Bergische Knusperwaffeln

Sonntag. Nachmittag. Sonne. Cachetag. Dortelweil. Nidda. Jammer. Jammer. Jammer.

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Wir sind auf der Cachetour im nahen Dortelweil, der Liebste und ich. Und während wir so laufen, suchen, durch die Gegend streifen höre ich nur Jammer.

"Kein Kuchen da, wenn wir nach Hause kommen?" "Wir haben noch Plätzchen."

"Die sind aber fast aufgegessen." "Aber noch sind welche da."

"Ich möchte aber bitte gerne Kuchen haben." "Kuchen ist ungesund."

"Aber nicht der Kuchen, den du backst." "Kuchen macht dick."

"Das ist egal, ich mag dich trotzdem." "…"

"???" "…Waffeln?…"

" 🙂 🙂 :-)"

Bergische Knusperwaffeln, herzig 
  
Hier könnte diese kleine Geschichte zu Ende sein, aber irgendwie ist der Eintrag zu kurz:

Wir kommen also nach Hause und ich begebe mich, Jacke noch nicht ausgezogen, auf die Suche nach einem Waffelrezept, das SCHNELL geht, damit wir nicht schon wieder diskutieren müssen. Die RezKonv brachte wie so oft die Erlösung. Petra hatte neben einem ganz lieben Muttertageintrag zu Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, auch ein Rezept für knusprige Waffeln geliefert, die sogar aus dem bergischen Land stammen, wo wir mal eine Weile gewohnt haben.

Mit dem Thermomix ging das so:

Alle Zutaten in den Mixtopf geben, solange mit Schmackes rühren, bis ein beinahe homogener Teig entstanden ist (das geht schnell!). Den ziemlich festen Teig in eine Schüssel umfüllen und portionsweise ins heiße Waffeleisen plumpsen lassen. Das geht am besten mit einem Eisportionierer. Dazu Puderzucker, Sahne (weggelassen) und Eierlikör (auch weggelassen).

Fertig! Köstlich!!! Dankeeeee!!!!!!

Bergische Knusperwaffeln

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bergische Knusperwaffeln
Kategorien: Waffel
Menge: 6 Portionen

Zutaten

160 Gramm   Butter
50 Gramm   Zucker
50 Gramm   Vanillezucker
2     Eier
400 Gramm   Mehl
1/4 Teel.   Backpulver
200 ml   Milch
1 Prise   Salz

Quelle

  Silke Weber/Mara Andersen
  Das Waffelparadies
  erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter mit dem Zucker, Salz und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier hinzufügen und gut verschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und dazugeben. Die Milch hinzugiessen und alles zu einem zähen Teig verarbeiten.

Das Waffeleisen auf Stufe 3 aufheizen, schwach einfetten und knusprige, goldbraune Waffeln backen. Mit Zimt und Zucker bestreuen.

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PS: Dass man Kuchen durch diese schönen Waffeln ersetzen kann, hat Kathi Kochfrosch schon vor Jahren erkannt.

PPS: ich habe nach dem Lesen der Kommentare den Drang, mein Waffeleisen vorzuführen. Es ist beinahe schon antik, ich habe es 1992 mit in die Ehe gebracht oder wir haben es zur Hochzeit geschenkt bekommen. Ich glaube aber, ich hatte es schon bei meiner Einschulung… Kein Regler für die Temperatur, Stecker rein, aufklappen, Teig rein, zuklappen, warten, aufklappen, Waffel raus…….

Waffeleisen abc

Knusper-knabber-knackig-frisch: Coconut-Cranberry-Cookies

Crunch, crunch, crunch – besser kann ich es nicht beschreiben. Falls Jemand weiß, wo der Knopf ist, den man drücken muss, um mit Essen aufhören zu können, bitte melden. Ach, lieber doch nicht. Crunch, crunch, crunch……

Coconut-Cranberry-Cookies

Und hier das Rezept dazu. In modifizierter Fassung. Das Original mit der Anleitung für herkömmliche Öfen gibt es weiter unten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Coconut-Cranberry-Cookies
Kategorien: Amerika, Kokos, Cranberries, Knusprig
Menge: 20 Stück

Zutaten

200 Gramm   Butter, weich
170 Gramm   Zucker
1     Ei (Gr. M)
180 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
100 Gramm   Kokosraspeln
125     Cranberrys, getrocknet

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Lecker" 03/09
  Erfasst *RK* 11.02.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Drei Backbleche fetten und bemehlen.

Butter und Zucker in der Küchenmaschine cremig rühren. Ei unterrühren. Mehl und Salz darübersieben und unterrühren. Kokosraspeln und Cranberrys unterheben.

Miele Combi-Dampfgarer vorheizen. Einstellung: Combigaren, 160 °C, 95% Feuchte, 20 Minuten.

Mit einem kleinen Eisportionierer 6-7 Kugeln von je ca. 40 Gramm auf ein Blech setzen (ergibt drei Bleche). Sobald das Vorheizen beendet ist, zwei Bleche auf die 2. und 4. Einschubebene setzen und backen.

Cookies einen Moment abkühlen lassen, dann vorsichtig vom Blech heben und auskühlen lassen.

Mit dem dritten Blech ebenso verfahren. Diesmal 3. Einschubleiste wählen.

Anmerkungen, Jutta: sehr knusprige Cookies. Lecker!

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Unglaublich, dass Plätzchen so kross werden, wenn sie mit 95 %
Feuchtigkeit gebacken werden. Aber es klappt, und wie. Crunch, crunch,
crunch…

Und hier geht es weiter zum Original:

„Knusper-knabber-knackig-frisch: Coconut-Cranberry-Cookies“ weiterlesen

Die kleine Backschule – Folge 1: Formen fetten und bemehlen – Schokoladennapfkuchen

Liebe Schüler!

Heute möchte ich, dass ihr euer Augenmerk auf eine sehr wichtige Maßnahme im Bereich des Backens richtet. Gebt fein acht und hört gut zu:

Backformen und Backbleche sollten vor dem Einfüllen des Teiges oder dem Auflegen des Backgutes IMMER! eingefettet werden (na ja, es gibt Ausnahmen, aber die bekommen wir später). Zudem ist es sehr wichtig, die Form nach dem Fetten zu bemehlen. Ganz leichtes Einstäuben genügt zumeist.

Der ein oder andere Widerporst (Das Leben des Brian – 11.Szene ) unter euch wird vielleicht fragen:

"Reicht ordentliches Einfetten nicht aus?"

Kurze Antwort:

 "Nein, nein und nochmals nein!"

"Warum?"

"Warum???? DARUM!!!!!"

Schokoladennapfkuchen, misslungen

Rezept gibt es aber trotzdem, auch wenn, wie es im wahren Leben oft so ist, ausschließlich die inneren Werte zählten. Diese waren allerdings sehr überzeugend und entschädigten für manche Pein.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokoladennapfkuchen
Kategorien: Gugelhupf, Schokolade
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

5     Eier
250 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
125 ml   Wasser, heiß
1 Essl.   Rum
250 Gramm   Weizenmehl
7 1/2 Gramm   Backpulver
115 Gramm   Öl
100 Gramm   Zartbitterschokolade

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Miele Kochbuch
  "Kochen und genießen mit Miele-Combi-Dampfgarer"
  Erfasst *RK* 09.02.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz, Wasser und Rum in der Rührmaschine zu einer luftigen Masse aufschlagen.

In der Zwischenzeit im Thermomix die Schokolade 4 Sekunden / Stufe 7 zerkleinern.

Öl zur aufgeschlagenen Masse geben und sorgfältig verrühren.

Mehl und Backpulver darübersieben und mit dem Schneebesen schnell zu einem glatten Teig verarbeiten.

Die Zartbitterschokolade unterheben.

Teig in eine gefettete und bemehlte Gugelhupfform füllen und backen.

Einstellung: Kuchen spezial: 160 °C, 55 Minuten. Einschubebene: 3. von unten

Anmerkungen, Jutta: die Angaben sind bestimmt auch für den konventionellen Ofen geeignet. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Geschmacklich sehr fein, biskuitartige Konsistenz. Vielleicht ein wenig zu süß. Eventuell Zucker reduzieren.

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Manzfred, verzeih‘ mir! Nachgebacken im Crock-Pot: Möhrenkuchen (CP-TM)

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Ich hab ja jetzt auch so ein Ding. Natürlich eine Erfindung aus Ami-Land und mit diversen Vor- aber auch Nachteilen ausgestattet, die ich hier nicht aufzählen möchte. Das hat Gabriele Frankemölle auf ihrer Website "CrockyBlog" bereits ausführlich getan und ich empfehle, dort  nachzulesen und zu stöbern.

Crockpot

Als ich das erste Mal vom Slowcooker oder Crock-Pot hörte, stand ich diesem Teil zunächst ablehnend gegenüber. Nicht schon wieder so ein Spielzeug, ich habe doch den Manzfred. Niedrigtemperaturgaren geht doch auch im Ofen. Wozu braucht man den Pot, wenn man das alles auch mit ein wenig Phantasie mit den im Haushalt befindlichen Utensilien bewerkstelligen kann? Nach einer Weile, in der ich mich intensiver mit dem Topf beschäftigt hatte, bröckelten die Gegenargumente und meine Neugierde wurde immer größer, je mehr ich über den Slowcooker las und je häufiger ich Rezepte vor mir hatte, die mich interessierten.

Ich beschloss also, so ein Ding zu kaufen. Knapp 30 Euro für einen 3,5-Liter-Topf musste ich berappen, das war mir das Risiko wert. Ich habe schon ein paar Gerichte ausprobiert (Malzbiergulasch, Sauerkraut und Kassler, eine asiatische Speise, die keinen Namen hat) und ich bin wirklich angenehm überrascht vom Crocky. Was für die geneigte Leserschaft bedeuetet, dass ab sofort noch ein Kürzel hinter den Rezeptnamen erscheint. Hier noch mal zum Mitschreiben:

(M) = im Manzfred gemacht

(MM) = Rezept von Manz und im Manzfred gemacht

(TM) = Thermomix war beteiligt

(CP) = Crock-Pot hat geholfen.

Tja, soll noch mal einer sagen, Kochen und Backen ist nix für kleine graue Zellen, pah!

Mittlerweile stöbere ich in diversen Foren nach Rezepten und werde bei Gabriele (die von oben), Ulrike von "küchenlatein"  oder Christel von der "koch-und-back-oase" immer wieder fündig. Auch ein Bad im Wunderkessel ist oft sehr erfrischend, wenn es  um Rezepte geht. Wo es anderswo "derBlogderBlogderBlog" heißt, da heißt es bei mir "dieListedieListedieListe" – womit ich die Liste meine, die ausufernd wie ein bösartiger Pilz alles überwuchert und sogar Ableger hervorbringt, die in dunklen Ecken, auf Tischen und in Schubladen ruhen, um im ungünstigsten Moment (nach Schreiben eines Speiseplanes für die kommende Woche z. B.) aufzutauchen und alles zunichte zu machen, was mühevoll gestaltet wurde.

Als ich gestern im crockyBLOG ein Möhrenkuchen-Rezept sah, musste ich sofort loslegen. Der Kuchen sah einfach zu köstlich aus.

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Problem: ich hatte keine Ahnung, dass man im Crocky auch backen kann. Dafür ist ja eigentlich der gute Manzfred zuständig. Irgendwie glänzt seine Edelstahlfassade heute ein wenig matter, möglicherweise muss ich ihm mehr Aufmerksamkeit in Form einer Putzorgie zukommen lassen, er scheint ein wenig angeschlagen zu sein. Aber Eitelkeit hin oder her, das Backen im Crock-Pot ist tatsächlich gelungen, war ein voller Erfolg und wird wiederholt.

Ich habe das Rezept ein wenig geändert. Statt der Ananasstücke im Teig habe ich Rosinen verwendet. Mein Mann mag keine Ananas. Ich glaube aber, dass der Kuchen mit Fruchtstücken noch besser schmeckt.

Statt des Frischkäse-Toppings habe ich Zuckerguss verwendet. Das ist am Backtag schön. Am nächsten Tag hat das Fett des Kuchens die Glasur ruiniert. Also doch lieber ans Original halten und Frischkäse nehmen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Möhrenkuchen (CP-TM)
Kategorien: Crockpot, Möhren, Herbst
Menge: 12 Stück

Zutaten

H TEIG
250 Gramm Mehl
1 Prise Salz, Zimt, Muskatnuss
4 Gramm Weinsteinbackpulver
75 ml Mandarinensaft
2 Eier
125 ml Öl
100 Gramm Zucker, braun
150 Gramm Möhren
50 Gramm Rosinen
H FROSTING
150 Gramm Puderzucker

Quelle

Rezept modifiziert von Jutta Hanke
Original: Not your Mother’s Slow Cooker Cookbook
Erfasst *RK* 23.10.2008 von
Gabriele Frankemölle

Zubereitung

Wichtig: Das Rezept ist NUR für einen kleinen 3,5-l-Slowcooker geeignet!

Den Boden des Keramikeinsatzes mit Backpapier auslegen, den Rand des Topfes einige Zentimeter hoch mit etwas Margarine ausfetten.

Die trockenen Teigzutaten von Mehl bis Backpulver in einer Schüssel vermischen.

Möhren schälen, dritteln und im Thermomix 7 Sek./Stufe 10 schreddern.

In einer zweiten Schüssel Saft, Eier, Öl und Zucker verschlagen, Möhren und Rosinen unterrühren. Danach das Mehl untermischen, bis sich ein glatter Teig ergibt. Teig in den Keramikeinsatz füllen und glatt streichen, Deckel aufsetzen.

Auf Stufe HIGH 2,5 Stunden garen. Mit einem Stäbchen testen, ob in der Mitte kein klebriger Teig mehr anhängt, sonst Garzeit etwas verlängern. Nach Garzeitende Deckel abnehmen und den Kuchen im offenen Topf auskühlen lassen, dann mit Hilfe eines Pfannenwenders etc. entnehmen oder stürzen.

Puderzucker verrühren, eventuell mit Lebensmittelfarbe einfärben, auf den erkaltenen Kuchen streichen. Mit Marzipanmöhrchen dekorieren.

Anm. Gabi: Super-saftig, hält sich gut frisch. Man kann auch gehackte Nüsse hinzufügen.

Anmerkungen, Jutta: Zuckerguss wird mit der Zeit unansehnlich. Besser, wie im Originalrezept, ein Frosting aus Frischkäse und Puderzucker verwenden.

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Ansonsten kann man den Kuchen natürlich auch ganz normal im Ofen backen. Das allerdings, egal wie, wann und womit, empfehle ich auf jeden Fall. Er ist nämlich einfach nur köstlich.

Übrigens ist dies ein Beitrag in der Rubrik: "Synchronbacken", denn Gabi hat quasi zeitgleich einen Kuchen von mir ausprobiert. 

Gefälscht: Flammkuchen-Toast (TM)

Hier mal ein ganz schnelles Gericht, das hervorragend zu Wein, Bier oder als Happen zwischendurch passt. Warm genossen schmecken die Scheiben am besten. Wir haben die Toasts aber auch kalt gegessen und sie haben uns geschmeckt.

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Das ursprüngliche Rezept stammt von Marissa aus dem Chefkoch-Forum. Ich habe es aber mächtig modifiziert. Bei Beginn der Zubereitung waren die Salami-Scheiben noch gefroren. Ich habe sie einfach mit einem schweren Messer als Block geviertelt und so im Thermomix zerkleinert. Ging prima. Ob man den Belag aber noch als Flammkuchen durchgehen lassen kann, wage ich zu bezweifeln.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Flammkuchen-Toast (TM)
Kategorien: Toast, Herzhaft, Käse, Salami, Schinken
Menge: 6 Portionen

Zutaten

12 Scheiben Toastbrot
150 Gramm Emmentaler
50 Gramm Schinken, roh
100 Gramm Salami oder Cervelatwurst
1 Zwiebel(n)
200 Gramm Schmand
Petersilie
Salz
Pfeffer
Schnittlauch in Röllchen

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Chefkoch-Userin "Marissa"
http://www.chefkoch.de/rezepte/52061018273591/
Flammkuchen-Toast.html
Erfasst *RK* 03.10.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Backofen auf 200 ° C, HL, vorheizen.

Käse im Thermomix (TM) auf Stufe 8 ca. 3 Sekunden nicht zu fein zerkleinern (Sichtkontakt). 50 g entnehmen und zur Seite stellen. Schinken und Salami grob würfeln, Zwiebel vierteln. Im TM so lange zerkleinern, bis eine feine, aber noch strukturierte Masse entstanden ist. Schmand, Petersilie und Gewürze zufügen, alles auf Sanftrührstufe 2 vermengen. Masse auf die Toastscheiben streichen, 50 g Käse darüber streuen und 10 Minuten im Backofen backen. Zuletzt 5 Minuten unter dem Grill bei voller Heizleistung überbacken.

Mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Anmerkungen: eventuell etwas Knoblauch und 1 TL Senf zufügen.

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Gillas Mattekreppel

Gillas_mattekreppel2

Nachdem in beinahe jedem mir bekannten Blog zur Zeit das Krapfen-, Kreppel-, Fettgebackenes-Fieber ausgebrochen ist, gab es heute Morgen kein Halten mehr. Trotz einsetzenden Regens schmiss ich mich ins Auto und raste unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln zum nächstgelegenen Elektrohändler – ob ich vorher geduscht habe, kann ich nicht mehr sagen.

Ergebins: Beratung mies, Friteusen teuer, ich sauer. Also kam ich runter von meinem Trip, kaufte trotzdem bei Lidl vier Liter Fritieröl und fuhr, diesmal langsamer, wieder nach Hause.

Am Telefon meine Schwägerin: ein Rezept aus Gillas (meine Schwiegermutter, ihre Mutter) Kochbuch wurde dringendst benötigt, schließlich sei Karneval und da müsse, wegen der Erinnerung an alte Zeiten, FETTGEBACKENES kreiert werden.

Mein Hinweis auf eine Friteuse wurde weggewischt: weder sie noch meine Schwiegermutter haben jemals  eine Friteuse besessen  und Backen in Fett fand immer nur im normalen Kochtopf statt.

Da kam mir, ganz spontan, quasi als närrische Eingebung die Idee, es auch einmal mit einem ganz normalen Kochtopf zu versuchen – den hatte ich nämlich parat.

Gillas_mattekreppel 

Pah, wenn ich gewußt hätte, wie einfach das ist. Wieso telefoniere ich eigentlich so selten mit der Schwester meines Mannes? Sie inspiriert mich so…

Ach so, Matte ist Quark und Kreppel sind Krapfen und schmecken tun die Dinger wie eine Mischung aus Ver- und Heimsuchung. Wenn ihr meinen Herd auf 10 von 12 stellt, ist die Temperatur genau richtig – 180° C.

Rezept? Hier:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gillas Mattekreppel
Kategorien: Fettgebackenes, Quark, Gillas Rezept
Menge: 1 Rezept

Zutaten

250 Gramm Quark (Matte)
150 Gramm Zucker
125 Gramm Milch
4 Eier, Größe M
1 Pack. Bourbon-Vanille-Zucker
480 Gramm Mehl
1 Pack. Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz

Quelle

Angaben leicht modifiziert.
Rezept meiner Schwiegermutter
Erfasst *RK* 04.02.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Aus den Zutaten einen Teig bereiten. Mit einem Esslöffel kleine Teigportionen abstechen und mit Hilfe eines zweiten Löffels in das heiße Fett gleiten lassen. Bei ca. 180° C schwimmend ausbacken.

Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen: Geht flott von der Hand und die Kreppel sind sehr lecker.

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Nachgemacht: Unmögliche Baisers

Kein Schnee in Sicht, keine Plätzchen mehr da, nix zum Garnieren von Desserts und Kuchen – da mach ich mir doch mal schnell so 80 – 100 Baisers, genau das Richtige für eine Schnuppschnüss wie mich.

Petra von Chili und Ciabatta hat sie vorgemacht, die unmöglichen Kleinigkeiten, und das Nachmachen gestaltete sich leichter, als ich zunächst vermutete (aber Petras sehen besser aus…). Nur geduldig sollte man sein, sonst sind die Leckerchen innen noch weich. Drei Stunden brauchen sie wirklich bei dieser niedrigen Trockentemperatur. Wer es nicht glaubt, muss halt häufig probieren…

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Manzfred kam diesmal nicht zum Zuge – zum Trocknen schien er mir nicht geeignet. Das hat der alte Ofen super erledigt und da er seit August erst einen Kuchen backen musste, wurde es auch höchste Zeit, dass er mal wieder zum Einsatz kommt.

Fazit: Sehr zu empfehlen. Leicht nachzumachen, lecker, sehen elegant aus.

Marmor-Kranzkuchen

Mein Vater backt in letzter Zeit häufig. Vor ein paar Tagen hat er einen Kuchen ausprobiert, der ihm nicht so gut gelungen ist. Das Endergebnis war zu fest, nicht gut aufgegangen und in der Mitte klitschig.

Ich habe mich bereit erklärt, das Rezept nachzubacken, um herauszufinden, ob es am Rezept liegt oder ob ein Fehler in der Herstellung zu suchen ist. Um ähnliche Bedingungen zu gewährleisten, habe ich auf Manzfred verzichtet und den normalen Miele-Backofen verwendet.

Das Rezept für den Marmor-Kranzkuchen stammt aus einem Sonderheft der Reihe "kochen & genießen" aus dem Jahre 2001 mit dem Titel "Torten-Hits No. 3".

Interessant ist, dass der Kuchen aus fünf verschiedenen Varianten eines Grundteiges besteht:

Marmorkranzkuchen

Der Teig war zum Teil recht weich und ich rechnete schon mit dem Schlimmsten. Aber, weit gefehlt, nach dem Backen sah das Ergebnis so aus:

Marmorkranzkuchen_gebacken

Der Kuchen war während des Backens schön aufgegangen, hatte eine fluffige Konsistenz und fühlte sich ähnlich wie Biskuit an. Während des Abkühlens ist er ein wenig eingesunken.

Fertig verziert (das habe ich anders gemacht, als im Rezept angegeben), sah der Kuchen wirklich lecker aus:

Marmorkranzkuchen_verziert

Spannende Minuten bis zum Anschnitt:

Marmorkranzkuchen_anschnitt1

Keine Spur von Klitsch zu sehen – also, Papa, starte einen neuen Versuch!

Und hier geht’s zum Rezept:

„Marmor-Kranzkuchen“ weiterlesen