Nachgemacht: Sie kamen, ich sah, sie siegten – Digestive Biscuits

Kennt ihr die McVitie’s Digestive Biscuits? Oder die Hobnots? Vor allem letztere „Verdauungskekse“ liebe ich und der Genuss dieser Dinger erinnert mich jedes Mal an alte Zeiten. Und ich will die immer essen. Deshalb kam ich mir vor wie der Pawlow’sche Hund, als ich die Kekse sah und fing beinahe an zu sabbern.

Auch ich habe mal eine Weile im Vereinigten Königreich, in Schottland, zugebracht und die Haferkekse dort kennen und lieben gelernt. Wie Nata, auf deren Blog „Pastasciutta“ ich diese herrlichen Verführer fand, sofort die Butter rauslegte und die Biester am nächsten Tag buk. Am Butterrauslegetag kamen mir 27 Gläser Quittengelee dazwischen, da musste ich schieben.

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und das Warten hat sich aber so was von gelohnt.

Und wenn man es schafft, nach dem Backen und Verzieren noch eine Nacht drüber zu schlafen, dann haben die Kekse ihre Hochform erreicht und sie schmecken wirklich fast genau so wie das Original. Also besser. Versteht sich, gell? 

Wie datt Kölsche Mädschen hatte auch ich das Gefühl, dass die Kekse aus dem Laden nicht mehr so schmecken wie früher. Ich hatte den Eindruck, dass sie  immer süßer wurden, was mir gar nicht gefiel. Deshalb bin ich umso glücklicher,  jetzt dieses Rezept in Händen zu halten.

Wie was wo und warum? Lest alles über die Krümelmonster im Natablog nach, dort steht auch der Link zum Original von Missboulette.

Norbert und ich träumen schon von unseren zukünftigen Wanderungen, mit diesen Plätzchen im Gepäck, dann aber ohne Schokoladenverzierung und voller Hoffnung, dass die Plätzchen nur das Durchhaltevermögen fördern mögen und nicht den ihnen vormals zugeschriebenen Zweck erfüllen. Wär schon blöd, so in der Pampa.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Digestive Biscuits
Kategorien: Knaller, Sünde, Plätzchen
Menge: 45 Stück


Zutaten

200 Gramm Haferflocken, fein
200 Gramm Weizenvollkornmehl
100 Gramm Vollrohrzucker (J: Demerara)
4 Gramm Natron
2 Gramm Salz
200 Gramm Butter, weich, in Stücken
30 Gramm Milch
H DEKO
150 Gramm Vollmilchkuvertüre

Quelle

Rezept modifiziert.
Original:
https://pastasciuttablog.blogspot.com/2018/11/keks-
therapie-zum-nachmittagstee.html
Original des Originals:
https://missboulette.wordpress.
com/2016/09/02/digestive-biscuits-nach-gary-
rhodes/
Erfasst *RK* 09.11.2018 von

Zubereitung

Manzfred auf 170 °C vorheizen.

Die Hälfte der Haferflocken im Thermomix 10 sec/ Stufe 8 zu Mehl verarbeiten. Alle weiteren Teigzutaten zufügen und auf Teigstufe 2 Minuten verkneten.

Zwischen Folie 5 mm dick ausrollen und mit einem Durchmesser von 5,5 cm runde Plätzchen ausstechen. Mit wenig Abstand auf Backfolie platzieren, 15 Minuten backen.

Die Vollmilchkuvertüre bei 35-40° C im Dampfgarer, Heißluft, langsam schmelzen. Auf 26° C abkühlen lassen, dann wieder auf 30° C erhitzen. Die abgekühlten Kekse auf einer Seite per Löffelchen mit der Schokolade bestücken. Sobald die Kuvertüre fest geworden ist, die Digestives in luftdichte Behälter packen.

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Oh, Eiskalte Händchen, wo sind eure Fingerchen geblieben?

Hier! 


Bääääh1

Jetzt fragt ihr euch sicher, wo ich wohl mein Material für meine köstlichen Experimente her bekomme. Sagen wir mal so: Feuerbestattungen werden meines Erachtens vollkommen überbewertet.

Bääääh

Das Rezept stammt aus dem soeben erstandenen 1960er Fülscher, den ich auf Anraten Billies kaufen musste – was ein Glück, das Buch ist höllisch gut. Mailänderli. Italienische Finger sind knusprig und süß. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mailänderli – Halloween-Finger
Kategorien: Halloween, Grauen, Plätzchen
Menge: 2 Bleche

Zutaten

H ZUM BESTREICHEN (EIWASCH)
1     Ei
  Etwas   Milch
  Etwas   Zucker
1 Prise   Salz
H FÜR DEN TEIG
250 Gramm   Butter
500 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
200 Gramm   Zucker
1/2     Vanilleschote, das Mark
2     Eier
H ZUM VERZIEREN
1/2     Mandeln, ca. 40 Stück
      Puderzucker
      Lebensmittelfarbe

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Mailänderli"
  Fülscher
  Erfasst *RK* 31.10.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Die Zutaten fürs Eiwasch verkleppern.

Alle Zutaten für den Teig in den TM geben und zu einem Mürbeteig verarbeiten. Portionsweise fingerdick ausrollen, in fingerlange Stücke schneiden, zu Fingern formen, halbe Mandeln als Nägel aufsetzen. Das erste Blech einfrieren, während das zweite Blech vorbereitet wird.

Wenn das Blech fertig ist, Bleche tauschen und die eingefrorenen Finger mit Eiwasch bestreichen. Ca. 20 Minuten backen. Danach das zweite Blech backen. Finger nach dem Auskühlen nach Belieben mit rotem Zuckerguss verzieren.

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Frohes Kopfkinoschauen. Ich muss euch nochmal die Details zeigen, vor allem Freddy Kruegers Mittelfinger war gar nicht so einfach zu bekommen. 

Bääääh

 Zorra ist übrigens auch so eine. Die wußte schon 2007, wie man  Grässlichkeiten ausgräbt. 

HAPPY HALLOWEEN, BABIES!

Kleine Sünden: Double Chocolate Snickers Bars (M-TM)

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Nein, nein und nochmals nein – ich werde nicht so unverantwortlich sein und diese kleine Serie gleich mit einem unwiderstehlichen Rezept beginnen. Deshalb werde ich keinesfalls schon heute die furchtbar köstlichen Mini-Hörnchen mit Nougatfüllung posten. Wer sich traut, kann gerne bei Petra nachschauen. Dort sind die Verführer in all ihrer Pracht zu bewundern. Hier nicht mehr, dafür waren sie zu schnell weg. Morgen fange ich mit dem Nachschub an.

Dann also gebackene Snickers (Vanessa, watt sachste nu?).

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Da ich keine Schokoladenkekse fand, habe ich einfach Vollkornkekse verwendet und einen Esslöffel dunklen, holländischen Kakao zugefügt. Wegen einer wahren "Ich muss die Snickers unbedingt probieren – vielleicht ist ja eins schlecht?"-Orgie hatte ich leider nur noch 320 Gramm statt der verlangten 450 Gramm übrig. Die fehlende Menge habe ich durch Schokolade ersetzt.

Snickers - der Rest

Das Ergebnis: Sehr süß. Sehr erdnussig. Sehr karamellig. Und sehr ergiebig! Ein Blech reicht für viele kleine Sünden, die sich in dieser teuflischen Gestalt materialisieren:

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Ich glaube, in einem früheren Leben waren diese fiesen Dinger mal Mini-Nusshörnchen mit Noutgatfüllung.

Und immer schön dran denken: Für Sekunden auf den Lippen, für immer auf den Rippen. Rezept gibt es trotzdem…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Double Chocolate Snickers Bars (M-TM)
Kategorien: Kleine Sünden, Snickers, Mini, Schokolade
Menge: 1 Form 25×22 cm

Zutaten

320 Gramm   Snickers
300 Gramm   Mc Vitties Digestives Kekse
12 Gramm   Kakao, dunkel
75 Gramm   Butter
1 Dose   Kondensmilch, gezuckert (400 g)
100 Gramm   Schokotröpfchen
60 Gramm   Vollmilch-Schokolade

Quelle

  Rezept stark modifiziert. Original:
  Lecker Spezial 01/13
  Erfasst *RK* 03.03.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen. Backform so mit Backpapier auslegen, dass es an den Rändern etwas hochsteht (dann kann man das Gebäck nach dem Backen besser aus der Form entfernen). Snickers in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden.

Kekse und Kakao in den Thermomix (TM) geben und innerhalb von 5 Sek./ Stufe 6 zu Krümeln verarbeiten. Butter zufügen und per Sichtkontakt zu einer sandigen Masse schreddern. In die Form geben und schön festdrücken.

Die gezuckerte Kondensmilch auf den Boden geben, Snickers, die gehackte Vollmilch-Schokolade und die Schokotröpfen darauf verteilen.

25 Minuten backen, aus dem Ofen holen und die Schokoladen-Erdnuss- Masse etwas vermengen und glatt streichen. In der Form auskühlen lassen. In kleine Würfel schneiden.

Anmerkungen, Jutta: Im Original werden 8 Snickers à 57 g verwendet und nur 50 g Schokotröpfchen. Ebenso 300 g Schokocookies statt der McVitties und des Kakaos.

Sehr süß und gehaltvoll, deshalb nur kleine Würfel anbieten. Die Snickers-Bars erinnern an Handes Decadence-Würfel.

http://schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2009/06/ nachgemachtdekadenz-in-w%C3%BCrfeln.html

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White Chocolate Chunk Almond Cookies (M-TM)

Maßeinheiten in der Küche

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich dieses Ami-Gedöns mit den Tassen hasse? Nein? Ich hasse dieses Ami-Gedöns mit den Tassen.

Natürlich besitze ich diese Tassendingsmetalldinger (und noch viele, viele Maßdinger mehr). 1 cup, 1/2 cup, 1/3 cup, 1/4 cup, teaspoon, tablespoon, smidgen, pinch…. aber dieses Gefummel. Nee. 

Maßeinheiten in der Küche
Ich will genaue Angaben. Ich will grammgenaue Angaben. Ich will hier ordentlich arbeiten können. Und das kann ich zum Beispiel mit dem Buch "great cookies" von Carol Walter nicht. "Lightly packed", "spooned in and leveled", "packed", "firmly packed" – oh nee.

Ich weiß ja, dass ich so ab"wiegen" muss, wenn ich amerikanische Bücher kaufe. Aber ich kann es nicht lassen und dann muss ich leiden. So schwer, so schrecklich leiden.

Und diese Schweinerei mit den Cupmaßen. Dann musste se zwischendurch spülen, dann fällt die Hälfte beim "leveln" daneben, dann ist es zuviel in der cup und irgendwie muss das Zeug dann wieder in die Packung zurück. Hach nee. Wie umständlich.

Haben die keine Waagen da unten in Obama Country? Und wenn doch, wieso benutzen sie die nicht? Die Pilgerväter sind doch längst gestorben, da muss man doch nicht in ewiger Erinnerung deren Methoden über die Jahrhunderte konservieren. Nee, nee, nee. Echt jetzt. Ich werd' noch jeck.

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Einziger Lichtblick: ich mache den Quark für jedes Rezept nur einmal. Dabei wiege ich die Zutaten halt ab, die per cup abgemessen wurden und übertrage die "richtigen" Werte in meine Rezeptverwaltung.

Am Ende kommen dann Cookies raus. Diese hier liefen auf dem Blech so sehr auseinander, dass man da die Zeitung durch lesen konnte. Das lag bestimmt an den cups. Ganz, ganz, ganz bestimmt. Also holte ich meine Silikon-Muffinformen aus dem Keller hoch und buk die Plätzkes einfach darin. Das klappte erstaunlich gut, werde ich jetzt öfter machen. So schön ordentlich! Und immer schön 15 g abwiegen. Exakt 15 g.

Leider habe ich nur ein Foto (das da oben) von den Cookies. Ich habe auch nur eins probiert, gleich nach dem Backen. Da waren sie noch nicht sooo toll.

Am nächsten Tag aber, gestern nämlich, da habe ich die Cookies mit nach Köln genommen und da haben wir, mein Cookiemonster und ich, die Plätzchen an die Familie verteilt (ich sollte öfter Mütze tragen)

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und da waren alle, besonders aber meine liebe Nichte Vanessa (auf dem Foto nicht vorhanden – shoppt gerade in der Innenstadt mit Nichte Nina und Großneffe Julian), so begeistert, dass ich gleich die ganze Kiste in ihre Hände gegeben habe. Und heute folgt das Rezept, damit sie nicht weinen muss, weil die Sucht sie heulen und mit den Zähnen klappern lässt. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: White Chocolate Chunk Almond Cookies
Kategorien: Cookies, Plätzchen, Mandeln, Kokos
Menge: 40 Stück

Zutaten

90 Gramm   Dark brown sugar
25 Gramm   Schmelzflocken
70 Gramm   Rohrzucker
210 Gramm   Mehl
1/2 Teel.   Baking soda
1/2 Teel.   Salz
250 Gramm   Butter
40 Gramm   Light corn syrup
1     Ei
2 Teel.   Vanilleextrakt, flüssig
200 Gramm   Kokosschokolade, Lindt
100 Gramm   Mandeln, gehackt

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  "White Chocolate Chunk Macadamia Cookies" aus dem Buch
  "great cookies", Carol Walter
  ISBN 9780609609696
  Erfasst *RK* 01.02.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Braunen Zucker, Schmelzflocken und Rohrzucker im TM 4 Sek / Stufe 6 schreddern.

Mehl, baking soda und Salz in einer Schüssel mischen.

Butter und corn syrup in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer ca. 1 Minute verrühren, bis die Masse weich und cremig ist. Die Schmelzflocken-Zucker-Mischung zufügen und weitere 2 Minuten vermischen. Ei und Vanille zufügen, nochmals 1 Minute rühren. Die trockenen Zutaten in zwei Portionen zufügen und so kurz wie möglich verkneten.

Die in Stückchen geschnittene Schokolade und die Mandeln zufügen, mit einem Spatel unterziehen.

Jeweils 15 Gramm Teig mit einem Teelöffel abstechen, in Silikon- Muffinformen geben und etwas flach drücken. Im Origina werden die Teighäufchen mit viel Abstand auf ein Backblech gesetzt. Dann zerlaufen die Cookies aber zu sehr dünnen Plätzchen, das hat mir nicht gefallen.

13 Minuten backen, 5 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann die Cookies entnehmen und auf einem Rost komplett auskühlen lassen.

Aufbewahrung: bis zu fünf Tagen in luftdichten Behältern, mit Lagen von Backpapier dazwischen. Die Cookies können auch eingefroren werden.

Anmerkungen, Jutta:

Mitgenommen zur Dombesteigung in Köln am 02.02.2013 mit der Familie.

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Gabi hat auf ihrer Seite Alternativen zu den US-Produkten aufgelistet:

US-Produkte ersetzen

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Und wenn am Ende des Gedönses so ein schöner Erfolg steht, dann nimmt man das doch gerne in Kauf. *fingerüberkreuz*

PS: Ich musste mir heute erst mal einen Marzipanhefekranz backen, damit ich, vor lauter Cupgedöns völlig ausgezehrt, wieder zu Kräften komme. Eine Tüte Mitleid bitte!

Originalrezept gibt es auch:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: White Chocolate Chunk Macadamia Cookies (O)
Kategorien: Cookies, Plätzchen, Macadamia
Menge: 40 Stück

Zutaten

3/4 Tasse   Lightly packed very fresh dark brown sugar
1/2 Tasse   Quick (1 minute) oatmeal
1/3 Tasse   Granulated sugar
1 3/4 Tassen   All-purpose flour, spooned in and leveled
1/2 Teel.   Baking soda
1/2 Teel.   Salt
1 Tasse   (2 sticks) unsalted butter, slightly firm
2 Essl.   Light corn syrup
1     Egg, large
2 Teel.   Pure vanilla extract
8 ounces   Fine-quality white chocolate, cut into 1/4 to
      — 1/2-inch pieces
1 1/2 Tassen   Coarsely chopped macadamia nuts

Quelle

  "great cookies", Carol Walter
  ISBN 9780609609696
  Erfasst *RK* 01.02.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Heat the oven to 375° F (190° C).

Place the brown sugar, oatmeal, and granulated sugar in the work bowl of a food processor fitted with the steel blade and process 2,5
– 3 minutes, stopping occasionally to pulse. The oatmeal must be very finely ground.

In a medium bowl, strain together the flour, baking soda, add salt. Set aside.

In the large bowl of an electric mixer fitted with a paddle attachment, mix the butter and corn syrup together on medium-low speed, mixing until smooth and creamy, about 1 minute. Add the oatmeal-sugar mixture in three additions and beat for 2 minutes. Add the egg and vanilla and beat for 1 minute longer. Scrape down the bowl as needed. Reduce the mixer speed to low, add the dry ingredients one-half at a time, and mix just until blended. Using a large rubber spatula, fold in the cocolate pieces and the macadamia nuts.

Drop 1,5-inch mounds of dough, about the size of a large walnut, from the tip of a tablespoon onto cookie sheets, abour 3 inches apart. Bake the cookies for 10 to 12 minutes, until the edges begin to turn a golden brown. Do not overbake.

Remove the cookies from the oven and let stand for 2 minutes. When firm enough to handle, transfer to a cooling rack.

STORAGE: Store in an airtight container, layered between strips of wax paper, for up to 5 days. These cookies may be frozen.

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Mandel-Krokant-Gebäck (M-TM)

Mandel-Krokant-Gebäck
Jedes Jahr vor Weihnachten frage ich mich, wann der beste Zeitpunkt ist, Plätzchen zu backen. Zu früh will ich nicht anfangen, weil ich dann häufig nochmals anfangen muss darf, da Jahr für Jahr ein mysteriöser Verdampfungsprozess zu einem nicht unerheblichen Schwund des vermeintlich umfangreichen Keksvorrats führt. Wobei ich das Wort "umfangreich" derzeit eher ungern verwende.

Backe ich zu spät, kann ich keine Plätzchen verschenken, was früher oder später (eher früher) bei der Backenden und deren Anhang zu mehr Umfangreichtum führt, also auch nicht förderlich ist. Zudem müssten wir auf gemütliche Plätzchenknabbernachmittage verzichten, ein Szenario, das zwar der Verhinderung des Ansatzes von zuviel Umfang zuträglich ist, bei näherer Betrachtung aber keine Option darstellt. 

So fange ich jedes Jahr zu früh an mit dem Backen und nach einer kurzen Ruhephase, in der nicht produziert wird, die aber gezeichnet ist vom Aufschmausen und Verschenken des bereits Hergestellten, sorge ich im Prinzip bis Heiligabend ständig für Nachschub.

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In diesem Jahr habe ich dreimal  Schoko-Nuss-Streifen und Stollenkonfekt gebacken, zweimal SpritzgebäckRotweinsterne und Schoko-Quitten-Taler sowie jeweils einmal Espresso-Shortbread, Matcha-Tannenbäume, Kardamom-Pantöffelchen, Ahornsirup-Walnuss-Plätzchen, Zimtwaffeln, Quark-Stollenkonfekt mit Cranberries, Gewürz-Kuchen (Rezept hab ich ja noch gar nicht gebloggt – sowas!) und Marzipan-Kokos-Stollen.

Die Neuentdeckung des Jahres war, neben dem Stollenkonfekt, das Mandel-Krokant-Gebäck aus der Fuldaer Zeitung. Hier in Fulda gibt es eine Art Bürger-TV, in dem eine Dame, Frau Ursula Hoff, eine Kochsendung betreibt. Und jeden Freitag erscheint in der Lokalzeitung ein Rezept aus ihrem Fundus. Ich habe weder das Programm je gesehen noch kenne ich Frau Hoff persönlich, aber ihre etwas augenzwinkernde Art, die Rezepte in der Zeitung zu präsentieren, macht sie mir sehr sympathisch.

Da das Mandel-Krokant-Gebäck wirklich sehr schnell herzustellen ist, habe ich es ausprobiert und es gleich in die Standard-Weihnachtsgebäck-Rubrik eingetragen. Mir schmecken die kleinen knusprigen Häppchen ausnehmend gut. Norbert findet sie zu trocken, beim nächsten Backen werde ich einen Esslöffel Wasser mehr verwenden, vielleicht ist der Verdampfungsbeschleuniger dann auch restlos begeistert.

Schön ist, dass die Stückchen recht lange knusprig bleiben. Ich hätte vermutet, dass sie schnell zäh werden, ist aber nicht so.Also, wer noch Nachschub benötigt, aber wenig Zeit hat, sollte sich an diese kleinen Leckerchen wagen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mandel-Krokant-Gebäck
Kategorien: Blechkuchen, Plätzchen, Schnell
Menge: 40 Stückchen

Zutaten

H BODEN
300 Gramm   Dinkelmehl
160 Gramm   Butter, weich
1 Prise   Meersalz
2 Essl.   Wasser (Jutta: 3 Esslöffel); bis 3-fache Menge
H BELAG
160 Gramm   Honig
4 Teel.   Butter
1 Teel.   Vanille, gemahlen (Jutta: 2 TL flüssiges
      Vanillearoma, eigene Herstellung)
1 Prise   Meersalz
200 Gramm   Mandelblättchen

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Fuldaer Zeitung
  Ursula Hoff
  Erfasst *RK* 15.12.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 200° C vorheizen.

Aus den Zutaten für den Boden einen geschmeidigen Teig zubereiten (ich hab den TM genommen). 15 Minuten kühlen. Auf einem gefetteten Backblech ausrollen. Mehrfach mit einer Gabel einstechen und 10 Minuten backen.

In der Zwischenzeit Honig, Butter, Vanille und Salz so lange leicht erwärmen, bis die Masse flüssig ist. Die Mandelblättchen zufügen und erwärmen. Darauf achten, dass sie keine Farbe annehmen.

Bienenstichmasse auf dem Mürbeboden verteilen, glattstreichen und etwas andrücken. Nochmals 8-10 Minuten backen, bis die Mandeln schön braun geworden sind.

Gebäckplatte noch warm vierteln, später in Stückchen schneiden.

Anmerkungen, Jutta: Geht ratzfatz. Gebäck knusprig und gut. Hält sich erstaunlich lange in einer Blechdose, bleibt tatsächlich knusprig. Norbert fand die Plätzchen zu trocken, vielleicht 1 EL Wasser mehr nehmen beim nächsten Mal. Mir haben sie prima geschmeckt.

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Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein harmonisches, freudvolles und köstliches Weihnachtsfest.

Stollenkonfekt (M-TM)

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In letzter Zeit macht mich die Zeitschrift "essen & trinken" sehr glücklich. Der Wechsel in der Chefredaktion hat das Blatt für mich wieder lesbar gemacht, ich habe sogar vor, wieder zur Abonnentin zu werden.

Unter Stephan Schäfer sind die Rezeptbilder wieder klar und nicht ach so cool-verschwommen wie vor drei Jahren (was hab ich mich darüber aufgeregt, dass man das Gekochte kaum erkennen konnte), die meisten Rezepte erwecken in mir den Wunsch, sie nachzukochen und was das Backen angeht, bin ich extrem glücklich, denn ich habe den Eindruck, dass mehr und bessere Rezepte veröffentlich werden. Das Überkandidelte ist verschwunden, ohne in Hausmannskost abzudriften. Fazit: Homogener, köstlicher, sympathischer! 

Neben dem Highlight aus dem Novemberheft, dem Bratapfelkuchen, habe ich noch ein Gebäck ausprobiert. Es stammt aus der Feder der einigen von euch sicher bekannten und von mir sehr bewunderten Tortenkünstlerin Christine Bergmayer, "Die Zuckerbäckerin", die hier 10 Plätzchenrezepte offeriert, eines schöner als das andere.

Als Pilotprojekt habe ich mich für das Stollenkonfekt entschieden, das gleich sehr gut gelungen ist und nicht nur unseren, sondern auch den Geschmack meiner Eltern getroffen hat.

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Toll finde ich, dass das Konfekt gar nicht süß ist, sondern den Süßschnabel-Kick erst durch den Puderzucker bekommt, der aufgestreut wird. Wer viel Zeit hat, sollte die gehackten Mandeln aus ganzen Mandeln herstellen und auch Orangeat und Zitronat am Stück kaufen. Ich verwende immer unzerkleinerte Zitrusschalen, die natürlicher schmecken als die in Plastikdöschen verpackte, bereits in Würfelchen geschnittene Ware.

Orangeat und Zitronat

Wenn ihr die Möglichkeit habt, diese Schalen zu kaufen, dann schlagt zu, es lohnt sich. In Frankfurt bekommt man sie in der Nähe der Konstablerwache, im Gewürz- und Teehaus Alsbach.

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Ich freue mich schon darauf, auch die anderen Rezepte auszuprobieren und lasse euch wissen, ob auch die Nachfolger würdig sind, auf dem weihnachtlichen Plätzchenteller zu landen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Stollenkonfekt (M-TM)
Kategorien: Hefe, Weihnachten, Plätzchen, Marzipan, Stollen
Menge: 55 Stück

Zutaten

H VORTEIG
150 Gramm   Mehl
20 Gramm   Hefe, frisch
100 ml   Milch
1 Essl.   Zucker
1     Eigelb (Gr. M)
1/2 Teel.   Salz
1 Teel.   Zimt, gemahlen, gestr. voll
H WEITERE ZUTATEN
200 Gramm   Sultaninen, in Rum eingelegt
50 Gramm   Orangeat
50 Gramm   Zitronat
50 Gramm   Mandeln, gehackt
100 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter (sehr weich)
100 Gramm   Marzipanrohmasse
H ZUM WÄLZEN
150 Gramm   Mandeln, gehackt
H ZUM TRÄNKEN
100 Gramm   Butter
H ZUM BESTREUEN
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: e&t, 11/2012
  Rezept von Christine Bergmayer, "Die Zuckerbäckerin",
  Hamburg
  Erfasst *RK* 27.10.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig in der Küchenmaschine gut verkneten und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Sultaninen auf ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Wer keine eingelegten Sultaninen im Vorrat hat, legt am Vorabend 120 g Sultaninen in 80 g Rum ein.

Orangeat und Zitronat im Thermomix oder in der Moulinette fein zerkleinern, mit 50 g gehackten Mandeln zu den Sultaninen geben.

100 g Butter und Marzipan im TM zu einer homogenen Masse verarbeiten, mit dem restlichen Mehl zum Vorteig geben und glatt kneten, zum Schluss die Sultaninenmischung unterkneten. Teig abgedeckt nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Manzfred oben auf 180° C vorheizen, unten auf 190° C.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Mit einem Teelöffel 20 g- Stücke vom Teig abstechen, in den restlichen gehackten Mandeln wälzen und mit etwas Abstand zueinander auf das Backblech setzen. Stollenkonfekt nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

20-25 Minuten backen (die im Rezept angegebene Backzeit war viel zu kurz), Konfekt sollte nicht zu hell sein, bitte beobachten.

Inzwischen die restliche Butter zerlassen und das noch heiße Gebäck damit bepinseln. Vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren dick mit Puderzucker bestäuben.

Ohne Puderzucker in einer luftdichten Dose lässt es sich ca. drei Wochen aufbewahren.

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Blog-Event LXVIII und Buchempfehlung: Geschenke aus der Küche – Müslibrot in der Holzbackform (M)

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 Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen mit dem schönen Titel

"Das Müslibrot als Instrument zwischenmenschlicher Interaktion unter besonderer Berücksichtigung seiner Rolle in der Gesellschaft als Geschenk"

eine kleine Einleitung:

Filigrane Fingerübungen zwecks Einpackens von Geschenken, Bastelfrickeleien und Faltaktionen zur Herstellung aufblasbarer Origami-Frösche sind mir suspekt. Dauert mir alles zu lange, hab ich's nicht mit, da verstauche ich mir die Pfötchen. Aber Anschauen ist in Ordnung. Wenn ich nett Verpacktes sehe, dann denke ich immer: "Könntest du eigentlich auch mal…". Wenn ich nett Verpacktes geschenkt bekomme, freue ich mich und bin baff vor Bewunderung.

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Nicole Stichs und Coco Langs Buch mit den Geschenkideen aus der Küche zu kaufen kam für mich nicht in Frage. Hach, die Rezepte sind ja wahrscheinlich ok, aber das Gedöns drumrum? Hach nee.

Dann waren mein Sherpa Tensing Norbert und ich mal wieder in Köln beim Buchgourmet – oh, ich habe vergessen zu warnen, der Eintrag hier wird etwas länger als normal, also sehr lang – also wir waren beim Buchgourmet und das Gespräch kam auf das Buch und ich greife auch noch das von der Konkurrenz und werde von Frau Wordmountain auf den richtigen Weg gebracht und ich nehme das Buch in die Hand und ich fange an zu blättern und ich schaue die netten Fotos an und sehe die schön verpackten Lebensmittel, die vor der Ummantelung mit besagtem Gedöns mit Liebe hergestellt wurden und ich sehe die Adressen, wo man all die netten kleinen Tütchen und Täschchen und Förmchen und Gedöns kaufen kann und denke mir: "Könntest du eigentlich auch mal…".

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Das Buch stand dann ein paar Stunden später hier im Wohnzimmer im Regal. Ich fand es sehr nett, aber die Basteleien… sahen wirklich gut aus. Schön. Danke Nicky und Coco. Und da stand es dann, das gute Stück. Ich freute mich an ihm und das war's.

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Bis vor ein paar Wochen eine absolut nette und unverhoffte und liebe Einladung ins Haus flatterte. Zu einer "Open-Flat-Party" in der Schweiz, in Bern ganz genau. Ja, da machen wir doch mit, da simmer dabei, datt is doch prihima. Und was nehmen wir mit? Und wie packen wir es ein? Heilige Nixnutzia der Pappkartons, hilf! Ach nee, wir haben doch auch noch Nicole und Coco und das Buch. Hallelujah!

Rausholen, blättern, Zeugs bestellen, anfangen. Nett uffresche, das geht schon. Und wie das ging. Wie geschmiert ging das. Zuerst wurden Chocolate Chip Cookies gebacken.

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Die kennt ihr ja schon. Dann wurden die kleinen putzigen Decadence in Cubes-Dinger gebacken.

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Die kennt ihr ja auch schon ewig. Als letztes wurde das Müslibrot aus Nicoles und Cocos Buch gebacken. Das sah nach getaner Tat dann so aus:

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==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3

     Titel: Müslibrot mit Pistazien und Cranberries (M)
Kategorien: Brot, Müsli, Hefe, Weizen, Holzbackform
     Menge: 1 Brot

============================= TEIG =============================
    180     Gramm  Wasser
    150     Gramm  Milch
    100     Gramm  5-Korn-Flocken
     15     Gramm  Honig
     50     Gramm  Haselnüsse
     75     Gramm  Aprikosen, getrocknet
     30     Gramm  Pistazien, geschält
     45     Gramm  Cranberries, getrocknet
    375     Gramm  Weizenmehl (Type 1050)
      5     Gramm  Trockenbackhefe
     10     Gramm  Salz

============================= SOWIE =============================
                   Eiwasch (Ei mit Milch verrührt)
                   Haferflocken

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert.
            Original: Petra Holzapfels eigenes Rezept –
            Küchengötter-Blog-Beitrag
            — Erfasst *RK* 15.05.2008 von
            — Petra Holzapfel

In der Schüssel der Küchenmaschine die 5-Korn-Flocken mit Milch,
Wasser und Honig verrühren und 30 Minuten quellen lassen.

Aprikosen in Streifen schneiden, Cranberries grob hacken. Mit
Pistazien und Haselnüssen vermischen.

Mehl, Hefe, Salz und die eingeweichten Flocken in der Küchenmaschine
zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Das dauert ca. 8 Minuten.

Den Teig auf eine leicht bemehlte Silikonmatte geben und rechteckig
ausrollen. Die Nuss-Frucht-Mischung aufstreuen. Die Längsseiten
etwas einschlagen, dann die Teigplatte mithilfe der Matte fest
einrollen. Soviel einschlagen, dann der Teig in eine leicht geölte
Schüssel passt und bei 30° C (im Miele) etwa eine Stunde abgedeckt
gehen lassen.

Den Teig grob rund formen, kurz entspannen lassen und dann zu einem
länglichen Brotlaib formen. Darauf achten, dass möglichst wenig von
der Frucht-Nuss-Mischung an die Oberfläche gelangt. Brot in ein
Holzbackform setzen. Die Oberfläche mit verquirltem Ei bestreichen
und mit Haferflocken bestreuen. Abgedeckt etwa 30 Minuten gehen
lassen.

Manzfred auf 200° C vorheizen.

Nach der Gehzeit das Brot 30 Minuten backen, dann aus der Form holen
und weitere 10 Minuten auf der Edelstahlplatte zu Ende backen.
lassen.

Anmerkungen, Jutta: sehr schmackhaft und sieht toll aus. Wird am
Wochenende als Geschenk mitgenommen.

Gebacken: 17.05.2011

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Das Originalrezept des schönen Brotes stammt von Petra Holzapfel. Nicky hat es leicht abgewandelt übernehmen dürfen und wenn die Beiden von dem Brot überzeugt sind, dann kann es nur geling- und verschenksicher sein.

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Ich hatte bei der Bestellaktion auch Holzbackformen angefordert. Die wurden ausprobiert und als manzfredtauglich eingestuft. Erstaunlich, hätte ich nicht gedacht. Ich befürchtete, dass das Holz beim Kontakt mit den Edelstahl-Backplatten ziemlich dunkel werden würde. Tiefdunkel, dachte ich. Aber nach dem Gebrauch sah die Form fast unverändert aus.

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So, den Inhalt hätten wir also schon mal, jetzt ging's ans Verpacken. Ich hatte Angst.

Die kleinen dekadenten Knusperwürfel wurden in eine Cellophantüte gesteckt, der obere Bereich umgeschlagen und mit echt platinem Faden zugenäht (könnt ihr ruhig glauben). In die Mitte der Naht wurde ein Knopf mit einem echten Diamanten (drei Karat, mindestens) plaziert. Wegen des Trennungsschmerzes vom Edelstein schwammen  meine Augen in Tränen, fotografieren war deshalb nicht möglich. Ich musste das ganze noch in eine fröhliche Papppackung werfen, damit ich das Funkeln und Glitzern des wertvollen Steines nicht mehr sehen musste. Bändchen drum, Siegel aufgeklebt. Danach ging es mir besser.

Die Cookies wurden ebenfalls zunächst in eine Tüte eingepackt, bedruckt mit königlichem Lilienmuster. Ein Locher fraß Aussparungen ins Material, durch die ein Schmuckband gezogen wurde. Schleifchen binden. Fertig.

Zwei Gläser Konfitüre bekamen ein Hütchen aus Papier und einen Kragen aus buntem Maisstroh.

Das Brot, zunächst in Frischhaltefolie und dann in Backpapier eingewickelt, wurde mit einem Anhänger versehen. Dazu habe ich das Rezept gescannt, den mir interessant erscheinenden Teil auf Pappe geklebt und in Schildchenform ausgeschnitten.

Und so sah das dann am Ende aus, als es fertig war. 

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Alle Anregungen habe ich dem Buch von Nicole Stich und Coco Lang "Geschenkideen aus meiner Küche" entnommen. Hier findet man Hinweise auf Bestelladressen, Links im Web, Bastelanleitungen und Etiketten zum Herunterladen, sehr schöne Fotos sowie interessante Rezepte. Ohne das Buch wäre ich mit der gewohnten Nullachtfuffzehnverpackung auf Besuch gefahren. So, die Mitbringsel in einem Körbchen drapiert, gefiel es mir bedeutend besser.

Die Beschenkten haben sich gefreut. Da habe ich mich dann auch noch mal gefreut. Ganz doll. Der Nachmittag und Abend im schönen Bern mit den lieben Freunden und deren Gästen hätte schöner nicht sein können. Auch an dieser Stelle danken wir herzlich für die entspannte Feier mit tollem Essen, guten Gesprächen, betörender Sicht auf Wald und Berge, sowie der Entdeckung eines Rezepts für Zitronenkuchen, das ich schon mehrfach gabacken und weiter gegeben habe. Jaaa, hier gebe ich es auch bald weiter.

Ganz doll gefreut habe ich mich dann nochmal, als ich las, dass Frau Gourmetbüdchen genau zu dieser Aktion passend einen Blog-Event ausrichtet.

Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche

So, Klärchen Kompott aus'm Gourmetbüdchen, das war knapp aber trotzdem noch rechtzeitig. Vielen Dank für die schöne Eventidee und liebe Grüße. Isch abe fertig.

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Chocolate Chip Cookies (M)

Das sind Nicky Stichs wunderbare Chocolate Chip Cookies aus ihrem Buch "Geschenkideen aus der Küche", das sie gemeinsam mit Coco Lang veröffentlichte.

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Zum Buch gibt es demnächst einen Eintrag, deshalb nur soviel: Die Cookies sind sehr gut. Das Rezept habe ich schon weiter gegeben, verschenkt wurden sie auch und in der Keksdose war den Armen kein wirklich langes Leben vergönnt. Na ja, in der Keksdose schon. Sobald sie ans Licht kamen, lösten sie sich seltsamerweise in Luft auf. Nachschub geht so:

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3

     Titel: Chocolate Chip Cookies (M)
Kategorien: Plätzchen, Cookies, Kekse, Kleingebäck
     Menge: 35 Stück

    150     Gramm  Butter
    150     Gramm  Zartbitterschokolade (60%)
    150     Gramm  Roh-Rohrzucker
     50     Gramm  Zucker, weiß
      1            Ei, Größe L
      1            Eigelb, Größe L
    225     Gramm  Mehl, Type 550
  2 1/2     Gramm  Natron
    1/2      Teel. (knapp) Meersalz, fein
                   Flockiges Meersalz (Jutta: nicht verwendet)

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert.
            Original: Nicole Stich & Coco Lang
            "Geschenkideen aus der Küche"
            — Erfasst *RK* 17.05.2011 von
            — Jutta Hanke

Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und
langsam bräunen. Mit einem Gummispatel immer wieder den Topfboden
abstreichen. Sobald die festen Bestandteile goldbraun sind, den Topf
vom Herd ziehen und die Butter umfüllen. Abkühlen lassen.

Schokolade grob hacken.

Zucker, Ei und Eigelb mit dem Flachrührer in der Kenwood so lange
schlagen, bis die Masse hell und cremig ist. Butter zufügen und 2
Minuten unterrühren. Mehl und Natron auf die Masse sieben, das feine
Meersalz zufügen und kurz unterrühren. Schokolade unterziehen.

Teig abdecken und eine Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag Manzfred auf 160° C vorheizen.

Vom Teig jeweils 20 g abstechen und Kugeln formen. Mit ordentlich
Abstand auf Backfolie setzen, etwas flachdrücken und 12-14 Minuten
backen.

Cookies aus dem Ofen nehmen, wenn sich die Mitte bei leichtem Druck
noch etwas weich anfühlt. 3 Minuten auf dem Rost abkühlen lassen,
dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: im Original wird vor dem Backen noch Salz auf
die Cookies gestreut. Das habe ich beim ersten Backen gemacht, dann
aber weggelassen. Schmeckt uns ohne Salz besser. Ansonsten kommen
die Plätzchen nicht nur bei uns gut an. Das Rezept habe ich schon
weiter gegeben.

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DKduW – More Favourite Cake Recipes: Date Slices – Dattelschnitten (M-TM)

More favourite cake recipes

Kürzlich bekam ich ein auf nostalgisch gemachtes Büchlein geschenkt mit dem Titel "Favourite Norfolk Recipes". Es enthält neben Rezepten ein paar Zeichnungen, die ich mit der "guten alten Zeit" in Verbindung bringe, obwohl sie gar nicht alt sind. Nur auf alt gemacht.

Dabei handelt es sich nicht um Abbildungen der zu Speise gewordenen Rezepte, sondern um Szenen aus dem bäuerlichen Landleben, vornehmlich kommen Gegenden, Tiere und Kleinkinder aufs Tapet.  Trotzdem haben sie mich gerührt, die putzigen Bildchen mit Titeln wie "Winding the Wool" oder "Feeding the Ducklings", und mich dazu bewogen, einmal nachzuschauen, ob es noch weitere Büchlein dieser Serie gibt. Gibt es. Und zwar eine Menge davon, zu einem unschlagbar günstigen Preis von drei Euro das Stück. Also habe ich mir "More Favourite Cake Recipes" bestellt und bekam 34 interessante Rezepte auf 49 Seiten.

Warum ich  "Favourite Cake Recipes" im Regal ließ und als erstes den Folgeband geordert habe, kann ich nicht sagen. Jedenfalls hat mich auch dieses Büchlein nicht enttäuscht, was die Vermutung nahe legt, dass sich in nächster Zeit noch einige Exemplare dieser Reihe in mein Heim verirren werden. Ein bissi kitschig sind sie schon, die Büchlein. Egal, wenn Dattelgebäck drin vorkommt, kann es so schlimm nicht sein. Beim Durchblättern wußte ich sofort, dass ich die Date Slices ausprobieren musste. Aus nostalgischen Gründen, versteht sich.

Date Slices2.1

Iranische Datteln, zuckersüß und frisch. Weiche Früchte, mit einer ganz dünnen Haut. In einem Kistchen, das an die schöne Zeit vor vier Jahren erinnert, als wir das Land bereisten.

Persepolis - Tor der Völker2
Die Datteln gehen uns nie aus und halten im Kühlschrank sehr lange. Eingepackt in ein Plastiktütchen, im Gemüsefach, werden die Früchte nicht schlecht. Meist aber auch nicht alt. Natürlich werden die Datteln mittlerweile in Deutschland gekauft.

Die Anleitung zur Herstellung des Gebäcks war unkompliziert und beinhaltete nur wenige Zutaten. Allerdings war mir nicht ganz klar, was "quick porridge oats" sind. Ich tippte auf Schmelzflocken, verwendet habe ich aber feine Haferflocken.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Date Slices – Dattelschnitten (M-TM)
Kategorien: Süße Versuchung, Datteln, Haferflocken
Menge: 20 X 24 cm Backform

Zutaten

228 Gramm   Datteln, frisch
114 Gramm   Self raising flour
5 Gramm   Speisenatron
114 Gramm   Butter, kühlschrankkalt und gewürfelt
114 Gramm   Haferflocken, zart
171 Gramm   Zucker, braun (evtl. reduzieren)
1 Prise   Salz
      Puderzucker oder Zuckerguss zur Dekoration

Quelle

  "More favourite cake recipes"
  ISBN 978-1-902842-53-0
  Erfasst *RK* 11.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Backform fetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Dabei an zwei Seiten einen Rand stehen lassen, mit dessen Hilfe man die Kuchenplatte nach dem Backen aus der Form heben kann. Datteln entkernen.

Manzfred auf 170° C vorheizen.

Alle Zutaten (ohne Datteln) in den Thermomix geben, 15 Sek / Stufe 4 zu einer sandigen Masse zerkleinern. Die Hälfte davon in die Backform schütten, gleichmäßig verteilen und mit den Händen festdrücken. Dattelhälften auflegen, mit dem Rest der Krümel bestreuen und wieder gut festdrücken.

25 Minuten backen, aus dem Ofen holen und mundgerechte Schnittchen markieren. In der Form abkühlen lassen. Wer mag, kann mit Puderzucker oder Zuckerguss dekorieren.

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Gleich nach dem Backen waren die Slices sehr süß. Dieser Eindruck verflüchtigte sich aber nach einem Tag. Die Dattelhappen sind dann zwar immer noch recht süß, aber ich würde jetzt die Zuckermenge nicht mehr oder nur wenig reduzieren, obwohl ich mir gleich nach dem Backen auf dem Rezept eine Anmerkung gemacht hatte.

Date Slices

Bei den Schnittchen handelt es sich um eine Mischung aus Kuchen und Plätzchen, eher eine Beilage zu einer Tasse Kaffee oder Tee oder als Element eines Plätzchentellers. Ein Gebäck, von dem man nicht viel essen kann. Ziemlich knusprig, lange haltbar und ungewöhnlich. Uns hat es prima geschmeckt.

Mit diesem Beitrag nehme ich am Dauerevent "Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen" teil.


 

 

 

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Jecke Kall*: „Rezeptangebot im Internet führt zum Niedergang der Kochbuchkultur“

Pah! Jecke Kall*!! Hab' ich doch schon immer gesagt. Und warum? Das war nämlich so:

Gestern las ich bei Petra von Chili und Ciabatta einen wunderbaren Blogeintrag über die Herstellung einer "Zitronen-Biskuit-Roulade". Mein Blick fiel auf den Urheber des Rezeptes, Chocolatier Heinz-Richard Heinemann und dies ließ mich umgehend einen kleinen Kommentar verfassen:

"Ah, Heimatklänge! Mit Heinemann-Kuchen bin ich aufgewachsen.

Aber die waren (und sind?) so teuer und edel, dass Kuchen von Heinemann immer etwas ganz besonderes war. In Rheydt, meiner Heimatstadt, in Mönchengladbach, Düsseldorf, Krefeld, Neuss, Duisburg und München (sic!) gibt es Cafés und wenn man zu "Kaffee Heinemann" ging, konnte man sich darauf schon etwas einbilden.

In unserer Familie gibt es bei Mama und Papa traditionsgemäß zu Weihnachten für jeden Gast ein kleines süßes Geschenk auf dem Teller: "Rhe'er Knööp" eine gehaltvolle Spezialität, von der man wirklich nur einen Knoop auf einmal essen kann. Und wenn man das Päckchen aufgefuttert hat, reicht es für ein Jahr. Auf der Heinemann-Website heißen sie Gladbacher Knööp, aber als Rheydterin isst man sowas natürlich nicht 🙂 Die Kuchenkreationen bei Heinemann sind wirklich außergewöhlich, auch viele kleine Törtchen, Babas usw. gibt es dort, die allesamt ein Traum sind.

[…]

Ich glaube, jetzt sind alle Dämme gebrochen und ich bestelle mir umgehend das Buch.

[…]

Bisher habe ich mich immer noch zurückhalten können, aber nu is Schicht:-) "

So geschah es, ich bestellte umgehend ein Exemplar eines Backbuches, das Herr Heinemann verfasst hat, nicht ohne zu bemerken, dass es inzwischen schon zwei Bücher des Autors gibt (Freudentanz! Narhallamarsch! Rakete! – ich habe dann das mit Schokolade bestellt – und soeben noch das mit Gebäck, hihihi). Was war ich gerade geplättet, als es an der Haustür klingelte und das Buch "Schokoladenträume" schon geliefert wurde!

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Und die Moral von der Geschicht': Wir Foodblogger und Rezeptjunkies  kurbeln das Kochbuchgeschäft an. Und alles andere ist – genau!!!! Jecke Kall!*

Leute schreibt Kochbücher, ich kaufe sie, ganz bestimmt!

Ach so: Kurzkritik nach dem ersten Duchblättern: 144 Seiten Schoko-Wahnsinn! Ich breche zum wiederholten Male in dieser Woche meine Diät ab.

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* Der Kölsche ansisch würde wahrscheinlisch "Jecke Verzäll" sagen, der Niederrheiner ansisch sacht "Jecke Kall"  was soviel bedeutet wie "Blödsinn".