Spiegelei … das knusprigste des Universums

S P I E G E L E I ? ? ? ? ?

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Ich sehe eure hochgezogenen Brauen, sehe gefrorene Bewegungen, ungläubiges Entsetzen, sehe Münder zum "Ooooh" geformt, gestockter Atem. Schreckstarre. 

Ich weiß, ich bin bekannt für die Darbietung ausgefeilter Gerichte, raffinierter Kompositionen, kreiert nach tagelangem Schöpfungsakt. Mehrgängige Menü-Kleinode, dekoriert im Stile alter Meister. 

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Ok, das ist jetzt nicht wirklich von mir kreiert. Aber es hätte von mir kreiert sein können. Ich habe es aber selber gegessen. Weiter…

Und jetzt das. Spiegelei.  

Bei David Lebovitz auf facebook gesehen, welcher wiederum dieses unschlagbare Rezept in New York bei smitten kitchen fand, die es wiederum bei Frank Prisinzano sah, der wiederum.. ach, schaut es euch selbst an. 

Es ließ mir keine Ruhe. Liegt nicht im Einfachen auch das Besondere? Kann die Reduktion auf das Wesentliche ultimative Befriedigung verschaffen? Bin ich überhaupt in der Lage, mich auf diese niedere Ebene der Kochkunst zu begeben? 

Oh jaaa, ja, ja und nochmals ja. 

Auch wenn ihr der Ansicht seid, Spiegeleier braten zu können. Macht es so und dann denkt ihr noch mal darüber nach, was vorher und was nachher war: 

  • Ihr lasst eine Pfanne sehr heiß werden. Und dann wartet ihr noch ein wenig. 

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  • Ihr gebt hitzeresistentes Fett in die heiße Pfanne. 
  • Ihr wartet, bis es raucht. 

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  • Dann schwupps, ein Ei hinein. 

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  • Das Ei wirft Blasen. Herd auf Mittelhitze runterschalten. 

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  • Jetzt warten. Nein, noch nicht. Das Eiweiß ist noch nicht glasig genug. 

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  •  Mit einem Küchenfreund das Ei vom Boden lösen (es darf kaum kleben).
  • Die Unterseite des Eis muss gut braun sein. 

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  • Und jetzt probiert das mal.

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  • Und?
  • Eben! 

Sunny side down klappt übrigens auch. 

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  Auch mit Schinken. 

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 Amen. 

 

Aus Gründen hier ein dringender Sicherheitshinweis und Appell: 

Auch wenn ich natürlich möchte, dass der Spiegeleisüchtige alles GENAU so macht, wie ich das hier vorschreibe, so sei doch erwähnt, dass Papierküchentuch unter Bratpfanne nur funktioniert, wenn man einen Induktionsherd hat. Wenn man keinen Induktionsherd hat und Lagerfeuer in der Küche gut findet, dann bitteschön. Ansonsten: bitte kein Papier unter heißen Pfannen und auf glühenden Kochstellen verwenden. Danke! Bitte! 

PS: Robert, ich musste schrecklich lachen. Ich hoffe, es war nur ein Witz, aber egal, wie wahr es war, ich habe Tränen gelacht. 

Hähnchenkeulen mit Bärlauch-Mayonnaise (M-TM)

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Nachdem ich lange Zeit die "essen & trinken" nicht mehr gekauft habe, weil ich mich kriminal über den Gruner und Jahr-Verlag (und letzte Woche mit quasi exakt dem gleichen Schreiben über den Bauer-Verlag) geärgert hatte und ich deshalb das Abonnement kündigen musste, bin ich doch wieder schwach geworden und habe sie in den Einkaufswagen gelegt. Was einerseits ein Glück war, denn die Rezepte sind toll. Andererseits ist es aber auch ärgerlich, so unendlich viel Werbung zu kaufen, wenn man eigentlich nur Rezepte will. 43 Rezepte auf 146 Seiten der Ausgabe April 2011 – da komme ich doch ans Überlegen, ob ich dafür in Zukunft Geld ausgebe. Ich überlege übrigens schon so lange, dass per Zufall die Mai-Ausgabe auch schon wieder den Weg ins traute Heim fand.

Genug gejammert, ran an die Schenkel. Die Hähnchenkeulen mit Bärlauch-Mayonnaise sahen traumhaft aus im Heft, das Rezept versprach viel, das Ergebnis hielt alles.

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Vielleicht lag es am exquisiten Bärlauch, der in der Kleinmarkthalle als "Gartenware – first flush" angeboten wurde? Jedenfalls waren die Hähnchenbeine schnell gemacht, knusprig, saftig, wunderbar im Geschmack. Dazu die schöne Bärlauch-Mayonnaise und ein paar mit Knoblauch eingeriebene und in der Pfanne gebratene Brotscheiben. 

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Nicht nur uns haben die Keulen prima geschmeckt. Auch Christina von New Kitch On The Blog war angetan vom Ergebnis.

Übrigens war die Mayonnaisenportion so reichlich bemessen, dass sie am nächsten Tag nochmals auf den Tisch kam. Ohne Fleisch, mit Pasta. Hasenpasta.

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3

     Titel: HÄHNCHENKEULEN MIT BÄRLAUCH-MAYONNAISE (M-TM)
Kategorien: Geflügel, Bärlauch, Panko, Ei
     Menge: 4 Portionen

====================== FÜR DIE MAYONNAISE ======================
      3            Eier (Größe M)
     60     Gramm  Bärlauch
    100     Gramm  Rapsöl
      1      Teel. Senf
    100     Gramm  Joghurt, 3,5 %
      1      Essl. Weinessig
                   Salz

==================== FÜR DIE HÄHNCHENKEULEN ====================
      4            Hähnchenkeulen
      3      Essl. Mehl
      1      Teel. Rosenpaprika
                   Salz, Pfeffer
      2            Eier
      2      Essl. Milch
     80     Gramm  Panko
      4      Essl. Rapsöl

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert.
            Original: e&t April 2011
            — Erfasst *RK* 20.04.2011 von
            — Jutta Hanke

Für die Mayonnaise die Eier hart kochen. Bärlauch waschen, trocknen
und Stiele entfernen. Zwei Blätter als Deko zur Seite legen.
Restliche Blätter in grobe Streifen schneiden und mit dem Öl im TM
pürieren. Umfüllen.

Eigelbe aus den Eiern entfernen, mit Senf und Joghurt in den TM
geben und kurz pürieren. Bärlauchöl langsam einlaufen lassen,
während der TM auf Stufe 3,5 orgelt. Mit Essig und Salz abschmecken.

Manzfred auf 160° C vorheizen (Backofen, Ober- und Unterhitze: 180°
C).

Für die knusprigen Hähnchenschenkel die Keulen häuten und im Gelenk
durchtrennen. Mehl, Paprikapulver, gut 1/2 TL Salz und Pfeffer in
einen flachen Teller geben. Eier und Milch verkleppern und in einen
tiefen Teller geben. Panko in einen weiteren Teller geben. Die
Keulen im Mehl wenden, dann in Eiern und Panko.

In einer Pfanne bei mittlerer Hitze in Rapsöl fünf Minuten anbraten.
Auf ein Blech legen und 30 Minuten im Manzfred mit angelehnter Tür
garen (Backofen: 20 Minuten, 2. Schiene von unten).

Den restlichen Bärlauch fein schneiden und unter die Bärlauch-
Mayonnaise heben. Zu den Keulenteilen servieren.

Anmerkungen, Jutta: super-saftig-knusprige Schenkel mit leckerer
Sauce. Dazu in der Pfanne gebratene Landbrotscheiben mit Knoblauch.
Sehr gelungen!

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Cucina rapida: Pasta Carbonara mit ohne viele Kalorien und mit ohne viel Zeit

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Wen einen das fähigkeit Flöten geet, super deutch zu schreipen, weil mann so fiehl hunger hatt, dan mus dagehgen schnell wass gethan werdn:

Pasta Carbonara mit ohne viele Kalorien

Danach klappt es auch wieder mit Orthographie und Grammatik, der vormals leere Bauch freut sich und das wenig strapazierte Zeitkonto lässt Raum für anderen Blödsinn. Zudem ist diese schlanke Variante der Spaghetti Carbonara durchaus essbar, ohne den Kalorienpegel (ja, ich weiß, das sind Kilokalorien) in die Höhe schnellen zu lassen. Low Carb ist das nicht gerade, aber durchaus geeignet für eine Ernährung, die dazu führen soll, das ein oder andere Pfündchen zu verlieren.

Und Salat auf'm Teller mag ich auch ab und an sehr, gell Petra?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pasta Carbonara
Kategorien: Nudeln, Ei, Käse
Menge: 2 Portionen

Zutaten

200 Gramm   Nudeln, vorzugsweise Spaghetti
2     Schalotten
5 Gramm   Olivenöl
75 Gramm   Schinken, roh, mager
1     Ei
30 Gramm   Kräuterfrischkäse
50 Gramm   Milch, 1,5%
30 Gramm   Pecorino, gerieben
      Salz, Pfeffer, Chili, Muskat

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Idee: Kochbuch der Gewichtswächter
  Erfasst *RK* 26.01.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Nudeln in Salzwasser kochen.

Zwiebeln fein würfeln, in Öl andünsten, Schinken zufügen und sanft schmurgeln. Ei mit Frischkäse, Milch, und Pecorino vermischen, mit den Gewürzen herzhaft abschmecken.

Nudeln zum Zwiebel-Schinken-Gemisch geben, Eierguss zugießen, alles vermischen und schon fertig!

Dazu einen schönen Salat.

Anmerkungen, Jutta: schmeckte erstaunlich gut. Ich habe die Sahne kaum vermisst.

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