Otto hat’s druff: Apfel-Olivenöl-Kuchen mit Ahornsirup-Topping

Zu meinem Geburtstag hat mir meine Familie, da nicht gefeiert werden konnte, ein ganz tolles Paket geschickt, unter anderem mit allen möglichen Gutscheinen. Einer davon war von den goldischsten Buchhändlern des Universums und ihrer hähnelschen buchhandlung in Hachenburg, wo diese Woche die Bücher geordert wurden und pfeilschnell den Weg nach Fulda fanden. Eines davon ist das „Sweet“ von Yotam Ottolenghi und Helen Goh.

Ein erster Blick ließ mich erzittern vor Entzücken. Eigentlich wollte ich kleine Zettelchen an die Stellen mit den favorisierten Rezepten legen. Ich habe mich dann umentschieden und Zettelchen an die Stellen gesteckt, wo mich die Rezepte nicht so ganz vom Hocker schmetterten. Deren Anzahl war extrem überschaubar und die Entscheidung für die erste Backaktion fiel nicht leicht. Schräg genug für mutiges Ausprobieren war der Apfelkuchen mit Olivenöl. Unvorstellbar für mich und deshalb bestens geeignet für ein erstes Experiment. Interessant, dass die Sultaninen in Wasser gekocht werden, bis die Flüssigkeit komplett aufgesogen ist. Das ist mir auch noch nicht untergekommen, führte aber dazu, dass der Kuchen sehr saftig ist und wohl auch bleibt und richtig fette Früchtchen den Teig bevölkern.

Ich mache es kurz: Das Teil ist der Hammer! Es ist süß, es ist fettig, es ist mächtig und es ist guuuut! Und ich bin sicher, morgen schmeckt es noch besser.

Das Krokant habe ich aufgestreut, obwohl es nicht im Rezept stand. Erstens habe ich ein gestörtes Verhältnis zu diesen unordentlichen Kuchen, die nicht komplett mit Creme eingestrichen sind – naked cakes … pfff… und zweitens habe ich auch nicht so gern, wenn die Oberfläche jungfräulich, nur von Streichmasse berührt, rumdümpelt. Also Krokant drauf und schon ging es mir besser.

Nussallergiker aufgepasst – der Kuchen schmeckt überhaupt nicht nach Olivenöl, sondern so, als wären Nüsse drin. Sind aber keine – wenn man das Krokant auf dem Topping weg lässt.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Olivenöl-Kuchen mit Ahornsirup-Topping
Kategorien: Ottolenghi/Goh, Sweet, Rührkuchen, Knaller
Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser

Zutaten

H KUCHEN
100Gramm Sultaninen
200Gramm Wasser
200Gramm Zucker
150ml Natives Olivenöl extra
2  Eier, Größe M
1Teel. Vanilleextrakt, flüssig (oder Mark 1/2
   — Vanilleschote)
1Teel. Zitronenschale, gerieben
800Gramm Äpfel (ca. 5 Stück)
350Gramm Mehl
1/2Teel. Zimt, gemahlen
1 1/2Teel. Baking Soda (Speisenatron)
1 1/2Teel. Backpulver
1/2Teel. Salz
2  Eiweiß, Größe M
75Gramm Wasser
H TOPPING
100Gramm Butter, weich
100Gramm Rohrzucker
85Gramm Ahornsirup
200Gramm Frischkäse, Sahne (30 Minuten vor der
   — Verarbeitung aus dem Kühlschrank holen)
   (Krokantstreusel)

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, Helen Goh "Sweet"
 Erfasst *RK* 07.06.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Sultaninen mit 200 g Wasser aufkochen und leicht köcheln lassen, bis das ganze Wasser aufgenommen wurde.

Zucker, Olivenöl, Eier, Vanille und Zitronenschale in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer auf mittlerer Stufe schlagen, bis die Mischung hell und dickflüssig ist und sich das Volumen verdoppelt hat. Luftbläschen in der Masse sind nicht erwünscht, also nicht zu flott aufschlagen.

Während die Masse Gestalt annimmt, Manzfred auf 160° C vorheizen, Formboden mit Backpapier auskleiden, Ring nicht fetten. Äpfel schälen, vierteln und in Stifte schneiden. Ich habe dafür das feine Gitter des Nicer Dicers benutzt. Mehl, Baking Soda, Backpulver, Salz und Zimt in eine Schüssel sieben. Eiweiß zu Schnee schlagen.

Die fertige Eiermasse mit Äpfeln, Sultaninen und 75 ml Wasser vermengen. Die trockenen Zutaten unterziehen. Eischnee vorsichtig unter die Kuchenmasse heben. In die Form füllen und 60 Minuten backen. Je nach Ofen schauen, dass die Oberseite nicht zu dunkel wird. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen, Ring entfernen und komplett auskühlen lassen. Eventuell einen Tag zuvor schon zubereiten. Ich habe nach einer Weile das Backpapier entfernt, war mir zu feucht am Boden.

Für das Topping Butter, Zucker und Ahornsirup mit dem Flachrührer in der Küchenmaschine hell und schaumig aufschlagen, dann den Frischkäse portionsweise unterziehen. Weiterschlagen, bis der Guss glatt und dickflüssig ist. Das dauert ca. 2 Minuten.

Wenn der Kuchen komplett kalt ist, einmal durchschneiden und mit der Hälfte des Toppings füllen. Mit der anderen Hälfte die Oberfläche des Kuchens überziehen. Hierbei einen Löffel benutzen und Wellen formen. Ich habe noch Krokant aufgestreut.

Anmerkungen, Jutta: toller Kuchen, sehr saftig, sehr locker, aber auch sehr süß und mächtig. Trotzdem ein Knaller.

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Nektarinen-Käsekuchen mit Bröselboden (M-TM)

 

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Ich arbeite gerade die Klebezettelchen ab, die Norbert in der Zeitschrift "Lust auf Genuss" positioniert hat, aus der auch das Aprikosenkuchenrezept  (wer das Rezept gespeichert hat, bitte ändern, es fehlte das Mehl für den Teig, 400 Gramm sollten doch noch rein – au weia…) mit den Zitronenthymianstreuseln stammt. Diesmal sollte es ein Käsekuchen mit Nektarinenauflage sein. Das fand ich wieder seltsam, weil die Nektarinen AUF den Kuchen kommen und dann mitgebacken werden. Aber, Versuch macht kluch und auch dieser Kuchen hat mich angenehm überrascht. 

 

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Der ziemlich bröselige Bröselboden (vermutlich wird er fester, wenn er richtig durchgekühlt ist) ist Grundlage für eine sehr flaumige Käsemasse, die auch noch prima schmeckt, wenn man 50 g Zucker weniger verwendet..Und diese Nektarinen mit den Nüssen sind wirklich klasse – mal was anderes.  

Nachtrag, 10.08.2016: schmeckt am nächsten Tag noch besser; Boden und Käsekuchenmasse sind nach dem Kühlen fester. Schmeckt trotz der Zuckerreduzierung noch ziemlich süß, könnte eventuell noch weiter reduziert werden.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nektarinen-Käsekuchen mit Bröselboden (M/TM)
Kategorien: Obst, Quark, Ricotta, Kekse
Menge: 1 Torte, 26cm Durchmesser

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
250 Gramm   Kekse (Hobbits)
125 Gramm   Butter
H FÜR DIE KÄSEKUCHENMASSE
500 Gramm   Ricotta
300 Gramm   Quark, 20%
200 Gramm   Schlagsahne
300 Gramm   Zucker (Original: 350 g)
1     Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
2 Essl.   Speisestärke
4     Eier
1 Prise   Salz
1     Vanilleschote, das Mark
H FÜR DEN BELAG
60 Gramm   Pecannüsse
3     Nektarinen, reif (aber nicht zu weich); bis 1/3
      — mehr
      Ahornsirup

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Lust auf Genuss 9/2016
  Erfasst *RK* 07.08.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Boden einer Tortenform, 26 cm Durchmesser (Original: 24 cm, Menge für Boden angepasst), mit Backpapier belegen. Kekse im TM zu Krümeln schreddern. Umfüllen. Butter im TM schmelzen. Zu den Krümeln gießen und vermischen. In die Kuchenform füllen und festdrücken. Im Kühlschrank parken.

Manzfred auf 150° C vorheizen.

Die Zutaten für die Käsekuchenmasse in den TM geben und flott zu einer geschmeidigen, recht flüssigen Masse verrühren. Auf den Boden gießen und eine Stunde backen.

Nektarinen in Spalten schneiden, Pecannüsse hacken. Kuchen nach der Backzeit aus dem Ofen holen, Nektarinen kreisförmig auflegen, mit den Nüssen bestreuen, Manzfred auf 160° C einstellen und weitere 30 Minuten backen.

Kuchen in der Form auskühlen lassen, danach gut gekühlt aufbewahren und mit Ahornsirup besprenkelt genießen.

Anmerkungen, Jutta: Zuckermenge reduziert. 26er Form verwendet, die Zutaten für den Boden dementsprechend angepasst. Die Menge für die Käsekuchenmasse passte perfekt in die größere Form. Prima Kuchen!

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