Orangenhuhn Asia aus dem Slowcooker

Don't panic – Handtücher werden nicht benötigt – 42 ist einfach eine schöne Zahl – ich bin's nur, eure Schnuppschnüss und ich sehe mich heute aufgrund eines wunderbaren Abendessens gezwungen, meine Abwesenheit in Anwesenheit zu verwandeln. Ich kann es einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, euch dieses Gericht vorzuenthalten. Es war so gut. Und so einfach. Und so schnell vorbereitet. Also genau mein Ding. 

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Das Rezept stammt aus dem neu aufgelegten Crockpot-Kochbuch von Gabriele Frankemölle (und ich darf mit Stolz vermerken, dass auch ich einen kleinen Beitrag zum Gelingen dieses wunderbaren Werkes leisten durfte). Es heißt

Langsam kocht besser 2.0 – das Grundkochbuch für Slowcooker & Schongarer

und ich kann es natürlich sehr empfehlen.  Spätestens nach diesem Asiahuhn, oh Gott, was für ein mhmhmh Zeug. Danke, liebes Schicksal, dass du mich dazu verleitet hast, die doppelte Portion in den 3,5 Liter Topf zu werfen, denn so dürfen wir morgen nochmal ran. Herrlitsch! 

Nachmittags war ich eingeladen, morgens einkaufen, beim Frisör, hab' Brezel gebacken und die Küche tippitoppi geputzt, da hatte ich wirklich keine Lust mehr, abends zu kochen. Also flott die ganzen Zutaten ins Pöttchen geworfen (die Hähnchenbrüste waren sogar noch gefroren), Slowcooker auf Low eingestellt, Zeitschaltuhr auf vier Stunden später und dann gemütlich bei netten Leuten Rotweinkuchen geschmaust, während daheim der Cooker cookte. 

Als ich nach Hause kam, roch es wie im Chinarestaurant und als der Reis dann endlich gekocht war, schmeckte es auch so. Nee, stimmt nicht. Besser. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangenhuhn Asia (CP)
Kategorien: Slowcooker, Geflügel, 3, 5-l-Pott
Menge: 4 Portionen

Zutaten

200 ml   Orangensaft, frisch gepresst
4 Essl.   Orangenmarmelade (die geniale
      Mandarinenmarmelade von Annette)
100 Gramm   Honig, flüssig, milde Sorte
4 Essl.   Sojasauce, dunkel
4 Essl.   Hoisin-Sauce
4 cm   Ingwer, geschält und ganz fein gewürfelt
4     Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Essl.   Sesamöl
4     Hähnchenbrüste, ca. 200 g / Stück
2 Teel.   Speisestärke, gehäuft
50 ml   Orangensaft (ungefähr)
2 Essl.   Sesamsaat, leicht angeröstet (weggelassen)
      Frühlingszwiebeln, in schräge Streifen
      geschnitten

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original von Gabi Frankemölle, "Langsam kocht besser 2.0"
  ISBN 978-3-946398-04-2

Zubereitung

Aus den ersten acht Zutaten eine Marinade bereiten. Die Hähnchenbrust (meine war noch gefroren) durch die Marinade ziehen, damit alle Seiten gut bedeckt sind. In den Crocky geben und mit der restlichen Sauce übergiessen. Auf Stufe LOW vier Stunden garen.

Hähnchenbrüste warm stellen. Speisestärke mit Saft anrühren, in die Sauce geben und auf Stufe high so lange andicken lassen, bis der Reis (oder eine andere Beilage) gar ist; evtl. noch mit etwas Sojasauce oder Orangensaft abschmecken.

Hähnchen in Scheiben schneiden, Reis (oder Nudeln) dazu, Sauce zufügen, mit Frühlingszwiebeln garnieren.

Anmerkungen, Jutta: 2017 01 11 – dieses Gericht wirft nur eine Frage auf: WARUM???? habe ich das nicht schon früher gekocht?? Es ist so gut!

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Aus dem Crockpot: Sächsisches Senffleisch (CP)

Bastei-Panorama

Die Sachsen sind bekannt für ihre schönen Landschaften, ihren Dialekt – ei verbibbsch – und auf kulinarischem Gebiet berühmt für ihre wunderbaren Backwaren und herzhaften Mahlzeiten. Dresdner Stollen und Eierschecke, Leipziger Lerchen und Allerlei, Zwickauer Zwiebelkuchen, Wickelklöße (die Arthurs Tochter extra am 27.04. aus der Vesenkung geholt und gebloggt hat – isses nich lieb?) und ungewöhnliche regionale Spezialitäten, von denen wir zuvor noch nie gehört oder gelesen hatten.

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Als wir im Herbst 2008 im Elbsandsteingebirge wanderten, kehrten wir nach langen Märschen irgendwo ein und ließen uns die deftigen Schmankerl schmecken. Nach einer Woche war ich dann aber doch froh, wieder mal etwas anderes essen zu können als Fleisch mit Sättigungsbeilage.

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Die neue Ausgabe der Zeitschrift "kochen & genießen" stellt im Mai einige Rezepte aus dem Landstrich in äußersten Osten Deutschlands vor. Das Sächsische Senffleisch hatte es mir so angetan, dass ich es gleich in veränderter Form ausprobieren musste. Statt des Gulaschs habe ich Schweinelachs verwendet und in mundgerechte Stücke geschnitten. Da ich nicht viel Zeit hatte, und den Kochvorgang nicht permanent im Auge halten konnte, habe ich mich für eine Zubereitung im Crockpot entschieden. Das war keine schlechte Idee, denn das Ergebnis war absolut zufriedenstellend.

Sächsisches Senffleisch (CP)

Das Fleisch zart, der Senfgeschmack nicht zu dominant und die leichte Kümmelnote konnte sogar den Kümmelverächter in der Familie nicht davon abhalten, kräftig zuzulangen. Das Zufügen des Vollkornbrotes fand ich zunächst seltsam, aber das Brot verhalf der Sauce zu einer Sämigkeit, die mir wunderbar gefiel.

Dazu gab's Klößchen halb und halb sowie Apfelkompott mit Ahornsirup und frischen, iranischen Datteln.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sächsisches Senffleisch (CP)
Kategorien: Crockpot, Schwein, Senf, Kümmel
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

900 Gramm   Schweinelachs
300 Gramm   Zwiebeln
      Fett zum Braten
500 ml   Gemüsefond
      Salz
      Pfeffer
1     Gewürznelke
1/2 Teel.   Kümmel
1     Salatgurke
2 Scheiben   Vollkornbrot
1 Essl.   Senf
      Petersilie

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "kochen & genießen"
  Ausgabe 5/2010
  Erfasst *RK* 20.04.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Fond in den 3,5 L Crockpot geben, HIGH einstellen.

Fleisch in Würfel schneiden. Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. In einem Extratopf das Fleisch in zwei Portionen im heißen Fett anbraten und in den Fond geben. Dieser sollte das Fleisch fast bedecken.

Zwiebeln im Brattopf anschwitzen, Bodensatz mit etwas Wasser lösen und alles in den Crockpot geben. Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und der Nelke würzen.

Drei Stunden auf HIGH garen. In der Zwischenzeit die Schwarzbrotscheiben im Thermomix schreddern. Das geht natürlich auch anders. Gurke schälen, Kerne entfernen und den Rest in Scheiben schneiden.

Schwarzbrot und Gurke zum Fleisch geben, weitere 30 Minuten garen. Am Ende mit Senf abschmecken und mit Petersilie bestreut servieren.

Dazu schmecken Klöße, Kartoffeln oder Nudeln.

Wir haben Klöße und Apfelkompott dazu verspeist.

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Kartoffelgratin aus dem Crockpot

Flämisches Biergulasch und Kartoffelgratin_bearbeitet-1

Als Beilage zum Flämischen Biergulasch gab es Kartoffelgratin. Und zwar aus dem Crockpot, was ich zunächst sehr befremdlich fand.

Ich bin überhaupt kein Fan von Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln. Das Garen ist mir noch nie so gelungen, dass man das Ergebnis als perfekt hätte bezeichnen können. Harte Kartoffelstücke in einer komischen Sahnesauce sind nicht das Maß aller Dinge.

Kartoffelgratin (CP), komplett

Deshalb bin ich erstaunt, dass ich dieses Rezept überhaupt ausprobiert habe. In einem sympathischen Forum für Thermomixverrückte und VerwenderInnen anderer Helferlein wie Crockpot und Konsorten gefunden, sprach mich die Anleitung jedoch sofort an. Auch die vielen positiven Rückmeldungen bestärkten mich darin, es noch einmal (dann ist aber wirklich Schluss – endgültig – einmal noch, ehrlich!) mit rohen Kartoffeln und Crocky zu versuchen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ergebnis war einfach perfekt*. Sechs Stunden langsam vor sich hinblubbernd, strebte das Gratin, das eigentlich keins ist, der Vollendung entgegen. Die Kartoffeln waren "auf den Punkt" gar (ich kann es nicht mehr hören, deshalb schreibe ich es lieber),  nicht zerkocht, gut gewürzt, der Käse an der Oberfläche schön gebräunt – ich hörte die Englein im Gratinhimmel singen.

Kartoffelgratin (CP)

Ab sofort werden in Sachen "Rohe Kartoffelscheiben in Käse-Sahne-Sauce gegart" keine Experimente mehr gemacht. Des g'hört so.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelgratin (CP)
Kategorien: Beilage, Kartoffeln, Käse, Sahne
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Kartoffeln ("Reichskanzler", mehlig kochend)
200 Gramm   Sahne
100 Gramm   Vollmilch (beim nächsten Mal 50 g mehr verwenden)
5 Gramm   Salz
5 Gramm   Gemüsebrühe, gekörnt
0,1 Gramm   Muskat
0,1 Gramm   Pfeffer, schwarz
1/2     Knobizehe, gepresst
150     Emmentaler
150     Gouda, jung

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Virus Culinarius, Userin "Salsa Picante"
  http://www.virusculinarius.de/forum/showthread.php?t=996&
  highlight=kartoffelgratin
  Erfasst *RK* 13.12.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln schälen und auf der Maschine in 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Gefrorenen Käse im TM 15 Sekunden / Stufe 10 zerkleinern. 150 g zur Seite stellen.

Die restlichen Zutaten miteinander vermischen. Mit den Kartoffeln in den ungefetteten, kleinen Crockpot geben, alles gut miteinander vermengen. Restlichen Käse aufstreuen

6 Stunden auf LOW garen.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt total super und macht kaum Arbeit.

Susanne "Salsa Picante" rät: "Bei einem vollen 6,5 l Crock Pot (ca. 3fache Menge), koche ich das Gratin 5 Stunden auf High."

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Um den Kartoffeln eine Freude zu machen, gibt es beim nächsten Mal Hering dazu.

*Einen Hauch mehr Flüssigkeit hätten sie eventuell, vielleicht, möglicherweise vertragen können, aber da bin ich mir nicht sicher, das muss ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Aus dem Crockpot: Saftplätzli mit Hörnli – nachgemacht

Saftplätzli mit Hörnli_bearbeitet-1
 

Robert hat im Rahmen des Hüttenhilfe-Kochevents "Mein liebstes Mamarezept" ein Schmorgericht vorgestellt, das eigentlich aus der Familie seiner Frau L. stammt. Einmal im Monat werden "Saftplätzli mit Hörnli" im Basler Stübli eigenhändig von Frau L. zubereitet und ich weiß auch, wieso: weil es schlicht und ergreifend wunderbar schmeckt.

Während des Lesens von Roberts Beitrag schwirrte mir der Crockpot als alternatives Kochgerät zum gut schließenden Schmortopf durch den Hinterkopf. Da der Garten nach den kalten Nächten der letzten Woche unbedingt winterfest gemacht werden musste und deshalb wenig Zeit zum Kochen blieb, wurde die Idee umgehend in die Tat umgesetzt.

Saftplätzli mit Hörnli, roh

Ein Gang in den nahegelegenen Minisupermarkt konnte mit dem Kauf der benötigten Bratensauce glücklich beendet werden und der Zubereitung, so nahe wie möglich am Original, stand nichts mehr im Wege.

Die Zwiebeln habe ich eine Minute in Dampf vorgegart, damit sie milder werden und im Gericht nicht vorschmecken. Selleriegrün war nicht vorhanden und wurde nicht durch anderes Würzgrün ersetzt. Dafür sorgte die Zitronenschale für einen ungewöhlichen Touch, der uns sehr gut gefallen hat. 

Saftplätzli mit Hörnli1

Kein Salz? war die Frage, die mich die ganze Zeit am meisten beschäftigte. Antwort: Kein Salz! So wie es im Rezept steht, genau so sollte man die Saftplätzli zubereiten. Dann ist am Ende, nach sechs Stunden Garzeit und einer sehr gefräßigen Plätzli-Hörnli-Orgie, abgerundet durch ein Apfelkompott mit Granatapfelkernen, der Crockpot leer, der Magen voll und die Seele beschwingt. 

Schade, dass nichts mehr da ist – aufgewärmt schmeckt das Gericht bestimmt noch besser.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Saftplätzli mit Hörnli (CP)
Kategorien: Lamiacucina, Mamarezept, Fleisch, Crockpot
Menge: 2 bis 3 Personen / Crockpot von 3,5 Litern

Zutaten

6     Rinds-Saftplätzli (max. 1 cm dick geschnitten,
      Am besten wirds mit plattierten Rumpsteaks,
      Aber auch Bratenstücke von der runden Nuss
      Oder von der Schulter sind gut)
1 groß.   Zwiebel in dünnen Ringen
1     Knoblauchzehe in Scheiben
6     Tomatenhälften, getrocknet und nochmals halbiert
1/2     Zitronenschale, abgerieben
      Pfeffer, Koriander
H FÜR DIE BRATENSAUCE
2 Teel.   Gebundene Bratensauce Knorr, gelöst in 2 dl
      Heissem Wasser (Tube)
1 Teel.   Tomatenmark
1     Lorbeerblatt
2-3 Messersp.   Gewürznelkenpulver
2-3 Messersp.   Rosmarinpulver
2 Teel.   Worcestershiresauce

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Robert
  http://lamiacucina.wordpress.com/2009/10/15/remake-mein-
  liebstes-mamarezept/
  Erfasst *RK* 16.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln in Ringe schneiden und im Dampfgarer, Siebeinsatz, 100° C, 1 Minute, Dampfgaren, Universal dünsten.

Crockpot mit einem Fassungsvermögen von 3,5 Litern leicht mit Öl auspinseln. 2 EL Wasser auf den Boden geben. Wenig Zwiebeln auf den Boden streuen.

Rindsplätzli abwechslungsweise mit Zwiebeln samt Tomaten einschichten. Zwischen den Fleischschichten mit geriebener Zitronenschale, frisch gemahlenem Pfeffer und Korianderkörnern (klein, ca. 6-8 Stück pro Lage) sowie dem Knoblauch würzen. Zuoberst Zwiebeln, Tomaten und Würze.

30 Minuten auf LOW garen.

Gelöste Bratensauce mit den Gewürzen zugeben, darauf achten, dass das Fleisch möglichst mit Flüssigkeit bedeckt ist. 6 Stunden auf HIGH garen. Zwischendurch die Fleischbeschaffenheit prüfen. Wenn das Fleisch weich ist und beinahe auseinander fällt, ist der richtige Zeitpunkt, die Hörnli zu kochen.

Anmerkungen, Robert: Servieren zu Teigwaren. Vorzugsweise Butterhörnli, die nehmen die Sauce am besten auf. Lässt sich mit der Sauce zusammen sehr gut einfrieren. Apropos Knorr: siehe Bibelstelle Johannes 8,1-11.

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Aus dem Crockpot: Äbbelwoi-Hinkelsche (CP-TM) / Coq au vin uff hessisch

Äppelwoi Hinkelsche (CP)

"Erbarme, zu spät, die Hesse komme!" Eingeweihte kennen dieses Lied von den Rodgau Monotones "..unser David Bowie heißt Heinz Schenk…". Und immer wenn ich in der Küche stehe und etwas aus dem schönen Hesseländsche koche, dann summe ich dieses Lied. Oder gröhle laut mit, wenn es mal wieder im Radio läuft. Leider viel zu selten.

Mein Highlight, was hessischen Gesang angeht, ist aber Willy Astors Versuch, sich des hessischen Idioms zu bedienen. Was haben wir schon gelacht. Im Sommer haben wir ihn bei einem Konzert in Hanau gesehen und dort hat er dieses Lied auch gesungen. Wir, als Nicht-Hessen, lachten uns schon schief. Was müssen erst  Hessen durchmachen, die "Waschanlaaasch" hören?

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich sehr gerne Wahlhessin. Die anfängliche Panik und das Entsetzen, als Rheinländerin an der Ahr lebend, nach Hessen ziehen zu müssen, hat sich in absolutes Wohlgefallen aufgelöst. Bei meinem Mann sieht das ein wenig anders aus, aber was weiß der schon von den grünen Oasen Frankfurts, den so nett babbelnden und zutraaaulischen Hessenmenschen und der schönen Umgebung.

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Hier ist es wirklich schön und für mich auch immer wieder faszinierend, den Hessen zuzuhören. Den Buchstaben "r" nach einem Vokal gibt es nicht. "Messäh", "Beschäh", "Azt", "Dammstadt", "Weckstadt", "Frangfott" (Messer, Becher, Arzt, Darmstadt, Werkstatt, Frankfurt) usw., usw. Ich könnte mich ständig kringeln. Wer es ein wenig ausfühlicher mag, der kann hier mal klicken.

Auch das Essen gefällt mir, obwohl das trinkbare Getränkeangebot doch sehr zu wünschen übrig lässt. Grüne Soße, Handkäs' – von mir aus auch mit Musik -, Bethmännchen: alles meins. Aber Äbbelwoi? Na ja, ich will ja nicht meckern, aber so richtig gut schmeckt das Gesöff pur ja nicht.

Streuobstwiese - Schneewittchenapfel

Aaaaber im Essen hervorragend. Und deshalb habe ich mich kürzlich an ein Hinkelsche (Hähnchen) gegeben, das in Äbbelwoi geschmurgelt wird. Und da ich ja eigentlich jede Woche… nun ja, also hier ist endlich mal wieder ein Rezept aus dem Crockpot. Und isch saaach eusch, des schmeckt he-llisch! Versucht's mal, vielleicht babbelt ihr dann ja auch für kurze Zeit hessisch?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Äbbelwoi-Hinkelsche (CP-TM)
Kategorien: Crockpot, Thermomix, Geflügel, Äbbelwoi
Menge: 4 Portionen – 3,5 Liter Crocky

Zutaten

1     Hähnchen, frisch
      Salz
      Pfeffer
      Butter
100 Gramm   Dörrfleisch, gewürfelt
2     Zwiebeln
2     Äpfel
200 Gramm   Zucchini
40 ml   Calvados
1/4 Ltr.   Apfelwein
      Saucenbinder oder Mehlbutter
100 ml   Sahne*

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Deutschland – Die besten Rezepte
  ISBN: 3-89393-166-X
  Erfasst *RK* 10.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Hähnchen zerlegen, Haut abziehen. Mit Salz und Pfeffer würzen. In Butter von allen Seiten schön braun anbraten. Die Hähnchenteile herausnehmen und in den Crockpot legen.

Äpfel und Zucchini würfeln, in den Crockpot geben.

Im Hähnchen-Bratfett das Dörrfleisch und die gewürfelten Zwiebeln anbraten. Über Fleisch und Gemüse geben. Bratensatz mit Apfelwein und Calvados loskochen, ebenfalls in den Crocky schütten.

Insgesamt 4 Stunden, Einstellung HIGH, garen. Fleisch warmstellen, 2/3 des Gemüses aus der Kochflüssigkeit heben und ebenfalls warm stellen.

Restliches Gemüse und Kochflüssigkeit in den Thermomix geben, passieren. Auf 100° C / Stufe 2 erhitzen, Saucenbinder oder Mehlbutter zufügen und 3 Minuten kochen. Nochmals kräftig per Turbotaste durchwirbeln.

Temperatur auf 80° C reduzieren. Sahne zufügen. Nicht mehr kochen.

Hähnchen, Gemüse und Sauce auf einem vorgewärmten Teller anrichten. Dazu passen Nudeln.

Anmerkungen, Jutta: Fleisch butterweich, tolle Sauce.

*Habe Frischkäse statt Sahne verwendet.

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PS: Foto ist mies – aber lecker war's trotzdem.

Nix mit Crocky – Rheinsteig anstatt

Hier waren wir heute, deshalb blieb die Küche kalt:

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Morgen Montag heute jetzt gibt es den Bericht dazu. Auf Treasure Island, meinem Reise-Wander-Urlaubs-Caching-Blog (das ziemlich leer ist). 

Jetzt bin ich ein bissi müde, aber es war wunderbar. Diese Gegend, dieses Wetter, diese Burgen, diese Klamm…

Und hier der Weg zum Rheinsteig-Bericht! Viel Spaß.

Aus dem Crockpot: Kürbiscremesuppe

Wir haben einen kleinen Garten gleich am Haus.

Hanau - Schloss Philippsruhe-1

Huch, das ist ja unser Ferienhaus…. wir haben noch einen Garten. So eine Art Bauerngarten.

Gartenimpressionen

Leicht verwildert, mit vielen Blumen, Sonnenblumen, einem Rosenbogen,

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einem Zaun mit Kletterpflanzen, ein paar Beeten, einem Kirschbaum, einem Quittenbaum (über dessen sensationelle Erträge in diesem Jahr noch berichtet wird), ein paar Zucchinipflanzen, vielen Kräutern, Erdbeeren, Mangold und einer Hokkaidokürbispflanze. Sie hat sich ein schönes Stück des Gartens angeeignet und neben jeder Menge Blätter auch drei erstaunlich große Kürbisse hervorgebracht – Kompost sei Dank! 

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Einen dieser Kameraden habe ich zubereitet und im Crockpot zu einer schönen, sämigen Kürbissuppe transformiert. Wer gerne dicke Suppen und herzhaft-süße Gerichte mag, kommt hier auf seine Kosten. Uns hat es prima geschmeckt, allerdings würde ich beim nächsten Mal etwas Zitronensaft zufügen und die Suppe probehalber einen Hauch flüssiger machen. 

Kürbissuppe an Suppenkürbis

Ein wenig Brot dazu, vielleicht noch einen Dipp oder Salat und fertig ist ein schönes Mahl. Probiert es ruhig aus! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbissuppe (CP-TM)
Kategorien: Hokkaido, 6, 5 Liter Crocky, Suppe
Menge: 6 bis 8 Portionen

Zutaten

1,2 kg   Hokkaido, vorbereitet gewogen
600 ml   Gemüsefond (besser 800 ml)
10 Gramm   Ingwer, frisch
15 Gramm   Asia-Grundstock*
1     Paprika, rot
1     Paprika, gelb
1/2 Bund   Frühlingszwiebeln
2     Birnen, reif
400 ml   Kokosmilch
      Salz
      Chiliflocken

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 19.09.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gemüsefond in den großen Crockpot schütten und auf HIGH stellen.

Hokkaido schälen, grob würfeln und zum Fond geben.

Ingwer im Thermomix 5 Sek/Stufe 6 zerkleinern. Birnen schälen und entkernen. Paprikaschoten entkernen. Frühlingszwiebeln putzen. Alle Zutaten grob zerkleinern und mit dem Ingwer zu Kürbis und Fond geben. Alles gut verrühren. Crockpot auf Stufe LOW schalten und 6 Stunden garen. Zwischendurch eventuell einmal umrühren.

Nach dieser Zeit den Inhalt des Crockpots mit dem Zauberstab passieren. Kokosmilch zugießen und alles herzhaft-scharf mit Salz und Chiliflocken abschmecken. Noch 30 Minuten auf LOW erhitzen.

Anmerkungen, Jutta: Suppe ist ziemlich dick. Uns schmeckt das so, aber wenn sie ein wenig dünner wäre, wäre es auch nicht zu verachten. Beim nächsten Mal etwas Zitronensaft zufügen. Das gibt wahrscheinlich bei der recht süßen Suppe einen kleinen Pfiff. Ansonsten sehr gut und wiederholenswert. Geröstete Brotsticks dazu gegessen.

*Rezept hier:

http://schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2009/06/nachgemacht-knoblauchgrundstock-tm-neugemacht-asiagrundstock-tm.html

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Aus dem Crockpot: Möhreneintopf (CP)

Möhreneintopf (CP)

Immer wieder samstags*, lalalalalala schubbidubbidubdub… (zermartert euch nicht das Hirn, ich habe auch keine Ahnung, wo da der Bezug zu Möhren ist)…

…ist Crockpotzeit. Diesmal ein schöner Eintopf aus Möhren, Kartoffeln, Speck, Zwiebeln und ziemlich wenig Fett. Ein paar Petersilienblättchen dazu (habe ich vergessen, ich weiß aber, dass es schmeckt) und fertig ist nach vielen Stunden, in denen man sich nicht die Bohne um das Kochen kümmern muss, ein schönes Gericht, das nicht nur im Winter schmeckt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Möhreneintopf (CP)
Kategorien: Eintopf, Möhren
Menge: 6 bis 8 Portionen

Zutaten

100 Gramm   Speck, geräuchert, durchwachsen
2     Zwiebeln
20 Gramm   Butterschmalz
750 Gramm   Möhren
750 Gramm   Kartoffeln
750 ml   Gemüsebrühe
      Petersilie

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 09.09.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Speck und Zwiebeln würfeln, in Butterschmalz andünsten und leicht bräunen.

In den Crockpot geben. Kartoffeln und Möhren würfeln, ebenfalls in den Crockpot geben. Heiße Brühe zugießen, Deckel schließen und 8 Stunden auf LOW garen.

Mit einem Schaumlöffel die festen Teile aus der Brühe schöpfen und grob stampfen. Soviel Brühe zufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Restliche Brühe einfrieren für spätere Suppen und Saucen.

Möhreneintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie grob hacken und unterziehen.

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Ich habe übrigens einen Teil der Brühe dazu benutzt, den Bratensatz loszukochen, der beim Anbraten des Specks entstand.

*na gut, sonntags – schubbidubbidubdub

Nachgemacht: Serbische Bohnensuppe aus dem Crockpot

Ich werde natürlich nicht an die große Glocke hängen, dass ich vorhabe, jede Woche ein Rezept für den Crockpot zu veröffentlichen. Auch nicht, dass das immer samstags sein soll. Nichts hasse ich mehr als Verpflichtungen. Deshalb ist dies zunächst ein einmaliges Unterfangen.

Im Laufe der letzten Woche wurde also nach einem Rezept gesucht. Warum nicht gleich mit Rezept Nummer Eins aus dem Crockpot-Buch von Gabi Frankemölle anfangen? Serbische Bohnensuppe, molim lepo!

Crockpot - Serbische Bohnensuppe im Pott

Bei der Planung hatte ich noch Bedenken wegen der hohen Außentemperaturen. Die waren spätestens gestern bei useligem Regen und niedrigen Gradzahlen auf dem Thermometer komplett zerstreut.

Ich habe mich ziemlich genau an das Rezept gehalten, das Gabi vor einiger Zeit auf ihrem Crockyblog veröffentlicht hat. Weil ich ab und an umgerührt habe und am Ende ein Holzstäbchen zwischen Deckel und Topf steckte, damit mehr Kochflüssigkeit verdampft, hat die Suppe zwei Stunden länger gebraucht. Acht Stunden auf HIGH, danach war sie perfekt. Nicht zu dünn, schön würzig und mit Erinnerungen an unseren Balkan-Urlaub im April/Mai gespickt.

Crockpot - Serbische Bohnensuppe, feddisch

 Sehr empfehlenswert – imati dobar apetit!

Crockpot-Kochbuch: „Die neue Art zu kochen“ – Gabi Frankemölle // Rezept: Zucchini-Bisque

  Wie war das eigentlich? Damals, als ich zum ersten Mal von einem Crockpot las? Ich glaube, dass ich zuerst bei Küchenlatein etwas in der Art gesehen habe. Ulrike hatte schon im Februar 2007 Crockpot-Rezepte veröffentlicht und sie war eine der ersten Bloggerinnen, bei denen ich gelesen habe. Interessiert für das Gerät habe ich mich nicht.

Crockpot? Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet (Kölsches Grundgesetz, Artikel 6). Und was ist eigentlich ein Slowcooker??

Nachdem ich mir einen Thermomix zugelegt hatte und im Wunderkesselforum ständig auf den Crockpot stieß (hat das jetzt Irgendwer verstanden?), wurde ich neugierig, las in Gabis Crockyblog, habe mich schlau gemacht, mich gewundert, wie günstig so ein Crockpot in der Anschaffung ist und im Oktober letzten Jahres hatte ich dann so ein Ding. Zunächst wurde der kleine angeschafft, kurze Zeit später trudelte das große Gerät hier ein.

Glücklicherweise bin ich des Englischen mächtig, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn Kochbücher auf Deutsch gab es nicht. In einschlägigen Foren waren zwar Rezepte und Tipps zu finden. Das Crockyblog war ebenfalls eine Fundgrube für Rezepte und eine Quelle für Antworten auf diverse Fragen. Aber das war's irgendwie nicht. Ich will Kochbücher!!!

Amerikanische und englische Bücher wurden bestellt, alle sehr schön. Aber eben nicht auf Deutsch. Warum eigentlich nicht?

Das wird sich Gabi Frankemölle auch gefragt haben. Nach dem Motto „Selbst ist die Frau“ hat sie einfach ein Buch geschrieben. Und es ist richtig toll geworden.

Crockpot-Buch

Lustig finde ich den Titel „Die neue Art zu kochen“, verbunden mit einem Retro-Design-Cover. Schwarz und bunt und trendy. Wenn ich mir dann noch überlege, dass es früher mal eine Kochkiste gab – so neu ist diese Art des Kochens dann doch nicht. Omma stellte früher ihre Pötte ins Bett und abends war das Essen fertig. Wir schonen die Laken und kaufen Crockpots.

Also wie jetzt? Ganz einfach:

So ein Ami-Kocher wird gefüllt mit Zutaten, angeschaltet und nach ein paar Stunden ist das Essen fertig. Für Minimalisten in Sachen Arbeitsaufwand der Himmel. Das Paradies für mich. Denn ich gehe ja noch auf Geocaching-Tour. Und wenn man nach getaner Tat nach Hause kommt und der ultimative Schatz hat einem ein schönes Essen gekocht, dann ist die Welt ja so was von in Ordnung. Zudem sind die Stromkosten äußerst gering, das freut die sparsame Hausfrau.

239 Seiten pralles Kochvergnügen sind zusammengekommen. Voller Tipps, Tricks, Wissenswertem und vor allem mit schönen Rezepten. Alles was man über einen Slowcooker wissen muss und möchte, steht in diesem Buch. Wer gerne Eintopf isst, zartes Fleisch liebt und Gerichte mag, die aus einem Topf kommen, der findet hier eine Bereicherung seines Speisezettels.

Tja, liebe Leserinnen und Leser, kommen wir noch einmal zum Anfang dieses Beitrages zurück. Was ein Crockpot oder Slowcooker ist, habe ich grob umrissen. Dumm sterben müsst ihr nicht mehr.

Wer es aber ganz genau wissen möchte, unbedingt ein wunderhübsches Buch braucht (das man auch sehr gut verschenken kann – dann aber bitte Hardcover) und auch noch tolle Rezepte ausprobieren will, dem sei Gabriele Frankemölles Buch wärmstens ans Herz gelegt.

Innerhalb einer Woche habe ich bereits zweimal die Zucchini-Bisque gekocht. Erstens herrscht Zuccinischwemme, zweitens ist diese sanfte Curryschärfe zu köstlich und drittens s. oben.

Zucchini-Bisque

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zucchini-Bisque (CP)
Kategorien: Gartenfrüchte, Eintopf, Crockpot
Menge: 6 Portionen / 3,5 Liter Crockpot

Zutaten

750 Gramm   Zucchini, gewürfelt
1     Zwiebel, gehackt
2 Essl.   Öl
1 Essl.   Curry
2 Essl.   Reis, gehäuft
650 ml   Gemüse- oder Hühnerbrühe
1 Essl.   Basilikum, gehackt
      Salz
      Pfeffer
      Instantbrühe
100 ml   Sahne

Quelle

  Gabriele Frankemölle, "Die neue Art zu kochen"
  ISBN 978-3-902326-47-8
  Erfasst *RK* 29.08.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zucchini, Zwiebel, Öl und Curry in den Crockpot geben und 30 Minuten auf HIGH anschwitzen lassen. Heiße Brühe, rohen Reis und Basilikum dazugeben, abschmecken und 3 Stunden auf HIGH oder 6 bis 7 Stunden auf LOW garen.

Suppe mit dem Stabmixer pürieren und die Sahne einrühren, nach Geschmack noch etwas Brühe zufügen, falls die Suppe zu dick ist. Etwa 20 Minuten auf LOW erhitzen, nicht mehr kochen lassen. Abschmecken und mit Croutons oder Ciabatta servieren.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Gleich doppelte Menge machen.

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Nach dieser todernsten Abhandlung noch eine kleine Anekdote: sehr gute Bekannte (na gut, Verwandte) wunderten sich, wieso man mit Krabbenbrot kochen kann. Und wieso ein ganzes Buch darüber geschrieben wurde. Die hatten Kroepok verstanden. Hmm, isch muss womöschlisch noch ein bissschen an meiner ackkkzenntuwierten Aussschprache feilen.

Womit wir wieder bei Horst Schlämmer wären. Yes, Weekend!