Gelleroumkoung

Ja, das verstehen nur die Eingeweihten, die aus Nünnberch und drumherum, Frrrrrangen halt. Ich finde diesen Dialekt so putzig und stelle mir immer Herrn Marquard vor, wie er so vor sich hin schwadroniert. Oder den Alexander  Herrmann  oder Karin (huhu Karrrrrin!).

Deshalb musste ich auch beim Lesen des Kochbuches sooo lachen, es war unwahrscheinlich. Ausdrücke wie „Budderzeich“, „Budding“, „Zibberlassooß“ oder „Schellee“ riefen bei mir Lachsalven hervor, vielleicht hat es deshalb so lange gedauert, bis ich endlich mal was ausprobiert habe aus dem Buch.

Das bekam ich von meinem Mann Anno Domini 2007 als Mitbringsel von einem Aufenthalt in Nürnberg überreicht und es trägt den Titel

Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch

Als Autoren werden M. Allmächd & A. Brenzlich angeführt. Spätestens nach dem Lesen dieser Namen kann man erahnen, was einen auf den nächsten 171 Seiten erwartet.

Es wird nicht nur gebacken, auch süße Speisen wie „Budding“ sind im Angebot. Insgesamt sind 160 Rezepte enthalten, von Aufläufen über Marmeladen, Breien, Gebackenem und Trinkbarem. Wie ich finde, eine gelungene Mischung.

Auch die Geschichte der Nürnberger Zuckerbäckerzunft wird zum besten gegeben, das Buch enthält neben den Rezepten viele Fotos und ist gespickt mit Anekdoten voller Lokalkolorit. Ein liebevoll gemachtes Buch, das mir erst beim neuerlichen Lesen so richtig ans Herz gewachsen ist.

Ich musste dann auch gleich mal ein Rezept ausprobieren, was mit Gelleroum – die habe ich derzeit im Überfluss zur Verfügung. Bei diesem mysteriösen Zeug handelt es sich um Möhren – Gelbe Rüben, die mit Nüssen und Ei zu einem wunderbar flaumigen, saftigen Kuchen vermählt werden. Der ist bei mir allerdings sehr stark in der Mitte eingesunken.

Tat dem Geschmack aber keinen Abbruch, sah nur doof aus. Beim nächsten Mal werde ich den Kuchenteig zu einer Kuppel formen und hoffen, dass er nicht so absinkt. Kann auch daran liegen, dass ich sieben statt fünf Eiweiß verwendet habe. Bei sieben Eiern erschien mir das irgendwie vernünftig.

Das Schlimmste, ja, die reinste Tortur, ist… Man muss den Kuchen zwei bis drei Tage undekoriert durchziehen lassen. Das ist toll, wenn man wenig Zeit hat und ein Fest ansteht. Mittwochs backen, samstags essen. Spitze!

Und blöd, wenn man Lust auf Kuchen hat, die Eigelbe schon in der Rührschüssel tanzen und man dann das Rezept bis zum Ende liest. Ok, wir waren mutig und haben den Kuchen einfach schon mal angeschnitten, überlebten diesen Frevel und fanden das Gebäck gut.

Eben, nach zwei Tagen, habe ich neuerlich ein wönzigös Stückchen probiert und ich sage euch – kein Vergleich. Der Koung hat wirklich durch das Ruhen sehr gewonnen, das sollte man also unbedingt einkalkulieren beim Planen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gelleroumkoung (Gelberübenkuchen)
Kategorien: Möhren, Kuchen, Backen, Nüsse
Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser


Zutaten

200 Gramm Möhren
7 Eier
200 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1/2 Teel. Zimt
1 Messersp. Nelken, gemahlen
2 Essl. Kirschwasser
100 Gramm Walnüsse (Mandeln waren aus)
200 Gramm Haselnüsse
50 Gramm Semmelbrösel
50 Gramm Mehl
5 Gramm Backpulver
100 Gramm Zucker
H DEKO
200 Gramm Puderzucker
4 Essl. Zitronensaft

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
„Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch“ von M.
Allmächd & A. Brenzlich 🙂
Erfasst *RK* 18.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

ACHTUNG! Kuchen muss 2-3 Tage durchziehen!

Nüsse in der Jupiter-Küchenmaschine „mahlen“, feine Trommelreibe. Möhren putzen und ebenfalls mit der feinen Trommelreibe zerkleinern.

Manzfred auf 170° C vorheizen. Backform fetten. Eier trennen.

Eigelb mit 200 g Zucker, Salz, Gewürzen und Kirschwasser ordentlich in der Küchenmaschine aufschlagen.

Möhren mit Semmelbröseln, den geriebenen Nüssen, Mehl und Backpulver mischen und unter die Eigelbmasse ziehen.

Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.

In die Springform füllen, in der Mitte eine Kuppel formen und 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und gut verpackt 2-3 Tage ruhen lassen (das ist der schwerste Teil der Übung!). Mit Glasur überziehen und dann einen herrlich saftigen Kuchen genießen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Kuchen ist stark in der Mitte eingesunken, deshalb habe ich im Rezept vorgeschlagen, eine Kuppel zu bilden. Vielleicht wird es dann nicht so schlimm. Kann auch daran liegen, dass ich das komplette Eiweiß zu Schnee geschlagen habe. Im Rezept werden nur 5 Eiweiß verwendet. Mache ich aber weiterhin so, das nicht optimale Aussehen des Kuchens tut dem Geschmack keinen Abbruch. Wunderbar saftig.

=====


Mein lieber Mann hat mir übrigens auch das Kochbuch gekauft. Werde ich demnächst mal aus der Versenkung holen und vielleicht sogar etwas daraus zubereiten. Das lasse ich euch dann wissen.

Vielleicht weiß ich bis dahin auch, wie man „Moongdredzerler“ ausspricht. Was ein „Magentratzerl“ ist, weiß ich ja 😉

 

 

River Café Easy Kochbuch: Kürbis mit Röstbrot

P1010755

Wenn ich eine Mahlzeit noch nicht verdaut habe und schon dabei bin, das Rezept zu bloggen, muss es sich um ein besonderes Schmankerl handeln. Dabei liest sich der Titel aus dem River Café Easy Kochbuch so profan. Und das Gericht ist auch noch schnell zubereitet (falls man das Brot rechtzeitig backt).

P1010755
Und es schmeeeeckt. Kurze Rede, langer Sinn: nachmachen bitte. Aber doppelte Menge, mindestens. Das Rezept reicht gerade mal für den nicht wirklich großen Hunger von zwei guten Essern, wenn man das Brot nicht ganz so dick schneidet, wie im Rezept angegeben. Und ordentlich Knoblauch drauf reiben! 

P1010755

  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbis und Röstbrot
Kategorien: Knaller, Eintopf, Gemüse, Fenchel, Toast
Menge: 2 Portionen (unbedingt doppelte Menge machen

Zutaten

500 Gramm   Hokkaido
100 Gramm   Pancetta (oder Bauchspeck – hier: 90 g Lardo)
2     Knoblauchzehen
2     Zwiebeln, rot
3 Essl.   Petersilienblätter
1     Fenchelknolle
1     Chili, getrocknet (hier: 0,5 Teelöffel eigene
      — Chili, gemahlen)
1 Essl.   Fenchelsamen
      Olivenöl
200 Gramm   Tomaten, Dose (hier: 400 g eigene, TK)
      Sauerteigbrot

Quelle

  Rose Gray / Ruth Rogers; "River Café Easy Kochbuch"
  ISBN 9783831005826
  Erfasst *RK* 13.01.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kürbis geschält würfeln. Speck in Stifte schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen. 1 Knoblauchzehe, Zwiebeln und Petersilie fein hacken. Fenchel in scheiben schneiden und Hacken. Chili zerkrümeln, Fenchelsamen im Mörser fein zerstoßen oder mahlen (habe ich nicht gemacht).

In einem Topf 3 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin sanft anbraten. Fenchel, Knoblauch, Chili und Fenchelsamen zufügen und fünf Minuten dünsten. Kürbis untermischen, Tomaten einrühren und dabei zerteilen. Salzen, pfeffern, köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Darauf achten, dass nicht zu viel Flüssigkeit vedampft, eventuell auffüllen. Petersilie zugeben.

Brot in 1 cm dicke Scheiben schneiden (hier 0,8 cm), rösten, mit Knoblauchzehe einreiben. In Suppenteller legen, Suppe darüber schöpfen und mit Olivenöl beträufeln.

Anmerkungen, Jutta: Kürbis, Fenchel, Knoblauch und Zwiebeln im TM geschreddert. Umgefüllt. Tomaten ebenfalls suppig geschreddert und dann wie angegeben verwendet.

So gut! Unbedingt doppelte Menge machen!

=====

 

Rezension mit Beilage: Christophe Blain „In der Küche mit Alain Passard“ und Dragée von der Taube mit Honigwein

9783943143744

 

Das zweite und letzte Rezensionsexemplar dieses Jahres musste dringend besprochen werden (bald ist hier Pause), wieder lief es unter Kochbuch-Comic. Diesmal aus dem Reprodukt Verlag mit dem Titel  

In der Küche mit Alain Passard*

Auf dem Buchrücken steht: „Willkommen in der Küche von Alain Passard. Der Meisterkoch des Pariser Drei-Sterne-Restaurants L’Arpège und internationale Star der Gemüseküche hat sich über die Schulter und in die Töpfe schauen lassen. Drei Jahre lang hat der preisgekrönte Comicautor Christophe Blain den Maître begleitet und Alain Passards betriebsamen Alltag, seine leidenschaftliche Küchenphilosophie und Kochkunst in ausdrucksstarken Zeichnungen eingefangen. Herausgekommen ist das so faszinierende wie amüsante Portrait eines lustvollen Erneuerers der französischen Küche und ein mitreißendes Plädoyer für die Freude am Essen und die Schärfung der Sinne. Bon appétit.“

 Aha

Vor dem Lesen des Buches kannte ich weder Christophe Blain noch Alain Passard. Was nichts heißen muss, ich backe halt lieber. “Wirklich komisch“ (Jürgen Dollase) finde ich das Buch auch nicht. Ich finde es überhaupt nicht lustig. Ist jedes Buch, das vornehmlich aus Zeichnungen besteht, ein Comic? Aber interessant ist es. Überraschend interessant.

Die erste Überraschung ereilte mich gleich beim Auspacken, denn bei dem „Kochbuchcomic“ handelt es sich nicht um ein fledderiges Heft à la Asterix, sondern um ein elegantes Hardcover-Buch. Richtig gebunden, mit Seiten aus stabilem Papier und einem Layout, das mir zusagt. Man findet die Rezepte sowohl gezeichnet als auch getippt, obwohl ich nicht genau sagen kann, ob das Getippte die Ergänzung zum Gezeichneten ist oder umgekehrt. Eigentlich ist es auch egal, es gefällt mir einfach, dass ich mich beim Nachkochen nicht durch Sprechblasen wühlen muss. Wer eine exakte Kochanleitung erwartet, wird aber enttäuscht. Hier werden Rezepte eher nacherzählt, was sogar mir in gewisser Weise logisch erscheint. 

Die Komposition des Buches ist stringent. Niemals habe ich den Eindruck, dass etwas nicht passt. Man lernt das Restaurant, die Küche, die Mitarbeiter kennen und nimmt an ihrem Stolz, aber auch an ihrem Zweifel Anteil, auf höchstem Niveau arbeiten zu dürfen. Man lernt Alain Passard kennen und kann am Ende nachvollziehen, warum er so sehr brennt für seine Ideen, was ihn antreibt, welche Botschaften er hat. Manchmal hat man das Gefühl, in der Küche dabei zu sein, zu riechen, zu schmecken, gelobt oder getadelt zu werden. Ob man, wie Christophe Blain, für diese Erkenntnisse wirklich drei Jahre in der Küche des Meisters zubringen muss, sei dahin gestellt.

Gerne geht man mit hinaus in die Natur. Der nasse Boden der Gemüsegärten in der Sarthe, der Eure oder am Ärmelkanal quatscht unter den Sohlen der Gummistiefel, man riecht die Erde, fühlt die kühle Luft und versteht die Beweggründe, wenn Alain Passard sagt: „Ich möchte aus jedem Gemüse ‚einen großen Wein‘ machen.“

15 Rezepte werden präsentiert, die nicht so abgedreht daher kommen, dass ich sie nicht hätte nachbasteln wollen. Wobei „basteln“ – zumindest für mich – der richtige Ausdruck ist. Ich bin nicht der Typ, der sich mit Angaben wie „etwa“, „kleine Hitze“, „reichlich“ wohl fühlt, was mich aber nicht abgehalten hat, den Versuch zu starten, ein Rezept nachzukochen.

Wie wäre es mit „Dragée von der Taube mit Honigwein“? Überredet!

Butter aus der Bretagne, stilecht

Zunächst einmal: Dragées sind gebrannte Mandeln. Der Weihnachsmarkt in Fulda war noch nicht eröffnet, die Kirmes hatte schon seit Wochen geschlossen und umzuckerte Mandeln waren nirgends aufzutreiben. In Frankfurts Kleinmarkthalle wurde ich fündig. Leider hielt die Freude nur kurz, denn beim Probieren musste ich feststellen, dass die Mandeln vanillig aromatisiert waren und für das Gericht nicht in Frage kamen. Die Tauben hatte ich ebenfalls in der Kleinmarkthalle gekauft, ein Zurück gab es nicht mehr und einfrieren wollte ich die Viecher auch nicht. Was also tun? Gebrannte Mandeln selber machen! 

Im Netz  wurde ich fündig und hatte mithilfe meines Thermomix in Windeseile gebrannte Mandeln hergestellt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gebrannte Mandeln
Kategorien: Süßes, Weihnachten
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200 Gramm   Mandeln
80 Gramm   Zucker, brauner
1/2 Teel.   Zimt
      Quattre Epice Pulver
10 Gramm   Wasser

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Thermomix
  Erfasst *RK* 20.11.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die ersten vier Zutaten in den Mixtopf geben und 6 Min., Varoma, Sanftrührstufe und Linkslauf erhitzen. Messbecher aufsetzen.

Danach Wasser zugeben, Messbecher einsetzen und nochmals ca. 9 Min. Varoma, Linkslauf, Stufe 1 erhitzen.

Gebrannte Mandeln auf Dauerbackfolie verteilen und abkühlen lassen.

=====

Butter aus der Bretagne, stilecht

Sie sahen sehr seltsam aus (meine Oma hatte mal eine Dose, darin befand sich ein Mulltuch, in dem ihre Gallensteine aufbewahrt wurden – frappierend, diese Ähnlichkeit), schmeckten prima, Norbert war ganz begeistert, aber bei der weiteren Verwendung zickten sie derart rum, dass ich nahe der Nervenkrise war. Die Mandeln sollten erhitzt werden, damit der Zucker flüssig wird und die Mandeln zu einer Art Platte verschmelzen, die man später zu Bröseln zerdeppert. Das klappte nicht und mich packte immer mehr die Wut. Ich habe es im Topf, in der Pfanne, im Ofen versucht und irgendwann – ich kann gar nicht mehr sagen, wie genau ich es gemacht habe – hatte ich ein Ergebnis, das dem ähnlich war, was ich mir vorgestellt hatte. Ich glaube es war eine Melange aus Ofen- und Topfnutzung, aber wie gesagt, ich habe es verdrängt.

Butter aus der Bretagne, stilecht

Auch die Herstellung des Rests war nicht so ganz einfach für mich. Statt die Tauben ausschließlich in der Pfanne oder unter dem Grill zu braten, habe ich sie zunächst bei 80°C gegart und danach in der Pfanne schön gebräunt. Danach wurden die Tiere mit den zerstoßenen Mandeln bestreut und unter dem Grill karamellisiert (klappte nicht richtig). 

Butter aus der Bretagne, stilecht

Fleisch sollte von Karkassen gelöst werden, Taubenlebern mit ihnen zu Sauce gekocht – ich war überfordert. Ich habe die Tauben einfach nur geteilt, die Brustbeine für die Saucenherstellung ausgeknipst und Taubenhälften serviert, ohne das Fleisch von den Knochen zu lösen. Immerhin hatte ich französische Butter.

Butter aus der Bretagne, stilecht

Und Honigwein.

Knusprig

Das reisst es bestimmt raus, oder? 

Ich fürchte, Alain Passard wäre nicht amüsiert gewesen. Die Tauben waren es auch nicht, wie man unschwer erkennen kann.

Knusprig

Aber es half kein Weh und Ach, sie wurden verzehrt und geschmeckt haben sie wunderbar. Köstlich. Umwerfend. Wir waren begeistert. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dragée von der Taube mit Honigwein
Kategorien: Taube, Alain Passard, Gebrannte Mande
Menge: 2 Portionen

Zutaten

2     Täubchen (nicht zu mager)
30     Mandeln, gebrannt
      Butter, gesalzen
      Fleur de Sel
      Quattre Epices
250 ml   Honigwein
2     Taubenlebern
1/2     Biozitrone

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Christophe Blain: "In der Küche mit Alain
  Passard"
  ISBN 9783943143744
  Erfasst *RK* 15.12.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Ich muss voraus schicken, dass meine Vorgehensweise nicht wirklich dem entspricht, was Alain Passard vorschwebt. Immerhin sind die Zutaten gleich. Im Original soll nach dem Grillen das Fleisch vom Gerippe tranchiert werden, damit die Karkassen für eine Sauce verwendet werden können. Ich habe mich nicht getraut, das Fleisch abzulösen.

Am Vortag in einer Pfanne 30 gebrannte Mandeln so lange erhitzen, bis der Zucker schmilzt und leicht karamellisiert. Das dauert ungefähr 8 Minuten. Sobald die Mandeln aneinander kleben, auf eine Backfolie geben, erkalten lassen. In einen Gefrierbeutel geben und mit einer Nudelholz zerkleinern, bis die Konsistenz einer groben Panade erreicht ist.

Am eigentlichen Tag der Zubereitung die Tauben bei 80° C zwei Stunden garen.

Einen Stich Salzbutter in der Pfanne erhitzen und die Tauben langsam bräunen. Mit gesalzener Butter glasieren und mit einer dünnen Schicht zerstoßener Dragées bedecken. Unter dem Grill karamellisieren, mit Fleur de Sel und Quattre Epices würzen. Tauben teilen, das Brustbein entfernen und das Fleisch warm stellen.

Für die Sauce die ausgetretene Flüssigkeit, 4 Esslöffel Panade und zwei Stück gesalzene Butter karamellisieren. 1/4 Liter Honigwein und einen Schuss Wasser zufügen, aufwallen lassen. In die Bratpfanne geben, kurz aufkochen und wieder in den Topf geben. Knochen, 2 Täubchenlebern und 1/2 Zitrone in Scheiben in den Wein geben. Köcheln lassen, bis die Sauce glänzt und sämig ist. Durch ein Sieb passieren, abschmecken und mit den Tauben servieren.

=====

Passard serviert das Gericht mit gegrillten Endivien. Ob da wohl Chicorée gemeint ist? Das kann doch nur ein Übersetzungsfehler sein, oder gibt diese Beilage wirklich?

Tja, ein Fazit wäre nicht schlecht, oder? Ich tue mich schwer. Auch wenn mir dieses Buch bedeutend besser gefällt, als "Kann den Kochen Sünde sein", so richtig warm werde ich mit dem Genre nicht. Mir ist das zu wenig strukturiert, zu wenig auf den Punkt, zu ungenau. Hätte ich nicht gedacht, dass mich die Sprechblasen so stören. Zum Schmökern ist es ok. Damit in der Küche zu arbeiten, kann ich mir nicht vorstellen. 

Ein versöhnliches, kleines Schmankerl zum Schluss:

Alain Passard ist immer bis morgens um 3 Uhr im Restaurant und steht um 7 Uhr wieder auf. Er wird gefragt, ob er selbst eigentlich nie Urlaub mache. Darauf antwortet er: „Urlaub ist was für Leute, die arbeiten.“

PS: Geheime Backrezepte namens "Rosenstrauß" sind doof. 

Rezensionen auf anderen Tellern: 

Kochfrosch

Nur das gute Zeugs

Lisbeth's Cupcakes & Cookies

Pures Genießen

Food vegetarisch

highendFOOD

de bello culinario

… to be continued

 

 *Affiliate Link

 

 

 

 

 

 

 

 

Rezension: Guillaume Long „Kann denn Kochen Sünde sein? Ein Comic für Genießer“

Als der Reprodukt-Verlag im letzten Monat drei Rezensionsexemplare offerierte, war das ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte, denn es handelte sich um Kochbuch-Comics.

Kochbuch-Comics? Was soll das denn bitteschön sein? Ich war neugierig, ich war der Ansicht, dass ich mir sowas nie kaufen würde und ich war überzeugt, dass meine Kochbuchsammlung drei weitere Exemplare ganz gut verkraften kann.

Ich sagte zu – was gleichzeitig das Ende der Unschuld bedeutet. Von Fremden habe ich noch nie etwas angenommen, um danach darüber zu schreiben. Der Damm ist gebrochen. Ich schäme mich. Ein wenig. Na ja. Ganz so schlimm wird es nicht, denn ich habe nur zwei Exemplare bekommen. 

Kommen wir also zum Zweck dieses Beitrages, der Rezension des Buches mit dem seltsamen, an Horst Lichter erinnernden Titel

Kann denn kochen Sünde sein?: Ein Comic für Genießer*

Geschrieben und gezeichnet von Guillaume Long, verlegt im Carlsen Verlag, mit einem lustig quietschegelben Umschlag versehen und hochwertig verarbeitet, wird auf 144 Seiten des Softcover-Buchs in A4-Größe Herrn Longs kulinarisches Universum vorgestellt.

Kann denn Kochen Sünde sein?, Band 1

Wie in einem sehr großen Schatzkästlein habe ich gesucht, gekramt, angeschaut, gestaunt, bin verharrt, habe verworfen, kramte weiter und bin nicht wirklich fündig geworden. Geschmunzelt habe ich schon, jedoch nichts behalten, das mein Herz begehrt hätte.

Aufgebaut ist das Buch nach dem Jahreslauf – bunt sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter – mit Einschüben in schwarz-weiß für Episoden, die in Budapest, Lausanne und Venedig spielen. Warum diese jahreszeitliche Einteilung verwendet wird, erklärt sich mir nicht. Beispiel Frühling: Bis auf dessen Boten Löwenzahn und Bärlauch finden sich im ersten Abschnitt Themen zur neuen Küchenschürze, eine Geschichte über ein verunglücktes Brot mit dem Titel „Huhn oder Hahn“ (?), Infos zu Kaffee, Eiern, einer Knoblauchmühle; Auslassungen darüber, wie der Autor einen neuen Freund findet, wie man einen Fischhändler beeindruckt (öhmm…), danach pflückt und kostet man Kirschen (im Frühling!), plötzlich erscheint wieder der Fischhändler, dann etwas, das ich nicht verstanden habe, am Ende nützliche Utensilien für die Küche… es macht mich nervös!

Ich bin über Fünfzig und es ist anstrengend. Die Schrift ist anstrengend, die Themen sind anstrengend, die Wuseligkeit ist anstrengend.

Ich möchte das Buch mögen. Ich sage mir, dass ich es als Comic sehen muss, in dem es auch ums Essen geht. Dass es bestimmt toll ist für jüngere Leute, für Menschen, die so einen Einstieg ins Kochen finden, für weniger Kleinkarierte. Dass es gut gezeichnet ist. Dass es sympathisch ist. Dass es ordentlich verarbeitet ist, mit festem Papier und ordentlichem Einband. Dass ich bei manchen Zeichnungen sogar gelacht habe. Dass ich mich einfach von der Vorstellung verabschieden muss, dass es sich bei dem Buch um ein Kochbuch handelt. Es gelingt mir nicht.

Im Klappentext findet sich die Botschaft: „Sie werden auf diesen Seiten keine exakten Maßangaben finden, keine genauen Garzeiten oder Temperaturangaben, dafür aber Experimente, Anekdoten, kulinarische Erinnerungen, kurz…. Zu essen und zu trinken.“  Und das mir, wo ich gerne in Zehntelgrammschritten abwiege und für jedes Gericht ein Rezept benötige. Ach Mensch…

Ich bin die falsche Zielgruppe.  Ich bin nicht kreativ genug. Ich habe nicht genug Phantasie. Es tut  mir leid.

Den kulinarischen Inhalt möchte ich euch aber trotzdem nicht vorenthalten: 

Die Rezepte:

VORSPEISEN:

Appetithappen

Bärlauchpesto

Brokkolounge

Chicorée mit kandierten Orangen und gebratenen Jakobsmuscheln

Express-Zucchinisalat

Insalata di patate

Löwenzahnsalat mit Minze, Speck und gekochtem Ei

Sardischer Tomatensalat

Schwarzrettichsalat mit Apfel und Gewürzen

Schwarzrettichsuppe

Wassermelonen-Feta-Salat

 

HAUPTGERICHTE:

Aubergine aus dem Ofen

Eier (kochen)

Felchentatar mit Rucola und Limette

Frische Nudeln all’amatriciana

Frische Nudeln mit Messermuschen

Knoblauch und Petersilie

Kalbspörkölt

Lammkarree mit Knoblauch und Petersilie

Omelett (gelungenes)

Orecchiette apulische Art

Rabe in Brühe

Raclette (gelungenes)

Spaghetti mit Langustinen und Tomaten

 

DESSERTS:

Crêpes (Teig für)

Kaffee (kochen)

Kalter Lindenblütenaufguss mit Zitrone

Schokoladenkuchen

 

Rezensionen auf anderen Tellern: 

Valentinas Kochbuch

Obers trifft Sahne

Berlin Tidbits

 

*Affiliate Link

Deutschland vegetarisch: Laubfrösche mit Meerrettichsauce

Laubfrösche, dicht an dicht1

Endlich ist es da, das schon länger vorbestellte und vor ein
paar Tagen veröffentlichte Buch "Deutschland vegetarisch*" von Stevan Paul und
Katharina Seiser

20130917_121745_bearbeitet-1

Vorgestern kam es per Post, abends wurde es durchgeblättert
und ich kam aus der Schnappatmung nicht mehr raus. Kurz vor der Ohnmacht konnte
mich nur das Schnuppern am nicht vorhandenen Riechfläschchen daran hindern, auf
den Boden zu sinken vor enthusiastischen Glücks.

Verpackt in einen hochwertigen Einband, finden wir auf 271
Seiten vegetarische, köstliche Verheißungen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands – bodenständig, herzhaft, ehrlich, saisonal
angeordnet und durch eine fünfte Jahreszeit erweitert, die mich
selbstverständlich sofort an Karneval denken ließ. Dass dem nicht so war,
vermochte mein bis dahin komplettes und umfassendes Entzücken nur kurzfristig
zu irritieren, denn Gerichte wie Kartoffelsalat oder Saure Linsen, die man
immer und saisonunabhängig essen kann, sind fast genau so schön wie Fastelovend.

Und dieser Leinenrücken! Und drei!!! Lesebändchen!! Und schöne
Fotos und dann auch noch  diese 150
Rezepte (von allem Guten etwas, herzhaft, süß, kalt, warm, flüssig, fest,
Vorrat…), eines schöner als das andere und ich schreibe es gleich: natürlich
hätte ich als erstes die Milchnudeln gemacht, wenn mir nicht die Laubfrösche
dazwischen gekommen wären. Milchnudeln! Die hatte ich total vergessen, dabei
sind sie doch so behaftet mit Erinnerungen. Milchnudeln! Dass ich das noch erleben
darf. Die mache ich als nächstes.

Gestern jedoch war erst mal in jeder Beziehung der Mangold
reif. 

Laubfrösche, dicht an dicht1

Im Garten stand er und mein Mann hatte mich schon mehrfach darauf
hingewiesen, dass er bald geerntet werden sollte. Deshalb kam mir das Rezept „Laubfrösche
mit Meerrettichsauce“ wie gerufen. Nachdem ich vormittags entdeckte, dass ich
kein Weißbrot im Vorrat hatte, musste ich erst mal welches backen. Als das
erledigt war, konnte ich mich an die Zubereitung der neuen Leib- und
Magenspeise machen. Ach so, Spinatsalat war auch nicht da, ich habe ihn durch
Mangold ersetzt. Davon hatten wir ja genug. Sahne hatte ich auch keine. In
die Füllung kam Schmand, in die Sauce nix. Schade eigentlich, so eine samtige
Sahnenote wäre bestimmt toll gewesen. Beim nächsten Mal.

Die Zubereitung fand ich schon ein wenig aufwändig. Einfach,
aber zeitintensiv.

Laubfrösche, dicht an dicht1

Währenddessen habe ich aber entdeckt, dass man viele Dinge
schon vorbereiten kann, damit man während des eigentlichen Kochens entspannter
und mit weniger Handwerkszeug arbeiten kann. Deshalb entspricht das Rezept, das
ich hier veröffentliche, vom Ablauf her nur noch rudimentär dem Original.

Mein
Tipp: kauft euch doch einfach das Buch, da findet ihr die Originale in
schönster und köstlichster Aufmachung, es lohnt sich, versprochen 😉

19 Laubfrösche aus nicht wirklich großen Mangoldblättern passten
in die Auflaufform, 

Laubfrösche, dicht an dicht1

die Füllung reichte haargenau und das Ergebnis war extrem köstlich.

Laubfrösche, dicht an dicht1

Wie vom Autor angekündigt,  hüpften die Laubfrösche unmengenweise in
unseren Mund. Waren die gut.

Laubfrösche, dicht an dicht1

Ich hing am Ende des Tages wie ein paralysierter Maikäfer
im Fernsehsessel, Norbert hatte sich schlauerweise gleich hingelegt.

Quintessenz: Doppelte Menge Sauce schadet nicht. Unbedingte Nachmachempfehlung. Unbedingte Kaufempfehlung.
Eine Bereicherung!  

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Laubfrösche mit Meerettichsauce (TM-DGC)
Kategorien: Regionales, Saisonales, Deutschland, Vegetarisches
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H FÜR DIE LAUBFRÖSCHE
1 groß.   Plastikschüssel Mangoldblätter
1     Zwiebel
1     Knoblauchzehe
70 Gramm   Butter; ca.
100 ml   Milch
50 ml   Sahne (war leider aus – Schmand anstatt)
      Salz
      Pfeffer, schwarz
200 Gramm   Weißbrot
100 Gramm   Vollkornbrot
8 Zweige   Majoran (1 TL getrocknet)
1 Bund   Petersilie
      Muskatnuss
2     Eier (M)
150 ml   Gemüsebrühe
80 Gramm   Panko
H FÜR DIE MEERRETTICHSAUCE
30 Gramm   Butter
200 ml   Milch
200 ml   Gemüsebrühe
150 ml   Sahne (war leider aus)
20 Gramm   Weizenmehl
2 Teel.   Meerrettich, frisch gerieben; bis doppelte Menge
      Salz
1 Schuss   Weißwein (siehe Getränk)
1 Essl.   Schnittlauchröllchen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Stevan Paul, Katharina Seiser (Hg.)
  "Deutschland vegetarisch"
  ISBN 9783850337397
  Erfasst *RK* 19.09.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

FÜR DIE LAUBFRÖSCHE

Auflaufform dünn mit Butter fetten.

Panko mit 40 g Butter verreiben, mit Salz würzen.

Vollkornbrot im Thermomix zerkleinern. Es muss nicht wie Mehl aussehen, darf ruhig noch Biss haben. Umfüllen. Weißbrot ebenfalls zerkleinern. Zum Vollkornbrot geben.

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Eine große Schüssel mit Eiswürfelwasser vorbereiten.

Von den sorgfältig gewaschenen, mittelgroßen Mangoldblättern die schönsten aussuchen und auf ein Dampfgarer-Lochblech legen. Ruhig übereinander. Falls die Stiele zu lang sind, kürzen und dazu legen. Die restlichen Blätter auf ein gesondertes Lochblech legen. Dampfgarer auf "Blanchieren" programmieren. Sobald nach dem Aufheizen der eigentliche Vorgang beginnt, beide Bleche mit Mangold schnell einschieben und blanchieren. Danach die Blätter in zwei Arbeitsgängen (die "guten" als erste) sofort vorsichtig in das Eiswasser gleiten lassen. Herausholen und abtropfen lassen. Mit den Blättern aus dem anderem Lochblech ebenso verfahren. Die Blätter (hier: 19 kleine bis mittlere Exemplare), die gefüllt werden sollen, auf der Arbeitsfläche auf Küchentüchern oder Backfolie ausbreiten. Stiele von den Blättern entfernen und beiseite legen.

10-12 Stiele von mittlerer Größe, geviertelte Zwiebel und Knoblauch in den TM geben und gut zerkleinern. Da die zu verarbeitende Menge nicht so groß ist, muss zwischendurch die Masse von den Mixtopfwänden entfernt werden. In einer nicht zu kleinen Pfanne mit 20 g aufgeschäumter Butter dünsten.

100 g der übrigen Mangold-Blätter hacken, zufügen. Mit Milch und Sahne auffüllen, aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen. In eine große Schüssel geben, Vollkorn- und Weißbrotkrümel zufügen, mit Majoran und der gehackten Petersilie vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat nochmals abschmecken.

1 Ei trennen. Eigelb mit dem anderen Ei unter die nur noch höchstens lauwarme Füllung rühren. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, unter die Füllung heben.

Füllung mittig auf die Mangoldblätter verteilen, Seiten einschlagen, dann Blätter zusammen rollen und dicht an dicht in die Auflaufform setzen. 350 ml Gemüsebrühe herstellen. Die Laubfrösche mit 150 ml heißer Gemüsebrühe übergießen. Im Manzfred 8 Minuten garen. Pankobrösel über die Rouladen streuen. Weitere 12-15 Minuten im Ofen garen, bis die Brösel goldbraun sind. Nach fünf Minuten Manzfred ausschalten. Zwischendurch kontrollieren, ob die Brösel nicht zu dunkel werden.

FÜR DIE MEERRETTICHSAUCE

Aus den Zutaten ohne Meerrettich, Wein, Salz und Schnittlauch eine Mehlschwitze herstellen. 2 Minuten kochen lassen. Meerrettich reiben, einrühren und mit Salz würzen. Mit einem Schuss Wein abschmecken. Sauce mit Schnittlauchröllchen bestreut zu den Laubfröschen servieren.

TIPP

Die Brösel lassen sich mit etwas fein abgeriebener Schale von einer unbehandelten Zitrone und/ oder fein gehacktem Thymian aromatisieren.

GETRÄNK

Trockener Riesling.

Anmerkungen, Jutta: im Original wird für die Füllung neben den Mangoldstielen Spinatsalat verwendet. Da ich den nicht hatte, habe ich 100 Gramm Mangold verwendet. Sahne war auch keine da, was der Sauce sicher nicht geschadet hätte, wenn sie zum Einsatz gekommen wäre.

Das Weißbrot war selbst gebacken, das Vollkornbrot war "richtiges" Vollkornbrot, also eine Art rheinisches Schwarzbrot.

Das Gericht hat uns hervorragend geschmeckt. Beim nächsten Mal würde ich die doppelte Menge an Sauce herstellen, da die Füllung für 19 kleine bis mittlere Mangoldblätter reichte und wir so zwei Tage von dem Gericht essen konnten, am ersten Tag aber die ganze Sauce aßen.

Wenn Mangold übrig bleibt, einfrieren.

=====

PS: Absolute Fleischpflanzerl sollten sich vom „vegetarisch“ nicht abschrecken lassen. Wie schrieb
meine Nichte so schön: „Oh, ein Beilagenbuch!“ – so kann man es natürlich auch
nutzen.

PPS: Liest es sich verrückt, wenn ich überlege, den Garten im nächsten Jahr nach den Zutaten des Buchs zu bepflanzen? 

*Link zum Amazon-Partnerprogramm. Das Buch ist nicht teurer, ich werde durch den Verweis auf Amazon aber mit einem kleinen finanziellen Schmankerl belohnt, das ich wieder in den Kochbuchkaufkreislauf fließen lasse.

 

Lutz Geißlers „Brotbackbuch“ – Weißbrot mit Buttermilch (M)


P1340584
Endlich ist es da, Lutz Geißlers Lehrbuch des Brotbackens mit dem Titel "Das Brotbackbuch".  

Schon einige Blogger haben das Buch besprochen und ich kann mich nur anschließen und in das selbe Horn tuten: es ist einfach, schlicht und ergreifend wunderbar. 

Ein Buch für Anfänger, ein Buch für Fortgeschrittene, ein Buch mit seltsamen Titeln (die aber junge Leute womöglich gut finden?), ein Buch mit ausführlichsten Anleitungen und ein Buch, mit dem ich mich noch nicht so intensiv beschäftigt habe, als dass ich darüber ordentlich schreiben könnte. 

Wer wissen will, wie es daherkommt, lese bitte (unter anderem) bei Petra, die ein Rundbrot buk, beim Magentratzerl und beim Brotdoc, der eine so ausführliche Rezension schrieb, dass danach sowieso nichts mehr kommen kann. Zumindest nicht von mir. 

Aber Backergebnisse werde ich in nächster Zeit präsentieren und mit dem ersten und sofort gelungenen Versuch möchte ich beginnen. Es handelt sich um ein Weizenbrot mit Buttermilch, das relativ schnell gemacht ist

P1340584

und wegen des Weizenschrot- und Flockenanteils kernig-vollmundig schmeckt, trotzdem jedoch den Weißbrot-Touch behält. Es ist ein Allroundbrot, für süßen und herzhaften Belag gleichermaßen geeignet. Freitag gebacken, gleich fast zur Hälfte verputzt und gestern schon wieder gebacken. Was für ein gelungener Einstand! 

P1340584

Statt der Haferflocken habe ich Fünfkornflocken verwendet. Ich nehme an, dass ich deshalb die Wassermenge etwas erhöhen musste, die Flocken hatten anscheinend großen Durst. Die Salzmenge habe ich um 2 Gramm erhöht, Manzfred wurde statt auf 250° C auf 270° C vorgeheizt, durfte dann aber auf 190° C abkühlen. 

P1340584

Jetzt freue mich mich schon auf die nächsten Exemplare, die ich ausprobieren werde. Als nächstes kommt das Rundbrot an die Reihe. Danke, Lutz, das Buch ist wirklich toll gelungen. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weißbrot mit Buttermilch (M)
Kategorien: Weizen, Flocken, Hefe, Schrot
Menge: 1 Brot

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl, Type 550
50 Gramm   Weizenkörner
50 Gramm   Fünf-Korn-Flocken
80 Gramm   Wasser
325 Gramm   Buttermilch
15 Gramm   Hefe, frisch
12 Gramm   Salz
10 Gramm   Zucker

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Lutz Geißler "Das Brotbackbuch"
  ISBN 978-3-8001-7957-2
  Erfasst *RK* 15.07.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Weizenkörner im Thermomix 30 Sek./St.10 schreddern. Zusammen mit den anderen Zutaten in die Rührschüssel der KitchenAid geben und fünf Minuten bei Stufe 1 kneten. Dann weiter 10 Minuten auf Stufe 2 kneten.

Teig mit Folie abdecken und 2 3/4 Stunden gehen lassen. Nach einer und zwei Stunden je ein Faltvorgang. Nach der Gehzeit aus dem recht festen Teig ein längliches, spitz zulaufendes Brot formen. Mit dem Schluss nach unten auf eine Silpainmatte (oder Backpapier) legen, abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Manzfred auf 270° C vorheizen. Sobald der Ofen heiß ist, Brotoberfläche zweimal mit parallelen Schnitten längs einschneiden, Brot sofort einschießen und Temperatur auf 190° absenken. Nach 10 Minuten Ofentür öffnen, um Schwaden abzulassen. Weitere 35 Minuten backen, dann noch 5-10 Minuten backen, während die Ofentür nur angelehnt bleibt.

Auf einem Rost auskühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: ich habe das Brot innerhalb von drei Tagen zweimal gebacken. Das sagt wohl alles. Im Original werden grobe Haferflocken statt Fünf-Korn-Flocken verwendet. Lutz verwendet nur 10 g Salz und 55 g Wasser.

Sehr empfehlenswert, einfach in der Herstellung, wunderbar im Geschmack.

=====

 Wer gerne wissen möchte, wie das Brot genau eingeschnitten wird

P1340584

und wie die Teigkonsistenz aussieht, kann hier im Brotbackbuchblog nachschauen. 

Blogevent Lesehunger: Otfried Preußlers „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ – Bratwurst mit Sauerkraut

 

 

Ich war ein lesehungriges Kind. So unersättlich nach dem geschriebenen Wort, dass es meine Mutter grauste und sie mich einem Arzt vorstellte. Dieses Stubenhocken und das einzelgängerische Amusement, ohne Freunde, aber mit einem Buch in der Hand, das war den Eltern nicht geheuer.

Mich faszinierten die Welten, die mich umfingen, sobald ich zu schmökern begann. Ich las Bücher ohne Unterlass, Bücher, für die ich zu jung war, vor allem aus Omas kleiner Bibliothek, die vornehmlich aus Bänden bestand, die sie als Leserin der Rheinischen Post günstig beim Verlag erstand. Ich las, gerade der Grundschule entwachsen, Thriller wie "Eisstation Zebra" oder "Nacht ohne Ende" von Alistair MacLean, ich verschlang fiktiv-historische Schinken wie "Desirée" von Annemarie Selinko, ich las als Kommunionkind die Novellen von Theodor Storm, ich las und las und las einfach alles, was mir in die Finger kam. Wenn Oma es sehr gut mit mir meinte, durfte ich Eierlikör dazu trinken.

Ich sehe mich in der Großeltern Wohnzimmer sitzen, im hellgrauen Sessel mit diesem kurzgeschorenen, pieksigen Bezug. Oma und Opa hatten ein Bekleidungsgeschäft, ich war in der Wohnung über dem Laden allein und las und las und las. Einmal hatte ich die Beine über die Armlehne gehängt, vertieft in "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl. Was habe ich gelacht und als Opa ins Wohnzimmer kam, drehte er sich zu Oma um und rief: "Sophie, isch kann nitt verstonn, wie ene Mensch övver e Book so laache kann."

Kinderbücher verschmähte ich ebenfalls nicht. Ich ließ mir Bücher schenken, zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu jedem Anlass. Ich ging in die Bücherei, um mir Lesestoff auszuleihen. Ich hatte sie alle. Pippi Langstrumpf, Hanni und Nanni, "Der Trotzkopf – Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen" – heiß und innig geliebt.

Ich war auch ein dickes Kind. Ein sehr dickes Kind. Das lag nicht an den Drüsen, sondern am Essen. Vermutlich auch an mangelnder Bewegung, ich musste ja lesen. Schon früh fand ich Bücher besonders toll, in denen irgendwelche Mahlzeiten oder Lebensmittel vorkamen. Ilse Trotzkopf zum Beispiel kommt renitent wie immer in derben Lederstiefeln zum Frühstück und isst eine extrem dicke Scheibe Schwarzbrot, belegt mit fingerdicker Butter. Abwechselnd beisst sie herzhaft vom Brot in der einen und von einer dicken Scheibe Wurst in der anderen Hand ab. Faszinierend.

Die "Fünf Freunde" von Enid Blyton ("Ennit Blühtonn" ausgesprochen) bekamen häufig Kekse zugesteckt, was ich absolut beneidenswert fand. Kein Weihnachten und trotzdem Plätzchen, das gefiel mir. Der lustige Richard war mein Liebling, denn er war, wie ich, ein leidenschaftlicher Esser. Gleich danach kam Georginas zerstreuter Vater Quentin Kirrin, an den ich seltsamerweise heute noch häufig denken muss.

Wen wundert es da noch, dass ich "Es muss nicht immer Kaviar sein" von J. M. Simmel gleich mehrfach las?

Als Shermin, der ich herzlich für diese tolle Idee danke, das Event ins Leben rief, wußte ich nicht nur sofort, dass ich mitmachen würde, sondern auch, über was ich schreiben wollte. Über Räuber Hotzenplotz.

Im ersten Band des Buches von Otfried Preußler, "Der Räuber Hotzenplotz",  gehen Kasper und Seppel auf die Suche nach Großmutters Kaffeemühle, die der Räuber Hotzenplotz gestohlen hat. Es kommt zu spannenden Begegnungen mit Zauberer Petrosilius Zwackelmann, Wachtmeister Alois Dimpfelmoser und mit der Fee Amaryllis. Und es wird gegessen. Pflaumenkuchen mit Schlagsahne. Salzgurken. Salami. Eine knusprige Gans. Und Kartoffeln. Kartoffeln in allen möglichen Variationen, denn sie sind die Lieblingsspeise des Zauberers Zwackelmann, was ich gut verstehen kann. Er vertilgt in kürzester Zeit respektable sieben Schüsseln Kartoffelbrei, sechseinhalb Dutzend Kartoffelklöße mit Zwiebeltunke sowie Bratkartoffeln aus sechs Eimern Kartoffeln. Halt! Zu den Bratkartoffeln kommt er nicht mehr, er geht vorher im Unkenteich unter. Müsst ihr selber mal nachlesen, sehr aufregend. Der absolute Höhepunkt sind jedoch das Brot und die beiden Würste, die sich Kasper unter den Arm klemmt, als er aus dem Zauberschloss ausbricht, um bei Vollmond das Feenkraut zu suchen. Zwei ganze Würste! Sensationell! 

Das ganze Cholesterin scheint sich jedoch bei Kasper auf die geistige Beweglichkeit niedergeschlagen zu haben. Am Ende erbittet er sich von dem Ring, der ihm drei Wünsche beschert: 1. Eine neue Zipfelmütze. 2. Großmutters gestohlene Kaffeemühle. 3. Dass der zu einem Gimpel verwandelte Räuber wieder seine ursprüngliche Gestalt annimmt. Ähh, jaaa…Trotzdem war ich gespannt, wie es wohl weiter gehen würde.

Titelbild Räuber Hotzenplotz-1

Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt:

14 Tage nach der Wiederbeschaffung von Großmutters Kaffeemühle und des Einstreichens einer Belohnung von 555,55 Mark müssen Kasper und Seppel schon wieder ran. Denn Räuber Hotzenplotz, der seitdem im Spritzenhaus gefangen war, entkommt durch das Vortäuschen einer Blinddarmverrenkung, entführt Großmutter und verlangt als Lösegeld 555,55 Mark – so ein Schuft.

Auch wenn die Rückschau auf den Fortsetzungsband "Neues vom
Räuber Hotzenplotz" erkennen lässt, dass viel weniger Speisen zubereitet
und verspeist werden als im Vorgänger- es gibt unspektakuläre
Butterbrote, Zuckerplätzchen und Schwammerlsuppe (aus Rotkappen, mit
Speck und Zwiebeln und einer guten Einbrenne) – so ist ein Gericht von
einer derart hohen und überwältigenden Qualität, von der Komposition her jedoch so verstörend, dass es sich für immer
in mein kulinarisches Gedächtnis gebrannt hat.

Vorher

Es ist Donnerstag und donnerstags, Punkt 12.00 Uhr, gibt es bei Großmutter zu Mittag Bratwurst mit Sauerkraut, Kasper und Seppels Lieblingsspeise.

Was mir völlig unverständlich war und ist und was mich seit ungefähr 45 Jahren umtreibt, ist die Frage: Wieso gibt es dazu kein Kartoffelpüree?

Aber das Unfassbarste waren und sind die zubreiteten Mengen. Großmutter ist eine ältere Dame. Seppel und Kasperl sind Kinder oder junge Jugendliche. Und in der Pfanne brutzeln NEUN Würstchen. Für DREI Menschen, von denen zwei noch nicht erwachsen sind und eine schon so alt ist, dass sie – so dachte ich damals – bestimmt keinen großen Appetit mehr haben kann.

Ich kam da nicht drüber weg. DREI Würste für eine Person und kein Püree. Unvorstellbar. Verschärfend kam hinzu, dass der Räuber Hotzenplotz in Großmutters Küche eindringt und das Sauerkraut sowie die komplette Würstchenriege ALLEIN verputzt. Zapperlot! Wie oft habe ich mich gefragt, ob der Räuber auch den kompletten Kartoffelbrei gegessen hätte, wenn welcher da gewesen wäre. Schwammerlsuppe futtert er ja auch hektoliterweise.

Immer, wenn am heimischen Esstisch die Kotelettes geteilt wurden, hätte ich zu gern gewußt, wieviele Kotelettes oder Schnitzel oder Schweinshaxen Kasper und Seppel wohl auf einmal essen durften und ich erträumte mir ein Schlaraffenland, mit drei Würsten, Sauerkraut und Kartoffelbrei auf dem Teller.

Es war also abgemacht, ich wollte unbedingt über dieses Buch und das Gericht schreiben. Beim Durchforsten des heimischen Bücherregals fand sich das Buch "Der Räuber Hotzenplotz", aber "Neues vom Räuber Hotzenplotz" war nicht vorhanden.

Da fiel sie mir wieder ein: Monika Beckers. Des Schaustellers Töchterlein, Gefährtin ausschließlich im 1. Realschuljahr. Danach zog sie weiter. Mit Vaters Losbude, dem Softeiswagen und meinen beiden Büchern im Schlepptau. Entschwunden auf Nimmerwiedersehen. 

Band 1 habe ich mir irgendwann wieder zugelegt. Um an die für dieses Event benötigte Fortsetzung zu gelangen, musste ich Anfang der Woche die örtliche Bibliothek aufsuchen, die das Exemplar glücklicherweise vorrätig hatte. Nach der Ausleihe ging es zum Einkaufen. Bratwürste (aber nur vier Stück), Sauerkraut, mehr nicht, der Rest war im Vorrat.

 Dann wurde gekocht.

P1340244

Zwiebeln mit durchwachsenem Speck in Gänseschmalz langsam anbraten.

Sauerkraut im Dampfgarer 7 Minuten vorgaren – wir mögen es gerne weich. Kraut mit ein paar Wacholderbeeren und einem gewürfelten Apfel zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Dass Großmutter mit Beerenauslese ablöschte, kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich bin ja noch keine Großmutter, deshalb durfte ich das.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Dann wird geschmurgelt, bis der Rest der Mahlzeit parat ist. Wer mehr Zeit hat als ich, lässt das mit dem Dampfgarer, fängt ein Stündchen früher an und gart das Kraut gleich komplett im Topf. 

Bratwurst in Öl langsam braten.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Kartoffeln schälen, in Salzwasser kochen. Wenn sie gar sind, mit einem guten Stich Butter und Vollmilch stampfen. Muskat zufügen, für eine geschmeidige Konsistenz saure Sahne unterziehen. Abschmecken.

Fertig! Aber ohne Kartoffelpüree? Unvorstellbar.

Am Ende des Buches, nach Irrungen und Wirrungen, nach dem Einschalten der staatlich geprüften Wahrsagerin Frau Schlotterbeck, die nicht mehr hext, seit sie bei dem missglückten Versuch, ihren Langhaardackel Wasti in einen Bernhardiner umzuhexen, zur stolzen Besitzerin eines Krokodils mit Hundemanieren wurde, am Ende also wird doch noch alles gut. Hotzenplotz wird geschnappt, Großmutter kocht nochmals Sauerkraut und Bratwurst, obwohl Sonntag ist und alle sind glücklich. Wir auch. War gut.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann futtern sie noch heute.

Übrigens prangere ich nicht nur Monika Beckers, sondern auch Agnes W. aus B. an. Sie hat noch mein wunderbares Buch "Seidenraupe Dschungelblüte" über das Leben von Maria Sibylla Merian in ihrem Besitz.

Joghurt-Walnuss-Brot nach ketex

Zum Abschluss des Jahres 2012, das wenig Einträge im Blog aber viele Einträge ins Buch des Lebens vorzuweisen hat, gibt es ein wunderbares Rezept für ein kräftiges Brot. 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)
Gerd "ketex" Kellner veröffentlichte ein Brotbackbuch, das ich selbstverständlich kaufte, aber bisher noch nicht in Gebrauch hatte. Gestern durfte sich Norbert ein Rezept aus diesem Buch aussuchen. Er entschied sich für ein herzhaftes Joghurt-Walnuss-Brot, das dem Titel des Buches "Rustikale Brote aus deutschen Landen" alle Ehre macht. Noch keine drei Stunden ist es her, dass wir das Brot anschnitten und uns zurück halten mussten, es komplett zu verspeisen und schon schreibe ich einen Blogeintrag. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Rezept hier eingeschlagen ist. 

Die Zubereitung war einfach, der Teig gut zu händeln, der Ofentrieb phantastisch, die Krume genau so feinporig, wie wir sie mögen 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)

und die Kruste dunkel, knusprig, aromatisch. Wun-der-bar!

Im Backbuch sind 50 g Walnüsse aufgeführt. Beim nächsten Mal würde ich die doppelte Menge verwenden, wie auch im Rezept auf Gerds Website angegeben. 

Unbedingte Nachbackempfehlung! 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)
Nachtrag 30.12.2012: Jetzt habe ich das Rezept in die RezKonv übertragen und stelle es euch zur Verfügung. Ich habe statt der Frischhefe Trockenbackhefe verwendet (ca. 1/3 der Angaben für Frischhefe) und das Salz beim Vorteig weg gelassen, weil die Angabe im Buch fehlte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Joghurtbrot mit Walnüssen nach ketex
Kategorien: Mischbrot, Sauerteig, Nüsse, Knaller
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
190 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
150 Gramm   Wasser
19 Gramm   Roggenanstellgut
H VORTEIG
100 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
100 Gramm   Wasser
1/2 Gramm   Trockenbackhefe
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
100 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
280 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
160 Gramm   Wasser
100 Gramm   Joghurt, 3,5% Fett
14 Gramm   Salz
3,3 Gramm   Trockenbackhefe
50 Gramm   Walnüsse (beim nächsten Mal 100 g nehmen)

Quelle

  Gerhard Kellner "Rustikale Brote aus deutschen Landen"
  ISBN 978-3-8094-2847-3
  Erfasst *RK* 30.12.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten für den Sauerteig verrühren und abgedeckt 16 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zutaten für den Vorteig verrühren, abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann bis zur weitern Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag alle Zutaten (ich habe die Walnüsse nicht gehackt) in die Küchenmaschine geben und 7 Minuten kneten. Teig abgedeckt 30 Minuten gehen lassen (Jutta: etwas mehr als eine Stunde).

Auf einer sehr gut bemehlten Arbeitsfläche den recht weichen Teig zu einer Kugel formen und mit dem Schluss nach unten in einen gut bemehlten Gärkorb legen. 1 Stunde abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen etwas vergrößert hat.

30 Minuten vor Backbeginn Manzfred auf 250° C vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist und das Brot genug aufgegangen, den Laib mit dem Schluss nach oben auf einen Schieber mit Backfolie stürzen und einschießen.

Nach 15 Minuten Backzeit die Temperatur auf 180° C absenken. Weitere 30 Minuten backen. Backofentür öffnen, um Schwaden abziehen zu lassen. Nochmals ca. 10 Minuten backen, bis das Brot bei der Klopfprobe deutlich hohl klingt.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt hervorragend.

Gebacken: 29.12.2012 Gebloggt: 29.12.2012

=====

Beinahe Stevans Schneller Teller: „Bulgur-Curry mit Möhren, Nüssen und Chorizo“

Stevans Schneller Teller - Start

Schneller Teller? Und wie! Das Ding – und damit meine ich Stevan Pauls und Vijay Sapres nagelneues Kochbuch "Schneller Teller" – macht seinem Namen alle Ehre. Ich meine, hat es schon mal jemand von euch erlebt, dass ein Buch gerade mal 25 Stunden in meinem Besitz war und schon daraus gekocht wurde? Nee, jede Wette, das ist noch nie nie niemals vorgekommen.

Zudem ist das nicht nur ein Buch, das man sofort nutzen MUSS, es ist auch ein Buch, bei dem die Zeitangaben stimmen. Zumindest bei diesem Rezept, dem Bulgur-Curry mit Möhren, Nüssen und Merguez, das ich mit Chorizo zubereitet habe. Zudem wurde die Chilischote durch Piment 'Espelette ersetzt.

Stevans Schneller Teller - Start

Stevan Pauls Buch gefällt mir ausnehmend gut. Auf 224 Seiten findet man 100 Rezepte, die innerhalb von 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Das Layout ist schlicht, aber edel. Endlich mal kein Schnickschnack bei den Foodfotos, endlich mal Gerichte auf weißen Tellern, die man komplett betrachten kann und nicht nur einen wönzigen Teil des Essens zeigen, endlich mal Rezepte, die den Eindruck erwecken, als könne man sie tatsächlich innerhalb der angegebenen Zeit herstellen. Zudem passt das Buch farblich perfekt in mein neues Mädchenzimmer – ich überlege schon, ob ich mir nur noch weiße Kochbücher kaufen soll.

Kleine Regale, ziemlich voll
Bei der Zubereitung des schönen Essens werden keine abgedrehten Zutaten verwendet, keine riesigen Einkaufslisten müssen geschrieben werden, nichts ist überkandidelt – wunderbar.

Stevans Schneller Teller - Start

Wegen der Authentizität (mein Gott, da musste ich aber ganz langsam schreiben, was für ein Wort) habe ich mich diesmal bei der Zubereitung des Bulgurs an die Topfmethode gehalten. Beim nächsten Mal werde ich diesen Part dem Dampfgarer überlassen, der kann das bestimmt auch.

Ein nächstes Mal wird es ganz bestimmt geben. Das Curry war köstlich und die Zubereitung hat statt der angegebenen 25 Minuten nur fünf Minuten länger gedauert. Hätte ich nicht gedacht und ich freue mich schon darauf, demnächst noch ein paar flotte Köstlichkeiten präsentieren zu dürfen.

Anmerkung, 20.10.2011:

Lesern der Zeitschrift "Effilee" dürfte der Inhalt des Buches bekannt vorkommen, handelt es sich doch um eine Bündelung der Rezepte "Schneller Teller" der letzten drei Jahre. Darauf war ich beim Schreiben dieses Beitrages gar nicht gekommen, erst ein Kommentar von Claus, bei dem nur "Nur das gute Zeugs" auf den Teller kommt, brachte mich dazu, einmal nachzuforschen.

Nun könnte es ja sein, dass Abonnenten oder regelmäßige Leser des Magazins durch diesen Umstand von einem Kauf abgehalten werden. Aber nach einer Nacht des Nachdenkens kommt ich zu folgenden Schlussfolgerungen: 

Erstens kann man nie genug Kochbücher haben.

Zweitens hat man jetzt alle Rezepte schön beieinander.

Drittens siehe erstens.

Stevans Schneller Teller - Start

Und jetzt? Unbedingte Kaufempfehlung! Es lohnt sich.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bulgur-Curry mit Möhren, Nüssen und Chorizo
Kategorien: Stevan Paul, Bratwurst, Asien, Curry, Schnelles
Menge: 4 Portionen, klein

Zutaten

2 Essl.   Öl
4     Chorizo-Bratwürste
3 Essl.   Olivenöl
2     Zwiebeln, rot
4     Möhren
1     Knoblauchzehe
8     Backpflaumen
      Piment d'Espelette
15 Gramm   Currypaste, grün
2 Teel.   Gemüsebrühe, gekörnt
400 ml   Wasser
1     Orange, Saft
150 Gramm   7-Minuten-Bulgur
      Salz
2 Stängel   Petersilie, glatt
100 Gramm   Cashew-Nüsse, gesalzen, geröstet

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Stevan Paul, "Schneller Teller"
  ISBN: 9783941641563
  Erfasst *RK* 15.10.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zubereitungsdauer: 30 Minuten

Grillpfanne aufheizen, auf Stufe 5 von 12 herunterregeln. 2 EL Öl hinzufügen, Würste in die Pfanne legen und langsam schmurgeln, während man den Möhren-Bulgur zubereitet. Immer mal wieder drehen.

In einem Topf Olivenöl erhitzen. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, ins heiße Öl geben und dünsten. Möhren putzen und schräg in dünne Scheiben schneiden, zu den Zwiebeln geben und mitdünsten. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden, Backpflaumen hacken. Ebenfalls in den Topf geben und mit Piment d'Espelette, Currypaste, Brühe und Orangensaft vermischen.

Den Bulgur einrieseln lassen, nochmals alles aufkochen, vorsichtig salzen und zugedeckt 7 Minuten bei milder Hitze garen.

Petersilie und Nussmischung hacken, über den Möhren-Bulgur streuen. Mit der Chorizo servieren.

=====

Wer es noch nicht weiß: Stevan Paul ist auch Autor des herzerwärmenden Buches "Monsieur, der Hummer und ich: Erzählungen vom Kochen" , das ich in diesem Blog schon einmal kurz besprochen habe. Damals im Zuge einer Nominierung, die natürlich längst Geschichte ist. Das Buch jedoch ist immer noch toll und sein Autor immer noch so sympathisch wie eh und je.

**************************************************************************************************

Zwei Tage später: Nun habe ich auch noch die Sauerkraut-Puffer mit einem Rest vom Quittensauerkraut nachgemacht. Bei uns wurde es köstlichstes Sauerkrautsouffle und wir haben – zu zweit – zwölf von diesen Biestern vernichtet. OMG!! Rezept folgt.

Blog-Event LXVIII und Buchempfehlung: Geschenke aus der Küche – Müslibrot in der Holzbackform (M)

P1260415_0089

 Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen mit dem schönen Titel

"Das Müslibrot als Instrument zwischenmenschlicher Interaktion unter besonderer Berücksichtigung seiner Rolle in der Gesellschaft als Geschenk"

eine kleine Einleitung:

Filigrane Fingerübungen zwecks Einpackens von Geschenken, Bastelfrickeleien und Faltaktionen zur Herstellung aufblasbarer Origami-Frösche sind mir suspekt. Dauert mir alles zu lange, hab ich's nicht mit, da verstauche ich mir die Pfötchen. Aber Anschauen ist in Ordnung. Wenn ich nett Verpacktes sehe, dann denke ich immer: "Könntest du eigentlich auch mal…". Wenn ich nett Verpacktes geschenkt bekomme, freue ich mich und bin baff vor Bewunderung.

P1260330_0034

Nicole Stichs und Coco Langs Buch mit den Geschenkideen aus der Küche zu kaufen kam für mich nicht in Frage. Hach, die Rezepte sind ja wahrscheinlich ok, aber das Gedöns drumrum? Hach nee.

Dann waren mein Sherpa Tensing Norbert und ich mal wieder in Köln beim Buchgourmet – oh, ich habe vergessen zu warnen, der Eintrag hier wird etwas länger als normal, also sehr lang – also wir waren beim Buchgourmet und das Gespräch kam auf das Buch und ich greife auch noch das von der Konkurrenz und werde von Frau Wordmountain auf den richtigen Weg gebracht und ich nehme das Buch in die Hand und ich fange an zu blättern und ich schaue die netten Fotos an und sehe die schön verpackten Lebensmittel, die vor der Ummantelung mit besagtem Gedöns mit Liebe hergestellt wurden und ich sehe die Adressen, wo man all die netten kleinen Tütchen und Täschchen und Förmchen und Gedöns kaufen kann und denke mir: "Könntest du eigentlich auch mal…".

P1260317_0021

Das Buch stand dann ein paar Stunden später hier im Wohnzimmer im Regal. Ich fand es sehr nett, aber die Basteleien… sahen wirklich gut aus. Schön. Danke Nicky und Coco. Und da stand es dann, das gute Stück. Ich freute mich an ihm und das war's.

P1260325_0029
Bis vor ein paar Wochen eine absolut nette und unverhoffte und liebe Einladung ins Haus flatterte. Zu einer "Open-Flat-Party" in der Schweiz, in Bern ganz genau. Ja, da machen wir doch mit, da simmer dabei, datt is doch prihima. Und was nehmen wir mit? Und wie packen wir es ein? Heilige Nixnutzia der Pappkartons, hilf! Ach nee, wir haben doch auch noch Nicole und Coco und das Buch. Hallelujah!

Rausholen, blättern, Zeugs bestellen, anfangen. Nett uffresche, das geht schon. Und wie das ging. Wie geschmiert ging das. Zuerst wurden Chocolate Chip Cookies gebacken.

P1260348

Die kennt ihr ja schon. Dann wurden die kleinen putzigen Decadence in Cubes-Dinger gebacken.

  6a00e3982477008833011570456bf2970c-400wi

Die kennt ihr ja auch schon ewig. Als letztes wurde das Müslibrot aus Nicoles und Cocos Buch gebacken. Das sah nach getaner Tat dann so aus:

P1260330_0034

 

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3

     Titel: Müslibrot mit Pistazien und Cranberries (M)
Kategorien: Brot, Müsli, Hefe, Weizen, Holzbackform
     Menge: 1 Brot

============================= TEIG =============================
    180     Gramm  Wasser
    150     Gramm  Milch
    100     Gramm  5-Korn-Flocken
     15     Gramm  Honig
     50     Gramm  Haselnüsse
     75     Gramm  Aprikosen, getrocknet
     30     Gramm  Pistazien, geschält
     45     Gramm  Cranberries, getrocknet
    375     Gramm  Weizenmehl (Type 1050)
      5     Gramm  Trockenbackhefe
     10     Gramm  Salz

============================= SOWIE =============================
                   Eiwasch (Ei mit Milch verrührt)
                   Haferflocken

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert.
            Original: Petra Holzapfels eigenes Rezept –
            Küchengötter-Blog-Beitrag
            — Erfasst *RK* 15.05.2008 von
            — Petra Holzapfel

In der Schüssel der Küchenmaschine die 5-Korn-Flocken mit Milch,
Wasser und Honig verrühren und 30 Minuten quellen lassen.

Aprikosen in Streifen schneiden, Cranberries grob hacken. Mit
Pistazien und Haselnüssen vermischen.

Mehl, Hefe, Salz und die eingeweichten Flocken in der Küchenmaschine
zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Das dauert ca. 8 Minuten.

Den Teig auf eine leicht bemehlte Silikonmatte geben und rechteckig
ausrollen. Die Nuss-Frucht-Mischung aufstreuen. Die Längsseiten
etwas einschlagen, dann die Teigplatte mithilfe der Matte fest
einrollen. Soviel einschlagen, dann der Teig in eine leicht geölte
Schüssel passt und bei 30° C (im Miele) etwa eine Stunde abgedeckt
gehen lassen.

Den Teig grob rund formen, kurz entspannen lassen und dann zu einem
länglichen Brotlaib formen. Darauf achten, dass möglichst wenig von
der Frucht-Nuss-Mischung an die Oberfläche gelangt. Brot in ein
Holzbackform setzen. Die Oberfläche mit verquirltem Ei bestreichen
und mit Haferflocken bestreuen. Abgedeckt etwa 30 Minuten gehen
lassen.

Manzfred auf 200° C vorheizen.

Nach der Gehzeit das Brot 30 Minuten backen, dann aus der Form holen
und weitere 10 Minuten auf der Edelstahlplatte zu Ende backen.
lassen.

Anmerkungen, Jutta: sehr schmackhaft und sieht toll aus. Wird am
Wochenende als Geschenk mitgenommen.

Gebacken: 17.05.2011

=====

Das Originalrezept des schönen Brotes stammt von Petra Holzapfel. Nicky hat es leicht abgewandelt übernehmen dürfen und wenn die Beiden von dem Brot überzeugt sind, dann kann es nur geling- und verschenksicher sein.

P1260330_0034

Ich hatte bei der Bestellaktion auch Holzbackformen angefordert. Die wurden ausprobiert und als manzfredtauglich eingestuft. Erstaunlich, hätte ich nicht gedacht. Ich befürchtete, dass das Holz beim Kontakt mit den Edelstahl-Backplatten ziemlich dunkel werden würde. Tiefdunkel, dachte ich. Aber nach dem Gebrauch sah die Form fast unverändert aus.

P1260330_0034

So, den Inhalt hätten wir also schon mal, jetzt ging's ans Verpacken. Ich hatte Angst.

Die kleinen dekadenten Knusperwürfel wurden in eine Cellophantüte gesteckt, der obere Bereich umgeschlagen und mit echt platinem Faden zugenäht (könnt ihr ruhig glauben). In die Mitte der Naht wurde ein Knopf mit einem echten Diamanten (drei Karat, mindestens) plaziert. Wegen des Trennungsschmerzes vom Edelstein schwammen  meine Augen in Tränen, fotografieren war deshalb nicht möglich. Ich musste das ganze noch in eine fröhliche Papppackung werfen, damit ich das Funkeln und Glitzern des wertvollen Steines nicht mehr sehen musste. Bändchen drum, Siegel aufgeklebt. Danach ging es mir besser.

Die Cookies wurden ebenfalls zunächst in eine Tüte eingepackt, bedruckt mit königlichem Lilienmuster. Ein Locher fraß Aussparungen ins Material, durch die ein Schmuckband gezogen wurde. Schleifchen binden. Fertig.

Zwei Gläser Konfitüre bekamen ein Hütchen aus Papier und einen Kragen aus buntem Maisstroh.

Das Brot, zunächst in Frischhaltefolie und dann in Backpapier eingewickelt, wurde mit einem Anhänger versehen. Dazu habe ich das Rezept gescannt, den mir interessant erscheinenden Teil auf Pappe geklebt und in Schildchenform ausgeschnitten.

Und so sah das dann am Ende aus, als es fertig war. 

P1260410_0084
Alle Anregungen habe ich dem Buch von Nicole Stich und Coco Lang "Geschenkideen aus meiner Küche" entnommen. Hier findet man Hinweise auf Bestelladressen, Links im Web, Bastelanleitungen und Etiketten zum Herunterladen, sehr schöne Fotos sowie interessante Rezepte. Ohne das Buch wäre ich mit der gewohnten Nullachtfuffzehnverpackung auf Besuch gefahren. So, die Mitbringsel in einem Körbchen drapiert, gefiel es mir bedeutend besser.

Die Beschenkten haben sich gefreut. Da habe ich mich dann auch noch mal gefreut. Ganz doll. Der Nachmittag und Abend im schönen Bern mit den lieben Freunden und deren Gästen hätte schöner nicht sein können. Auch an dieser Stelle danken wir herzlich für die entspannte Feier mit tollem Essen, guten Gesprächen, betörender Sicht auf Wald und Berge, sowie der Entdeckung eines Rezepts für Zitronenkuchen, das ich schon mehrfach gabacken und weiter gegeben habe. Jaaa, hier gebe ich es auch bald weiter.

Ganz doll gefreut habe ich mich dann nochmal, als ich las, dass Frau Gourmetbüdchen genau zu dieser Aktion passend einen Blog-Event ausrichtet.

Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche

So, Klärchen Kompott aus'm Gourmetbüdchen, das war knapp aber trotzdem noch rechtzeitig. Vielen Dank für die schöne Eventidee und liebe Grüße. Isch abe fertig.

P1260330_0034