Shepherd’s Pie (nach einer Idee von WW)

Hier mal wieder das Werbungsgedöns. Kann sein, dass es Werbung ist, ich krisch nix dafür. Jetzt heult und bedauert mich. Danke.

Juten Tach. Ich hab‘ watt Neues. Guckt nach oben, da steht

„(nach einer Idee von WW)“.

Manchmal, also eigentlich immer, wenn ich so ein leckeres Weight Watchers Rezept erblicke, kann ich mir schon genau vorstellen, wie das am Ende schmecken wird. Nämlich hervorragend. Und dann gucke ich in den Kühlschrank, da steht noch ein Rest Schmand, der Käse von der vorletzten Schlemmerattacke sieht auch nicht mehr so aus, als würde er zu Ostern noch an der Auferstehung teilnehmen können und auch beim Überschlagen des Inhaltes der Tiefkühltruhe fallen mir Dinger ein, Kinners, ich sach euch… DATT ZEUCH MUSS WEG.

Und so wird aus einem wunderbar mageren, aber dennoch schmackhaften WW-Gericht namens ‚Cottage Pie‘, bestehend aus einer Lage magerem Gehacktes

gekrönt von einer leichten Kartoffelhaube

eine Modifikation, von der man zwar nicht schlank wird, aber auch nicht wirklich unglücklich.

Falls man es schafft, das schlechte Gewissen zu beruhigen. Ich mache das meistens mit einem Schnaps danach. Oder ich nehme einfach noch ein wönziges Stöck.

So sieht er also aus, der Shepherd’s Pie. Ursprünglich ein montägliches Resteessen (dieses Wort sieht toll aus) mit dem übrig gebliebenen (Lamm-)Braten vom Vortag und vermutlich auch mit den Kartoffeln, ist es jetzt ein schönes Herbst- und Wintergericht, das beim Essen ein warmes Herz macht. Nicht ganz stilecht sind vermutlich die Süßkartoffeln, die in Irland eher nicht so gut wachsen. Aber what shalls, Hauptsache lecker.

Das Originalrezept findet man in der WW-App unter dem Namen „Cottage Pie mit Süßkartoffeln“. Und meine Version findet ihr hier:

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Shepherd’s Pie (nach einer Idee von WW)
Kategorien: Süßkartoffel, Kartoffel, Tatar, Käse, Überbacken
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H KARTOFFELDECKE
200Gramm Gruyèrekäse oder anderen kräftigen Käse
800Gramm Süßkartoffeln
800Gramm Kartoffeln, mehlig kochend
   Salz
   Kräutersalz
   Milch / saure Sahne / Frischkäse… nach
   — Geschmack
   Petersilie, getrocknet (oder frisch)
H FLEISCHSAUCE
1Teel. Rapsöl
1Teel. Olivenöl
450Gramm Tatar
2  Zwiebeln, mittelgroß
1/4Knolle Sellerie, klein (Ersatz für Karotten)
2  Karotten (nicht vorhanden)
500Gramm Champignons (ich hatte 340 g aus dem Glas)
500Gramm Tomaten, gehäutet, TK aus dem Garten
2  Knoblauchzehen
1Teel. Thymian, getrocknet
1Essl. Worcestersauce
2Teel. Brühe, gekörnt
   Tomatenmark
   Chiliflocken
   Salz

Quelle

 Modifiziertes Rezept nach einer Idee von Weight Watchers
 "Cottage Pie mit Süßkartoffeln"
 Erfasst *RK* 11.12.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Käse fein reiben. Alle Kartoffeln schälen, grob würfeln, in Salzwasser garen. Abschütten, mit Kräutersalz und Milchprodukten nach Geschmack stampfen. Petersilie unterziehen. Ich durchforste den Kühlschrank und alles, was so an Joghurt oder Schmand oder was auch immer weg muss, kommt ins Püree. Die Hälfte des geriebenen Käses unterziehen.

Während die Kartoffeln kochen, die Fleischsauce zubereiten. Tatar in Öl anbraten. Karotten, Sellerie, Zwiebeln würfeln, mit den Champignons zusammen eine Weile mitbraten. Tomaten zufügen, Knoblauchzehen in Stifte scheiden, mit den Gewürzen und geschlossenem Deckel eine Weile köcheln lassen, damit die Wurzeln gar werden. Danach Deckel abnehmen, schön sämig einkochen lassen und nochmals abschmecken.

Eine geeignete Auflaufform mit der Fleischsauce füllen. Wer viel Zeit hat, kann mit dem Spritzbeutel die Kartoffelmasse auf der Sauce drapieren. Ansonsten einfach nur aufstreichen. Mit restlichem Käse bestreuen und 25 – 30 Minuten backen. Unbedingt ab und an nachschauen, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Anmerkungen, Jutta: ein sehr schmackhaftes Herbst- und Winteressen. Feldsalat dazu wäre auch nicht zu verachten.

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Jippyjippyyeah – Westernblech (wer, um Gottes Willen, erfindet solche Namen?) mit Hähnchenbrust (WW)

Das Westernblech

Wenn es genau so schmecken würde wie es heißt – es handelt sich hier um etwas Essbares, echt wahr – dann wäre dieser Blogeintrag niemals geschrieben worden.

Aber wenn man es zum Beispiel „Buntes Gemüse mit Kartoffelspalten und Huhn“ nennt und noch einen Joghurt mit Knoblauch dazu anrührt, dann wird eine runde Sache daraus. Wir hingegen werden nicht rund, denn kalorientechnisch ist das Essen des Blechs keine Sünde.

Alles, was sich so im Kühlschrank im Gemüsefach tummelt, kann man für das Blechgericht verwenden. Gerade jetzt, wo im Garten so viel geerntet werden kann, ist dieses Essen eine gute Wahl.

Und jetzt putze ich meinen Colt, striegele mein Pony und zünde das Lagerfeuer an.  Jippyjippyyeah!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Westernblech (was für ein bescheuerter Name) mit Knoblauchskyr
Kategorien: Manzfred, Geflügel, Gemüse, Kartoffeln, Zaziki
Menge: 4 Portionen – 24 SPs komplett


Zutaten

H BLECHBELAG, VEGETARISCH
800 Gramm Kartoffeln
4 Karotten
1 Dose Mais (Original: 800 g Paprika, bunt, in Streifen,
— TK-Ware)
1 Dose Bohnen, rot (s. oben)
1 Zwiebel, dick
3 Frühlingszwiebeln
2 Monoknoblauchknollen
Kräutersalz
Chiliflocken
15 Gramm Öl
Worcestersauce
Thymian
H FLEISCHTOPPING
2 Hähnchenbrustfilets, dick
1 Teel. Öl
Paprikapulver
Chiliflocken
Kräutersalz
H KNOBLAUCHJOGHURT
Skyr
Kräutersalz
Knoblauch, gepresst

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Weight Watchers Online
„Westernblech mit Hähnchenbrust“
Erfasst *RK* 04.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 200° C vorheizen.

Kartoffeln schälen und in nicht zu dicke Spalten schneiden. Karotten schälen und in schräge Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und schräg in Stücke schneiden. Zwiebel schälen und grob würfeln. Monoknoblauch in feine Stifte schneiden. Öl und Gewürze in einer großen Schüssel vermengen, mit Bohnen, Mais und den zuvor zerkleinerten Zutaten mischen.

Hähnchenfleisch in Streifen schneiden, mit Öl, Paprikapulver, Salz und Chiliflocken würzen.

Kartoffelmischung auf ein mit Backfolie belegtes Blech geben, Hühnerfleisch darauf drapieren, eine weitere Backfolie auflegen und 20 Minuten backen.

Währenddessen den Joghurt bereiten.

Nach 20 Minuten obere Folie vom Blech entfernen, Temperatur auf 180° C einstellen und weitere 10 Minuten backen. Wenn die Kartoffeln gar sind und eine appetitliche Farbe haben, ist das Essen fertig.

Jutta: im Original werden Kartoffeln aus dem Glas verwendet (Schock!) und gefrorene Paprikaschoten statt Mais und Bohnen. Ich hatte keine Paprika vorrätig, deshalb die Alternativen. Die Karotten hatte ich noch, deshalb kamen sie auch mit aufs Blech. Schön, dass man so gut variieren kann, alles muss raus!!!

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Quer durch den Garten

Neeneenee, nicht was ihr denkt, Eintopf gibt es nicht. Heute im Angebot: ein mediterranes Ofengemüse mit allem, was Haus- und Saisongarten zu bieten hatten.

Zucchini, Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Chiliflocken, italienische Kräuter.

Dazu noch zwei gekaufte Paprikaschoten und ein Knoblauch-Gurken-Quark – ach, es hat so gut geschmeckt.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mediterranes Ofengemüse
Kategorien: WW, Gartengemüse, Gemüseschwemme, Ofengericht
Menge: 1 Manzblech – 8 SPs komplett


Zutaten

H MARINADE
15 Gramm Olivenöl
Chiliflocken
1 Knoblauchzehe, gepresst
Kräutersalz, mediterran
Italienische Kräuter
4 Tropfen Worcestersauce
H GEMÜSE
Gemüse aus dem Garten nach Geschmack
= Zucchini (grün und gelb), Karotten, Zwiebeln,
Tomaten, Paprika
Kartoffeln, gekocht (war ein Rest)

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.08.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten für die Marinade verrühren. Hohes Manzblech mit einer Backfolie bestücken. Tomaten häuten und in Scheiben auf dem Blech auslegen. Gemüse und Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden und mit der Marinade vermengen. Auf den Tomaten verteilen, eine zweite Backfolie auflegen und in den Manzfred schieben.

Ofen auf 180° C einstellen und so lange backen, bis die Temperatur erreicht ist. Dann das Gemüse wenden, ohne Backfolie weiter backen, bis eine schöne Farbe erreicht und fast die gesamte Flüssigkeit verdampft ist.

Mit Zaziki servieren.

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Gemüsepizza mit Kartoffelboden (M/TM)

Leserin Thea schrieb mit leisem Bedauern, dass bei Schnuppschnüss und ihr Manzfred die Abstände beim Bloggen immer länger werden. Jaaaaaa. Die "alten" Zeiten, diese Aufbruchstimmung und das Interessante, Neue sind verflogen, statt zu kommentieren, hebt man bei Facebook den Daumen und ein Foto vom Essen ist dort schnell gepostet und auch schnell wieder vergessen. Zunächst dachte ich, dass es nur ein Virus ist, mittlerweile ist meine Blogmüdigkeit leider chronisch. Wie viel Zeit ich mit anderen Dingen verplempere, ist unglaublich.  Dabei ist so ein Blog doch eine schönes Instrument, Gutes länger zu bewahren. Ab und an, zum Beispiel, wenn ich Kommentare wie von Thea bekomme, gehe ich in mich und denke, dass es wirklich schade ist. Und dann schreibe ich einfach mal was. Gut, ne? 

Gewichtswächteralarm herrscht hier seit ein paar Wochen und ich koche halt viel aus dem Onlineangebot der WW-Jünger oder, wie diesmal, aus einem der vielen Kochbücher, die ich hier rumstehen habe. Das "Best of Erfolgsrezepte" (wer lässt sich so einen Titel einfallen???) beinhaltet eine Reihe von tollen Rezepten, die ich nach und nach auf den Tisch bringe. Gestern war es die Gemüsepizza mit Kartoffelboden – eine gut vorzubereitende Mahlzeit, wenn der Mann morgens mal wieder sagt: "Ich weiß nicht, wann ich nach Hause komme. Entweder früh oder spät." Aha!  

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gemüsepizza mit Kartoffelboden (M/TM)
Kategorien: WW, Gemüse, Kartoffeln, TM, Vegetarisch
Menge: 6 Portionen / 42 Punkte insgesamt

Zutaten

100 Gramm   Parmesan
H BODEN
1 kg   Kartoffeln
4     Eier
90 Gramm   Almette Balance natur
2 Essl.   Mehl
1 Essl.   Schnittlauchröllchen getrocknet
1 Essl.   Petersilie, getrocknet
1 Teel.   Thymian, getrocknet
1 Teel.   Majoran, getrocknet
      Salz
      Pfeffer
H BELAG
2     Frühlingszwiebeln; bis 1/2 mehr
1     Paprika, rot
1     Paprika, gelb
1 Dose   Gemüsemais (ich hatte welchen aus dem Garten)
200 Gramm   Champignons (frisch oder aus der Dose)
75 Gramm   Tomatenmark
75 Gramm   Senf
60 Gramm   Almette Balance natur

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original WW-Kochbuch "Best of Erfolgsrezepte".
  Erfasst *RK* 06.02.2018 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Parmesan im Thermomix ungefähr 10 Sek. / Stufe 10 fein zerkleinern. Umfüllen.

Kartoffeln schälen, halbieren oder vierteln, auf Stufe 5 bei Sichtkontakt zerkleinern wie für Kartoffelpuffer. Restliche Zutaten für den Boden zufügen und 30 Sek. auf Teigstufe vermengen. Eine geeignete Backform fetten – ich habe das große runde Alublech verwendet, Masse einfüllen und 25-30 Minuten backen, bis die Masse fest ist.

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Paprika in dünne Streifen schneiden, Champignons in Scheiben schneiden, Mais abtropfen lassen. Tomatenmark, Senf und restlichen Frischkäse verrühren. Auf dem vorgebackenen Boden verteilen, mit dem Gemüse belegen und Käse darüber streuen. Nochmals 20-30 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: man könnte auch 150 g Schinkenwürfel aufstreuen. Schmeckt jedenfalls sehr gut.

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Es wurde gestern übrigens spät, das Essen stand aber innerhalb von 30 Minuten auf dem Tisch. Daumen hoch! 

Kartoffel-Meerrettich-Stampf mit geräucherter Forelle und marinierten Radieschen

Dieses Rezept aus der neuen e&t musste ich sofort nachmachen. Die süß-sauer marinierten Radieschen weckten meine Neugierde, Meerrettich hatte ich schon lange nicht mehr verwendet und das Label "schnell" reizte mich ebenfalls. So ging es gestern Abend ans Werk, um tatsächlich in Windeseile einen sehr schönen, köstlich-ungewöhnlichen Teller präsentieren zu können.

Kartoffel-Meerrettich-Stampf, Forelle, marinierte Radieschen

Die Radieschen hätten auf dem Teller noch eine Prise Salz vertragen können und die Menge der Zutaten reichte bei uns guten Essern gerade mal für zwei Personen. Ansonsten – wunderbar! Wird es bestimmt bald wieder einmal geben, wenn es scharf und schnell sein soll.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Meerrettich-Stampf mit geräucherter Forelle und marinierten Radieschen
Kategorien: Schnell, Kartoffeln, Meerrettich, Fisch, Radieschen
Menge: 2 Portionen, groß

Zutaten

H RADIESCHEN
1 Bund   Radieschen
4 Essl.   Grenadine
20 Gramm   Zucker
100 ml   Weißweinessig (J: Walnussessig)
H KARTOFFELSTAMPF
1,2 kg   Kartoffeln, festkochend
60 Gramm   Meerrettichwurzel
40 Gramm   Butter
H TOPPING
250 Gramm   Forellenfilets, geräuchert
1 Essl.   Petersilie, glatt

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: e&t, März 2015
  Erfasst *RK* 16.02.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Radieschen fein hobeln. Restliche Zutaten aufkochen, über die Radieschen gießen und marinieren lassen.

Geschälte Kartoffeln in Salzwasser garen. Butter schmelzen. Meerrettich schälen und fein reiben. Forelle grob in Stücke zupfen.

Gegarte Kartoffeln mit Butter und 3/4 des Meerrettichs stampfen.

Auf einem Teller marinierte Radieschen verteilen, Kartoffelstampf darauf anrichten. Mit Forelle belegen und mit etwas Petersilie garnieren. Restlichen Meerrettich aufstreuen.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt wunderbar und geht schnell. Beim nächsten Mal Radieschen nach dem Marinieren auf dem Teller leicht salzen. Rezept ist laut e&t für vier Personen, das haben wir aber problemlos zu zweit geschafft.

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Kleiner Tipp: Übermorgen ist Aschermittwoch. 

Wer Kalorien zählt: 1 Portion (das ist die Portion, die e&t angibt, also 1/4 des Rezepts) hat 382 kcal. 

Schon wieder ketex: Kartoffelbrot (M)

Wie bereits in den anderen beiden Postings "Roggenmischbrot" und "Paderborner Landbrot" geschrieben: ich bin voll im ketex-Nachback-Fieber. Diesmal, auch weil Kartoffeln übrig waren, also Gerd Kellners Kartoffelbrot. 

Kartoffelbrot - Anschnitt

Es muss ein Wink des Schicksals gewesen sein, denn das Wiegen der Kartoffeln ergab exaktemang die im Rezept benötigten 140 g. Mein Blick auf dieses Häuflein ließ mich nach Alternativen zum Durchpressen durch die Kartoffelpresse suchen. So wenig Kartoffeln für so viel Presse – das war mir zuviel Spülkram. Also habe ich die Erdäpfel auf einer kleinen Reibe grob gerieben. Das klappte hervorragend und hat dem Gelingen des Endproduktes nicht im Wege gestanden. 

Sauerteig und Vorteig waren am Abend schnell angesetzt, der Rest am nächsten Tag ist auch flott erledigt. Allerdings muss man alle 30 Minuten falten, am besten Wecker stellen, damit man daran denkt und nicht durchschläft (kleiner Scherz!). Am Ende wird man mit einem schönen Stück hausgemachten Backwerks belohnt. 

Kartoffelbrot - Anschnitt

Kartoffelbrot ist ein wertvolles Gut. Deshalb bekam es am Abend des Backtages auch Besuch von einer wichtigen Kommission. Aber das ist eine andere Geschichte. Esst ihr jetzt erst mal eine schöne Scheibe – vorher solltet ihr aber das Rezept lesen:  

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelbrot (M) nach ketex
Kategorien: Weizen, Roggen, Hefe, Sauerteig
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
150 Gramm   Weizenmehl, Type 550
150 ml   Wasser
15 Gramm   Weizenanstellgut
H VORTEIG
100 Gramm   Weizenmehl, Type 550
100 ml   Wasser
0,3 Gramm   Trockenbackhefe
H HAUPTTEIG
      Vorteig
      Sauerteig
200 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
220 Gramm   Weizenmehl, Type 550
140 Gramm   Kartoffeln, gekocht, geraspelt
185     Milch-Wasser-Gemisch (1:1)
4 Gramm   Trockenbackhefe
14 Gramm   Salz
1 Teel.   Backmalz, flüssig

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  ketex – Gerd Kellner: "Rustikale Brote aus deutschen
  Landen"; ISBN 978-3-8094-2847-3
  Erfasst *RK* 13.11.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag für den Sauerteig Zutaten verrühren und 16 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Für den Vorteig Zutaten verrühren, 2 Stunden bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann 14 Stunden im Kühlschrank aufbewahren.

Am Backtag für den Hauptteig Vorteig, Sauerteig und die restlichen Zutaten ungefähr 12 Minuten kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Abgedeckt 90 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, alle 30 Minuten falten. Teig zur Kugel formen, mit dem Schluss nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen legen und 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen.

Manzfred rechtzeitig auf 240° C vorheizen. Brot bei 240° C anbacken, bis die gewünschte Bräune erreicht ist. Dann auf 180° C reduzieren. Nach 15 Minuten die Ofentür öffnen, um Schwaden abzulassen. Danach immer mal wieder die Feuchtigkeit aus dem Backraum lassen. Gesamtbackzeit 50 Minuten.

Backen im Haushaltsofen: 240° C, 2. Schiene von unten, nach 15 Minuten und dem Erreichen der gewünschten Bräune auf 180° C runterschalten und Ofentür kurz öffnen. Weitere 35 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: knuspriges Brot mit heller Krume – sehr schön!

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Blogevent Lesehunger: Otfried Preußlers „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ – Bratwurst mit Sauerkraut

 

 

Ich war ein lesehungriges Kind. So unersättlich nach dem geschriebenen Wort, dass es meine Mutter grauste und sie mich einem Arzt vorstellte. Dieses Stubenhocken und das einzelgängerische Amusement, ohne Freunde, aber mit einem Buch in der Hand, das war den Eltern nicht geheuer.

Mich faszinierten die Welten, die mich umfingen, sobald ich zu schmökern begann. Ich las Bücher ohne Unterlass, Bücher, für die ich zu jung war, vor allem aus Omas kleiner Bibliothek, die vornehmlich aus Bänden bestand, die sie als Leserin der Rheinischen Post günstig beim Verlag erstand. Ich las, gerade der Grundschule entwachsen, Thriller wie "Eisstation Zebra" oder "Nacht ohne Ende" von Alistair MacLean, ich verschlang fiktiv-historische Schinken wie "Desirée" von Annemarie Selinko, ich las als Kommunionkind die Novellen von Theodor Storm, ich las und las und las einfach alles, was mir in die Finger kam. Wenn Oma es sehr gut mit mir meinte, durfte ich Eierlikör dazu trinken.

Ich sehe mich in der Großeltern Wohnzimmer sitzen, im hellgrauen Sessel mit diesem kurzgeschorenen, pieksigen Bezug. Oma und Opa hatten ein Bekleidungsgeschäft, ich war in der Wohnung über dem Laden allein und las und las und las. Einmal hatte ich die Beine über die Armlehne gehängt, vertieft in "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl. Was habe ich gelacht und als Opa ins Wohnzimmer kam, drehte er sich zu Oma um und rief: "Sophie, isch kann nitt verstonn, wie ene Mensch övver e Book so laache kann."

Kinderbücher verschmähte ich ebenfalls nicht. Ich ließ mir Bücher schenken, zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu jedem Anlass. Ich ging in die Bücherei, um mir Lesestoff auszuleihen. Ich hatte sie alle. Pippi Langstrumpf, Hanni und Nanni, "Der Trotzkopf – Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen" – heiß und innig geliebt.

Ich war auch ein dickes Kind. Ein sehr dickes Kind. Das lag nicht an den Drüsen, sondern am Essen. Vermutlich auch an mangelnder Bewegung, ich musste ja lesen. Schon früh fand ich Bücher besonders toll, in denen irgendwelche Mahlzeiten oder Lebensmittel vorkamen. Ilse Trotzkopf zum Beispiel kommt renitent wie immer in derben Lederstiefeln zum Frühstück und isst eine extrem dicke Scheibe Schwarzbrot, belegt mit fingerdicker Butter. Abwechselnd beisst sie herzhaft vom Brot in der einen und von einer dicken Scheibe Wurst in der anderen Hand ab. Faszinierend.

Die "Fünf Freunde" von Enid Blyton ("Ennit Blühtonn" ausgesprochen) bekamen häufig Kekse zugesteckt, was ich absolut beneidenswert fand. Kein Weihnachten und trotzdem Plätzchen, das gefiel mir. Der lustige Richard war mein Liebling, denn er war, wie ich, ein leidenschaftlicher Esser. Gleich danach kam Georginas zerstreuter Vater Quentin Kirrin, an den ich seltsamerweise heute noch häufig denken muss.

Wen wundert es da noch, dass ich "Es muss nicht immer Kaviar sein" von J. M. Simmel gleich mehrfach las?

Als Shermin, der ich herzlich für diese tolle Idee danke, das Event ins Leben rief, wußte ich nicht nur sofort, dass ich mitmachen würde, sondern auch, über was ich schreiben wollte. Über Räuber Hotzenplotz.

Im ersten Band des Buches von Otfried Preußler, "Der Räuber Hotzenplotz",  gehen Kasper und Seppel auf die Suche nach Großmutters Kaffeemühle, die der Räuber Hotzenplotz gestohlen hat. Es kommt zu spannenden Begegnungen mit Zauberer Petrosilius Zwackelmann, Wachtmeister Alois Dimpfelmoser und mit der Fee Amaryllis. Und es wird gegessen. Pflaumenkuchen mit Schlagsahne. Salzgurken. Salami. Eine knusprige Gans. Und Kartoffeln. Kartoffeln in allen möglichen Variationen, denn sie sind die Lieblingsspeise des Zauberers Zwackelmann, was ich gut verstehen kann. Er vertilgt in kürzester Zeit respektable sieben Schüsseln Kartoffelbrei, sechseinhalb Dutzend Kartoffelklöße mit Zwiebeltunke sowie Bratkartoffeln aus sechs Eimern Kartoffeln. Halt! Zu den Bratkartoffeln kommt er nicht mehr, er geht vorher im Unkenteich unter. Müsst ihr selber mal nachlesen, sehr aufregend. Der absolute Höhepunkt sind jedoch das Brot und die beiden Würste, die sich Kasper unter den Arm klemmt, als er aus dem Zauberschloss ausbricht, um bei Vollmond das Feenkraut zu suchen. Zwei ganze Würste! Sensationell! 

Das ganze Cholesterin scheint sich jedoch bei Kasper auf die geistige Beweglichkeit niedergeschlagen zu haben. Am Ende erbittet er sich von dem Ring, der ihm drei Wünsche beschert: 1. Eine neue Zipfelmütze. 2. Großmutters gestohlene Kaffeemühle. 3. Dass der zu einem Gimpel verwandelte Räuber wieder seine ursprüngliche Gestalt annimmt. Ähh, jaaa…Trotzdem war ich gespannt, wie es wohl weiter gehen würde.

Titelbild Räuber Hotzenplotz-1

Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt:

14 Tage nach der Wiederbeschaffung von Großmutters Kaffeemühle und des Einstreichens einer Belohnung von 555,55 Mark müssen Kasper und Seppel schon wieder ran. Denn Räuber Hotzenplotz, der seitdem im Spritzenhaus gefangen war, entkommt durch das Vortäuschen einer Blinddarmverrenkung, entführt Großmutter und verlangt als Lösegeld 555,55 Mark – so ein Schuft.

Auch wenn die Rückschau auf den Fortsetzungsband "Neues vom
Räuber Hotzenplotz" erkennen lässt, dass viel weniger Speisen zubereitet
und verspeist werden als im Vorgänger- es gibt unspektakuläre
Butterbrote, Zuckerplätzchen und Schwammerlsuppe (aus Rotkappen, mit
Speck und Zwiebeln und einer guten Einbrenne) – so ist ein Gericht von
einer derart hohen und überwältigenden Qualität, von der Komposition her jedoch so verstörend, dass es sich für immer
in mein kulinarisches Gedächtnis gebrannt hat.

Vorher

Es ist Donnerstag und donnerstags, Punkt 12.00 Uhr, gibt es bei Großmutter zu Mittag Bratwurst mit Sauerkraut, Kasper und Seppels Lieblingsspeise.

Was mir völlig unverständlich war und ist und was mich seit ungefähr 45 Jahren umtreibt, ist die Frage: Wieso gibt es dazu kein Kartoffelpüree?

Aber das Unfassbarste waren und sind die zubreiteten Mengen. Großmutter ist eine ältere Dame. Seppel und Kasperl sind Kinder oder junge Jugendliche. Und in der Pfanne brutzeln NEUN Würstchen. Für DREI Menschen, von denen zwei noch nicht erwachsen sind und eine schon so alt ist, dass sie – so dachte ich damals – bestimmt keinen großen Appetit mehr haben kann.

Ich kam da nicht drüber weg. DREI Würste für eine Person und kein Püree. Unvorstellbar. Verschärfend kam hinzu, dass der Räuber Hotzenplotz in Großmutters Küche eindringt und das Sauerkraut sowie die komplette Würstchenriege ALLEIN verputzt. Zapperlot! Wie oft habe ich mich gefragt, ob der Räuber auch den kompletten Kartoffelbrei gegessen hätte, wenn welcher da gewesen wäre. Schwammerlsuppe futtert er ja auch hektoliterweise.

Immer, wenn am heimischen Esstisch die Kotelettes geteilt wurden, hätte ich zu gern gewußt, wieviele Kotelettes oder Schnitzel oder Schweinshaxen Kasper und Seppel wohl auf einmal essen durften und ich erträumte mir ein Schlaraffenland, mit drei Würsten, Sauerkraut und Kartoffelbrei auf dem Teller.

Es war also abgemacht, ich wollte unbedingt über dieses Buch und das Gericht schreiben. Beim Durchforsten des heimischen Bücherregals fand sich das Buch "Der Räuber Hotzenplotz", aber "Neues vom Räuber Hotzenplotz" war nicht vorhanden.

Da fiel sie mir wieder ein: Monika Beckers. Des Schaustellers Töchterlein, Gefährtin ausschließlich im 1. Realschuljahr. Danach zog sie weiter. Mit Vaters Losbude, dem Softeiswagen und meinen beiden Büchern im Schlepptau. Entschwunden auf Nimmerwiedersehen. 

Band 1 habe ich mir irgendwann wieder zugelegt. Um an die für dieses Event benötigte Fortsetzung zu gelangen, musste ich Anfang der Woche die örtliche Bibliothek aufsuchen, die das Exemplar glücklicherweise vorrätig hatte. Nach der Ausleihe ging es zum Einkaufen. Bratwürste (aber nur vier Stück), Sauerkraut, mehr nicht, der Rest war im Vorrat.

 Dann wurde gekocht.

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Zwiebeln mit durchwachsenem Speck in Gänseschmalz langsam anbraten.

Sauerkraut im Dampfgarer 7 Minuten vorgaren – wir mögen es gerne weich. Kraut mit ein paar Wacholderbeeren und einem gewürfelten Apfel zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Dass Großmutter mit Beerenauslese ablöschte, kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich bin ja noch keine Großmutter, deshalb durfte ich das.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Dann wird geschmurgelt, bis der Rest der Mahlzeit parat ist. Wer mehr Zeit hat als ich, lässt das mit dem Dampfgarer, fängt ein Stündchen früher an und gart das Kraut gleich komplett im Topf. 

Bratwurst in Öl langsam braten.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Kartoffeln schälen, in Salzwasser kochen. Wenn sie gar sind, mit einem guten Stich Butter und Vollmilch stampfen. Muskat zufügen, für eine geschmeidige Konsistenz saure Sahne unterziehen. Abschmecken.

Fertig! Aber ohne Kartoffelpüree? Unvorstellbar.

Am Ende des Buches, nach Irrungen und Wirrungen, nach dem Einschalten der staatlich geprüften Wahrsagerin Frau Schlotterbeck, die nicht mehr hext, seit sie bei dem missglückten Versuch, ihren Langhaardackel Wasti in einen Bernhardiner umzuhexen, zur stolzen Besitzerin eines Krokodils mit Hundemanieren wurde, am Ende also wird doch noch alles gut. Hotzenplotz wird geschnappt, Großmutter kocht nochmals Sauerkraut und Bratwurst, obwohl Sonntag ist und alle sind glücklich. Wir auch. War gut.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann futtern sie noch heute.

Übrigens prangere ich nicht nur Monika Beckers, sondern auch Agnes W. aus B. an. Sie hat noch mein wunderbares Buch "Seidenraupe Dschungelblüte" über das Leben von Maria Sibylla Merian in ihrem Besitz.

Kartoffelgemüse

Kartoffelgemüse? Wasndas? Noch nie gehört und erst recht noch nie gegessen. Liest sich wie warmer Kartoffelsalat mit ohne Majo, aber mit mit Kartoffeln. Und Mehlschwitze. Dazu Gürkchen. Komisch.

Aber wenn Frau Hoff sagt, das schmeckt, dann schmeckt das. Und hier in Fulda wissen die Menschen, was gut ist. Und anscheinend essen das hier alle. Alle machen das Gemüse irgendwie anders, jeder hat sein Rezept. Sagt Frau Hoff. Und sie isst dazu kalte Blutwurst. Der Mann isst warme Blutwurst. Der Kameramann isst Frikadellen.

Wir aßen dazu Grillfleisch. Und sprachen während des Essen über Fisch, der dazu auch sehr gut passt. Die Mehlschwitze macht man zur Hälfte mit Buttermilch. Hatte ich nicht da, also hab' ich mehr Gurkenwasser verwendet und 500 ml Vollmilch. 

Ok, die Optik…. 

 
Kartoffelgemüse

… es sieht auch so aus wie Kartoffelsalat und schmeckt auch ein wenig wie Kartoffelsalat und da ich mich ja schon wie eine Fuldaerin fühle – eigentlich bin ich Fuldaerin – habe ich mich sofort in das Rezept verliebt. Norbert ist auch Fuldaer. Er hat gleich drei Portionen davon verputzt. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelgemüse
Kategorien: Kartoffeln, Eintopf, Gewürzgurken, Bechamel
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Kartoffeln
6     Gewürzgurken
H FÜR DIE SAUCE
50 Gramm   Butter
3 Essl.   Dinkelmehl
500 ml   Milch (Original: 250 ml Milch, 250 ml
      Buttermilch)
50 ml   Gurkenwasser (Original: 2-3 EL)
      Gekörnte Brühe
1 Teel.   Salz
      Muskatnuss, gerieben
      Pfeffer
      Petersilie

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original:
  Ursula Hoff, Fuldaer Zeitung am 26.04.2013
  Erfasst *RK* 28.04.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen. Schälen und würfeln. Gurken in feine Würfelchen schneiden.

Aus den Zutaten für die Sauce eine Mehlschwitze bereiten und kräftig abschmecken. Kartoffeln und Gurken zufügen und vorsichtig mit einem Holzlöffel rühren, während die Masse erhitzt wird. Falls die Sauce zu dick ist, schluckweise Wasser zufügen.

Dazu Blutwurst, gebraten oder kalt. Oder Frikadellen oder Fisch oder Bauernwürstchen oder Salat oder….

Anmerkungen, Jutta: Dieses Gericht war mir völlig unbekannt, schmeckt aber sehr gut. Wir hatten Grillfleisch dazu, würzig-pikant, prima.

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Das Rezept stammt übrigens nicht aus der Sendung des Offenen Kanals Fulda, sondern aus der Fuldaer Zeitung vom Freitag. Da stellt Frau Hoff einmal pro Woche ein Rezept vor, die knusprigen Mandel-Krokant-Häppchen waren auch von ihr. Kultig, irgendwie. 

Fuldaer aller Länder, vereinigt euch! Neeeeiiin!!! Nicht so!!!! Esst Kartoffelgemüse. Mensch…

 

Blogevent LXXXV – Aus Sultans Küchen *** Türkische Köfte mit Backofen-Kartoffeln

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Ein Event so ganz nach meinem Geschmack betreut diesmal Ninive von music, dream and more. Alles dreht sich um den Orient, speziell um die Türkei und dieses Thema weckt Erinnerungen an schöne Reisen und köstliche Speisen.

In Usbekistan aßen wir Plow, in Marokko Tajine und in Iran köstlichen Reis mit knuspriger Kruste. Und in der Türkei? Da waren wir noch nicht.

Tuerkische Koefte mit Backofen-Kartoffeln_bearbeitet-1

Woher also das Rezept für dieses Event nehmen? Ein Blick ins Bücherregal half weiter – nehmen wir doch einfach "Orient" von Zabert-Sandmann. Dieses Buch steht seit April 2009 ungelesen im Schrank, was eine absolute Schande ist, denn die Rezepte lesen sich köstlich und das, was ich heute daraus gekocht habe, schmeckte auch so. Wunderbar!

Es gab Köfte, also türkische Frikadellen, mit Backofen-Kartoffeln, Tomaten und einem schönen Quarkdipp. Sehr zu empfehlen.

Tuerkische Koefte mit Backofen-Kartoffeln_bearbeitet-1

Mit einem Stück Fladenbrot und der doppelten Menge Dipp als Begleiter würde ich es auch nicht vom Tisch treten.

Vielen Dank an Ninive und zorra für das Event, das uns neben schönen Erinnerungen auch eine tolle Mahlzeit und die Lust auf Urlaub in der Türkei bescherte.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Türkische Köfte mit Ofenkartoffeln (M)
Kategorien: Türkei, International, Rinderhack, Kartoffeln
Menge: 4 Portionen

Zutaten

2     Zwiebeln
2 Essl.   Olivenöl
500 Gramm   Rinderhack
1     Ei
1 Teel.   Salz
1 Teel.   Thymian, getrocknet
1 Teel.   Kreuzkümmel, ganz
1/2 Teel.   Rosenpaprika
2     Knoblauchzehen
2 Essl.   Petersilie
4 Essl.   Paniermehl
150 Gramm   Schafskäse
1 kg   Kartoffeln
4     Tomaten, groß
200 ml   Wasser
2 Teel.   Gek. Brühe
2 Teel.   Tomatenmark
H FÜR DEN DIPP
3 Essl.   Zitronensaft
250 Gramm   Quark, 40%
1 Essl.   Petersilie
1/2 Teel.   Salz

Quelle

  "Orient" – modifiziert
  ISBN 9783898831147
  Erfasst *RK* 11.03.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Zwiebeln fein zerkleinern, in 2 EL Öl glasig dünsten.

Rinderhack mit Ei, Salz, Thymian, Kreuzkümmel, Rosenpaprika, den zerdrückten Knoblauchzehen, Petersilie, dem gewürfelten Schafskäse, Paniermehl vermengen. Aus der Masse 12 Knödel formen und auf ein Blech setzen.

Kartoffeln schälen und klein schneiden. Um die Köfte herum drapieren. Tomaten heiß überbrühen, abziehen und das Innenleben entfernen. Ebenfalls in kleine Stücke schneiden und auf das Blech legen.

Wasser aufkochen, mit der gekörnten Brühe und dem Tomatenmark verrühren. Über die Zutaten auf dem Blech gießen.

Blech in den Ofen schieben und 30 Minuten backen. Ab und an die Tür öffnen, um Schwaden abzulassen.

In der Zwischenzeit für den Dipp alle Zutaten verrühren.

Nach dem Backen Köfte, Kartoffeln und Tomaten mit dem Dipp genießen.

Anmerkungen, Jutta: köstlich! Ein Stück Fladenbrot dazu und die doppelte Menge Dipp schaden nicht.

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Nachgemacht: Kräuterbackhendl mit Kartoffel-Radieserl-Salat

Ich habe eine Nachkoch- und Nachbackliste, die für die nächsten drei Leben reicht. Mindestens. Ich nehme mir auch immer vor, fleißig daran zu arbeiten, dass diese Liste kürzer wird. Aber wie, bitteschön, soll das gehen, wenn mir von allen Seiten die Leckereien um die Ohren gehauen werden?

Gestern zum Beispiel. 12.36 Uhr. Auf facebook. Da schreibt eine Mannschaftskameradin auf dem Narrenschiff aka Käptn's Dinner über ein tolles Blog, das sie entdeckt hat. Dabei handelt es sich um Franzens "einfachköstlich.com" – was mir wiederum ein schlechtes Gewissen machte, weil ich den Franz mit seinen tollen Fotos und Gerichten viel zu lange nicht mehr besucht hatte.Obwohl ich doch weiß, wie toll er kocht.

Ich gelobte Besserung, machte mich auf den Weg und war in Windeseile in der verlängerten Küche des Düsseldorfers eingetroffen. Und was es da alles zu sehen gab – ein Rezept schöner als das andere. Zufällig hatte ich morgens Hähnchenbrustfilets aus dem Tiefkühler geholt und Franz hatte das passende Rezept parat. Kräuterbackhendl mit Kartoffel-Radieserl-Salat. Ein Traum, der 18 Stunden nach Entdeckung bereits auf unsere Teller flatterte. Der Schuhbeck Alfons war mal wieder der Urheber dieses Hendl-Drrrauumss. I mog dem Fonsi seine Rezepte und wann ihr dös do nachkocht, dann wissts ihr auch, wieso.

Backhendl mit Radieserl-Kartoffelsalat_bearbeitet-1
Oh Gott, war das gut! Der Salat harmonierte perfekt mit dem Hähnchen, diesem zarten, knusprigen, zusammen mit der brauen Butter geradezu genialen Stück Fleisch. Wobei sich der Verzehr nicht auf ein Stück beschränkte. Am Ende des Mahles hingen der gute Ehemann und ich wie genudelt in den Seilen, konnten kaum noch piep sagen und mussten uns zwingen, auch noch den halben Liter Schokoladenpudding zu verzehren. Bei mir ging das nur unter Zuhilfenahme von ungefähr 250 ml Eierlikör und mehreren Sprühattacken Sahne. Not macht erfinderisch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kräuterbackhendl
Kategorien: Geflügel
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H BACKHENDL
3     Hähnchenbrustfilets (à ca. 120 g; ohne Haut)
150 Gramm   Saure Sahne
1 Teel.   Getrockneter Oregano, Thymian und Majoran
      — (jeweils)
1 Essl.   Orangensaft
2 Teel.   Zitronensaft
1 Teel.   Zitronenschale, abgerieben
      Pfeffer aus der Mühle
H PANADE
2     Eier
      Salz
      Muskatnuss
      Chilipulver, mild
50 Gramm   Saure Sahne
80 Gramm   Doppelgriffiges Mehl
100 Gramm   Panko
H AUSSERDEM
200 ml   Öl zum Ausbacken
6 Essl.   Braune Butter

Quelle

  Modifizierung des modifizierten Rezeptes
  http://xn--einfachkstlich-2pb.com/archives/1575#more-1575
  Original: Alfons Schuhbeck
  Erfasst *RK* 23.07.2011 von
  www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Die saure Sahne mit den gemörserten Kräutern, Orangen- und Zitronensaft, Zitronenschale und Pfeffer verrühren. Gut durchziehen lassen.

Hähnchenbrustfilets waschen, trocken tupfen und schräg in etwa 1 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen, leicht einmassieren, dann mit der Sahnemarinade mischen.

Die Eier in einem tiefen Teller verquirlen, mit Salz sowie je 1 Prise Muskatnuss und Chilipulver würzen. Die saure Sahne unterziehen. Das Mehl und Panko ebenfalls in je 1 tiefen Teller geben. Die Hähnchenstücke samt Marinade zuerst im Mehl wenden, dann durch die verquirlten Eier ziehen und zuletzt mit den Weißbrotbröseln panieren, dabei die Panade nicht zu fest andrücken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Hähnchenstücke darin bei mittlerer Hitze rundum goldbraun ausbacken. Die braune Butter in einer weiteren Pfanne bei milder Hitze zerlassen, die gebackenen Hähnchenstücke darin kurz wenden und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Kräuterbackhendl mit Kartoffel-Radieserl-Salat anrichten.

Anmerkung:

Im Originalrezept werden die Hähnchenteile nicht gewürzt, aber über Nacht mariniert. Dann lässt sich das Fleisch aber nicht mehr ausreichend salzen und schmeckt recht fad.

Anmerkungen, Jutta:

Der Knaller! Die braune Butter habe ich teelöffelweise über die Hähnchenstücke geträufelt. Das ist das Tüpfelchen auf dem i – super lecker! Der Salat harmoniert perfekt.

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Und ett Salätschen…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Radieserl-Salat
Kategorien: Kartoffelsalat
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Kartoffeln (Mandelkartoffeln*)
4 Teel.   Salz
1 Teel.   Kümmel, ganz
10     Radieschen
10 Stängel   Rucola, klein
1 klein.   Zwiebel
1 Essl.   Öl
3 Teel.   Hühnerbrühe, gekörnt, bio, hefefrei
350-400 ml   Wasser
3 Essl.   Rotweinessig
2 Teel.   Löwensenf, scharf
      Cayennepfeffer
1 Teel.   Zucker
3 Essl.   Butter, braun, flüssig

Quelle

  Rezept modifiziert von Jutta Hanke.
  Vorgestellt von Franz:
  http://xn--einfachkstlich-2pb.com/archives/1575#more-1575
  Original: Alfons Schuhbeck
  Erfasst *RK* 23.07.2011 von
  www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Die Kartoffeln waschen und in kochendem Salzwasser mit dem Kümmel weich garen. Inzwischen die Radieschen putzen, waschen und in dünne Stifte schneiden. Den Rucola waschen und in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin bei milder Hitze glasig dünsten.

Die Kartoffeln abgießen, ausdampfen lassen, möglichst heiß pellen, in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die gekörnte Brühe mit heißem Wasser aufgießen, mit Essig und Senf verrühren und mit Cayennepfeffer und Zucker würzen. Eine Handvoll Kartoffeln hinzufügen und mit dem Stabmixer kurz! pürieren.

Das Dressing nach und nach unter die Kartoffelscheiben mischen, bis die Flüssigkeit vollständig gebunden ist. Dann die abgekühlte braune Butter, die Radieschen, den Rucola und die Zwiebel untermischen.

Kartoffel-Radieserl-Salat zu Kräuterbackhendl anrichten. Nach Belieben mit Schnittlauchröllchen bestreuen und mit Zitronenspalten, Feldsalat und Cocktailtomaten garnieren. (Jutta: mit Rucolablütenstängeln)

Anmerkung:

Die Kartoffeln für die Sauce nur sehr kurz mit dem Mixstab pürieren, damit die Stärke nicht verkleistert.

Anmerkungen, Jutta: ein Gedicht, vor allem mit dem Hendl. Köstlich!

*Kartoffeln von Tartuffli => Finnische "Puikula", halbfestkochend. Sehr feine, skandinavische Delikatess-Sorte aus Lappland von 1940. Produziert von Heidi Kaiser, Pettstadt/Bamberg.

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