Jutta ohne Butta oder Not macht erfinderisch und führt zum Backen einer wunderbaren Apfeltorte namens Scharlotka

Manchmal ist es ja komisch. Da nimmt man sich etwas vor und wenn dann der große Tag da ist, stellt man mit Schrecken fest, dass es mit der Umsetzung nicht so einfach ist. Zum Beispiel heute.

Mein goldischer Mann war drei Tage auf großer Fahrt und ich stellte mir schon die leuchtenden Äugelchen vor, wenn er nach Hause kommt und als erstes einen herrlichen Körper Kuchen sieht.

Grumpy Cake – aber lecker

Ich ging also frisch ans Werk, stellte die Zutaten für einen Rührkuchen bereit um dann feststellen zu müssen, dass meine Buttervorräte gegen Null gingen. Also genau Null. Nix. Nada. Alles fott. Und nun?

Nach Heulen und Zähneklappern wurde das weltweite Netz durchsucht und beim Thermomixrezeptportal gab es die Lösung. „Scharlotka“! Dieser Name klang wie Musik in meinen Ohren. Russische Musik, Balalaikas und Lederstiefel, die den Kasatschok tanzen.

Nicht wirklich wie Musik säuselte die Spülmaschine, in der sich das Thermomixequipment befand. Also, russischen Kuchen backen ohne Butter und ohne Thermomix. Pff, kein Problem, wozu habe ich denn eine Rührmaschine!?!

Die Vorgehensweise ist denkbar einfach, die Zutatenliste extrem überschaubar und das Ergebnis, ja, wie soll ich sagen… sensationell trifft es ganz gut. Biskuit mit gaaaanz viel Obst, also wirklich nicht übel, auch wenn das Aussehen des fertigen Objekts je nach Beleuchtung weniger Gutes erahnen lässt (hihi). Nein, es ist kein McFlurry.

Eine wirkliche Überraschung ist das Teil und ganz ohne Fett und bestimmt auch nicht schlecht als Dessert mit einem Bällchen Eis. Oder Eierlikör. Oder so.

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Scharlotka (Russischer Apfelkuchen)
Kategorien: Biskuit, Torte, Äpfel
     Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser

                   Butter zum Einfetten
    700     Gramm  Äpfel
     30     Gramm  Zitronensaft
      3            Eier
    150     Gramm  Zucker
      1      Pack. Vanillezucker
      1     Prise  Salz
    150     Gramm  Mehl
    1/2      Pack. Backpulver
                   Puderzucker zum Bestäuben

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert. Original:
            Thermomix Rezeptwelt cookidoo
            -- Erfasst *RK* 11.10.2019 von
            -- Jutta Hanke

Eier so rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, dass sie
Zimmertemperatur haben bei Backbeginn.

Boden der Form mit Backpapier belegen, Rand fetten. Manzfred auf
180° C vorheizen.

Eier, Salz, Vanillezucker und Zucker in der Küchenmaschine
dickschaumig aufschlagen. In der Zwischenzeit Äpfel schälen,
vierteln, entkernen und in hauchdünne Spalten schneiden. Mit dem
Zitronensaft vermengen. Mehl mit Backpulver mischen, unter die
Eimasse ziehen.

Die Hälfte des Teigs in die Springform geben, Äpfel aufbringen (ich
habe auch noch Sultaninen und Mandelstifte zugefügt), mit dem Rest
des Teigs bedecken.

15 Minuten backen, dann Temperatur auf 160° C reduzieren und weitere
35 Minuten backen. Gesamtbackzeit 50 Minuten.

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen. Falls noch Zitronensaft
übrig ist, kann man auch Zuckerguss verwenden.

Anmerkungen, Jutta: erstaunlich tolles Rezept

Mit dem Thermomix geht das so:

Rühraufsatz einsetzen. Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz in den
Mixtopf geben und 4 Min./37°C/Stufe 3 aufschlagen. Rühraufsatz
entfernen. Mehl und Backpulver zugeben, 10 Sek./Stufe 4 vermischen.

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Kirsch-Sandkuchen (M)

Heute fiel mir beim Zurückstellen der Bücher mit Weihnachtsbäckerei Christa Schmedes' Buch "Lieblingskuchen – einfach gut" von GU in die Hände. Ich backe immer mal wieder daraus und einige Rezepte dürfen sich mit dem Prädikat "Knaller" schmücken. So gehört der Schichtkuchen, eine unverzichtbare Komponente bei diversen mehrstöckigen Tortenbackaktionen, zu den all time favorites und wenn die Aprikosen reif sind, wird der Aprikosen-Marzipankuchen ständig gebacken. Aber auch andere Kuchen habe ich schon aus diesem Buch gezaubert. Die Liste findet ihr am Ende des Beitrages. Es gibt da aber leider ein klitzekleines Problem: ich habe sie noch nicht gebloggt. Zorri Freunde, aber was nicht ist, kann ja noch werden, gell. 

Kirsch-Sandkuchen

Diesmal blieb mein nach Kuchen schmachtender Blick an einem Kirschkuchen hängen. Da ich derzeit im Strickfieber bin, sollte es möglichst schnell gehen und genau so war das dann auch. Der Teig ist so flott gerührt, dass der Ofen gerade vorgeheizt war, als die Vorbereitungen abgeschlossen waren. 

Nach 30 Minuten kam ein köstlich duftender Blechkuchen zum Vorschein, der mit Zuckerguss (oder Puderzucker) verziert sehr fein schmeckte. Wer sich bei Margarine im Kuchen schüttelt, kann sie durch Butter ersetzen. 200 g werden im Originalrezept verwendet. Ich nehme bei Rührteig immer Margarine, gefällt mir einfach besser, weil der Teig lockerer wird. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirsch-Sandkuchen (M)
Kategorien: Blechkuchen, Sauerkirschen, Schnell
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H TEIG
250 Gramm   Margarine (Original: 200 g Butter)
250 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
5     Eier
250 Gramm   Mehl
100 Gramm   Speisestärke
1 Teel.   Backpulver, gehäuft
H BELAG
2 Gläser   Sauerkirschen
150 Gramm   Puderzucker
2 Essl.   Zitronensaft (ungefähr)
      Fett fürs Blech
      Alternative: statt Zuckerguss mit Puderzucker
      — bestäuben

Quelle

  "Lieblingskuchen – einfach gut" GU
  ISBN: 3-7742-6073-7
  Erfasst *RK* 28.01.2017 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen zum Abtropfen auf ein Sieb schütten. Manzfred auf 160° C vorheizen. Fettpfanne fetten.

Margarine, Salz und Zucker geschmeidig rühren. Eier nach und nach unterziehen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, flott unterziehen.

Teig in die Fettpfanne geben und glatt streichen. Kirschen auflegen, leicht andrücken.

30 Minuten backen, abkühlen lassen und entweder mit Zuckerguss verzieren oder mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta: schnell, saftig, gut!

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 Weitere köstliche, leider jedoch unverbloggte Kuchen aus dem Buch: 

  • Versunkener Apfelkuchen (Anmerkung: super!)
  • Blitznusskuchen
  • Apfel-Karamell-Kuchen (Anmerkung: Gut! Sommerkuchen)
  • Hefekuchen mit Apfelrahmguss
  • Trautels Eierschecke
  • Russischer Apfelkuchen (Anmerkung: Sehr gut!)
  • New York Chocolate Cheesecake (Anmerkung: Igitt!)

Pflaumenkuchen mit Knusperstreuseln

Dr. Ö.? Kommt mir nicht in die Tüte. Außer beim Puddingpulver, da habe ich auf den bewährten Conveniencedessertdealer zurück gegriffen. Aber warum man auch für die Zubereitung von Hefeteig oder – noch doller – für Zuckerguss auf Fertigprodukte bzw. Hilfstütchen zurückgreifen soll, ist mir schleierhaft. Das können wir auch so, gell? 

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500 g Hefeteig habe ich für den Kuchen verwendet, allerdings wurde der komplette Mehlrest eines Pakets, hier 750 g, zu Teig verarbeitet und aus dem Rest ein kleiner Knoten und ein paar Rosinenstütchen fabriziert. 

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Das Rezept für die Pflaumentorte vom Dr. Oetker schwirrte mir seit letzter Woche im Kopf herum, da hatte ich es in einem Newsletter gesehen und damit ich mich gedanklich wieder anderen Dingen zuwenden konnte, habe ich den Kuchen schnellstmöglich gebacken. Also gestern. Hat sich gelohnt, er ist klasse. Während ich hier sitze und schreibe, habe ich den Drang, mir so ein nettes Stückchen an den Tisch zu holen:

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Zunächst konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Füllung beim Anschnitt hält, aber wenn man das Backwerk gut auskühlen lässt, ist das kein Problem. Zumindest bei den von mir verwendeten Zwetschgen war das so. Je nachdem, wie saftig die Früchte sind, würde ich die Apfelsaftmenge noch ein wenig reduzieren. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pflaumenkuchen mit Knusperstreuseln
Kategorien: Pflaumen, Hefeteig, Saisonal, Torte, Ohne Ei
Menge: 1 Springform Ø 26 cm oder Quicheform Ø 30 cm

Zutaten

H FÜR DIE FORM
      Fett
      Weizenmehl
H STREUSELTEIG
75 Gramm   Butter
100 Gramm   Haferflocken, zarte
100 Gramm   Zucker
H FÜLLUNG
1 kg   Pflaumen (unvorbereitet gewogen)
1 Pack.   Puddingpulver Vanille
40 Gramm   Zucker
200 ml   Apfelsaft
2 Essl.   Pflaumenbrand (Slibowitz) – weggelassen
50 Gramm   Mandeln, gehobelt
H HEFETEIG
500 Gramm   Hefeteig, fest
H GUSS
      Puderzucker
      Wasser
      Zitronensaft

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  https://www.oetker.de/rezepte/r/pflaumenkuchen-mit-
  knusperstreuseln.html
  Erfasst *RK* 12.09.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Hefeteig zubereiten (ich mache ihn aus 500 g Mehl, 1/2 W. Hefe, 200-250 ml Milch, Salz, 100 g Zucker, 100 g Butter – aus dem Teig, der übrig bleibt, backe ich Stütchen). Form fetten und den Boden mehlen. Pflaumen waschen, entsteinen und jede Hälfte zweimal durchschneiden.

Für den Streuselteig Butter in einem kleinen Topf zerlassen, Haferflocken und Zucker hinzufügen. Bei mittlerer Hitze die Zutaten leicht bräunen, zum Abkühlen auf einem Teller oder auf einem Bogen Backpapier verteilen.

Für die Füllung das Puddingpulver mit Zucker mischen und mit einem Teil des Apfelsafts glatt rühren. Pflaumen und restlichen Saft zum Kochen bringen, vom Herd nehmen, angerührtes Pulver einrühren und mind. 1 Min. unter Rühren kochen.

Ca. 30 Minuten vor Backbeginn Manzfred auf 160°C vorheizen.

Wenn der Hefeteig sein Volumen verdoppelt hat, den Teig durchkneten, größer als den Durchmesser des Backformbodens ausrollen und in die Form bugsieren. Es sollte am Ende ein ca. 3 cm hoher Rand vorhanden sein. Mandeln auf dem Boden verteilen. Pflaumenfüllung darauf verstreichen. Streusel gleichmäßig aufstreuen.

Kuchen ungefähr 45 Minuten backen (im Rezept steht 35 Minuten, das war hier zu kurz) und danach in der Form auf einem Kucherost erkalten lassen.

Mit wildem Zuckergussmuster dekorieren.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt klasse, mal was anderes mit diesen Haferflockenstreuseln. Unbedingt richtig kalt werden lassen, bevor er angeschnitten wird. Sahne dazu!

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Nachgemacht: Karamellisiertes Apfelmus aus dem Ofen

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Natürlich fiel mir das Rezept für dieses sensationelle Apfelmus, das ohne jeglichen Zusatz von Zucker hergestellt wird, erst am Silvestertag in Michas Blog "Grain de Sel" auf. Da ich ohnehin Eis herstellen wollte, kam mir das Mus gerade richtig als Beilage, aber wegen der langen Garzeit musste ich Gas geben. Also wurde ein schön gewässerter Römertopf randvoll mit Apfelscheiben gefüllt, die vorher mit Gewürzen gepimpt wurden und dann ab in den Manzfred damit.

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Nun ja. Dachte ich jedenfalls. Allerdings war der Römerpott eine Nummer zu groß für den Manzfred – huch! Dann wurde der Combidampfgarer in die nähere Wahl gezogen. Zu klein. Oh nee…

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Glücklicherweise verfügt unser Haushalt auch noch über einen "normalen" Backofen, der den anderen getunten Dingern mal gezeigt hat, was 'ne Harke ist. Hier war noch viel Luft nach oben und genug Platz unter'm Kiel, um dem riesigen Tontopf für die nächsten sieben Stunden Asyl zu gewähren.

Es duftete so toll während des Garens, dass ich am liebsten in den Ofen gesprungen wäre. Nach fünf Stunden habe ich mal den Deckel gehoben. Da war das Mus noch recht hell und saftig.

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Nach sechs Stunden war es schon dunkler, aber immer noch ziemlich feucht. Den Deckel habe ich dann einfach weggelassen und hatte eine Stunde später ein dunkles, süßes, würziges Kompott, das wunderbar mit dem Eis harmonierte, das wir während des Jahreswechsels verzehrt haben.

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Für das Vorratsregal fielen drei kleine Gläschen ab, die ich sicherheitshalber für 30 Minuten eingekocht habe. Wäre ja schade, wenn das gute Mus umkäme. Außer durch rücksichtslosen Verzehr.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Karamellisietes Apfelmus aus dem Ofen
Kategorien: Eichhörnchen, Äpfel, Ohne Zucker
Menge: 4 Gläser à 160 ml

Zutaten

      Äpfel
1/2     Zimtstange
2     Nelken
1     Sternanis
      Macisblütenpulver
2     Zimtblüten (Cassia)
1 Prise   Salz

Quelle

  Blog "Grain de Sel"
  http://salzkorn.blogspot.com/2011/10/fur-adam-eva-und-
  alle-apfelliebhaber.html
  Erfasst *RK* 02.01.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Einen großen Römertopf wässern und randvoll mit in Spalten geschnittenen Äpfeln füllen. Diese vorher in einer großen Schüssel mit den Gewürzen vermischen.

Den Römertopf in den kalten Backofen stellen und bei 160° C ungefähr 7 Stunden garen. Ich habe in der letzten Stunde den Deckel des Topfes entfernt, weil mir der Inhalt zu flüssig erschien.

Mus für den Sofortverzehr beiseite stellen, den Rest in Weckgläschen mit einem Fassungsvermögen von 160 ml füllen. Mit Gummi, Deckel und Klammern versehen und im Dampfgarer für 30 Minuten, bei 90° C einkochen.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt hervorragend – wir hatten dazu Eis, Sahne und Rumrosinen.

Römertopf passt weder in den Manzfred noch in den Combidampfgarer hab' den normalen Backofen verwendet.

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Sturmopfer zu beklagen – Trauer in der Wetterau

In den frühen Abendstunden des gestrigen Tages wurde von Herrn Norbert H. im Garten des von ihm und seiner Ehefrau bewohnten Einfamilienhauses ein frühherbstliches Sturmopfer gefunden. 

Tief betrübt barg der Hausherr unter Mobilisierung aller Kräfte das bedauernswerte Objekt, um es in die jammervoll ausgestreckten Arme seiner Angetrauten zu überführen. 

Tränenblind und mit zitternden Händen war sie nur noch in der Lage, ein einziges brauchbares Foto mit ihrer bescheidenen Kamera für die Ewigkeit festzuhalten. Danach zerriss sie sich ihre Kittelschürze und raufte sich das schüttere Haupthaar. 

Stunden später, nach großem Gejammer und Wehklagen, wurde dem bedauernswerten Subjekt ein Ehrenplatz in der heimischen Küche eingerichtet, wo es seitdem verharrt.  Grausame Welt, was haben jene Menschen nur getan, dass sie so gestraft werden? 

Wer in dieses Antlitz schaut, weiß, was sie verloren haben: 

Quitte - Sturmschaden

 

Aprikosen-Mandelkuchen (M)

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Im letzten Jahr ist eine Sonderausgabe der Living at Home mit uns nach Frankreich in Urlaub gefahren. In die heimische Küche hat sie es bis vor ein paar Tagen allerdings nicht geschafft.

Nun habe ich wegen diverser Wanderprojekte in nächster Zeit mal einen Kuchen ausprobiert, der saisonalen Obstanteil mit rucksacktauglicher Gestalt vereint. Papierstapel aufräumen lohnt! – ohne diesen Anfall hätte ich das Rezept nie gefunden.

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Das Wandervorhaben mit Selbstgebackenem aus eben diesem Presseerzeugnis zu unterfüttern war nicht die schlechteste Idee und die schönen Bildchen im Heft versprechen weitere Genüsse.

Der Kuchen ist saftig und locker, er lässt sich prima einfrieren und wenn er jetzt auch noch die Form behält, dann bin ich rundum zufrieden. Apropos rund… ein weiterer Vorteil dieses Kuchens ist, dass er weder Butter noch Margarine enthält. Der ist so leicht, der schwimmt sogar in Milch – na ja, fast…wenn ich die beiden Becher Sahne weg gelassen hätte.

Gelacht hab ich auch ziemlich – sauer macht halt lustig. Puderzucker draufgestäubt  und schon zogen Schwaden heiligen Ernstes durch die Wohnstatt. Da müsst ihr jetzt selber entscheiden, was euch lieber ist. Ich jedenfalls habe den Zucker beim nächsten Stück wieder weg gelassen. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aprikosen-Mandelkuchen (M)
Kategorien: Obst, Amaretto, Aprikosen, Blechkuchen
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
400 ml   Sahne
200 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
10 Gramm   Vanillezucker
1     Zitrone, die Schale
4     Eier, Gr. M
375 Gramm   Mehl
1 Pack.   Backpulver
H MANDELGUSS
4     Eier
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
45 Gramm   Amaretto
200 Gramm   Mandeln, abgezogen, gemahlen
75 Gramm   Amarettini, grob zerbröckelt
H BELAG
3/4-1 kg   Aprikosen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Living at Home Spezial, 3/2010
  Erfasst *RK* 22.07.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Aprikosen entsteinen und halbieren.

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Sahne mit Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz halb steif schlagen. Eier einzeln unterziehen. Mehl und Backpulver sieben und unter die Sahnemasse ziehen. Auf eine gefettete Fettpfanne streichen.

Für den Mandelguss die Eier trennen. Eigelb mit Zucker und Likör schaumig aufschlagen. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Mandeln unter die Eigelbmasse ziehen, Eischnee unterheben. Amarettini unterrühren.

Den Guss auf dem Rührteig verteilen, Aprikosen gleichmäßig auflegen.

15 Minuten backen, dann Temperatur auf 160° C reduzieren. Weitere 15 Minuten backen. Falls der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr lockerer Kuchen. Am besten noch mit Puderzucker bestäuben, ist sonst ein wenig sauer. Der Mandelguss passt prima zu den Aprikosen. Bestimmt auch gut mit Kirschen.

Aprikosen können auch auf den Teig gelegt, danach den Guss aufbringen. 

=====

23.07.2011:

Heute musste der Kuchen seine Wandertauglichkeit unter Beweis stellen. In eine lock 'n' lock-Dose fest gepackt, konnte er einwandfrei transportiert werden. Aber der Kuchen ist so locker und durch den Belag so saftig, dass er nur bedingt geeignet ist, mit den Fingern verzehrt zu werden. Für die heimische Kaffeetafel ist er sehr zu empfehlen, als Wegzehrung eher nicht.

Warme Sauerkirschsauce (TM)

Die da unten

Warme Sauerkirsch-Sauce

brauchen wir demnächst mal.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Warme Kirschsauce (TM)
Kategorien: Obst, Sauce, TM, Sultaninen
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

500 Gramm   Sauerkirschen, entsteint
65 Gramm   Sultaninen (oder mehr)
40 Gramm   Zucker, braun
1/2 Teel.   Zimt, gemahlen
1 Prise   Nelken, gemahlen
1/2 Teel.   Salz

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 06.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in den TM geben und 15 Min. / 100° / Sanftrührstufe kochen. Wenn man beinahe intakte Kirschen bevorzugt, ist die Sauce jetzt fertig. Man kann aber auch kurz auf Stufe 4 einen Teil der Kirschen pürieren. Wer eine Sauce ohne größere Fruchtstücke haben möchte, püriert auf Stufe 8 bis zur gewünschten Beschaffenheit.

Natürlich kann man die Sauce auch ganz normal im Topf zubereiten. Alle Zutaten zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln. Mit dem Zauberstab oder im Mixer pürieren, aufkochen und nochmals abschmecken.

Die Sauce passt zu Wild, gegrilltem Fleisch und Geflügel. Auch zu Pfannkuchen schmeckt die Sauce prima.

=====

Ja, ich kann auch kurz, da guckste, wa?

 

Eingemacht: Süßkirschen im Glas

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Die Kirschzeit finde ich herrlich und gleich nebenan in Ockstadt kann man die köstlichsten Früchte kaufen.

In diesem Jahr habe ich besonders viele Süßkirschen verarbeitet, die so dick und prall waren, dass sie kaum in den Entkerner passten. Deshalb habe ich nach Alternativen gesucht und bin bei Weck fündig geworden.

Kirschen werden hier mit Stein verwertet, optimal für meine Zwecke. Also habe ich 9 Gläser mit 750 ml Inhalt eingekocht. Zum Glück ist ein Glas aufgegangen, so konnten wir das Ergebnis schon probieren.

Sehr gut! Nicht zu süß, die Kirschen sehr geschmackvoll und leicht gekühlt ein sehr erfrischendes Dessert. Wird im nächsten Jahr wiederholt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süßkirschen im Glas (DGC)
Kategorien: Einmachen, Süßkirschen, Einkochen
Menge: 6 Gläser à 750 ml

Zutaten

3 kg   Süßkirschen (Frühe Sorte Haumüller)
1 1/2 Ltr.   Wasser
375 Gramm   Einmachzucker

Quelle

  Weck Einmachbuch
  Erfasst *RK* 08.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Einmachgläser (beim nächsten Mal eventuell 1/2-Liter-Gläser verwenden) spülen und im Dampfgarer sterilisieren. Gummiringe mit kochendem Wasser übergießen.

Wasser und Zucker unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Abkühlen lassen.

Kirschen waschen, Stiele entfernen, nicht entkernen. Möglichst dicht bis ca. 2 cm unterhalb des Rands in die vorbereiteten Gläser füllen. Mit dem Zuckerwasser auffüllen. Kirschen sollten (fast) bedeckt sein.

Gläser schließen (Gummi, Deckel, Klammern) und im Mieleprogramm Dampfgaren / Universal / 80° C / 30 Minuten einkochen.

Entweder im Gerät bei spaltbreit geöffneter Tür abkühlen lassen oder die Gläser nach 1 Stunde vorsichtig entnehmen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: ein Glas war aufgegangen. Das haben wir gestern verputzt (14.07.2010) – ganz köstlich!

Die Haumüller-Kirsche ist nicht so super-saftig, aber süß und bestens geeignet für Kuchenbeläge und zum Einmachen mit wenig Zucker. Auch Kirschröster aus dieser Kirsche ist wunderbar.

Für Konfitüre eignet sich die Hedelfinger Kirsche besser, sie ist aromatischer und nicht ganz so süß. Sie wird nach der Haumüller geerntet.

=====

Gartenkochevent Juli 2010 – „Kirschen“: Kirschröster

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Als meine Nachbarin vor fast zwei Jahren ihren 70. Geburtstag feierte, besuchten mich vor dem Fest auf einen Sprung ihre Nichte Susanna Bingemer und ihr Neffe Hans Gerlach. Die Beiden haben diverse Kochbücher veröffentlicht und nachdem sie so sympathisch daher kamen, habe ich mir danach alle ihre Kochbücher gekauft. Eines davon war "Einmachen" von Hans Gerlach.

 

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

 

Jetzt, zum Gartenkochevent des Gärtnerblogs mit dem Thema "Kirschen" habe ich dieses sehr schöne Buch zum ersten Mal hervorgeholt (DKduW beim nächsten Mal), um daraus etwas herzustellen.

Ich sage es gleich: "Knaller!" Dieser Kirschröster ist so köstlich, dass ich im nächsten Jahr mindestens die dreifache Menge einmachen werde.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirschröster
Kategorien: Einmachen, Süßkirschen, Knaller
Menge: 3 Gläser à 250 ml

Zutaten

1 kg   Süßkirschen (Ockstädter Haumüller)
1     Orange, unbehandelt
1     Vanilleschote
125 ml   Portwein, rot
250 Gramm   Zucker, braun (beim nächsten Mal weniger
      — verwenden)
1     Zimtstange
60 ml   Kirschwasser
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Einmachen", Hans Gerlach
  Erfasst *RK* 21.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen entsteinen. Orangenschale abreiben, Saft auspressen. Vanilleschote halbieren, Mark auskratzen.

Portwein, Orangensaft und Zucker zum Kochen bringen.

Kirschen, Orangenschale, Salz, Vanillemark, Vanilleschote und Zimtstange zur Flüssigkeit geben, ca. 15 Minuten dünsten, bis die Kirschen allmählich zerfallen (meine behielten die Form).

Vanilleschote und Zimtstange entfernen, Kirschen auf ein Sieb schütten und abtropfen lassen. Den Saft auffangen und sirupartig einkochen – das dauert etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit 1/3 der Kirschen im Thermomix pürieren. Wenn die Flüssigkeit die gewünschte Konsistenz hat, Kirschen zufügen und nochmals kurz aufkochen. Kirschwasser unterziehen.

Sofort in sterilisierte Weckgläser füllen, sterilisierte Gummis und Deckel aufsetzen und 30 Minuten bei 90° C im Dampfgarer einkochen.

Anmerkungen, Jutta: ganz hervorragend. Unbedingt dreifache Menge machen. Mindestens.

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Bei der Zubereitung des Originals war mir die Konsistenz zu flüssig, deshalb habe ich den Sud einkochen lassen. Die Textur war danach genau wie sie sein sollte, aber der Geschmack doch recht süß. Beim nächsten Mal würde ich weniger Zucker verwenden, den Schritt mit dem Einkochen der Flüssigkeit aber auf jeden Fall wiederholen.

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Wir haben zum Kirschröster eine Variation der bereits bekannten Knusperwaffeln gebacken. Variation deshalb, weil das neue Waffeleisen (Danke, Steph, das Eisen ist optimal!) ausprobiert werden sollte und mir der Teig für dieses Gerät ein wenig zu kompakt in Erinnerung war. Hat hervorragend geklappt.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Variation von der Bergischen Knusperwaffel (TM)
Kategorien: Waffel, Belgisch
Menge: 8 Waffeln

Zutaten

160 Gramm   Margarine
50 Gramm   Zucker
50 Gramm   Vanillezucker
2     Eier
200 Gramm   Mehl
200 Gramm   Self-Raising Flour
250 ml   Milch
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Silke Weber/Mara Andersen
  Das Waffelparadies
  erfasst von Petra Holzapfel

  Erfasst *RK* 10.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in den Thermomix geben und 10 Sekunden / Stufe 6 verrühren.

Das Waffeleisen für belgische Waffeln auf Mittelhitze aufheizen, schwach einfetten. Auf jede Backfläche mit dem kleinen Eisportionierer drei Kugeln setzen und knusprige, goldbraune Waffeln backen.

Dazu Amarettosahne und den genialen Kirschröster von Hans Gerlach.

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Die Kombination Waffel, Kirsche, Sahne war so gut, dass wir sehr traurig dreinschauten, weil das Glas viel zu kleine Glas so schnell leer war.

Die Kirschen kann man in unendlich vielen Variationen genießen: mit Pfannkuchen, zu Eis, mit Hefeklößen, zu Grießbrei, Milchreis, Pudding. Der Autor empfiehlt Kaiser- oder Semmelschmarren, Topfenknödel, Salzburger Nockerln und Rahmdalken, für die im Buch auch gleich noch ein Rezept mitgeliefert wird –  ach, ihr solltet einfach selber ausprobieren, wozu euch der Kirschröster schmeckt.

Ganz herzlichen Dank an die fleißigen Bienen des Gärtnerblogs für die Ausrichtung des Events.

Protokoll einer Ernte: Sauerkirschen

Garten - Blütenfülle im Juni

Am letzten Freitag wanderten mein Mann und ich über die weitläufigen Obstwiesen unseres Anwesens. Aufmerksam schweifte unser fachmännischer Blick über die Bäume und Sträucher, verweilte jubilierend bei einem Sauerkirschbaum um schließlich festzustellen: 

Die Kirschen waren reif

Nach einer erquickenden Diskussion (der Gärtner hatte frei) entschlossen wir uns, am kommenden Tage früh aufzustehen, ein leichtes, selbst bereitetes Breakfast zu uns zu nehmen (das Mädchen hatte frei), die Leiter aus den Gewölben unseres Cottages hervorzuholen (der Butler hatte frei) und persönlich, mit eigenen Händen und frohen Herzens, die Früchte der Arbeit unserer Angestellten zu ernten. Ja, es ist wahr. Wir wollten die Kirschen ernten. Alle. Vom Baum. Komplett.

Nun, liebe Leser, ich darf vermelden, dass uns dieses waghalsige und ein wenig übermütige Unternehmen vorzüglichst geglückt ist.

Ohne Zögern wurde die Leiter an den Stamm des Baumes gelehnt. Der Herr des Hauses machte sich mutig auf, um in schwindelerregenden Höhen die roten Früchte zu ernten. Nach getaner Tat wurden die Schätze ins Haus gebracht, wo sie von meiner Hand (die Köchin hatte frei) höchstpersönlich verarbeitet wurden.

Die überwältigende Ausbeute des Tages:

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Die Metamorphose derselben:

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Ich weiß, dass Staunen und Entzücken von Ihnen, lieber Leser, Besitz ergriffen hat. Doch rate ich zu Zurückhaltung. Ich möchte nicht zuviel preisgeben, deshalb nur dies:

 Süßkirschen