World Bread Day 2013 – Landbrot aus dem Topf

 

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Ich habe schon öfter über den Dutch Oven gelesen. Vor allem
in amerikanischen Rezepte kam er immer mal wieder vor. Hat mich aber nie
wirklich interessiert, ich habe ja den Manzfred und einen billigen gusseisernen
Topf habe ich auch (toom, 19,99 Euro oder so). Deshalb sachte sisch die sparsame Rheinländerin:

„Kenne mer
nit, bruche mer nit, fott domet.“ (Rheinisches Grundgesetz, Artikel 6)

Aber irgendwann wurde ich allmählich nervös. Sandra "From-Snuggs-Kitchen" postete
Fotos und Rezept eines gar köstlichen Landbrotes, dazu kamen Appetithäppchen auf facebook, eins netter anzusehen als das andere und
alle einem ominösen DOpf entsprungen, der sich als Dutch Oven entpuppte. Kenne
mer jetzt, bruche mer aber trotzdem nit, der Manzfred kann das doch genau so gut…. jajaja…

Aber die Brote sahen schon toll aus. So toll, wie ich sie
zuvor noch selten gesehen hatte. Und dann kam Manfred. Ohne Zett. Manfred Schelli
Schellin.
Der Mann hat 'nen Manz und machte den ultimativen Brottopftest
zwischen Manz und Pott
und was soll ich sagen? Der Topf gewann. Unglaublich, aber wahr. Oder vielleicht doch nicht? 

Leute, ich war neugierig. Und ich erinnerte mich nach einem
kräftigen Denkanstoß auch wieder an meinen orangefarbenen Gusseisentopf. Und
ich hatte alle Zutaten im Haus. Was soll ich sagen, ein paar Stunden nach dem
Lesen des Tests und nach der Vereinnahmung des Sandra-Landbrot-Rezeptes für meine
Aktion inclusive einiger Ummodelungen hatte ich das Ding auf dem Küchentisch stehen. Ei, was war isch uffgerescht! Und dann habe ich das Riesentrumm aus dem Topf befreit… ohne Worte. 

 

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Ich habe nur noch geschrien vor Glück und dabei stand gar kein Bote
vor der Tür. 

Das Schlimmste neben dem Warten auf das Ende der Backzeit und der Offenbarung des Geheimnisses, das der Pott in sich barg, das Allerallerschlimmste war, darauf zu warten, dass das Brot abkühlt. Nicht nur ich war nahe daran, ins Holz zu beissen.

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Eine Nacht
schlafen, Hölle, Hölle, Hölle. Aber gelohnt hat es sich. Und zwar sowas von.

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Hilfe, jetzt bin ich auch süchtig. Sandra und Manfred, war habt ihr
getan!!!???!!! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Landbrot aus dem Topf
Kategorien: Roggen, Weizen, Sauerteig, Topf
Menge: 1 Brot, groß

Zutaten

1/2 Teel.   Zucker
21 Gramm   Hefe, frisch
750 Gramm   Weizenmehl, Typ 1050
200 Gramm   Roggenmehl, Typ 1150
530 ml   Wasser
75 Gramm   Sauerteig, flüssig
15 Gramm   Zuckerrübensirup
10 Gramm   Olivenöl
20 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Sandras Blog "From Snugg's Kitchen"
  http://www.from-snuggs-kitchen.com/2013/09/landbrot.html
  Erfasst *RK* 14.10.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

In 30 ml lauwarmem Wasser den Zucker mit Hefe auflösen, abgedeckt stehen lassen. 375 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl mit 470 ml lauwarmem Wasser verrühren, 1 Std. abgedeckt ruhen lassen. Aus 40 g festem Anstellgut und 30 g Wasser einen flüssigen Sauerteig bereiten. Ebenfalls bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Nach einer Stunde restliches Mehl (375 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl) sowie alle anderen Zutaten zur Mehl-Wasser-Mischung geben. Den Teig nun 5 min. auf niedrigster Stufe, dann 10 min. auf der nächsten Stufe kneten, bis ein elastischer Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst (J: Kenwood nehmen, KA ist zu klein für die Teigmenge).

Den Teig 45 min. gehen lassen, nach jeweils 15 Minuten insgesamt 2 x falten. Rund wirken, mit dem Schluss nach unten in ein Gärkörbchen legen und für 1 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.

In der Zwischenzeit Manzfred auf 230° C vorheizen, Topf mit Deckel in den kalten Ofen stellen und ebenfalls aufheizen.

Wenn das Brot genug gegangen ist, den Deckel vom Topf nehmen, das Brot vorsichtig mit dem Schluss nach oben hinein geben. Mit dem Deckel verschliessen und 55 min. backen. Anschließend den Topf aus dem Ofen holen, das Brot herausnehmen und auf einen Rost geben, abkühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut!

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Dies ist mein Beitrag zum World Bread Day 2013,  der auch in diesem Jahr von der unermüdlichen
zorra gehegt und gepflegt wird.

World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!

Danke schön, liebe zorra. 

 


 

 

Blogevent XC – Outtakes from my kitchen oder Nur ein Genie beherrscht das Chaos

 

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

 

Melanie will Outtakes aus meiner Küche? Klar. Wollte ich schon längst mal
zeigen. Letzten Karneval. Aber ich habe mich nicht getraut, denn ganz schön peinlich ist das
schon. Nicht, dass es hier um ein Rezept ginge. Da fotografiere ich so viel
Mist, dass ich in drei Monaten noch schreiben würde. Es geht eher um das große
Ganze, die Schöpfung des Chaos. Das herrscht nämlich immer, wenn ich den Kochlöffel schwinge
oder die Backformen malträtiere. Chaos. Absolutes Chaos.

Ich muss voraus schicken, dass ich es eigentlich gerne
ordentlich habe. Ich finde Hausarbeit aber nicht schön. Putzen und Schrubben
gehört nicht wirklich zu den Dingen im Leben, die ich leidenschaftlich
absolviere. Ich sehe die Notwendigkeit ein. Gezwungener Maßen. Ich könnte aber auch dabei zuschauen, wie es für mich gemacht wird. So aus der Ferne, mit einem guten Buch in der Hand. 

Ich habe allerdings ein paar Ordnungsticks:

Ich bügele die Küchenhandtücher und lege sie dann
stapelweise in eine „englische Schublade“. Aber nicht einfach so, wie sie
kommen, sondern geordnet. Die Küchentücher haben verschiedene Karomuster oder
sind einfarbig und jede Sorte muss beieinander liegen. Nicht große blaue Karos
zu kleinen blauen Karos oder – Gott behüte – Karos mit weißen Handtüchern
gemsicht. Das geht gar nicht.

 
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Meine Gewürze sind alle in beschrifteten lock’n’lock-Dosen
beheimatet. Überhaupt habe ich einen Dosenfimmel. Ich packe unheimlich gern
Sachen in gut schließende Dosen.

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Die Plastikschüsseln im Küchenschrank müssen auf eine
bestimmte Art geordnet sein. Auch die Deckel. Schön der Größe nach. Schüsseln werden von
unten weg genommen und nach dem Spülen oben aufgesetzt. So hat man immer einen
kontinuierlichen „Schüsseldurchlauf“ und keine muss sich
vernachlässigt fühlen.

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Die Deckel müssen farblich zur Schüssel passen. Niemals
gibt es einen blauen Deckel auf einer gelben Schüssel.

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Das Besteck liegt immer so in der Schublade

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Beim Aufhängen der Socken werden die Paare immer gemeinsam
aufgehängt. Ich habe Sportsocken, die mit rechts und links gekennzeichnet sind.
Die werden natürlich auch so auf die Leine gehängt. Rechts nach rechts, links
nach links. Und immer verwende ich gleiche Wäscheklammern. Also ein Paar
Strümpfe mit zwei weißen Klammern oder 
zwei roten. Auf keinen Fall eine weiße oder eine blaue – schrecklicher Gedanke.

Diese Liste lässt sich noch ein wenig fortsetzen. Ihr denkt
sicher, dass sich das absolut krankhaft und zwangsgestört liest. Ehrlich
gesagt, ich denke das auch und ich würde mir auch Sorgen machen. Wenn da nicht
eine Kleinigkeit in meinem Leben wäre, die diese ganzen, eben beschriebenen Marotten ad absurdum führen würde.

Wenn ich in der Küche Speisen zubereite, dann sieht es
währenddessen und danach (vorher nicht, da ist immer alles ordentlich, sonst
kann ich nicht anfangen – ich mein, wo sollten auch die Zutaten hin?) so aus:

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Oder so: 

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Detailansicht: 

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Klar, ich habe schon von mise en place gehört. Ich
interpretiere das so: Je mieser der Platz, desto besser das Ergebnis. 

Melanie, das bist du schuld! 

Blogevent Lesehunger: Otfried Preußlers „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ – Bratwurst mit Sauerkraut

 

 

Ich war ein lesehungriges Kind. So unersättlich nach dem geschriebenen Wort, dass es meine Mutter grauste und sie mich einem Arzt vorstellte. Dieses Stubenhocken und das einzelgängerische Amusement, ohne Freunde, aber mit einem Buch in der Hand, das war den Eltern nicht geheuer.

Mich faszinierten die Welten, die mich umfingen, sobald ich zu schmökern begann. Ich las Bücher ohne Unterlass, Bücher, für die ich zu jung war, vor allem aus Omas kleiner Bibliothek, die vornehmlich aus Bänden bestand, die sie als Leserin der Rheinischen Post günstig beim Verlag erstand. Ich las, gerade der Grundschule entwachsen, Thriller wie "Eisstation Zebra" oder "Nacht ohne Ende" von Alistair MacLean, ich verschlang fiktiv-historische Schinken wie "Desirée" von Annemarie Selinko, ich las als Kommunionkind die Novellen von Theodor Storm, ich las und las und las einfach alles, was mir in die Finger kam. Wenn Oma es sehr gut mit mir meinte, durfte ich Eierlikör dazu trinken.

Ich sehe mich in der Großeltern Wohnzimmer sitzen, im hellgrauen Sessel mit diesem kurzgeschorenen, pieksigen Bezug. Oma und Opa hatten ein Bekleidungsgeschäft, ich war in der Wohnung über dem Laden allein und las und las und las. Einmal hatte ich die Beine über die Armlehne gehängt, vertieft in "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl. Was habe ich gelacht und als Opa ins Wohnzimmer kam, drehte er sich zu Oma um und rief: "Sophie, isch kann nitt verstonn, wie ene Mensch övver e Book so laache kann."

Kinderbücher verschmähte ich ebenfalls nicht. Ich ließ mir Bücher schenken, zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu jedem Anlass. Ich ging in die Bücherei, um mir Lesestoff auszuleihen. Ich hatte sie alle. Pippi Langstrumpf, Hanni und Nanni, "Der Trotzkopf – Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen" – heiß und innig geliebt.

Ich war auch ein dickes Kind. Ein sehr dickes Kind. Das lag nicht an den Drüsen, sondern am Essen. Vermutlich auch an mangelnder Bewegung, ich musste ja lesen. Schon früh fand ich Bücher besonders toll, in denen irgendwelche Mahlzeiten oder Lebensmittel vorkamen. Ilse Trotzkopf zum Beispiel kommt renitent wie immer in derben Lederstiefeln zum Frühstück und isst eine extrem dicke Scheibe Schwarzbrot, belegt mit fingerdicker Butter. Abwechselnd beisst sie herzhaft vom Brot in der einen und von einer dicken Scheibe Wurst in der anderen Hand ab. Faszinierend.

Die "Fünf Freunde" von Enid Blyton ("Ennit Blühtonn" ausgesprochen) bekamen häufig Kekse zugesteckt, was ich absolut beneidenswert fand. Kein Weihnachten und trotzdem Plätzchen, das gefiel mir. Der lustige Richard war mein Liebling, denn er war, wie ich, ein leidenschaftlicher Esser. Gleich danach kam Georginas zerstreuter Vater Quentin Kirrin, an den ich seltsamerweise heute noch häufig denken muss.

Wen wundert es da noch, dass ich "Es muss nicht immer Kaviar sein" von J. M. Simmel gleich mehrfach las?

Als Shermin, der ich herzlich für diese tolle Idee danke, das Event ins Leben rief, wußte ich nicht nur sofort, dass ich mitmachen würde, sondern auch, über was ich schreiben wollte. Über Räuber Hotzenplotz.

Im ersten Band des Buches von Otfried Preußler, "Der Räuber Hotzenplotz",  gehen Kasper und Seppel auf die Suche nach Großmutters Kaffeemühle, die der Räuber Hotzenplotz gestohlen hat. Es kommt zu spannenden Begegnungen mit Zauberer Petrosilius Zwackelmann, Wachtmeister Alois Dimpfelmoser und mit der Fee Amaryllis. Und es wird gegessen. Pflaumenkuchen mit Schlagsahne. Salzgurken. Salami. Eine knusprige Gans. Und Kartoffeln. Kartoffeln in allen möglichen Variationen, denn sie sind die Lieblingsspeise des Zauberers Zwackelmann, was ich gut verstehen kann. Er vertilgt in kürzester Zeit respektable sieben Schüsseln Kartoffelbrei, sechseinhalb Dutzend Kartoffelklöße mit Zwiebeltunke sowie Bratkartoffeln aus sechs Eimern Kartoffeln. Halt! Zu den Bratkartoffeln kommt er nicht mehr, er geht vorher im Unkenteich unter. Müsst ihr selber mal nachlesen, sehr aufregend. Der absolute Höhepunkt sind jedoch das Brot und die beiden Würste, die sich Kasper unter den Arm klemmt, als er aus dem Zauberschloss ausbricht, um bei Vollmond das Feenkraut zu suchen. Zwei ganze Würste! Sensationell! 

Das ganze Cholesterin scheint sich jedoch bei Kasper auf die geistige Beweglichkeit niedergeschlagen zu haben. Am Ende erbittet er sich von dem Ring, der ihm drei Wünsche beschert: 1. Eine neue Zipfelmütze. 2. Großmutters gestohlene Kaffeemühle. 3. Dass der zu einem Gimpel verwandelte Räuber wieder seine ursprüngliche Gestalt annimmt. Ähh, jaaa…Trotzdem war ich gespannt, wie es wohl weiter gehen würde.

Titelbild Räuber Hotzenplotz-1

Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt:

14 Tage nach der Wiederbeschaffung von Großmutters Kaffeemühle und des Einstreichens einer Belohnung von 555,55 Mark müssen Kasper und Seppel schon wieder ran. Denn Räuber Hotzenplotz, der seitdem im Spritzenhaus gefangen war, entkommt durch das Vortäuschen einer Blinddarmverrenkung, entführt Großmutter und verlangt als Lösegeld 555,55 Mark – so ein Schuft.

Auch wenn die Rückschau auf den Fortsetzungsband "Neues vom
Räuber Hotzenplotz" erkennen lässt, dass viel weniger Speisen zubereitet
und verspeist werden als im Vorgänger- es gibt unspektakuläre
Butterbrote, Zuckerplätzchen und Schwammerlsuppe (aus Rotkappen, mit
Speck und Zwiebeln und einer guten Einbrenne) – so ist ein Gericht von
einer derart hohen und überwältigenden Qualität, von der Komposition her jedoch so verstörend, dass es sich für immer
in mein kulinarisches Gedächtnis gebrannt hat.

Vorher

Es ist Donnerstag und donnerstags, Punkt 12.00 Uhr, gibt es bei Großmutter zu Mittag Bratwurst mit Sauerkraut, Kasper und Seppels Lieblingsspeise.

Was mir völlig unverständlich war und ist und was mich seit ungefähr 45 Jahren umtreibt, ist die Frage: Wieso gibt es dazu kein Kartoffelpüree?

Aber das Unfassbarste waren und sind die zubreiteten Mengen. Großmutter ist eine ältere Dame. Seppel und Kasperl sind Kinder oder junge Jugendliche. Und in der Pfanne brutzeln NEUN Würstchen. Für DREI Menschen, von denen zwei noch nicht erwachsen sind und eine schon so alt ist, dass sie – so dachte ich damals – bestimmt keinen großen Appetit mehr haben kann.

Ich kam da nicht drüber weg. DREI Würste für eine Person und kein Püree. Unvorstellbar. Verschärfend kam hinzu, dass der Räuber Hotzenplotz in Großmutters Küche eindringt und das Sauerkraut sowie die komplette Würstchenriege ALLEIN verputzt. Zapperlot! Wie oft habe ich mich gefragt, ob der Räuber auch den kompletten Kartoffelbrei gegessen hätte, wenn welcher da gewesen wäre. Schwammerlsuppe futtert er ja auch hektoliterweise.

Immer, wenn am heimischen Esstisch die Kotelettes geteilt wurden, hätte ich zu gern gewußt, wieviele Kotelettes oder Schnitzel oder Schweinshaxen Kasper und Seppel wohl auf einmal essen durften und ich erträumte mir ein Schlaraffenland, mit drei Würsten, Sauerkraut und Kartoffelbrei auf dem Teller.

Es war also abgemacht, ich wollte unbedingt über dieses Buch und das Gericht schreiben. Beim Durchforsten des heimischen Bücherregals fand sich das Buch "Der Räuber Hotzenplotz", aber "Neues vom Räuber Hotzenplotz" war nicht vorhanden.

Da fiel sie mir wieder ein: Monika Beckers. Des Schaustellers Töchterlein, Gefährtin ausschließlich im 1. Realschuljahr. Danach zog sie weiter. Mit Vaters Losbude, dem Softeiswagen und meinen beiden Büchern im Schlepptau. Entschwunden auf Nimmerwiedersehen. 

Band 1 habe ich mir irgendwann wieder zugelegt. Um an die für dieses Event benötigte Fortsetzung zu gelangen, musste ich Anfang der Woche die örtliche Bibliothek aufsuchen, die das Exemplar glücklicherweise vorrätig hatte. Nach der Ausleihe ging es zum Einkaufen. Bratwürste (aber nur vier Stück), Sauerkraut, mehr nicht, der Rest war im Vorrat.

 Dann wurde gekocht.

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Zwiebeln mit durchwachsenem Speck in Gänseschmalz langsam anbraten.

Sauerkraut im Dampfgarer 7 Minuten vorgaren – wir mögen es gerne weich. Kraut mit ein paar Wacholderbeeren und einem gewürfelten Apfel zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Dass Großmutter mit Beerenauslese ablöschte, kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich bin ja noch keine Großmutter, deshalb durfte ich das.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Dann wird geschmurgelt, bis der Rest der Mahlzeit parat ist. Wer mehr Zeit hat als ich, lässt das mit dem Dampfgarer, fängt ein Stündchen früher an und gart das Kraut gleich komplett im Topf. 

Bratwurst in Öl langsam braten.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Kartoffeln schälen, in Salzwasser kochen. Wenn sie gar sind, mit einem guten Stich Butter und Vollmilch stampfen. Muskat zufügen, für eine geschmeidige Konsistenz saure Sahne unterziehen. Abschmecken.

Fertig! Aber ohne Kartoffelpüree? Unvorstellbar.

Am Ende des Buches, nach Irrungen und Wirrungen, nach dem Einschalten der staatlich geprüften Wahrsagerin Frau Schlotterbeck, die nicht mehr hext, seit sie bei dem missglückten Versuch, ihren Langhaardackel Wasti in einen Bernhardiner umzuhexen, zur stolzen Besitzerin eines Krokodils mit Hundemanieren wurde, am Ende also wird doch noch alles gut. Hotzenplotz wird geschnappt, Großmutter kocht nochmals Sauerkraut und Bratwurst, obwohl Sonntag ist und alle sind glücklich. Wir auch. War gut.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann futtern sie noch heute.

Übrigens prangere ich nicht nur Monika Beckers, sondern auch Agnes W. aus B. an. Sie hat noch mein wunderbares Buch "Seidenraupe Dschungelblüte" über das Leben von Maria Sibylla Merian in ihrem Besitz.

Blogevent LXXXV – Aus Sultans Küchen *** Türkische Köfte mit Backofen-Kartoffeln

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Ein Event so ganz nach meinem Geschmack betreut diesmal Ninive von music, dream and more. Alles dreht sich um den Orient, speziell um die Türkei und dieses Thema weckt Erinnerungen an schöne Reisen und köstliche Speisen.

In Usbekistan aßen wir Plow, in Marokko Tajine und in Iran köstlichen Reis mit knuspriger Kruste. Und in der Türkei? Da waren wir noch nicht.

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Woher also das Rezept für dieses Event nehmen? Ein Blick ins Bücherregal half weiter – nehmen wir doch einfach "Orient" von Zabert-Sandmann. Dieses Buch steht seit April 2009 ungelesen im Schrank, was eine absolute Schande ist, denn die Rezepte lesen sich köstlich und das, was ich heute daraus gekocht habe, schmeckte auch so. Wunderbar!

Es gab Köfte, also türkische Frikadellen, mit Backofen-Kartoffeln, Tomaten und einem schönen Quarkdipp. Sehr zu empfehlen.

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Mit einem Stück Fladenbrot und der doppelten Menge Dipp als Begleiter würde ich es auch nicht vom Tisch treten.

Vielen Dank an Ninive und zorra für das Event, das uns neben schönen Erinnerungen auch eine tolle Mahlzeit und die Lust auf Urlaub in der Türkei bescherte.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Türkische Köfte mit Ofenkartoffeln (M)
Kategorien: Türkei, International, Rinderhack, Kartoffeln
Menge: 4 Portionen

Zutaten

2     Zwiebeln
2 Essl.   Olivenöl
500 Gramm   Rinderhack
1     Ei
1 Teel.   Salz
1 Teel.   Thymian, getrocknet
1 Teel.   Kreuzkümmel, ganz
1/2 Teel.   Rosenpaprika
2     Knoblauchzehen
2 Essl.   Petersilie
4 Essl.   Paniermehl
150 Gramm   Schafskäse
1 kg   Kartoffeln
4     Tomaten, groß
200 ml   Wasser
2 Teel.   Gek. Brühe
2 Teel.   Tomatenmark
H FÜR DEN DIPP
3 Essl.   Zitronensaft
250 Gramm   Quark, 40%
1 Essl.   Petersilie
1/2 Teel.   Salz

Quelle

  "Orient" – modifiziert
  ISBN 9783898831147
  Erfasst *RK* 11.03.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Zwiebeln fein zerkleinern, in 2 EL Öl glasig dünsten.

Rinderhack mit Ei, Salz, Thymian, Kreuzkümmel, Rosenpaprika, den zerdrückten Knoblauchzehen, Petersilie, dem gewürfelten Schafskäse, Paniermehl vermengen. Aus der Masse 12 Knödel formen und auf ein Blech setzen.

Kartoffeln schälen und klein schneiden. Um die Köfte herum drapieren. Tomaten heiß überbrühen, abziehen und das Innenleben entfernen. Ebenfalls in kleine Stücke schneiden und auf das Blech legen.

Wasser aufkochen, mit der gekörnten Brühe und dem Tomatenmark verrühren. Über die Zutaten auf dem Blech gießen.

Blech in den Ofen schieben und 30 Minuten backen. Ab und an die Tür öffnen, um Schwaden abzulassen.

In der Zwischenzeit für den Dipp alle Zutaten verrühren.

Nach dem Backen Köfte, Kartoffeln und Tomaten mit dem Dipp genießen.

Anmerkungen, Jutta: köstlich! Ein Stück Fladenbrot dazu und die doppelte Menge Dipp schaden nicht.

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Blogevent LXXXII – Alte Schätzchen

 

Blog-Event LXXXII - Alte Schätzchen (Einsendeschluss 15. November 2012)

 

Meine liebe Bushi Bushcook hat es doch tatsächlich geschafft, dass ich nach Monaten endlich mal was anderes blogge als Hochzeitstorte. Bravo! Torte gibt es aber trotzdem.Und 'ne Zuckerschnegge. Aber das Beste verwahren wir uns natürlich bis ganz zum Schluss, des leggere Schneggsche, gelle.

Meine alten Schätzchen

Meine alten Kochbuch-Schätzchen präsentieren sich in einem kleinen Segment meines Kochbuchregals. Es gibt hier gekaufte Bücher, geschenkte Bücher, Klassiker

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und welche, die mit der Hand geschrieben wurden; das sind meine Lieblinge.

 

Heute stelle ich ein Buch vor, aus dem ich noch nie etwas gekocht oder gebacken habe, das mir aber wegen seines Aufbaus und der faszinierenden Fotos sehr gut gefällt. Es heißt "Die Küche und ihre Jahreszeiten", stammt aus dem Ullstein-Verlag, erschien 1936, wurde von Dr. E. Urban und B. v. Treskow geschrieben und hat einen Umfang von 571 Seiten. Der Einband besteht aus blauem grobem Leinen. Ein schönes Buch ist das.

Altes Schätzchen

Die Rezepte orientieren sich am Jahreslauf. Quartalsweise nach Monaten geordnet werden die Anleitungen präsentiert. Auch am farbigen Buchschnitt kann man die Einteilung erkennen. Grün = 1. Quartal, Weiß = 2. Quartal, Rosa = 3. Quartal, Blau = 4. Quartal. Jeder Monat beginnt mit einer Übersicht des saisonalen Angebotes an Lebensmitteln, seien es Gemüse, Fleisch, Fisch oder Obst.

Im Anschluss an den eigentlichen Rezeptteil erfahren wir noch etwas über Diätküche, Kranken- und Säuglingskost. Sehr lehrreich auch ein Abschnitt mit dem Titel: "Das merke dir, Hausfrau!", gefolgt von einem Sach- und Namensverzeichnis, das den Abschluss bildet.

Zum Thema Kochbücher soll sich die Hausfrau beispielsweise folgendes merken:

"Die überlieferten alten Kochbücher bieten meist eine Fülle guter Zubereitungs-Vorschriften, berücksichtigen aber, soweit es sich nicht um völlig umgearbeitete Neuausgaben handelt, nicht die außerordentlichen Fortschritte, die die Ernährungswissenschaft in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Neben dem guten Kochbuch ist es für die Hausfrau wichtig, ein Rezeptbuch anzulegen, in das sie die Rezepte einträgt, die sie von guten Freundinnen bekommt oder sonstwie sammelt. […]."

12 farbige und 28 schwarze Tafeln lockern das Buch ein wenig auf, es gibt Tafeln zu Fischen, Pilzen, Geflügel, Haushaltsgeräten, Gartengemüsen… meine liebste Tafel ist diese hier:

Süßspeisen
Die faszinierendste Abbildung jene:

Hasenabzug

Und die lustigsten Tafeln sind diese:

Der Gast und die Fleischbrühe 
Der Gast und die Schüsseln

Diese Klamotten! Herrlich.

Da im November Apfelzeit ist, habe ich mich für eine Apfeltorte entschieden, die ich euch aus dem Buch vorstellen möchte.

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Das Original liest sich so:

"Ein rundes Kuchenblech legt man mit Mürbeteig aus, belegt den Teig
dicht mit Apfelschnitten, gießt etwas zerlassene Butter darüber,
streut 1/2 Tasse Zucker, 1/2 Tasse Sultaninen und 3 Esslöffel
gehackte Mandeln darauf und schiebt den Kuchen in den heißen Ofen.
Backen, bis die Äpfel weich sind.

Dann schlägt man 3 Eiweiß zu steifem Schnee, zieht 3 Esslöffel
Zucker darunter, dann die 3 Eigelb und 1 Esslöffel Maispuder, gibt
diese Masse gleichmäßig über den Kuchen und stellt ihn nochmals 15
Minuten in den heißen Ofen. Den Guss braun backen lassen."

Apfeltorte, Anschnitt

Ja, das war gar nicht so schlecht. Allerdings habe ich beim Zubereiten die Zuckermenge drastisch reduziert, 100 Gramm Zucker auf die Äpfel zu streuen, denn soviel befand sich in 1/2 Tasse, das war mir dann doch zu wild.

Was ich nicht bedacht habe war, dass im Manzfred ein sehr feuchtes Klima herrscht. Nachdem der Guss auf den Kuchen kam, hätte ich die Ofentür etwas offen lassen sollen. Hab ich nicht gemacht, deshalb ist diese bräunliche Haube zäh und nicht besonders schmackhaft. Wenn der Eischnee knusprig gewesen wäre, dann hätte der Kuchen noch mal so gut geschmeckt.

Apfeltorte, Anschnitt auf Blech
Toll geschmeckt hat er nämlich. Und deshalb bekommt ihr auch ein "ordentliches" Rezept hinterher.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkuchen (M-TM)
Kategorien: Altes Kochbuch, Äpfel, Mürbeteig
Menge: 1 Runde Form

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter, kalt
50 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
H FÜLLUNG
      Äpfel
      Butter
40 Gramm   Zucker
70 Gramm   Sultaninen
30 Gramm   Mandeln, gehackt
H GUSS
3     Eier
30 Gramm   Zucker
7 Gramm   Maisstärke
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Dr. E. Urban, B. V. Treskow "Die Küche und ihre
  Jahreszeiten"
  Altes Kochbuch von 1936
  Erfasst *RK* 14.11.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 170 ° C vorheizen. Einen Stich Butter in der unteren Etage schmelzen.

Zutaten für den Mürbeteig sind von mir zugefügt worden. Sie werden im Thermomix auf Stufe 5 zu Krümeln verarbeitet und auf ein rundes Kuchenblech mit 26 cm Durchmesser geschüttet. Festdrücken, dabei einen kleinen Rand hochdrücken.

Möglichst kleine Äpfel schälen, entkernen und vierteln. Dicht in Runden auf den Mürbeteig legen, mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Mit Zucker, Sultaninen und Mandeln bestreuen. Backen, bis die Äpfel weich sind. Das dauert ungefähr 25 Minuten. Gegen Ende der Backzeit kontrollieren, ob die Sultaninen eventuell zu dunkel werden. Dann abdecken.

Während der letzten 10 Minuten den Guss zubereiten. Eiweiß mit etwas Salz zu festem Schnee schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Eigelb mit Maisstärke verrühren und den Eischnee vorsichtig unterziehen. Die Masse auf dem Kuchen verteilen, nochmals 15 Minuten backen, bis der Guss schön braun ist. Dabei die Ofentür nicht ganz schließen, sonst wird der Guss zäh.

Anmerkungen, Jutta: Gebacken für Bushis Event LXXXII "Alte Schätzchen". War gut, kann wiederholt werden. Vielleicht auf den heißen Kuchen noch Zuckerguss streichen und Sahne dazu servieren.

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Zum Schluss, wie versprochen, präsentiere ich euch mein allerlieblingstes altes Schätzchen, das vorgestern wieder ein Jahr älter wurde und das mein Zuckerschneggsche ist.

Happy Birthday, altes Schätzchen 🙂

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Tag der offenen Küche

Steph ruft und alle, alle folgen – na gut, ich auch. Wie Robert so schön schreibt, wer guckt, muss auch die Hosen runter lassen. Na ja, er hat sich eleganter ausgedrückt, aber ich habe verstanden, was er meint und schließe mich an.

Schnuppschnüss ihre Küche hat schon zwei Umzüge hinter sich, ist umgebaut, ergänzt, abgespeckt und aufgepeppt worden. 14 Jahre ist sie mittlerweile alt, aber ich kann mich nicht von ihr trennen. Auch wenn die Holzfronten unterschiedliche Farben haben, weil manche Teile nicht immer am Tageslicht waren, sondern im Keller eine Weile schmachten mussten, bevor sie hoch ans Licht durften, ich finde sie schön. Gerade weil sie nicht so geschniegelt und glatt ist. Wegen des komisch-eckigen Grundrisses entstanden zum Teil Lücken beim Einbau, die der Schreiner mit Regälchen bestückt hat, in die Kleinzeug passt.

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Also, dann wollen wir mal:

Der Küchenraum besitzt zwei Fenster und zwei Türen. Das ist einerseits schön, weil es hell ist und man vom Flur und vom Esszimmer her in die Küche stiefeln kann. Andererseits geht auch Stellfläche verloren, von der wir ja alle nicht genug kriegen können, gell.

Ich fange mal in einer Ecke an und arbeite mich dann entgegen des Uhrzeigersinns durch.

Rechts Regale mit Gläsern, Bedienungsanleitungen, Teetassen und Kannen sowie ganz unten meine geliebten Saleen-Körbchen. Die Dinger sind toll, man kann sie in die Spülmaschine stecken und sie halten Jahr um Jahr. Gerade letzte Woche habe ich einen neuen Plastikkorb in "Totalechtoptik" erstanden, ich kann einfach nicht daran vorbei gehen, wenn sie zum Kauf angeboten werden.

Mitte Kühlschrank – ich finde ihn total doof, weil er bis zum Boden geht und die Tür nicht richtig geöffnet werden kann, da ein Tisch in der Nähe steht. Unpraktisch, ich kann das Teil nicht ausstehen. Konnte ich noch nie.

Daneben ein umgebauter Hängeschrank, damit der Kombi-Dampfgarer (aka dekadenter Eierkocher) einen Platz in der Küche findet. Der Hängeschrank ist so einer, der lange im Keller war, deshalb ist die Farbe anders.

Oben die Küchenmaschinen – die KitchenAid steht hinten links und ist aus dieser Perspektive unsichtbar. Brottopf, Apfelsaft von Joachim Schnabel seinen Äpfeln, ganz hinten die arme, verstaubte Tajine und davor die böse, böse, böse, böse Metallkiste, in der vormals – vor Jahrtausenden – Lebkuchen hausten und jetzt böse, böse, böse, böse Süßigkeiten ihr Dasein fristen, laut rufend, damit sie endlich von einer mitleidigen Seele, nämlich meiner einer, verzehrt werden. Böse.

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Die Bleche des Dampfgarers habe ich hier deponiert. Der Ofen wird nur genutzt, wenn Manzfred ausfällt, zum Beispiel zu Weihnachten, wenn der Puter zu groß ist oder mal etwas übergrillt werden muss. Ansonsten bleibt diese Röhre kalt.

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Unterhalb des Dampfgarers hat mir der Schreiner drei geniale Schubladen eingebaut, in denen wunderbar Geschirr und Backkram deponiert werden kann. Ich liebe Schubladen in der Küche und hätte am liebsten überall welche.

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Zwischen den Türen von Esszimmer und Flur hängt mein super-praktisches Krimskramsgitter. Natürlich steckt in diesem vermeintlichen Chaos eine heilige Ordnung und wehe, wenn mir die "Jemand" durcheinander bringt, zum Beispiel nach dem Ausräumen der Spülmaschine. Das mag ich überhaupt nicht.

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Den Manzfred kennt ihr ja schon. Auch dieser Schrank wurde bei Einzug des Küchenlieblings umgebaut.

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Eine Schublade mit integriertem englischem Auszug ist mit Manzfredblechen, Backformen und Küchentüchern gefüllt. Die schwere Grillpfanne wohnt ebenfalls dort. 

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In den Hängeschränken befinden sich Geschirr, Glas, Gewürze, Lebensmittel, Tees und das sieht dann so aus:

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Noch ein Auszug, der einerseits unverzichtbar und sehr praktisch ist, andererseits aber auch unpraktisch daher kommt. Wenn man den Auszug benutzt, kann man nämlich die Schublade darunter nicht mehr verwenden, was oft zu Umräumaktionen führt, weil ich mal wieder vergessen habe, ein wichtiges Utensil VOR Benutzung des Auszuges aus eben dieser Schublade hervorzuholen.

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Wieder eine Schublade, diesmal für Töpfe. Darunter ist die für die Pfannen. Praktisch!

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Im Eckschrankkarussell zwischen Spülmaschine und Spüle ist der ganze Plastikkram untergebracht. Hier hätte ich zu gerne so eine geniale Konstruktion, wie bei Robert. Übersichtlich und praktisch ist meine Lösung jedenfalls nicht. Aber immer noch besser als nix.

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Den kleinen Apothekerschrank mag ich auch gerne, ein großer wäre mir aber lieber . Links daneben stehen Brotschieber, ein Kochbuchhalter und Serviertabletts.

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Meine Spüle finde ich auch immer noch toll – ein Manko ist, dass sie eigentlich praktischer wäre, wenn das Spülbecken rechts und der Abtropfbereich links wäre. Aber ich liebe sie trotzdem. Es gibt auch noch ein Schneidbrett, das genau auf das Becken bzw. die Aussparung für den durchlöcherten Rost passt. Zudem ist das Spülbecken ziemlich groß, Bleche passen gut hinein.

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Sehr viele Backutensilien habe ich im Keller ausgelagert. Dort stehen die Formen, Ausstecher, Tortendummies, Cakeboards, Eimer mit Fondant, Schokoladen, Verzierzeugs…… 100 Jahre später…..Blumendraht, Nudelmaschine, Terrinenform…..unfassbar.

Noch viel unfassbarer jedoch ist das kitschigste Küchenteil des Universums, mein Vögelchen-Küchenrollen-Halter.

Ist das ein Mörder-Teil? 

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Und jetzt nochmal von der anderen Seite.

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Und wenn ihr denkt, dass es nicht schlimmer kommen kann, hier noch ein kleiner Absacker.

 

Und jetzt mache ich Nägel mit Köpfen, ich gestehe alles: Ich kann das Lied komplett mitsingen. Echt wahr.

 

 

 

Schokoladen-Walnuss-Tarte (M)

Auch ich will nix haben,ich kann nix gebrauchen und Bärchenförmchen sollen ruhig weiter an der Waterkant bleiben. Aber was dem armen Martin Schönleben und seinem talentierten Sohn widerfuhr, dass schrie geradezu nach einem Blogevent der Extraklasse und Sabine von Hamburg kocht! hatte die wunderbare Idee, Schokoladenrezepte zu ordern. Aber sowas von gerne doch!

Walnuss-Tarte en detail
Beim Foodbloggertreffen in Würzburg bekamen wir, neben anderen Spezereien von lieben Menschen, ein Säckchen mit Walnüssen verehrt, die Nathalies Baum hinter dem Haus hervor gebracht hatte.

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Daheim warteten sie auf ihren Auftritt, denn so einfach mal abends knacken und gedankenlos verputzen wollte ich sie nicht; dafür waren sie mir zu wertvoll.

Beim Stöbern in der virtuellen Rezeptverwaltung fiel mir eine Backanleitung nebst Empfehlung auf: Schokolade – Walnüsse – Tarte – mag ich!

Mittlerweile entwickele ich mich, bestimmt infiziert von Micha, die die köstlichsten Quiches und Tartes zubereitet, zu einer großen Anhängerin dieser süßen Torten und ihrer herzhaften Verwandten. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht, die Tarte schmeckte hervorragend und wurde von Tag zu Tag harmonischer. Wir haben beinahe eine Woche (es gab auch noch Plätzchen und Lebkuchen und, und, und…) daran gegessen – einen Qualitätsverlust konnten wir nicht feststellen. Eher das Gegenteil war der Fall.

Walnuss-Tarte en detail

Was mir nicht so richtig klar ist, ist die Vorgehensweise beim Eischnee-Topping. Weiß jemand, wie die Konsistenz des Belags am Ende sein soll? Und wird der Puderzucker tatsächlich mitgebacken? Ich fand es komisch, besonders nachdem ich die Landlust-Zeitschrift hervor geholt hatte und das, was dort als Kuchen präsentiert wurde, so gar keine Ähnlichkeit hatte mit dem Exemplar, das ich fabriziert hatte.

Da der Eischnee noch so weich war, habe ich die Torte kurz unter den Grill gestellt. Im Original ist die Auflage schneeweiß.

Walnuss-Tarte en detail

Aber getreu dem Motto: "Egal wie du aussiehst, ich ess' dich trotzdem!" haben wir die Tarte verzehrt und der Geschmack war wirklich wunderbar.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Walnuss-Tarte (M)
Kategorien: Backen, Kuchen, Tarte
Menge: 1 Tarteform (26 cm)

Zutaten

H FÜLLUNG
100 Gramm   Zartbitterschokolade
100 Gramm   Butter
2     Eier
100 Gramm   Zucker
50 Gramm   Walnüsse
15 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
H TEIG
200 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter
60 Gramm   Zucker
1     Eigelb
20 Gramm   Mascarpone (Original: Crème fraîche)
1 Prise   Salz
H NUSS-BAISER
1     Eiweiß
50 Gramm   Puderzucker
50 Gramm   Walnüsse
1 Prise   Salz
H AUSSERDEM
  Etwas   Mehl zum Ausrollen
  Etwas   Puderzucker zum Bestreuen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Landlust Heft 11/12 2010
  Erfasst *RK* 09.11.2010 von
  J. K.

Zubereitung

Christa Gombel backt für Landlust eine schokoladige Walnuss-Tarte, die sich prima verschicken lässt.

Die Schokolade zusammen mit der Butter auf dem Wärmefeld des Ceranfeldes langsam im Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen.

Walnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. 50 Gramm im Thermomix 10 Sekunden, Stufe 6 zerkleinern. Umfüllen. Die restlichen Walnüsse nicht zu grob und nicht zu fein hacken und beiseite stellen.

Manzfred auf 190° C vorheizen.

Für den Teig alle Zutaten in den Thermomix geben und 15 Sekunden / Stufe 5 verarbeiten. Auf 30 cm Durchmesser ausrollen und in eine ungefettete Tarteform mit mobilem Boden geben, Rand gerade schneiden. Teigboden mehrfach einstechen und die Form in den Kühlschrank stellen. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist (ca. 30 Minuten später), im Manzfred 7 Minuten blind backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.

In der Zwischenzeit für die Füllung das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen und unter die Schokoladen- Butter-Masse geben. 50 g fein gemahlene Walnüsse und Mehl einstreuen. Die Eiweiße steif schlagen und unterheben. Auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Kuchen etwa 20 Minuten weiterbacken, dann aus dem Backofen nehmen.

Für das Nuss-Baiser Eiweiß steif schlagen. Zucker einstreuen und die gehackten Walnüsse unterheben. Masse auf dem Kuchen verstreichen. Mit Puderzucker überstreuen und bei 120 Grad etwa 10 Minuten backen.

TIPP: Je trockener die selbst gesammelten Walnüsse sind, umso intensiver wird der Geschmack der Tarte.

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken: 01.12.2011

Hat uns gut geschmeckt. Lässt sich lange aufbewahren und schmeckt auch noch eine Woche später prima.

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Heikes Blog-Event: Bratkartoffeln „Heike“

Bratkartoffeln für Heike

Geburtstag? Herzlichen Glückwunsch, liebes Heikes Blog.

Bratkartoffeln? Blogevent? Super Idee. Ich liebe Bratkartoffeln. So in der Art halt.

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Aber für Heike, die liebe Heike, da sollte es doch etwas Besonderes sein. Ausgefallen. Exklusiv. Extraordinär. Kostbar. Vielleicht auch ein wenig verrückt.

Meine Nerven!

kaquu ist schuld, denn vom Event hatte ich noch nichts mitbekommen, bis ich mich von seinem Adventskalender zum Lesen eines Postings verführen ließ, das am Ende abdrehte und nicht mehr über Adventskalender informierte, sondern mich mittels seine Inhalts in die rotglühende Bratkartoffel-Verdammnis katapuliterte. Kaum gelesen, begann das kleine, böse Rädchen in meinem Kopf seine Arbeit und stand nicht mehr still.

Bis heute Abend, als die atemberaubende Kreation verzehrbereit auf dem heimischen Essgeschirr drapiert wurde und wir, gerührt, glücklich und dankbar, auf ein wahres Kleinod der Bratkartoffelbratkunst blickten. Der Weg dorthin war dornig, tränenreich und extrem ausmergelnd. Wir haben gemeinsam mindestens 5,7 Gramm abgenommen, mein lieber Mann und ich.

Schlaflos, die Kissen durchwühlend, die Bettdecke zwirbelnd, das Morgengrauen nach durchwachter Nacht verfluchend, sann ich nach einem Rezept für die ultimativen Kartoffeln. Braun gebraten, ansehnlich, mit knuspriger Kruste und weichem Kern – Heike halt.

Schwächliche Naturen sollten an dieser Stelle die Lektüre des Eintrages unterbrechen und sich der Ertüchtigung von Körper und Geist widmen, um der immens herausfordernden Beschaffung der benötigten Materialien sowie deren Zubereitung gewachsen zu sein.

Physisch und mental gefestigten Lesern rate ich zu Mut, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen. Auch ihr werdet es schaffen, auch ihr werdet den heiligen Gral der ansehnlichsten Bratkartoffeln der Welt in Händen halten dürfen, wenn ihr euch akribisch an die von mir persönlich entwickelte Vorgehensweise haltet.

DAS BRATKARTOFFELRITUAL

Nach einem läuternden Bad – nackt in einem reissenden Fluss, dessen Wassertemperatur 5° Celsius nicht übersteigen darf – und in ein selbst gewebtes Sackleinengewand gehüllt, greift ihr den von einem antiken Heiligen gesegneten Eimer mit der kleinen Goldkelle aus dem Schatz von Caxamalca und begebt euch auf ein Kartoffelfeld, dessen Ackerfurchen süd-westlich einer gedachten Linie von Bad Knollendorf über Bauernheim nach Königswusterhausen verlaufen.

17,5 Minuten nach Mitternacht, drei Tage bevor der Vollmond scheint, erntet ihr fünf Kartoffeln mit einem jeweiligen Gewicht von 90 bis 97 Gramm. Während der Ernte rezitiert ihr das komplette Nibelungenlied in der Originalsprache, dem Mittelhochdeutschen.

Nachdem das Kartoffelfeld aus Dankbarkeit und aus Achtung vor den Früchten der Erde 27mal umrundet wurde, begebt ihr euch in euer Heim, das während eurer Abwesenheit von 13 Schamanen gesäubert wurde. Hier wascht ihr die fünf heiligen Kartoffeln mit 1,279 Litern Wasser aus der Quelle einer Wassernymphe. Dabei singt ihr Schuberts Lied von der Forelle.

Unter tausendfachen Entschuldigungen schält ihr die Erdäpfel so dünn wie möglich mit einem Messer, das an den Felsen des Himalayas für diesen besonderen, einzigartigen Zweck geschärft wurde.

Eure salzigen Tränen, die ihr dereinst über Monate sammeltet, dienen den Kartoffeln als Garflüssigkeit. Sanft simmernd schwimmen die goldenen Knollen ihrer Vollendung im nicht zu heißen Wasser entgegen. In jeder Hand eine Gebetsmühle, unterstützt ihr die Kartoffeln auf ihrem Weg ins Nirwana.

Um den schwierigsten Teil, das Zerteilen und Gestalten des wertvollen Schatzes, ohne zerrüttetes Nervenkostüm überstehen zu können, trinkt ihr 375 ml eines von einem Irischen Schäfer aus Connemara schwarz gebrannten, 80%igen Potcheen. Die Reste des Getränkes spendet ihr dem örtlichen Krankenhaus, Abteilung Desinfektion.

Nachdem die filigranen Schnitzarbeiten abgeschlossen wurden, erhitzt ihr das Fett eines seit 264 Jahren in den ewigen Jagdgründen weilenden Bisons in der im Allgäu bei Vollmond in einem Schaltjahr am letzten Tag des Februars geschmiedeten gusseisernen Pfanne, legt Stück für Stück die wertvolle Fracht in das rauchende Gefäß und vollendet euer wunderbares Werk.

Am Ende, nach all der Mühsal, nach all dem Schmerz, nach all dem Zweifel, des Haderns und den Gedanken an Aufgabe und Schmach, am Ende dieses langen, steinigen Weges, endlich, endlich, habt ihr sie erschaffen. Ihr seid die Kreateure dieses Wunders, dieser Einmaligkeit, unerreicht und nie gesehen. Macht euch bereit für die wunderbaren

BRATKARTOFFELN "HEIKE"


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Viel Glück!

Frängische Imbressionen – GenussBloggerTreffen in Würzburg

 

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"Wu die Hasen Hoosn haßn, und die Hosen Huusn haßn, do is Frangng!"

Genau! Wollt ich auch grad sagen. Geht aber nicht, ich hab den Mund voll. Damit, gell Eva und Knut…

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Wir waren gefühlte zwei Sekunden vom wunderbaren Treffen in Würzburg zurück, da lag die Wildschwein-Mettwurst schon auf dem Schwarzbrot. Was für eine köstliche Sauerei, der Genuss nimmt kein Ende! Ein wönziges Schlöckchen Heidegeist wurde auch schon probiert und ich muss sagen, ich könnt mich glatt an die landestypische Kost im hohen Norden gewöhnen. Der Rest aus südlichern Provenienzen muss noch ein wenig warten, bis er zur Verkostung vortreten darf. 

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Vielen Dank für die lieben Präsente – damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet, liebe Eva, K., Robert, Nathalie, P., Franz und K..

Das Bloggertreffen amfürsisch war eine Wolke. Ich kann gar nicht sagen, was schöner war. Die vielen neuen Bekanntschaften, das Auffrischen alter Beziehungen, das tolle Essen in der Osteria Trio, die Desserts, das Lachen, das Quatschen, das Heimelige?  Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass es mir sagenhaft gut gefallen hat und dass ich wieder einmal nach Hause fuhr mit einem beseelten Lächeln im Gesicht.

_DSC0014_bearbeitet-1Allergigeraldernadive

Ich habe sehr wenig fotografiert. Zu wenig, weil ich zuviel gequatscht habe.

Ziegenkäse-Feigen-CrostiniZiegengäse-Feigen-Grosdini
Das ist mein Foto – wie man sieht 🙁

Aber mein lieber Mann war fleißig und hat's mal wieder rausgerissen. Von ihm sind die folgenden Fotos der Speisen in der Osteria, die ein absolludder Draum waren.
 _DSC0014_bearbeitet-1Bollendaschnidden – sensadsionell

 

_DSC0014_bearbeitet-1Draumhafde Andibasdi

 

_DSC0014_bearbeitet-1    Göstliche Gardoffelbambe mit gewürzigem Huhndobbing

Pizza gab es auch noch. Und Olivenaufstrich mit Baguette (oder war es Tschiabadda?) Keine Fotos vorhanden. Dessert fiel ebenfalls aus – ich habe kein einziges Bild gemacht, weil ich gespachtelt habe, als gäb's kein Morgen mehr.

Vielen Dank Noémi, Simone, Evi und ihr anderen guten Geister der Osteria Trio – das war eine sehr schöne Zeit, die ihr uns beschert habt.

Für die Damen und Herren, die gerne das Rezept von den dekadenten kleinen Suchtknubbeln haben wollten, hier noch der Link. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Guck hier: Decadence in Cubes

 

Spannendes auch hier:

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World Bread Day 2011: Emmerbrot (M)

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Vor geraumer Zeit sah ich bei chefkoch ein Rezept für ein Brot, das zum Teil aus Emmer hergestellt wird. Userin Brigitteb war so freundlich, mir ihr Rezept für den heutigen World Bread Day zur Verfügung zu stellen, der wie immer von der unermüdlichen zorra betreut wird – beiden Damen herzlichen Dank dafür!

Beim Emmer handelt es sich um eine Weizenart, die wie Einkorn zu den Urgetreiden gezählt wird. Der Geschmack ist nussig, die Eigenschaften des Klebers sind jedoch nicht so ausgeprägt wie bei den heute üblicherweise verwendeten Mehlarten. Ich war neugierig, wie sich dies beim Backen auswirkt und setzte das Brot auf die to-do-Liste.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder eine Bestellung bei der Adler-Mühle auf den Weg brachte und zu Versuchszwecken auch ein Pfund Emmermehl orderte. Aber irgendwann konnte ich loslegen und wir wurden mit einem sehr schmackhaften, schönen Brot belohnt.

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Die Zubereitung war absolut problemlos. Die Teigkonsistenz war geschmeidig, der Teig gut zu verarbeiten, das Kneten machte richtig Spaß. Ein wenig wurde modifiziert beim Rezept. Statt der angegebenen 400 ml Buttermilch wollte ich keinen Rest, habe 500 ml verwendet und die Menge der restlichen Zutaten entsprechend angepasst. So konnte ich drei kleine Backformen à 20 cm Länge mit Teig füllen und hatte zwei Brot für die Vorratshaltung in der Tiefkühltruhe.

Uns hat das Brot sehr gut geschmeckt. Es ist ein Allround-Brot, das mit allen Auflagen harmoniert, es schmeckt auch getoastet prima und war ziemlich schnell aufgefuttert. Demnächst werde ich wohl die doppelte Menge backen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Emmerbrot (M)
Kategorien: Emmer, Sauerteig, Roggen, Weizen
Menge: 3 Brote, Teiggewicht ca. 650 g

Zutaten

H VORTAG
125 Gramm   Ansatz
250 Gramm   Roggenmehl
250 Gramm   Wasser
H BACKTAG
250 Gramm   Emmer, gemahlen
250 Gramm   Weizenmehl, Vollkorn
375 Gramm   Weizenmehl, glatt
500 ml   Buttermilch
5 Gramm   Trockenbackhefe
25 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Userin Brigitteb – chefkoch.de
  http://www.chefkoch.de/rezepte/1568981264405399/
  Emmerbrot.html
  Erfasst *RK* 02.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag den Sauerteig aktivieren, dazu Ansatzsauer, Roggenmehl und Wasser miteinander verrühren und über Nacht stehen lassen.

Am Backtag den Vorteig mit allen anderen Zutaten in der Kenwood zunächst auf Stufe 1, dann auf Stufe 2 insgesamt 10 Minuten lang kneten. Abgedeckt gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Teig durchketen, dritteln, zu Laiben formen und in drei Kasteformen à 20 cm Länge geben. Nochmals gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

30 Minuten vor Ende der Gehzeit Manzfred auf 200° C vorheizen, Brote in den Ofen schieben und sofort die Temperatur auf 180° C reduzieren. 45 Minuten backen, Brote aus den Formen befreien und nochmals 10 Minuten nackig backen.

Backen, konventionell:

Eine Schale mit Wasser in den Backofen stellen und den Ofen auf 200° vorheizen. Den Teig auf das Backblech stürzen und15 Minuten backen, danach auf 180 Grad zurückschalten und in weiteren ca. 40 Minuten fertig backen.

Tipp für Besitzer eines Klimabackofens:

mit Klimagaren – 2 Dampfstösse – 50 Minuten bei 180 Grad backen, nach 35 Minuten auf 160 Grad zurückschalten. Erster Dampfstoß nach dem Aufheizen, nach 3 Minuten Bedampfen das Brot einschieben 2. Dampfstoß 20 Minuten vor Ende der Backzeit.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr schöne Teigkonsistenz, prima im Geschmack. Ein schönes Brot.

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