nachwelt aus Unmengen von Pflanzen rettet. Neben liebevoll gebastelten Samentütchen

gab es noch ein liebes Briefchen mit guten Wünschen und Segen für eine erfolgreiche Ernte und ich muss sagen, es hat gewirkt. Braunfäulefreie Marzane, braunfäulefreie Faltentomate, 10-Kilo-Buschtomate, Taubenherz und zu guter Letzt die unfassbare Oma Antonia.

Auch wenn Omma Toni hier noch ein wenig schwächelt, im wilden Westerwald bei Familie Pagel läuft sie zu Hochform auf und bringt unglaubliche knapp 700 Gramm auf die Waage.  Eine einzige Tomate, versteht sich. Oma Antonia in Höchstform. Bei mir ist es halt „nur“ eine Handvoll.

Da wir keine rohen Tomaten essen, müssen sie irgendwie verarbeitet werden und so ein Sugo war da eine gute Idee.

Im Nachhinein war das Ergebnis so gut, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Von Frau Annette aus dem Westerwald habe ich auch die Lorbeerblätter geklaut, die in ihre Tomatensauce wandern. Also die Idee, nicht die Blätter in echt. Dankeeeee!!!!

Da wir im Moment den Maler vor Ort haben, wollte ich die Sauce möglichst ohne Aufwand herstellen und da bot sich an, den Slowcooker / Crockpot aus dem Keller zu holen, damit er ohne mein Zutun schöne Tomatenpampe bereitet. Und genau das tat er auch. Tomaten häuten, Zwiebeln braten, alles rein in den Pott, Tomaten, Kräuter, Gewürze – einmal umrühren, Deckel nicht fest drauf, damit Flüssigkeit verdampfen kann und los geht’s.

Neun Stunden lang brodelte er vor sich hin, ab und an habe ich mal gerührt, um die Konsistenz zu prüfen, aber sonst… nix zu tun. Herrlich! Und dieser Geruch!

Als ich die ganzen Tomaten zu Anfang der Aktion gehäutet hatte, fiel mir dann irgendwann auch noch ein, dass ich eine flotte Lotte habe. Super! Beim nächsten Mal also nicht mehr häuten, ist mit dem Lottchen ja nicht mehr nötig. Ich war auch erstaunt, wie wenig Rückstände bleiben, nachdem die Tomatenmasse durch die mittlere Scheibe des Geräts passiert wurde.

Am Ende und nachdem ich zwei Suppenkellen des herrlichen Gebräus

anderen Zwecken zugeführt hatte (Gartengemüse, Paprika, Tatar und Sugo – im Schnellkochtopf flott gegart, mit Kartoffeln – ein wunderbares Mahl)

und nach einer Nacht der Ruhe im Kühlschrank, wurden sieben Gläser Sommersonne im Glas eingeweckt. Zwei Gläser wurden gegen sechs Eier

von sehr glücklichen Hühnern des Malers getauscht (alle haben Namen), blieben noch fünf.

Aber da die Tomatenschwemme noch nicht vorbei ist, werden sie sicher nicht einsam im Keller ihr Dasein fristen müssen. Bis bald, ihr Süßen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)
Kategorien: Tomaten, Vorrat, Eichhörnchen, Slowcooker, Kräuter
Menge: 10 Gläschen à 200 ml


Zutaten

Olivenöl
2 Gemüsezwiebeln
Tomaten, alle möglichen Sorten aus dem Garten,
Viel
2 Monoknoblauchknollen
4 Zehen Knoblauch
2 Stängel Rosmarin
8 Stängel Basilikum, gemischt (je 2 grün, rot, Thai, Busch)
2 Chilischoten (die waren gar nicht scharf)
2 Blätter Lorbeer
Kräutersalz
Gemüsebrühe
Worcestersauce
Kräuter, mediterran, getrocknet oder frisch

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln würfeln, langsam in nicht zu viel Olivenöl anbraten.

In der Zwischenzeit Tomaten häuten und würfeln (als ich damit fertig war, fiel mir ein, dass ich eine flotte Lotte habe – beim nächsten Mal also nicht häuten). Monoknoblauch stifteln, Knoblauch in Scheibchen schneiden. Rosmarin und Basilikum ausschütteln oder kurz überbrausen. Mit Stiel verwenden. Chilischoten längs halbieren, Kerne und Häute entfernen, in Streifchen schneiden.

Tomaten in den großen Crockpot geben, alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen, auch die jetzt schön gebräunten Zwiebelwürfel. Umrühren, Crockpot ohne oder mit um 90° gedrehtem Deckel auf High anwerfen und vergessen. Nach 9 Stunden (oder mehr, oder weniger, je nach Flüssigkeitsgehalt des Masse) und ein paar Umrührungen ist das Sugo fast fertig. Die Masse wird noch durch die mittlere Scheibe der flotten Lotte passiert. Abschmecken und staunen. Das ist das Tomatenparadies. Versprochen.

Ich habe das Sugo (nachdem ich zwei Schöpfkellen für ein Abendessen mit Gemüse und Kartoffeln abgezweigt hatte) über Nacht im Kühlschrank geparkt und am nächsten Tag eingeweckt. Sommer im Glas für trübe Wintertage.

Punktejäger müssen nur das Öl berechnen. Gut, ne?

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Sieben auf einen Streich – Das tapfere Nobbilein und die unverschämt köstlichen Quarkpuffer (WW)

Ach, was würden wir nur ohne unsere tapferen Männer machen,  die uns immer und immer wieder vor den Gefahren des Alltags beschützen? Meiner einer zum Beispiel nahm todesmutig den Kampf gegen 16 Quarkpuffer auf, damit ich nicht alle im Fressrausch verputze.

Sieben auf einen Streich

hat er mit Bravour geschafft und weitere drei noch gleich hinterher. Garniert mit Puderzucker und Apfelspalten – ein Hochgenuss.

Ich kann da mitreden, denn sechs von diesen Leckerchen habe ich mir ebenfalls einverleibt. Gottohgott, die waren wirklich gut, die Biester. Und Genuss ohne Reue war auch angesagt, schließlich ließ ich mich mal wieder von meinem Abnehmverein inspirieren.

Beim Nachmachen der Puffer habe ich zuerst versucht, auf Backpapier und mit Hilfe von Crumpetringen zu backen.

Das war aber nicht so toll. Mit etwas Öl zum Backen ging es dann viel besser.

Bitte nachmachen – hier ist das Rezept:

Ach ja – natürlich auch noch: „Danke, mein Held!“

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkpuffer mit Apfelspalten
Kategorien: Quark, Eier, WW, Äpfel, Dessert
Menge: 16 Stück – 24 SPs komplett


Zutaten

4 Äpfel; bis 1/2 mehr
Apfelsaft
500 Gramm Magerquark
4 Eier
2 Prisen Salz
4 Teel. Vanillezucker
2 Pack. Puddingpulver, Vanille
2 Teel. Sonnenblumenöl

Quelle

Rezept modifiziert. Original: WW-Online
„Quarkpuffer mit Quittenkompott“
Erfasst *RK* 01.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Äpfel geschält in Spalten schneiden und in wenig Apfelsaft langsam garen. Eventuell süßen und Punkte berechnen.

Eier trennen, Eiweiß mit Salz zu Schnee schlagen. Eigelb, Quark, Puddingpulver und Zucker glattrühren, Eischnee unterziehen.

Eine beschichtete Pfanne mit 1/2 TL Öl einpinseln und auf Stufe 4 erhitzen. Mit einem mittelgroßen Eisportionierer 4 Häufchen in die Pfanne setzen und schön langsam backen. Wenn die Unterseite appetitlich gebräunt ist, die Puffer drehen und fertig backen.

Mit Apfelspalten und vielleicht einem Hauch Puderzucker servieren. Möglichst sofort essen, dann entzücken sie in ihrer gesamten Fluffigkeit.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Muss ich unbedingt öfter machen. Norbert hat 10 Stück gegessen 😀

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Auferstanden aus Ruinen: Schnuppschnüss, Manzfred und der ganze Rest

 

Halli-Hallo, da bin ich wieder 🙂

(Spruch bei Ursula Hoff geklaut – hier mit Thomas Müller)

Leute, Freunde und der ganze Rest, ich habe selber nicht mehr daran geglaubt und es ist auch noch viel zu tun hier auf der Baustelle, aber ich war und bin so gerührt über meine Fans, dass ich jetzt mit Hilfe meines Mannes doch wieder den ein oder anderen Beitrag zum besten geben werde, verbunden mit dem Umzug von Schnuppschnüss ihr Manzfred auf den selbst gehosteten Blog hier bei wordpress. DSVGO ist Horror, ich sag’s euch, aber auch wenn es holpert und knackt, immerhin könnt ihr die alten Rezepte wieder verwenden. Ich hatte ja keine Ahnung, was das für Wellen schlagen würde und gefreut habe ich mich natürlich auch über den Zuspruch und die Sehnsucht.

Ihr seid goldisch!!!!

Wie bereits bei typepad erwähnt, werde ich meine Blogaktivitäten ausweiten. Ich habe einfach zu viele Hobbys und möchte das ein oder andere Interessante verewigen. Garten, Geocaching, Wandern, Familie, Freunde, Lesen, Hören, Gucken, Backen, Kochen, Abnehmen, Reisen, Denken, Schimpfen…. ach….. was alles so in ein kleines Leben passt, das ist doch allerhand, oder?

Die Tomaten-Zucchini-Tarte von meinem Abnehmverein passt auf jeden Fall und sie schmeeeeeckt!!! Macht sie mal nach und genießt die Früchte und Gemüse des Sommers.

Bis sehr bald!

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tomaten-Zucchini-Tarte
Kategorien: WW, Backen, Tarte, Gartengemüse
Menge: 12 Stücke / 36 SPs komplett


Zutaten

H TEIG
150 Gramm Weizenmehl
1 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Salz
75 Gramm Magerquark
2 Teel. Rapsöl
4 Essl. Milch, fettarm
H BELAG
1 Teel. Öl
400 Gramm Zucchini (gelb und grün)
100 Gramm Schinken, roh (ohne Fettrand)
2 Teel. Kräuter, mediterran oder Provence
Chiliflocken
300 Gramm Kräuter-Frischkäse, bis 5 % Fett absolut
2 Essl. Speisestärke
2 Eier
80 Gramm Käse, gerieben, 30 % Fett i. Tr.
Paprikapulver
300 Gramm Cocktailtomaten (ich habe normale Tomaten,
— gehäutet, verwendet)

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
WW online und Materialien im Treffen
Erfasst *RK* 10.08.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Mit Quark, Öl und Milch zu einem glatten Teig verkneten. Quark-Öl-Teig zwischen Folie rund ausrollen und eine sehr dünn gefettete Tarteform (26 cm Ø) damit auskleiden.

Für den Belag Zucchini in Scheiben schneiden, Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Zucchini abgedeckt darin dünsten. Gegen Ende Deckel entfernen und Gemüse etwas bräunen lassen. Mit 1 TL Kräuter, wenig Salz und Chiliflocken würzen, auf dem Quark-Öl- Teig verteilen. Schinken in Streifen schneiden und auf dem Gemüse drapieren. Frischkäse, Stärke, Eier und Käse verrühren, mit Salz, Chiliflocken, Paprika und restlichen Kräutern würzen und über die Zucchini- Schinken-Masse gießen. Tomaten halbieren oder in Scheiben schneiden, auf der Masse verteilen und 40 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: hat uns bestens geschmeckt und man verbraucht Zucchini und Tomaten aus dem Garten. Sehr gelungen!

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DSGVO

Ach ja, die EU. Am liebsten würde ich es machen wie der Schwan mit seinen Kindern, aber ich fürchte, datt gildet nicht.

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Jetzt haben wir also bald eine neue Richtlinie, die Datenschutzgrundverordnung und alle Welt schiebt Panik. Ich nicht, aber ich möchte auch nicht aus Unwissenheit in ein Fettnäpfchen treten, mich nicht von irgendwelchen, das geltende Recht extrem eng auslegenden Gesetzesvertretern (die es natürlich nur sporadisch gibt, aber ich habe schon Dinge vernommen, was zum Beispiel Bällchen aus getrockneten und mit Milch vermengten Semmeln  betraf, ich sage euch… ich bin vorsichtig…), also mich nicht von diesen Leuten jagen lassen, um zur Kasse gebeten zu werden.

Oder ich gehe vielleicht in den Knast. Den Bloggerknast, da treffen wir uns alle. Der Knast ist, was die Zellen angeht, sehr einfach eingerichtet,

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aber dafür hat er eine tolle, große, bestens eingerichtete Küche.

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Alle Knastwächter wollen nur noch bei uns arbeiten, wollen nicht mehr nach Hause und wir wollen auch nicht mehr weg, als amtlich wird, dass wir mit dem Gartenknast zusammengelegt werden. 

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Äh.. wo war ich…

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ach so… ja…. DSGVO…  

Also, Kinder, es tut mir leid, aber bis ich heraus gefunden habe, was genau abläuft nach dem Stichtag 25.05.2018 wird erst mal die Kommentarfunktion eingefroren. Ab Freitag könnt ihr mich auf Facebook oder per Mail erreichen, aber hier keine ausufernden Dankesreden mehr hinterlassen. Mal sehen, wie sich die Situation entwickelt und wo ich irgendwelche Disclaimer klauen kann. Übrigens, im Laufe der Jahre haben sich 8120 Kommentare angesammelt – der Wahnsinn, oder? 

Vielen Dank für eure emsigen Rückmeldungen in den letzten Jahren, ich hoffe, es ist bald alles wieder ungefähr so wie früher. Hier, nehmt einen Cocktail auf den Schreck.

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Falls die drei Gläser nicht reichen, bei Petra findet ihr das Rezept. Heißt Sparkling Mojito Martini und schmeckt sehr fein. Das Foto wurde vor der Zugabe vom Prosecco geschossen, ihr habt ja Phantasie. 

 

 

Hallo Welt!

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Beitrag. Du kannst ihn bearbeiten oder löschen. Und dann starte mit dem Schreiben!

Ein frohes, friedliches, glückliches und gesundes Jahr 2016 für euch, liebe Leser

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Das Jahr 2015 ist beendet. Was für ein Jahr! 

Ein Jahr voller Entsetzen über den Krieg, das Sterben, die Flucht, das Elend. Über die Hartherzigen, die Dummen, die Brutalen, die Mitläufer. 

Vor allem aber ein Jahr der Freude, des Miteinanders, des Glücks; ein Jahr der Begegnungen mit Menschen, die mein Leben reich machen und meine Seele froh. 

Ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge ist eine Tätigkeit, die manchmal schwer ist, manchmal traurig, manchmal frustrierend und manchmal macht sie auch wütend. Es fehlt an vielen Dingen, derzeit ist der Mangel an Wohnraum ein großes Problem, es gibt nicht genug Plätze in Kindergärten usw., usw.. Aber darüber möchte ich heute nicht schreiben, sondern von den anderen Facetten des Miteinanders, denn vor allem empfinde ich Befriedigung und Glück, wunderbaren Menschen ein wenig Hilfe zu leisten, damit sie in der neuen Welt zurecht kommen. 

Ich bin nur ein kleines Rädchen in einem großen Getriebe, dessen Motor die Bereitschaft vieler Menschen ist, ihren Beitrag zur Mitmenschlichkeit zu leisten. Mitarbeiter der großen Verbände – hier die AWO und ein privater Investor – leisten unglaublich tolle Arbeit. Viele kleine Initiativen und Netzwerke sind agile Keimzellen, aus denen Ideen, Projekte und konkrete Hilfe erwachsen. Der Kontakt zu so unglaublich interessanten und engagierten Helfern ist ein weiterer Stein im bunten Mosaik. Was habe ich an tollen Leuten in den letzten Monaten kennen gelernt, es ist wirklich phantastisch. 

Bewundernswert vor allem sind aber die aus ihrer Heimat Geflüchteten, Menschen, die alles, was sie besaßen, hinter sich lassen mussten. Menschen, von Krieg und Verfolgung bedroht, die zu uns kamen, um wieder ein sicheres Leben führen zu können. Menschen ohne Besitz, ohne Heimat, ohne ihre Lieben, die sie in ihrem Land zurück lassen mussten. Trotzdem gibt es jeden Tag so viel Beglückendes, das mein Herz reich und leicht macht, geschenkt von Menschen, die so viel Schweres hinter sich haben, dass ich oft weinen muss. 

Da ist der junge Mann aus Afghanistan, der so viel Liebe und soviel Anstand in sich hat, der alles tut, um die Sprache zu lernen, sich zu integrieren, Kontakt zu den Einheimischen zu bekommen. Er ist eine Bereicherung für uns alle, wenn ich an die Zukunft denke, auch ein Mosaikstein,  einer der sich wunderbar in den bunten Teppich unserer Welt einfügen wird. 

Da sind die beiden älteren Herrschaften aus Pakistan, die meine Verrücktheiten ertragen und mir die Ehre erweisen, immer pünktlich und aufmerksam der Deutschhilfe beizuwohnen. Die mir von ihrem Leben erzählen, die sich die Urlaubspostkarte haarklein erklären lassen und die Namen aller Sehenswürdigkeiten in ihre Kladden eintragen. Die sich für mein Leben interessieren und stolz Fotos zeigen von den Menschen, die ihnen wichtig sind. Die mit mir in der Küche stehen und Tee kochen und Kuchen essen und ebenfalls alles tun, hier heimisch zu werden. 

So viele Schicksale und so viel Mut, Willenskraft und Fröhlichkeit, trotz allem, was geschehen ist. Diese Menschen verdienen meinen und unseren allergrößten Respekt. Und unsere Unterstützung.

Natürlich gibt es auch negative Erlebnisse, Menschen, die nicht klar kommen mit der neuen Situation. Aber diese Episoden sind in der absoluten Minderzahl und eine Lösung gibt es auch in solchen Fällen. Meistens jedenfalls. 

Warmherzigkeit ist das erste Wort, das mir einfällt, wenn ich an die Menschen denke, mit denen ich zu tun habe. Und Offenheit. Ich habe bislang noch nicht einmal irgendeine komische Reaktion erlebt, ganz im Gegenteil. Egal ob Muslim oder Christ, ob Mann, Frau oder Kind, alle Menschen sind mir respektvoll begegnet. Mir ist noch nie im Leben so oft die Tasche getragen oder die Tür aufgehalten worden wie in den letzten Monaten. Und ich habe noch nie zuvor so lustige Mützen getragen. 

Das zur gefälligen Betrachtung ausgewählte Objekt hat eine Dame aus Afghanistan hergestellt. Nach drei Treffen im Handarbeitskreis, ohne dass sie jemals zuvor eine Häkelnadel in der Hand gehabt hätte. Ein Naturtalent. Mein Gott – was haben wir gelacht! 

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Normalerweise ist das nicht meine Art, aber ich überwinde mich und bitte euch um einen Gefallen: schaut doch einmal nach, ob ihr in einer dunklen Ecke noch Wolle habt, die ihr nicht mehr benötigt. Ich kann sie für die Handarbeitsgruppe sehr gut gebrauchen. Die Portokosten für den Versand übernehme ich. Wir sind derzeit zwar noch sehr übersichtlich in der Besetzung, aber ich bin sicher, dass es im Laufe der nächsten Wochen voller wird und dann weiß ich nicht, wie meine liebe Mitstreiterin und ich den Nachschub organisieren sollen. Ich würde die Wolle an die Damen (und vielleicht auch Herren) nicht ganz kostenlos abgeben, um so die Portokosten wieder rauszuholen und habe mir überlegt, dass 0,50 Euro für ein Knäuel schon drin sein müssen. Wir würden uns alle riesig freuen :-) 

 

P1010666Für eines unserer beiden Christkinder

Nochmals wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein tolles Jahr, seid lieb zu euch und nehmt ein Stück Kuchen! 

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Schmeckte letztes Jahr, schmeckt dieses Jahr: Pflaumen-Quark-Streusel

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Kurzentschlossen kaufte ich am Morgen die ersten Pflaumen. Schön saftig waren sie und wunderbar süß, perfekt, um sie auf einem Bettchen aus Teig zu parken und mit Streuseln zu bedecken. Eine Stunde backen, abkühlen lassen, Puderzucker drauf, Sahne nicht vergessen. Fertig. 

Warum mache ich diesen Kuchen eigentlich nicht öfter? Genug Obst, um zu variieren, gibt es ja. Und im letzten Jahr hat er uns ähnlich gut geschmeckt wie in diesem. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkstreuselkuchen mit Pflaumen
Kategorien: Rührteig, Quark, Pflaumen, Streusel
Menge: 1 Schnittenbackform

Zutaten

H STREUSEL
60 Gramm   Butter, weich
60 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
120 Gramm   Mehl
  Etwas   Zimt
H TEIG
85 Gramm   Butter, weich
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
1     Ei
20 Gramm   Speiseöl
20 Gramm   Milch
85 Gramm   Quark
110 Gramm   Mehl
20 Gramm   Weizenstärke/Speisestärke
5 Gramm   Backpulver
500 Gramm   Pflaumen
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: von Marlene, die es von Bäcker Süpke
  modifiziert hat
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2012/10/30/ddr-
  quarkstreuselkuchen/
  Erfasst *RK* 31.08.2013 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Für den Teig Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine zu einer hellen Massen rühren. Das dauert eine Weile.

In der Zwischenzeit Schnittenbackform fetten, Pflaumen entsteinen und halbieren und die Streusel herstellen. Dazu die Zutaten in eine Schüssel geben und flott mit den Händen zu Streuseln krümeln.

Das Ei zum Kuchenteig geben, wieder sehr gut unterziehen. Öl, Milch und Quark zufügen, zu einer glatten Masse rühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, auf einmal in die Rührschüssel geben und zügig unterziehen. Keinesfalls zu lange rühren.

Teig in die Form geben und glattstreichen, dicht mit halbierten Pflaumen belegen und die Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen.

Backen: 60 Minuten, nach 30 und 50 Minuten Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

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 Pflaumen-Quark-Streusel, Stück

Helle Quarkbrötchen (M)

Was für eine gute Entscheidung, dass ich nach den köstlichen Pflaumenschnittchen wieder einmal einem Rezept des Dreamteams Marla21 und Eva Deichrunner (auch nicht viel älter) gefolgt bin. Diese Brötchen sind der Hit.

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Aus dem Ofen kamen sie wie gemalt und obwohl ich normalerweise recht kritisch bei meinen eigenen Backwerken bin, hatte ich diesmal nichts zu meckern. Und auch geschmacklich hielten die schönen Knusperchen, was ihr Anblick versprach. 

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Zum Frühstück habe ich sie auf dem Toaster aufgebacken, was prima klappte. Und morgen wird wieder gebacken, dreifache Menge, für die Tiefkühltruhe. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Helle Quarkbrötchen (M)
Kategorien: Sauerteig, Brötchen, Saaten
Menge: 9 Stck

Zutaten

H VORTEIG
150 Gramm   Weizenmehl, Type 550
5 Gramm   Hefe, frisch
15 Gramm   Weizenanstellgut
130 Gramm   Wasser, lauwarm
H BRÜHSTÜCK
15 Gramm   Leinsaat
15 Gramm   Sonnenblumenkerne
30 Gramm   Roggenschrot (Jupiter Mühle, Stufe 2)
10 Gramm   Salz
80 Gramm   Wasser, heiß, ca. 90° C
H HAUPTTEIG
320 Gramm   Weizenmehl, Type 550
10 Gramm   Hefe, frisch
10 Gramm   Honig
100 Gramm   Quark, 40% Fett i. Tr.
30 Gramm   Wasser

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Vorgestellt von Eva "Deichrunner"
  http://deichrunner.typepad.com/mein_weblog/2013/09/helle-
  quarkbr%C3%B6tchen.html
  Rezept aus dem Sauerteigforum von Marla21
  http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=8048
  Erfasst *RK* 04.10.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Zutaten für den Vorteig vermischen und abgedeckt bei Raumtemperatur drei Stunden stehen lassen. Statt des Weizenanstellguts kann man auch Roggenanstellgut verwenden.

Die Zutaten für das Brühstück mischen und abgedeckt drei Stunden stehen lassen.

Wenn der Vorteig sichtbar Blasen wirft, mit dem Brühstück zu den Zutaten für den Hauptteig geben und alles in der Küchenmaschine 10 Minuten Stufe 1 und zwei Minuten Stufe 2 kneten. Abgedeckt so lange gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.

Nach der Gehzeit durchkneten, in neun Stücke teilen und diese rund schleifen. Abdecken und 10 Minuten entspannen lassen. Dann bemehlen, mit einem Brötchendrücker eindrücken (oder nach Wunsch formen; eventuell mit Wasser abstreichen und in Saaten drücken) und so lange abgedeckt gehen lassen, bis die Brötchen gut aufgegangen sind, aber noch keine Vollgare erreicht haben. Das dauerte ca. eine Stunde. Ich lege die Brötchen zum Gehen gleich auf Backfolie und decke sie auch mit Backfolie ab.

Während des Gehens Manzfred auf 230° C vorheizen. Wenn die Brötchen die richtige Gare haben, obere Backfolie abnehmen, untere Backfolie mit den Brötchen einschießen, Temperatur auf 200° C absenken und ca. 20 Minuten backen. Tür öffnen, um Schwaden abzulassen und weitere fünf Minuten backen, bis die Brötchen eine appetitlich braune Farbe haben.

Anmerkungen, Jutta: ein wunderbares Rezept, die Brötchen waren wie gemalt.

Gebacken: 03.10.2013 Gebloggt: 04.10.2013

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Kartoffelsalat mit Rucola und Friesisch Blue

Die essen & trinken von September ist noch gar nicht richtig verinnerlicht, da lugt eben schon die Oktoberausgabe aus dem Briefkasten. Ich bin gespannt, ob sie mich auch so froh macht, wie die Vorgängerin, denn neben dem schönen Pflaumenkuchenrezept haben wir gestern aus der alten Ausgabe noch einen köstlichen Kartoffelsalat genießen dürfen. Im Rezept stand "4-6 Portionen", aber leider ist für heute nicht mehr genug übrig, um nur meinen armen Mann satt zu bekommen. Was haben wir geschlemmt! 

Kartoffelsalat mit Rucola und Friesisch Blue
Der Radicchio, der eigentlich als Bett für die Kartoffel-Bohnen-Mischung fungieren sollte, war derart bitter, dass wir ihn als ungenießbar einstuften. Zum Glück war Rucola im Garten und dessen nussiges Aroma passte hervorragend zu dem ganzen köstlichen Rest. Das Dressing war so toll und dazu die knusprigen Haselnussblättchen – ein Gedicht! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelsalat mit Rucola und Friesisch Blue
Kategorien: Salat, Käse, Kartoffeln, Gästeessen
Menge: 3 Portionen, groß

Zutaten

1 kg   Bamberger Hörnchen
350 Gramm   Buschbohnen (bereits blanchiert)
4     Eier, Größe M
40 Gramm   Haselnussblättchen
3 Essl.   Apfelessig
5 Essl.   Haselnuss- oder Walnussöl
150 Gramm   Friesisch Blue (tegut)
150 Gramm   Schmand
1 Bund   Rucola

Quelle

  Rezept stark modifiziert.
  Original: e&t, September 2013
  Erfasst *RK* 17.09.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln ungeschält im Dampfgarer garen. Bohnen 15 Minuten dampfgaren (beide im Menügaren-Programm).

Eier in kaltem Wasser aufsetzen und 9 Minuten kochen.

Haselnussblättchen in einer Pfanne langsam fettfrei rösten.

Kartoffeln pellen und abkühlen lassen. In Scheiben schneiden.

Aus 2 EL Essig, 2 EL kaltem Wasser, Salz, Pfeffer und 3 EL Öl eine kräftige Marinade herstellen. Die ungesalzenen Dampfgarer-Kartoffeln können eine ordentliche Menge Salz vertragen. Kartoffeln und Bohnen mit der Vinaigrette mischen.

100 g Käse mit Schmand, 1 EL Essig und 2 EL Öl pürieren. Falls die Masse zu dickflüssig ist, etwas Milch zufügen. Eventuell noch herzhaft mit Pfeffer und Salz nachwürzen.

Rucola als Bett in eine flache Form legen. Bohnen-Kartoffelsalat zur Hälfte aufbringen, 3/4 des Käsedressings klecksweise darauf verteilen. Den Rest des Salats aufschichten, die halbierten oder geviertelten Eier malerisch darauf plazieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Restliches Käsedressing aufträufeln, restliche Käsestücken darüber krümeln und mit den Haselnussblättchen bestreuen.

Anmerkungen, Jutta: wir haben die Menge für vier Personen fast komplett bei einer Mahlzeit aufgegessen. Suchtpotenzial!

Habe noch eine Birne mit reingeschnippelt. Kein Fehler! 

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Nachgemacht: Semifreddo mit Kürbiskernkrokant

Francesco zeigte während der Feiertage entzückende und rührende Fotos von seiner Familie in Italia. Es wurde gekocht und geschmaust, dass das virtuelle Zuschauen eine wahre Freude war. Eine Komponente der vielfältigen Genüsse war ein Halbgefrorenes mit Kürbiskernöl und karamellisierten Kürbiskernen.

Semifreddo mit Kürbiskernkrokant

Urpsrünglich stammt das Rezept von Simone, deren Kochkünste wir schon in Würzburg beim Foodblogger-Treffen genießen durften. In ihrem Blog "pimalbutter" hat sie das Semifreddo vorgestellt und nun ist es also mit einem kleinen Umweg über Sizilien auch hier gelandet.

Eigentlich ist das aber ein Rezept von Nicole Stich, die es in ihrem Buch "delicious days" vorstellte; auf Küchengötter kann man das Rezept noch finden. Das Buch gibt es leider, zumindest bei amazon, nur noch antiquarisch. Schade.

Schade wäre auch gewesen, wenn ich das verpasst hätte, das Dessert ist einfach köstlich. Ich hätte schwören können, dass die Knusprigkeit des Krokants im Eis verloren geht. Ist aber nicht so, die Stückchen krachen bis zu ihrem bitteren Ende.

Ich habe die Eismasse in Silikonförmchen eingefroren. Die Menge passte genau für 8 Minikuchen und in gefrorenem Zustand lassen sich die Eisküchlein wunderbar durch Umstülpen aus den Formen lösen.

Sehr fein – auch in der Star-Wars-Version (Ich bin dein Vater*…): 

Semifreddo mit Kürbiskernkrokant

* Lichtschwert fehlt – wird gerade von Obi Wan Kenobi generalüberholt

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Semifreddo mit Kürbiskernkrokant
Kategorien: Dessert, Parfait, Eis, Kürbiskerne, Krokant
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H KROKANT
60 Gramm   Kürbiskerne geröstet
40 Gramm   Weißer Zucker
H SEMIFREDDO
3     Eigelb
25 Gramm   Zucker, braun
1 Essl.   Amaretto oder Cognac
1 Essl.   Kürbiskernöl
1 Prise   Salz
200 Gramm   Sahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://pi-mal-butter.de/semifreddo-mit-
  kurbiskernkrokant/
  Erfasst *RK* 30.12.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kürbiskerne rösten.

Den weißen Zucker mit 50 ml Wasser in einem Topf auflösen und bei mittlerer Hitze ohne Rühren karamellisieren lassen. Sobald das Karamell goldbraun ist, vom Herd nehmen und die gerösteten Kürbiskerne mit einem Holzlöffel zügig ins Karamell rühren. Das Krokant zum Auskühlen auf die Silpat-Matte geben und flach drücken. Wenn das Krokant fest geworden ist, in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einem Fleischklopfer zu kleinen Bröseln zerschlagen. 1 EL Krokant für die Deko aufbewahren.

Eigelb, Zucker, Amaretto, Salz und Kürbiskernöl im Thermomix 15 Minuten bei 70° C / Stufe 2 aufschlagen (Schmetterling aufsetzen). Dann auf 37° herunterkühlen, zum vollständigen Abkühlen in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Sahne schlagen. Wenn die Eigelbmasse abgekühlt ist, den Krokant und die Sahne unterziehen.

Die Eismasse in Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken und ca. 4 Stunden im Gefrierfach fest werden lassen. Vor dem Servieren das Dessert auf Teller stürzen und ein paar Minuten antauen lassen. Mit dem restlichen Krokant bestreut servieren.

Zubereitet: 31.12.2012 Blog: 03.01.2013

Ein tolles Rezept, ganz köstlich. Gästetauglich.

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Sowas ähnliches wie das Semifreddo habe ich schon mal gemacht, ein Walnuss-Krokant-Parfait. Damals war ich nicht so zufrieden.