Zucchinisuppe mit Crème fraîche / Mein Manzfred gehört mir!

Ein sehr trauriger Tag und eine noch viel traurigere Zeit sollte es werden – Manzfred war dazu bestimmt, die nächsten Tage beim Schreiner zu verbringen, der ihm einen schönen neuen Umbau für den Einbau in die Küche verpassen wollte.

Groß war die Freude, als Herr Kern, der Küchenfachmann, mitteilte, dass eine Mitnahme des Ofens nicht nötig sei – juhu! Nun müssen wir zwar ungefähr drei Wochen warten, aber da Manzfred ja benutzt werden kann, ist das kein Problem – hach nee, watt schön! Nun kann ich ja wieder planen!!

Zur Feier des Tages musste dann der Miele ran, Manzfred hatte frei!

Die Zucchini in meinem Garten lieben es, Verstecken zu spielen. Heute schaue ich unter die Blätter und finde nichts, morgen ragt ein riesiges Objekt aus dem Blättergewusel hervor – schon wieder so ein Biest, das sich erfolgreich gegen das Ernten gewehrt hat. Von eben diesen Gesellen hatten sich vier an der Zahl angesammelt und mussten verarbeitet werden. Ein leichtes Essen wollen wir haben, also war eine Suppe die Lösung:

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Die eigentlich simple Suppe gewinnt durch die Verwendung des Haselnussöls ungemein und auch die – gekaufte-  Kartoffelwurst passt gut dazu – wer hätte das gedacht?!?

Ein ebenfalls positiver Aspekt ist, dass das Kochen sehr schnell ging – das gefällt mir! Wenig Aufwand, große Wirkung!

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Hier geht’s zum Rezept:

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Ballymaloe-Vollkornbrot / Ungarisches Kartoffelbrot

Schon seit einigen Monaten besitze ich das Buch von Eric Treuille und Ursula Ferrigno "Brot backen". Da es mir aber an Hartweizenmehl mangelte und sehr viele Rezepte dieses Mehl verlangen, hatte ich bisher noch nichts aus diesem Buch nachgebacken.

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Da eine Bestellung bei der Adler-Mühle anstand, habe ich auf deren Seiten nach dieser Art von Mehl gesucht und bin fündig geworden.

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Rasend schnell kam die Lieferung an, also konnte ich heute das Buch hervornehmen und mich meiner liebsten Beschäftigung widmen, dem Brot backen.

Zum Einstimmen sollte es ein Brot mit dem ungewöhnlichen Namen "Ballymaloe-Vollkornbrot" geben, ein Weizenvollkornbrot ohne den Einsatz von Hartweizenmehl. Ballymaloe House ist eine Koch- und Hotelfachschule in County Cork, Irland und das Rezept ist eine Weiterentwicklung der Gründerin dieser Schule, Myrtle Allen. Ursprünglich handelte es sich um ein No-Knead-Bread von Doris Grant, die das Rezept in den 40er Jahren in einem Buch vorstellte.

Ein bissi geknetet wird hier ja schon, aber was heißt hier kneten? Der Teig war so feucht und klebrig, dass ich ihn mit der hohlen Hand in die Form schaufeln musste. Er ist dann tatsächlich aufgegangen, aber wenn er höher als die Form gegangen wäre, wäre er wahrscheinlich übergelaufen. Ich hatte vor dem Backen die größten Befürchtungen…Im Ofen fand so gut wie gar kein Ofentrieb statt, während des Backens sackte die Oberfläche sogar noch ein wenig ein.

Allerdings ist das Endergebnis durchaus essbar (falls man das Brot aus der Form bekommt), die Kruste sehr schön knusprig und die Krume feucht (ach!), locker und grobporig.

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Ich würde das Brot nicht wieder backen, aber ein absoluter Reinfall war es nicht. 

Der nächste Versuch war ein Ungarisches Kartoffelbrot. Hier kam auch endlich das Hartweizenmehl zum Einsatz. Dieses Mehl fühlt sich schön an, hat eine tolle Farbe und rieselt wie Sand – gefällt mir! Dass Kartoffeln, die ich sehr gerne esse, in dem Teig verarbeitet werden, machte mich neugierig und deshalb ging es frisch ans Werk.

Auch dieser Teig war, für meine Begriffe, einfach viel zu feucht. Ich habe mich, das muss wohl nicht extra erwähnt werden, ganz genau an die Vorgaben gehalten. Allerdings habe ich die doppelte Menge Teig gemacht. Das sollte aber kein Hindernis sein, gell? Der Teig war kaum zu händeln, ich musste ihn mit dem Teigschaber mehr schlecht als recht in Form bringen und habe ihn dann einfach so, als eine Art "Hartweizen-Chiabatta" in den Ofen geschoben… grrr!

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Minimaler Ofentrieb setzte ein, das Brot nahm eine sehr schöne Farbe an und auch wenn die Form absolut indiskutabel ist und das Innere zu feucht, schmeckt es doch ganz gut – vor allem die Kruste ist sehr schön knusprig! Ich werde es mal toasten.

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Sehen ja nicht schlecht aus, sind aber leider nicht das , was ich haben wollte.

Hier geht es zu den, mit Vorsicht zu genießenden, Rezepten:

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Kürbis-Quiche (M)

Der vor zwei Tagen geerntete Hokkaido wird uns heute zu einem hoffentlich schönen Abendessen verhelfen. In den Weiten des WWW fand ich ein Rezept, das mir sehr interessant erschien. "Dragonfly-Lady" bei Chefkoch hatte es veröffentlicht und ich habe es ausprobiert, allerding mächtig daran herumgeändert. Erwähnen will ich noch, dass ich versucht habe, alle meine Änderungen im Originalrezept zu berücksichtigen. Das Rezept wird dadurch aber m. E. unlesbar und sehr verwirrend.

In Zukunft werde ich also die Rezepte so einstellen, wie ich und Manzfred sie zubereitet haben, aber natürlich immer darauf hinweisen, von wem das Original stammt und wo es zu finden ist.

Zudem stellte sich mir die Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Tarte und einer Quiche? Bei Wikipedia werde ich fündig: Tarte ist meist eine süße Torte mit Mürbeteigboden, gebacken in einer speziellen Form; Quiche ist ein herzhafter Kuchen – aha!

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Unsere Quiche war heute so richtig gut – der Boden eine Wucht, ganz knusprig und so, wie ich ihn im normalen Herd nicht hinbekommen habe. Da habe ich die Böden nie richtig krachig gehabt, sie blieben ein wenig teigig, egal, was ich auch ausprobiert habe. Diesmal aber… keine Spur von Pappe.

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Der Belag war sehr würzig, schmeckte aber trotzdem nicht überladen. Auch der Thymian schmeckte nicht vor. Farblich sehr schön, der Kontrast zwischen dem orangefarbenen Mus mit den Speckwürfelchen, den grünen Kürbiskernen und dem Öl.

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Dieses leckere Ding ist bestimmt auch gut geeignet, liebe Freunde glücklich zu machen, einen auf Einladungen zu begleiten oder den Tiefkühlschrank unsicher zu machen.

Eines ist klar – diese Quiche wird einen Stammplatz bekommen in der Rezeptsammlung.

Hier geht es zum Rezept:

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Marmor-Kranzkuchen

Mein Vater backt in letzter Zeit häufig. Vor ein paar Tagen hat er einen Kuchen ausprobiert, der ihm nicht so gut gelungen ist. Das Endergebnis war zu fest, nicht gut aufgegangen und in der Mitte klitschig.

Ich habe mich bereit erklärt, das Rezept nachzubacken, um herauszufinden, ob es am Rezept liegt oder ob ein Fehler in der Herstellung zu suchen ist. Um ähnliche Bedingungen zu gewährleisten, habe ich auf Manzfred verzichtet und den normalen Miele-Backofen verwendet.

Das Rezept für den Marmor-Kranzkuchen stammt aus einem Sonderheft der Reihe "kochen & genießen" aus dem Jahre 2001 mit dem Titel "Torten-Hits No. 3".

Interessant ist, dass der Kuchen aus fünf verschiedenen Varianten eines Grundteiges besteht:

Marmorkranzkuchen

Der Teig war zum Teil recht weich und ich rechnete schon mit dem Schlimmsten. Aber, weit gefehlt, nach dem Backen sah das Ergebnis so aus:

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Der Kuchen war während des Backens schön aufgegangen, hatte eine fluffige Konsistenz und fühlte sich ähnlich wie Biskuit an. Während des Abkühlens ist er ein wenig eingesunken.

Fertig verziert (das habe ich anders gemacht, als im Rezept angegeben), sah der Kuchen wirklich lecker aus:

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Spannende Minuten bis zum Anschnitt:

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Keine Spur von Klitsch zu sehen – also, Papa, starte einen neuen Versuch!

Und hier geht’s zum Rezept:

„Marmor-Kranzkuchen“ weiterlesen

Einmal umdrehen!

Morgens, halb zehn in Deutschland:

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Hui, sooo pünktlich! Manzfred hatte einen falschen Türanschlag. Deshalb ist heute ein Mitarbeiter der Firma Manz gekommen (auch ein Herr Manz, der Neffe vom Chef), um die Tür zu drehen.

Das ging hoppla-hopp, eine dreiviertel Stunde später war alles Bestens:

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Hier kann man auch sehen, dass es sich bei meinem Manzfred um eine Sonderanfertigung handelt. Da ich keine Möglichkeit habe, den Dampf nach draußen zu leiten, wäre dieses Modell eigentlich mit einer Dampfflöte ausgestattet. Die befände sich in der Bedienleiste, oberhalb der grünen Anzeige.

Ich kann aber mit Hilfe des Knopfes in der oberen Edelstahlleiste diese wie eine Schublade herausziehen.

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Der Dampf steigt links aus der Öffnung eines Rohres, das über einen Schlauch mit dem Ofen verbunden ist.

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Das Gute ist, dass die Bedienleiste nicht durch diese Dampfflöte verschandelt ist. Man sieht nur bei der Benutzung des Herdes, dass der Dampf nicht nach draußen abgeleitet wird.

Die Fabrikation dieser Variante war für Manz ein Novum. Ein Mitarbeiter des Kundendienstes hatte mir den Vorschlag gemacht, den Ofen so zu gestalten und ich war mutig – mir gefällt es sehr gut!

Jetzt warten wir gespannt auf Montag, dann wird Manzfred vom Schreiner geholt und bekommt einen "Umbau zum Einbau".   

Zucchini-Tomaten-Sugo (M)

Im Garten ist Tomaten- und Zucchinischwemme angesagt. Auch ein Hokkaido-Kürbis konnte heute geerntet werden.

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Den Kürbis werde ich in den nächsten  Tagen zu einer Quiche verarbeiten, Tomaten und Zucchini bildeten die Grundlage für eine Pasta-Sauce mit Tatar, Zwiebeln, Olivenöl, Kräutern, etwas Salz, Pfeffer, Chili, Knoblauch und einem Klecks saurer Sahne. Das Fleisch und die Zwiebeln habe ich in Öl auf dem Herd angebraten, dann die restlichen Zutaten zugefügt und alles bei 180°C 30 Minuten Manzfred anvertraut. Dazu gab es Bio-Dinkel-Vollkorn-Farfalle. Parmesan war leider aus….

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Ein schnelles Essen, sehr ursprünglich und so richtige "Gartenküche", bei der man die Zutaten schmeckt und sieht. Hat uns gut geschmeckt.

Und so sah meine linke Hand aus, nachdem ich den 180°C heißen Topf angefasst hatte – ohne Topflappen……

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Wie alles begann – die Kaufentscheidung

Manz vs. Häußler
oder

Die Geister die ich rief, werd’ ich nun nicht mehr los;

Geschichte einer Kaufentscheidung

Wenn man sich, wie ich, auf die Fahnen geschrieben hat, das Brot für den täglichen Bedarf nur noch selber zu backen, dann kommt man irgendwann auf die Idee, sich einen adäquaten Ofen zuzulegen, der möglichst optimale Ergebnisse erzielt. Zwei Firmen stellen solche Öfen her: Manz und Häußler.

Nach intensiven Recherchen im Netz, Fragen, Katalogbestellungen, lieben Infos durch Brotbäcker usw.. habe ich mich dann entschlossen, vor den Kauf den Besuch der von beiden Firmen angebotenen Koch- und Backseminare zu setzen.

21.-22.06.2007: Hefegebäckkurs und Basisbackkurs bei Häußlers:

Ich bin zu Häußler in Heiligkreuztal gefahren mit dem Gedanken: "Anschauen kann ich mir das ja mal, aber ich kaufe sowieso einen Manz.“ Das konnte ich nach dem Besuch in Oberschwaben so nicht mehr unterstreichen… Die Mitarbeiter und die Familie Häußler verstehen es einfach, mit ihrer sympathischen Art eine solch nette Atmosphäre zu schaffen, dass man am liebsten gleich alle Kurse machen möchte und sofort einen Ofen mit nach Hause nehmen will.

Donnerstags war der Hefegebäckkurs. Ein netter Herr Renz, seines Zeichens Bäckermeister, weihte uns in die Geheimnisse des Zopfflechtens und -füllens ein. Mir ist das ein oder andere Licht aufgegangen, aber ich könnte jetzt nicht behaupten, dass ich Essentielles gelernt hätte. Wir waren aber eine sehr nette Gruppe von 11 Leuten, die sich da zusammengefunden hatte und beim Probieren und Kaffee trinken hatten wir eine Menge Spaß. Selber hat man nichts gemacht, nur am Ende konnte sich jeder Teilnehmer seinen eigenen Zopf flechten. Aber ein paar kleine Handgriffe hab ich mir doch abgeguckt, Kniffe, auf die man vor lauter Betriebsblindheit nicht kommt und auch die Rezepte waren ganz nach meinem Geschmack (Osterhasen und Nikoläuse formen, Dreierzopf, Mozartzopf, Nusszopf, Marzipanzopf, Kirschnudeln).

Am Freitag war dann Showtime – Frau Häußler präsentierte ihre Kunst und vor allen Dingen die Geräte. Auch wenn man sich nicht fürs Backen und Kochen interessiert, auch wenn man nicht vor hat, ein Gerät zu kaufen, diesen Kurs sollte man sich mal antun. Es war wirklich faszinierend, wie diese nicht mehr ganz junge Frau sechs Stunden lang eine Art "Kaffeefahrt" veranstaltete. Das meine ich jetzt nicht negativ, ich war wirklich platt, wie nett und nur  ganz wenig aufdringlich man teure Geräte an den Mann oder die Frau bringen kann. Die Frau ist einfach ein Profi und ein absolutes Verkaufsas. Wir haben teilweise Tränen gelacht und Frau Häußler war so temperamentvoll und geschwätzig, es war eine wahre Pracht. Es gab Leute, die waren schon zum dritten Mal dort….

Sie hat die Herde, Knetmaschinen, Getreidemühlen und die Nudelmaschinen präsentiert und man hatte einfach das Gefühl, SOFORT ALLES haben zu müssen. Fünfzig Menschen hingen gebannt an ihren Lippen und es war wirklich lustig.
Frau Adelinde hat Grundrezepte von verschiedenen Brotteigen vorgestellt, die Herstellung von Sauerteig erklärt, eine Lanze gebrochen für vollwertige, regionale und saisonale Produkte, kleine Tipps gegeben, wie man sich das Backen erleichtert, ach, ich kann gar nicht alles aufzählen, was alles an Interessantem aufs Tapet kam. Sie verwendet z.B. für einen Mischbrotteig von 10 kg Mehl nur zwei Würfel Hefe… ich war schon erstaunt! Wahrscheinlich wird der Brotbackguru nichts Neues lernen und vielleicht wird so manch einer denken – och nee, das kenne ich aber ganz anders. Aber für den Hausgebrauch, wenn Brot backen keine Wissenschaft sein soll, dafür reichte es allemal – zumindest bei mir.

Frau Häußler hat gebacken: Dinette mit Speck und Zwiebeln, Dinette nur mit Kümmel und Salz und Dinette mit Äpfeln, Brötchenrad, kernige Weckle, Weizenmischbrote in verschiedenen Ausführungen (im Gärkorb; gebacken mit Schluss nach oben; gebacken mit Schluss nach unten; bemehlt und eingeschnitten; mit Brotstempel verziert; als Knüppelbrot – mehr fällt mir jetzt nicht ein). Übrigens konnte man am Ende der Veranstaltung Brot mit nach Hause nehmen – gegen Bezahlung!

Für mich waren die Kurse, vor allem am Freitag bei Frau Häußler, schon lehrreich. Da ich auch noch nette Leute kennen gelernt habe und die gesamte Häußler-Crew so herzlich und sympathisch war, hätte ich am liebsten sofort einen Ofen gekauft. Mich haben aber natürlich auch die Produkte absolut überzeugt. Die knusprige Kruste der Brote und die feine Textur des Hefegebäcks, die tollen Böden der Dinette… ich war hin und weg. Na ja, und die Teigknetmaschine…. und die Getreidemühle…. mein armer Mann! Ganz toll fand ich auch, dass mich ein Mitarbeiter der Firma am Bahnhof abgeholt hat und am Freitag auch wieder pünktlich zum Bahnhof brachte – das nenne ich mal Dienst am Kunden, gell?

Eine Woche später (29. – 30.06.2007):

Nun habe ich auch ein Komplettseminar bei Manz besucht, in das ich glücklicherweise hineingerutscht bin, weil ein Teilnehmer absagte. Was soll ich sagen – ich bin begeistert. Auch hier hätte mich ein Mitarbeiter am Bahnhof abgeholt und auch wieder zurück gebracht. Ich bin aber kurzentschlossen mit dem Auto gefahren.

Die Art der Präsentation bei Manz kann mit der Häußler’schen Verkaufsshow nicht mithalten. Hier in Creglingen geht es ruhiger und zurückhaltender zu – was ja kein Fehler ist. Und die Vielseitigkeit des Manz-Backofens hat mich absolut überzeugt. Zugegeben, die Ergebnisse des Brotbackens bei Häußler erscheinen mir einen Tick besser – aber dafür ist der Manz einfach umfassender und schneller einsetzbar. Ein Detail, das ich überhaupt nicht in Betracht gezogen habe bei der Kaufüberlegung ist die Möglichkeit des drucklosen Dampfgarens. Frau Manz brachte uns die Facetten nahe, die sich beim „Kochen“ mit dem Manz auftun. Und die haben mich wirklich umgehauen. Diese Pellkartoffeln, das Gemüse, die Niedrigtemperatur- Gerichte und was weiß ich noch alles – für Menschen, die sich gesund, möglichst fettarm und natürlich ernähren möchten, ist dies eine wunderbare Alternative zum Kochen mit Wasser.

Freitags ging es um 10.00 Uhr los. Bis gegen 13.00 Uhr haben wir mit Frau Manz gekocht und mit 14 Teilnehmern folgende Gerichte zubereitet:
Kartoffeln, Möhren, Rote Bete, Kohlrabi (alles nur abgewaschen und mit Schale im Topf mit Deckel gegart – ein Genuss!), Blumenkohl-Auflauf, Gemüselasagne, Hühnerpfanne, Kartoffelmaultaschen, Makkaroni-Auflauf, Hackbraten, Pommes Frites, Rotkohl, Schweinebraten, Ungarischen Kartoffelauflauf, Dampfnudeln, Quark-Apfel-Auflauf, Reis-Auflauf. Dann war Mittagspause und wir haben alles verputzt, was vorher gekocht wurde.

Gegen 14.00 Uhr ging es dann weiter mit dem Backkurs, geleitet von einem jungen, netten Herrn namens Hein, einem Bäckermeister. Bis 18.00 Uhr wurde gebacken und Teig angesetzt, was das Zeug hielt. Hefezopf, Käsekuchen, Biskuitrolle, Streusel mit Pudding und Kirschen, Weizenmischbrot – alles wurde sehr schön und wirklich lecker. Zwischendrin haben wir noch Kaffee getrunken und das Gebackene verspeist. Wir waren vielleicht satt!

Samstags ging es um 8.30 Uhr weiter. Der am Vorabend angesetzte Sauerteig wurde verarbeitet, Laugengebäck, Baguettes, Brötchenrad, Vinschgauer, Roggenmischbrot hergestellt und Pizza gebacken. Ein Schmankerl waren noch die Figuren, die gebacken wurden: Weihnachtsmann, Igel, Maus, Eidechse… wirklich putzig!

Man bekam ein tolles Gefühl dafür, wie sich ein Teig anfühlen sollte, wie lange man ihn gehen lässt und wie man Teig knetet und formt (sehr lustig die Ergebnisse des Laugenbrezel-Formens). Und mit so einer netten Truppe wie der unseren machte das ganze Werkeln noch mal so viel Spaß. Es war richtig toll! Natürlich haben wir auch hier zwischendrin alles aufgefuttert, was wir so hergestellt hatten. Und bekamen am Ende noch einen riesigen Korb mit den selbstgemachten Broten und Brötchen mit nach Hause. Hier waren die Backwaren im Seminarpreis inbegriffen!

Fazit: Eine eindeutige Empfehlung für einen der Öfen kann ich nicht geben. Dafür sind die individuellen Vorstellungen eines jeden Bäckers einfach zu speziell. Ich habe mich für den Manz 30/2 entschieden, andere Backwütige werden mit dem Häußler glücklich.

Wer einen Ofen möchte, der hauptsächlich zum Brotbacken dienen soll und wer langfristig planen kann, für den ist wahrscheinlich der Häußler die bessere Wahl Aber den Häußler muss man halt 1,5 Stunden vorheizen und dann noch 30 Minuten warten, bis sich die Hitze komplett verteilt hat. Wer das nicht möchte und zudem noch drucklos dampfgaren möchte, der kauft besser den Manz.

Lachs im Bouillongemüse-Bett

Heute ist Fisch angesagt – das hat aber nichts damit zu tun, dass heute Freitag ist. Wir haben einfach Lust drauf!

Um die Kühltruhe ein wenig zu leeren, sollte auch gefrorenes Gemüse verwendet werden. Also wurde ein schönes Stück Lachs erstanden und auf Gemüse drapiert:

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Nach gar nicht langer Zeit war das Ergebnis nicht nur ansehnlich, sondern auch richtig lecker.

Das Gemüse war toll gegart, hatte seine Form behalten und schmeckte, obwohl kaum gewürzt, sehr fein.

Der Lachs war sensationell. So einen butterweichen Fisch habe ich noch nie hinbekommen – saftig, weich und trotzdem nicht zu pampig, einfach auf den Punkt – im Manzfred trocknet bei richtiger Temperaturwahl nichts aus.

Um Energie zu sparen, habe ich die Kartoffeln für das Pürée gleich auf der Etage für den Fisch mitgegart. Dazu wurden die Kartoffeln geschält, klein geschnitten und mit einer Tasse Wasser in einen Kochtopf gegeben. Deckel drauf und in den kalten Ofen. Dann wie im Rezept angegeben vorgeheizt. Die Kartoffeln waren gleichzeitig mit dem Fisch gar. Dieser wurde warmgestellt, während das Kartoffelpürrée gemacht wurde und das Gemüse noch ein wenig schmoren durfte.

Die Milch für das Pürée habe ich ebenfalls im Ofen erwärmt. 10 Minuten vor Ende der Garzeit einfach in die untere, ausgeschaltete Etage gestellt. Die Wärme von oben tat dann das ihre dazu.

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Hier geht’s zum Rezept:

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Nudel-Gemüse-Pfanne

Gestern wollte ich mit Tomaten und Zucchini aus dem Garten sowie Restgemüse aus dem Kühlschrank einen Eintopf kochen, der als Grundzutat auch ungekochte Nudeln enthalten sollte.

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Das Ergebnis war wohlschmeckend und nun weiß ich auch, wie man mit rohen Nudeln einen scharfen Eintopf kocht…

Die Menge hat locker für heute noch gereicht.

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Hier geht’s zum Rezept:

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Ich liebe Manzfred!

Seit einer Woche sind mein Mann und ich stolze Besitzer eines Manz-Ofens.

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Es handelt sich um das Modell 30/2E und ist ein wahres Prachtstück. Wir sind mächtig beeindruckt und ich möchte gerne die Ergebnisse des Kochens und Backens mit diesem Ofen hier veröffentlichen. Eingebaut ist er noch nicht, der Schreiner ist in Urlaub. Aber das macht nix, er arbeitet trotzdem fleißig für uns! Ach ja, der Türanschlag muss auch noch geändert werden, aber da kommt nächsten  Mittwoch der Monteur, also kein Problem!