Buchmesse war gestern – die Zukunft ist delicious (Kürbissuppe Indian Style) and sweet (Kokos-Schoko-Riegel)

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Na gut, gestern war die Buchmesse nicht wirklich. Sonntag vor einer Woche ist sie zu Ende gegangen und heute (super oder?) schaffe ich es endlich, zu verraten, wen oder was ich dort so Tolles gesehen und getroffen habe.

Donnerstags sind Norbert und ich hin.

3.0 – Literatur und Sachbuch – mein Paradies. Kochbücher und alles, was im entferntesten damit zu tun hat. Das stand auf meinem Jagdzettel.

Es war mal wieder ein absoluter Traum. Ich habe immer ein kleines Büchlein dabei, in welches ich mir die interessantesten Titel schreibe. Abends glühte der Kugelschreiber und ich stand kurz vor einer Sehnenscheidenentzündung. Am lustigsten war ein Buch, das keine fotografierten, sondern gebastelte Rezeptbilder enthielt. Aus Pappmaché oder Knetmasse hergestellt. Wenn ich wüßte, wohin ich das Büchlein verschlampt habe, könnte ich auch den Titel nennen, aber das hole ich noch nach. (29.10.: Es heißt Max Michel – So kocht Deutschland")

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Natürlich sieht man beim Wandeln durch die heiligen Hallen auch den ein oder anderen A-, B- oder C-Promi. Bruce "Drama Baby" Darnell zum Beispiel. Oder Bernd Stelter (essend). Aber auch Roger Willemsen, Uwe Tellkamp, Steffen Seibert, Christine Westermann, Jörg Thadeusz, Elke Heidenreich (genervt), Mario Adorf (auf dem Kloflur) und viele, viele andere.

Unterwegs fielen mir ein paar Schuhe auf. Sehr hohe, sehr tolle, sehr glänzende Schuhe. Ich dachte so bei mir: "Diese Frau kann hier nicht den ganzen Tag arbeiten, auf diesen Schuhen ist das unmöglich." Meine Augen wanderten über laaange Beine. Ich dachte: "Diese Frau kann heute morgen nicht ordentlich gefrühstückt haben, dafür ist sie viel zu dünn." Weiter schweifte mein Blick und verfing sich im Stoff eines sündhaft teuren Rocks. Ich:" Diese Frau hat Geschmack, wo bekommt man solche Klamotten? Und wenn ich sie bekäme, wieviel müsste ich wachsen und wieviel müsste ich abnehmen, um da hinein zu passen? Und wieviel müsste ich dafür bezahlen? Seufz!" Weiter nach oben ging die Reise, Oberteil zum Rock passend, toller Schmuck, ein Halstuch (glaube ich) und dann habe ich mich ganz schnell umgedreht und bin weggelaufen. Desirée Nick!

Dann doch lieber Cynthia Barcomi, Annabel Langbein (von der ich zuvor noch nie gehört hatte) oder Johann Lafer am total überfüllten Dr. Oetker Stand. Welchen Sinn hat eine Buchmesse, wenn man vor lauter Volk und Trallala nicht mehr an die Bücher kommt?

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Da lobe ich mir doch die Präsentation bei Gräfe und Unzer, wo man in Büchern schwelgen, schwelgen, schwelgen konnte. Nicht nur in Kochfibeln, auch in den anderen Rat- und Tatgebern. Nachdem ich meinen inneren Schweinehund besiegt hatte, der mich von meinem eigentlichen Ziel abhielt, Kochbücher quasi aufzusaugen, konnte ich frohgemut durchstarten.

Und da lag es dann. So fein und ruhig, so wohlgeformt und gut ausgestattet, ich musste es einfach in die Arme nehmen und dann für mein Album bannen:

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Nickys wunderschönes, persönliches Buch "delicious days", das ich schon Zuhause habe, das aber doch anders wirkt, wenn man es auf DER BUCHMESSE liegen sieht, zwischen den anderen, tollen Büchern. Ich war selber ein wenig aufgeregt, muss ich gestehen.

Und ich sach noch für Norbert, watt wär datt schön, wenn wir nich nur datt Buch, sondern auch datt Nicky hier sehen würden.

Ein paar Stunden später war es dann soweit, die Krönung des Tages kündigte sich an in Gestalt eines Anrufs. Ich hatte gerade das Handy in der Hand, um Norbert anzurufen, da klingelte es. Während ich um eine Ecke ging, um besser hören zu können, wo ich ihn finden kann (wir trennen uns auf der Messe und jeder geht seinen Vorlieben nach), stand er schon vor mir. Lustig! Die Buchmesse ist ja so überschaubar.

Der Liebste informierte mich, dass Nicky am GU-Stand steht. Wir natürlich !!SOFORT!! hin. Und da war sie dann, genau so introvertiert wie ich (kleiner Scherz), schnebbelte gleich los und wir haben ein nettes, kleines Pläuschchen gehalten. Auf meine Frage nach Sebastian zeigte sie hinter sich. Nun war die Freude komplett, Sebastian Dickhaut, ein alter Hase, was das Schreiben von Kochbüchern und das Erfinden ganzer Kochbuch-Reihen angeht, war also auch da.

Natürlich musste noch ein Foto gemacht werden, übrigens das erste, auf dem beide "Küchengötter" vereint waren. Allerdings sind die Fotos nicht so geworden, wie ich mir das erhofft habe, deshalb sehe ich davon ab, sie hier zu veröffentlichen (nein, soooooooo schlimm waren sie auch nicht!!).

Statt dessen habe ich mir überlegt, je ein Gericht aus Nickys und Sebastians neuem Kochbuch hier zu vereinigen, als Platzhalter sozusagen.

Sebastian hat in diesem Jahr zusammen mit Cornelia Schinharl ein Buch aus der "Basic(s)"-Reihe veröffentlicht, das mir (wie alle seine Bücher) ausnehmend gut gefällt. Es heißt "Sweet Basics" und wartet mit einer Fülle leckerster Süßspeisen auf, was so einer Schnuppschnüss wie mir natürlich sehr entgegen kommt.

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Und weil ich die beiden Profis (ich hoffe ihr verzeiht) total süß, den sporadischen Umgang mit ihnen aber auch als ein wenig exotisch empfinde (ich verkehre ja normalerweise nicht in solchen Kreisen…), habe ich die Gerichte nach diesen, meinen innersten Befindlichkeiten ausgewählt.

Zunächst gönnten wir uns eine wunderbare Suppe, "Kürbissuppe Indian Style", mit der Nicole uns einen köstlichen Tag bescherte.

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Ich habe noch eine Mango reingeschnippelt und diese Suppe war einfach wunderbar. Exotisch, leicht, süßlich, schlicht und unbedingt nachkochenswert.

Das Dessert in Form von Kokos-Schoko-Riegeln war ein weiteres Highlight.

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Am Tag vorher zubereitet, waren die Stangen ein ungewöhnlicher Genuss. Innen weiße Schokolade, außen braune Schokolade und die von mir so heiß geliebten Kokosflocken und Pistazien. Ganz toll. Ob sie allerdings wirklich so praktisch sind für unterwegs, wage ich zu bezweifeln. Im Winter ja, ansonsten bitte nur mit Kühltasche. Mit diesen beiden Knallergerichten war das Mittagessen jedenfalls gerettet.

Kehren wir noch einmal kurz zurück auf die Messe aller Messen.

Am Ende eines anstrengend-inspirierenden Tages, quasi als Absacker, gab es noch 1,40 m geballten Sex in Form von Dr. Ruth Westheimer, die ihr Buch „Silver Sex“ vorstellte. Diese Frau ist 80 Jahre alt und sie ist ein Vulkan, eine unglaubliche Persönlichkeit, die mir wirklich noch Hoffnung gibt, wenn ich an die Zukunft denke.

Frau kann ja nicht früh genug damit anfangen, sich auf das Alter vorzubereiten. Ein Gedanke lässt mich allerdings nicht los:

Es heißt ja, Essen sei der Sex des Alters und fleischliche Genüsse würden zu Gunsten der kulinarischen in den Hintergrund treten. Nun koche ich ja recht häufig, jeden Tag, wie ich zugeben muss und mir macht es mit zunehmendem Alter auch immer mehr Spaß… öhhm, lassen wir das.

PS: Wer Sebastian und Nicky einmal außer Rand und Band erleben will und vor allem sehen möchte, wie Sebastian in einer affenartigen Geschwindigkeit und vor Motivation sprühend, wunderbare Weihnachtsplätzchen zubereitet (Nicky backt aber auch), dem sei dieser Link hier wärmstens ans Herz gelegt, so eine Art

"Basic baking"

Jetzt aber schnell weg ……..

Weiter unten eine KLEINE Auswahl von Büchern, die mir gut gefallen haben:

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Kürbissuppe mit Kokosmilch (TM)

Der Herbst naht in Gestalt von Hokkaido-Kürbissen, die der Bauernhof hier in der Nähe verkauft. Um die neuesten Strömungen zu nutzen und mitten im Mainstream zu schwimmen, wurde so ein Kürbis natürlich sofort gekauft. 

Da traf es sich gut, dass Thermomix neue Rezepte in meinen Briefkasten geworfen hatte und diverse Kürbisrezepte nach Ausprobieren schrien. Doch nicht nur die Rezepte buhlten um Aufmerksamkeit, auch aus der Tiefkühltruhe im Keller drangen seltsame Geräusche. Eine Tüte mit Kürbisstücken aus dem Vorjahr verschaffte sich Gehör  und wollte verbraucht werden. Ich tat ihr den Gefallen. Eine Kürbissuppe mit Kokosmilch wurde hergestellt und für sehr gut befunden.

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Kochen wir bestimmt noch mal – der Thermomix und ich.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbissuppe mit Kokosmilch (TM)
Kategorien: Suppe, Kürbis, Kokos, Tomaten
Menge: 6 Portionen

Zutaten

1 Zwiebel, halbiert
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer, walnussgroß
20 Gramm Öl
800 Gramm Kürbis, geschält, in Stücken
250 Gramm Gemüsefond
1 Teel. Salz
1 Dose Kokosmilch (400 g)
1 Dose Tomaten, geschält(400 g)
1 Teel. Paprika edelsüß, gestr. voll
1 Teel. Currypulver, gestr. voll
1 Prise Cayenne-Pfeffer
1 Teel. Zucker
Kokosraspeln, geröstet

Quelle

Rezept modifiziert.
Thermomix Finessen
Rezeptheft 4/2008
Erfasst *RK* 24.08.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Zwiebel und Knoblauch in den Mixtopf geben und 3 Sek./Stufe 5 zerkleinern.

Butter oder Öl zugeben und 2 Min./Varoma/Stufe 1 dünsten.

Kürbisfleisch zugeben und 5 Sek./Stufe 5 zerkleinern.

Die restlichen Zutaten, bis auf die Kokosraspeln, zugeben, 20 Min./ 100° Stufe 2 garen, 8 Sek./Stufe 10 pürieren und abschmecken. Falls die Suppe zu stark kocht, Temperatur auf 90° C reduzieren.

Mit gerösteten Kokosraspeln bestreut servieren. Ein Klecks Schmand ist auch bestimmt nicht schlecht.

Pro Portion: kcal 208; EW 4g; KH 10g; F 17g

8 mg Cholesterin; ballaststoffreich.

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Spargelsuppe mit Omelette (TM)

Spargel_frisch_vorne

Lange Zeit habe ich die  Zeitschrift "essen & trinken" regelmäßig gekauft. Dann wieder habe ich sie lange Zeit überhaupt nicht gekauft, weil mir die Rezepte einfach zu abgedreht waren für den täglichen Gebrauch. Nun bin ich seit ein paar Monaten wieder regelmäßige Leserin der Zeitschrift und habe sie sogar abonniert. Warum?

Wegen solcher Rezepte:

Spargelcremesuppen_omelette_spargel

Hierbei handelt es sich um eine leicht cremige Spargelsuppe, die lauwarm verzehrt wird, garniert mit Scheiben einer Omeletterolle und einem Salat aus grünem Spargel.

Jedes Gericht für sich hätte sicher den Applaus eines Speisenden hervorgerufen. Die Kombination der drei Komponenten war jedoch eine Offenbarung. Dieses Omelette zu der Suppe… und dann diese Art der Zubereitung… aber der Reihe nach:

Zunächst hatte ich das große Glück, 5 km von meinem Wohnort entfernt einen Spargelbauern aufzutun, der Spargel anbietet, wie er sein soll. Nicht zu teuer, wohlgeraten, quietschvergnügt, wenn sich die Stangen aneinanderreiben und preislich sogar recht günstig (man beachte die saftige, ohne einen Hauch von Trockenheit daherkommende Schnittstelle!).

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Zudem wollte ich unbedingt etwas Regionales kochen, nachdem ich vollkommen von den Socken NACH einem Einkauf entdeckt hatte, woher die Trauben kamen (ich glaube, ich sollte Slowfood beitreten):

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Übrigens haben wir vor 16 Jahren geheiratet, da durfte es auch montags mal ein wenig aufwändiger sein.

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Die Zubereitung:

Zunächst wurde der Spargel geschält und aus den nicht vorhandenen Abschnitten und den Schalen ein Fond gekocht. Das geht nicht im Thermomix, denn die Schalen verheddern sich im Messer. Deshalb wurde wie im Rezept angegeben vorgegangen. Danach kam dann der TM zum Einsatz.

"Mirin" als Zutat zu den Omelettes kannte ich nicht. Ich habe herausgefunden, dass es sich um Reiswein handelt. Den hatte ich nicht und musste ihn durch Banyuls ersetzen. Da die Omelettes im Original hell waren, gehe ich mal davon aus, dass helle Sojasauce benutzt wurde. Meine Omelettes sind braun, aber bestimmt nicht weniger lecker (hätten aber besser ausgesehen). Die Zubereitung fand ich lustig.

Erst einen Kuchen backen, aufrollen, am Rand lagern, Teig zufügen, neuen Kuchen backen,

Omelette 

Wieder aufrollen

Omelette1 

Teig dazu, backen, rollen usw., bis die Omeletterolle fertig ist.

Omelette2 

Ich kann nur empfehlen, diese Omelettes unbedingt zu der Suppe zu reichen, es ist einfach köstlich!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Spargelsuppe mit Omelette (TM)
Kategorien: Spargel, Thermomix, Omelette, Vegetarisch
Menge: 10 bis 12 Portionen

Zutaten

H FÜR DIE SUPPE
500 Gramm Weißer Spargel
Salz
Zucker
150 Gramm Kartoffeln
2 Schalotten
40 Gramm Butter
50 ml Weißwein
200 ml Schlagsahne
Pfeffer
Zitronensaft
H FÜR DEN SPARGELSALAT
400 Gramm Grüner Spargel
Salz
2 Essl. Zitronensaft
Zucker
4 Essl. Olivenöl
100 ml Spargelfond
H FÜR DAS OMELETTE
4 Eier (Kl. M)
2 Essl. Sojasauce
2 Essl. Banyuls
Butterschmalz zum Braten

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: "essen & trinken"
Juni 2008
Erfasst *RK* 27.05.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Suppe den Spargel schälen, Enden abschneiden. Schalen und Abschnitte in 1,2 L Wasser mit Salz und 1 Tl Zucker aufkochen, 20 Minuten ziehen lassen. Dann den Fond passieren (ergibt ca. 1 L Fond).

Spargel klein schneiden. Kartoffeln schälen, grob würfeln. Schalotten vierteln, ins laufende Messer des TM fallen lassen (4 Sekunden, Stufe 5). Butter zufügen und bei 100°, Stufe 2, 2 Minuten anschwitzen. Spargel und Kartoffeln zufügen, 100°, Stufe 2, 2 Minuten weiterschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, mit 800 ml Spargelfond (Rest aufheben) und der Sahne auffüllen. Bei 100°, Linkslauf, Stufe 1, 20 Minuten ohne Messbecher offen leise kochen lassen. Dabei mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen.

Die Suppe etwas abkühlen lassen und 15 Sekunden, Stufe 6, fein pürieren. Mit Zitronensaft abschmecken.

Für den Salat Spargel im unteren Drittel schälen, Enden abschneiden. Spargelstangen dritteln, in kochendem Salzwasser 6 Minuten kochen, abgießen, abschrecken und abtropfen lassen. Zitronensaft, 100 ml Spargelfond, Salz und 1 Prise Zucker mit Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren.

Eier mit Sojasauce und Banyuls verquirlen. Eine kleine beschichtete Pfanne (18 cm) dünn einfetten und erhitzen. 1/8 der Eimasse dünn hineingeben, kurz stocken lassen. Eierkuchen in der Pfanne aufrollen und am Pfannenrand liegen lassen. Pfannenboden erneut leicht einfetten. Genauso viel Eimasse dünn in der Pfanne verteilen. Kurz stocken lassen, dann mit der Omeletterolle zusammen aufrollen. Vorgang noch zweimal wiederholen, sodass 4 Schichten entstehen. So zwei Omeletterollen herstellen, diese etwas abkühlen lassen, dann in 1-2 cm dünne Scheiben schneiden.

Grünen Spargel mit der Vinaigrette mischen. Suppe nur leicht erwärmen, in tiefen Tellern verteilen und mit Spargelsalat und Omelettescheiben servieren.

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Bis auf das Kochen des grünen Spargels kann man alles schon einen Tag vor dem Essen zubereiten – praktisch!

Eintopf Linsendreierlei

Statt nach leichter Frühlingsküche ist mir bei diesen Temperaturen eher nach Deftigem. Eintopf zum Beispiel.

Im Vorrat lagerten noch Linsen, die ich irgenwann mal für ein Blog-Event gekauft hatte, aber nicht nutzte. 

Linsendreierlei

Die kamen mir nun gerade Recht und wurden Grundlage eines Eintopfs, der genau meinen Wünschen entsprach. Heiß, gehaltvoll, sättigend, lecker. Und dazu eine schöne Wurst und die Kälte war genau dort, wo sie hingehörte. Draußen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Eintopf Linsendreierlei
Kategorien: Eintopf, Linsen, Wurst
Menge: 6 bis 8 Portionen

Zutaten

1 Essl. Butterschmalz
75 Gramm Durchwachsenen Speck
4 Rote Zwiebeln, mittelgroß
500 Gramm Suppengemüse (bofrost Bouillongemüse)
500 Gramm Kartoffeln
1 Ltr. Wasser
125 Gramm Provencal-Linsen
75 Gramm Rote Linsen
125 Gelbe Linsen, geschält
Salz
Pfeffer
Chili
Rindswürstchen

Quelle

Eigene Kreation
Erfasst *RK* 26.03.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. In Streifen geschnittene Zwiebeln darin anbraten, fein gewürfelten Speck zugeben und ebenfalls bei mittlerer Hitze rösten. Suppengemüse zufügen, kurz mitbraten. Kartoffeln schälen, würfeln und zufügen. Wasser angießen.

Provencal-Linsen zufügen, rühren und 10 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren und die Konsistenz überprüfen. Eventuell noch Wasser zufügen. Rote Linsen zufügen und wieder 10 Minuten köcheln lassen. Gelbe Linsen zufügen und nochmals 10-20 Minuten garen. Die Linsen sollten gar sein, aber nicht zerkocht.

Nun erst salzen – salzt man zu Anfang des Kochvorgangs, werden die Linsen nicht so schnell gar. Mit Pfeffer und etwas Chili abschmecken. Rindswürstchen im Eintopf erhitzen.

Am besten schmeckt der Eintopf aufgewärmt. Auch lecker ist es, einen Spritzer Essig oder Crèma di Balsamico zuzufügen.

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Dazu ein schönes, selbstgebackenes Brötchen aus Weinbrotteig nach Ilkas Rezept (dazu morgen mehr)….. "Here comes the sun, dudndudu..".

Kartoffelsuppe mit Pilzen

Vor ein paar Tagen habe ich diese schmackhafte Suppe gekocht.

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Das Kochen ging schnell, man muss halt nur daran denken, die Pilze rechtzeitig einzuweichen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelsuppe mit Pilzen
Kategorien: Suppe, Steinpilze, Champignons, Kartoffeln
Menge: 4 Portionen

Zutaten

750 Gramm Kartoffeln, vorwiegend festkochend
2 Essl. Öl
50 Gramm Bouillongemüse
1 Ltr. Gemüsebrühe
20 Gramm Steinpilze, getrocknet
100 Gramm Schlagsahne
200 Gramm Champignons
1 Zwiebel
5 Scheiben Bacon
20 Gramm Butter
Salz
Pfeffer, schwarz
Chili
2-3 Stiele Petersilie, glatt

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Für Sie
"Kochen & Verwöhnen – Die 100 besten Blitzrezepte"
Erfasst *RK* 23.02.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Getrocknete Steinpilze mit lauwarmem Wasser übergießen und einige Stunden einweichen.

Kartoffeln waschen, schälen und würfeln. Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen. Kartoffeln und Bouillongemüse darin andünsten. Mit Brühe ablöschen, aufkochen. Zugedeckt bei geringer Hitze 15-20 Minuten köcheln lassen.

Eingeweichte, abgetropfte Steinpilze und Sahne in einen kleinen Topf geben und ca. 15 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.

Champignons waschen, trockentupfen, putzen und vierteln. Zwiebel abziehen, fein würfeln. Bacon in Streifen schneiden, in einer Antihaftpfanne knusprig braten. Auf eine doppelte Lage Küchenpapier geben, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird und er schön knusprig bleibt.

Butter ins Bratfett geben, Zwiebelwürfel darin andünsten. Champignons zufügen, ca. 5 Minuten unter Rühren braten. Mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Chili würzen.

Ein Drittel der Kartoffeln mit einer Schaumkelle aus der Brühe nehmen und beiseitestellen. Restliche Kartoffeln in der Brühe mit einem Pürierstab zerkleinern. Steinpilz-Sahne zugeben und unterrühren, aufkochen.

Beiseitegestellte Kartoffeln zur Suppe geben und nochmals abschmecken. Petersilienblättchen abzupfen und fein hacken. Suppe mit den gebratenen Pilzen anrichten. Mit Bacon und Petersilie bestreuen.

Pro Portion: ca. 440 Kcal, 9 g Eiweiß, 27 g Fett, 36 g Kohlenhydrate.

Anmerkungen: feine Suppe, auch für Gäste geeignet.

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Im Originalrezept wurden die getrockneten Pilze 15 Minuten in der Sahne geköchelt, ohne vorher eingeweicht zu werden. Fand ich komisch. Möglicherweise kommt der Steinpilzgeschmack noch intensiver zum Vorschein, wenn man die Pilze nicht vorher einweicht. Wir fanden den Geschmack der Suppe aber fein, homogen und mit einer Scheibe Brot, selbstgebacken und noch ein wenig warm, einfach himmlisch.

Hier das Original:

„Kartoffelsuppe mit Pilzen“ weiterlesen

Maßnahmen gegen das Diabetische Koma: Topinambursuppe mit Curry

Um weiter mit gutem Gewissen Weihnachtsplätzchen verputzen zu können, essen wir ab und an mal etwas Gesundes – zum Beispiel Suppe.

Im Zuge der Topinambur-Welle wurde in der vergangenen Woche ein Rezept angeschwemmt, das zufällig in der Wochenbeilage der Zeitschrift "Die Zeit" zu finden war. Herr Siebeck ist zwar selten mein Fall, aber diesmal… Respekt, Respekt!

Überschaubare Zutaten, einfache Herstellung, köstlicher Geschmack – na, besser gehts ja wohl nicht. Die Chilischote habe ich weggelassen, da der Curry schon recht scharf war.

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Hier ist das Rezept:

„Maßnahmen gegen das Diabetische Koma: Topinambursuppe mit Curry“ weiterlesen

Kürbis-Kokos-Suppe (M)

Ihr kommt nicht drauf, welcher Tag heute ist. Ich kann es selber nicht glauben, was es alles so gibt, aber anscheinend… heute ist, dem Heiligen Erasco sowie dem Deutschen Suppen-Institut sei Dank:

12. Deutscher Suppentag 2007!


Herrgottsakra, ist das eine Gaudi!

Was lag also näher, als diesen absolut wichtigen Tag am deutschen Gourmethimmel würdig zu begehen. Den Steilpass zum Rezept lieferte Barbara, die auf ihrer schneebedeckten Wiese ein speicheltreibendes Kokos-Ingwer-Süppchen präsentierte. Einen Hokkaido konnte ich auch bieten und da auch er der letzte seiner Art war, wollte ich ihm die Ehre geben, sein irdisches Gastspiel an solch einem wichtigen Tag zu beenden.

Vorhandene Reste diverser Zutaten wurden bei dem Rezept berücksichtigt und heraus kam eine absolut leckere Suppe, die ich jetzt schon wieder essen könnte.

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Das Rezept:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbis-Kokos-Suppe (M)
Kategorien: Kürbis, Kokos, Jalfrezi
Menge: 5 Portionen

Zutaten

1 Essl. Butterschmalz
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 Essl. Patak’s Jalfrezi Curry Paste, Sweet Peppers &
— Coconut, Medium
200 Gramm Putenfilet
400 ml Kokosmilch
400 ml Asiafond
1 Hokkaido-Kürbis
2 Möhren, mittelgroß
1 Apfel
1 Stück Ingwer, walnussgroß
2 Knoblauchzehen
Salz

Quelle

Eigene Kreation
Erfasst *RK* 21.11.2007 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Frühlingszwiebeln im heißen Butterschmalz anschwitzen. Patak’s Würzpaste zufügen und ein wenig anrösten. Putenfilet zufügen und kurz mitbraten.

Die Kokosmilch und den Fond angießen. Dann den geschälten, in Würfel geschnittenen Kürbis, die in Scheiben geschnittenen Möhren, den in Würfel geschnittenen Apfel, den geriebenen Ingwer und die in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen zufügen. Alles einmal aufkochen.

Topf mit Deckel versehen und das Gericht im vorgeheizten Manzfred bei 100° C 90 Minuten garen.

Mit einem Kartoffelstampfer vorsichtig die Kürbisstückchen zu Mus stampfen. Dabei nicht zu ordentlich vorgehen, es dürfen ruhig noch Stücke übrig bleiben.

Mit Salz abschmecken.

Anmerkungen: Wieder ein Gericht, das wegen des Garens im Manzfred wunderbar vorbereitet werden kann und kaum Arbeit macht. Geschmacklich sehr interessant.

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Steckrüben-Kartoffel-Gulasch

Outing: ich habe bis Ende März jeden Abend von Montag bis Freitag "Das perfekte Dinner" geschaut. Manchmal ließ es sich nicht vermeiden, in die Sendung zu zappen, die vorher lief – das war schrecklich, denn den Koch, der da ins Essen sabbelte, konnte und kann ich nicht ausstehen. Ich kann Remakes ebensowenig ausstehen und einen Jamie Oliver Verschnitt wollte ich mir nicht antun.

Nun bin ich von meiner DpD-Sucht glücklicherweise geheilt, zappe aber abends trotzdem ab und an durchs Programm – und was muss ich mit Grausen sehen? Schon wieder so ein Klon, diesmal eine Mischung aus Jamie, Tim und Erwin Lindemann. Manchmal wäre es einfach besser, wenn Lottogewinne Andere träfen.

Ich kann Jamtwin zwar nicht leiden, aber das Steckrüben-Kartoffel-Gulasch in der "essen & trinken" sah so verführerisch aus, dass ich einfach beim Nachkochen einen alten Spüllappen auf das Konterfei des Créateurs gelegt habe. Geht doch!

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Ich muss sagen, dieser Eintopf schmeckte ganz und gar prima.

Du möchtest das Rezept? Hier: 

„Steckrüben-Kartoffel-Gulasch“ weiterlesen