Saisonende Hausgarten

Nach einer wunderbaren Wanderwoche auf Mallorca mit nicht minder wunderbaren Temperaturen so um die 23° C, kann ich mich noch nicht so richtig mit Angaben anfreunden wie „7.00 Uhr / 4° C“. Brrr, ist das kalt!

Heute war es also wirklich an der Zeit, die letzten empfindlichen Gewächse ins Haus zu holen, auf der Wasserkuppe hat es gestern schon geschneit. Was für eine Vorstellung!

Zum größten Teil sind die letzten Tomaten noch grün,  ich hoffe, dass diese Fuhre genau so schön nachreift, wie die aus dem Karton vor ein paar Wochen. Da hatte ich Tipps von Gartenfreunden bekommen, die absolut hingehauen haben.

Manche Tomaten, vor allem die namens „Oma Antonia“ rasteten total aus und gaben alles

Im tegut-Saisongarten ist noch ein wenig Zeit, die letzte Ernte einzufahren. Dort ist noch Wurzelgemüse in der Erde, es gibt noch einige Karotten, jede Menge Pastinaken und viel rote Bete, die entweder gleich gegessen, in Sand in Kisten gelagert oder eingekocht werden. Mal sehen, was demnächst ansteht. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Saison.

 

Schöne Rhön: Extratour „Der Hilderser“

In der Vorderrhön beheimatet, nutze ich die Möglichkeiten, die sich hier in nächster Nähe bieten, viel zu selten. So habe ich mich also aufgemacht, das kolossal herrliche Herbstwetter endlich einmal ausgiebig für eine Wanderung zu nutzen.

Bevor der Schnee kommt.

Morgens kurz nach 8 ging es mit dem Bus bis Hilders, einer beschaulichen Gemeinde im Naturpark Hessische Rhön, ungefähr 30 km von Fulda entfernt.

Hier startet ein narrensicher beschilderter Rundwanderweg,

was mich aber nicht davon abhielt, mich trotzdem kurz zu verfransen. War aber egal, ich hatte mein GPS-Gerät dabei.

Der Weg heißt „Der Hilderser“, ist 11,3 km lang und gehört zu den Extratouren, die in der Rhön an ausgesuchten Stellen zu finden sind. Es handelt sich um besonders schöne Premiumwanderwege, die bislang noch nie enttäuscht haben.

Gegen 9.00 Uhr war ich vor Ort, allein, denn Norbert muss die Brötchen verdienen, während die Frau wandern geht und eben solche unterwegs verzehrt . Also, auf ging es zu einem Spaziergang mit nur einer etwas anstrengenderen Passage.

Im mittleren Ulstertal gelegen, verbindet die sehr abwechslungsreiche Tour den Battenstein mit Kreuzweg und Kapelle

 

 

 

 

 

 

 

mit dem  unbewaldeten Gipfel des Buchschirmberges, wo ein sehr schöner Rast- und Aussichtspunkt zum Verweilen einlud 

und ein ordentlicher Wind wehte. Hey, das ist meine Jacke!!!!

Hier wurde Rast gemacht und die Einsamkeit genossen.

Die nächste Pause war in der Ruine Auersburg fällig,

wo man nicht nur nett gegrüßt wird,

sondern auch von einem Aussichtsturm die herrliche Umgebung genießen kann.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie bereichernd diese Stunden waren. Die Sonne schien, naturbelassene Pfade wurden erobert

der Himmel war blau, das Laub zum Teil schon gefärbt und es wehte auch hier ein Wind, der nicht nur als laues Lüftchen durchging.

Ab und an kamen mir mal Wanderer entgegen, aber wenn es hoch kommt, habe ich 10 Menschen gesehen. Die Ziegen und Kühe waren definitiv in der Überzahl.

Mit zwei Pausen, 108 geknipsten Fotos, einem Schwatz mit Wandersleuten, einem gefundenen Geocache sowie der Bearbeitung eines Multis habe ich vier Stunden benötigt, also auch vom Zeitbedarf her handelt es sich um eine Tour, die von vorne bis hinten geschmeidig in die Vorstellung von Ausflügen passt, die mir behagt.

Um 13.30 Uhr war ich schon wieder am Bus und konnte beseelt nach Hause fahren. Die Tour ist mir gar nicht schwer gefallen, ganz im Gegenteil, ich hätte auch noch ein paar Kilometer dranhängen können. Mit Fußweg von daheim zum Busbahnhof und zurück, etwas Sightseeing im Dorf und der Verlauferei waren es am Ende um die 18 km, die ich absolviert habe, das war absolut in Ordnung.

Soll ich euch mal was sagen? Ich könnte schon wieder losdüsen. Aber dann bitte ohne Zecke. Mistviecher.