Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)

Der Wahnsinnssommer lässt die Tomaten wachsen und gedeihen und jeder Gedanke an Braunfäule erübrigt sich in diesem Jahr. Mit Blütenendfäule hatten wir zu kämpfen, sonst wäre die Ernte noch bombastischer ausgefallen, als sie ohnehin schon ist.

Diverse Sorten wurden aus Samen gezogen, so eine wunderbare Mischung, die ich mir über den „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ bei einer sehr sympathischen Erhalterin bestellt hatte. Diese Dame, Frau Sahling,  lebt in Italien auf großer Höhe und hat dort einen sehr großen Garten, in dem sie Samen für die Nachwelt aus Unmengen von Pflanzen rettet. Neben liebevoll gebastelten Samentütchen

gab es noch ein liebes Briefchen mit guten Wünschen und Segen für eine erfolgreiche Ernte und ich muss sagen, es hat gewirkt. Braunfäulefreie Marzane, braunfäulefreie Faltentomate, 10-Kilo-Buschtomate, Taubenherz und zu guter Letzt die unfassbare Oma Antonia.

Auch wenn Omma Toni hier noch ein wenig schwächelt, im wilden Westerwald bei Familie Pagel läuft sie zu Hochform auf und bringt unglaubliche knapp 700 Gramm auf die Waage.  Eine einzige Tomate, versteht sich. Oma Antonia in Höchstform. Bei mir ist es halt „nur“ eine Handvoll.

Da wir keine rohen Tomaten essen, müssen sie irgendwie verarbeitet werden und so ein Sugo war da eine gute Idee.

Im Nachhinein war das Ergebnis so gut, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Von Frau Annette aus dem Westerwald habe ich auch die Lorbeerblätter geklaut, die in ihre Tomatensauce wandern. Also die Idee, nicht die Blätter in echt. Dankeeeee!!!!

Da wir im Moment den Maler vor Ort haben, wollte ich die Sauce möglichst ohne Aufwand herstellen und da bot sich an, den Slowcooker / Crockpot aus dem Keller zu holen, damit er ohne mein Zutun schöne Tomatenpampe bereitet. Und genau das tat er auch. Tomaten häuten, Zwiebeln braten, alles rein in den Pott, Tomaten, Kräuter, Gewürze – einmal umrühren, Deckel nicht fest drauf, damit Flüssigkeit verdampfen kann und los geht’s.

Neun Stunden lang brodelte er vor sich hin, ab und an habe ich mal gerührt, um die Konsistenz zu prüfen, aber sonst… nix zu tun. Herrlich! Und dieser Geruch!

Als ich die ganzen Tomaten zu Anfang der Aktion gehäutet hatte, fiel mir dann irgendwann auch noch ein, dass ich eine flotte Lotte habe. Super! Beim nächsten Mal also nicht mehr häuten, ist mit dem Lottchen ja nicht mehr nötig. Ich war auch erstaunt, wie wenig Rückstände bleiben, nachdem die Tomatenmasse durch die mittlere Scheibe des Geräts passiert wurde.

Am Ende und nachdem ich zwei Suppenkellen des herrlichen Gebräus

anderen Zwecken zugeführt hatte (Gartengemüse, Paprika, Tatar und Sugo – im Schnellkochtopf flott gegart, mit Kartoffeln – ein wunderbares Mahl)

und nach einer Nacht der Ruhe im Kühlschrank, wurden sieben Gläser Sommersonne im Glas eingeweckt. Zwei Gläser wurden gegen sechs Eier

von sehr glücklichen Hühnern des Malers getauscht (alle haben Namen), blieben noch fünf.

Aber da die Tomatenschwemme noch nicht vorbei ist, werden sie sicher nicht einsam im Keller ihr Dasein fristen müssen. Bis bald, ihr Süßen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sugo aus Gartentomaten (Slowcooker)
Kategorien: Tomaten, Vorrat, Eichhörnchen, Slowcooker, Kräuter
Menge: 10 Gläschen à 200 ml


Zutaten

Olivenöl
2 Gemüsezwiebeln
Tomaten, alle möglichen Sorten aus dem Garten,
Viel
2 Monoknoblauchknollen
4 Zehen Knoblauch
2 Stängel Rosmarin
8 Stängel Basilikum, gemischt (je 2 grün, rot, Thai, Busch)
2 Chilischoten (die waren gar nicht scharf)
2 Blätter Lorbeer
Kräutersalz
Gemüsebrühe
Worcestersauce
Kräuter, mediterran, getrocknet oder frisch

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln würfeln, langsam in nicht zu viel Olivenöl anbraten.

In der Zwischenzeit Tomaten häuten und würfeln (als ich damit fertig war, fiel mir ein, dass ich eine flotte Lotte habe – beim nächsten Mal also nicht häuten). Monoknoblauch stifteln, Knoblauch in Scheibchen schneiden. Rosmarin und Basilikum ausschütteln oder kurz überbrausen. Mit Stiel verwenden. Chilischoten längs halbieren, Kerne und Häute entfernen, in Streifchen schneiden.

Tomaten in den großen Crockpot geben, alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen, auch die jetzt schön gebräunten Zwiebelwürfel. Umrühren, Crockpot ohne oder mit um 90° gedrehtem Deckel auf High anwerfen und vergessen. Nach 9 Stunden (oder mehr, oder weniger, je nach Flüssigkeitsgehalt des Masse) und ein paar Umrührungen ist das Sugo fast fertig. Die Masse wird noch durch die mittlere Scheibe der flotten Lotte passiert. Abschmecken und staunen. Das ist das Tomatenparadies. Versprochen.

Ich habe das Sugo (nachdem ich zwei Schöpfkellen für ein Abendessen mit Gemüse und Kartoffeln abgezweigt hatte) über Nacht im Kühlschrank geparkt und am nächsten Tag eingeweckt. Sommer im Glas für trübe Wintertage.

Punktejäger müssen nur das Öl berechnen. Gut, ne?

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Kartoffelgratin aus dem Crockpot

Flämisches Biergulasch und Kartoffelgratin_bearbeitet-1

Als Beilage zum Flämischen Biergulasch gab es Kartoffelgratin. Und zwar aus dem Crockpot, was ich zunächst sehr befremdlich fand.

Ich bin überhaupt kein Fan von Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln. Das Garen ist mir noch nie so gelungen, dass man das Ergebnis als perfekt hätte bezeichnen können. Harte Kartoffelstücke in einer komischen Sahnesauce sind nicht das Maß aller Dinge.

Kartoffelgratin (CP), komplett

Deshalb bin ich erstaunt, dass ich dieses Rezept überhaupt ausprobiert habe. In einem sympathischen Forum für Thermomixverrückte und VerwenderInnen anderer Helferlein wie Crockpot und Konsorten gefunden, sprach mich die Anleitung jedoch sofort an. Auch die vielen positiven Rückmeldungen bestärkten mich darin, es noch einmal (dann ist aber wirklich Schluss – endgültig – einmal noch, ehrlich!) mit rohen Kartoffeln und Crocky zu versuchen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ergebnis war einfach perfekt*. Sechs Stunden langsam vor sich hinblubbernd, strebte das Gratin, das eigentlich keins ist, der Vollendung entgegen. Die Kartoffeln waren "auf den Punkt" gar (ich kann es nicht mehr hören, deshalb schreibe ich es lieber),  nicht zerkocht, gut gewürzt, der Käse an der Oberfläche schön gebräunt – ich hörte die Englein im Gratinhimmel singen.

Kartoffelgratin (CP)

Ab sofort werden in Sachen "Rohe Kartoffelscheiben in Käse-Sahne-Sauce gegart" keine Experimente mehr gemacht. Des g'hört so.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelgratin (CP)
Kategorien: Beilage, Kartoffeln, Käse, Sahne
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Kartoffeln ("Reichskanzler", mehlig kochend)
200 Gramm   Sahne
100 Gramm   Vollmilch (beim nächsten Mal 50 g mehr verwenden)
5 Gramm   Salz
5 Gramm   Gemüsebrühe, gekörnt
0,1 Gramm   Muskat
0,1 Gramm   Pfeffer, schwarz
1/2     Knobizehe, gepresst
150     Emmentaler
150     Gouda, jung

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Virus Culinarius, Userin "Salsa Picante"
  http://www.virusculinarius.de/forum/showthread.php?t=996&
  highlight=kartoffelgratin
  Erfasst *RK* 13.12.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln schälen und auf der Maschine in 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Gefrorenen Käse im TM 15 Sekunden / Stufe 10 zerkleinern. 150 g zur Seite stellen.

Die restlichen Zutaten miteinander vermischen. Mit den Kartoffeln in den ungefetteten, kleinen Crockpot geben, alles gut miteinander vermengen. Restlichen Käse aufstreuen

6 Stunden auf LOW garen.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt total super und macht kaum Arbeit.

Susanne "Salsa Picante" rät: "Bei einem vollen 6,5 l Crock Pot (ca. 3fache Menge), koche ich das Gratin 5 Stunden auf High."

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Um den Kartoffeln eine Freude zu machen, gibt es beim nächsten Mal Hering dazu.

*Einen Hauch mehr Flüssigkeit hätten sie eventuell, vielleicht, möglicherweise vertragen können, aber da bin ich mir nicht sicher, das muss ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Aus dem Crockpot: Saftplätzli mit Hörnli – nachgemacht

Saftplätzli mit Hörnli_bearbeitet-1
 

Robert hat im Rahmen des Hüttenhilfe-Kochevents "Mein liebstes Mamarezept" ein Schmorgericht vorgestellt, das eigentlich aus der Familie seiner Frau L. stammt. Einmal im Monat werden "Saftplätzli mit Hörnli" im Basler Stübli eigenhändig von Frau L. zubereitet und ich weiß auch, wieso: weil es schlicht und ergreifend wunderbar schmeckt.

Während des Lesens von Roberts Beitrag schwirrte mir der Crockpot als alternatives Kochgerät zum gut schließenden Schmortopf durch den Hinterkopf. Da der Garten nach den kalten Nächten der letzten Woche unbedingt winterfest gemacht werden musste und deshalb wenig Zeit zum Kochen blieb, wurde die Idee umgehend in die Tat umgesetzt.

Saftplätzli mit Hörnli, roh

Ein Gang in den nahegelegenen Minisupermarkt konnte mit dem Kauf der benötigten Bratensauce glücklich beendet werden und der Zubereitung, so nahe wie möglich am Original, stand nichts mehr im Wege.

Die Zwiebeln habe ich eine Minute in Dampf vorgegart, damit sie milder werden und im Gericht nicht vorschmecken. Selleriegrün war nicht vorhanden und wurde nicht durch anderes Würzgrün ersetzt. Dafür sorgte die Zitronenschale für einen ungewöhlichen Touch, der uns sehr gut gefallen hat. 

Saftplätzli mit Hörnli1

Kein Salz? war die Frage, die mich die ganze Zeit am meisten beschäftigte. Antwort: Kein Salz! So wie es im Rezept steht, genau so sollte man die Saftplätzli zubereiten. Dann ist am Ende, nach sechs Stunden Garzeit und einer sehr gefräßigen Plätzli-Hörnli-Orgie, abgerundet durch ein Apfelkompott mit Granatapfelkernen, der Crockpot leer, der Magen voll und die Seele beschwingt. 

Schade, dass nichts mehr da ist – aufgewärmt schmeckt das Gericht bestimmt noch besser.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Saftplätzli mit Hörnli (CP)
Kategorien: Lamiacucina, Mamarezept, Fleisch, Crockpot
Menge: 2 bis 3 Personen / Crockpot von 3,5 Litern

Zutaten

6     Rinds-Saftplätzli (max. 1 cm dick geschnitten,
      Am besten wirds mit plattierten Rumpsteaks,
      Aber auch Bratenstücke von der runden Nuss
      Oder von der Schulter sind gut)
1 groß.   Zwiebel in dünnen Ringen
1     Knoblauchzehe in Scheiben
6     Tomatenhälften, getrocknet und nochmals halbiert
1/2     Zitronenschale, abgerieben
      Pfeffer, Koriander
H FÜR DIE BRATENSAUCE
2 Teel.   Gebundene Bratensauce Knorr, gelöst in 2 dl
      Heissem Wasser (Tube)
1 Teel.   Tomatenmark
1     Lorbeerblatt
2-3 Messersp.   Gewürznelkenpulver
2-3 Messersp.   Rosmarinpulver
2 Teel.   Worcestershiresauce

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Robert
  http://lamiacucina.wordpress.com/2009/10/15/remake-mein-
  liebstes-mamarezept/
  Erfasst *RK* 16.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zwiebeln in Ringe schneiden und im Dampfgarer, Siebeinsatz, 100° C, 1 Minute, Dampfgaren, Universal dünsten.

Crockpot mit einem Fassungsvermögen von 3,5 Litern leicht mit Öl auspinseln. 2 EL Wasser auf den Boden geben. Wenig Zwiebeln auf den Boden streuen.

Rindsplätzli abwechslungsweise mit Zwiebeln samt Tomaten einschichten. Zwischen den Fleischschichten mit geriebener Zitronenschale, frisch gemahlenem Pfeffer und Korianderkörnern (klein, ca. 6-8 Stück pro Lage) sowie dem Knoblauch würzen. Zuoberst Zwiebeln, Tomaten und Würze.

30 Minuten auf LOW garen.

Gelöste Bratensauce mit den Gewürzen zugeben, darauf achten, dass das Fleisch möglichst mit Flüssigkeit bedeckt ist. 6 Stunden auf HIGH garen. Zwischendurch die Fleischbeschaffenheit prüfen. Wenn das Fleisch weich ist und beinahe auseinander fällt, ist der richtige Zeitpunkt, die Hörnli zu kochen.

Anmerkungen, Robert: Servieren zu Teigwaren. Vorzugsweise Butterhörnli, die nehmen die Sauce am besten auf. Lässt sich mit der Sauce zusammen sehr gut einfrieren. Apropos Knorr: siehe Bibelstelle Johannes 8,1-11.

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Aus dem Crockpot: Äbbelwoi-Hinkelsche (CP-TM) / Coq au vin uff hessisch

Äppelwoi Hinkelsche (CP)

"Erbarme, zu spät, die Hesse komme!" Eingeweihte kennen dieses Lied von den Rodgau Monotones "..unser David Bowie heißt Heinz Schenk…". Und immer wenn ich in der Küche stehe und etwas aus dem schönen Hesseländsche koche, dann summe ich dieses Lied. Oder gröhle laut mit, wenn es mal wieder im Radio läuft. Leider viel zu selten.

Mein Highlight, was hessischen Gesang angeht, ist aber Willy Astors Versuch, sich des hessischen Idioms zu bedienen. Was haben wir schon gelacht. Im Sommer haben wir ihn bei einem Konzert in Hanau gesehen und dort hat er dieses Lied auch gesungen. Wir, als Nicht-Hessen, lachten uns schon schief. Was müssen erst  Hessen durchmachen, die "Waschanlaaasch" hören?

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich sehr gerne Wahlhessin. Die anfängliche Panik und das Entsetzen, als Rheinländerin an der Ahr lebend, nach Hessen ziehen zu müssen, hat sich in absolutes Wohlgefallen aufgelöst. Bei meinem Mann sieht das ein wenig anders aus, aber was weiß der schon von den grünen Oasen Frankfurts, den so nett babbelnden und zutraaaulischen Hessenmenschen und der schönen Umgebung.

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Hier ist es wirklich schön und für mich auch immer wieder faszinierend, den Hessen zuzuhören. Den Buchstaben "r" nach einem Vokal gibt es nicht. "Messäh", "Beschäh", "Azt", "Dammstadt", "Weckstadt", "Frangfott" (Messer, Becher, Arzt, Darmstadt, Werkstatt, Frankfurt) usw., usw. Ich könnte mich ständig kringeln. Wer es ein wenig ausfühlicher mag, der kann hier mal klicken.

Auch das Essen gefällt mir, obwohl das trinkbare Getränkeangebot doch sehr zu wünschen übrig lässt. Grüne Soße, Handkäs' – von mir aus auch mit Musik -, Bethmännchen: alles meins. Aber Äbbelwoi? Na ja, ich will ja nicht meckern, aber so richtig gut schmeckt das Gesöff pur ja nicht.

Streuobstwiese - Schneewittchenapfel

Aaaaber im Essen hervorragend. Und deshalb habe ich mich kürzlich an ein Hinkelsche (Hähnchen) gegeben, das in Äbbelwoi geschmurgelt wird. Und da ich ja eigentlich jede Woche… nun ja, also hier ist endlich mal wieder ein Rezept aus dem Crockpot. Und isch saaach eusch, des schmeckt he-llisch! Versucht's mal, vielleicht babbelt ihr dann ja auch für kurze Zeit hessisch?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Äbbelwoi-Hinkelsche (CP-TM)
Kategorien: Crockpot, Thermomix, Geflügel, Äbbelwoi
Menge: 4 Portionen – 3,5 Liter Crocky

Zutaten

1     Hähnchen, frisch
      Salz
      Pfeffer
      Butter
100 Gramm   Dörrfleisch, gewürfelt
2     Zwiebeln
2     Äpfel
200 Gramm   Zucchini
40 ml   Calvados
1/4 Ltr.   Apfelwein
      Saucenbinder oder Mehlbutter
100 ml   Sahne*

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Deutschland – Die besten Rezepte
  ISBN: 3-89393-166-X
  Erfasst *RK* 10.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Hähnchen zerlegen, Haut abziehen. Mit Salz und Pfeffer würzen. In Butter von allen Seiten schön braun anbraten. Die Hähnchenteile herausnehmen und in den Crockpot legen.

Äpfel und Zucchini würfeln, in den Crockpot geben.

Im Hähnchen-Bratfett das Dörrfleisch und die gewürfelten Zwiebeln anbraten. Über Fleisch und Gemüse geben. Bratensatz mit Apfelwein und Calvados loskochen, ebenfalls in den Crocky schütten.

Insgesamt 4 Stunden, Einstellung HIGH, garen. Fleisch warmstellen, 2/3 des Gemüses aus der Kochflüssigkeit heben und ebenfalls warm stellen.

Restliches Gemüse und Kochflüssigkeit in den Thermomix geben, passieren. Auf 100° C / Stufe 2 erhitzen, Saucenbinder oder Mehlbutter zufügen und 3 Minuten kochen. Nochmals kräftig per Turbotaste durchwirbeln.

Temperatur auf 80° C reduzieren. Sahne zufügen. Nicht mehr kochen.

Hähnchen, Gemüse und Sauce auf einem vorgewärmten Teller anrichten. Dazu passen Nudeln.

Anmerkungen, Jutta: Fleisch butterweich, tolle Sauce.

*Habe Frischkäse statt Sahne verwendet.

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PS: Foto ist mies – aber lecker war's trotzdem.

Aus dem Crockpot: Kürbiscremesuppe

Wir haben einen kleinen Garten gleich am Haus.

Hanau - Schloss Philippsruhe-1

Huch, das ist ja unser Ferienhaus…. wir haben noch einen Garten. So eine Art Bauerngarten.

Gartenimpressionen

Leicht verwildert, mit vielen Blumen, Sonnenblumen, einem Rosenbogen,

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einem Zaun mit Kletterpflanzen, ein paar Beeten, einem Kirschbaum, einem Quittenbaum (über dessen sensationelle Erträge in diesem Jahr noch berichtet wird), ein paar Zucchinipflanzen, vielen Kräutern, Erdbeeren, Mangold und einer Hokkaidokürbispflanze. Sie hat sich ein schönes Stück des Gartens angeeignet und neben jeder Menge Blätter auch drei erstaunlich große Kürbisse hervorgebracht – Kompost sei Dank! 

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Einen dieser Kameraden habe ich zubereitet und im Crockpot zu einer schönen, sämigen Kürbissuppe transformiert. Wer gerne dicke Suppen und herzhaft-süße Gerichte mag, kommt hier auf seine Kosten. Uns hat es prima geschmeckt, allerdings würde ich beim nächsten Mal etwas Zitronensaft zufügen und die Suppe probehalber einen Hauch flüssiger machen. 

Kürbissuppe an Suppenkürbis

Ein wenig Brot dazu, vielleicht noch einen Dipp oder Salat und fertig ist ein schönes Mahl. Probiert es ruhig aus! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbissuppe (CP-TM)
Kategorien: Hokkaido, 6, 5 Liter Crocky, Suppe
Menge: 6 bis 8 Portionen

Zutaten

1,2 kg   Hokkaido, vorbereitet gewogen
600 ml   Gemüsefond (besser 800 ml)
10 Gramm   Ingwer, frisch
15 Gramm   Asia-Grundstock*
1     Paprika, rot
1     Paprika, gelb
1/2 Bund   Frühlingszwiebeln
2     Birnen, reif
400 ml   Kokosmilch
      Salz
      Chiliflocken

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 19.09.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Gemüsefond in den großen Crockpot schütten und auf HIGH stellen.

Hokkaido schälen, grob würfeln und zum Fond geben.

Ingwer im Thermomix 5 Sek/Stufe 6 zerkleinern. Birnen schälen und entkernen. Paprikaschoten entkernen. Frühlingszwiebeln putzen. Alle Zutaten grob zerkleinern und mit dem Ingwer zu Kürbis und Fond geben. Alles gut verrühren. Crockpot auf Stufe LOW schalten und 6 Stunden garen. Zwischendurch eventuell einmal umrühren.

Nach dieser Zeit den Inhalt des Crockpots mit dem Zauberstab passieren. Kokosmilch zugießen und alles herzhaft-scharf mit Salz und Chiliflocken abschmecken. Noch 30 Minuten auf LOW erhitzen.

Anmerkungen, Jutta: Suppe ist ziemlich dick. Uns schmeckt das so, aber wenn sie ein wenig dünner wäre, wäre es auch nicht zu verachten. Beim nächsten Mal etwas Zitronensaft zufügen. Das gibt wahrscheinlich bei der recht süßen Suppe einen kleinen Pfiff. Ansonsten sehr gut und wiederholenswert. Geröstete Brotsticks dazu gegessen.

*Rezept hier:

http://schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2009/06/nachgemacht-knoblauchgrundstock-tm-neugemacht-asiagrundstock-tm.html

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Aus dem Crockpot: Möhreneintopf (CP)

Möhreneintopf (CP)

Immer wieder samstags*, lalalalalala schubbidubbidubdub… (zermartert euch nicht das Hirn, ich habe auch keine Ahnung, wo da der Bezug zu Möhren ist)…

…ist Crockpotzeit. Diesmal ein schöner Eintopf aus Möhren, Kartoffeln, Speck, Zwiebeln und ziemlich wenig Fett. Ein paar Petersilienblättchen dazu (habe ich vergessen, ich weiß aber, dass es schmeckt) und fertig ist nach vielen Stunden, in denen man sich nicht die Bohne um das Kochen kümmern muss, ein schönes Gericht, das nicht nur im Winter schmeckt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Möhreneintopf (CP)
Kategorien: Eintopf, Möhren
Menge: 6 bis 8 Portionen

Zutaten

100 Gramm   Speck, geräuchert, durchwachsen
2     Zwiebeln
20 Gramm   Butterschmalz
750 Gramm   Möhren
750 Gramm   Kartoffeln
750 ml   Gemüsebrühe
      Petersilie

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 09.09.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Speck und Zwiebeln würfeln, in Butterschmalz andünsten und leicht bräunen.

In den Crockpot geben. Kartoffeln und Möhren würfeln, ebenfalls in den Crockpot geben. Heiße Brühe zugießen, Deckel schließen und 8 Stunden auf LOW garen.

Mit einem Schaumlöffel die festen Teile aus der Brühe schöpfen und grob stampfen. Soviel Brühe zufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Restliche Brühe einfrieren für spätere Suppen und Saucen.

Möhreneintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie grob hacken und unterziehen.

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Ich habe übrigens einen Teil der Brühe dazu benutzt, den Bratensatz loszukochen, der beim Anbraten des Specks entstand.

*na gut, sonntags – schubbidubbidubdub

Nachgemacht: Serbische Bohnensuppe aus dem Crockpot

Ich werde natürlich nicht an die große Glocke hängen, dass ich vorhabe, jede Woche ein Rezept für den Crockpot zu veröffentlichen. Auch nicht, dass das immer samstags sein soll. Nichts hasse ich mehr als Verpflichtungen. Deshalb ist dies zunächst ein einmaliges Unterfangen.

Im Laufe der letzten Woche wurde also nach einem Rezept gesucht. Warum nicht gleich mit Rezept Nummer Eins aus dem Crockpot-Buch von Gabi Frankemölle anfangen? Serbische Bohnensuppe, molim lepo!

Crockpot - Serbische Bohnensuppe im Pott

Bei der Planung hatte ich noch Bedenken wegen der hohen Außentemperaturen. Die waren spätestens gestern bei useligem Regen und niedrigen Gradzahlen auf dem Thermometer komplett zerstreut.

Ich habe mich ziemlich genau an das Rezept gehalten, das Gabi vor einiger Zeit auf ihrem Crockyblog veröffentlicht hat. Weil ich ab und an umgerührt habe und am Ende ein Holzstäbchen zwischen Deckel und Topf steckte, damit mehr Kochflüssigkeit verdampft, hat die Suppe zwei Stunden länger gebraucht. Acht Stunden auf HIGH, danach war sie perfekt. Nicht zu dünn, schön würzig und mit Erinnerungen an unseren Balkan-Urlaub im April/Mai gespickt.

Crockpot - Serbische Bohnensuppe, feddisch

 Sehr empfehlenswert – imati dobar apetit!