ABSTURZ!

Hier hätte eigentlich der Bericht über das rauschende Fest stehen sollen – und genau der ist mir beim Speichern ABGESTÜRZT!!!!!!!!!!

HUÄÄÄÄÄÄHHHHHH!!!!

Und dann auch noch Besuch aus der Schweiz…

Dicker_fetter_koch

Jetzt trinke ich Schnaps. Nacht!

Kurzes Intermezzo: Schnuppschnüss, warum antwortest Du nicht??

Ich weiß, dass ich den ein oder anderen Leser auf die Folter spanne. Aber das hat einen guten Grund – ich bin erst vor zwei Stunden wieder nach Hause zurück gekehrt.

Meine Schwestern und ich (und natürlich auch unsere Männer und Kinder) hatten den Eltern unter anderem zur Goldhochzeit eine kleine Wochenendreise geschenkt. Die Eltern ließen wir in dem Glauben, dass sie allein fahren. Wir waren aber alle schon am Urlaubsort und haben dort auf sie gewartet – natürlich gab es zum Willkommen ein zünftiges Picknick, aber dazu demnächst mehr.

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Von Freitag bis eben haben wir wunderschöne Stunden miteinander verbracht – auf eure Kommentare konnte ich deshalb leider nicht antworten. Ich habe sie gelesen, mich gefreut, dass euch die kleine Torten(tor)tour gefällt und ich weiß, dass ihr gerne die Torte sehen möchtet.

Eigentlich wollte ich euch noch ein wenig zappeln lassen, aber da ich heute zu feddisch bin, einen ordentlichen Beitrag zu verfassen, stelle ich euch den Prototypen des Kuchens vor. Dieser Probekuchen wurde nur fragmentarisch dekoriert und die Rosen sind noch nicht die endgültigen Exemplare. Auch der Fondantüberzug ist noch nicht der endgültige. Aber einen kleinen Vorgeschmack auf die richtige Torte bietet diese hier schon:

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In den nächsten Tagen werden noch zwei Beiträge verfasst, bis die endgültige Torte vorgestellt wird – diese Tipps gebe ich euch, damit ihr nicht total zerrüttete Nervenkostüme habt, wie die arme Brigitte ;-))

Und da ich dem lieben Jürgen keinen Wunsch abschlagen kann:

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Tschühüss!

Lachsersatz – das Grauen aus dem Kühlregal

Manchmal wische ich Bedenken einfach weg. Zum Beispiel neulich, als ich am Kühlregal eines Discounters stand und in Öl schwimmenden Lachsersatz erblickte. Zunächst zuckte meine Hand zurück, als sie nach dem Päckchen griff, während vor meinem inneren Auge ein Film ablief:

Damals. Ich als Stationsschwester im Altenheim. Spätdienst. Die Planungen für die nachmittägliche Pause waren am Vortag in Angriff genommen wurden und der kulinarischen Freizeitgestaltung stand nichts mehr im Wege. Eier wurden gekocht, Zwiebeln in Ringe geschnitten und ein Hauch (eher mehr) Majonnaise verbanden sich mit fetttriefendem Lachsersatz und Brot zu einer, zumindest in meiner Erinnerung, wunderbaren Einheit.

Was lag näher, als sentimentale Erinnerungen auch Zuhause zu beschwören? Flugs wurde der Fisch (ist das überhaupt Fisch?) gekauft, das Altgedächtnis nochmals angeleiert und genau das hergestellt, was mir so heimelig und köstlich erschien:

Lachsschnittchen 

Ehrlich? Tut es nicht. Nicht nachmachen! Es ist einfach zu schrecklich.

Was ist das eigentlich, was das im Fett schwimmt? Und woher kommt der schreckliche Sonnenbrand auf dem "Fisch"? Und wie muss es um mein Neu-Gedächtnis bestellt sein, wenn mich schon das alte so schmählich im Stich lässt? Und habe ich das wirklich mal gerne gegessen?????

Das einzig Gute ist, dass man mit mindestens zwei Flaschen Bier nachspülen muss, um den Salzgeschmack einigermaßen zu neutralisieren. Ansonsten taugt dieses Häppchen nur als Rausschmeißer für ungeliebte Gäste.

Blogevent XXXIII: Aphrodisische Gaumenfreuden – Ein Erfahrungsbericht in vier Akten

Prolog

Frühlingsgefühle machten sich nicht nur in der Natur und auf unserer Terrasse breit,

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auch Barbara schien mächtig davon betroffen und hatte nur das Eine im Sinn: zu erfahren, was Blogger so zu sich nehmen, wenn sie sich von Speisen eine aphrodisierende Wirkung versprechen.

Nun, ohne übertreiben zu wollen darf ich an dieser Stelle ausführen, dass weder Herr Schnuppschnüss noch ich jemals einen Gedanken daran verschwendet haben, uns mit aphrodisierenden Speisen zu beschäftigen. Warum, das sei der Phantasie des geneigten Lesers anheim gestellt.

Die schelmische Barbara hatte jedoch mit ihrem Aufruf, sich und anderen Vergötterten

Blog-Event XXXII - Aphrodisische Gaumenfreuden

zu bescheren, unsere Neugier geweckt und so begann die Beschäftigung mit den Köstlichkeiten zunächst einmal mit einem Brainstorming:

Was sind aphrodisierende Speisen? Woher bekommen wir die Rezepte? Was wollen wir kochen – nur ein einzelnes Gericht oder ein ganzes Mahl? Essen wir alleine oder laden wir Freunde ein? Und ganz wichtig: was wollen wir trinken?

Ein flotter Blick ins Bücherregal ließ uns ratlos zurück: "Ham’mer nit!". Kein Buch mit einem deutlichen Hinweis auf Betörendes. Nada, niente, nix. Diverse Anbieter von käuflich zu erwerbendem Lesestoff waren da besser sortiert. Flugs wurden zwei Bücher mit einschlägigen Titeln bestellt:

Neben einem netten, aber nicht wirklich vom Hocker hauenden Exemplar "Liebesmenüs – Raffinierte Köstlichkeiten für sinnliche Stunden" meines verehrten Alfons Schuhbeck gelangte  in unseren Besitz  das wunderbare, einmalig-schöne, phantastische und voller Esprit, Lebens- und Sinnenfreude daherkommende Buch "Aphrodite – Eine Feier der Sinne" von Isabel Allende. Dieses Buch werde ich zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal vornehmen, um es gebührend zu würdigen.

Johanna Maiers "Mein Kochbuch" konnte ich ebenfalls nicht widerstehen. Das wurde deshalb auch gekauft.

Nach einer kurzen Diskussion stand das Programm dann fest: drei Gänge, keine Freunde, Sekt, Rezepte aus den Büchern und mit aphrodisierenden Zutaten, wie sie in aller Ausführlichkeit in Allendes Buch beschrieben sind – unmöglich, hier alle aufzuführen.

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Die Durchforstung der Neuankömmlinge förderte immerhin Rezepte für die Vorspeise und das Dessert zutage. Auch eine Idee für ein Hauptgericht konnte aus dem neuerlich durchsuchten Bestand ermittelt werden. "Kerners Köche" (ein Geschenk!) standen hierfür Pate.

Schaumwein wurde kalt gestellt und Samstag auf dem Markt die letzten Einkäufe getätigt,

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bevor nachmittags mit den Vorbereitungen zum lustvoll-opulenten Mahl begonnen werden konnte.

Sonntag war es dann soweit: die aphrodisischen Gaumenfreuden betörten unsere Sinne.

Akt I:

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folgt morgen…

 

 

Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen….

EISPORTIONIERER!

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Oder Zwei, frau gönnt sich ja sonst nichts. Obwohl, gegönnt hat ja Herr Schnuppschnüss. Der war nämlich auf großer Fahrt. Und statt seiner Liebsten Florales oder Konfekt zu überreichen, hat er das einzig Richtige getan – die lang‘ ersehnten Eisportionierer gekauft.

Nun habe ich drei von den Dingern. Einen kleinen, weil ich auch so leckere Cookies backen will wie Barbara, einen mittleren, damit ich meine Muffinform ohne Kleberei bestücken kann, um Süßes und Muffchen zu backen und einen großen Portionierer, den ich dringendst brauche um… hab‘ ich vergessen, fällt mir aber im Laufe der nächsten Wochen bestimmt wieder ein.

Aber das war heute noch nicht alles, ich will nämlich lieber als Schokolade auch:

Chilisamen!

Nicht nur mein Mann, noch ein weiterer Vertreter dieser Spezies hat mich glücklich gemacht. Heute hatte ich nämlich das in der Post:

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Reiner und ich haben uns bei Manz auf dem Kirmeier-Seminar im letzten September kennengelernt. Neben dem Backen mit Sauerteig hatten wir noch Chili und den Anbau desselben als Thema. Reiner versprach mir, Samen seiner Pflanzen zu schicken, damit ich einen Versuch mit der Anzucht eigener Chiliexemplare starten könne.

Und genau das hat er, nachdem er die Ernte 2007 verarbeitet hat, getan. Ich bin begeistert und freue mich sehr. Vielen Dank Reiner, ich hoffe, ich werde ein paar Pflänzchen ans Wachsen bekommen und kein Waterloo wie der arme Scholli mit seinem Estragon erleben.

Tja, Jungs, ihr könnt es einfach!

Muffchen (M) – The Master Recipe

Seit 11 Tagen lag ein Teig im Kühlschrank, der dem von Chaosqueen geposteten Rezept von Jeff Hertzberg und Zoe Francois ähnlich war. Nur die Mehlmenge hatte ich erhöht, weil ich beim ersten Backversuch ziemlich mit dem sehr weichen Teig zu kämpfen hatte.

Heute war es auch nicht viel besser, ich hatte wieder zu wenig Mehl verwendet. Auf Baguettes hatte ich keine Lust und auf Schleifen von klebrigen Teigstücken, die dann doch fladenmäßig auseinander laufen, auch nicht. Also kam mir eine Idee:

Muffchen_m_teig_in_form

Die Verwendung des Eisportionierers ist sehr zu empfehlen. Kein Kleben, kein Teig an den Fingern, sehr praktisch. Natürlich war ich sehr gespannt, wie die Muffchen (Muffin-Brötchen) wohl gelingen. Ich muss sagen, gar nicht schlecht.

Muffchen_mi_detail

Die Muffchen haben zwar eine ungewöhnliche Form, aber dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Als Parybrötchen sind sie bestimmt auch gut zu gebrauchen.

Muffchen_m_anschnitt

Die Muffchen sind sehr knusprig und ganz köstlich. Das lange Stehen hat dem Teig gut getan, er ist sehr aromatisch. Gefällt mir!

Ich habe die Muffchen vor dem Backen nur kurz gehen lassen. Der Teig war ja recht flüssig, er wäre an der Form heruntergelaufen, wenn er höher als der Förmchenrand gestiegen wäre

Gebacken wurden sie im auf 180° C vorgeheizten Manzfred, ca. 30 Minuten. Nach dieser Backzeit waren die Muffchen noch recht hell, eventuell ein wenig länger im Ofen lassen.

Den nächsten Teigansatz werde ich aber nach Ilkas Rezept machen und bin schon sehr gespannt, wie das Brot gelingen wird. 

Fröhliche Weihnachten – Merry Christmas!

Liebe Leserinnen und Leser,

ein fröhliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben, harmonische Stunden, schöne Gespräche, lang ersehnte Geschenke, Zeit zum Ausruhen und natürlich nicht zu vergessen, ein tolles Essen, das wünsche ich euch von ganzem Herzen.

Jutta

Weckmann vs. Polyphem – Geister der Weihnacht, erbarmet euch!

Ihr kennt Scrooge? Diesen fiesen Geizhals, der mich Jahr für Jahr dazu bringt, über das Schicksal eines behinderten Froschkindes zu weinen? Ebenezer Scrooge, diesen boshaften Schurken, der den armen Puppen in der "Muppets Weihnachtsgeschichte" das Dasein so schwer macht und der deshalb von den Geistern der Weihnacht heimgesucht wird?

Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, aber irgendein böser Zauber schwebte heute über mir, die ich angetreten war, um Weckmännchen zu backen für den morgigen Nikolaustag. Die Heimsuchung konnte nicht vollständiger sein, bestand sie doch aus Christmas Carol plus Odyssee:

"Auf unserer weiteren Fahrt landeten wir an einer kleinen, dichtbewaldeten Insel. […] Gegenüber dieser Insel liegt ein mächtiges Eiland, auf dem das Volk der Kyklopen haust. […] Als ich am anderen Morgen mit meinem Schiffe zur Kyklopeninsel hinüberfuhr […] fanden [wir] den Herrn nicht zu Hause […]. Voll Verwunderung betrachteten wir das Innere der Höhle, die Körbe voll Ziegenkäse, die Kübel, Bütten und Eimer, dazu die Menge der Schafe und Lämmer in den unterirdischen Pferchen.Hier hauste der fürchterlichste unter den Riesen; er war ein Sohn Poseidons und hieß Polyphem. Wie alle Kyklopen hatte er ein einziges Auge mitten auf der Stirn." (Carstensen: Griechische Sagen)

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Schmach und Frevel über mich, geschmeckt hat er trotzdem! Zur Strafe werde ich den Stall des Augias ausmisten, versprochen! Aber vorher tippe ich noch das Rezept. Bitteschön!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weckmännchen (MM)
Kategorien: Hefeteig, Weihnachten
Menge: 5 Weckmännchen à 150 g

Zutaten

400 Gramm Weizenmehl, Type 405 oder 550
175 Gramm Milch, warm
75 Gramm Zucker
50 Gramm Butter, weich
5 Gramm Salz
1 Würfel Hefe

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Hefezopf
Manz Komplettseminar
Creglingen, 29. + 30.06.2007
Erfasst *RK* 05.12.2007 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Die Zutaten zu einem festen Teig verkneten und ca. 1 Stunde gehen lassen. Während der Gehzeit 2 x nach der stretch & fold-Methode durcharbeiten. Den Teig in 5 Portionen teilen und fünf Minuten entspannen lassen. Dann Weckmännchen formen.

Manzfred auf 170° C vorheizen.

Weckmännchen nochmals 20 Minuten gehen lassen, mit Ei abstreichen und mit gehobelten Mandeln und Zucker bestreuen. Man kann auch nach dem Backen mit Puderzuckerglasur und gerösteten Mandelblättchen dekorieren.

25 Minuten backen auf einem mit Backfolie ausgelegten Alublech.

Anmerkungen: Wenn man im vergangenen Jahr nicht immer lieb war, werden aus den Weckmännchen Kyklopen.

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Hier ist das Originalrezept:

„Weckmann vs. Polyphem – Geister der Weihnacht, erbarmet euch!“ weiterlesen

Quittengelee mit Vanille

Eine süßliche Gelee-Variante, die neben dem Würzigen Quittengelee, der Quittenmarmeladekonfitüre, dem Quittensaft und dem Quittenbrot hergestellt wurde, hat es vor allem meinem Mann angetan. Er liebt dieses feine Aroma ungemein. Und da er jedem Morgen Konfitüre isst, muss und will ich seinem Expertenrat vertrauen.

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Hier ist das Rezept, wie auch die anderen Rezepte angelehnt an Monika Schirmers Buch "Die Quitte".

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quittengelee mit Vanille
Kategorien: Quitten, Gelee, Brotaufstrich
Menge: 7 Gläser à 230 ml

Zutaten

1 kg Quittensaft
200 Gramm Wasser
1 kg Gelierzucker 1:1
1 Vanilleschote
1 Prise Salz

Quelle

Anregung durch
Monika Schirmer, "Die Quitte"
ISBN 3930167549
Erfasst *RK* 15.11.2007 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Vanilleschote aufschneiden, Mark auskratzen und alles mit den übrigen Zutaten aufkochen. Bis zum Gelieren kochen, das dauert zwischen 2-4 Minuten. Gelierprobe machen.

Heiß in Glaser füllen, 30 Minuten lang auf den Kopf stellen, umdrehen und vollständig abkühlen lassen.

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ALARM!!!!!!!! SOFORT ANSCHAUEN – WDR

Wer das jetzt (18.30 Uhr) liest, sollte unbedingt WDR anschauen. Servicezeit Essen und Trinken – ich sach nur: Martina Meuths Halskette…….. ich lach mich schlapp!

Nachtrag am 10.11.2007: die Auflösung will ich euch nicht vorenthalten:

MM trug eine Halskette, welche aus (natürlich unechten???) Gewürzgürkchen, Silberzwiebeln und als Krönung, Zwiebelringen bestand. Ich habe mich scheckig gelacht. Passte ja geschmacklich auch hervorragend zum Thema "Kochen mit Käse". Ich finde, man sollte immer den passenden Schmuck zum jeweiligen Tagesgericht tragen. Granat zum Apfel, Saphir zum Blaukraut, Diamant zur Kohlroulade und Jade zum Grünkohl. Wo ist eigentlich mein Mann? Ich muss ihm sofort von meiner neuen Idee erzählen, er wird bestimmt begeistert sein……