Rokoko-Nuss-Torte (M-TM)

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Nachdem ich länger keine Torte mehr gebloggt habe (die letzte liegt immerhin fünf Tage zurück), kann ich heute nicht mehr an mich halten und präsentiere eine nette, kleine Rokoko-Nuss-Torte.

Der Biskuit ist sehr gut gelungen, obwohl ich zunächst Bedenken hatte, die Eigelbe in den Eischnee zu rühren. Normalerweise mache ich das immer umgekehrt. Geschadet hat es nicht, im Gegenteil. Die Buttercreme ist durch den hohen Puddinganteil recht weich. Zusammen mit den Nüssen, die eine gewisse Knusprigkeit ins Spiel bringen, entsteht eine interessante Konsistenz, die mir gut gefallen hat.

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Wie meist bei Gebäck üblich, ist auch dieses Exemplar kein Fall für Hungerhaken. Jedes Stück schlägt mit gefühlten 1000 Kalorien zu Buche. Also genau das Richtige für uns, oder?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rokoko-Nuss-Torte (M-TM)
Kategorien: Torte, Buttercreme, Walnüsse, Haselnüsse, Biskuit
Menge: 14 bis 16 Stücke

Zutaten

H BISKUIT
4 Eier (M)
150 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillin-Zucker
100 Gramm Mehl
50 Gramm Speisestärke
9 Gramm Backpulver
21 Gramm Kakao
1 Prise Salz
H BUTTERCREME
1 Pack. Vanille-Puddingpulver, zum Kochen
45 Gramm Zucker
1/2 Ltr. Milch
125 Gramm Butter, weich
50 Gramm Zucker
200 Gramm Walnusskerne
100 Gramm Haselnüsse, gemahlen
1 Prise Salz
H GUSS
100 Gramm Vollmilch-Kuvertüre
100 Gramm Halbbitter-Kuvertüre
20 Gramm Palmin

Quelle

kochen & genießen
"Torten-Hits"
ISBN: 978-3-8118-1770-8
Erfasst *RK* 13.11.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

20 Walnusshälften für die Dekoration zur Seite legen. Restliche Walnüsse und Haselnüsse im Thermomix (TM) 10 Sekunden/Stufe 6 zerkleinern. Umfüllen.

Manzfred auf 150° C vorheizen.

Eine Springform (Durchmesser 26 cm) am Boden mit Backpapier auslegen.

Eier trennen. Eiweiß, Salz und 5 EL Wasser steif schlagen, dabei 150 g Zucker einrieseln lassen. Eigelbe einzeln darunter schlagen. Mehl, Stärke, Backpulver und Kakao darauf sieben, unterheben. In die Form streichen und 30 Minuten backen. Auskühlen.

Für die Buttercreme Puddingpulver, 45 g Zucker, Salz und Milch in den TM geben. 100°/10 Minuten/Stufe 3 kochen. In eine Schüssel geben, Frischhaltefolie auflegen, auskühlen lassen.

Butter und 50 g Zucker cremig rühren. Zuerst den Pudding esslöffelweise unterrühren, dann alle gemahlenen Nüsse.

Biskuit 2 x waagerecht durchschneiden. Tortenring um den Biskuitboden legen. Hälfte Creme auf den 1. Boden streichen, 2. Boden darauf legen. Rest Creme darauf steichen, 3. Boden auflegen. Torte ca. 2 Stunden kalt stellen.

Gesamte Kuvertüre hacken, Palmin zufügen und im TM ca. 5 Min./37° C schmelzen. Abkühlen. Nochmals kurz durchrühren, dann Torte damit überziehen, 14 Tortenstücke mit einem Tortenteiler markieren, mit den Walnüssen dekorieren und mindestens 1,5 Stunden kalt stellen.

Anmerkungen, Jutta: Buttercreme recht weich, aber nicht unangenehm. Nüsse geben knackigen Touch. Ziemlich mächtig und süß. Biskuit sehr gut gelungen, schön weich und fluffig. Walnüsse für die Deko eventuell karamellisieren.

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Kein Manzfred und kein Thermomix? Dann hier entlang:

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Marzipanhasser, nicht weiterlesen: Mailänder Makronentorte (M-TM)

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Diese Torte ist wirklich übelkeiterregend. Zumindest für diese bedauernswerten Zeitgenossen, welche Marzipan verabscheuen. Der Rest der Welt kommt aber voll (boah, krass ey, Alda) auf seine Kosten. Denn es wurde  viiiiiel Marzipan verarbeitet.

Im Prinzip ist die Torte schnell hergestellt. Sie wird am Vortag gebacken, kühlt über Nacht aus, wird mit Konfitüre gefüllt und bekommt dann eine Dekoration aus zwei unterschiedlich festen Marzipanmassen. Eine zum Schmieren, eine zum Spritzen, noch ein paar Mändelchen und ein wenig Konfitüre und das war’s.

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Beim Dekorieren habe ich mich gewundert, dass die Dekomasse nicht so reichlich bemessen war wie sonst üblich. Im Nachhinein schwante mir, dass ich vergessen hatte, 100 g Zucker ins Marzipan-Ei-Gemisch zu rühren. Das hat dem Geschmack aber nicht geschadet. Ich glaube, ich vergesse das jetzt immer.

Also, bitte nicht abschrecken lassen, schwer herzustellen ist die Torte nicht. Aber total lecker sehr fein.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mailänder Makronentorte (M-TM)
Kategorien: Marzipan, Biskuit, Konfitüre
Menge: 1 Torte von 26 cm Durchmesser

Zutaten

H FÜR DIE TORTE
6 Eigelbe
3 Essl. Wasser, warm
120 Gramm Zucker
1/2 Zitrone, die abgeriebene Schale
4 Eiweiße
80 Gramm Mehl
20 Gramm Speisestärke
1 Messersp. Backpulver
1 Prise Salz
100 Gramm Mandeln, abgezogen, gemahlen
270 Gramm Himbeerkonfitüre ("Samt" von Schwartau)
H FÜR DIE VERZIERUNG
400 Gramm Marzipanrohmasse
100 Gramm Zucker (ich glaube, den habe ich vergessen…)
5 Eigelbe
1 Essl. Rum
1 Eiweiß
1 Prise Salz
100 Gramm Johannisbeergelee
80 Gramm Mandelblättchen, geröstet

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: "Backvergnügen wie noch nie"
GU – ISBN: 3-7742-5224-6
Erfasst *RK* 07.11.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Den Boden einer Springform mit Margarine ausstreichen. Manzfred auf 180° C vorheizen.

Die Eigelbe mit dem Wasser, einem DRITTEL des Zuckers, dem Salz und der Zitronenschale gut schaumig rühren. Die Eiweiße steif schlagen und während des Schlagens den restlichen Zucker einrieseln lassen. Das Mehl mit der Speisestärke über die Eigelbmasse sieben und mit den Mandeln und 1/3 Eischnee unter den Teig ziehen. Restlichen Eischnee vorsichtig unter die Masse heben. Den Mandel-Biskuitteig in die Springform füllen, glattstreichen und 35 Minuten backen. Nach 10 Minuten den Ofen auf 160° C herunterschalten.

Die Torte über Nacht ruhen lassen und am nächsten Tag zweimal quer durchschneiden. Die beiden unteren Tortenböden mit der Himbeerkonfitüre bestreichen und alle drei Böden aufeinandersetzen. Die Marzipanrohmasse mit dem Zucker, den Eigelben, dem Salz und dem Zucker im Thermomix 10 Sekunden, Stufe 8 verrühren. Die Hälfte der Marzipanmasse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle (7mm) füllen, die andere Hälfte mit dem Eiweiß verrühren. Mit dieser dünneren Marzipanmasse die Torte rundherum bestreichen. Die Marzipanmasse im Spritzbeutel auf die Oberfläche der Torte in Blütenform spritzen.

Den Backofen auf 250° C vorheizen und die Torte backen, bis die Marzipanmasse leicht zu bräunen beginnt. Das Johannisbeergelee unter Rühren erhitzen und den Rand dünn damit bestreichen. Auf das Gelee die Mandelblättchen streuen. Die Zwischenräume der aufgespritzten Makronenblüte auf der Oberfläche mit Johannisbeergelee ausfüllen.

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Wer keinen Manzfred bzw. Thermomix besitzt, findet hier das Orgininalrezept:

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Ich will Kitsch und Action: Schnuppschnüss bastelt sich ’ne Barbie

Ich will  was Süßes, was Spannendes und was zum Spielen!

Gestern war ich bis nachmittags im Opel-Zoo (als Besucher, bitteschön und Fotos gibt es auch demnächst), heute stand die Einladung zur Geburtstagsparty meiner Lieblingsnachbarin L. (endlich 8!) ab 15.00 Uhr an und irgendwie fehlte mir die Lust, in der Zwischenzeit Unsinn anzustellen.

Nach längerem Überlegen hatte ich eine tolle Idee: Ich bastel mir ’ne Barbie – ’ne tolle Barbie, mit pinkem Kleidchen, mit Blüten drauf und Marzipan und Kuchen, ’nem Lolli-Weingummi-Versteck und überhaupt. Was Süßes, was Spannendes und was zum Spielen – juhu.

Das Unterteil der Barbie, wie süß, wurde nach diesem Rezept hergestellt:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zebrakuchen (M)
Kategorien: Rührkuchen, Zebrakuchen, Motivtorte
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

5 Eigelb
250 Gramm Zucker
1/2 Teel. Salz
1 Pack. Vanillin-Zucker
1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma
125 ml Wasser, lauwarm
250 ml Speiseöl
375 Gramm Weizenmehl
1 Pack. Backpulver
5 Eiweiß
2 Essl. Kakao

Quelle

Dr. Oetker "Modetorten"
ISBN: 978-3-7670-0383-x
Erfasst *RK* 02.08.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° vorheizen.

Eigelb, Zucker und Vanillinzucker in der Küchemaschine schaumig rühren. Butter-Vanille-Aroma, Wasser und Öl unterrühren.

Mehl und Backpulver mischen, sieben und mit dem Schneebesen vorsichtig unterziehen. Eiweiß mit Salz steifschlagen und ebenfalls unterziehen. Teig teilen und eine Hälfte mit Kakao vermischen.

Zunächst 2 Esslöffel des hellen Teiges in die Mitte einer Springform (Durchmesser 26 cm, Boden gefettet, mit Semmelbröseln bestreut) geben (nicht verteilen). Auf den hellen Teig 2 Esslöffel vom dunklen Teig geben (nicht daneben).

Den Vorgang wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Dabei nicht glattstreichen.

Backen 50-60 Minuten. Stäbchenprobe!

Backen konventionell: Ober- und Unterhitze, 180° vorgeheizt; Heißluft 160°, nicht vorgeheizt; Gas: Stufe 2-3, nicht vorgeheizt.

Nach Geschmack mit Zuckerguss oder Schokolade beziehen.

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und damit es für die Nachbackenden ebenfalls spannend und intellektuell anregend wird, habe ich das Rezept in der 1 4/10-fachen (Ein-Vier-Zehntel-fachen – wahlweise Ein-Zwei-Fünftel-fachen) Menge hergestellt. Das ergab einen großen Guglhupf mit Loch und vier kleine Guglhüpferl ohne Loch.

Den Teig habe ich esslöffelweise abwechselnd in die Guglhupfform gefüllt, immer im Kreis, hell, dunkel, hell, dunkel, hell, dunkel, hell… gähn!

Nach dem Backen sah das so aus

Barbie_unterteil_gro

und durfte über Nacht ruhen .

Heute ging es dann munter ans Verzieren und Spannung aufbauen:

Schon Tage vorher hatte ich, einer Vorahnung folgend, Blümchen aus gefärbtem Fondant hergestellt

Fondantblmchen_fr_barbietorte

und eine runde Platte mit Fondant überzogen

Bodenplatte_mit_fondant_bezogen

Heute dann: Eine Aluplatte wird mit einer kleineren Platte belegt – sie dient dazu, den Boden des Kamins zu verschließen.

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Der Kuchen wird also auf die beiden Platten gesetzt und mit einem Kranz Buttercreme

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buttercream
Kategorien: Motivtorte, Buttercreme, Füllung
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200 Gramm Butter, weich
1 Prise Salz
1 Essl. Wasser, heiß
300 Gramm Puderzucker, gesiebt

Quelle

Jane Asher "Cakes for Fun"
ISBN:978-0-7432-7572-1
Erfasst *RK* 02.08.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Butter, Salz und Wasser in die Küchemaschine geben und gut verrühren. Dann Puderzucker in kleinen Portionen nach und nach zufügen. Solange schlagen, bis eine leichte und cremige Masse entstanden ist. In einem luftdichten Gefäß bis zum Gebrauch aufbewahren.

VARIATIONEN:

Vanillebuttercream: 1 TL Vanilleessenz zufügen.

Zitronenbuttercream: statt des Wassers 1 – 1,5 EL Zitronensaft zufügen.

Schokoladenbuttercream: 150 g geschmolzene, dunkle Schokolade zufügen.

Mokkabuttercream: 2-3 EL Instantkaffee in dem heißen Wasser auflösen.

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befestigt. Hinein kommen Süßigkeiten, die erst beim Anschneiden des Kuchens sichtbar werden – Überraschung! 

Barbie_unterteil_gefllt_mit_sigkeit

Ein Guglhüpferl wird ebenfalls per Buttercreme-Klebe auf dem unteren Kuchen abgesetzt.

Barbie_groer_und_kleiner_guglhupf_2

Die größere Stufe kann man mit Stücken eines zweiten Guglhüpferls und Buttercreme als Haftcreme ausgleichen, mit Buttercreme beziehen und glätten.

Barbie_stufe_nivelliert

Dann alles ab in den Kühlschrank und die Creme anziehen lassen.

In der Zwischenzeit kann man Marzipan in ausreichender Menge (hier 600 g) mit Puderzucker und Farbpaste nach Wahl verkneten und auf Puderzucker ausrollen.

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Den Kuchenturm mit der Marzipandecke beziehen und Falten wie bei einem Rock drapieren. Ein Barbie-Oberteil mit Spieß statt Beinen wird mit Marzipanbluse eingekleidet, mit Fondantblümchen eine Knopfleiste angedeutet, ins Guglhüpfchen gesteckt und auf die Fondantplatte gestellt. Na gut, so richtig spielen kann man damit ja nicht, dafür darf man sich bei der Deko austoben:

Barbie_marzipandecke_und_krper

Puderzuckerreste mit einem leicht feuchten Pinsel abtupfen. Volants herstellen aus Resten von gefärbtem Marzipan:

Barbie_volant_fr_rock

Barbie_volant_fr_rock1

Die Volants um die Taille der schlanken Dame legen und geschickt drapieren. Perlen zwischen Taille und Volant mit Rosenwasser befestigen. Hals- und Armausschnitte mit Goldpuder bestäuben.

Barbie_oberkrper_detail

Rock mit Fondantblümchen bekleben

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die Fondantplatte mit Schokoplättchen belegen

Barbie_detail_rock_schokoplttchen

Nochmal drüber gucken, OK geben und…..

FERTIG!!!

Barbie_fertig

Langweilig war mir nicht mehr, zum Spielen hatte ich auch keine Lust. Da habe ich die Torte der Lieblingsnachbarin L. zum Geburtstag geschenkt.

Teil 7: Impressionen eines rauschenden Festes – Die Torte wird geschlachtet

Wer die Trilogie in sieben Teilen von Anfang an lesen möchte, klickt bitte hier: Teil 1 – Wie alles begann!

Ja, meine Lieben, auch das gehört zum Tortenbacken dazu:

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Und es hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Im Gegenteil! Ich habe mich gefreut, dass kräfig zugelangt wurde.

Gh_torte_geschlachtet_noch_gestapel

Da aber noch andere Torten angeboten wurden, unter anderem Susannes Käse-Sahne-Prunkstück, von dem bereits an anderer Stelle die Rede war und die tolle Erdbeertorte, die meine Mutter so herrlich hinbekommt,

Gh_kuchenbffet

weil also noch andere Torten im Rennen waren, ist doch noch viel übrig geblieben. Die Reste ruhen in der Tiefkühltruhe und warten darauf, dass sie aus ihrem Winterschlaf erlöst werden.

Nach der Gebäck-Präsentation, die von Seiten des Goldpaares so aufgenommen wurde

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stand die Kuchenschaffende ratlosen Gästen zur Seite, denen sich das zeitgenössische Werk nicht sofort erschloss. Hier wurde interpretatorisch Hilfestellung geleistet, um tiefes Verständnis für die Arbeit zu wecken und um einen leichteren Zugang zum Oeuvre zu ermöglichen.

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Wir hatten einen wunderschönen Tag. 53 Menschen in Feierlaune waren versammelt und es wurde(n):

VERSIERT MUSIZIERT

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TIRILIERT

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REDEN

Gh_ina_und_rede

UND REDEN

Gh_pa_und_rede

UND REDEN

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UND HÄNDCHEN GEHALTENGh_hndchen_halten_ma_und_pa

NICHT NUR TÖRTCHEN, SONDERN AUCH BLÜMCHEN ÜBERREICHT:

VORHER:

Gh_rosenstrau_vorher

NACHHER:

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Gh_50_rote_rosen_detail

GESCHENKE AN DEN MANN UND DIE FRAU GEBRACHTGh_geschenk_patrick_2 

Gh_geschenke_nina_und_tim

Gh_geschenk_an_mamas_busen

GEGESSEN

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GETRUNKEN

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EIN WENIG GEWEINT

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Gh_papa_weint

GANZ VIEL GELACHT

Gh_lachen

Gh_pa_in_action

UND SICH VERSTECKT

Gh_tim_versteckt_sich

WELCH EIN SCHÖNER TAG!

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Teil 6: Dreistöckige Hochzeitstorte zur Goldhochzeit meiner Eltern – dekorieren, transportieren, stapeln – Die Torte ist fertig!!!

26.06.2008 – Donnerstag:

Morgens machte ich mich auf den Weg nach Mönchengladbach. Der Wagen (ein Kombi!) platzte aus allen Nähten. Ich hatte fast den gesamten Küchenbedarf eingepackt (leider nicht die Kenwood-Küchenmaschine, weil im April der Ballonbesen brach und der Laden, in dem wir das Gerät gekauft haben, nicht in der Lage war, innerhalb von zwei Monaten Ersatz zu liefern, obwohl das Kuchenprojekt bekannt war – unglaublich ärgerlich!!!), die KitchenAid, die Rosen, ein Fondantbild meiner Eltern nach diesem Foto

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und natürlich – die Torten

Kuchenturm_goldhochzeit

An diesem Donnerstag wurden alle benötigten Materialien im Keller von Schwester Susanne und Schwager Jörg deponiert

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und ich ging erst mal auf Rutsch: Freundin Resi wurde besucht, das Hotelzimmer bezogen und dann Susannes 40. Geburtstag gemütlich gefeiert, für den ich KEINE Torte gebacken habe. Am nächsten Tag begann die ganz heiße Phase.

27.06.2008 – Freitag

Als ich morgens um 10.00 Uhr bei meiner Schwester eintrudelte, die mir ihre Küche zur Verfügung stellte, war ich noch der Ansicht, dass ich spätestens nachmittags drei Kreuzzeichen über der Torte machen kann, um sie abzusegnen. 14 Stunden später wusste ich, dass diese Ansicht als irrig bezeichnet werden konnte.

Zunächst wurden die drei Torten mit einer dünnen Schicht Buttercreme-Icing bezogen. Einerseits, um Krümel zu binden, andererseits, um die Oberfläche ein wenig zu glätten. Nach circa einer halben Stunde im Kühlschrank war die Butter-Zucker-Masse fest. Nun kam eine zweite, dickere Schicht Icing auf die Torte, um ein möglichst glattes Niveau herzustellen, auf dem die Fondantplatte liegen sollte.

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Das Fondant habe ich nicht selbst hergestellt, sondern in der Farbe Champagner gekauft (ratet mal, wo?). Beim Verarbeiten bemerkte ich aber, dass die Masse sehr weich ist. Deshalb habe ich sie mit einem Drittel weißen Fondants verknetet. Die Farbe war nun ein wenig heller, aber das Fondant prima zu verarbeiten.

Während das Fondant ein wenig antrocknete, habe ich mit einem speziellen Dekordrücker Muster in die Ränder der Torten gedrückt. Royal Icing wurde hergestellt und kleine Punkte entlang der Hilfslinien aufgespritzt.

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Diese Verzierung hat mehr als drei Stunden gedauert. Abends um 18.00 Uhr war das endlich geschafft.

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Der untere Boden wurde mit Stützen aus Plastiktrinkhalmen versehen, da er das Gewicht der beiden anderen Torten tragen musste. Dafür war es  nötig, dass der mittlere Boden auf einer möglichst dünnen, aber trotzdem stabilen Tortenplatte ruhte. Die hat mein Mann aus Windowcolorfolie zugeschnitten – perfekt für den Anlass und günstig in der Anschaffung!

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Da der Baumkuchen auf einem  Dekorteller aufsaß (den wir mit Montageband auf einer Platte mit kleinem Fuß befestigt hatten), konnte dieser schon komplett dekoriert werden. Um den unteren Rand der Torte habe ich noch kleine perlmuttfarbene Zuckerperlen geklebt. Irgendwann habe ich gedacht, dass jemand die Perlen immer wieder wegnimmt, weil es einfach kein Ende nahm. Im übrigen hätte ich mir diese Arbeit auch sparen können, weil sie nach dem Aufkleben der Blüten ohnehin nicht mehr zu sehen waren – heul!

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Nun fuhren Norbert, Schwager Jörg und ich, mittlerweile war es fast 22.00 Uhr, mit den Torten, den Rosen, Zuckerguss zum Ankleben und einem weißen Servierwagen zum Restaurant "Haus Welters" in Neu-Otzenrath, um dem Kuchen den endgültigen Schliff zu geben. Das Personal war so freundlich, uns einen separaten Raum zur Verfügung zu stellen, wo wir uns austoben konnten und wo der Kuchen, der wegen des Fondants nicht in die Kühlung durfte, bis zur Präsentation stehen konnte.

War das spannend. Wird das Stapeln klappen, wie wird die Torte endgültig verziert aussehen und wird sie bis zum nächsten Tag Form und Aussehen behalten?

Auf das Baumkuchenteil

Gh_baumkuchen_fertig_zum_stapeln

wurden die beiden anderen Etagen VORSICHTIGST aufgesetzt und die Rosen mit Royal Icing angeklebt. Bis auf das Fondantbild der Eltern, das erst kurz vor dem Servieren aufgelegt werden sollte, war die Torte nun fertig und ich war, das muss ich zugeben, ein wenig gerührt.

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Im Detail sah das dann so aus:

Ghhochzeitstorte_detail

und kurz vor dem Servieren so:

Ghhochzeitstorte_mit_foto

Ich sah ungefähr so aus:

Rheinsteig_siebengebirge_die_hllent

Präsentation, Impressionen von der Feier und den Kuchen im Anschnitt gibt es bald….

Teil 5: Dreistöckige Hochzeitstorte zur Goldhochzeit meiner Eltern: Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose…..

So, Sachertorte, Schichtkuchen und Baumkuchen hätten wir also. Nun ging es ans Verzieren.

70 Rosen sollten gefertigt werden.

Der erste Versuch wurde aus Marzipan hergestellt. Schon das Arbeiten mit der Masse gefiel mir nicht. Die Finger wurden klebrig, die Farbe war nicht schön (wie bitteschön bekommt man Marzipan champagnerfarben?), die Blätter waren recht dick und irgendwie konnte ich mich mit Marzipan nicht anfreunden.Dafür freute sich die Enkelin meiner Nachbarin, sie bekam Marzipanrosen geschenkt und war mächtig stolz.

Der nächste Versuch wurde mit Fondant gestartet. Schon besser! Aber die Blätter waren immer noch ziemlich dick und behielten nicht die Form, wenn ich sie dünn ausgerollt hatte.

Fondantrosen_3_arbeitsschritt 

Nach ein wenig Übung sahen die Rosen zwar besser aus, aber sie entsprachen noch noch nicht dem, was mir vorschwebte.

Fondantrosen_goldhochzeit 

In den Internetforen war von "Gum Paste" die Rede – zum Ausprobieren habe ich mir ein Paket bestellt und ich war sehr angetan von dem Produkt. Es ist essbar, lässt sich herrlich dünn ausrollen, mit den Fingern gut modellieren, es trocknet schnell und es behält die Form. Zudem lässt es sich wunderbar färben und man kann es selber herstellen (Zum verlinkten Rezept eine Anmerkung: das dort benötigte CMC ist Cellulose Gum und das ist genau das hier – gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert und ist viel günstiger in der Anschaffung als CMC).

Prima! Es ging also los.

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Vierzehn Tage lang sah die Essecke so aus….

Arbeitstisch_von_oben_goldhochzeit 

Zunächst wurden Steckschaumkissen und Holzstäbchen angeschafft. Irgendwo mussten die Rosen ja stehen und trocknen. Ausstecher für die Blätter, Pinsel, Rollhölzer usw. kamen ebenfalls zum Einsatz.

Eine Rose besteht aus 17 Einzelteilen. Zunächst wird ein Stück Gum Paste gefärbt, kugelig gerollt, dann konisch geformt und auf einen angefeuchteten Schaschlikspieß gesteckt. Auf dieses Innenteil werden später die Rosenblätter geklebt. Den Spieß steckt man in den Steckschaumkeil und lässt das ganze trocknen. Mindestens bis zum nächsten Tag:

Innenleben_rosen_goldhochzeit 

Um diesen inneren Kern wird eine Art Deckblatt geklebt. Es wird genau so hergestellt, wie die weiteren Blätter. Eine Portion Gum Paste (nicht zuviel, da die Masse schnell trocknet – Rest schnell wieder in einen Plastikbeutel oder eine gut schließende Plastikdose geben)

Gum_paste_1

wird ungefähr so weit ausgerollt, wie ein 5-Cent-Stück dick ist. Dann sticht man mit einem speziellen Ausstecher das Blatt aus.

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Mit einem Holzstäbchen wird die gebogene, breitere Seite dünn ausgerollt,

Gh_gum_paste_3_2

das untere Ende mit Wasser benetzt und dann schön rundherum um den "Rosenkern" geklebt. Wichtig ist hierbei, dass man dieses Blatt recht hoch ansetzt, damit es oben beinahe geschlossen ist.

Gh_gum_paste_rose_2_arbeitsschritt 

Das Exemplar hier ist ein wenig zu dick, aber so ungefähr sollte es sein.

Nach dem Trocknen werden in bekannter Manier drei Rosenblätter gefertigt und überlappend aufgeklebt. Nach einem weiteren Trocknungsvorgang werden fünf Blätter angebracht

Gh_gum_paste_rose_4_arbeitsschritt 

und in einem letzten Arbeitsschritt wird die Rose mit sieben Blättern bestückt und darf endgültig trocknen.

Gh_gum_paste_rose_fertig 

Eierkartons bieten eine gute Möglichkeit, die getrockneten Blüten aufzubewahren oder zu transportieren – einen Teil der 70 Blüten seht ihr hier:

Gh_gum_paste_rosenschwemme 

Nach dieser Aktion lagen meine Nerven blank. Am 26.06. fuhr ich nach Möchengladbach – bis dahin mussten alle Vorbereitungen abgeschlossen sein. Am 25.06.2008, mittwochs, beim Deutschlandspiel, saßen Norbert und ich bis tief in die Nacht und fertigten Rosen, Rosen, Rosen – ganz geschafft haben wir es nicht, alle Blüten mit sieben Blättern zu versehen. Deshalb werdet ihr bei der fertigen Torte am Rand der oberen Etage auch Blüten mit nur fünf Blättern sehen.

Fazit: die Dinger lassen sich endlos aufbewahren. Falls ihr in den nächsten 25 Jahren plant, eine Torte mit Blüten zu bestücken… fangt einfach sofort an, sie herzustellen. Ich jedenfalls werde so schnell keine mehr machen, obwohl ich meine Fertigkeiten mittlerweile stark verbessert habe:

Kletterrose_rosarium_uetersen

Bald haben wir es also geschafft. Die Torte muss noch dekoriert und gestapelt werden, dann wird sie präsentiert… bald!!!!

PS: kleiner Scherz, hihihi. Die schöne Rose stammt aus unserem Garten und ist die Kletterrose Rosarium Uetersen.

Fortsetzung: Teil 6 

Teil 4: Dreistöckige Torte zur Goldhochzeit meiner Eltern – BAUMKUCHEN (M/TM) – unterer Boden

Den Baumkuchen habe ich, wie alle anderen Kuchen auch, vor dem Fest sicherheitshalber einmal zur Probe gebacken. Er sollte die untere, größte Etage des Kuchens repräsentieren. Die drei Etagen sollten 35 cm, 25 cm und 15 cm im Durchmesser sein.

Baumkuchen_anschnitt 

An ’nem schönen, blauen  Sonntag lag kein toter Mann am Strand, sondern ich lag abends gramgebeugt, aber auch dekorativ hingeflossen, über der Arbeitsplatte in der Küche mit der miesesten Laune aller Zeiten und ich hätte den Kuchen am liebsten aus dem Fenster geworfen – nachdem ich FÜNF Stunden Baumkuchen vorbereitet, gebacken und gefüllt hatte. Norbert, der sensiblere von uns beiden, fiel einfach in Ohnmacht:

Norbert_traumhaft 

Das Schärfste (und ich danke meinem Schicksal hiermit ausdrücklich):

Ich hatte mich mit der Form vertan und die im Durchmesser 30 cm große gegriffen. Wo wäre das geendet, wenn ich die richtige Form genommen hätte? Das Rezept muss zweimal zubereitet werden – welche Küchenmaschine verarbeitet schon 24 Eier auf einen Streich?

Eier 

Bei der 35er Form hätte ich das Rezept bestimmt dreimal machen müssen… uff!

Also wurde die endgültige Torte ein wenig kleiner als geplant: in einer Größe von 30 cm, 25 cm und 20 cm im Durchmesser wurden die Etagen gebacken.

Der Baumkuchen sieht wirklich toll aus, wenn man ihn anschneidet. Je dünner die Schichten, desto edler. Aber diese Arbeit…

Baumkuchen_stck_2 

Seltsamerweise hat das zweite Backen für die endgültige Torte dann nicht mehr so lange gedauert. Drei Stunden mit Vor- und Nachbereitungen haben mich mit dem Leckerchen versöhnt.

Von der Konsistenz her könnte man ihn, wie bei Baumkuchen üblich, als ein wenig trocken bezeichnen. Da hilft es, wenn man darauf achtet, dass die Torte beim Verzehr Zimmertemperatur hat. Aber geschmacklich ist der Kuchen hervorragend und er lässt sich tagelang gekühlt aufbewahren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dreistöckige Torte zur Goldhochzeit – Baumkuchen (M/TM)
Kategorien: Torte, Goldhochzeit, Baum-, Schichtkuchen, Sachertorte
Menge: 100 Kleine Portionen à 2,5 x 5 cm

Zutaten

H ACHTUNG
Das Rezept für den Teig zweimal nacheinander
Zubereiten und backen
H UNTERER BODEN – TEIG
2 Biozitronen
280 Gramm Butter, weich
70 Gramm Grand Marnier
1 Pack. Bourbon-Vanille-Zucker
12 Eigelb (Größe L)
12 Eiweiß (Größe L)
1 Prise Salz
260 Gramm Feiner Zucker
140 Gramm Weizenmehl
140 Gramm Speisestärke
H FÜLLUNG
1 Glas Johannisbeergelee mit Vanille
200 Gramm Marzipanrohmasse
45 Gramm Amaretto-Likör
1 Prise Salz
H BUTTERCREME-ICING
125 Gramm Butter, weich
1-2 Essl. Milch oder Wasser
375 Gramm Puderzucker
1 Prise Salz
Aroma nach Geschmack
H FONDANTÜBERZUG
800 Gramm Fondant; ca.
Farbe nach Belieben
Bäckerstärke oder Puderzucker zum Ausrollen

Quelle

Rezept modifiziert.
"Dr. Oetker – Hochzeitstorten"
ISBN: 978-3-7670-1007-9
Erfasst *RK* 01.07.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Die oben angegebene Zutatenmenge entspricht einem von zwei Baumkuchenböden. Bitte für den Einkauf die Mengenangaben verdoppeln!

Eine Backform von 30 cm/12 inches Durchmesser mit Backtrennspray aussprühen.

Die Zitronen heiß abspülen und trocken tupfen. Zitronenschale abreiben. In der Küchenmaschine Butter schaumig rühren, Eigelb nach und nach unterrühren, Zitronenschale, Likör, Vanille-Zucker zufügen und schaumig schlagen.

Eiweiß, Salz und Zucker in 4 Minuten steif schlagen. Mehl und Speisestärke mischen.

Ein Drittel Eischnee mit dem Mehlgemisch unter die Buttermischung rühren. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit einem Teigschaber vorsichtig alle Zutaten unterheben. Backofengrill vorheizen.

Jeweils ca. 90-100 g Teig in die Backform füllen und unter den Backofengrill (270°) schieben. In etwa 2 Minuten braun backen.

Den Teig Schicht um Schicht auf den heißen, gebackenen Kuchen streichen und backen, bis der Teig verbraucht ist. Bei jeder neuen Schicht die Backform um ein Viertel im Uhrzeigersinn drehen, damit die Böden gleichmäßig bräunen. Wenn der Teig verbraucht ist, Baumkuchen aus der Form holen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Das gleiche Vorgehen nochmals wiederholen.

Marzipan, Salz und Likör im Thermomix sämig rühren. Einen Boden dünn mit erhitztem Johannisbeergelee und mit der Marzipanmasse bestreichen. Böden aufeinander setzen, den oberen Rand des Kuchens ein wenig "abrunden" (Messer im 45°-Winkel halten und immer am Rand entlang ein wenig vom Kuchen abschneiden), damit später das Fondant nicht bricht. In eine gut schließende Tortenform geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Am nächsten Tag aus den Zutaten für das Icing eine Buttercreme herstellen. Die Butter schaumig schlagen, den gesiebten Puderzucker und die Flüssigkeit zufügen und so lange schlagen, bis eine streichfähige, nicht zu weiche Masse entstanden ist. Den Kuchen damit so bestreichen, dass er eine möglichst glatte Oberfläche bekommt. Eventuell Kuchen erst dünn einstreichen, um Krümel zu binden, in den Kühlschrank stellen, bis das Icing fest ist und dann endgültig mit Icing beziehen.

Fondant nach Belieben färben und auf ca. 3 mm Dicke ausrollen. Das geht am besten mit einer Silikonrolle. Vorher den Durchmesser des Kuchens und 2 mal die Höhe addieren, um den Durchmesser der Fondantplatte zu ermitteln (Durchmesser des Kuchens: 30 cm; Höhe des Kuchens: 7 cm; Durchmesser der Fondantplatte: 30 + 2×7 = 44 cm). Während des Ausrollens die Fondantplatte immer wieder anheben, um eine viertel Drehung bewegen und darauf achten, dass genügend Bäckerstärke oder Puderzucker darunter liegt.

Fondantplatte um die Silikonrolle wickeln, so zum Kuchen transportieren und über dem Kuchen abrollen. Darauf achten, dass die Fondantscheibe den Kuchen ganz umschließt. Korrigieren, indem man die Platte vorsichtig anhebt (Ringe ausziehen!!) und richtig positioniert. Vorsichtig das Fondant glätten und mit einem Pizzaschneider am unteren Rand entlang abschneiden.

Kuchen nochmals glätten (eventuell mit einem speziellen Glätter für Fondant) und dann 12 Stunden bei Zimmertemperatur antrocknen lassen.

FERTIGSTELLEN:

Wenn alle Kuchen gebacken und getrocknet sind, zum Stapeln in den unteren Boden Holzstäbchen oder nicht flexible Trinkhalme stecken, die bis zum oberen Rand des Kuchens reichen, damit das Gewicht des aufliegenden Kuchens besser gehalten werden kann. Dazu ist es nötig, dass der mittlere Boden auf einem Tortenteller aufliegen. Den kann man sich günstig aus Windowcolor- oder Mobilefolie zuschneiden.

Marzipan-, Gum Paste- oder Fondantrosen herstellen, um den Kuchen zu verzieren. Ich habe Rosen aus Gum Paste hergestellt. Hier sind aber der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt. Die Rosen kann man schon Tage zuvor herstellen, die Fondant- und Gum Paste-Rosen sind in getrocknetem Zustand unbegrenzt haltbar. Allerdings sind sie zwar essbar, aber sie schmecken einfach nur süß und stauben vor Trockenheit. Marzipanrosen werden zwar etwas trocken, aber man kann sie noch verzehren und auch das Schneiden des Kuchens ist einfacher. Die Gum Paste Rosen musste ich vom Kuchen heben, um ihn schneiden zu können.

Viel Zeit für die Herstellung einplanen! Meine Rosen bestanden aus 17 Einzelteilen und ich habe mich bei der Herstellung der 70 Rosen schwer mit der Zeit verschätzt. Am besten fängt man sofort an zu basteln, sobald man weiß, dass eine Torte mit Rosen hergestellt werden soll. Beranbaum rät in ihrer Cake-Bible, mit der Herstellung der Rosen zu beginnen, wenn man die Verlobung verkündet – ich weiß jetzt, was sie damit gemeint hat.

ANMERKUNGEN: Kuchen, der mit Fondant bezogen ist, keinesfalls in den Kühlschrank stellen. Der Zucker zieht Feuchtigkeit an und das Fondant verliert die Form.

Der Überzug aus Icing und Fondant ist unheimlich süß und knirscht zwischen den Zähnen. Wer das nicht mag, sollte eventuell einen anderen Überzug verwenden. Allerdings sieht Fondant einfach toll aus und man kann die Oberfläche schön glatt gestalten.

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Fortsetzung: Teil 5

Teil 3: Dreistöckige Hochzeitstorte zur Goldhochzeit meiner Eltern – SCHICHTKUCHEN (M/TM)- mittlere Etage

Der Schichtkuchen hat mir persönlich am besten geschmeckt. Bei der Zubereitung benötigt er etwas Zeit, er muss mindestens einen Tag im Voraus gebacken und gefüllt werden. Er kann aber auch ein paar Tage vor dem Servieren zubereitet werden, wie praktisch!

Schichtkuchen_stck

Der Kuchen ist saftig, die Füllung schmeckt wunderbar und er hat die Sachertorte ohne Murren und Knurren getragen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dreistöckige Torte zur Goldhochzeit – Schichtkuchen (M/TM)
Kategorien: Torte, Goldhochzeit, Baum-, Schichtkuchen, Sachertorte
Menge: 100 Kleine Portionen à 2,5 x 5 cm (kompletter Kuchen)

Zutaten

H MITTLERER BODEN – TEIG
450 Gramm Butter, weich
450 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker
1 Pack. Vanillinzucker
9 Eier
1 Prise Salz
450 Gramm Mehl
1 1/2 Teel. Backpulver
H FÜLLUNGEN
250 Gramm Johannisbeerkonfitüre
225 Gramm Marzipanrohmasse
100 Gramm Puderzucker
4 Essl. Grand Marnier
150 Gramm Kuvertüre, halbbitter
1 1/2 Essl. Zucker
1 1/2 Bröckchen Palmin
4 1/2 Essl. Wasser
H BUTTERCREME-ICING
125 Gramm Butter, weich
1-2 Essl. Milch oder Wasser
375 Gramm Puderzucker
1 Prise Salz
Aroma nach Geschmack
H FONDANTÜBERZUG
600 Gramm Fondant; ca.
Farbe nach Belieben
Bäckerstärke oder Puderzucker zum Ausrollen

Quelle

Rezept modifiziert.
"GU – Lieblingskuchen"
ISBN: 3-7742-6073-7
Erfasst *RK* 01.07.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° vorheizen.

Eine Form mit einem Durchmesser von 25 cm/10 inches fetten und mit Mehl bestäuben.

Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zu einer sämigen Masse verrühren.

Eier einzeln unterziehen. Mehl mit Backpulver mischen, sieben und mit dem Schneebesen per Hand in zwei Etappen unterziehen.

Teig in die Form geben und 70 Minuten backen. Eventuell am Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen!

Kuchen aus der Form nehmen und erkalten lassen. Oberseite gerade schneiden und fünfmal durchschneiden, so dass sechs dünne Teigplatten entstehen.

Für die Füllungen Johannisbeergelee erhitzen.

Marzipan, Puderzucker und Grand Marnier in den TM geben, 10 Sekunden auf Stufe 6, dann im Linkslauf so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Umfüllen.

Kuvertüre 5 Sekunden, Stufe 8, schreddern. Wasser, Palmin und Zucker zufügen und 2 Minuten, 37°, Stufe 2, zu einer pastösen Masse rühren. Falls die Masse zu flüssig wird, kurz in den Kühlschrank stellen und kräftig rühren, damit eine homogene Struktur entsteht.

Marzipan auf Kuchengröße ausrollen.

Unteren Boden mit der Hälfte des Gelees bestreichen. Zweiten Boden auflegen und mit der Hälfte der Schokoladenmasse bestreichen. Den dritten Boden auflegen und mit der Marzipandecke belegen. Vierten Boden auflegen und mit der restlichen Schokoladenmasse bestreichen. Fünften Boden auflegen und mit dem restlichen Gelee bestreichen. Sechsten Boden auflegen.

Den Kuchen in Klarsichtfolie einpacken. Mit einem Holzbrett und einem Topf beschweren und bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag Tortenrand "rund" schneiden, mit Frosting überziehen, mit Fondant eindecken und trocknen lassen. Das Vorgehen entspricht dem beim Baumkuchen.

Das Icing reicht wahrscheinlich noch für die kleine Sachertorte.

FERTIGSTELLEN:

Wenn alle Kuchen gebacken und getrocknet sind, zum Stapeln in den unteren Boden Holzstäbchen oder nicht flexible Trinkhalme stecken, die bis zum oberen Rand des Kuchens reichen, damit das Gewicht des aufliegenden Kuchens besser gehalten werden kann. Dazu ist es nötig, dass der mittlere Boden auf einem Tortenteller aufliegen. Den kann man sich günstig aus Windowcolor- oder Mobilefolie zuschneiden.

Marzipan-, Gum Paste- oder Fondantrosen herstellen, um den Kuchen zu verzieren. Ich habe Rosen aus Gum Paste hergestellt. Hier sind aber der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt. Die Rosen kann man schon Tage zuvor herstellen, die Fondant- und Gum Paste-Rosen sind in getrocknetem Zustand unbegrenzt haltbar. Allerdings sind sie zwar essbar, aber sie schmecken einfach nur süß und stauben vor Trockenheit. Marzipanrosen werden zwar etwas trocken, aber man kann sie noch verzehren und auch das Schneiden des Kuchens ist einfacher. Die Gum Paste Rosen musste ich vom Kuchen heben, um ihn schneiden zu können.

Viel Zeit für die Herstellung einplanen! Meine Rosen bestanden aus 17 Einzelteilen und ich habe mich bei der Herstellung der 70 Rosen schwer mit der Zeit verschätzt. Am besten fängt man sofort an zu basteln, sobald man weiß, dass eine Torte mit Rosen hergestellt werden soll. Beranbaum rät in ihrer Cake-Bible, mit der Herstellung der Rosen zu beginnen, wenn man die Verlobung verkündet – ich weiß jetzt, was sie damit gemeint hat.

ANMERKUNGEN: Kuchen, der mit Fondant bezogen ist, keinesfalls in den Kühlschrank stellen. Der Zucker zieht Feuchtigkeit an und das Fondant verliert die Form.

Der Überzug aus Icing und Fonant ist unheimlich süß und knirscht zwischen den Zähnen. Wer das nicht mag, sollte eventuell einen anderen Überzug verwenden. Allerdings sieht Fondant einfach toll aus und man kann die Oberfläche schön glatt gestalten.

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Fortsetzung: Teil 4

ORIGINALREZEPT OHNE THERMOMIX, MANZFRED UND DOPPELTEN BODEN:

„Teil 3: Dreistöckige Hochzeitstorte zur Goldhochzeit meiner Eltern – SCHICHTKUCHEN (M/TM)- mittlere Etage“ weiterlesen

Teil 2: Dreistöckige Hochzeitstorte zur Goldhochzeit meiner Eltern – SACHERTORTE (M/TM) – obere Etage

Nachdem klar war, dass die Torte aufeinander gestapelt präsentiert werden soll, musste Kuchen gefunden werden, der das Gewicht aushält. Buttercremefüllung fiel also schon mal flach.

Zunächst war geplant, unten Baumkuchen, Mitte Amarena-Kirsch-Kuchen und oben Schichtkuchen anzubieten. Der Amarena-Kirsch-Kuchen war aber recht trocken (wahrscheinlich habe ich zu wenig Sirup verwendet).

Amarenakirschkuchen_anschnitt_2

Er schmeckte gut, aber für diesen Anlass schien er mir nicht geeignet. Also wanderte der Schichtkuchen von oben in die Mitte und als kleinsten Kuchen buk ich eine

SACHERTORTE

Sachertorte kannte ich aus Wien. Trockenes Zeug, das mir überhaupt nicht geschmeckt hat, als ich es probiert habe. Im Chefkoch-Forum wurde aber eine Sachertorte gepriesen, die viel besser schmecken soll als das Original. Die habe ich gebacken und ich kann nur zustimmen.

Sachertorte_stck

Wenn man vor lauter Bewunderung irgendwann zum Essen kommt, schmeckt sie herrlich saftig und einfach nach mehr. Sie kann ein paar Tage im Voraus gebacken werden, man kann sie einfrieren und sie ist wirklich empfehlenswert. Die Teigmenge reicht genau für eine Backform von 20 cm Durchmesser und die Zubereitung ist kinderleicht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dreistöckige Torte zur Goldhochzeit – Sachertorte (M/TM)
Kategorien: Torte, Goldhochzeit, Baum-, Schichtkuchen, Sachertorte
Menge: 100 Kleine Portionen à 2,5 x 5 cm (kompletter Kuchen)

Zutaten

H OBERER BODEN – TEIG
125 Gramm Schokolade (70% Kakaoanteil)
120 Gramm Margarine
6 Eigelb
100 Gramm Puderzucker
6 Eiweiß
80 Gramm Zucker
80 Gramm Mehl, Type 405
40 Gramm Maisstärke
H FÜR DIE FÜLLUNG
Johannisbeermarmelade
Rum
H ICING
Rest vom Schichtkuchen
H FONDANTÜBERZUG
400 Gramm Fondant; ca.
Farbe nach Belieben
Bäckerstärke oder Puderzucker zum Ausrollen

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Chefkoch-User "sandra-vienna"
http://www.chefkoch.de/rezepte/184631079424979/
Sachertorte.html
Erfasst *RK* 01.07.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° vorheizen.

Eine Form mit einem Durchmesser von 20 cm/8 inches fetten und mit Mehl bestäuben.

Schokolade und Margarine im TM, 37°, 15 Minuten, Stufe 1, schmelzen lassen.

Eidotter und Puderzucker schaumig rühren und das Schokolade- Margarine-Gemisch langsam dazugeben.

In einer anderen Schüssel Eiklar und Kristallzucker schaumig schlagen. Mehl und Maisstärke vermischen und abwechselnd mit dem Eischnee unter die Dotter-Schoko-Masse heben.

45 Minuten backen – Stäbchenprobe nicht vergessen.

Die Torte nach dem Abkühlen zweimal durchschneiden und mit Marmelade füllen. Diese vorher leicht anwärmen, glattrühren und ein bisschen Rum zufügen. Über Nacht in einem geeigneten Behältnis im Kühlschrank aufbewahren.

Am nächsten Tag Tortenrand "rund" schneiden, mit Frosting überziehen, mit Fondant eindecken und trocknen lassen. Das Vorgehen entspricht dem beim Baumkuchen.

Das Icing ist wahrscheinlich der Rest von den anderen Torten.

FERTIGSTELLEN:

Wenn alle Kuchen gebacken und getrocknet sind, zum Stapeln in den unteren Boden Holzstäbchen oder nicht flexible Trinkhalme stecken, damit das Gewicht des aufliegenden Kuchens besser gehalten werden kann. Dazu ist es nötig, dass der mittlere Boden auf einem Tortenteller aufliegen. Den kann man sich günstig aus Windowcolor- oder Mobilefolie zuschneiden.

Marzipan-, Gum Paste- oder Fondantrosen herstellen (oder den Kuchen komplett anders gestalten), um den Kuchen zu verzieren. Ich habe Rosen aus Gum Paste hergestellt. Hier sind aber der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt. Die Rosen kann man schon Tage zuvor herstellen, die Fondantrosen sind in getrocknetem Zustand unbegrenzt haltbar. Allerdings sind sie zwar essbar, aber sie schmecken einfach nur süß und stauben vor Trockenheit. Marzipanrosen werden zwar etwas trocken, aber man kann sie noch verzehren und auch das Schneiden des Kuchens ist einfacher. Die Gum Paste Rosen musste ich vom Kuchen heben, um ihn schneiden zu können.

ANMERKUNGEN: Kuchen, der mit Fondant bezogen ist, keinesfalls in den Kühlschrank stellen. Der Zucker zieht Feuchtigkeit an und das Fondant verliert die Form.

Der Überzug aus Icing und Fonant ist unheimlich süß und knirscht zwischen den Zähnen. Wer das nicht mag, sollte eventuell einen anderen Überzug verwenden. Allerdings sieht Fondant einfach toll aus und man kann die Oberfläche schön glatt gestalten.

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Fortsetzung: Teil 3

TEIL 1: Dreistöckige Hochzeitstorte zur Goldhochzeit meiner Eltern – Wie alles begann

Meine beiden Schwestern Ina (hinten) und Susanne (vorne) und ich (Mitte)

Ghina_susanne_und_ich 

hatten beschlossen, einen Tag nach meinem Geburtstag eine Zusammenkunft in der Nähe von Mönchengladbach einzuberufen, um über die Goldhochzeit unserer Eltern zu beratschlagen.

"Was machen wir, was bereiten wir vor, was schenken wir, wer macht was?"

Abgeholt wurde  ich von meinem Schwager mit einer geschmückten Limousine – es soll Menschen geben (zu denen ich mich seit diesen Ereignissen ebenfalls zähle), die ein unterirdisch ausgeprägtes Schamgefühl haben. Wer bisher mit dem Wort "Fremdschämen" nichts anfangen konnte:

Ghje_oller_je_doller 

Ich finde, Locken kleiden mich ungemein und passen hervorragend zu meinem Hutgesicht.

Scherz beiseite: Zum Tragen des Hutes wurde ich genötigt und auf den Fähnchen steht unter anderem:  "Isch hab: Rücken, Kreislauf, Kopp, Knie, Herz und Schnappatmung."

Nun ja. Meine Schwester Susanne hatte auch Kuchen gebacken. Der 48. Versuch dieser Torte war dann endlich gelungen und wurde freudestrahlend präsentiert:

Ghsusannes_48_versuch 

Es lohnt sich wirklich, ab und an einmal etwas Neues zu probieren. Susanne ist eigentlich für ihren Käse-Sahne-Kuchen berühmt, den sie stets gemeinsam herstellt mit der Koryphäe auf dem Gebiet des Backens, Herrn Dr. Oetker. Aber obiges Exemplar war nach der unerschütterlich durchgezogenen, langwierigen Versuchsreihe ebenfalls absolut essbar.

Nach ein paar Minuten der Körperertüchtigung,

Ghgummitwist1 

aufmerksam beobachtet von meinen beiden Personal-Trainern, ging es dann munter daran, einen Ablauf für das Fest zu planen. Am Ende war es so, dass Susanne, Ina und die Anverwandten alles machten und für mich nur noch die Kleinigkeit übrig blieb, einen Kuchen zu backen. Haha!

Kuchen? Kein Problem! Mehrstöckig? Ok! Schön verziert? Na klar! 260 Kilometer Transport? Mumpitz! Trotzt er der Hitze? Logo!

Ich freute mich, dass ich so gut davon gekommen war. Und dann ging es an die Planung… öööhm, war es jungendlicher Leichtsinn, der mich so viele Dinge nicht beachten ließ, als ich mein Einverständnis gab? Oder Überhitzung des Hirns als Folge der ungewohnten Körperertüchtigung? Jedenfalls wurden Planung und Durchführung ein mittelschwerer Akt, zumal ich mich nach diversen Hins und Hers dazu entschloss, "nur" eine dreistöckige Torte in schlichtem Champagnerton zu erschaffen, elegant verziert mit ein paar Rosen und ein paar Pünktchen aus Zuckerguss. Schnell eine Fondantdecke draufgeschmissen, drunter flott ein wenig Buttercreme geschmiert, zusammensetzen, fertig.

Ja….. nun…. also… ganz so war das nicht.

70 Rosen aus einer Blütenpaste, bestehend aus jeweils 17 Einzelteilen, habe ich in Handarbeit gefertigt. Das war eine Arbeit für Bekloppte und ich habe dazu immer den schönen Hut aufgesetzt, den ihr eingangs bewundern konntet. Erschwerend hinzu kam, dass ich Null Ahnung hatte von solchen Dingen. Ich habe in diesem Leben noch keine Rosen hergestellt, ich kann noch nicht mal "Das Haus vom Nikolaus" malen und Zeichnungen, von meiner Hand geschaffen, tendieren stets zum Abstrakten.

Ghabstrakt

Zudem wusste ich gerade mal, wie man Fondant schreibt. Aber damit arbeiten???

Glücklicherweise gibt es diverse Internetforen, in denen sich Kuchenbäckerinnen tummeln, die als wahre Künstlerinnen durchgehen. Und nicht nur das: sie teilen auch ihr Wissen und sind stets hilfsbereit. Das konnte ich gut gebrauchen und ohne die Plattformen hier, hier, hier, hier und hier hätte ich niemals den Kuchen zu einem guten Ende gebracht.  Dustylin, eine Userin bei Chefkoch, die in der Nähe meines Wohnortes beheimatet ist, hat sogar angeboten, bei Problemen vorbei zu schauen und zu helfen. Danke an alle Blütenkünstlerinnen!

Nach Wälzen aller möglichen Backbücher, nach dem Kauf diverser Fachliteratur und unterschiedlichsten Zubehörs

Tortissimopaket_2

Tortissimopaket_inhalt_2

stand dann nach unzähligen Mails und Telefonaten mit den Schwestern und dem PROBEBACKEN der komplettenTorte (so jeck muss man sein…) die Zusammensetzung fest:

Unten Baumkuchen (30 cm), Mitte Amarena-Kirsch-Kuchen Schichtkuchen (25 cm), oben Schichtkuchen Sachertorte (20 cm).

Da ich schon am Donnerstag nach Mönchengladbach fahren wollte und musste, hatte ich vor, die Torten schon mittwochs zu backen und zu füllen. Am Freitag habe ich sie bezogen und verziert. Zusammengesetzt habe ich die Torte am Freitagabend mit tatkräftiger Unterstützung meines Mannes und meines Schwagers in dem Restaurant, wo am nächsten Tag gefeiert wurde. Da hatte ich zehn Stunden Torte beziehen, Pünktchen spritzen und Rosen dekorieren hinter mir, war leicht angeschlagen und die Küche meiner Schwester sah aus wie ein Schlachtfeld.

P1080059_2

Glücklicherweise ist alles glatt gelaufen, der Kuchen war essbar (aber Buttercreme-Icing und Fondant sind ja sowas von süß, huääh, das konnte ich nicht essen) und sah recht ordentlich aus. Die Präsentation war gelungen und ich bin stolz auf mein Werk.

Ja, ja, nur wer die Neugier kennt, weiß wie das Feuer brennt…

Fortsetzung: Teil 2