Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)

Der Wahnsinnssommer lässt die Tomaten wachsen und gedeihen und jeder Gedanke an Braunfäule erübrigt sich in diesem Jahr. Mit Blütenendfäule hatten wir zu kämpfen, sonst wäre die Ernte noch bombastischer ausgefallen, als sie ohnehin schon ist.

Diverse Sorten wurden aus Samen gezogen, so eine wunderbare Mischung, die ich mir über den „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ bei einer sehr sympathischen Erhalterin bestellt hatte. Diese Dame, Frau Sahling,  lebt in Italien auf großer Höhe und hat dort einen sehr großen Garten, in dem sie Samen für die Nachwelt aus Unmengen von Pflanzen rettet. Neben liebevoll gebastelten Samentütchen

gab es noch ein liebes Briefchen mit guten Wünschen und Segen für eine erfolgreiche Ernte und ich muss sagen, es hat gewirkt. Braunfäulefreie Marzane, braunfäulefreie Faltentomate, 10-Kilo-Buschtomate, Taubenherz und zu guter Letzt die unfassbare Oma Antonia.

Auch wenn Omma Toni hier noch ein wenig schwächelt, im wilden Westerwald bei Familie Pagel läuft sie zu Hochform auf und bringt unglaubliche knapp 700 Gramm auf die Waage.  Eine einzige Tomate, versteht sich. Oma Antonia in Höchstform. Bei mir ist es halt „nur“ eine Handvoll.

Da wir keine rohen Tomaten essen, müssen sie irgendwie verarbeitet werden und so ein Sugo war da eine gute Idee.

Im Nachhinein war das Ergebnis so gut, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Von Frau Annette aus dem Westerwald habe ich auch die Lorbeerblätter geklaut, die in ihre Tomatensauce wandern. Also die Idee, nicht die Blätter in echt. Dankeeeee!!!!

Da wir im Moment den Maler vor Ort haben, wollte ich die Sauce möglichst ohne Aufwand herstellen und da bot sich an, den Slowcooker / Crockpot aus dem Keller zu holen, damit er ohne mein Zutun schöne Tomatenpampe bereitet. Und genau das tat er auch. Tomaten häuten, Zwiebeln braten, alles rein in den Pott, Tomaten, Kräuter, Gewürze – einmal umrühren, Deckel nicht fest drauf, damit Flüssigkeit verdampfen kann und los geht’s.

Neun Stunden lang brodelte er vor sich hin, ab und an habe ich mal gerührt, um die Konsistenz zu prüfen, aber sonst… nix zu tun. Herrlich! Und dieser Geruch!

Als ich die ganzen Tomaten zu Anfang der Aktion gehäutet hatte, fiel mir dann irgendwann auch noch ein, dass ich eine flotte Lotte habe. Super! Beim nächsten Mal also nicht mehr häuten, ist mit dem Lottchen ja nicht mehr nötig. Ich war auch erstaunt, wie wenig Rückstände bleiben, nachdem die Tomatenmasse durch die mittlere Scheibe des Geräts passiert wurde.

Am Ende und nachdem ich zwei Suppenkellen des herrlichen Gebräus

anderen Zwecken zugeführt hatte (Gartengemüse, Paprika, Tatar und Sugo – im Schnellkochtopf flott gegart, mit Kartoffeln – ein wunderbares Mahl)

und nach einer Nacht der Ruhe im Kühlschrank, wurden sieben Gläser Sommersonne im Glas eingeweckt. Zwei Gläser wurden gegen sechs Eier

von sehr glücklichen Hühnern des Malers getauscht (alle haben Namen), blieben noch fünf.

Aber da die Tomatenschwemme noch nicht vorbei ist, werden sie sicher nicht einsam im Keller ihr Dasein fristen müssen. Bis bald, ihr Süßen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)
Kategorien: Tomaten, Vorrat, Eichhörnchen, Slowcooker, Kräuter
Menge: 10 Gläschen à 200 ml


Zutaten

Olivenöl
2 Gemüsezwiebeln
Tomaten, alle möglichen Sorten aus dem Garten,
Viel
2 Monoknoblauchknollen
4 Zehen Knoblauch
2 Stängel Rosmarin
8 Stängel Basilikum, gemischt (je 2 grün, rot, Thai, Busch)
2 Chilischoten (die waren gar nicht scharf)
2 Blätter Lorbeer
Kräutersalz
Gemüsebrühe
Worcestersauce
Kräuter, mediterran, getrocknet oder frisch

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln würfeln, langsam in nicht zu viel Olivenöl anbraten.

In der Zwischenzeit Tomaten häuten und würfeln (als ich damit fertig war, fiel mir ein, dass ich eine flotte Lotte habe – beim nächsten Mal also nicht häuten). Monoknoblauch stifteln, Knoblauch in Scheibchen schneiden. Rosmarin und Basilikum ausschütteln oder kurz überbrausen. Mit Stiel verwenden. Chilischoten längs halbieren, Kerne und Häute entfernen, in Streifchen schneiden.

Tomaten in den großen Crockpot geben, alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen, auch die jetzt schön gebräunten Zwiebelwürfel. Umrühren, Crockpot ohne oder mit um 90° gedrehtem Deckel auf High anwerfen und vergessen. Nach 9 Stunden (oder mehr, oder weniger, je nach Flüssigkeitsgehalt des Masse) und ein paar Umrührungen ist das Sugo fast fertig. Die Masse wird noch durch die mittlere Scheibe der flotten Lotte passiert. Abschmecken und staunen. Das ist das Tomatenparadies. Versprochen.

Ich habe das Sugo (nachdem ich zwei Schöpfkellen für ein Abendessen mit Gemüse und Kartoffeln abgezweigt hatte) über Nacht im Kühlschrank geparkt und am nächsten Tag eingeweckt. Sommer im Glas für trübe Wintertage.

Punktejäger müssen nur das Öl berechnen. Gut, ne?

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Gemüsebrühe

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Auf das Rezept für Gemüsebrühe einer wohlbekannten Kulinarikexpertin, ihres Zeichens Tochter von Arthur, Paul, also Astrid, wurde ich durch einen Tipp der nicht minder versierten Frau Annette Pagel aufmerksam gemacht. Und ich sage euch, ich habe schon viel ausprobiert. Gemüsebrühe in feucht, flüssig und fest. Als Paste, Granulat und Pulver. Aber das hier ist das Nonplusultra und eine Wunderwaffe gegen Gemüseüberschuss aus dem Garten. 
 

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Das Schisshasen-Pilzproblem (auf der Packung stand, dass man die Pilze unbedingt wässern und kochen sollte vor dem Verzehr) löste ich, indem ich die Pilze wässerte und kochte, um sie dann feucht mit dem restlichen Gemüse zu verarbeiten. Die von mir zunächst favorisierte Version des Trocknens im Dörrautomaten hat mir nicht so gut gefallen, das dauerte unendlich lange. Habe dann Manzfred bemüht, mit überaus gutem Erfolg. Tür angelehnt lassen und dann für ein paar Stunden bei 80° C trocknen – perfekt! 
 
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Wenn ich dieses Zeug verschenke, dann ist es, als würde ich Goldpuder abgeben. Deshalb kommt es so gut wie gar nicht vor. Alles meins!

Astrid und Annette, ich danke euch! Auf ewig.

Currysauce (TM) wie in der Sansibar

Tja, was soll ich sagen. Diese Currysauce schmeckt köstlich und ganz genau so wie in der Sansibar.

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So steht es zumindest im Rezept der Thermomix Rezeptwelt. Ich muss das glauben, denn ich habe diese Sauce dort noch nie gegessen. Was wohl daran liegt, dass ich weder jemals in der Sansibar noch jemals auf Sylt war. Ich möchte aber zu meiner Entschuldigung anführen, dass ich immerhin schon mal an der Nordsee war. Mehrmals sogar. Also, halb so schlimm, oder? 

Macht einfach die Currysauce nach, dann braucht ihr zumindest wegen der Currywurst nicht mehr hin. Die schmeckt, klein geschnitten und mit heißer Sauce, einfach bombastisch gut. Auch mit Pommes und Salat. 

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Currysauce Sansibar
Kategorien: Sansibar, Currywurst, Sauce, Knaller
Menge: 6 Weckflaschen à 250 ml

Zutaten

150 Gramm   Gewürzgurken, in Stücken
150 Gramm   Zwiebeln, in Stücken
60 Gramm   Butter
40 Gramm   Zucker
40 Gramm   Currypulver
800 Gramm   Tomaten, stückig
500 Gramm   Tomatenketchup (Hela Curry)
70 Gramm   Tomatenmark
10 Gramm   Salz
10 Gramm   Sambal Oelek
1 Essl.   Gemüsebrühe, gekörnt, selbst gemacht
20 Gramm   Gurkensud

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Thermomix Rezeptwelt / Cookidoo
  https://tinyurl.com/gulm5uj
  Erfasst *RK* 11.03.2017 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gewürzgurken in den Mixtopf geben, 2 Sek./Stufe 5 zerkleinern, nach unten schieben, nochmal 1 Sek. / Stufe 5 zerkleinern und umfüllen.

Zwiebeln in den Mixtopf geben, 5 Sek./Stufe 5 zerkleinern, nach unten schieben.

Butter und Zucker zugeben und 3 Min./Varoma/Stufe 2 dünsten.

Curry zugeben und 2 Min./Varoma/Stufe 2 dünsten.

Die restlichen Zutaten einschließlich der zerkleinerten Gurken zugeben, 15 Min./100°/Stufe 3 ohne Messbecher aufkochen und abschmecken. Vorsicht, kann überkochen und spritzt. Am besten das Gärkörbchen draufsetzen und beobachten.

In Weckflaschen füllen und im Dampfgarer einwecken (Miele DGC – Spezialprogramm "Babyfläschchen desinfizieren").

Diese Currysauce eignet sich auch als Grill- und Fonduesauce und hält im Kühlschrank mehrere Monate.

Anmerkungen, Jutta: geht schnell, man kann gut Reste aufbrauchen und die Sauce hat Suchtpotenzial. Sehr gut!

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Es ist soweit – Erdbeerzeit (1) – Konfitüre

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Wie habe ich mich danach gesehnt, endlich sind sie reif, die Erdbeeren auf Fuldas Feldern. Hier kann ich mit dem Rad zum Feld fahren und die schmackhaften Früchte ernten. Nach dem Regen der letzten Wochen hatte ich vermutet, dass die Erdbeeren nicht so toll schmecken. Aber im Gegenteil sind sie süß und saftig.

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Zwei Eimerchen voll hatte ich in weniger als 15 Minuten gepflückt und die Verarbeitung der fünf Kilo machte einen Heidenspaß. Der Blick über die Felder übrigens auch.

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Und auf das oberhalb unseres Hauses gelegene Kloster Frauenberg sowieso. Ach, ich liebe es!

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Heute gab es erst einmal Konfitüre. 24 Gläschen, fünf für mich mit Holunderblüten, der Rest ist für meinen Mann, den Puristen, mit ohne alles. Und zum Naschen sind noch einige Beeren übrig. 

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Unterwegs ließ sich Meister Adebar von meiner Vollbremsung bei Sichtung (quasi vor der Haustür) und dem Fotografieren nicht stören und stakste munter seines Weges. 

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 Die Frösche und Mäuse darfst du behalten, dafür bekommst du von unserer Marmelade nix ab. Ätsch. 

Der nächste Winter kommt bestimmt: Mit Weißkohl gefüllte Paprikaschoten

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Bislang habe ich zwar ausufernd Konfitüre und Marmelade hergestellt, während unserer Zeit in der Wetterau und in der Nähe des Kirschenparadieses Ockstadt wohnend, auch Kirschen eingekocht, Roberts Curry-Zucchetti haben ebenfalls einen festen Platz im Repertoire, einen gelungenen Versuch mit Jalapenos gab es auch, aber sonst.. nö, eher nicht. So richtig eingekocht wurde hier nicht. 

Die vorletzte Ausgabe des Weck LandJournals ließ mein Herz bereits höher schlagen und die Umsetzung dessen, was dort offeriert wurde, hat den freien Platz der Vorratsregale im Keller abnehmen lassen – Gurken ohne Ende. Aber noch ist genug davon da, um weitere Experimente zu wagen. Deshalb kaufte ich umgehend die Nachfolgeausgabe, was dazu führte, dass ich mittlerweile im pathologischen Einkochwahn bin. 

Kreiiiiiisch!!!! Was für tolle Rezepte!!!! Mein Jäger- und Sammlergen feuerte Signale ohne Unterlass, die mich dazu brachten, 10 Kilo Weißkohl und 10 Kilo Rotkohl zu kaufen. Und 5 Kilo Sellerie. Und 5 Kilo Möhren. Und 3 Kilo Porree. 

Beginnen wir also mit dem Weißkohl und gleich mit einer für meinen Geschmack schrägen Komposition. Mit Weißkohl gefüllte Paprika, eingekocht. Na ja, irgendwie komisch, aber Versuch macht kluch, deshalb ging es frisch ans Werk. Ich darf an dieser Stelle schon verlauten lassen, dass das wirklich klasse schmeckt, wir haben das Endergebnis nämlich schon probiert. Mit Bratkartoffeln. Und Spießbraten. Ein Gedicht.

Gef. Paprika, Spießbraten, Bratkartoffeln, Weißkohlsalat

Wenn nur diese Gewürzkörnchen nicht wären. Die Senfsaat ist noch aushaltbar, aber das Beißen auf Korianderkörner ist nicht unser Ding. Beim nächsten Mal wird der Sud am Vortag gekocht, dann dürfen die Gewürze über Nacht darin baden und werden am Zubereitungstag entsorgt. 

Ich bin ja immer wieder erstaunt, wie klasse Dinge schmecken können, die man ohne große Hoffnung auf Gelingen produziert. Diese Paprikaschoten werden hier ab sofort Standard. Und das nächste Rezept steht auch schon in den Startlöchern: Eingekochter Weißkohl. 

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mit Weißkohl gefüllte Paprikaschoten
Kategorien: Eichhörnchen, Weißkohl, Weck, Paprika
Menge: 6 Gläser à 580 ml

Zutaten

6     Paprikaschoten, rot
600 Gramm   Weißkohl
800 ml   Wasser
200 ml   Aceto Balsamico, weiß
1 Essl.   Salz
50 Gramm   Zucker
1 Essl.   Senfkörner, gelb
1 Essl.   Korianderkörner
1 Teel.   Pfefferkörner, schwarz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Weck Landjournal, September – Oktober 2015
  Erfasst *RK* 11.10.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Von den Paprikaschoten den Deckel abschneiden, das Innenleben der Schote entfernen. Den Weißkohl im Thermomix in zwei Etappen in 7 Sekunden, Stufe 4 schreddern oder mit einem Messer in feine Streifen schneiden.

Wasser, Essig, Salz, Zucker, Senf-, Koriander- und Pfefferkörner in einen Topf geben und einen Sud kochen. Den Weißkohl hineingeben und darin 2-3 Minuten kochen. Auf ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, den Sud auffangen. (Anmerkungen, Jutta: Die Gewürzkörnchen stören uns beim Essen. Ich würde beim nächsten Mal den Sud am Vortag kochen, über Nacht ziehen lassen und dann durch ein Sieb geben, damit die Gewürze nicht im Glas landen.)

Den Weißkohl fest in die Paprikaschoten füllen, Deckel aufsetzen. Sud gleichmäßig auf die Gläser verteilen, Paprikaschote hinein setzen, mit Ring, Deckel und Klammern verschließen.

Einkochen bei 100° C 120 Minuten.

Jutta: Hat uns prima geschmeckt, unbedingt wieder machen.

 

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Heiliger Bimbam – Was für eine Gurkentruppe!

In unserem Keller hat sich eine Gurkentruppe breit gemacht.

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Wie es dazu kam? Lest selber: 

Ich weiß in diesem Jahr nicht, wie mir geschieht und nein, es ist nichts unterwegs, es kam einfach so über mich. 

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Es fing an mit Anikós Salzgurken.

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Ich hatte irgendwann mal welche gegessen und für schlecht befunden (also, nicht die von Anikó, die von der Kirmes) aber da das halbe Ungarnmädel so davon schwärmte, traute ich mich. Dieses Sonnenbad draußen hat mich fasziniert. Ebenso das Brot als Auflage. Sehr spannend.

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Ich kann nur raten, diese Dingelchen nachzumachen. Mit Bratkartoffeln oder Wurstbrot ein absoluter Genuss.  

 

 

Ungarische Salzgurken

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ungarische Salzgurken – Kovászos uborka
Kategorien: Einlegegurken, Länderküche, Salzgurken, Eichhörnchenrez
Menge: 1 Glas

Zutaten

500 Gramm   Einlegegurken, klein
1 Bund   Dill
1     Knoblauchzehe
1/2 Teel.   Senfkörner
1/2 Teel.   Pfefferkörner
1 Scheibe   Weißbrot
750 ml   Wasser
1 Essl.   Salz

Quelle

  Anikós Blog "Paprika meets Kardamom"
  https://paprikameetskardamom.wordpress.com/2014/07/25/
  ich-lass-den-ungar-in-mir-raus-kovaszos-uborka/
  Erfasst *RK* 28.07.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Das Glas gründlich auswaschen und richtig heiß ausspülen. Auf einem sauberen Geschirrtuch umgedreht abtropfen lassen.

Die Einlegegurken in kaltem Wasser gründlich abschrubben. Die Enden und beschädigte Stellen wegschneiden. Dann drei oder vier Mal längs ein, aber nicht durchschneiden. Nur so, dass sie angeritzt sind, aber noch zusammen halten. So kann die Salzlake besser eindringen.

Den Dill waschen und die Hälfte zu unterst in das Glas legen. Darauf die Gurken schichten. Sie dürfen schön eng stehen. Die gehäutete Knoblauchzehe mit reinlegen. Die Senf- und Pfefferkörner drüber streuen. Die zweite Hälfte vom Dill obenauf legen, dann zum Schluss die Scheibe Weißbrot.

Das Wasser aufkochen und das Salz einrühren bis es sich aufgelöst hat. Kurz abkühlen lassen und das warme Wasser über die Gurken in das Glas gießen.

Das Brot wird nach oben schwimmen, weil das Glas nicht komplett gefüllt ist. Mit Hilfe diverser Kleinteile (Plastiktöpfchen, Verschlüsse von Glaskaraffen) versuchen das Brot unter dem Salzwasser zu drücken (Jutta: ich habe Deckel von Weckgläsern verwendet). Nach draußen in die Sonne stellen und so lange gären lassen bis die Gurken fertig sind. Bei Temperaturen um die 30°C dauert das so 4-7 Tage. Dann ist ihre Farbe etwas fahler (eher Richtung militärgrün) geworden und sie sind weicher. Wenn man reinbeisst, hat man das Gefühl, es hat sich ein wenig Kohlensäure in der Gurke angesammelt.

Dann die Gurken rausnehmen und in eine Aufbewahrungsbox geben. Die Flüssigkeit durch ein Sieb über die Gurken gießen und im Kühlschrank aufbewahren.

Sie passen hervorragend zu Gulasch, Schnitzel, ach in Ungarn gefühlt zu fast allem. (Jutta: Bratkartoffeln und Wurstbrot – mmmmhhhhh!!!)

PS: Text bei Anikó geklaut – ich wollte ihn nicht nochmal neu schreiben, er ist einfach perfekt 🙂 Anikó, verzeih' mir!!!!

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Danach war ich im Wahn. Erstens haben wir selber Gurken im Garten, zweitens kann ich auf dem Wochenmarkt für kleines Geld Gurken, Gurken, Gurken kaufen.

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Also wurde die Gurkentruppe um Stevan Pauls und Katharina Seisers Lieblinge aus dem Buch "Deutschland vegetarisch" erweitert.  

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Von denen schwärmte Anikó auch, da musste ich die ja nachmachen. 

 

 

Hausgemachte Gewürzgurken

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hausgemachte Gewürzgurken (DGC)
Kategorien: Einlegegurken, Eichhörnchenrez
Menge: 3 Weck-Gläser à 580 ml

Zutaten

1 kg   Einlegegurken
150 Gramm   Zwiebeln, weiß
200 ml   Weissweinessig
100 ml   Weisswein
400 Gramm   Wasser
100 Gramm   Zucker
6     Wacholderbeeren
6     Pimentkörner
1 Teel.   Senfsaat
1 Essl.   Salz
3     Lorbeerblätter, klein
6 Zweige   Dill
3 Zweige   Bohnenkraut

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Stevan Paul, Katharina Seiser
  "Deutschland vegetarisch"
  ISBN 978-3-85033-739-7
  Erfasst *RK* 28.07.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gläser vorbereiten.

Gurken unter fließendem Wasser abbürsten. Zwiebeln pellen, in feine Scheiben schneiden und mit Essig, Wein, Wasser, Zucker, Wacholderbeeren, Piment, Senf und Salz zugedeckt 5 Minuten lang kochen.

Gurken mit Lorbeer, Dill und Bohnenkraut auf die Gläser verteilen. Den heißen Sud auf die Gläser verteilen und die Gläser mit Deckel, Gummi und Klammern verschließen.

30 Minuten bei 90° C im Dampfgarer einkochen.

Dunkel lagern und mindestens drei Wochen ziehen lassen. Die Gurken sind kühl und dunkel gelagert mehrere Monate haltbar.

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Dann fiel mir das LandJournal von Weck (die mit den Gläsern) in die Hände und es gab kein Halten mehr. Hilfe, ein Rezept schöner als das andere. Glaube ich zumindest, bis auf die Salzgurken habe ich noch nichts probiert, die müssen alle noch ziehen.

 

Chiligurken  

Chiligurken

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chiligurken (DGC)
Kategorien: Weck, Einlegegurken, Eichhörnchenrez
Menge: 2 Gläser à 580 ml

Zutaten

500 Gramm   Einlegegurken
150 Gramm   Schalotten (Silberzwiebeln, mittelgroß)
2     Chilischoten (1/2 kleiner Teelöffel Piment
      — d'Espelette)
100 ml   Weißweinessig
1 Essl.   Blütenhonig
1 Essl.   Sojasoße, hell (dunkle)
1 Teel.   Pimentkörner
1 Teel.   Salz
250 ml   Wasser

Quelle

  Weck Landjournal 4/2015
  S. 68
  Erfasst *RK* 27.07.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gurken waschen, trocken tupfen und in 2 cm breite Scheiben schneiden. Die Gurkenscheiben in die Einkochgläser füllen. Die Schalotten pellen und vierteln, die Chilischoten längs halbieren, Stielansatz, Samen und Trennwände entfernen.

Den Essig mit Honig, der Sojasoße, den Pimentkörnern, dem Salz, den Schalotten, den Chilistücken und dem Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Den Sud etwas abkühlen lassen, dann über die Gurken gießen und die Gläser auffüllen. Die Gläser mit Einkochring, Glasdeckel und Einweck-Klammern verschließen. 30 Minuten im 90° C heißen Wasserbad (Dampfgarer) einkochen.

Anmerkungen, Jutta: zu wenig Sud, etwas mehr machen beim nächsten Mal.

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Schlesische Gurkenhappen  

Schlesische Gurkenhappen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schlesische Gurkenhappen (DGC)
Kategorien: Weck, Salatgurken, Eichhörnchenrez
Menge: 3 Gläser à 580 ml

Zutaten

1,4 kg   Kleine Salatgurken (große, geschält)
1 Bund   Dill (viel weniger)
200 Gramm   Schalotten (Silberzwiebeln, mittelgroß)
300 ml   Weinessig
300 ml   Wasser
240 Gramm   Zucker
1/2 Teel.   Senfkörner, gelb
10     Pfefferkörner, schwarz
1 Teel.   Meersalz
1 Teel.   Einlegegewürz für Gurken

Quelle

  Weck Landjournal 4/2015
  S. 70
  Erfasst *RK* 27.07.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gurken waschen, abtrocknen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Dill kalt abbrausen, trocken schütteln und von den Stielen zupfen. Die Schalotten pellen und in dünne Ringe hobeln.

Die Schalottenringe, Essig, Wasser, Zucker und Gewürze in einen Topf geben und 10 Minuten köcheln lassen. Sud lauwarm abkühlen lassen.

Die Gurkenscheiben mit dem Dill in die Gläser schichten. Den Sud bis knapp unter den Rand darübergießen. Einkochgläser mit Gummiring, Deckel und Klammern verschließen.

30 Minuten bei 90° C einkochen.

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 Gewürz-Zwiebel-Gurken  

Gewürz-Zwiebel-Gurken

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gewürz-Zwiebel-Gurken (DGC)
Kategorien: Weck, Einlegegurken, Eichhörnchenrez
Menge: 2 Weckgläser in Tulpenform á 1062 ml

Zutaten

1 kg   Einlegegurken, möglichst gleich groß
20 Gramm   Salz
150 Gramm   Zwiebeln
1 Teel.   Pfefferkörner, schwarz
1 Teel.   Pimentkörner
1 Essl.   Senfkörner, gelb
350 ml   Weißweinessig
350 ml   Wasser
50 Gramm   Zucker

Quelle

  Weck Landjournal 4/2015
  S. 70
  Erfasst *RK* 27.07.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gurken unter fließendem Wasser abbürsten, mehrmals mit einer Nadel einstechen (Zahnstocher) und in eine Schüssel geben (Lock&Lock-Dose). Mit Salz bestreuen und soviel Wasser zugießen, dass die Gurken gerade bedeckt sind. Gekühlt 24 Stunden stehen lassen.

Salzwasser abgießen, Gurken kalt abbrausen, gut abtropfen lassen.

Zwiebeln pellen und in feine Ringe hobeln. Gurken in Einkochgläser schichten, Peffer-, Piment- und Senfkörner sowie die Zwiebelringe dazugeben.

Essig, Wasser und Zucker aufkochen, in die Gläser gießen. Gläser verschließen, 30 Minuten bei 90° C einkochen.

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Marinierte Einlegegurken 

Marinierte Einlegegurken

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marinierte Einlegegurken (DGC)
Kategorien: Gurken, Eichhörnchen, Weck
Menge: 3 Gläser à 580 ml

Zutaten

1 kg   Einlegegurken
1 Essl.   Salz
150 Gramm   Zwiebeln
2     Knoblauchzehen
2 Essl.   Petersilie, fein geschnitten
H SUD
350 ml   Obstessig
350 ml   Wasser
1 1/2 Teel.   Salz
1 1/2 Teel.   Zucker
1 Teel.   Pfefferkörner
1 Teel.   Senfkörner
1 Teel.   Pimentkörner

Quelle

  Weck Landjournal
  4/2015
  Erfasst *RK* 17.07.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gurken waschen und in 5 mm dicke Scheiben schneiden (ND). Mit Salz vermischen und 3 Stunden ziehen lassen. In ein Sieb geben, kalt abbrausen und gut abtropfen lassen.

Zwiebeln und Knoblauchzehen pellen und fein würfeln. Mit den Gurkenscheiben und der Petersilie mischen und in die Einkochgläser schichten.

Die Zutaten für den Sud in einem Topf aufkochen. Leicht abgekühlt über die Gurken gießen und die Gläser auffüllen. Mit Deckel, Ring und Klammern verschließen.

30 Minuten bei 90° C einkochen.

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Ich bin im absoluten Fieber und meine Gurkentruppe wächst und wächst. Demnächst kommen ja auch noch die Zucchini, dann ist wieder Curry-Zucchetti-Zeit. Ein Hoch auf den großen Keller. Neue Gläser habe ich letzte Woche schon bestellt, die stehen parat. Und dieses LandJournal. Ich glaube, ich brauche ein Abo. (Und dies ist, auch wenn es sich so liest, kein gesponserter Post.)

Bei allen Rezepten aus dem Weck-Journal hatte ich zu wenig Sud für die Gläser. Da sollte man vielleicht gleich die 1,5-fache Menge herstellen oder die Gurken sehr fest packen. 

Am Ende der Einmachaktion habe ich die Reste von Sud und Gurken einfach in ein großes Glas gefüllt und mit den anderen Gläsern eingekocht. Das sind die Stinos. 

Stinknormale Gurken aus Resten

Nun bin ich gespannt, wie die Gurken schmecken werden. Ich schreibe es in dieses Posting, sobald ich eine Sorte probiert habe. 

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Chiligurken probiert. Sie schmecken toll, aber überhaupt nicht scharf. Beim nächsten Mal 1 kleinen Teelöffel Piment d'Espelette verwenden. 

 

 

 

 

 

 

Pickled Jalapeños – Sauer eingelegte Pfefferschoten nach D. Lebovitz

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Wir haben in diesem Jahr zum zweiten Mal Jalapeños selbst gezogen, in Blumentöpfen auf der Terrasse.

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Die Ausbeute war diesmal noch größer als im letzten Jahr, obwohl wir so einen miesen Sommer hatten. Allerdings blieben die Früchte grün und waren so gut wie gar nicht scharf. Schon im letzten Jahr wußte ich nicht viel damit anzufangen und habe die meisten der Schoten eingefroren. In diesem Jahr war ich fast schon wieder so weit, sie in die Truhe zu packen (zu denen vom letzten Jahr), als mir bei David Lebovitz ein Rezept für sauer eingelegte Jalapeños ins Auge sprang. Die Dinger sahen ja genau so aus wie meine!!!! Also, frisch ans Werk.

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Was mir sehr entgegen kam war die Tatsache, dass sich alle Zutaten im Haus befanden, deshalb konnte ich sofort loslegen. Die Arbeit ist schnell gemacht, das Schlimmste ist das Warten darauf, dass der Inhalt der Gläser "reift".

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Ich habe 14 Tage gewartet und dann war es soweit. Immer noch nicht scharf (wie auch?), aber wunderbar. Hätte ich nicht gedacht, dass die so gut schmecken. Und das nicht nur auf Leberwurst.

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Heute auch auf gefüllten Pfannkuchen,

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die sich mein lieber Mann zum Geburtstag gewünscht hat. Bitteschön! 

 

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pickled Jalapeños
Kategorien: Sauer eingelegt, Eichhörnchen, Aus dem Garten
Menge: 5 Gläser à 250 ml

Zutaten

250 Gramm   Jalapeño-Schoten
1     Karotte, mittelgroß
1/2     Zwiebel, rot
250 ml   Balsamico, weiß
250 ml   Wasser
1 Zehe   Knoblauch, in Scheiben geschnitten
2 Essl.   Salz, grob gekörnt
1 Essl.   Zucker
1/2 Teel.   Oregano, getrocknet
10     Pfefferkörner, schwarz, leicht gestoßen
1     Lorbeerblatt

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  David Lebovitz: http://www.davidlebovitz.com/2014/10/
  pickled-jalapeno-chile-recipe/
  Erfasst *RK* 22.10.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

1. Die Stiele der Jalapeños abschneiden und die Schoten in ungfähr 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Karotte schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Zwiebel in halbe Ringe schneiden.

2. Essig mit Wasser, Knoblauch, Salz, Zucker, Oregano, Pfeffer und Lorbeer in einem Topf zum Simmern bringen und so lange köcheln, bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben.

3. Jalapeños, Karotten und Zwiebeln zufügen. Ungefähr eine Minute köcheln lassen.

4. Die Mixtur in Weck-Gläser füllen, mit Gummi, Deckel und Klammern versehen und im Dampfgarer ungefähr 10 Minuten bei 100° C einkochen.

Anmerkungen, Jutta: David Lebovitz füllt die Mixtur nach 15 Minuten des Abkühlens in Gläser mit Deckel und stellt sie nach dem völligen Erkalten in den Kühlschrank. Dort halten sich die Jalapeños ungefähr einen Monat. Da wir solche Lebensmittel nicht so oft essen, habe ich sie eingekocht, damit sie länger halten.

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Nachgemacht: Karamellisiertes Apfelmus aus dem Ofen

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Natürlich fiel mir das Rezept für dieses sensationelle Apfelmus, das ohne jeglichen Zusatz von Zucker hergestellt wird, erst am Silvestertag in Michas Blog "Grain de Sel" auf. Da ich ohnehin Eis herstellen wollte, kam mir das Mus gerade richtig als Beilage, aber wegen der langen Garzeit musste ich Gas geben. Also wurde ein schön gewässerter Römertopf randvoll mit Apfelscheiben gefüllt, die vorher mit Gewürzen gepimpt wurden und dann ab in den Manzfred damit.

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Nun ja. Dachte ich jedenfalls. Allerdings war der Römerpott eine Nummer zu groß für den Manzfred – huch! Dann wurde der Combidampfgarer in die nähere Wahl gezogen. Zu klein. Oh nee…

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Glücklicherweise verfügt unser Haushalt auch noch über einen "normalen" Backofen, der den anderen getunten Dingern mal gezeigt hat, was 'ne Harke ist. Hier war noch viel Luft nach oben und genug Platz unter'm Kiel, um dem riesigen Tontopf für die nächsten sieben Stunden Asyl zu gewähren.

Es duftete so toll während des Garens, dass ich am liebsten in den Ofen gesprungen wäre. Nach fünf Stunden habe ich mal den Deckel gehoben. Da war das Mus noch recht hell und saftig.

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Nach sechs Stunden war es schon dunkler, aber immer noch ziemlich feucht. Den Deckel habe ich dann einfach weggelassen und hatte eine Stunde später ein dunkles, süßes, würziges Kompott, das wunderbar mit dem Eis harmonierte, das wir während des Jahreswechsels verzehrt haben.

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Für das Vorratsregal fielen drei kleine Gläschen ab, die ich sicherheitshalber für 30 Minuten eingekocht habe. Wäre ja schade, wenn das gute Mus umkäme. Außer durch rücksichtslosen Verzehr.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Karamellisietes Apfelmus aus dem Ofen
Kategorien: Eichhörnchen, Äpfel, Ohne Zucker
Menge: 4 Gläser à 160 ml

Zutaten

      Äpfel
1/2     Zimtstange
2     Nelken
1     Sternanis
      Macisblütenpulver
2     Zimtblüten (Cassia)
1 Prise   Salz

Quelle

  Blog "Grain de Sel"
  http://salzkorn.blogspot.com/2011/10/fur-adam-eva-und-
  alle-apfelliebhaber.html
  Erfasst *RK* 02.01.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Einen großen Römertopf wässern und randvoll mit in Spalten geschnittenen Äpfeln füllen. Diese vorher in einer großen Schüssel mit den Gewürzen vermischen.

Den Römertopf in den kalten Backofen stellen und bei 160° C ungefähr 7 Stunden garen. Ich habe in der letzten Stunde den Deckel des Topfes entfernt, weil mir der Inhalt zu flüssig erschien.

Mus für den Sofortverzehr beiseite stellen, den Rest in Weckgläschen mit einem Fassungsvermögen von 160 ml füllen. Mit Gummi, Deckel und Klammern versehen und im Dampfgarer für 30 Minuten, bei 90° C einkochen.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt hervorragend – wir hatten dazu Eis, Sahne und Rumrosinen.

Römertopf passt weder in den Manzfred noch in den Combidampfgarer hab' den normalen Backofen verwendet.

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Eingemacht: Süßkirschen im Glas

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Die Kirschzeit finde ich herrlich und gleich nebenan in Ockstadt kann man die köstlichsten Früchte kaufen.

In diesem Jahr habe ich besonders viele Süßkirschen verarbeitet, die so dick und prall waren, dass sie kaum in den Entkerner passten. Deshalb habe ich nach Alternativen gesucht und bin bei Weck fündig geworden.

Kirschen werden hier mit Stein verwertet, optimal für meine Zwecke. Also habe ich 9 Gläser mit 750 ml Inhalt eingekocht. Zum Glück ist ein Glas aufgegangen, so konnten wir das Ergebnis schon probieren.

Sehr gut! Nicht zu süß, die Kirschen sehr geschmackvoll und leicht gekühlt ein sehr erfrischendes Dessert. Wird im nächsten Jahr wiederholt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süßkirschen im Glas (DGC)
Kategorien: Einmachen, Süßkirschen, Einkochen
Menge: 6 Gläser à 750 ml

Zutaten

3 kg   Süßkirschen (Frühe Sorte Haumüller)
1 1/2 Ltr.   Wasser
375 Gramm   Einmachzucker

Quelle

  Weck Einmachbuch
  Erfasst *RK* 08.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Einmachgläser (beim nächsten Mal eventuell 1/2-Liter-Gläser verwenden) spülen und im Dampfgarer sterilisieren. Gummiringe mit kochendem Wasser übergießen.

Wasser und Zucker unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Abkühlen lassen.

Kirschen waschen, Stiele entfernen, nicht entkernen. Möglichst dicht bis ca. 2 cm unterhalb des Rands in die vorbereiteten Gläser füllen. Mit dem Zuckerwasser auffüllen. Kirschen sollten (fast) bedeckt sein.

Gläser schließen (Gummi, Deckel, Klammern) und im Mieleprogramm Dampfgaren / Universal / 80° C / 30 Minuten einkochen.

Entweder im Gerät bei spaltbreit geöffneter Tür abkühlen lassen oder die Gläser nach 1 Stunde vorsichtig entnehmen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: ein Glas war aufgegangen. Das haben wir gestern verputzt (14.07.2010) – ganz köstlich!

Die Haumüller-Kirsche ist nicht so super-saftig, aber süß und bestens geeignet für Kuchenbeläge und zum Einmachen mit wenig Zucker. Auch Kirschröster aus dieser Kirsche ist wunderbar.

Für Konfitüre eignet sich die Hedelfinger Kirsche besser, sie ist aromatischer und nicht ganz so süß. Sie wird nach der Haumüller geerntet.

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Gartenkochevent Juli 2010 – „Kirschen“: Kirschröster

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Als meine Nachbarin vor fast zwei Jahren ihren 70. Geburtstag feierte, besuchten mich vor dem Fest auf einen Sprung ihre Nichte Susanna Bingemer und ihr Neffe Hans Gerlach. Die Beiden haben diverse Kochbücher veröffentlicht und nachdem sie so sympathisch daher kamen, habe ich mir danach alle ihre Kochbücher gekauft. Eines davon war "Einmachen" von Hans Gerlach.

 

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

 

Jetzt, zum Gartenkochevent des Gärtnerblogs mit dem Thema "Kirschen" habe ich dieses sehr schöne Buch zum ersten Mal hervorgeholt (DKduW beim nächsten Mal), um daraus etwas herzustellen.

Ich sage es gleich: "Knaller!" Dieser Kirschröster ist so köstlich, dass ich im nächsten Jahr mindestens die dreifache Menge einmachen werde.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirschröster
Kategorien: Einmachen, Süßkirschen, Knaller
Menge: 3 Gläser à 250 ml

Zutaten

1 kg   Süßkirschen (Ockstädter Haumüller)
1     Orange, unbehandelt
1     Vanilleschote
125 ml   Portwein, rot
250 Gramm   Zucker, braun (beim nächsten Mal weniger
      — verwenden)
1     Zimtstange
60 ml   Kirschwasser
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Einmachen", Hans Gerlach
  Erfasst *RK* 21.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen entsteinen. Orangenschale abreiben, Saft auspressen. Vanilleschote halbieren, Mark auskratzen.

Portwein, Orangensaft und Zucker zum Kochen bringen.

Kirschen, Orangenschale, Salz, Vanillemark, Vanilleschote und Zimtstange zur Flüssigkeit geben, ca. 15 Minuten dünsten, bis die Kirschen allmählich zerfallen (meine behielten die Form).

Vanilleschote und Zimtstange entfernen, Kirschen auf ein Sieb schütten und abtropfen lassen. Den Saft auffangen und sirupartig einkochen – das dauert etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit 1/3 der Kirschen im Thermomix pürieren. Wenn die Flüssigkeit die gewünschte Konsistenz hat, Kirschen zufügen und nochmals kurz aufkochen. Kirschwasser unterziehen.

Sofort in sterilisierte Weckgläser füllen, sterilisierte Gummis und Deckel aufsetzen und 30 Minuten bei 90° C im Dampfgarer einkochen.

Anmerkungen, Jutta: ganz hervorragend. Unbedingt dreifache Menge machen. Mindestens.

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Bei der Zubereitung des Originals war mir die Konsistenz zu flüssig, deshalb habe ich den Sud einkochen lassen. Die Textur war danach genau wie sie sein sollte, aber der Geschmack doch recht süß. Beim nächsten Mal würde ich weniger Zucker verwenden, den Schritt mit dem Einkochen der Flüssigkeit aber auf jeden Fall wiederholen.

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Wir haben zum Kirschröster eine Variation der bereits bekannten Knusperwaffeln gebacken. Variation deshalb, weil das neue Waffeleisen (Danke, Steph, das Eisen ist optimal!) ausprobiert werden sollte und mir der Teig für dieses Gerät ein wenig zu kompakt in Erinnerung war. Hat hervorragend geklappt.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Variation von der Bergischen Knusperwaffel (TM)
Kategorien: Waffel, Belgisch
Menge: 8 Waffeln

Zutaten

160 Gramm   Margarine
50 Gramm   Zucker
50 Gramm   Vanillezucker
2     Eier
200 Gramm   Mehl
200 Gramm   Self-Raising Flour
250 ml   Milch
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Silke Weber/Mara Andersen
  Das Waffelparadies
  erfasst von Petra Holzapfel

  Erfasst *RK* 10.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in den Thermomix geben und 10 Sekunden / Stufe 6 verrühren.

Das Waffeleisen für belgische Waffeln auf Mittelhitze aufheizen, schwach einfetten. Auf jede Backfläche mit dem kleinen Eisportionierer drei Kugeln setzen und knusprige, goldbraune Waffeln backen.

Dazu Amarettosahne und den genialen Kirschröster von Hans Gerlach.

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Die Kombination Waffel, Kirsche, Sahne war so gut, dass wir sehr traurig dreinschauten, weil das Glas viel zu kleine Glas so schnell leer war.

Die Kirschen kann man in unendlich vielen Variationen genießen: mit Pfannkuchen, zu Eis, mit Hefeklößen, zu Grießbrei, Milchreis, Pudding. Der Autor empfiehlt Kaiser- oder Semmelschmarren, Topfenknödel, Salzburger Nockerln und Rahmdalken, für die im Buch auch gleich noch ein Rezept mitgeliefert wird –  ach, ihr solltet einfach selber ausprobieren, wozu euch der Kirschröster schmeckt.

Ganz herzlichen Dank an die fleißigen Bienen des Gärtnerblogs für die Ausrichtung des Events.