Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)

Der Wahnsinnssommer lässt die Tomaten wachsen und gedeihen und jeder Gedanke an Braunfäule erübrigt sich in diesem Jahr. Mit Blütenendfäule hatten wir zu kämpfen, sonst wäre die Ernte noch bombastischer ausgefallen, als sie ohnehin schon ist.

Diverse Sorten wurden aus Samen gezogen, so eine wunderbare Mischung, die ich mir über den „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ bei einer sehr sympathischen Erhalterin bestellt hatte. Diese Dame, Frau Sahling,  lebt in Italien auf großer Höhe und hat dort einen sehr großen Garten, in dem sie Samen für die Nachwelt aus Unmengen von Pflanzen rettet. Neben liebevoll gebastelten Samentütchen

gab es noch ein liebes Briefchen mit guten Wünschen und Segen für eine erfolgreiche Ernte und ich muss sagen, es hat gewirkt. Braunfäulefreie Marzane, braunfäulefreie Faltentomate, 10-Kilo-Buschtomate, Taubenherz und zu guter Letzt die unfassbare Oma Antonia.

Auch wenn Omma Toni hier noch ein wenig schwächelt, im wilden Westerwald bei Familie Pagel läuft sie zu Hochform auf und bringt unglaubliche knapp 700 Gramm auf die Waage.  Eine einzige Tomate, versteht sich. Oma Antonia in Höchstform. Bei mir ist es halt „nur“ eine Handvoll.

Da wir keine rohen Tomaten essen, müssen sie irgendwie verarbeitet werden und so ein Sugo war da eine gute Idee.

Im Nachhinein war das Ergebnis so gut, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Von Frau Annette aus dem Westerwald habe ich auch die Lorbeerblätter geklaut, die in ihre Tomatensauce wandern. Also die Idee, nicht die Blätter in echt. Dankeeeee!!!!

Da wir im Moment den Maler vor Ort haben, wollte ich die Sauce möglichst ohne Aufwand herstellen und da bot sich an, den Slowcooker / Crockpot aus dem Keller zu holen, damit er ohne mein Zutun schöne Tomatenpampe bereitet. Und genau das tat er auch. Tomaten häuten, Zwiebeln braten, alles rein in den Pott, Tomaten, Kräuter, Gewürze – einmal umrühren, Deckel nicht fest drauf, damit Flüssigkeit verdampfen kann und los geht’s.

Neun Stunden lang brodelte er vor sich hin, ab und an habe ich mal gerührt, um die Konsistenz zu prüfen, aber sonst… nix zu tun. Herrlich! Und dieser Geruch!

Als ich die ganzen Tomaten zu Anfang der Aktion gehäutet hatte, fiel mir dann irgendwann auch noch ein, dass ich eine flotte Lotte habe. Super! Beim nächsten Mal also nicht mehr häuten, ist mit dem Lottchen ja nicht mehr nötig. Ich war auch erstaunt, wie wenig Rückstände bleiben, nachdem die Tomatenmasse durch die mittlere Scheibe des Geräts passiert wurde.

Am Ende und nachdem ich zwei Suppenkellen des herrlichen Gebräus

anderen Zwecken zugeführt hatte (Gartengemüse, Paprika, Tatar und Sugo – im Schnellkochtopf flott gegart, mit Kartoffeln – ein wunderbares Mahl)

und nach einer Nacht der Ruhe im Kühlschrank, wurden sieben Gläser Sommersonne im Glas eingeweckt. Zwei Gläser wurden gegen sechs Eier

von sehr glücklichen Hühnern des Malers getauscht (alle haben Namen), blieben noch fünf.

Aber da die Tomatenschwemme noch nicht vorbei ist, werden sie sicher nicht einsam im Keller ihr Dasein fristen müssen. Bis bald, ihr Süßen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)
Kategorien: Tomaten, Vorrat, Eichhörnchen, Slowcooker, Kräuter
Menge: 10 Gläschen à 200 ml


Zutaten

Olivenöl
2 Gemüsezwiebeln
Tomaten, alle möglichen Sorten aus dem Garten,
Viel
2 Monoknoblauchknollen
4 Zehen Knoblauch
2 Stängel Rosmarin
8 Stängel Basilikum, gemischt (je 2 grün, rot, Thai, Busch)
2 Chilischoten (die waren gar nicht scharf)
2 Blätter Lorbeer
Kräutersalz
Gemüsebrühe
Worcestersauce
Kräuter, mediterran, getrocknet oder frisch

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln würfeln, langsam in nicht zu viel Olivenöl anbraten.

In der Zwischenzeit Tomaten häuten und würfeln (als ich damit fertig war, fiel mir ein, dass ich eine flotte Lotte habe – beim nächsten Mal also nicht häuten). Monoknoblauch stifteln, Knoblauch in Scheibchen schneiden. Rosmarin und Basilikum ausschütteln oder kurz überbrausen. Mit Stiel verwenden. Chilischoten längs halbieren, Kerne und Häute entfernen, in Streifchen schneiden.

Tomaten in den großen Crockpot geben, alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen, auch die jetzt schön gebräunten Zwiebelwürfel. Umrühren, Crockpot ohne oder mit um 90° gedrehtem Deckel auf High anwerfen und vergessen. Nach 9 Stunden (oder mehr, oder weniger, je nach Flüssigkeitsgehalt des Masse) und ein paar Umrührungen ist das Sugo fast fertig. Die Masse wird noch durch die mittlere Scheibe der flotten Lotte passiert. Abschmecken und staunen. Das ist das Tomatenparadies. Versprochen.

Ich habe das Sugo (nachdem ich zwei Schöpfkellen für ein Abendessen mit Gemüse und Kartoffeln abgezweigt hatte) über Nacht im Kühlschrank geparkt und am nächsten Tag eingeweckt. Sommer im Glas für trübe Wintertage.

Punktejäger müssen nur das Öl berechnen. Gut, ne?

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Zucchiniflan

Dieses Rezept ist mal wieder ein wunderschöner Beweis, dass man Köstliches mit ein paar Zutaten zaubern kann, die man sowieso im Haus hat.

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Und wenn dann noch die Zucchini kurz davor sind, die Weltherrschaft zu übernehmen, dann bitte, rettet den Globus und esst sie auf. Anders als im Original habe ich die geraspelten Zucchini mit Salz vermischt und sie Flüssigkeit ziehen lassen, die ich dann ausgedrückt habe. 

Das Rezept stammt von der tegut… Saisongartenseite auf Facebook, eben ausprobiert und mein lieber Mann und auch ich fanden, dass wir das morgen nochmals kochen müssen.  Müßig zu erwähnen, dass die Portion für Vier nur für Zwei reichte. Es war einfach zu gut.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zucchiniflan
Kategorien: Zucchini, Saisongarten, Eier, Tomaten, Käse
Menge: 4 Portionen (also eigentlich zwei)

Zutaten

500 Gramm   Zucchini
1 Teel.   Salz
1 Essl.   Olivenöl
25 Gramm   Getrocknete Tomaten
      Petersilie, Basilikum oder Schnittlauch nach
      — Geschmack
2     Knoblauchzehe
50 Gramm   Italienischen Hartkäse (z.B. Parmesan)
4     Eier
      Chili, Salz & Pfeffer
40 Gramm   Semmelbrösel (evtl. etwas mehr, falls die Masse
      — noch zu flüssig ist)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Facebookseite "tegut…Saisongarten"
  Erfasst *RK* 19.07.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zucchini waschen, grob raspeln, in einer Schüssel mit einem Teelöffel Salz vermischen und ziehen lassen. Flache Auflaufform mit dem Olivenöl einstreichen. Tomaten kleinschneiden (eventuell mit kochendem Wasser übergießen und etwas ziehen lassen, dann auf einem Sieb abtropfen lassen), Kräuter hacken (ich hatte Basilikum und Petersilie), Knoblauch pressen, Käse fein reiben. Zucchini ausdrücken, mit verquirlten Eiern und allen anderen Zutaten vermischen. Mit Chili, Pfeffer und 1/2 TL Salz würzen.

Zucchinimasse in die Auflaufform geben, 25 Minuten im Dampfgarer, 200° C, 90 % Feuchte backen (in den kalten Ofen stellen). Konventionell 30-40 min. bei 200°C im Backofen backen.

Dazu passt ein leckerer Salat und Zaziki ist auch nicht zu verachten. In kleine Vierecke geschnitten auch prima auch als Fingerfood geeignet.

Anmerkungen, Jutta: super! Machen wir morgen gleich nochmal.

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 PS: Unbedingt Salat und Zaziki dazu essen. 

 

Nachtrag, 21.07.2016

Gestern haben wir den Flan kalt gegessen. Mit Salat und Zaziki.

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Bei der Zubereitung habe ich zunächst die getrockneten Tomaten gewürfelt und mit kochendem Wasser übergossen und später auf einem Sieb abtropfen lassen. 25 Minuten Backzeit im Miele DGC reichen. Habe das Rezept geändert. 

 

Pleiten, Pech und Pannen: Kleiner Auflauf aus Auberginen und Ricotta

Auflauf aus Auberginen und Ricotte1

So toll der gestrige Ofenpfannkuchen aus der Zeitschrift "La Cucina Italiana" war, so unbeeindruckt ließ mich im letzten Jahr das Türmchen aus Auberginen und Ricotta zurück.

Damit konnten weder Norbert noch ich etwas anfangen. Mehr Schein als Sein, möchte man sagen. Und wie isst man das? Spätestens, wenn man mit der Gabel hineinsticht, ist es vorbei mit dem guten Aussehen. Und spätestens, wenn man hineinbeisst, ist auch das, was man sich an Geschmack vorstellte, dahin.

Parole: Kannste getrost vergessen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: SFORMATINO DI MELANZANA E RICOTTA – Kleiner Auflauf aus Auberginen und Ricotta
Kategorien: Auflauf, Vorspeise, Imbiss, Italien
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm   Aubergine
200 Gramm   Ricotta
8 Scheiben   Toastbrot
1 Bund   Basilikum
      Salat der Saison
      Bestes Olivenöl
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  La Cucina Italiana 5/2009
  Erfasst *RK* 28.07.2009 von
  J. K.

Zubereitung

Die Aubergine schälen und halbieren. Die Auberginenhälften auf ein mit Olivenöl eingefettetes Backblech legen und 15-20 Minuten bei 200° C garen. Anschließend das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, Ricotta und 2-3 Esslöffel Olivenöl und das gehackte Basilikum dazugeben, die Masse gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf 4 Teller jeweils etwas Salat verteilen und eine Scheibe frisch getoastetes Brot dazu legen. Darauf einen Esslöffel der gewürzten Auberginenmasse geben, mit einem Salatblatt bedecken und wieder mit Aubergine auffüllen. Zum Schluss mit einer zweiten Scheibe Toast abschließen. Wer es besonders attraktiv machen will, kann dieses Sandwich mit einer runden Ausstechform (Ø 7 cm, Höhe 5 cm) ausstechen.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt nicht.

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