Kartoffelgratin aus dem Crockpot

Flämisches Biergulasch und Kartoffelgratin_bearbeitet-1

Als Beilage zum Flämischen Biergulasch gab es Kartoffelgratin. Und zwar aus dem Crockpot, was ich zunächst sehr befremdlich fand.

Ich bin überhaupt kein Fan von Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln. Das Garen ist mir noch nie so gelungen, dass man das Ergebnis als perfekt hätte bezeichnen können. Harte Kartoffelstücke in einer komischen Sahnesauce sind nicht das Maß aller Dinge.

Kartoffelgratin (CP), komplett

Deshalb bin ich erstaunt, dass ich dieses Rezept überhaupt ausprobiert habe. In einem sympathischen Forum für Thermomixverrückte und VerwenderInnen anderer Helferlein wie Crockpot und Konsorten gefunden, sprach mich die Anleitung jedoch sofort an. Auch die vielen positiven Rückmeldungen bestärkten mich darin, es noch einmal (dann ist aber wirklich Schluss – endgültig – einmal noch, ehrlich!) mit rohen Kartoffeln und Crocky zu versuchen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ergebnis war einfach perfekt*. Sechs Stunden langsam vor sich hinblubbernd, strebte das Gratin, das eigentlich keins ist, der Vollendung entgegen. Die Kartoffeln waren "auf den Punkt" gar (ich kann es nicht mehr hören, deshalb schreibe ich es lieber),  nicht zerkocht, gut gewürzt, der Käse an der Oberfläche schön gebräunt – ich hörte die Englein im Gratinhimmel singen.

Kartoffelgratin (CP)

Ab sofort werden in Sachen "Rohe Kartoffelscheiben in Käse-Sahne-Sauce gegart" keine Experimente mehr gemacht. Des g'hört so.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelgratin (CP)
Kategorien: Beilage, Kartoffeln, Käse, Sahne
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Kartoffeln ("Reichskanzler", mehlig kochend)
200 Gramm   Sahne
100 Gramm   Vollmilch (beim nächsten Mal 50 g mehr verwenden)
5 Gramm   Salz
5 Gramm   Gemüsebrühe, gekörnt
0,1 Gramm   Muskat
0,1 Gramm   Pfeffer, schwarz
1/2     Knobizehe, gepresst
150     Emmentaler
150     Gouda, jung

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Virus Culinarius, Userin "Salsa Picante"
  http://www.virusculinarius.de/forum/showthread.php?t=996&
  highlight=kartoffelgratin
  Erfasst *RK* 13.12.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln schälen und auf der Maschine in 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Gefrorenen Käse im TM 15 Sekunden / Stufe 10 zerkleinern. 150 g zur Seite stellen.

Die restlichen Zutaten miteinander vermischen. Mit den Kartoffeln in den ungefetteten, kleinen Crockpot geben, alles gut miteinander vermengen. Restlichen Käse aufstreuen

6 Stunden auf LOW garen.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt total super und macht kaum Arbeit.

Susanne "Salsa Picante" rät: "Bei einem vollen 6,5 l Crock Pot (ca. 3fache Menge), koche ich das Gratin 5 Stunden auf High."

=====

Um den Kartoffeln eine Freude zu machen, gibt es beim nächsten Mal Hering dazu.

*Einen Hauch mehr Flüssigkeit hätten sie eventuell, vielleicht, möglicherweise vertragen können, aber da bin ich mir nicht sicher, das muss ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Birnen, Bohnen, kein Speck

Birnen, Bohnen, kein Speck

Ich hatte vor ein paar Tagen bei grünen Bohnen zugeschlagen, ohne eine Ahnung, was ich damit wohl kochen könnte.

Ein Blick in die essen & trinken von August (nein, ich bekomme kein Geld dafür) verschaffte Gewissheit. Ein Bohnenragout mit Birnen sollte es sein. Wer Birnen, Bohnen und Speck liebt, wird trotzdem von diesem Gericht nicht enttäuscht sein. Es ist vegetarisch, es ist kalorienarm (pro Portion 324 kcal), es ist fein, leicht und einfach gut.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bohnen-Ragout mit Birnen
Kategorien: Vergetarisch, Bohnen, Kartoffeln, Fein
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm   Bamberger Hörnchen, klein
      Salz
400 Gramm   Bohnen, grün
1 Dose   Riesenbohnen, weiß, dick (400 ml FM)
1/2 Bund   Bohnenkraut
2     Birnen, fest
1 Essl.   Zitronensaft
H FÜR DIE SAUCE
1     Zwiebel
30 Gramm   Butter
20 Gramm   Mehl
500 ml   Vollmilch
250 ml   Gemüsefond
      Pfeffer
      Muskat
      Zucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "essen & trinken"
  August 2009
  Erfasst *RK* 23.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Kartoffeln unter fließendem Wasser gut abbürsten. In kochendem Salzwasser zugedeckt bei mittlerer Hitez in 15-20 Minuten gar kochen, abgießen und ausdämpfen lassen. Inzwischen die grünen Bohnen putzen, halbieren und in kochendem Salzwasser 8-9 Minuten kochen. Abgießen, abschrecken und abtropfen lassen. Weiße Bohnen abtropfen lassen. Bohnenkrautblätter von den Stielen zupfen. Birnen vierteln, entkernen und in 2 cm breite Spalten schneiden und sofort in Zitronensaft wenden.

Für die Béchamel die Zwiebel fein würfeln. Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Mit Mehl bestäuben, leicht anschwitzen und mit Milch und Gemüsefond auffüllen. Langsam aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 10 Minuten offen garen. Dabei öfter umrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und 1 Prise Zucker würzen.

Die Kartoffeln in die Sauce geben und 5 Minuten kochen. Weiße Bohnen, grüne Bohnen und Birnenspalten zugeben und weitere 7 Minuten bei milder Hitze kochen. Bohnenkraut unterheben und servieren.

Anmerkungen, Jutta: schönes, elegantes, semi-deftiges Gericht.

=====

Ich habe versucht, den Geschmack mit der Bezeichnung  "semi-deftig / elegant" einzufangen. Ein ungewöhnliches Gericht hatten wir auf dem Teller, das tatsächlich auch im Sommer gegessen werden kann. Da hatte ich zunächst Bedenken, welche komplett zerstreut wurden.

Es gab ein paar Änderungen:

  • Da ich keine frischen Birnen im Haus hatte, habe ich ganz zum Schluss ein paar Dosenfrüchte untergezogen und kurz mit erwärmt. Auf den Zitronensaft habe ich verzichtet.
  • Das Bohnenkraut am Schluss unterzuheben fand ich nicht gut. Die Blättchen sind doch sehr robust und hätten bestimmt zwischen den Zähnen geklebt. Deshalb habe ich während des Béchamelkochens einfach einen Papierbeutel für Tee mit dem Bohnenkraut bestückt und in den Topf gehängt. Am Ende des Kochvorgangs hatte die Béchamel den Geschmack des Bohenkrautes angenommen.
  • Die Kartoffeln habe ich geschält.
  • Kartoffeln und Bohnen wurden im Dampfgarer zubereitet und deshalb am Ende nur  noch in der Béchamel erwärmt.

Sehr schön!

Kalbshaxe in Gewürz- und Olivenöl (24-Stunden-Haxe)

24-Stunden-Kalbshaxe mit mediterranem Kartoffelstampf und mediterranem Gemüse_bearbeitet-1


Seit Lanz im ZDF kochen lässt, kann ich die Sendung nicht mehr anschauen. Der Vorgänger war ja schon gewöhnungsbedürftig, aber der Neue. Oh nee. Bei Zappen bin ich dann aber doch hängen geblieben und dufte erleben, wie Johann Lafer eine Kalbshaxe präsentierte.


Das ist an sich nicht bemerkenswert. Aber die Tatsache, dass die Haxe 24 Stunden lang in gewürztem Olivenöl bei 65° C gegart wurde, ließ mich aufhorchen. Meist vergesse ich umgehend, was ich in Kochshows gesehen habe. Aber die Haxe, die schwirrte mir doch ab und an durch den Kopf und der dringende Wunsch verfestigte sich, das Rezept einnmal zu probieren.


Kalbshaxe, gegart, badend


Nun trug es sich zu, dass sich lieber Besuch ansagte. Julia Kokke,  Sprachwissenschaftlerin und „Vocal Coach“ – eine facettenreiche Frau, die schon fürs ARD-Buffet gearbeitet hat, wunderbar singen kann und über viele andere Talente verfügt. Diese Julia Kokke also sollte als Versuchskaninchen fungieren, das die Haxe probiert. Soviel vorweg: Sie nahm Nachschlag.  Fleisch und Kartoffelstampf. Gäste, die Nachschlag nehmen, liebe ich!


Wenden wir uns wieder der Zubereitung der Haxe zu:


Kalbshaxe, roh


Der Arbeitsaufwand bei der Herstellung ist gering. Haxe kaufen (eventuell vorbestellen), ein wenig parieren, in das auf 85° erwärmte Öl legen (die richtige Temperatur zu erreichen war das Schwierigste beim ganzen Gericht), 10 Minuten auf 85° C baden und dann 24 Stunden bei 65° C weitergaren. Das war im Manzfred kein Problem, die Ofentemperatur pendelte zwischen 63° C und 68° C  und sooo genau will ich es dann auch nicht nehmen.


Kalbshaxe - Würzöl_bearbeitet-1


Blöd war, dass das Fleisch ungewürzt in das Öl gelegt wird. Ihm fehlte am Ende das Salz und ich fand es schwierig, das richtige Maß zu finden. Zudem hatte ich das fertige Fleisch zur Überbrückung einiger Stunden bis zum Essen in den Kühlschrank gestellt. Das war keine gute Idee. Im Original wird das 65° C warme Fleisch am Ende in der Pfanne angebraten. Das habe ich auch gemacht, aber mit kaltem Fleisch, das dann nicht richtig warm wurde.


Kalbshaxe, bratend, Blog


 Die Teller mit Kartoffelstampf und  Sauce waren schon angerichtet, standen im Ofen, um warm zu bleiben und das Fleisch dauerte und dauerte und dauerte. Ich habe es am Ende aufgeschnitten und musste feststellen, dass es noch so kalt war, dass ich es unmöglich servieren konnte. Also wurden die Fleischscheiben im Dampfgarer erhitzt. Auf die Idee wäre ich besser schon früher gekommen. Trotzdem, das Essen hätte ruhig wärmer sein können. Das sind die Momente, da könnte ich mich ohrfeigen.



















========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kalbshaxe in Gewürz- und Olivenöl
Kategorien: Lafer, NT, 24 Stunden, Fleisch
Menge: 3 bis 4 Portionen

Zutaten


























































2 Ltr.   Olivenöl
3 Zweige   Rosmarin
2 Zweige   Thymian (davon 1 Zitronentyhmian)
5 Zehen   Knoblauch
1     Chilischote, rot
1     Lorbeerblatt
1 Teel.   Pfeffer-Mix, schwarz
1     Kalbshaxe, 1,6 Kilo
      Salz
      Pfeffer

Quelle















  Rezept modifiziert.
  Original: Lanz kocht – Die perfekte Pfingstküche
  Koch: Johann Lafer am 29.05.2009











  Erfasst *RK* 14.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung


Olivenöl mit Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Chili, Lorbeerblatt und Pfeffer in einen großen Topf geben (Jutta: Bräter) und auf 85° C erhitzen. Kalbshaxe zugeben und 10 Minuten bei 85° C garen. Hitze des Öls auf 65° C reduzieren und die Haxe 24 Stunden darin garen. Anschließend die Haxe herausheben und in einer Pfanne von allen Seiten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, am Knochen entlang herum schneiden und das Fleisch in Scheiben schneiden.


Johann Lafer servierte dazu „Limonenpolenta“ und eine mediterrane Sauce. Ich habe statt der Polenta mediterranen Kartoffelstampf gereicht.


Anmerkungen, Jutta: Zubereitungsart wird Erstaunen hervorrufen. Ergebnis und Materialeinsatz lohnen den Aufwand nicht. Zartes Fleisch vorhanden, aber das bekommt man auch anders hin.


=====


Ach ja, ich bin so unschlüssig. Die Haxe war schon gut. Zart und saftig. Aber auch ein wenig fad und nicht heiß genug beim Servieren. Und dann das ganze Öl. Zwei Liter! Und der Stromverbrauch. 24 Stunden Garzeit!


Hach ja, ich bin so unschlüssig, ob sich der Aufwand lohnt. Fleisch wird doch auch zart und gar, ohne dieses lange Ölbad. Interessant ist es ja, das Fleisch bei 65° C zu garen. Und funktionieren tut es auch. Die Struktur der Haxe war wirklich wunderbar.


Och nee, ich habe mich jetzt entschlossen. So würde ich das Fleisch nicht noch einmal zubereiten.


Aber, ich muss es noch einmal erwähnen, die wahre Entdeckung dieses Gerichts war der bei Petra entdeckte Kartoffelstampf.


Mediterraner Kartoffelstampf


 Dessen Reste haben wir gestern gegessen und wenn noch etwas übrig wäre, würde ich ihn heute, zum vierten Mal, freudig wieder essen. Bin ich froh, dass ich auf die „Limonenpolenta“ verzichtet habe. Allerdings hätte sie wahrscheinlich als neutrale Komponente wunderbar mit der mediterranen Sauce harmoniert. Ein Rätsel ist mir, wo die Köche ihre „Limonen“ kaufen. Ich kaufe entweder Zitronen oder Limetten. Das Rezept will ich euch aber trotzdem nicht vorenthalten:



















========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Limonenpolenta
Kategorien: Beilage, Limetten, Polenta, Getreide
Menge: 4 Portionen

Zutaten
















































500 ml   Gemüsefond
50 Gramm   Sahne
30 Gramm   Polenta
2     „Limonen“, unbehandelt
100 Gramm   Butterwürfel, kalt
      Chili, gemahlen
      Salz
      Pfeffer

Quelle















  Rezept modifiziert.
  Original: Lanz kocht – Die perfekte Pfingstküche
  Koch: Johann Lafer am 29.05.2009











  Erfasst *RK* 14.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung


Gemüsefond mit der Sahne aufkochen. Polenta unter Rühren hinein geben und einmal aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und die Polenta unter gelegentlichem Rühren ca. 30 Minuten ausquellen lassen (Jutta: ein Fall für den Dampfgarer). „Limonen“ heiß abspülen, die Schale fein reiben und den Saft auspressen. Die fertige Polenta mit „Limonenschale“ und -saft sowie Salz, Pfeffer und etwas Chili abschmecken. Zuletzt die kalten Butterwürfel unterrühren.


=====



Mediterraner Kartoffelstampf

Wie der Zufall so spielt. Heute bekommen wir Besuch. Zum Mittagessen und Kaffee. Als Fleischzutat werde ich Johann Lafers 24-Stunden-Kalbshaxe servieren und danach auch bloggen. Als Beilage schlägt Lafer Polenta vor. Aber darauf hatte ich nicht wirklich Lust. Doch wegen Mangels an Ideen fügte ich mich dem Hansi seine Vorschläge 😉

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem schönen Dessert und schaue bei Petra ins Blog und was finde ich? Kartoffelstampf, der hervorragend zur Haxe passen würde. Petra hatte das Rezept bei mipi gefunden, ursprünglich stammt es von Gabi Bauer, die es bei Biolek kochte und Chaosqueen war ihm – dem Stampf, nicht dem Bio – auch schon verfallen. Sogar in doppelter Menge.

Aber bei Lichte betrachtet ist es auch piepegal wer, wann, was, wo und warum gebloggt hat. Ich rate jedoch dringendst dazu, dieses Kartoffelgericht schnellstmöglich nachzukochen. Es schmeckt einfach unbeschreiblich gut.

Das habe ich nämlich sofort ausprobiert, nachdem ich die Vorräte überprüft hatte und feststellte, dass alle Zutaten vorhanden sind. Polenta adé – den Stampf esse ich auch an zwei aufeinander folgenden Tagen. Oder an drei oder vier oder fünf oder sechs oder sieben oder acht oder……. und wenn sie nicht gestorben ist, dann futtert sie den Stampf noch heute! Und morgen und übermorgen und überübermorgen und überüberüberüberüberüberüberüberüberüberüber………..

Ach so. Foto! Biddeschööööön!!!

Mediterraner Kartoffelstampf 

Das gab es dazu:

Gebackene Kartoffeln mit Tomaten-Olivenöl-Topping

Gebackene Kartoffeln mit Tomaten-Olivenöl-Topping

Wenn einem mal nicht der Sinn nach Fleisch steht oder aber eine schöne Beilage gesucht wird, die nicht viel Arbeit macht, dann sind die Kartoffeln genau das Richtige. Sie könnten aber etwas mehr Füllung vertragen. Ich würde beim nächsten Mal die Hälften ein wenig aushöhlen, damit mehr von der Masse hineinpasst. Oliven, Schafskäse und Tomaten zu gleichen Teilen zu mischen und noch ein paar méditerrane Kräuter hinzuzufügen ist bestimmt nicht die schlechteste Idee.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gebackene Kartoffeln mit Tomaten-Olivenöl-Topping
Kategorien: Mediterran, Beilage, Schafskäse, Oliven
Menge: 8 Portionen

Zutaten

8 groß.   Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
      Salz
3-4     Knoblauchzehen
2     Lauchzwiebeln
150 Gramm   Schafskäse
150 Gramm   Tomaten,getrocknet, in Öl
300 Gramm   Oliven, schwarz, entsteint
      Pfeffer
1-2 Essl.   Zitronensaft
8 Essl.   Olivenöl, würzig

Quelle

  Magazin "Lust auf Genuss-Das Beste rund ums Mittelmeer"
  5/2009
  Erfasst *RK* 17.04.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln unter fließendem Wasser gründlich abbürsten. Dann in Salzwasser in ca. 20 Minuten knapp gar kochen, abgießen. Knoblauch abziehen und hacken. Lauchzwiebeln waschen, putzen, klein schneiden. Schafskäse grob zerbröckeln. Getrocknete Tomaten abtropfen lassen, dabei das Öl auffangen. Tomaten und Oliven grob würfeln.

Kartoffeln halbieren, auf ein Backblech setzen. Tomaten mit Tomatenöl, Oliven, Lauchzwiebeln, Schfskäse und Knoblauch mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen, Zitronensaft darüber träufeln. Mischung auf den Kartoffeln verteilen. Olivenöl darüber träufeln, Kartoffeln im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft: 180 Grad) etwa 15 Minuten backen. Kartoffeln nach Belieben noch mit etwas mehr Olivenöl beträufeln und sofort servieren.

Pro Portion: 495 Kcal / 40 g Kohlenhydrate / 12 g Eiweiß / 31 g Fett

=====

Fremdkochen: Slowcooking im Winter – Grünkohl schleswig-holsteinische Art

Fremdkochen im Winter

Wie meist auf den letzten Drücker, habe ich es doch geschafft, am schönen Event der rührigen Hüttenhilfe teilzunehmen. Fremdkochen war angesagt. Am kältesten Tag dieses Winters legte ich los und das ging so:

Also, ich bin ja gebürtig aus Nordrhein-Westfalen. Und da kocht man Grünkohl "untereinander" – nämlich mit Kartoffeln zusammen. Immer!

Deshalb war ich einerseits skeptisch, andererseits auch neugierig, als ich Ulrikes Rezept vom Greunen Kohl las.

Gestern wurde nachgekocht. Grünkohl war da, Kartoffeln waren da, Würstchen waren da

Grünkohl s-h, Mettwurst

und draußen
war es zu kalt, um wegen eines geräucherten Schweinebauchs das Häuschen
zu verlassen. Also haben wir das Fleisch einfach weggelassen.

Fazit:

Grünkohl s-w - skandalös

Keine Ahnung, wie das
Gericht schmeckt, wenn man es genau nach Anleitung kocht. Uns hat es
jetzt schon so gut gefallen, dass es unsere Vorstellungskraft
übersteigt, es sich noch besser auszumalen.

Grünkohl s-h, komplett

Der Grünkohl mit den geräucherten Würsten und den karamellisierten Kartoffeln waren ein Gedicht. Übrigens habe ich zum ersten Mal Kartoffeln gegessen, die auf diese Art und Weise zubereitet waren (Linda! Und dann auch noch aus der Lüneburger Heide, man kommt auf dem Weg nach Norden quasi am Acker vorbei)

Grünkohl s-h, Linda

 - ich hoffe, ich habe es richtig gemacht. Glücklicherweise habe ich gleich die doppelte Menge geschält und gekocht, so können wir heute noch einmal diese Köstlichkeiten genießen. Mit Grünkohl, versteht sich.

Ja, ja, die Nordlichter. Die wissen, was gut ist, wenn's draußen eisig wird und man das ein oder andere Gramm Fett auf den Rippen gebrauchen kann. Danke für das schöne Rezept!

Übrigens, Grünkohl gab es auch hier:

Geschmorter Grünkohl mit karamellisierten Kartoffeln
Grünkohl westfälische Art
Pasta mit Grünkohl und Rosinen
Grünkohl-Kürbis-Pastete
Grünkohl mit "Wammal"

und so weiter und so weiter und so weiter und so weiter und … so…

Hier das modifizierte Rezept: 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grünkohl schleswig-holsteinische Art (CP)
Kategorien: Slow Cooker, Crockpot
Menge: 6 Portionen

Zutaten

1,2 kg   TK-Grünkohl, gefroren
150 Gramm   Speck, durchwachsen
1 Essl.   Senf, scharf
      Salz, Pfeffer
4     Wacholderbeeren
      Muskat
250 ml   Hühnerfond
2     Zwiebeln, fein gehackt
50 Gramm   Schmalz, Apfel-Zwiebel, vegetarisch
2     Mettwürstchen
150 Gramm   Debrecziner

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Ulrike Westphal
  http://ostwestwind.twoday.net/stories/5340205/
  Erfasst *RK* 30.12.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Speck und Zwiebeln würfeln und im Schmalz anbraten. Alles in den Crockpot geben, mit der Brühe und dem Grünkohl mischen. Mit Senf, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Wacholderbeeren in einen Teebeutel geben, grob zerstoßen und zum Grünkohl geben. Eine Stunde HIGH, vier Stunden LOW garen. Die Mettwürste erst die letzten 1,5 Stunden mitgaren. Ab und zu umrühren. Am Schluss mit Salz und Pfeffer (eventuell noch Senf) abschmecken.

:Vorbereitungszeit: 35 Minuten
:Garzeit: 5:17 Std. / 1 Stunde HIGH, 5 Stunden LOW
:Slow Cooker Größe: 6,5 l
:Stromverbrauch: 1,3 KWh
:Kosten: 0,26 Euro

Dazu serviert mal karamellisierte Kartoffeln: Kartoffeln garen, in Butterschmalz braun braten, mit braunem Zucker überstreuen (falls es Pellkartoffeln sind, auch mit Salz) und karamellisieren lassen.

=====

Räuchern gestattet: Döppekooche mit Möhrensalat und Apfelkompott

Blog-Event XLI - Räuchern gestattet

Als Rheinländerin in Remscheid zu wohnen ist nicht schön. Die Bergische Mentalität ist schon speziell. Für eine Frohnatur wie mich jedenfalls. Und dann dieses Wetter! Regen, Regen, Regen. Und sollte mal Schnee angesagt sein, in Remscheid schneit es immer. Wir wohnten damals auf einer recht steilen Hauptverkehrsstraße. Wenn mal wieder Flocken fielen, stellte ich mir das Bügelbrett vor’s Fenster, um die rutschenden Autos zu beobachten. Schöner als Kino!

Döppekoche, fertig

Aber lecker Essen kochen, so richtig deftig und gehaltvoll, das konnten die Remscheider. Die Zutaten holte man sich auf dem tollen Wochenmarkt, bewacht vom Bergischen Löwen. Den leckersten Fleischsalat bekam man bei Metzger Heß – davon träume ich heute noch. Und vom Obst und Gemüse bei Omma Wiese.

Eine Spezialität der Bergischen Küche war, neben der berühmten Kaffeetafel, der Döppekooche. Obwohl der eigentlich, natürlich!, eine rheinische Spezialität ist. Diesen herzhaften Kuchen kennt man in vielen Gegenden Deutschlands und er wird mit den unterschiedlichsten Namen belegt. Aber, wie gesagt, eigentlich…

In letzter Zeit wurde des öfteren mit geriebenen, rohen Kartoffeln gekocht.

Döppekooche, Kartoffeln, fein gerieben
 

Robert tat es (von diversen Rösti mal abgesehen), Houdini zog nach, Bolli war ebenfalls an Bord und bestimmt wird es den ein oder anderen Blogger geben, der ebenfalls mit Kartoffelteig experimentierte. Je mehr ich darüber las, desto größer wurde die Lust, auch mal wieder Reibkuchen oder ähnliches herzustellen.  

Komischerweise hatte ich Döppekooche niemals eigenhändig zubereitet. Als dann kürzlich noch eine Bekannte wissen wollte, ob ich den Kuchen schon mal gebacken habe und wenn ja, nach welchem Rezept, gab es kein Halten mehr. Heute kann ich vermelden, dass ich den Kuchen tatsächlich schon einmal gebacken habe und zwar nach diesem Rezept:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Döppekooche (M)
Kategorien: Regional, Kartoffeln, Speck, Würstchen
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

2 kg   Kartoffeln
3     Zwiebeln, dick
3 Teel.   Salz, gestrichen voll
3     Eier
      Pfeffer
      Muskat
      Pflanzenöl
2     Mettwürstchen, geräuchert
150 Gramm   Schinken, durchwachsen, geräuchert (Jutta:
      — Schwarzwälder)

Quelle

  eigenes Rezept aus diversen Quellen
  Erfasst *RK* 21.12.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln und Zwiebeln schälen und getrennt fein reiben (Jutta: Jupiter Küchemaschine, feine Trommel. Beim nächsten Mal gröbere Trommel ausprobieren). Kartoffeln in ein Sieb geben und sehr gut abtropfen lassen. Am besten am Ende noch etwas ausdrücken. Flüssigkeit auffangen, nach einer Weile vorsichtig abschütten und die am Boden befindliche Stärke aufbewahren. Geriebene Kartoffeln mit Eiern, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Muskat und der Kartoffelstärke vermischen.

Eine feuerfeste Form (Jutta: gusseiserner Topf) großzügig mit Pflanzenöl fetten. Den Boden mit in Scheiben geschnittenem Speck belegen. Kartoffelmasse zur Hälfte einfüllen. Nun Mettwürstchen in schräge Scheiben schneiden und auf die Kartoffel legen. Den Rest der Masse einfüllen und mit ca. 2 EL Öl beträufeln.

In den kalten Manzfred stellen. 1 Stunde mit Deckel bei 160 °C garen. Dann Deckel abnehmen, Temperatur auf 180 °C hochschalten und eine weitere Stunde garen. Die Oberfläche sollte schön braun und knusprig sein.

Dazu reicht man Apfelkompott, Salat und Schwarzbrot. Reste am nächsten Tag, in Scheiben geschnitten, in der Pfanne braten.

Ohne Manzfred: 2 Stunden bei 200 °C backen.

=====

Unabdingbar für das Gelingen ist die Verwendung von Geräuchertem, hier in Form von Schwarzwälder Schinken

Döppekooche, Schwarzwälder

und geräucherten Mettwürstchen (die rochen so gut, dass bei Beginn der Kochaktion wie durch Zauberei statt vier nur noch zwei Würste vorhanden waren, komisch…). Reicht das für eine Teilnahme am Event „Räuchern gestattet?“ Ich versuche es einfach mal und nehme teil.

Aber Event hin oder her, es lohnt sich, das Gericht einmal nachzukochen. Wenn es draußen so richtig kalt ist, schmeckt der Kuchen aus dem Döppe besonders gut.

Döppekooche mit Apfelkompott und Möhrensalat

Zum Döppekooche gab es Apfelkompott

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkompott (TM)
Kategorien: Äpfel, Kompott, Thermomix
Menge: 4 Portionen

Zutaten

4     Äpfel
1 Prise   Salz
1 Teel.   Vanillezucker
50 Gramm   Zucker
1 Essl.   Zitronensaft
50 Gramm   Wasser

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Thermomix-Kochbuch „Jeden Tag genießen“
  Erfasst *RK* 21.12.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Äpfel schälen, entkernen und achteln. Mit den restlichen Zutaten in den Mixtopf geben und 8 Min./100°/Stufe 1 kochen.

Wer Apfelmus möchte, kann die Masse anschließend 20 Sek./Stufe 5 pürieren.

=====

und einen Möhrensalat, in Windeseile zubereitet und absolut schmackhaft. Zeitgenossen ohne Thermomix haben ein wenig mehr Arbeit bei der Zubereitung, aber es lohnt sich, versprochen.

Zudem ist die Verwendung von Trockenfrüchten eine gute Gelegenheit,
Reste der Weihnachtsbäckerei zu verbrauchen. Statt Dattel und Cranberry
kann man andere getrocknete Früchte verwenden. Schmeckt bestimmt genau
so gut. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Fruchtiger Möhrensalat (TM)
Kategorien: Möhren, Cranberries, Datteln, Rohkost
Menge: 2 bis 3 Portionen

Zutaten

3     Möhren, dick
1     Apfel
50 Gramm   Cranberries
5     Datteln, entsteint
      Salz
1 Teel.   Honig
50 Gramm   Crème fraîche
1 Schuss   Birnen-Balsamico-Essig (oder hellen Balsamico)

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 21.12.2008 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Möhren schälen, in grobe Stücke schneiden. Apfel schälen, entkernen und achteln. Alles in den TM werfen und 6 Sek./ Stufe 5 zerkleinern.

Anmerkungen, Jutta: erstaunlich flott zubereitet und erstaunlich schmackhaft. Gut geeignet als Resteverwertung, wenn man von der Weihnachtsbäckerei noch Trockenfrüchte übrig hat.

=====