Ottolenghi: Frikadellen aus Räucherfisch und Pastinake


Dieser Beitrag enthält vielleicht Werbung. Ich habe dadurch keinen Vorteil, weder materiell noch immateriell. Außer vielleicht Ruhm und Ehre auf ewig. Aber dafür sind meine Leser zuständig und nicht Otto oder ein Verlag oder was weiß ich wer. 

Wenn ich abends koche, esse und 30 Minuten später am Laptop sitze, um die Welt an meinen Genüssen teilhaben zu lassen, dann muss es extrem köstlich gewesen sein. Und ja, liebe Leser, das war es in der Tat. Ottolenghi mal wieder und wir waren hin und weg. Ebenfalls mal wieder.

Räucherfisch mit Frikadelle las sich sehr fein. Der Händler auf dem Wochenmarkt konnte zwar weder mit geräuchertem Kabeljau noch Schellfisch dienen, meinte aber, dass Heilbutt auch in Ordnung sei. Ich glaubte ihm und offenbar hatte er nicht unrecht.

Während der Zubereitung verflog jedoch meine anfängliche Euphorie. Ich konnte mir immer weniger vorstellen, dass diese Pampe, die ich da zusammenrührte, appetitlich schmecken würde. Trotzdem machte ich weiter, versuchte Frikadellen zu formen, was kaum gelang und nur unter Zuhilfenahme eines Eisportionierers einigermaßen glückte.

Fragile Frikadellen wurden sanft gewendet, schön gebräunt und mit Kartoffelstampf serviert. Dazu Zitronenspalten. Auf keinen Fall die Zitrone verschmähen! Diese Säure, gepaart mit dem Geschmack von Geräuchertem und der Süße der Pastinaken – umwerfend köstlich ist das, ein wahrer Gaumenschmaus.

Wir sind jedenfalls hin und weg. Mal wieder! Dringend nachmachen!

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Frikadellen aus Räucherfisch und Pastinake
Kategorien: Ottolenghi, Heilbutt, Pastinake, Knaller, Zitrone
Menge: 12 Frikadellen

Zutaten

600Gramm Pastinaken
8Essl. Olivenöl
600Gramm Kabeljau- oder Schellfischfilet, geräuchert (J:
   — Heilbutt)
20Gramm Dill
20Gramm Schnittlauch
2  Knoblauchzehen
   Worcestersauce
2  Bio-Zitronen (2 TL Schale abreiben)
2  Eier, Größe L
40Gramm Butter
   Salz
   Pfeffer, schwarz

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, "Simple"
 ISBN 978-3-8310-3583-0
 Erfasst *RK* 21.02.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 190° C vorheizen. Halbes Blech mit Backfolie bestücken.

Pastinaken schälen, in 4 cm große Scheiben schneiden. Auf dem Blech mit 3 EL Olivenöl und 1/4 TL Salz vermischen, 30 Minuten rösten, bis sie weich sind.

Währenddessen den Fisch mit der Gabel zerkleinern und alle Gräten entfernen.

Eier, gepressten Knoblauch, in Röllchen geschnittenes Schnittlauch, 1 TL Salz, Pfeffer, ein paar Spritzer Worcester Sauce, Zitronenschale und Pfeffer in eine Schüssel geben und verrühren.

Pastinaken etwas abkühlen lassen, mit Dill im TM zu einer pastösen Masse zerkleinern. Zu der Eiermasse in die Schüssel geben und sehr gut verrühren. Fisch ebenfalls unterziehen.

Aus der Masse 12 Frikadellen formen (J: mittlerer Eisportionierer ergab exakt 12 Frikadellen).

Die Hälfte der Butter und 2,5 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Frikadellen von jeder Seite ungefähr vier Minuten braten, bis sie schön gebräunt sind. Vorsichtig wenden, sonst fallen sie auseinander. Warm stellen, bis alle Frikadellen zubereitet sind.

Zitronen in Spalten schneiden, un-be-dingt zu den Frikadellen servieren. Es schmeckt einfach, schlicht und ergreifend göttlich, wenn sich der Räuchergeschmack, die Süße der Pastinaken und die Säure der Zitrone vereinen. Aber nur, wenn auch noch Kartoffelstampf dazu gereicht wird.

Anmerkungen, Jutta: s. o. – ich muss an dieser Stelle leider "geil" schreiben.

Die Frikadellenmasse ist recht feucht und kaum zu formen. Auch gebraten noch sehr fragil, vorsichtig bearbeiten.

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PS: die Fitzelei mit dem Fisch und das Entgräten ist allerdings eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter getötet hat. Höchststrafe und das dauert ewig!

Mie-Nudeln mit Lachs und Mangold (WW)

Wenn der Mangold mal wieder die Weltherrschaft übernehmen will, dann wird ihm durch Gerichte wie das folgende doch recht zügig der Garaus gemacht.

Erstens sind Blattmassen nach dem Aufenthalt im Dampfgarer nur noch ein Schatten ihrer selbst, zweitens wird im Rezept doch eine gute Menge verwendet und drittens hat man am nächsten Tag noch was davon und kann dann Mie-Nudeln mit Roastbeef und Mangold essen. Was auch nicht schlecht war.

Im Original gab es Tagliatelle und Spinat – hatte ich nicht, also mussten Alternativen her, die ich im Küchenschrank respektive Garten fand. So richtig schön sieht es ja nicht aus, aber denkt es euch einfach lecker.

Es hat wirklich sehr fein geschmeckt und ist wieder mal ein Rezept vom Abnehmclub, das uns so gut gefallen hat. Die haben’s wirklich druff, die Gewichtswächter. Besser die, als ich 😀

Bei den Portionen handelt es sich um Mengen für Menschen, die Gewicht verlieren müssen wollen. Bei gutem Hunger und Genuss ohne Reue Menge anpassen.

Leser, die zum Stamme der Adleraugen gehören, entdecken womöglich einen Hauch Zucchini – das ist richtig und ging in Ordnung. Watt fott mott, mott fott.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mie-Nudeln mit Lachs und Mangold
Kategorien: WW, Lachs, Nudeln, Mangold, Gartengemüse
Menge: 2 Portionen


Zutaten

Mangold – Menge nach Geschmack (oder 500 g
Blattspinat)
125 Gramm Mie-Nudeln
1 Teel. Olivenöl
250 Gramm Lachs
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
3 Essl. Schmand oder Crème Légère
Pfeffer, Salz, Muskat
1/2 Zitrone, den Saft

Quelle

Rezept modifiziert. Original: „Tagliatelle mit Lachs und
Spinat“, Weight Watchers Treffen,
Wochen-Broschüre Nr. 34
Erfasst *RK* 09.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Mangold waschen, Stiele entfernen und in Streifen schneiden. Im Dampfgarer „Automatikprogramm Mangold“ garen. Das sind 5 Minuten bei 90° C, wenn ich recht informiert bin.

Nudeln in Salzwasser kochen. Lachs in Öl anbraten, zur Seite stellen. Gewürfelte Zwiebeln und Knoblauch im Fett schmoren, Mangold zufügen und mitbraten. Fisch zerpflücken, unterziehen. Crème Légère oder Schmand unterziehen. Mit Zitrone und den anderen Gewürzen pikant abschmecken.

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Kartoffel-Meerrettich-Stampf mit geräucherter Forelle und marinierten Radieschen

Dieses Rezept aus der neuen e&t musste ich sofort nachmachen. Die süß-sauer marinierten Radieschen weckten meine Neugierde, Meerrettich hatte ich schon lange nicht mehr verwendet und das Label "schnell" reizte mich ebenfalls. So ging es gestern Abend ans Werk, um tatsächlich in Windeseile einen sehr schönen, köstlich-ungewöhnlichen Teller präsentieren zu können.

Kartoffel-Meerrettich-Stampf, Forelle, marinierte Radieschen

Die Radieschen hätten auf dem Teller noch eine Prise Salz vertragen können und die Menge der Zutaten reichte bei uns guten Essern gerade mal für zwei Personen. Ansonsten – wunderbar! Wird es bestimmt bald wieder einmal geben, wenn es scharf und schnell sein soll.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Meerrettich-Stampf mit geräucherter Forelle und marinierten Radieschen
Kategorien: Schnell, Kartoffeln, Meerrettich, Fisch, Radieschen
Menge: 2 Portionen, groß

Zutaten

H RADIESCHEN
1 Bund   Radieschen
4 Essl.   Grenadine
20 Gramm   Zucker
100 ml   Weißweinessig (J: Walnussessig)
H KARTOFFELSTAMPF
1,2 kg   Kartoffeln, festkochend
60 Gramm   Meerrettichwurzel
40 Gramm   Butter
H TOPPING
250 Gramm   Forellenfilets, geräuchert
1 Essl.   Petersilie, glatt

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: e&t, März 2015
  Erfasst *RK* 16.02.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Radieschen fein hobeln. Restliche Zutaten aufkochen, über die Radieschen gießen und marinieren lassen.

Geschälte Kartoffeln in Salzwasser garen. Butter schmelzen. Meerrettich schälen und fein reiben. Forelle grob in Stücke zupfen.

Gegarte Kartoffeln mit Butter und 3/4 des Meerrettichs stampfen.

Auf einem Teller marinierte Radieschen verteilen, Kartoffelstampf darauf anrichten. Mit Forelle belegen und mit etwas Petersilie garnieren. Restlichen Meerrettich aufstreuen.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt wunderbar und geht schnell. Beim nächsten Mal Radieschen nach dem Marinieren auf dem Teller leicht salzen. Rezept ist laut e&t für vier Personen, das haben wir aber problemlos zu zweit geschafft.

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Kleiner Tipp: Übermorgen ist Aschermittwoch. 

Wer Kalorien zählt: 1 Portion (das ist die Portion, die e&t angibt, also 1/4 des Rezepts) hat 382 kcal. 

Affengeiler Thunfischsalat

Fußballfutter, schnell gemacht, mit Bier genossen und mit einer Entdeckung gepaart, die mein ganzes Leben verändern wird.

Affengeiler Thunfischsalat

Den affengeilen Thunfischsalat bettete ich nämlich nicht nur auf einem Salatbett, sondern auf einem Lollo-Rosso-Bettchen mit Salat aus dem Garten, den ich vorher in einem ganz normalen Salatdressing (süß-sauer) geschwenkt habe. Obendrauf den Thunfischsalat – das war der Hammer! Mache ich jetzt immer so. Wunderbar.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Affengeiler Thunfischsalat
Kategorien: Thunfisch, Nudeln, Paprika
Menge: 8 Portionen

Zutaten

500 Gramm Nudeln
2 Dosen Thunfisch in Öl
1 Dose Gemüsemais, gegart
Oliven, grün, entsteint
1 Paprika, rot
1 Glas Kirschpaprika, eingelegt
H MARINADE THUNFISCHSALAT
Essig
Salz
Pfeffer
Remoulade
Frühlingszwiebeln
H DEKO
1 Kopf Blattsalat
H MARINADE FÜR BLATTSALAT
Essig
Öl
Salz
Zucker
Pfeffer
Wasser

Quelle

selbst
Erfasst *RK* 26.06.2014 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Nudeln kochen. In der Zwischenzeit die Marinade herstellen. Vom Thunfisch etwas Öl abschütten, Doseninhalt zur Marinade geben. Mais abschütten, Kirschpaprika klein schneiden, Gemüsepaprika würfeln, Oliven (Menge nach Gusto, ich habe ca. eine handvoll verwendet) vierteln. Alles zur Marinade geben. Nudeln zufügen (vielleicht nicht die komplette Menge – 1/5 übrig lassen), vermengen, abschmecken und gut durchziehen lassen.

Salat gründlich waschen (wir hatte Lollo Rosso aus dem Garten), in mundgerechte Stücke zupfen. In der Marinade schwenken, als Bett auf den Teller legen und mit dem Thunfischsalat bestücken.

Anmerkungen, Jutta: hat köstlich geschmeckt. Wunderbar, der Geschmack des angemachten Blattsalates in Kombination mit dem Thunfischsalat. Das sollte ich mal öfter machen, anstatt die Salatblätter ohne Dressing als Deko zu verwenden. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

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Die Kirschpaprika waren so kleine eingelegte Dinger, die leicht scharf schmeckten.

DKduW / Feldsalat mit Pinienkernvinaigrette / Seezungenfilets Reimser Art, hier Seezungenragout mit Schampus

Feldsalat mit Pinienkernvinaigrette2

Der Knaller zum Abendessen sollten eigentlich die Filets werden:
 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Seezungenfilets Reimser Art – Filets de sole remoise
Kategorien: Fisch, Franz. Küche, Champagner
Menge: 6 Portionen

Zutaten

500 Gramm   Seezungenfilets
2     Schalotten, gehackt
30 Gramm   Butter
375 Gramm   Champagner, trocken
100 Gramm   Sahne
1 Teel.   Mehl
      Salz
      Pfeffer

Quelle

Rezept modifiziert. Original:

  "Französische Küche" Vehling Verlag
  Erfasst *RK* 09.01.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Seezungenfilets auseinanderfalten und mit einem Brettchen klopfen, damit sie sich nicht rollen beim Garen.

Die Zwiebeln mit der Butter erhitzen, keine Farbe annehmen lassen, mit dem Cahmpagner aufgießen, salzen, pfeffern. Einmal aufwallen lassen und die Seezungenfielts 3 Minuten lang darin ziehen lassen, dann herausnehmen und in einer Schüssel über einem Topf kochendem Wasser warmhalten.

Die Kochflüssigkeit im Thermomix, Varomastufe, auf die Hälfte einkochen lassen. Mehl und Sahne in den Topf geben, per Turbo verrühren, Rührbesen einsetzen und 7 Minuten/Stufe 3/80 °C aufschlagen, bis die Sauce dicklich ist. Seezungen-Fiets auf eine vorgewärmte Platte geben, mit der Sauce übergießen, sofort zu Tisch bringen.

Dazu passt ein trockener Champagner oder ein Chablis.

Anmerkungen: unbedingt frische Seezungenfilets kaufen. Die zu Bällchen gefrorenen Dinger sind unmöglich!

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Leider hatte ich vor geraumer Zeit Filets gekauft, die zu Bällchen gefroren angeboten wurden. Das war ein Fehler – in Zukunft nur noch frische Ware – denn die Biester wollten sich nicht auseinanderdröseln lassen. Irgendwann habe ich aufgegeben, die Bällchen einfach kleingeschnitten und eine Art Seezungenragout daraus gekocht. Sah nicht toll aus, schmeckte aber recht gut. Und nach Einverleibung der restlichen halben Flasche Schampus war sowieso alles irgendwie bluna.

Seezungenpampe mit Moorsieglinde

 Die Überraschung des Abends war die Vinaigrette zum Feldsalat, ein Rezept aus Johann Lafers Buch "Meine Kochschule". Sensationell gut, auch zu Blumenkohl oder Broccoli kann ich mir diese Sauce gut vorstellen. Das Aroma der gerösteten Pinienkerne zum Salat war wirklich köstlich. Sehr nachahmenswert. Ich habe anstelle von Pinienkernöl, das natürlich in jeden gut geführten Haushalt gehört (hüstel), Walnussöl verwendet und statt des Haselnussöls wurde Arganöl genommen. Lecker!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pinienkern-Vinaigrette
Kategorien: Johann Lafer, Salatsauce, Nüsse
Menge: 4 Portionen

Zutaten

60 Gramm   Pinienkerne
2     Schalotten
4 Essl.   Pinienkernöl
3 Essl.   Haselnussöl
3 Essl.   Weißweinessig
5 Essl.   Gemüsefond
      Salz
      Pfeffer
      Zucker

Quelle

  Johann Lafer "Meine Kochschule"
  Erfasst *RK* 09.01.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne anrösten.

Schalotten fein hacken und in Pinienkernöl glasig dünsten. Mit Haselnussöl, Essig, Fond und Pinienkernen verrühren.

Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

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Übrigens ist dieser Beitrag prädestiniert, um am DKduW-Event
teilzunehmen. Aus beiden Kochbüchern habe ich noch nie gekocht. Das
Lafer-Kochbuch ist erst ein paar Tage alt und das Kochbuch mit
französischer Küche habe ich vor ein paar Tagen von meiner Nachbarin
geschenkt bekommen. Sie kocht selten und hatte dieses Buch schon seit
Jahren unbenutzt im Schrank stehen. Tja, die Zeiten sind ja jetzt
vorbei.

„Ich will genau das, was sie hatte!“: Harry für Sally und Sushi für Norbert und mich

Sushi_von_shisu

Petra hatte es vor ein paar Tagen ausprobiert und hatte mich mächtig neugierig gemacht. Ehrlich, ich habe immer ein wenig die Nase gerümpft, wenn von Sushi die Rede war. Kalten, klebrigen Reis essen, in den roher Fisch eingepackt ist? Algen futtern, getunkt in Sojasauce aus kleinen Plastikfischen? Muss das sein?

Jepp, es muss, denn heute habe ich erfahren, wie gut das schmeckt. Nach Monaten war ich mal wieder in der Frankfurter Metro, ui, ui, ui – dort ist vor einiger Zeit umgebaut worden und ich war drei!!! Stunden in dem Laden und hatte immer noch nicht alles gesehen. Und dort, in der Nähe der Fischabteilung, fand ich sie.

Die kleinen Plastikdosen mit Sushi und Zubehör. Ich habe mich für die kleinste Variante entschieden, hätte ja auch sein können, dass ich alles nach dem ersten Bissen in die Mülltonne gekloppt hätte. Schade, manchmal sollte ich einfach etwas verwegener sein.

Sushi_detail1

Da ich mit dem Liebsten geteilt habe (auch für ihn war es eine wohlschmeckende Premiere), bekam ich nur die Hälfte des abgebildeten Mahls, hätte aber die ganze Menge locker wegputzen können. Die Sushi schmeckten erstaunlich gut, sogar würzig, leicht und fein, und bekommen einen Platz in der Kategorie "Lieblingsspeisen". 

Ach ja, was genau auf dem Tablettchen war, habe ich mir durchgelesen und sofort wieder vergessen. Der ordentliche Herr Schnuppschnüss entsorgte alles und ich weiß nun nicht, was auf dem Schild stand bzw. was wir genau gegessen haben. Und da es regnet und stürmt wie Sau, werde ich einen Teufel tun, das Ding wieder aus der Tonne zu fischen. Wer sich mit Sushi auskennt, weiß ja möglicherweise, was da abgelichtet ist.

Wer Sushi in Vollendung und selbst hergestellt sehen möchte, schaut sich am besten mal auf FoodFreaks Seite um. Traumhaft….

 

Blogevent XXXIII: Aphrodisische Gaumenfreuden === Akt I: Jakobsmuscheln mit Kapern-Sultaninen-Sauce

Akt I

Jakobsmuschel_blumenkohl_rosinenkap

Der erste Akt unseres aphrodisischen Mahls stammt aus Johanna Maiers "Mein Kochbuch", einem wunderbaren, ja geradezu "rührenden" Buch.

Wie es sich für den allerersten Akt gehört, ging ich jungfräulich in dieses Abenteuer. Jakobsmuscheln, auch Pilgermuschel genannt, hatte ich noch nicht gegessen und war natürlich aufgeregt, gespannt-neugierig, voller Lust auf diese kleinen Dinger. Wie allen Weich- und Schalentieren, die aus dem Meer stammen, wird ihnen ein hoher, aphrodisischer Wert nachgesagt.

Meer_mit_ohne_jakobsmuschel 

Die Zubereitung der Vorspeise war einfach. Die Sauce wurde bereits am Vortag hergestellt, was ihr gut bekam. Sie war durchgezogen und schmeckte einfach  hervorragend. Stimmig, kräftig, fruchtig, würzig. Für den Happen Blumenkohl und die ziemlich neutral schmeckende Jakobsmuschel (laut Herrn Schnuppschnüss) vielleicht einen Hauch zu intensiv. 

Der gebratene Blumenkohl war eine Wucht. So werde ich dieses Gemüse noch öfter zubereiten, es war sehr schmackhaft und sah toll aus.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Jakobsmuscheln mit Kapern-Sultaninen-Sauce
Kategorien: Jakobsmuschel, Kapern, Sutaninen, Sauce
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H FÜR DIE SAUCE
100 Gramm Sultaninen
100 Gramm Kapern
200 ml Wasser
75 Gramm Butter
Muskatnuss, frisch gerieben
1/2 Essl. Balsamico-Essig
Pfeffer
H FÜR DIE MUSCHELN
4-8 Jakobsmuscheln
Salz
Cayennepfeffer
1 Essl. Öl
1 Essl. Butter
1 Blumenkohl, klein
50 Gramm Butter
4 Kapernäpfel

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Johanne Maier "Mein Kochbuch"
ISBN: 978-3-89910-371-7
Erfasst *RK* 10.04.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Sauce Sultaninen und Kapern mit Wasser aufkochen und 10 Minuten simmern lassen. Anschließend Butter zugeben und mit geriebener Muskatnuss, Essig und Pfeffer im Mixer pürieren(JH: Eventuell noch einen Hauch Salz zufügen, aber vorher unbedingt probieren). Durch ein Sieb zu einer glatten Sauce pürieren.

Die Muscheln öffnen und das Muschelfleisch vorsichtig herauslösen. Das Fleisch mit kaltem Wasser säubern und abtrocknen. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen und in einer Öl-Butter-Mischung etwa 3 Minuten beidseitig goldbraun braten. Blumenkohl in dünne Scheiben schneiden und in Butter ebenfalls goldbraun und bissfest braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Sauce auf den Tellern verteilen udn die Jakobsmuscheln darauf legen. Mit Blumenkohl und Kapernapfel garnieren.

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Die Jakobsmuscheln… da kann ich nur vermelden, dass ich leider Jungfrau bleiben musste. Sie wanderten zwar über meine Lippen, zumindest der erste Bissen, aber bis in den Magen gelangten sie nicht. Detaillierte Schilderungen erspare ich den empfindlicheren Naturen unter den Lesern, nur soviel als Fazit: ich mag keine Jakobsmuscheln.

Zur Ehrenrettung dieser kleinen Meeresfrüchtchen muss ich aber hinzufügen, dass mir einmal von Miesmuscheln entsetzlich schlecht wurde und ich seither keine wie auch immer gearteten Vertreter dieser Spezies gegessen habe. Dabei wird es wohl auch bleiben.

Verständlich, dass nach diesem etwas enttäuschenden Auftakt (Frau Maier kann nichts dafür, die Sauce war wirklich traumhaft, nur die Kombination nicht) noch Hoffnung auf Steigerung bestand. Also pilgerte ich in Richtung Küche und kümmerte mich darum, dass die Sonne wieder am Himmel der Liebenden aufgehen möge.

Sonnenaufgang_ber_der_medina_von_fe 

Akt II

folgt morgen…

Thunfisch-Wraps

Premiere!

Noch niemals habe ich Wraps selbst gemacht. Woran das liegt? Kann ich erklären (da fällt  mir ein Bonmot von Hanns-Dieter Hüsch ein: "Der Niederrheiner weiß nix, kann aber alles erklären."):

Das war so: vor fünf Jahren waren wir mal in Irland. Irland ist teuer. Sauteuer (aber auch wunderschön…). In Knowth (ausgesprochen: Naut) übermannte mich nach der Kriecherei durch die Gräber der Hunger. Also ab ins Schnellrestaurant, ein Wrap kaufen.

Auf dem Teller: 1/2 kleines Wrap, 1 Löffel Weißkohlsalat. Auf der Rechnung: 9,95 Euro. Auf der Zunge: decken wir den Mantel des Schweigens darüber. Seither hatte ich ein gestörtes Verhältnis zu diesem Gericht.

Nun trug es sich aber zu, dass ich meinen Mann bat, mir ein paar Essensvorschläge zu machen und diese aus einer Zeitschrift auszusuchen. Tja, so’n Pech aber auch, sucht er sich "Wraps" aus….  Als liebende Gattin habe ich natürlich meine Abscheu überwunden und diese Dinger mal ausprobiert.

Thunfischwraps

Wie es geschmeckt hat? Och jooo, konnte man essen. Die Weizentortillas (gekaufte!) fand ich nicht so toll, aber die Füllung war sehr gut. Demnächst backe ich Pfannkuchen und fülle sie mit der  Möhren-Thunfisch-Mischung.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Thunfisch-Wraps
Kategorien: Thunfisch, Möhren, Tortilla
Menge: 8 Tortillas

Zutaten

250 Gramm   Möhren
1/2 Bund   Petersilie
75 Gramm   Sweet Chili Sauce
100 Gramm   Schmand
100 Gramm   Saure Sahne
2 Dosen   Thunfisch, naturell
8     Weizen-Tortillas
200 Gramm   Sprossen, gemischt
      Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Für Sie, Nr. 1/08
  "Kochen & Verwöhnen – Die 100 besten Blitz-Rezepte"
  Erfasst *RK* 22.02.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Möhren schälen und grob raspeln. Petersilie waschen, trockentupfen und nicht zu fein wiegen. Mit Chilisauce, saurer Sahne und Schmand verrühren. Mit Salz abschmecken.

Abgetropften Thunfisch mit einer Gabel zerpflücken. Sprossen abtropfen lassen.

Tortillas nach und nach in einer Pfanne kurz erwärmen. Einen Teil von Möhrenmasse, Fisch und Sprossen auf einem Tortilla verteilen, dabei den Rand frei lassen.

Rechten und linken Rand einschlagen, Tortilla von unten nach oben fest aufrollen. Mit allen Tortillas so verfahren. Schräg aufschneiden und servieren.

Anmerkungen: dazu passt ein grüner Salat. Beim nächsten Mal Pfannkuchen backen statt der Tortillas.

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To be continued….

Grüner Kartoffelsalat mit Fisch // Brot, verpatzt

Kartoffeln sollten es sein, Kürbiskernöl sollte es sein und Resteverwertung sollte auch sein. Deshalb wurden Kartoffeln geschält, gekocht und in lauwarmem Zustand in eine Marinade "us de Lamäng" geworfen. Meine hatte folgende Zutaten: weißer Balsamico, Kürbiskernöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zucker, Salatkräutermischung, Frühlingszwiebeln, saure Gurken, Dosenmilch (das war die Resteverwertung-ist immer übrig, wenn wir Gäste hatten), Wasser und Miracel Whip Remoulade light.

Der Fisch war ein Fertigprodukt von bofrost, ein Bärlauchfisch, der ganz gut schmeckte. Nur die Sauce zum Kartoffelsalat war ein wenig strange. Das Radieschenbett macht die Sache ein wenig knackiger – war ganz nett.

Grner_kartoffelsalat 

Ein Brot habe ich auch gebacken. Wenn ich es hätte länger gehen lassen, wäre es möglicherweise auch gelungen. Es schmeckt aber auch misslungen recht gut – was seeeehr neugierig auf eine geglückte Version macht. Das Rezept stammt aus Daniel Leaders Buch "Local Breads" und wird in den nächsten Tagen noch einmal in Angriff genommen. 

Whole_spelt_loaf_misslungen

Den Garten haben wir heute winterfest gemacht. Die Dahlien, Bougainvilleen, Cannas und Engelstrompeten bekamen ein wärmeres Plätzchen – und wir für unseren Tisch die letzten Blüten.

Letzter_gru_aus_dem_garten_2 

Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn der Frühling wieder sein blaues Band durch die Lüfte flattern lässt – der Winter ist nicht meine Jahreszeit, sehen wir einmal vom Plätzchenbacken ab.

Fisch im Mangoldpäckchen (M)

Mangold – haben wir im Garten und am liebsten besuche ich ihn dort. Einen Gegenbesuch finde ich nicht so prickelnd, aber da mein Liebster Mangold gerne isst, lasse ich mich ab und an dazu hinreissen, ihn auch zu verarbeiten (den Mangold!).

Heute war "ab und an". Den Mangold habe ich von den Stielen geschnitten, zwei Minuten blanchiert, in Eiswasser abgeschreckt und dann gründlich abtropfen lassen.

Mangold_abgeschreckt

Manzfred wurde auf eine muckelige Betriebstemperatur von 180°C gebracht.

Ein paar Kartoffeln wurden entblättert, in Scheiben geschnitten und mit Öl, Salz und Knoblauch vermengt. Weitere Früchte des Gartens kamen hinzu: drei Zucchini und ungefähr ein Pfund Tomaten. Denen wurde die Haut abgezogen und dann gewürfelt. Alle Zutaten kamen auf ein Alublech und dann ab in den Manzfred.

In der Zwischenzeit wurde die Tiefkühltruhe geplündert – Seelachs in Bärlauchsauce eines bekannten Heimlieferanten für Gefrorenes war im Angebot und kam gerade Recht. Zwei Fischfilets wurden geteilt und jede Hälfte in ein Mangoldblatt gewickelt, mit Rouladenkordel umwunden  und auf das im Manzfred schmurgelnde Kartoffel-Gemüsebett gelegt.

Manzfred auf 150°C heruntergeschaltet und weitere 20-30 Minuten gegart, bis die Kartoffeln gar waren.

Fisch_im_mangoldpckchen

 

Hat gut geschmeckt, trotz Mangolds. Der Fisch war sehr saftig, weil er in dem Päckchen gegart wurde, die Kartoffeln waren knusprig, das Gemüse fein. 

Und die extra gegarten Stiele taugten noch als Deko – gut!